Wella Service GmbHLiquidiert

Berliner Allee 65, 64295 Darmstadt, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Darmstadt HRB 5011
Eingetragen
6.3.2006
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von kosmetischen Erzeugnissen, Körperpflegemitteln, Putz- und ReinigungsmittelnBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Dienstleistungen für die Bereiche Rechnungswesen, Buchhaltung, Personalverwaltung sowie Unternehmensberatung jeweils für konzernverbundene Unternehmen, die Übernahme von Forschungs- und Entwicklungsaufgaben sowie der Erwerb und das Halten von Beteiligungen an anderen Unternehmen jeglicher Art, die Verwaltung und die Leitung von konzerneigenen Beteiligungen und eigenem Vermögen sowie die Übernahme der persönlichen Haftung und der Geschäftsführung bei Handelsgesellschaften.

Historie

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Management

NameRolle
Walter Ludwig
seit 17.2.2009
Prokura
Josef Klaus
seit 19.6.2008
Geschäftsführer
Hans Peter Brehm
seit 19.5.2006
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Procter & Gamble Holding GmbH
Germany
260.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Wella Service GmbH

Darmstadt

Jahresabschluss zum 30. Juni 2007

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1.7.2006 bis zum 30.6.2007

1. Geschäft und Rahmenbedingungen

1.1. Geschäftstätigkeit

Die Wella Service GmbH, Darmstadt, erbringt seit dem 1.10.2005 primär Verwaltungsdienstleistungen in den Bereichen Rechnungswesen, Personalverwaltung sowie globale Marketing- und Vertriebssteuerung für Procter & Gamble International Operations S.A., Petit Lancy, Schweiz ("PGIO"), und andere Wella-Konzerngesellschaften. Ferner übernimmt die Gesellschaft Forschungs- und Entwicklungsaufgaben innerhalb des Wella-Konzerns für den Bereich Haarkosmetik und bedient sich dabei primär des Forschungs- und Entwicklungszentrums am Standort Darmstadt. Darüber hinaus sind der Erwerb und das Halten von Beteiligungen an anderen Unternehmen sowie die Verwaltung und Leitung von konzerneigenen Beteiligungen und eigenem Vermögen Unternehmensgegenstand der Gesellschaft.

Im Zuge der weiter fortgeschrittenen Integration der Wella-Gruppe in das P&G-Geschäftsmodell und der Anpassung an die P&G-Organisationsstruktur wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr das Outsourcing des Rechenzentrums und der Netzwerk- und Infrastrukturbereiche an Hewlett Packard vollzogen.

Die Wella Service GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Wella AG, Darmstadt, deren Anteile indirekt mehrheitlich von der The Procter & Gamble Company mit Sitz in Cincinnati, Ohio, USA ("P&G Company"), gehalten werden.

1.2. Wirtschaftliche Einflussfaktoren

In Fortsetzung zum Geschäftsjahr 2005/2006 zeigte sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Aufwärtstrend der Weltwirtschaft. Trotz gestiegener Energiepreise und einer Verlangsamung des wirtschaftlichen Wachstums in den USA verzeichnete der Wirtschaftsraum der Europäischen Union infolge der Ankurbelung der Binnennachfrage gemessen an der Veränderung des realen Bruttoinlandsprodukts das höchste Wirtschaftswachstum der letzten sechs Jahre.

Auch in Deutschland, das in den letzten Jahren deutlich hinter dem EU-Durchschnitt zurück blieb, belebte sichnach mehreren Jahren der Stagnation bzw. sehr mäßigen Wachstumsdie wirtschaftliche Situation wieder. Die allgemeine Befürchtung einer durch das weltweite Wirtschaftswachstum bzw. durch die gestiegenen Ölpreise ausgelösten Inflation hat sich nicht bestätigt.

Auch für die nächsten Jahre wird von einem moderaten Weltwirtschaftswachstum ausgegangen, wenngleich dies voraussichtlich leicht hinter den Wachstumswerten der letzten Monate zurückbleiben wird.

Vor diesen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wuchs der Weltmarkt für Friseur-Haarkosmetik im abgelaufenen Geschäftsjahr 2006/2007 auf Basis fester Wechselkurse nach unserer Einschätzung um rund 3%. Insgesamt hat sich die Marktentwicklung gegenüber dem Vorjahr damit nur unwesentlich verändert.

Zwar ist die Wella Service GmbH selbst nicht als Anbieter von Haarkosmetikprodukten am Markt tätig, jedoch wird das Geschäftsvolumen und die Geschäftsentwicklung der Wella Service GmbH zu einem nicht unerheblichen Teil durch den Erfolg der leistungsempfangenden operativen konzernverbundenen Unternehmen beeinflusst.

2. Ertragslage

2.1. Entwicklung und Struktur des Ergebnisses

Insgesamt verlief das Geschäftsjahr 2006/2007 für die Wella Service GmbH mit einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von rund 11,8 Mio. € (gegenüber 15,9 Mio. € im Vorjahr) erfolgreich.

Der ausgewiesene Rückgang des Ergebnisses vor Gewinnabführung in Höhe von rund 4,1 Mio. € ist in erster Linie auf die deutlich niedrigeren Erträge aus Ergebnisabführungen der Beteiligungsgesellschaften in Höhe von 3,8 Mio. € (d.h. Rückgang um 7,8 Mio. €) zurückzuführen. Maßgeblich hierfür ist insbesondere die um ca. 6 Mio. € deutlich niedrigere Ergebnisabführung der Londa Rothenkirchen Produktions GmbH, Steinberg, als Folge der Umstellung auf das P&G-Geschäftsmodell.

