Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 84876
Vorher
Blitz 16-358 GmbHNightTimeExpress Germany GmbHInnight Express Germany GmbH
Eingetragen
20.4.2016
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
- Erwerb, Halten und Veräußerung von Beteiligungen an deutschen Unternehmen jeglicher Rechtsform - insbesondere im Bereich der Pakettransporte und Mehrwertlogistik -, die Verwaltung, Koordination und Kontrolle dieser Beteiligungen sowie die Erbringung von Dienstleistungen für diese Beteiligungsgesellschaften sowie jegliche Tätigkeiten, die dem vorgenannten Zweck förderlich sind. - Gegenstand des Unternehmens ist außerdem die logistische, administrative und marketingmäßige Organisation, Betreuung, Weiterentwicklung und Durchführung von Express-Transportdienstleistungen, insbesondere die flächendeckende Zustellung von Beförderungsgütern während der Nacht im gesamten Bundesgebiet und Internationalen Netz der Gesellschaft mit Ausnahme solcher Geschäfte, die eine Güterfernverkehrsgenehmigung oder Güternahverkehrserlaubnis erforderlich machen sowie die Vergabe entsprechender Franchise-Rechte. Darüber hinaus bietet die Gesellschaft zusätzliche Dienstleistungen im Bereich des Warentransportes an, insbesondere Lagerhaltung und Übernahme von Service-Dienstleistungen für Kunden.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Prokura
Alexander Kohnen
seit 25.5.2023
Geschäftsführer
Heike Guthardt
seit 25.5.2023
Prokura
Domenika Nowak
seit 18.12.2018
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Groupe Sterne SASFRA
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Innight Express Management GmbH
Germany
1 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

nox Germany GmbH (vormals: Innight Express Germany GmbH)

Langenfeld

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

nox Germany GmbH (vormals: Innight Express Germany GmbH), Langenfeld

Darstellung der Gesellschaft

Die nox Germany GmbH, vormals lnnight Express Germany GmbH (im Folgenden "Gesellschaft" genannt), ist nach interner Statistik Marktführer für flächendeckende Nachtexpress-Logistikdienstleistungen in Deutschland sowie in Kooperation mit europäischen Verbundunternehmen und externen Partnern in Europa. Die Gesellschaft ist auf den After-Sales-Logistikbereich - hier: das Distributionssegment - spezialisiert und bietet für gewerbliche Kunden Ersatzteillogistik sowie ergänzende Logistikdienstleistungen vor und nach dem Transport an.

Die Gesellschaft unterhält bundesweit 21 Depots und Hubs und wird vom Verwaltungssitz in Langenfeld (Rheinland) geführt.

Die Gesellschaft sowie als auch alle weiteren Gesellschaften der sog. nox-Gruppe (nox Austria GmbH, nox Belgium NV, nox NighttimeExpress Netherlands B.V.) befinden sich im Eigentum der GROUPE STERNE Société par actions simplifiée, Bordeaux/Frankreich.

Gesamtwirtschaftliche Lage

Im Jahr 2023 sank das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Der wirtschaftliche Einbruch in Folge des Ukraine-Krieges und der Corona-Krise sowie zunehmend ersichtlichen strukturellen Defiziten führte zu einer gesamtwirtschaftlich herausfordernden Lage. Die Energiepreise normalisierten sich nach den starken Steigerungen der Vorjahre zunehmend, dennoch blieb die Inflationsrate mit 5,9 % weiterhin auf einem außergewöhnlichen Niveau.

Die Erhöhung des Mindestlohns von EUR 10,45 auf zunächst EUR 12,00 zum 1. Oktober 2022 führte im Gesamtjahr 2023 zu einer deutlichen Belastung der Wirtschaft und befeuerte den Preisauftrieb weiter. Kaufkraftverluste führten in der Bevölkerung weiterhin zu einem rückläufigen Konsum (-0,8 % zum Vorjahr).

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt. Insgesamt konnte aber zunehmend ein angespannter Arbeitsmarkt beobachtet werden, auf dem die Suche nach Fachkräften für die Unternehmen zunehmend schwieriger wird und seitens der Bewerber höhere Lohnforderungen durchsetzbar sind.

[DESTATIS/Statistisches Bundesamt, "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland", 15.01.2024].

Entwicklung der Branche

In 2023 konnte die KEP-Branche (Kurier/Express/Paket) wieder in den Wachstumskurs wechseln. Der Rückgang des Sendungsvolumens aus dem Vorjahr konnte gestoppt werden, obwohl die Kriege in der Ukraine und Nahost weiterhin zu großer Verunsicherung beitragen und Menschen zurückhaltend konsumieren lassen. Trotzdem wuchs der KEP-Markt in Deutschland um 0,6 % auf rund 4,18 Mrd. transportierte Sendungen.

[Bundesverband Paket & Express Logistik e.V. (BPEX), "KEP-Studie 2024", Juli 2024, "KEP-Studie 2024 - Analyse des Marktes in Deutschland - Eine Untersuchung im Auftrag des Bundesverbandes Paket und Expresslogistik e.V. (BPEX)]

Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren

Finanzielle Leistungsindikatoren, die für die Steuerung der Gesellschaft von Bedeutung sind, sind die Umsatzerlöse, die operative Rohertragsmarge (Umsatzerlöse / (Umsatzerlöse ./. Materialaufwand)) sowie das EBITDA (i. V. adjusted EBITDA, d. h. bereinigt um Sondereffekte). Das EBITDA wird definiert als Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen. Zur Entwicklung dieser Indikatoren wird auf die Ausführungen zum Geschäftsverlauf sowie der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verwiesen.

Bedeutsame nicht-finanzielle Leistungsindikatoren

Ein entscheidender Leistungsindikator für den Erfolg der Gesellschaft ist die Zustellqualität. Bei der Zustellqualität werden die nicht zeitgerecht zugestellten Colli ("Packstücke") mit der Gesamtzahl der Colli verglichen (Anteil der Verfehlungen gegenüber der vertraglichen Leistung).

Geschäftsverlauf

Die Gesellschaft konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Gesamtumsatz in Höhe von EUR 231,3 Mio. erzielen (Vorjahr EUR 244,7 Mio.).

Das Geschäftsjahr 2023 war von einem mengenmäßig deutlich unter der Erwartungshaltung liegendem Verlauf geprägt. Der ungeplante Verlust eines Großkunden im Sektor Automotive im Sommer 2023 sowie eine in allen Kundensegmenten unter der Erwartung liegenden Mengenentwicklung haben den Geschäftsverlauf nachhaltig beeinflusst. Der Umsatzrückgang ist aufgrund eintretender Mengenverluste und eines tiefer eintretenden Dieselpreises, welcher sich aufgrund von Dieselfloater-Abrechungssystemen negativ auf die Umsatzerlöse, nicht jedoch auf die Rohertragsmarge, auswirkt, zurückzuführen. Während der Dieselpreis im Jahr 2022 noch bei EUR 1,91 lag, waren es im Geschäftsjahr 2023 nur noch EUR 1,77. Die im Vorjahr prognostizierte Umsatzsteigerung um 2,0 % konnte somit nicht erreicht werden.

