AXA Logistik & Service GmbH

Colonia-Allee 10, 51067 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 31847
Vorher
AC Beteiligungsverwaltung GmbHAXA Logistic Services GmbH
Eingetragen
23.6.1999
Branche
Erbringung von LogistikdienstleistungenSonstige Post-, Kurier- und Expressdienste a. n. g.Paket- und Expressdienste
Gegenstand
die Erbringung von Dienstleistungen aller Art, insbesondere der Postbearbeitung und Logistik für Dritte, namentlich für verbundene Unternehmen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Riekel
seit 4.3.2026
Prokura
Lydia Doppelfeld
seit 4.3.2026
Prokura
Axel Hofmann
seit 4.3.2026
Prokura
Claire Sirries
seit 4.3.2026
Prokura
Nadine Kast-Plath
seit 4.3.2026
Geschäftsführer
Thomas Menne
seit 26.3.2025
Prokura
Jens Pohlmann
seit 26.3.2025
Prokura
Nicole Mühlbauer
seit 7.11.2024
Prokura
Sabrina Baumann
seit 22.3.2024
Prokura
Rani Redemann
seit 21.12.2023
Prokura
Eric Schöndube
seit 14.11.2023
Prokura
André Jerschke
seit 14.11.2023
Prokura
Matthias Friedrich
seit 19.6.2023
Prokura
Prokura
Jan Henrik Baars
seit 19.6.2023
Prokura
David Bodenstein
seit 23.12.2022
Prokura
Nina Weigel
seit 23.12.2022
Prokura
Florian Timmermann
seit 29.8.2022
Prokura
Vera Mews
seit 29.8.2022
Prokura
Thorsten Schmidt
seit 9.10.2020
Prokura
Jörg Egenolf
seit 20.9.2019
Prokura
Lars Bauer
seit 20.9.2019
Geschäftsführer
Ruth Metten
seit 24.4.2018
Prokura
Vanessa Spitler
seit 7.2.2018
Prokura
Annett Dr. Seyfarth
seit 27.7.2017
Prokura
Sina Mundorf
seit 5.5.2017
Prokura
Heiko Bausch
seit 15.12.2016
Prokura
Stefan Brochhaus
seit 15.12.2016
Prokura
Peter Schindler
seit 7.3.2007
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
AXA Konzern Aktiengesellschaft
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

AXA Konzern Aktiengesellschaft
Germany
30.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AXA Logistik & Service GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Inhaltsverzeichnis

Lagebericht

- Geschäftsverlauf 2024 und Lage der Gesellschaft

- Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

- Ausblick

Jahresabschluss

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01. Januar bis 31. Dezember 2024

Anhang

- Allgemeine Angaben

- Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

- Erläuterungen zur Bilanz

- Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

- Gewinnverwendung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Lagebericht

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2024 das zweite Jahr in Folge geschrumpft. Laut Statistischem Bundesamt sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,2 %. Konjunkturelle und strukturelle Belastungen standen im Jahr 2024 einer besseren wirtschaftlichen Entwicklung im Wege. Zudem haben sich die Verbraucherpreise in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2024 um 2,2 % gegenüber 2023 erhöht. Die Inflationsrate fiel im Jahr 2024 damit jedoch deutlich geringer aus als in den drei vorangegangenen Jahren. (Quelle: Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung und Pressemitteilung des Statistischen Bundesamts)

Die Entwicklung der Gesellschaft ist maßgeblich abhängig von den Entwicklungen der Versicherungsgesellschaften im Konzernverbund von AXA Deutschland und deren beauftragten Dienstleistungen.

Geschäftsverlauf 2024 und Lage der Gesellschaft

Der operative Betrieb der AXA Logistik & Service GmbH (AXA LS) verlief in einem von Kosteneinsparungen und geforderten Effiziensteigerungen geprägten, sehr anspruchsvollem Umfeld ingesamt zufriedenstellend.

Die Stammmannschaft der AXA LS umfasst in 2024 durchschnittlich 546 Arbeitnehmende (Vorjahr 527). Die Zahlen liegen damit um 19 Arbeitnehmende überhalb des Vorjahres. Die Frauenquote im Aufsichtsrat liegt bei 0% (Vorjahr 0%).

Die Automatisierungs- und Digitalisierungsaktivitäten wurden auch im Jahr 2024 ausgebaut sowie Prozesse einfacher gestaltet. Die Einhaltung der Kundenerwartungen wird durch die laufende Überwachung von Service-Level-Agreements sowie regelmäßige Abstimmungen mit allen Beteiligten des End-to-End-Prozesses sichergestellt. Die Mitarbeiterzufriedenheit konnte gemäß der turnusmäßig durchgeführten Mitarbeitenden-Befragung leicht gesteigert werden.