Der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung an die Wella AG in Höhe von 11,8 Mio. € (8,5% vom Nettoumsatz vs. 16% gegenüber Vorjahr) wurde entsprechend dem mit der Wella AG abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrag an die Wella AG abgeführt.

2.2. Entwicklung und Struktur des Umsatzes

Der Nettoumsatz der Wella Service GmbH belief sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 139,1 Mio. € (gegenüber 102,2 Mio. € im Vorjahr). Dies bedeutet eine Umsatzsteigerung von 36%, die im Wesentlichen darauf zurückzuführen ist, dass die Wella Service GmbH im vergangenen Geschäftsjahr ihre operative Geschäftstätigkeit erst zum 1.10.2005 aufgenommen hat.

Der Geschäftsaktivität der Wella Service GmbH liegen jeweils mit ihren Geschäftspartnern abgeschlossene Dienstleistungsverträge zugrunde, gemäß denen sich der Umsatz der Gesellschaft weitgehend aus der Weiterbelastung der angefallenen operativen Aufwendungen für die Erbringung von Verwaltungsdienstleistungen und Forschungs- und Entwicklungsleistungen (zuzüglich eines Gewinnaufschlags) innerhalb des Konzernverbunds ergibt. Bestandteil der weiterbelasteten operativen Aufwendungen sind primär Gehälter, Mieten, Telekommunikations- und IT-Kosten, Aufwendungen für bezogene Leistungen (z.B. Fremdentwicklungen, Beratungs-, Versicherungs- und Prüfungsleistungen).

Im Hinblick auf die regionale Verteilung der Umsätze ergaben sich im Vergleich zum Vorjahr keine signifikanten Unterschiede. Wie auch im Vorjahr wurden 37% der Umsätze mit der Region Deutschland erzielt. Die Region Übriges Europa trug zu 28% (Vj.: 31%) und die Region Nordamerika zu 35% (Vj.: 32%) zu den Gesamtumsätzen bei. Dabei wurden die Geschäfte ausschließlich mit verbundenen Unternehmen getätigt. Die wichtigsten konzerninternen Geschäftspartner der Wella Service GmbH waren neben der P&G Company und der PGIO mit einem Umsatzanteil von insgesamt 61% (Vj.: 64%) die Wella AG, Darmstadt, mit einem Umsatzanteil von 27% (Vj.: 27%) und die Wella Manufacturing GmbH, Darmstadt, mit einem Umsatzanteil von 6% (Vj.: 5%).

2.3. Forschung & Entwicklung

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten der Wella Service GmbH sind in den Wella-P&G-Gillette-Forschungsverbund eingebunden und werden schwerpunktmäßig im Wella-Forschungs- und Entwicklungszentrum in Darmstadt ausgeübt.

Der Geschäftstätigkeit im Bereich Forschung & Entwicklung liegt ein zwischen der Wella AG und der P&G Company abgeschlossener Vertrag zugrunde, mit dem durch die Schaffung einer gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsorganisation die Stärken beider Unternehmen in diesem Bereich zusammengeführt und Synergien ausgeschöpft werden.

Nach der Einbringung der deutschen P&G-Gruppe in die Wella AG zum 20.6.2006 wurde darüber hinaus am 1.5.2007 die Bildung eines so genannten "Leadership Council" sowie eines so genannten "Products Research Council" für das "German Innovation Center - GIC", das sich aus den Forschungsstandorten Darmstadt (Wella), Kronberg (Gillette/Braun) und Schwalbach (P&G) zusammensetzt, bekannt gegeben. Ziel dieser Kooperationsvereinbarungen ist es, die Kompetenzen im Bereich "Products Research" weiter auf- und auszubauen und damit die Entwicklung verbraucherrelevanter Innovationen zu fördern, das Potenzial und die Fähigkeiten jeder Mitarbeiterin bzw. jedes Mitarbeiters bestmöglich einzusetzen und ein Kreativität und Innovationen förderndes Arbeitsumfeld zu schaffen.

Zum Geschäftsjahresende waren 298 Mitarbeiter (Vj. 284) der Wella Service GmbH (im Sinne von Vollzeitbeschäftigten) im Bereich Forschung & Entwicklung beschäftigt.

Entsprechend dem abgeschlossenen F&E-Kooperationsvertrag hat die P&G Company im vergangenen Geschäftsjahr die im Forschungs- und Entwicklungszentrum Darmstadt für die Sparten Friseur und Consumer erbrachten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten in Höhe der tatsächlich entstandenen Vollkosten zuzüglich eines Gewinnaufschlags von 7% vergütet.

2.4. Entwicklung und Struktur der Aufwendungen

Den Umsätzen stehen "Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen" in Höhe von 125,2 Mio. € (90% vom Nettoumsatz; Vj. 96,0 Mio. € bzw. 94% vom Nettoumsatz) und Allgemeine Verwaltungskosten in Höhe von 8,5 Mio. € (6% vom Nettoumsatz; Vj. 5,5 Mio. € bzw. 5% vom Nettoumsatz) gegenüber.