Aufgrund der weiterhin historisch hohen Inflation - überproportional verstärkt durch Knappheiten in wichtigen Beschaffungsmärkten (z. B. Fahrzeuge, Logistikimmobilien, Transportunternehmer, Fahrer, Zeitarbeiter*innen, etc.) - stiegen die Kosten der Gesellschaft deutlich an. Durch den erhöhten Mindestlohn stiegen die Kosten der Gesellschaft insbesondere in den Bereichen Umschlag und Transport zusätzlich an. Die Gesellschaft versuchte diese Steigerungen durch Preismaßnahmen und strukturelle Kosteneinsparungen zu kompensieren, was jedoch nur in Teilen gelang. Der Verlust eines wesentlichen Transportpartners im süddeutschen Raum löste im Mai 2023 deutliche Kostensteigerungen im Bereich der Zustellkosten aus. Auch die Zustellqualität der Gesellschaft war hiervon negativ beeinträchtigt.

Ende September 2023 wurde die österreichische Schwestergesellschaft Opfer einer schwerwiegenden Cyberattacke. Im Oktober 2023 konnte die Gesellschaft selbst zahlreiche Cyberattacken erfolgreich abwehren. In der Folge wurden unmittelbar massive Investitionen in die Cybersicherheit der Gesellschaft getätigt.

Im Rahmen eines durchgeführten Austauschs der gesamten Scanner-Infrastruktur der Gesellschaft konnte insbesondere im Monat Oktober und November den Kunden nicht die gewohnte Datentransparenz geboten werden. Der Austausch der Scanner führte nach Einschätzung des Managements ab Dezember 2023 bereits zu einer deutlichen Steigerung der Datentransparenz und erhöhte insgesamt die Dienstleistungsqualität.

Im Jahr 2023 wurden mit dem Umzug des Standorts Hilden nach Duisburg und der Schließung des Standort Weinheims und folgender Verlagerung der Aktivitäten nach Groß-Gerau massive Veränderungen an der Struktur des Netzwerks der Gesellschaft vorgenommen. Hierdurch konnten für das Jahr 2024 eine günstigere Kostenbasis vorbereitet werden.

Ende März 2023 wurde das Geschäftsfeld der ehemaligen PGG (2022 auf die nox verschmolzen) aufgrund der hohen Verluste aufgegeben. Dies hat für die Gesellschaft zukünftig einen positiven Einfluss auf das Geschäftsergebnis. Ebenfalls wurden im Dezember 2023 die Tankkarten, die den Transportunternehmern zur Verfügung gestellt wurden, zurückgefordert. Dies hat den Vorteil, dass die Gesellschaft nicht mehr in Vorfinanzierung treten muss und somit ein Liquiditätsvorteil geschaffen wird. Der Großteil der Effekte aus dem Einziehen der ARAL Tankkarten ergibt sich allerdings erst im Folgejahr 2024.

Mit dem Wechsel der Geschäftsführung im Mai 2023 wurden die Restrukturierungsaktivitäten der Gesellschaft noch einmal deutlich beschleunigt. Die Gesellschaft fokussierte ihre Strategie auf die Zustellung von Sendungen für B2B-Kunden und entschloss sich weitgehend aus dem B2C-Markt zurückzuziehen. Die Gesellschaft definierte einen neuen Premium-Anspruch und begann nachhaltige Investitionen in qualitätsverbessernde Maßnahmen zu tätigen. So wurde ab Herbst mit der Einführung von Lean Management begonnen. Durch eine neue, flachere Organisationsstruktur wird die Entwicklungsdynamik der Gesellschaft nach Einschätzung des Managements weiter verbessert.

Ertragslage

Durch die Auswirkungen der geringeren Binnennachfrage auf die Gesellschaft ist der Umsatz auf EUR 231,3 Mio. gegenüber EUR 244,7 Mio. im Vorjahr gesunken. Die Entwicklung der Umsatzerlöse liegt somit unterhalb der Erwartungen des Vorjahres, die von einem Anstieg der Umsatzerlöse in Höhe von 2,0 % ausgingen. Der Rückgang der Umsatzerlöse resultiert im Wesentlichen geringeren Transportmengen bei einem geringen Absatzpreis.

Die Rohertragsmarge steigt auf 27,7 % (Vorjahr 24,1 %). Die verbesserte Rohertragsmarge resultiert aus im Vorjahr unterjährig eingeführten Dieselfloater-Abrechungssystemen sowie erfolgreichen Preismaßnahmen. Durch die verbesserte Rohertragsmarge erhöhte sich der Rohertrag (Umsatzerlöse ./. Materialaufwendungen) von EUR 59,1 Mio. im Vorjahr auf EUR 64,0 Mio. Der im Vorjahr prognostizierte Anstieg der Rohertragsmarge von 4,3 % konnte nicht vollständig realisiert werden.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken im Vergleich zum Vorjahr von EUR 4,1 Mio. auf EUR 4,0 Mio. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus weitbelasteten Schadenfällen in Höhe von EUR 1,1 Mio. (Vorjahr EUR 1,4 Mio.)

Der Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr auf EUR 38,4 Mio. (Vorjahr EUR 37,9 Mio.). Der unterjährige Anstieg des Personalaufwands resultierte aus Neueinstellungen sowie aus Lohn- und Gehaltserhöhungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr von EUR 30,6 Mio. auf EUR 31,4 Mio. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist insbesondere auf höhere Fremdleistungen in Höhe von EUR 1,7 Mio., denen im Wesentlichen Rückgänge bei den laufenden Fahrzeugkosten (EUR 0,5 Mio.) und Schadensfällen (EUR 0,3 Mio.) aufgrund des gesunkenen Auftragsvolumen gegenüberstehen, zurückzuführen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ("EBITDA") beträgt im Geschäftsjahr 2023 EUR -1,8 Mio. (Vorjahr EUR -5,3 Mio.). Das verbesserte EBITDA resultiert maßgeblich aus dem höheren Rohertrag aufgrund der verbesserten Rohertragsmarge. Der Jahresfehlbetrag beträgt EUR -4,1 Mio. (Vorjahr EUR -7,5 Mio.).

Das geplante Adjusted-EBITDA in einer Bandbreite zwischen EUR 1,6 Mio. und EUR 2,0 Mio. wurde deutlich unterschritten und beträgt zum Ende des Geschäftsjahres 2023 EUR -0,2 Mio. Die Planverfehlung resultiert aus den höheren Personalkosten und höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen.