Eine neue Aufbauorganisation wurde zum 01.03.2024 erfolgreich umgesetzt. Die gewünschten Effekte, wie eine klarere Zuordnung der thematischen Verantwortung, konnten erreicht werden. Zusätzlich wurde zum 01.07.2024 eine Verlagerung des zentralen Drucks von der Firma Xerox auf den Dienstleister Atruvia vorgenommen. Xerox hatte seine Druckstraße zuvor im Auftrag der AXA auf deren Campus in Holweide betrieben. Mit der Verlagerung an Atruvia entfällt für die AXA LS damit die Beschaffung der für den zentralen Druck benötigten Papierrollen und Umschläge.

Die Gesellschaft erzielte in 2024 Umsatzerlöse von 41,6 MEUR (Vorjahr 41,8 MEUR) sowie sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 0,4 MEUR (Vorjahr 1,6 MEUR).

Demgegenüber betrugen insbesondere die Aufwendungen für bezogene Leistungen 7,1 MEUR (Vorjahr 7,3 MEUR), für Personal 24,3 MEUR (Vorjahr 25,5 MEUR) sowie für sonstige betriebliche Aufwendungen 10,3 MEUR (Vorjahr 10,1 MEUR) - i.W. für erhaltene Dienstleistungen der AXA Konzern AG, Werkverträge, Zeitarbeit, Bodyleasing und EDV-Aufwand.

Die Aufwendungen werden anhand einer dezidierten Jahresplanung, unterteilt nach Kostenarten, gesteuert. Den Planwerten werden dabei die gebuchten Ist-Kosten gegenübergestellt. Diese Gegenüberstellung wird im Rahmen eines turnusmäßigen Reportings an die Geschäftsführung weitergegeben und bei Abweichungen über mögliche Gegensteuerungsmaßnahmen diskutiert. Im Geschäftsjahr 2024 gab es bei den geplanten Personalaufwendungen eine leichte Überschreitung aufgrund von Projektverzögerungen. Diese führten zu einer zeitlichen Verschiebung von Effizienzen, die sich in einem höheren Arbeitskräftebedarf widerspiegelten. Bei den Sachkosten konnte eine Unterschreitung der ursprünglichen Budgetplanung erzielt werden. Ursache dafür war insbesondere die oben beschriebene Verlagerung des zentralen Drucks an Atruvia. Dies führte dazu, dass schon im zweiten Quartal deutlich weniger bei Xerox gedruckt wurde, als prognostiziert, was einen entsprechend geringeren Papierverbrauch zur Folge hatte. In Summe ist eine leichte Überschreitung der geplanten Kosten zu verzeichnen. Insgesamt kann der Geschäftsverlauf dennoch als positiv bezeichnet werden.

Die Bilanzsumme i.H.v. 26,6 MEUR liegt auf Vorjahresniveau (Vorjahr 27,0 MEUR). Die größte Position der Aktivseite sind die Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen i.H.v. 24,4 MEUR (Vorjahr 24,6 MEUR). Diese resultieren im Wesentlichen aus kurzfristig zur Verfügung gestellter überschüssiger Liquidität, die im Rahmen des Liquiditätshilfeabkommens an die AXA Konzern AG gegeben wurden. Die größte Position der Passivseite sind die Rückstellungen i.H.v. 24,7 MEUR (Vorjahr 25,5 MEUR). Diese entfallen im Wesentlichen auf Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrages von 2010 wurden nach Steuern 775 TEUR (Vorjahr 819 TEUR) an die AXA Konzern AG abgeführt.

Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Unsere Gesellschaft erbringt ausschließlich Servicedienstleistungen für verbundene Unternehmen (z.B. Posteingangsbearbeitung sowie elektronische Erfassung, Indizierung sowie standardisierte Sachbearbeitung und Postausgangsbearbeitung). Die Abrechnung erfolgt auf Vollkostenbasis. Es besteht daher kein Absatz- oder Bonitätsrisiko. Währungsrisiken bestehen nur in geringem Umfang im Rahmen eines Dienstleistungsvertrages mit der AXA Global Business Services, Indien (AXA GBS).

Insgesamt können wir derzeit keine Entwicklungen erkennen, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage der AXA LS nachhaltig und wesentlich beeinträchtigen können.

Sofern es aus Gründen der Finanzmitteldisposition notwendig ist, können wir im Rahmen des Liquiditätshilfeabkommens auf Finanzierungsinstrumente im Konzern zurückgreifen.

Auch im nächsten Jahr wird die AXA LS die Entwicklungen am Markt beobachten und Möglichkeiten zu Kosteneinsparungen oder Leistungsverbesserungen in unserem Kerngeschäft - der Bereitstellung schneller, qualitativ hochwertiger und kostengünstiger operativer Dienstleistungen für die AXA Konzern AG und ihre Tochtergesellschaften - nutzen. Insbesondere aus der Digitalisierung und der KI-basierten Automatisierung werden weiterhin und in steigendem Maße Chancen und Veränderungsbedarf entstehen.