Gleichwohl sich im abgelaufenen Geschäftsjahr die Umsätze um ca. 36% erhöhten, erhöhte sich das Bruttoergebnis vom Umsatz um ca. 124%. Diese überproportionale Steigerung des Bruttoergebnisses vom Umsatz ist im Wesentlichen ebenfalls auf die unterschiedlich langen operativen Zeiträume des abgelaufenen Geschäftsjahres (d.h. 12 Monate) und des Geschäftsjahres 2005/2006 (d.h. 9 Monate) zurückzuführen.

In den Herstellungskosten sind im Wesentlichen die Personalkosten, Abschreibungen auf Geschäftsausstattung und die Aufwendungen für von Dritten bezogene Leistungen der Stellen, die direkt in die Erbringung der Verwaltungsdienstleistungen bzw. F&E-Aktivitäten eingebunden sind, enthalten. Unter den Verwaltungskosten werden die Personal- und Sachkosten der allgemeinen Verwaltungsstellen ausgewiesen.

3. Finanzlage

Der Cash flow aus laufender Geschäftstätigkeit beträgt +21,9 Mio. € (Vj. +16,1 Mio. €).

Der Finanzbedarf der Wella Service GmbH ist durch die Einbindung der Gesellschaft in den Cash Pool und das Nettingverfahren des Wella-Konzerns gesichert. Die Wella Service GmbH ist daher jederzeit in der Lage, überflüssige Liquiditätsmittel abzuführen bzw. einen Liquiditätsbedarf kurzfristig zu decken und offene Positionen mit Konzerngesellschaften auszugleichen.

Verpflichtungen aus außerbilanziellen Finanzierungsinstrumenten bestehen nicht.

4. Vermögenslage

4.1. Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Vermögensstruktur der Wella Service GmbH ist im Wesentlichen durch ihre Funktion als Dienstleistungs- und Holdinggesellschaft der Wella-Gruppe geprägt.

Die Aktiva der Wella Service GmbH betrugen zum Geschäftsjahresende 67,4 Mio. € (Vj.: 76,2 Mio. €) und setzten sich zu 48% aus Anlagevermögen (Vj.: 40%) und zu 52% aus Umlaufvermögen (Vj.: 60%) zusammen. Der Rückgang der Summe der Aktiva sowie die Verringerung des Anteils des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme ergaben sich im Wesentlichen aus dem Rückgang der "Andere Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände", in denen im Vorjahr die mittlerweile an P&G verkauften Anteile an zwei verbundenen Unternehmen sowie höhere Forderungen gegen verbundene Unternehmen infolge im Vorjahr höherer Ergebnisabführungen enthalten waren. Weitere nennenswerte Veränderungen in der Höhe einzelner Aktivpositionen bzw. in der Struktur der Aktiva sind nicht zu berichten.

Das immaterielle Anlagevermögen (22% des Anlagevermögens; Vj. 26%) beinhaltet im Wesentlichen erworbene Software. Die Sachanlagen (37% des Anlagevermögens; Vj. 35%) spiegeln insbesondere den Wert der EDV- sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung der Unternehmensbereiche der Wella Service GmbH wider. Bei den verbleibenden 41% (Vj. 39%) des Anlagevermögens handelt es sich um Finanzanlagen; hierin sind unter anderem die Beteiligungen an der Londa Rothenkirchen Produktions GmbH, Steinberg, und der Londa Vertriebs GmbH, Leipzig, sowie die Wertpapiere als Sicherungen für Pensions- und Altersteilzeitzusagen gegenüber den Mitarbeitern der Wella Service GmbH enthalten.

Das Umlaufvermögen bildet sich ausschließlich aus Forderungen, weitgehend gegen verbundene Unternehmen, und sonstigen Vermögensgegenständen. Die größte Forderungsposition in Höhe von 22 Mio. € (Vj. 21,8 Mio. €) ist kurzfristig und besteht gegen die Procter & Gamble Financial Services Company, Dublin, Irland ("P&G FinServ").

Die Passiva der Gesellschaft bilden sich zu 20% aus Eigenkapital (Vj. 18%), 55% aus Rückstellungen (Vj. 43%) und 25% aus Verbindlichkeiten (Vj. 39%). Einhergehend mit der Reduzierung der Aktiva ergab sich für die Gesellschaft ein geringerer Finanzierungsbedarf; im Zuge dessen konnten die Verbindlichkeiten um 12,5 Mio. € (insbesondere gegenüber der Gesellschafterin, der Wella AG, um -11,3 Mio. €) abgebaut werden. Weitere nennenswerte Veränderungen in der Höhe einzelner Passivpositionen bzw. in der Struktur der Passiva sind nicht zu berichten.

Das Eigenkapital der Wella Service GmbH blieb mit 13,7 Mio. € konstant. Infolge der Reduzierung der Passiva erhöhte sich die Eigenkapitalquote der Gesellschaft von 18% auf 20%.

Die Rückstellungen umfassen im Wesentlichen den Betrag, der für die in Vorjahren eingegangenen Pensionszusagen gegenüber Mitarbeitern der Wella Service GmbH gebildet wurde, sowie eine Zuführung für eingeleitete Restrukturierungsmaßnahmen.

Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft setzen sich zu 73% (Vj. 76%) aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (insbesondere gegenüber der Wella AG, d.h. in Höhe von 8,6 Mio. €; Vj. 20,0 Mio. €) zusammen und sind ausschließlich kurzfristiger Natur.