Vermögenslage

Das Aktivvermögen der Gesellschaft ist bei einer Bilanzsumme von EUR 28,6 Mio. (Vorjahr EUR 38,6 Mio.) gekennzeichnet durch das Anlagevermögen mit EUR 5,3 Mio. (Vorjahr EUR 5,1 Mio.), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 7,8 Mio. (Vorjahr EUR 10,6 Mio.), den liquiden Mitteln von EUR 1,2 Mio.(Vorjahr EUR 5,1 Mio.), sowie den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von EUR 13,6 Mio. (Vorjahr EUR 10,1 Mio.).

Der Posten "I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände" hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,6 Mio. erhöht. Dies ist insbesondere auf die Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR 2,8 Mio.) sowie den Anstieg der sonstigen Vermögensgegenstände (EUR 3,5 Mio.) zurückzuführen. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich insbesondere aus der Forderung aus der Kapitalerhöhung gegenüber die Innight Express Management GmbH in Höhe von EUR 4,0 Mio. Zum Rückgang der liquiden Mittel wird auf die Ausführungen zur Liquiditätslage verwiesen.

Durch den Jahresfehlbetrag des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie durch die im Anhang beschriebenen Kapitalmaßnahmen weist die Gesellschaft zum Bilanzstichtag ein Eigenkapital in Höhe von EUR 0,7 Mio. aus (Vorjahr EUR -6,9 Mio.).

Die Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 2,1 Mio. von EUR 16,6 Mio. im Vorjahr auf EUR 14,5 Mio. im Geschäftsjahr 2023 resultiert aus Stichtagseffekten.

Die deutliche Abnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von EUR 10,2 Mio. auf EUR 2,1 Mio. resultiert im Wesentlichen aus der Umwandlung zugunsten der Kapitalrücklage der im Vorjahr als sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesenen Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern.

Liquiditätslage

Im Geschäftsjahr wurden Investitionen ins Anlagevermögen in Höhe von EUR 1,9 Mio. getätigt. Diese Investitionen betreffen Investitionen in die Modernisierung der IT-Infrastruktur sowie Anschaffungen in den Niederlassungen.

Die Gesellschaft weist im Geschäftsjahr einen negativen operativen Cashflow von EUR 4,7 Mio. aus. Im Vergleich zum Vorjahr stellt dies eine Verbesserung des operativen Cashflows um EUR 2,2 Mio. dar. Die geringeren Zahlungsabflüsse aus der operativen Geschäftstätigkeit sind im Wesentlichen auf das im Vergleich zum Vorjahr deutlich bessere Jahresergebnis (EUR -4,1 Mio. im Vergleich zu EUR -7,5 Mio. im Vorjahr).

Zum Bilanzstichtag betrug das Nettoguthaben gegenüber dem Factor (Bankguthaben auf dem Factoringkonto minus Verbindlichkeit gegenüber dem Factor) EUR 9,1 Mio. (Vorjahr EUR 10,7 Mio.).

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,4 Mio. auf EUR -1,9 Mio. verringert. Der Rückgang ist insbesondere auf Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von EUR 1,9 Mio. zurückzuführen.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 2,6 Mio. Hierin enthalten sind EUR 4,0 Mio. aus einer Einzahlung in die Kapitalrücklage seitens der Gesellschafterin im Zusammenhang mit der rückwirkend zum 31. Dezember 2023 vorgenommen Kapitalmaßnahmen. Dem gegenüber standen eine Darlehenstilgung in Höhe von EUR 1,0 Mio. sowie gezahlte Zinsen in Höhe von EUR 0,4 Mio.

Der Finanzmittelfonds hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 von EUR 5,1 Mio. im Vorjahr auf EUR 1,2 Mio. verringert.

Zum Bilanzstichtag bestehen nicht in Anspruch genommene, frei verfügbare Kreditlinien in Höhe von EUR 1,0 Mio. (Vorjahr EUR 0,0 Mio.).

Voraussichtliche Entwicklung

Die deutsche Wirtschaft kommt nicht so schnell in Fahrt wie erwartet. Laut neuester Konjunkturprognose des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) wird die Wirtschaftsleistung im laufenden Quartal weiter schrumpfen. Danach geht es zwar graduell bergauf, wenn bei Unternehmen und Verbraucher*innen die trübe Stimmung angesichts ungewisser Zeiten schwindet. Dennoch dürfte im Gesamtjahr 2024 nur ein Nullwachstum zu Buche schlagen. Im kommenden Jahr zieht der Aufholprozess an: Insbesondere eine immer bessere Konsumlaune der privaten Haushalte, aber auch steigende Ausrüstungsinvestitionen werden wohl 2025 für einen Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts um 1,2 % sorgen. Trotzdem dürfte selbst Ende 2025 die Output-Lücke noch immer negativ sein.

[Pressemitteilung des DIW vom 7. März 2024]

So geht vom russischen Angriffskrieg in der Ukraine weiterhin ein Eskalationspotenzial aus. Obwohl die Inflation sich in 2024 in den ersten 6 Monaten bei ca. 2,2 - 2,3 % eingependelt hat und damit weitgehend normalisiert, bleibt weiterhin ein hohes Zinsniveau seitens der EZB bestehen, was die gesamtwirtschaftliche Entwicklung voraussichtlich weiter dämpfen wird.

Weiterhin hohe Energiekosten, stark steigende Kosten für Umsetzung von Nachhaltigkeitsmaßnahmen, deutlich gestiegene Aufwände für die Umsetzung bürokratischer Anforderungen sowie nationaler und europäischer Richtlinien und Gesetze (EU DataAct, NIS2) belasten die Wirtschaft und dämpfen Investitionstätigkeiten.

Die Aussichten für die KEP-Branche sind verhalten positiv. Mit zunehmender wirtschaftlicher Erholung werden auch wieder Mengenzuwächse im KEP-Segment erwartet. Dennoch wird die Entwicklung der Branche durch weiterhin sehr hohe Energiekosten, stark ansteigende Mindestlöhne, höhere Kosten für den Erwerb und Betrieb von Fahrzeugen sowie weitere branchenspezifische Kostensteigerungen gebremst. Die Branche wird unausweichlich weiterhin diese Kosten in Form höherer Preise an ihre Kunden weitergeben müssen.

Unter Berücksichtigung der für das Geschäftsjahr 2024 erstellten Planung erwartet die Gesellschaft eine stabile Mengenentwicklung bei weiterhin steigenden Preisen. Darüber hinaus wirken sich die zahlreichen Initiativen zur Kompensation auf der Erlösseite wie z. B. konsequente Einführung/Durchsetzung von sog. Diesel-Floater-Abrechnungssystemen, Preismaßnahmen-Umsetzung zum Ausgleich der Inflationsdynamik positiv auf die Geschäftsentwicklung aus.