4.2. Mitarbeiter

Die Wella Service GmbH beschäftigte im Jahresdurchschnitt 753 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vj.: 775 Mitarbeiter/-innen). Davon waren 388 Mitarbeiter/-innen im Bereich der Logistik/F&E (Vj. 384), 301 Mitarbeiter/-innen im Bereich der Verwaltung (Vj. 314) und 64 Mitarbeiter/-innen im Bereich Vertrieb und Marketing (Vj. 77) tätig. Im Vergleich zum Vorjahr waren bei der Wella Service GmbH somit 22 Mitarbeiter/-innen weniger beschäftigt, davon 13 im Bereich der Verwaltung. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen in dem Outsourcing des Rechenzentrums und der Netzwerk- und Infrastrukturbereiche an Hewlett Packard begründet.

Während des Geschäftsjahres waren zwei Geschäftsführer, Herr Heinz-Joachim Schultner und Herr Hans-Peter Brehm, bestellt.

Die Geschäftsleitung dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Beiträge und den erfolgreichen Einsatz für das Unternehmen.

5. Nachtragsbericht

Im Zuge der fortschreitenden Anpassung von Wella an das P&G-Geschäftsmodell wurde zum 1.7.2007 das Outsourcing der Unternehmensbereiche Facility Management / Workplace Services an die Firmen Jones Lang LaSalle und Compass vollzogen. Hiervon sind 49 Mitarbeiter betroffen.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die auf die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft einen wesentlichen Einfluss gehabt hätten und über die somit zu berichten wäre, sind nach Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.

6. Risikobericht

6.1. Ergebnisabführungsverträge

Mit der Gesellschafterin, der Wella AG, Darmstadt, besteht seit dem 1.1.2001 ein Ergebnisabführungsvertrag, der ursprünglich eine feste Laufzeit bis zum 31.12.2005 hatte und sich seit dem um jeweils ein Jahr verlängert, wenn er nicht spätestens zwölf Monate vor seinem Ablauf gekündigt wird. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass dieser Vertrag über den 31.12.2007 hinaus fortgesetzt wird.

Ebenso bestehen zwischen der Wella Service GmbH und ihren Beteiligungsgesellschaften, der Londa GmbH, Leipzig, und der Londa Rothenkirchen Produktions GmbH, Steinberg, Ergebnisabführungsverträge mit identischen Regelungen hinsichtlich der Laufzeit und der Kündigungsfristen.

6.2. Risiken aus Finanzinstrumenten gemäß § 289 Abs. 2 Nr. 2 HGB

Zum Abschlussstichtag bestehen keine derivativen Finanzinstrumente nach § 285 Satz 1 Nr. 18 HGB.

Nennenswerte Ausfall- und Fremdwährungsrisiken bestehen nicht, da die Forderungen und Verbindlichkeiten weitgehend auf Intercompany-Beziehungen beruhen und nahezu ausschließlich in Euro-Währung abgeschlossen werden. Speziell die Darlehnsforderung gegen die P&G FinServ ist durch einen Comfort Letter der P&G International S.a.r.L, Luxembourg abgesichert. Im Allgemeinen werden im Zuge des Konzernverbunds Ausfallrisiken als gering eingestuft.

Die Risiken aus Zahlungsstromschwankungen bewegen sich für die Gesellschaft in einem vertretbaren Rahmen: Das zuvor genannte Darlehn an die P&G FinServ wird zu LIBOR zuzüglich 0,25% p.a. verzinst; etwaige Cash-Zuführungen von der Wella AG an die Wella Service GmbH werden zu LIBOR abzüglich 0,25% p.a. verzinst.

6.3. Kundenstruktur

Die Wella Service GmbH erbringt seit dem Geschäftsjahr 2005/2006 primär Verwaltungsdienstleistungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Vertragliche Basis in Bezug auf die Erbringung der Verwaltungsdienstleistungen bilden separate zwischen der Wella Service GmbH und ihren Serviceempfängern (d.h. der PGIO, der Wella AG, der Wella Manufacturing GmbH etc.) abgeschlossene "Service Agreements". Die bislang abgeschlossenen Serviceverträge sind seit dem 1.10.2005 wirksam und habeneinhergehend mit dem zwischen der Wella AG und der PGIO abgeschlossenen Vertrag zur Auslizenzierung des Professional-Haarkosmetikgeschäftseine maximale Laufzeit bis zum 30.6.2010, sofern der Lizenzvertrag nicht verlängert werden sollte. Daneben sehen die Verträge die Möglichkeit zur ordentlichen Kündigung mit einer Kündigungsfrist von 180 Tagen vor.

Der Erbringung von Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten liegt das zwischen der Wella AG und der P&G Company abgeschlossene unbefristete "Umbrella Agreement R&D" zugrunde, das mit einer Frist von sechs Monaten zum Fiskaljahresende ordentlich gekündigt werden kann.

Zwar werden im Rahmen des Konzernverbunds keine Ausfallrisiken gesehen, jedoch könnten sich Risiken aus der Kundenstruktur derart ergeben, dass der Wella-Konzern sich bei Dritten Verwaltungsdienstleistungen beschafft und somit diese Bereiche als Kunden der Wella Service GmbH entfallen. Das Risiko dieser wirtschaftlichen Abhängigkeit wird innerhalb der Wella-Gruppe jedoch als vertretbar angesehen, zumal die Wella Service GmbH grundsätzlich darin frei ist, eine Geschäftsbeziehung mit externen Partnern aufzubauen.

6.4. Risikomanagement

Die Wella Service GmbH ist in die Risikomanagement- und Kontrollprozesse der Wella AG eingebunden, die sich seit mehreren Jahren im praktischen Einsatz befinden und bewährt haben.