Die Gesellschaft wird konsequent ihr Kostenmanagement verbessern und hierbei insbesondere einen Fokus auf die Optimierung der Netzwerkmarge sowie die kontrollierte Reduktion von Fixkosten legen. Lohnkosten werden im Jahr 2024 weitgehend stabil gehalten

Die Gesellschaft prognostiziert für 2024 einen leichten Umsatzrückgang bei einer gleichbleibenden Rohertragsmarge. Das EBITDA wird aufgrund der beschriebenen Einsparungen voraussichtlich zwischen EUR 3,0 Mio. und EUR 7,0 Mio. liegen.

Die Gesellschaft plant in Folge von Cyberattacken auf Schwestergesellschaften in Österreich, Belgien und den Niederlanden mit deutlichen Investitionen in die IT-Infrastruktur und insbesondere in den Bereich Cyber Security. Der Austausch der gesamten Scanner-Hardware der nox-Gruppe wird in 2024 finalisiert. Weiterhin werden erhebliche Investitionen in technische Sicherheitseinrichtungen von Hubs und Depots geleistet werden. Die PKW-Flotte der Gesellschaft wird in 2024 zu 1/3 durch moderne vollelektrische Fahrzeuge ersetzt. Ebenso ist geplant die Depotmodernisierung in 2024 konsequent voranzutreiben.

Wesentliche Chancen und Risiken

Risikomanagementsystem

Die Gesellschaft unterhält ein Risikomanagementsystem, dessen Ziel es ist, den wirtschaftlichen Erfolg der Gesellschaft sicherzustellen, etwaige entwicklungsbeeinträchtigende Tatsachen oder bestandsgefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und bei Bedarf Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Ein wesentlicher Bestandteil des Risikomanagementsystems ist eine detaillierte Finanz- und Liquiditätsplanung. Die Finanzplanung wird im Rahmen einer rollierenden unterjährigen Planung ("Budget" plus mehrfache "Forecasts") an die Änderungen im Geschäftsverlauf, aktuelle Branchenentwicklung und Veränderungen des wirtschaftlichen Umfelds angepasst. Ferner werden im Rahmen der monatlichen Berichterstattung an die Geschäftsleitung und die Gesellschafter Abweichungen zu den Planzahlen analysiert, um mögliche Risiken in Funktionsbereichen frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen einzuleiten.

Im Rahmen der Liquiditätsplanung werden darüber hinaus Extremszenarien ("Stress-Szenarien") simuliert, potentielle Auswirkungen auf die Entwicklung der Liquidität analysiert und bei Bedarf Maßnahmen abgeleitet. Das Liquiditätsmanagement wird durch wöchentliche Liquiditätsreporting und Cash-Steuerungs-Meetings optimal gestaltet. Forderungsausfallrisiken werden über ein regelmäßiges Monitoring der individuellen Ausfallrisiken der wesentlichen Kunden bewertet. Durch das bestehende Factoring sind Forderungsausfallrisiken zeitanteilig an den Factor ausgelagert.

Zusätzlich verfügt die Gesellschaft über ein integriertes Management System in dessen Rahmen regelmäßige Risikoanalysen zur Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkungen im Risikoeintrittsfall vorgenommen werden. Ergänzt werden diese Analysen durch Mitigationsstrategien der einzelnen Risikocluster.

Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die Gesellschaft ist Teil der nox-Gruppe mit verbundenen Unternehmen in Belgien, Österreich und den Niederlanden und hat somit jederzeit Zugriff auf ein europäisches Netzwerk. Dieses Netzwerk verbindet die Landesgesellschaften und weitere europäische Partner über Grenzen hinweg miteinander und erweitert damit den geographischen Fokus der Gesellschaft auf ganz Europa.

Die Gesellschaft hat auch im Berichtsjahr ihre Marktposition im Bereich der Nachtexpress-Logistik gehalten und ist mit einem Umsatz von EUR 231 Mio. und einem Marktanteil von ca. 50 % laut interner Berechnung deutlicher Marktführer.

Hieraus ergeben sich u. a. die folgenden Chancen am Markt:

Kostenführerschaft aufgrund des signifikant dichteren Netzwerks gegenüber allen anderen Wettbewerbern

Hohes Qualitätsniveau, mindestens auf bzw. über dem Niveau der Wettbewerber

Hohe Servicelevel im Kundenservice und der Schadensbearbeitung

Breite Kundenbasis, insbesondere im Automobil- und Landtechniksegment

Gut aufgestellte internationale Leistungsbeziehungen

Langjährig erfahrene Spezialisten im Nachtexpress

Hoher Bekanntheitsgrad in der Verladerschaft

Ausbau der Nachtexpressaktivitäten in neue Märkte

Weiterentwicklung und Digitalisierung des Serviceangebotes

Kontaktlose Logistik - Nachtexpress ohne menschliche Interaktion in der Zustellung

Effiziente Nutzung der Verkehrsinfrastruktur in der Nacht und außerhalb von Stoßzeiten

Zunehmende internationale Vernetzung durch grenzüberschreitend harmonisierte Produkte und Informationsflüsse

Durch die systematische Analyse der unternehmensinternen Abläufe werden Optimierungspotenziale identifiziert und laufende Effizienzsteigerungen ermöglicht.

Risiken mit besonderem Einfluss auf die Unternehmenslage

Die folgenden möglichen Risiken könnten die Ergebnisentwicklung der Gesellschaft in den kommenden Jahren negativ beeinflussen.

Es bestehen regelmäßig Kontrakt- bzw. Projektrisiken, welche zu Umsatzrückgängen oder gar zum Verlust von Großkunden führen können. Zudem können in Fällen, in denen Verträge vorzeitig gekündigt oder Folgeaufträge über Ausschreibungsverfahren nicht gewonnen werden sowie geringere Ausbringungsmengen unserer Kunden, Leerkosten durch Unterauslastung entstehen. Langfristig wären diese nur durch Anpassungen bei den Niederlassungen, Mitarbeiterzahlen sowie einer Überplanung des Transportnetzwerkes abzufangen.

Einkaufsseitig können durch die kurzfristigen Verträge mit Transportunternehmern oder Zeitarbeitsgesellschaften mögliche marktübliche Preissteigerungen, insbesondere vor dem Hintergrund der derzeit stark ansteigenden Treibstoffpreise, entstehen. Solche Risiken werden durch eine ständige monatliche Überwachung beobachtet und analysiert, um hier entsprechend entgegenwirken zu können. Die wirtschaftliche Gesamtlage führt teils zu deutlich sinkenden Auftragsvolumen von Transportunternehmen und zwingt diese teils sehr kurzfristig zur Aufgabe ihrer Tätigkeit. Die Gesellschaft ist in einem solchen Fall dann gezwungen kurzfristig Ersatz für die ausfallende Transportleistung zu finden, teils zu deutlich höheren Kosten.

Im Bereich der verschiedenen Niederlassungen der Gesellschaft bestehen regelmäßig objektbezogene Risiken. Im Zusammenhang mit geänderter Nutzung oder Schließung bzw. Verlagerung von Standorten können Verpflichtungen aus Mietverträgen resultieren. Dies hat die Gesellschaft kontinuierlich berücksichtigt. Andererseits bestehen in diesem Bereich aber auch Chancen, welche die Gesellschaft im Rahmen von Verhandlungen über den Abschluss neuer oder die Verlängerung bestehender Mietverträge nutzen kann. Es kann unabhängig von der Einflussmöglichkeit der Gesellschaft zu behördlich angeordneten Standortschließungen kommen, die zu Erschwerungen der betrieblichen Abläufe führen können. Risikomindernd wirkt hier das ausgeprägte Netzwerk über Deutschland hinweg. Eine Standortschließung kann durch andere Standorte kompensiert werden und der operative Betrieb kann weiterhin sichergestellt werden.

Hinsichtlich der zukünftigen Entwicklungen beim Mindestlohn, durch den die Gesellschaft über Nah- und Fernverkehrspartner mittelbar betroffen ist, ergeben sich Risiken auf Grund steigender Subunternehmerkosten. Durch den Fachkräftemangel könnte der Umfang der anzubietenden Transportleistungen bzw. umzuschlagenden Colli und damit der Umsatzerlös sinken. Die Gesellschaft begegnet dem Risiko des Fachkräftemangels, indem es seinen Mitarbeitern flexible Arbeitszeiten und Wertschätzung bei einem attraktiven Gehaltsniveau anbietet.

Die Gesellschaft verfügt über ein aktives Forderungsmanagement und ein entsprechendes Risikofrühwarnsystem, wodurch Forderungsausfälle auf einem niedrigen Niveau gehalten werden.

Um die Gefahr von Ausfällen bei den eingesetzten Transportunternehmern zu verringern, wurde die eingeführte Systematik der Risikobewertung durchgängig fortgeführt und erweitert. Dies dient der Gesellschaft zur Vermeidung von operativen Risiken.

Durch die Controlling- und Risikoinstrumente, die in der Gesellschaft fest verankert und einer kontinuierlichen Überprüfung unterworfen sind, werden diese Risiken frühzeitig erkannt und - gegebenenfalls - entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Der Einsatz von Informationstechnologie (IT) stellt eine wichtige Basis für die Geschäftsprozesse dar. Ein Ausfall der IT-Systeme kann zur Unterbrechung der Betriebsabläufe führen. Zudem ist eine deutliche Zunahme von weltweiten Cyber-Angriffen, insbesondere auf Bereiche der kritischen Infrastruktur zu beobachten. Logistikunternehmen sind hiervon zunehmend betroffen. Auch die Gesellschaft wurde im Jahr 2023 vermehrt angegriffen. Ein erhebliches Maß an IT-Investitionen geht zunehmend in die Sicherung von operativen Systemen, den Aufbau sicherer Netzwerkinfrastrukturen sowie den Austausch risikobehafteter Software-Technologien. Zusätzlich werden Mitarbeiter durch Schulungen kontinuierlich zu IT-Security und potenziellen Gefahren durch Cyber-Kriminalität sensibilisiert.

Die bislang gemachten Erfahrungen und die Weiterentwicklung des Instrumentariums der Gesellschaft zur Reaktion auf den deutlichen Anstieg der Inflation, haben sich als effektiv erwiesen. Im Rahmen der Krisenbewältigung sind darüber hinaus Maßnahmen entwickelt worden, die den operativen Betrieb sicherstellen. Die zahlreichen Initiativen zur Kompensation auf der Erlösseite wie z. B. konsequente Einführung/Durchsetzung von sog. Diesel-Floater-Abrechnungssystemen, Nutzung von index-basierten Preismodellen (Logistik-Index des BGL e.V.) sowie die konsequente Preismaßnahmen-Umsetzung zum Ausgleich der Inflationsdynamik stabilisieren die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft. Weiterhin passt die Gesellschaft immer dynamischer ihre Netzwerkaktivität an Mengenentwicklungen an, um der wachsenden Marktdynamik besser gerecht zu werden.

In Bezug auf die Risiken im Zusammenhang mit einem bedeutsamen Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie einem bestandsgefährdenden Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB verweisen wir auf die Ausführungen im Anhang.

Forschung und Entwicklung

Das Geschäftsmodell der Gesellschaft umfasst keine Forschung und Entwicklung, so dass die Berichterstattung entfällt.

Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a Abs. 4 HGB)

Die Gesellschafterversammlung sowie die Geschäftsführung der Gesellschaft haben sich mit der Thematik des Teilhabegesetzes befasst. Beide Organe stehen einer Beteiligung von Frauen in Führungspositionen offen gegenüber. Die gegenwärtige gepflegte Besetzungspolitik der Organe und Führungspositionen beruht auf einer strikten Orientierung an Kenntnissen, Fähigkeiten und fachlicher Eignung und ist grundsätzlich durch Frauen wie durch Männer möglich. Gesellschafterversammlung und Geschäftsführung betrachten dieses Vorgehen als zwingend notwendig. Mit Stichtag der Erstellung dieses Berichts ist in der ersten Führungsebene unterhalb der Geschäftsführung ist eine Frauenquote von rd. 33 % erreicht. In der zweiten Führungsebene ist eine Frauenquote von 23 % erreicht. Eine Verpflichtung auf die Berücksichtigung weiterer Kriterien sowie von Zielgrößen und Zielerreichungsfristen bis zum 31. Dezember 2024 würde zum gegenwärtigen Zeitpunkt und unter Berücksichtigung der kurzen Historie der Gesellschaft zu einer unverhältnismäßigen Einschränkung bei der Auswahl von Kandidaten und Kandidatinnen führen.

 

Langenfeld, den 17. Juli 2024

nox Germany GmbH

gez. Alexander Kohnen

Geschäftsführung

Anlage zum Lagebericht

Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit (§ 21 EntgTranspG)

Mitarbeiterzahlen im Geschäftsjahr 2023

Im Geschäftsjahr 2023 betrug die durchschnittliche Gesamtzahl der Beschäftigten 877 Mitarbeiter, wovon 643 (73,32 %) männlich und 234 (26,68 %) weiblich waren. In FTE betrug der Durchschnitt 643 männlich und 234 weiblich.

Bei den männlichen Mitarbeitern teilt sich die Kopfanzahl auf in durchschnittlich 560 Vollzeit- und 84 Teilzeitbeschäftigungen. Bei den weiblichen Mitarbeiterinnen lag die durchschnittliche Anzahl bei 159 Vollzeit- und 75 Teilzeitbeschäftigungen.

Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern und deren Wirkungen

Folgende Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern wurden ergriffen:

Einrichtung einer paritätisch besetzten AGG-Beschwerdestelle;

Durchführung eines regelmäßigen Austauschs mit den Mitarbeitervertretungen;

Personalcontrolling mit regelmäßigen Reports im Hinblick auf Gleichbehandlung von Männern und Frauen;

Ausschreibungen und Einstellungsprozesse streng geschlechtsneutral.