Der Abschlussprüfer der Wella AG hat im Rahmen seiner Abschlussprüfung festgestellt, dass das Wella- Risikomanagementsystem die gesetzlichen Anforderungen erfüllt.

Basierend auf den derzeitigen Strukturen der Wella Service GmbH, sind uns bestandsgefährdende Risiken nicht bekannt.

7. Prognosebericht

Inwieweit sich für die Wella Service GmbH in den beiden kommenden Geschäftsjahren Risiken bzw. Chancen aus der Einbringung der deutschen P&G-Gruppe in die Wella AG ergeben werden, bleibt weiterhin abzuwarten.

Im Rahmen der weiteren Integration der Wella-Gruppe in die P&G-Servicecenter-Struktur wird das kommende Geschäftsjahr von den Vorbereitungen weiterer Funktionsübertragungen aus den Unternehmensbereichen Personal und Finanzen an das Europäische P&G-Servicecenter in Newcastle, Großbritannien, geprägt werden.

Für das Geschäftsjahr 2007/2008 erwartet die Geschäftsführung wiederum ein positives Ergebnis (vor Ergebnisabführung), das in etwa über dem Ergebnis des Vorjahres liegt. Für das Geschäftsjahr 2008/2009 erwartet die Geschäftsführung ebenfalls ein positives Ergebnis vor Ergebnisabführung, das in etwa auf dem Niveau des Ergebnisses des Geschäftsjahres 2007/2008 liegt.

8. Zukunftsbezogene Aussagen

Dieser Lagebericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf Einschätzungen künftiger Entwicklungen seitens der Geschäftsführung basieren. Die Aussagen und Prognosen stellen Einschätzungen dar, die auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen wurden. Sollten die den Aussagen und Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risikenwie die im Lagebericht angesprocheneneintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.

 

Darmstadt, 19.9.2007

Heinz-Joachim Schultner, Die Geschäftsführung
Hans-Peter Brehm, Die Geschäftsführung

Bilanz

AKTIVA

Anhang 30.06.2006 30.06.2007
T EUR T EUR
Immaterielle Vermögensgegenstände (10) 7.965 7.175
Sachanlagen (11) 10.475 11.994
Finanzanlagen (12) 11.806 13.266
Anlagevermögen 30.246 32.435
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (13) 18 11
Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (14) 45.762 34.921
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 45.780 34.932
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 40 13
Umlaufvermögen 45.820 34.945
Rechnungsabgrenzungsposten 138 10
76.204 67.390

PASSIVA

30.06.2006 30.06.2007
Gezeichnetes Kapital (15) 260 260
Kapitalrücklage 11.672 11.672
Gewinnrücklagen (16) 15 15
Bilanzgewinn 1.789 1.789
Eigenkapital 13.736 13.736
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (17) 20.239 22.710
Sonstige Rückstellungen (18) 12.892 14.103
Rückstellungen 33.131 36.813
Verbindlichkeiten (19) 29.337 16.841
76.204 67.390

Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang 2005/2006 2006/2007
T EUR T EUR
Umsatzerlöse (2) 102.157 139.050
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen (3) 95.982 125.194
Bruttoergebnis vom Umsatz 6.175 13.856
Allgemeine Verwaltungskosten (4) 5.482 8.494
Sonstige betriebliche Erträge (5) 7.490 7.627
Sonstige betriebliche Aufwendungen (6) 2.915 4.104
Erträge aus Beteiligungen und Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen (7) 11.640 3.815
Zinsergebnis (8) -1.040 -763
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 147
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 15.868 11.790
Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn (9) -15.868 -11.790
Jahresüberschuss 0 0
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 1.789 1.789
Bilanzgewinn 1.789 1.789

Anhang für das Geschäftsjahr vom 01. Juli 2006 bis zum 30. Juni 2007

Grundlagen und Methoden

Der Jahresabschluss der Wella Service GmbH ist nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften aufgestellt. Zusammengefasste Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung sind im Anhang gesondert ausgewiesen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung haben wir das Umsatzkostenverfahren gewählt. Der Jahresabschluss der Wella Service GmbH wird in Tausend EURO (T€) aufgestellt.

Durch die Übertragung eines großen Teils der Servicefunktionen von der Wella AG, Darmstadt, auf die Wella Service GmbH zum 1. Oktober 2005 hat sich die Geschäftstätigkeit wesentlich geändert. In der Vergangenheit war die Gesellschaft rein als Holdinggesellschaft tätig. Dadurch ist die Vergleichbarkeit der Gewinn- und Verlustrechnung des Vorjahres beeinträchtigt. Wesentliche Auswirkungen werden bei der Erläuterung der Einzelposten dargestellt.

Mit der Gesellschafterin, der Wella AG, Darmstadt, besteht seit dem 1. Januar 2001 ein Ergebnisabführungsvertrag, der eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2005 hatte und sich jeweils um ein Jahr verlängert, sofern er nicht spätestens zwölf Monate vor seinem Ablauf gekündigt wird. Die Geschäftsleitung geht davon aus, dass dieser Vertrag über den 31. Dezember 2007 hinaus fortgesetzt wird.

Außerdem bestehen zwischen der Wella Service GmbH und ihren Beteiligungsgesellschaften, der Londa GmbH, Leipzig, und der Londa Rothenkirchen Produktions GmbH, Steinberg, Ergebnisabführungsverträge mit identischen Regelungen hinsichtlich der Laufzeit und der Kündigungsfristen.