Förderung von Elternzeiten bis ins Top Management

Wirkungen der Maßnahmen:

Keine feststellbare Ungleichbehandlung.

Maßnahmen zur Herstellung von Entgeltgleichheit für Frauen und Männer

Personalcontrolling mit regelmäßigen Reports im Hinblick auf Entgeltgleichheit von Männern und Frauen;

Entwicklung geschlechtsneutraler Gehaltsbänder für gleiche Funktionen. Konkrete Gehaltsbänder sind wegen einer leistungsgerechten Entlohnung gegenwärtig nicht geplant. Das Geschlecht spielt bei der Gehaltsfindung keine Rolle.

Bilanz zum 31. Dezember 2023

der nox Germany GmbH (vormals: Innight Express Germany GmbH), Langenfeld

AKTIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 5.251.915,45 5.071.168,98
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 3.012.883,45 3.545.613,58
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.608.591,00 2.576.432,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 404.292,45 501.419,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 467.762,58
II. Sachanlagen 2.239.032,00 1.525.455,40
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 67.942,00 143.638,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 671.788,00 973.471,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.499.302,00 365.520,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 42.826,40
III. Finanzanlagen 0,00 100,00
B. UMLAUFVERMÖGEN 22.978.642,47 26.331.305,46
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 21.769.858,84 21.198.639,51
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.806.544,53 10.611.980,07
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 345.127,60 464.800,04
3. Sonstige Vermögensgegenstände 13.618.186,71 10.121.859,40
II. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.208.783,63 5.132.665,95
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 348.047,77 327.195,44
D. NICHT DURCH EIGENKAPITAL GEDECKTER FEHLBETRAG 0,00 6.851.107,11
28.578.605,69 38.580.776,99

PASSIVA

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. EIGENKAPITAL 736.536,74 0,00
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 4.002.500,00 13.800.000,00
III. Bilanzverlust -3.290.963,26 -21.651.107,11
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 6.851.107,11
B. RÜCKSTELLUNGEN 8.819.147,94 9.663.474,66
Sonstige Rückstellungen 8.819.147,94 9.663.474,66
C. VERBINDLICHKEITEN 19.022.921,01 28.917.302,33
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 1.000.000,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 100.000,00 0,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.452.347,44 16.565.395,28
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.060.675,80 10.162.755,90
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.409.897,77 1.189.151,15
- davon aus Steuern: EUR 319.328,58 (Vorjahr: EUR 293.384,44)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 1.350,21)
28.578.605,69 38.580.776,99

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

der nox Germany GmbH (vormals: Innight Express Germany GmbH), Langenfeld

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 231.275.063,19 244.686.272,56
2. Sonstige betriebliche Erträge 4.019.350,66 4.130.601,60
3. Materialaufwand 167.301.443,86 185.632.041,84
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 17.344.753,10 20.889.804,94
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 149.956.690,76 164.742.236,90
4. Personalaufwand 38.404.249,41 37.875.370,29
a) Löhne und Gehälter 31.947.958,35 31.711.209,21
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 6.456.291,06 6.164.161,08
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.683.722,76 1.817.536,18
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 31.374.004,90 30.615.048,79
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.655,79 2,20
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 646.085,99 343.807,70
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 194.330,85 (Vorjahr: EUR 210.378,00)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -36.132,36 0,00
10. Ergebnis nach Steuern -4.077.304,92 -7.466.928,44
11. Sonstige Steuern 26.040,37 18.054,69
12. Jahresfehlbetrag -4.103.345,29 -7.484.983,13
13. Verlustvortrag vor Vewendung -21.651.107,11 -14.166.123,98
14. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 21.463.490,14 0,00
15. Ertrag aus der Kapitalherabsetzung 999.999,00 0,00
16. Bilanzverlust -3.290.963,26 -21.651.107,11

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

nox Germany GmbH (vormals: Innight Express Germany GmbH), Langenfeld

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: nox Germany GmbH (vormals: Innight Express Germany GmbH)
Firmensitz laut Registergericht: Katzbergstr. 3, 40764 Langenfeld
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Amtsgericht Düsseldorf
Registernummer: HRB 84876

Allgemeine Angaben einschließlich der Angaben zum Unternehmen

Der Jahresabschluss der nox Germany GmbH (vormals: Innight Express Germany GmbH), Langenfeld, wurde nach den §§ 242 ff., 264 ff. des HGB und den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen Der Anhang ist teilweise in TEUR aufgestellt.

Die Gliederungen von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung basieren auf den Gliederungsvorschriften nach § 266 und § 275 II HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.

Die nox Germany GmbH, Langenfeld, wies zum Bilanzstichtag vor Kapitalmaßnahmen einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 3.288.462,26 sowie einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 4.103.345,29 (i.V. EUR 7.484.983,13) aus. Aufgrund der beschriebenen Gegebenheiten deuten diese auf eine wesentliche Unsicherheit hin, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt.

Aufgrund des bestandgefährdenden Risikos wurde mit Gesellschafterbeschlüssen vom 1. Juli 2024 beschlossen, dass Stammkapital der Gesellschaft im Rahmen einer vereinfachten Kapitalherabsetzung auf EUR 1,00 herabzusetzen und anschließend eine Kapitalerhöhung auf EUR 25.000,00 durch Bareinlage der Gesellschafterin durchzuführen. Beide Maßnahmen erfolgen gem. § 58e GmbHG mit bilanzieller Rückwirkung zum 31. Dezember 2023. Im Rahmen der Kapitalherabsetzung wurde zudem beschlossen die freie Kapitalrücklage der Gesellschaft zwecks Ausgleiches des Jahresfehlbetrags und Verlustvortrags in Höhe von EUR 21.463.490,14 aufzulösen. Im letzten Schritt wurde durch die Gesellschafterin eine Bareinzahlung in Höhe von EUR 4.000.000,00 in die Kapitalrücklage getätigt. Durch diese Maßnahmen wurde die bilanzielle Überschuldung der Gesellschaft aufgehoben und zum 31. Dezember 2023 ein positives Eigenkapital in Höhe von EUR 736.536,74 ausgewiesen.

Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going-Concern) aufgestellt.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Im Geschäftsjahr wurden entwickelte Software-Lösungen mit den darauf entfallenen Entwicklungskosten in Form von Fertigungseinzelkosten in Höhe von TEUR 263 als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände im Anlagevermögen aktiviert. Vom Aktivierungswahlrecht gem. § 248 Abs. 2 HGB wurde Gebrauch gemacht. Die selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenstände werden linear über deren betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern von 5 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Folgende Nutzungsdauern wurden zu Grunde gelegt:

Nutzungsdauer
in Jahren
Immaterielle Vermögensgegenstände 2 - 10
Bauten auf fremden Grundstücken 4 - 10
Technische Anlagen und Maschinen 1,5 - 10
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 - 13

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Zur Risikoabdeckung wurden sowohl Einzelwert- als auch Pauschalwertberichtigungen vorgenommen. Die Pauschalwertberichtigung wurde in Höhe von 1 % des Netto-Forderungsbestands zum Bilanzstichtag gebildet.