( 1) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear über die Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren abgeschrieben.

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der Nutzungsdauer, angesetzt. Die Nutzungsdauer wurde nach betrieblichen Erfahrungswerten bestimmt.

Den Abschreibungen auf Betriebs- und Geschäftsausstattung ist eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren zugrunde gelegt, in wenigen Ausnahmefällen bis längstens 15 Jahre.

Bewegliche Anlagegüter werden überwiegend degressiv unter Ausnutzung der steuerlichen Höchstsätze abgeschrieben. Der Übergang zur linearen Abschreibung erfolgt, sobald diese zu höheren Abschreibungsbeträgen führt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, wenn der Ansatz mit einem niedrigeren beizulegenden Wert wegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erforderlich ist. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und im Folgejahr als Abgang behandelt.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten bilanziert, soweit nicht der niedrigere beizulegende Wert anzusetzen ist. Der beizulegende Wert wird im Schätzverfahren ermittelt. Als Bewertungsmodell kam ein Ertragswertverfahren zur Anwendung. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgen nur bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung.

Wertpapiere des Anlagevermögens werden ebenfalls zu Anschaffungskosten angesetzt und zur Anpassung an niedrigere beizulegende Werte um Abschreibungen vermindert.

Ausleihungen werden zu Anschaffungskosten angesetzt.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem beizulegenden Wert am Abschlussstichtag liegt, werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Einzelrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden erstmals mit dem Anwartschaftsbarwert nach IAS 19 angesetzt, da dieser Wert zum 30. Juni 2007 die handelsrechtliche Mindestverpflichtung gemäß § 6a EStG überschritt. Dabei wurde ein Rechnungszinssatz von 5,25% (Vj. 4,25%) angewendet.

Der Lebenserwartung wurde durch die Anwendung der Richttafeln nach Heubeck 2005G Rechnung getragen.

Im Vorjahr wurden die Pensionsverpflichtungen entsprechend dem Teilwertverfahren nach § 6a EStG bewertet, da dieser im Vorjahr den Anwartschaftsbarwert nach IAS 19 überstiegen hat.

Die sonstigen Rückstellungen sind für ungewisse Verbindlichkeiten, die hinsichtlich der Höhe oder des Zeitpunkts ihres Eintritts unbestimmt sind, in Höhe des Betrags der voraussichtlichen Inanspruchnahme bzw. Belastung gebildet.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Forderungen und Verbindlichkeiten, die auf fremde Währungen lauten, werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Ergeben sich aus der Umrechnung zu Kursen am Bilanzstichtag niedrigere Forderungen oder höhere Verbindlichkeiten in EURO, so werden diese Werte angesetzt.

Erläuterungen zur GEWINN- und verlustrechnung

(Tabellenwerte in T €)

( 2) Umsatzerlöse

01.07.2005
- 30.06.2006
01.07.2006
- 30.06.2007
nach Regionen
Deutschland 38.489 51.171
Übriges Europa 31.217 38.692
Nord- und Südamerika 32.406 49.078
Asien, Afrika, Pazifik 45 109
102.157 139.050

Von den Umsatzerlösen entfallen 98 Mio. € (Vj. 69 Mio. €) auf die Sparte Friseur, 24 Mio. € (Vj. 19 Mio. €) auf die Sparte Consumer und 1 Mio. € (Vj. 1 Mio. €) auf die Sparte Kosmetik und Duft sowie 16 Mio. € (Vj. 13 Mio. €) auf Erträge aus Erstattungen von Kosten im Zusammenhang mit Konzernleitungsfunktionen. Die Umsätze wurden wie bereits im Vorjahr ausschließlich mit verbundenen Unternehmen getätigt.

( 3) Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

In dieser Position werden die Kosten ausgewiesen, die in direktem Zusammenhang mit der Leistungserstellung stehen. Sie beinhalten im Wesentlichen Personalkosten, Abschreibungen auf Geschäftsausstattung und bezogene Leistungen von verbundenen Unternehmen.

( 4) Allgemeine Verwaltungskosten

Zu diesen Kosten gehören die Personal- und Sachkosten der allgemeinen Verwaltungsstellen.

( 5) Sonstige betriebliche Erträge

Diese Position enthält hauptsächlich Erstattungen von Restrukturierungskosten durch die Wella AG in Höhe von insgesamt 4.297 T € (Vj. 2.472 T €). Im Übrigen werden hier Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 1.387 T € (Vj. 217 T €), Erträge aus Anlageabgängen sowie Provisionen und Erträge aus Sozialeinrichtungen ausgewiesen. Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sind periodenfremde Erträge.

( 6) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 3.983 T € (Vj. 343 T €). Im übrigen betrifft diese Position Buchverluste aus der Veräußerung von Gegenständen des Anlagevermögens.

Sonstige Steuern in Höhe von 74 T € (Vj. 61 T €) sind den Funktionsbereichen verursachungsgerecht zugeordnet.

( 7) Erträge aus Beteiligungen und Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen

01.07.2005
- 30.06.2006
01.07.2006
- 30.06.2007
Erträge aus Beteiligungen 65 30
- davon aus verbundenen Unternehmen (65) (30)
Erträge aus Ergebnisabführungsverträgen 11.575 3.785
- davon aus verbundenen Unternehmen (11.575) (3.785)
11.640 3.815

( 8) Zinsergebnis

01.07.2005
- 30.06.2006
01.07.2006
- 30.06.2007
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 268 994
- davon aus verbundenen Unternehmen (183) (629)
Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 1.308 -1.757
- davon an verbundene Unternehmen (- 235) (-269)
- 1.040 -763

( 9) Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn

Aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages wurde der Jahresüberschuss der Wella Service GmbH in Höhe von 11.790 T € (Vj. 15.868 T €) an die Wella AG, Darmstadt, abgeführt.