Die Kassenbestände und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bewertet.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten beinhaltet Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, insbesondere Versicherungsbeiträge und Lizenzgebühren.

Auf die Aktivierung des Aktivüberhangs der latenten Steuern aufgrund von Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen sowie steuerlichen Verlustvorträgen wurde gem. § 274 Abs. 1 HGB verzichtet.

Das gezeichnete Kapital wurde zum Nennbetrag in Höhe von TEUR 25 ausgewiesen. Mit Gesellschafterbeschluss vom 12. September 2024 wurden Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 7.665.990,14 zu Gunsten der Kapitalrücklage eingebracht. Mit Gesellschafterbeschlüssen vom 1. Juli 2024 wurde beschlossen, dass Stammkapital der Gesellschaft im Rahmen einer vereinfachten Kapitalherabsetzung von EUR 1.000.000,00 auf EUR 1,00 herabzusetzen und anschließend eine Kapitalerhöhung auf EUR 25.000,00 durch Bareinlage der Gesellschafterin durchzuführen. Beide Maßnahmen erfolgen gem. § 58e GmbHG mit bilanzieller Rückwirkung zum 31. Dezember 2023. Im Rahmen der Kapitalherabsetzung wurde zudem beschlossen die freie Kapitalrücklage der Gesellschaft zwecks Ausgleiches des Jahresfehlbetrags und Verlustvortrags in Höhe von EUR 21.463.490,14 aufzulösen. Zudem wurde eine Bareinzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 4.000.000 getätigt.

Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gebildet. Erwartete künftige Preis- und Kosteneffekte wurden berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze wurden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden, durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Geschäftsvorfälle, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel ersichtlich. Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben (wie im Vorjahr) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Der Posten "Forderungen gegen verbundene Unternehmen" beinhaltet wie im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diese haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Forderungen gegen Gesellschafter (§ 42 Abs. 3 GmbHG)

Gegen die Gesellschafterin bestehen Forderungen in Höhe von TEUR 4.270 (i. V. TEUR 684). Die Forderungen gegen Gesellschafter bestehen ausschließlich aus sonstigen Forderungen.

Diese sind in dem Posten "Sonstige Vermögensgegenstände" ausgewiesen und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 25 (i. V. TEUR 1.000).

Gemäß § 268 Abs. 8 HGB unterliegt die Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände in Höhe von TEUR 731 (TEUR 2.609 Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände abzüglich TEUR 778 passive latente Steuern) (i. V. TEUR 1.808) einer Ausschüttungssperre.

Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen sind nachstehende nicht unerhebliche Rückstellungsarten enthalten:

in TEUR 2023 2022
Sonstige Personalrückstellungen 1.770 1.533
Ausstehende Rechnungen (i. W. für Transportleistungen) 1.424 1.616
Ausstehende Kundengutschriften u. -rückvergütungen 1.313 1.557
Ausstehender Urlaub und Überstunden 1.127 1.354
Transportschäden 2.156 1.594
Personalmaßnahmen 128 910
Rechtsstreitigkeiten 571 687
Aufbewahrung 162 162
Jahresabschlusskosten 68 80
EDV-Kosten 75 40
Rechts- und Beratungskosten 20 41
Drohverlust aus Leerstandsmieten 0 69
Übrige 5 20
Summe 8.819 9.663

Verbindlichkeiten

in TEUR Gesamt bis 1 Jahr davon 1 bis 5 Jahre davon > 5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
(Vorjahr) (1.000) (1.000) (0) (0)
Erhaltene Anzahlungen 100 100 0 0
(Vorjahr) (0) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 14.452 14.452 0 0
(Vorjahr) (16.565) (16.565) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.061 2.061 0 0
(Vorjahr) (10.163) (10.163) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.410 2.410 0 0
(Vorjahr) (1.189) (1.189) (0) (0)
19.023 19.023 0 0
(Vorjahr) (28.917) (28.917) (0) (0)

Gegenüber der TARGOBANK AG, Mainz, sind bestehende und zukünftige Forderungen aus Lieferungen im Rahmen des Factoring-Vertrags abgetreten. Darüber hinaus sind Bankkonten an die TARGOBANK AG verpfändet. Die Bankkonten weisen zum Bilanzstichtag keinen Saldo auf.

Darüber hinaus bestehen außer branchenüblichen Eigentumsvorbehalten keine weiteren Besicherungen.

Die bestehende Kreditlinie bei der TARGOBANK AG, Mainz, aus dem bestehenden Sonderfinanzierungskreditvertrag vom 26. November 2018 sowie ergänzender Nachtragsvereinbarung vom 20. Dezember 2021 in Höhe von TEUR 1.000 wurde zum Bilanzstichtag nicht in Anspruch genommen.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

In dem Posten "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 798 (i. V. TEUR 879) enthalten. Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultierten aus sonstigen Verbindlichkeiten.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG)

Gegenüber der Gesellschafterin bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 90 (i. V. TEUR 95). Davon entfallen TEUR 90 auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die unter den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen sind.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden gemäß § 285 Nr. 4 HGB wie folgt aufgegliedert:

Geographisch bestimmter Markt

in TEUR 2023 2022
Inland 179.452 182.272
Ausland 51.823 65.414
Summe 231.275 244.686

Die Gesellschaft ist nur im Segment Logistik tätig.

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1.102 (i. V. TEUR 1.134) enthalten. Im Wesentlichen entfallen diese mit TEUR 893 (i. V. 667) auf die Auflösung von Rückstellungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten Gewinne aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 11 (i. V. TEUR 10).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Verluste aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 111 (i. V. TEUR 112).

Periodenfremde Aufwendungen

Die periodenfremden Aufwendungen betragen TEUR 472 (i. V. TEUR 394) und betrafen im Wesentlichen bezogene Leistungen und betriebliche Aufwendungen aus dem Vorjahr.

Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 312 ausgewiesen. Diese betreffen Forderungsverluste in Höhe von TEUR 152 sowie Schadensersatz wegen der Beendigung eines Mietvertrags in Höhe von TEUR 160.

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppe Zahl
Weibliche Mitarbeiter 234
Männliche Mitarbeiter 643
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 877

Honorar des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Honorar gem. § 285 Nr. 17 HGB beträgt insgesamt TEUR 58 für Abschlussprüfungsleistungen sowie TEUR 15 für Steuerberatungsleistungen.

Aktive latente Steuern § 285 Nr. 29 HGB

Temporäre Differenzen zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen bei Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten bestehen wie folgt:

Aktive latente Steuern

Rückstellungen für Drohverluste aus Leerstandsmieten in Höhe von TEUR 0 (i. V. TEUR 69)

Jubiläumsrückstellungen in Höhe von TEUR 94 (i. V. TEUR 106)

Steuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 16.560 (i. V. TEUR 9.076)

Passive latente Steuern

Aktivierung von selbstgeschaffenen immateriellen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 2.608 (i. V. TEUR 2.576)

Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt.

Auf die Aktivierung von latenten Steuern in Höhe von TEUR 4.996 für die steuerlichen Verlustvorträge sowie die Passivierung von latenten Steuern in Höhe von TEUR 782 auf die oben genannten temporären Differenzen wurde gem. § 274 Abs. 1 HGB verzichtet. Dabei beruhen die genannten aktiven latenten Steuern für Verlustvorträge auf einem körperschaftsteuerlichen Verlustvortrag von TEUR 19.995 und einem gewerbesteuerlichen Verlustvortrag von TEUR 13.122 bei einem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 395 %-Punkten und damit einem kombinierten Ertragsteuersatz in Höhe von 29,65 %.

Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Name ausgeübter Beruf Zeitraum
Donald Pilz Geschäftsführer (CEO) bis 25.05.2023
Mark Fonseca Geschäftsführer (CFO) bis 31.03.2023
Alexander Kohnen Geschäftsführer (CEO) seit 25.05 2023

Ist nur ein Geschäftsführer bestellt, so vertritt er die Gesellschaft allein. Sind mehrere Geschäftsführer bestellt, so wird die Gesellschaft durch zwei Geschäftsführer oder durch einen Geschäftsführer gemeinsam mit einem Prokuristen vertreten.

Geschäftsführervergütung

Die Angaben nach § 285 Nr. 9 Buchst. a) HGB unterbleiben in Anwendung des Wahlrechts nach § 286 Abs. 4 HGB.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 39.374.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen aus Miet- bzw. Pacht- und Leasinggeschäfte. Der Vorteil aus Miet- bzw. Pacht- und Leasinggeschäften besteht insbesondere in der geringeren Kapitalbindung. Risiken bestehen in der langfristigen Bindung an die jeweiligen Vertragspartner. Ferner bestehen ggf. zum Ende der jeweiligen Vertragslaufzeiten sowohl Chancen als auch Risiken im Rahmen von Verhandlungen über die Verlängerung der Verträge.

Die Verpflichtung aus Miet-, Leasing- und Dienstleistungsverträgen zum Bilanzstichtag bis zum Zeitpunkt der erstmöglichen Kündigung verteilen sich wie folgt:

in TEUR 2023 2022
RLZ bis 1 Jahr 10.833 11.565
RLZ größer 1 Jahr und bis 5 Jahre 27.299 30.935
RLZ größer 5 Jahre 1.242 2.871
Summe 39.374 45.371

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Im Interesse der Schaffung zusätzlichen Finanzierungsvolumens waren am Bilanzstichtag Kundenforderungen im Rahmen eines Factoring Geschäftes abgetreten. Dies führte am Bilanzstichtag nach Abzug aller Einbehalte und sonstigen Vereinbarungen zu abgetretenen Forderungen von TEUR 9.107. Von diesen Mitteln wurden zum Stichtag TEUR 267 in den liquiden Mitteln als abrufbare Mittel ausgewiesen.

Risiken im Rahmen dieser außerbilanziellen Finanzierungsform bestehen insbesondere hinsichtlich eines kurzfristig in Abhängigkeit vom Forderungsvolumen schwankenden Finanzierungsvolumens. Darüber hinaus können künftige Bonitätsabstufungen der Kunden zu einem entsprechend niedrigen Finanzierungsvolumen führen.

Konzernzugehörigkeit

Die nox Germany GmbH, Langenfeld, wird in den Konzernabschluss der GROUPE STERNE Société par actions simplifiée, Bordeaux/Frankreich, einbezogen. Die GROUPE STERNE stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Konzernkreis auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in Bordeaux/Frankreich, erhältlich.

 

Langenfeld, den 17. Juli 2024

nox Germany GmbH

gez. Alexander Kohnen

Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens der nox Germany GmbH (vormals: Innight Express Germany GmbH), Langenfeld, im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 3.369.633,20 209.056,05 0,00 521.519,85 4.100.209,10
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.756.589,55 165.016,55 0,00 0,00 10.921.606,10
3. Geleistete Anzahlungen 467.762,58 53.757,27 0,00 -521.519,85 0,00
14.593.985,33 427.829,87 0,00 0,00 15.021.815,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
Einbauten in gemieteten Räumen 736.117,94 0,00 0,00 0,00 736.117,94
2. Technische Anlagen und Maschinen
Technische Anlagen 2.943.265,49 0,00 5.520,00 0,00 2.937.745,49
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Betriebsausstattung 5.079.248,66 1.423.544,33 151.096,16 66.208,43 6.417.905,26
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 42.826,40 23.382,03 0,00 -66.208,43 0,00
8.801.458,49 1.446.926,36 156.616,16 0,00 10.091.768,69
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 100,00 0,00 100,00 0,00 0,00
23.395.543,82 1.874.756,23 156.716,16 0,00 25.113.583,89
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 793.201,20 698.416,90 0,00 1.491.618,10
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 10.255.170,55 262.143,10 0,00 10.517.313,65
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
11.048.371,75 960.560,00 0,00 12.008.931,75
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
Einbauten in gemieteten Räumen 592.479,94 75.696,00 0,00 668.175,94
2. Technische Anlagen und Maschinen
Technische Anlagen 1.969.794,49 297.795,00 1.632,00 2.265.957,49
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Betriebsausstattung 4.713.728,66 349.671,76 144.797,16 4.918.603,26
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
7.276.003,09 723.162,76 146.429,16 7.852.736,69
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
18.324.374,84 1.683.722,76 146.429,16 19.861.668,44
Buchwerte
Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.608.591,00 2.576.432,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 404.292,45 501.419,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 467.762,58
3.012.883,45 3.545.613,58
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
Einbauten in gemieteten Räumen 67.942,00 143.638,00
2. Technische Anlagen und Maschinen
Technische Anlagen 671.788,00 973.471,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Betriebsausstattung 1.499.302,00 365.520,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 42.826,40
2.239.032,00 1.525.455,40
III. Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 100,00
5.251.915,45 5.071.168,98

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die nox Germany GmbH (vormals: Innight Express Germany GmbH), Langenfeld

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der nox Germany GmbH (vormals: Innight Express Germany GmbH), Langenfeld, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der nox Germany GmbH (vormals: Innight Express Germany GmbH), Langenfeld, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Der gesetzliche Vertreter ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote).

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Lagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Erkenntnisse aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen und Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Bonn, 17. Juli 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

gez. Tobias Schmelter, Wirtschaftsprüfer

gez. Christian Hoffmann, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung des Jahresabschlusses der nox Germany GmbH, Langenfeld, zum 31. Dezember 2023 erfolgte in der Gesellschafterversammlung am 18. Juli 2024.

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