Erläuterungen zur Bilanz

(Tabellenwerte in T €)

(10-12) Anlagevermögen

Die Gliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem als Anlage 1 beigefügten Anlagenspiegel dargestellt.

(10) Immaterielle Vermögensgegenstände

Unter den immateriellen Vermögensgegenständen wird im Wesentlichen erworbene Software ausgewiesen.

(11) Sachanlagen

Die Sachanlagen beinhalten hauptsächlich EDV-Ausstattung sowie sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung. Im Berichtszeitraum wurden wie bereits im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen.

(12) Finanzanlagen

Im Berichtsjahr wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 147 T € auf die Beteiligung an der P.T. Mawar Sejati, Bogor, Indonesien, vorgenommen. Im Vorjahr waren keine außerplanmäßigen Abschreibungen erforderlich. Die Angaben zum Anteilsbesitz nach § 285 Nr. 11 HGB sind in der als Anlage 2 beigefügten Beteiligungsliste dargestellt.

Die Wertpapiere des Anlagevermögens beinhalten Wertpapierfonds, die zur Sicherung der Pensions-/Altersteilzeitrückstellung bestimmt sind. Die Zugänge wie auch die Abgänge bei den sonstigen Ausleihungen betreffen Ausleihungen an Mitarbeiter.

(13) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die am 30. Juni 2007 sowie die am Vorjahresbilanzstichtag ausgewiesenen Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

(14) Andere Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

30.06.2006 30.06.2007
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 41.466 33.984
Sonstige Vermögensgegenstände 4.296 937
45.762 34.921

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich in Höhe von 22.056 T € (Vj. 21.775 T €) um kurzfristige Ausleihungen an die Procter & Gamble Financial Services Company, Dublin, Irland, sowie um Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind im Geschäftsjahr 2006/2007 u.a. Forderungen gegen zwei ehemalige verbundene Unternehmen, die zum 30. Juni 2007 veräußert wurden, in Höhe von 364 T € enthalten. Im Vorjahr waren hier zum Verkauf bestimmte Anteile an zwei verbundenen Unternehmen in Höhe von 3.076 T € ausgewiesen. Die Veräußerung ist im Juli 2006 erfolgt.

Sämtliche Forderungen gegen verbundene Unternehmen und die sonstigen Vermögensgegenstände haben am Bilanzstichtag 2007 und 2006 eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

(15) Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der Wella Service GmbH beträgt zum 30. Juni 2007 260 T € (Vj. 260 T €).

(16) Gewinnrücklagen

Sie betragen am 30. Juni 2007 unverändert 15 T €.

(17) Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden im Geschäftsjahr 2006/2007 zum Anwartschaftsbarwert nach IAS 19 bewertet. Dieser Wert lag um 93 T € über dem Teilwert gemäß § 6a EStG.

Zum 30. Juni 2006 wurden die Pensionen gemäß § 6a EStG mit 20.239 T € bilanziert, da dieser Wert 1.943 T € über dem nach IAS 19 mit einem Zinssatz von 4,25% ermittelten Betrag lag.

(18) Sonstige Rückstellungen

30.06.2006 30.06.2007
Restrukturierungsrückstellungen 330 1.269
Personalbezogene Rückstellungen 12.145 12.547
Übrige Rückstellungen 417 287
12.892 14.103

Die Restrukturierungsrückstellungen wurden für künftig anfallende Aufwendungen aus eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen gebildet.

In den personalbezogenen Rückstellungen sind Urlaubsrückstellungen von 1.491 T € (Vj. 1.503 T €) sowie Rückstellungen für Tantiemen und Mitarbeiterboni von 4.552 T € (4.982 T €) enthalten.

19 Verbindlichkeiten

30.06.2006 30.06.2007 - davon
Restlaufzeit bis
1 Jahr
- davon
Restlaufzeit über
5 Jahre
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 5 5 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.637 3.104 3.104 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 19.963 8.644 8.644 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.434 3.645 3.645 0
Sonstige Verbindlichkeiten 1.303 1.443 1.443 0
- davon Steuern (1.277) (1.442) (1.442) (0)
- davon Sozialabgaben
29.337 16.841 16.841 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern, d.h. der Wella AG, Darmstadt, betreffen mit 11.790 T € (Vj. 15.868 T €) die Ergebnisabführung und mit 576 T € Nettingverbindlichkeiten (Vj. 3.061 T €). Diese werden mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Wella AG, Darmstadt, in Höhe von 3.722 T € saldiert (Vj. Verbindlichkeit in Höhe von 1.034 T €). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten des Vorjahres ebenso wie des abgelaufenen Geschäftsjahres haben allesamt eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

SONSTIGE ANGABEN

(20) Haftungsverhältnisse, sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Geschäftsräume sind von dem Gesellschafter, der Wella AG, Darmstadt (verbundenes Unternehmen), gemietet. Die finanzielle Verpflichtung beträgt monatlich 469 T €.

Ansonsten bestehen zum Bilanzstichtag keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

(21) Derivative Finanzinstrumente

Zum Abschlussstichtag bestehen keine derivativen Finanzinstrumente gemäß § 285 Satz 1 Nr. 18 HGB.

(22) Personalaufwand

01.07.2005
- 30.06.2006
01.07.2006
- 30.06.2007
Löhne und Gehälter 35.055 47.218
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 7.221 9.475
- davon für Altersversorgung (1.587) (1.987)
42.276 56.693

(23) Materialaufwand

Der Wella Service GmbH sind in diesem Geschäftsjahr 12.358 T € (Vj. 4.926 T €) Aufwendungen für bezogene Leistungen entstanden.

(24) Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

01.07.2005
- 30.06.2006
01.07.2006
- 30.06.2007
Logistik, Forschung und Entwicklung 384 388
Vertrieb und Marketing 77 64
Verwaltung 314 301
775 753

(25) Geschäftsführung

Geschäftsführer sind die Herren Hans-Peter Brehm, Leiter Personal und Services, Wella Service GmbH, und Heinz-Joachim Schultner, Leiter Konzerncontrolling und -rechnungswesen, Wella AG.

Von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführerbezüge wurde Gebrauch gemacht.

Die Gesellschaft hat den Geschäftsführern keine Kredite gewährt.

(26) Konzernverhältnisse

Die Wella Service GmbH ist ein 100%iges Tochterunternehmen der Wella AG, Darmstadt, und damit eingebunden in den obersten Konzernabschluss von The Procter & Gamble Company, Cincinnati, Ohio, USA.

Der Konzernabschluss der Wella AG, Darmstadt, für den kleinsten Konsolidierungskreis wird zum elektronischen Bundesanzeiger eingereicht und dort veröffentlicht und über diesen automatisch an das elektronische Unternehmensregister unter HRB 1046 weitergeleitet.

Der Konzernabschluss von The Procter & Gamble Company, Cincinnati, Ohio, USA, für den größten Konsolidierungskreis wird unter Central Index Key 080424 bei der U.S. Securities and Exchange Commission in Washington D.C., USA, offengelegt.

Der Konzernabschluss der Wella AG, Darmstadt, wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt und hat für die Wella Service GmbH gemäß § 291 HGB befreiende Wirkung. Von den deutschen Rechnungslegungsgrundsätzen abweichende Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden fanden insbesondere in folgenden Bereichen Anwendung:

Firmenwert: Der Firmenwert muss nach IFRS aktiviert und einem jährlichen Impairment-Test unterzogen werden. Bei Bedarf muss eine Abschreibung vorgenommen werden. Die nach HGB zulässige Verrechnung mit dem Eigenkapital ist nicht möglich.

Latente Steuern: Nach IFRS sind latente Steuern auf Verlustvorträge zu berücksichtigen, während dies nach HGB unzulässig ist. Weiterhin muss nach IFRS für aktive latente Steuern, deren Realisierung unwahrscheinlich ist, eine Wertberichtigung gebildet werden.

 

Darmstadt, 19. September 2007

Hans-Peter Brehm, Die Geschäftsleitung
Heinz-Joachim Schultner, Die Geschäftsleitung

Entwicklung des Anlagevermögens

Anlage zum Anhang

(10) Anschaffungs- oder Herstellungskosten Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.07.2006 Zugänge Abgänge Umbuchungen 30.06.2007
in T € in T € in T € in T € in T €
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
7.186 2.270 364 898 9.990
2. Geleistete Anzahlungen 3.024 949 1.190 - 898 1.885
10.210 3.219 1.554 - 11.875
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken - 620 - 654 1.274
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.681 2.728 531 372 14.250
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 1.122 1.477 - - 1.026 1.573
12.804 4.825 531 0 17.098
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 5.925 - - - 5.925
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 5.718 2.025 357 - 7.386
3. Sonstige Ausleihungen 173 27 89 - 111
11.816 2.052 446 - 13.422
34.830 10.096 2.531 0 42.395
(10) Abschreibungen Abschreibungen aufgelaufen bis Nettobuchwert Nettobuchwert
Jahresbetrag 30.06.2007 30.06.2006 30.06.2007
in T € in T € in T € in T €
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte
und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
2.732 4.700 4.940 5.290
2. Geleistete Anzahlungen - - 3.024 1.885
2.732 4.700 7.965 7.175
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 64 64 - 1.210
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.125 5.040 9.353 9.210
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - 1.122 1.573
3.189 5.104 10.475 11.994
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 147 147 5.925 5.778
2. Wertpapiere des Anlagevermögens - 9 5.708 7.377
3. Sonstige Ausleihungen - - 173 111
147 156 11.806 13.266
6.068 9.960 30.246 32.435

Aufstellung des Anteilsbesitzes

Name und Sitz der Gesellschaft
(Stand 30.06.2007, Werte in T €)
Anteil am Eigenkapital Eigenkapital Ergebnis 2007
% + Gewinn
(-) Verlust
Londa GmbH, Leipzig 1 100,0 1.612 219
Londa Rothenkirchen Produktions GmbH, Steinberg 1 100,0 6.513 3.572
P. T. Mawar Sejati, Bogor, Indonesien 100,0 1.010 328

1) Ergebnis vor Ergebnisabführung

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss- bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Wella Service GmbH, Darmstadt, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2006 bis 30. Juni 2007 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Wella Service GmbH, Darmstadt, den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Frankfurt am Main, 19. September 2007

Deloitte & Touche GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Deselaers, Wirtschaftsprüfer
ppa. Wiesner, Wirtschaftsprüfer

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