Das Outsourcing regelbasierter Prozesse aus dem AXA Konzern soll fortgesetzt werden. Gleichzeitig können neben der AXA LS auch andere Dienstleistungspartner ausgewählt werden. Wir rechnen einerseits mit weiteren Übernahmen neuer Prozesse, andererseits aber auch in verstärktem Maß mit dem Wegfall oder der Reduktion vorhandener Prozesse. Verschiedene Konzernprojekte zur Digitalisierung, Automatisierung und Effizienzsteigerungen im Rahmen von kontinuierlichen Verbesserungsprozessen, Mengenänderungen aufgrund geänderten Kundenverhaltes sowie Verlagerungen an die AXA GBS wirken sich insgesamt auf die zur Erbringung der Leistungen benötigte Anzahl von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus. Hierin liegt einerseits die Chance, Dienstleistungen effizienter erbringen zu können. Andererseits können sich hieraus auch Herausforderungen bezüglich erforderlicher personeller Kapazitätsanpassungen ergeben.

Ein im Jahr 2020 abgeschlossener Interessenausgleich sowie ein Sozialplan mit Laufzeiten bis Ende 2023 wurden daher neu verhandelt und bis 2026 prolongiert. Im Jahr 2021 wurde ein neuer Haustarifvertrag mit ver.di verhandelt und mit einer Laufzeit von fünf Jahren abgeschlossen.

Ausblick

Für das Geschäftsjahr 2025 beabsichtigt die AXA LS ihre Aufwendungen für Leiharbeitnehmer deutlich zu reduzieren. Leiharbeitnehmer wurden bisher eingesetzt, um den temporären Personalbedarf insbesondere bei Kleinprozessen abzudecken. Dieser ergibt sich bspw. durch Krankheitssituationen, Sonderaktionen, oder unerwartet hohen Posteingangsmengen. Zukünftig sollen diese temporären personellen Mehrbedarfe durch sog. Mehrfach-Skillprofile in Verbindung mit team- und abteilungsübergreifenden Hilfen ausgeglichen werden. Hierzu werden Mitarbeitende neben ihrem Primärskill zusätzlich in einem bzw. mehreren weiteren Prozessen geschult, um die personelle Basis für Kleinprozesse zu erweitern. Dadurch wird in 2025 eine Verlagerung von Sach- auf Personalkosten stattfinden. Insgesamt ist für das Geschäftsjahr 2025 von einer ähnlichen aufwandsbasierten Dienstleistungsverrechnung auszugehen wie im Geschäftsjahr 2024. Aufgrunddessen erwarten wir im Geschäftsjahr 2025 ein ähnliches Geschäftsergebnis.

 

Köln, den 17.03.2025

AXA Logistik & Service GmbH

Frank Tressat, Vorsitzender der Geschäftsführung

Lars Bauer, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2024

Aktiva

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 159.766,31 29.378,98
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 145.030,63 45.629,69
304.796,94 75.008,67
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. fertige Erzeugnisse und Waren 0,00 232.989,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 24.379.184,69 24.584.132,27
- Restlaufzeit bis zu einem Jahr -
2. sonstige Vermögensgegenstände 84.218,92 86.338,39
- Restlaufzeit bis zu einem Jahr -
24.463.403,61 24.670.470,66
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.821.014,38 2.053.246,05
26.284.417,99 26.956.706,02
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.476,72 0,00
26.611.691,65 27.031.714,69

Passiva

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Kapitalrücklage 66.046,34 66.046,34
III. Gewinnrücklagen
1. andere Gewinnrücklagen 59.721,21 59.721,21
IV. Bilanzgewinn 0,00 0,00
155.767,55 155.767,55
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 20.706.340,79 20.815.608,79
2. sonstige Rückstellungen 3.978.693,63 4.672.826,10
24.685.034,42 25.488.434,89
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 338.381,87 15.755,09
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 36.512,14 (Vorjahr: EUR 15.755,09)
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 695.053,87 9.678,67
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 695.053,87 (Vorjahr: EUR 9.678,67)
3. sonstige Verbindlichkeiten 737.453,94 1.362.078,49
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 737.453,94 (Vorjahr: EUR 1.362.078,49)
- davon aus Steuern EUR 304.571,17 (Vorjahr: EUR 252.040,75)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 6.248,00 (Vorjahr: EUR 1.784,00)
1.770.889,68 1.387.512,25
26.611.691,65 27.031.714,69

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

2024 2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 41.601.180,59 41.842.943,62
2. Erhöhung und Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 232.989,31 73.289,19
3. sonstige betriebliche Erträge 445.265,79 1.557.062,03
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.109.400,78 7.307.452,88
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 19.560.306,15 20.712.804,25
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 4.730.495,15 4.747.410,36
24.290.801,30 25.460.214,61
- davon für Altersversorgung EUR 669.747,05 (Vorjahr EUR 981.085,90)
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 49.604,74 52.724,24
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 10.312.250,50 10.066.951,50
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.201.795,41 992.671,17
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 1.172.988,19 (Vorjahr EUR 945.668,75)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 51.177,02 218.147,37
- davon an verbundene Unternehmen EUR 0,00 (Vorjahr EUR 0,00)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 426.639,06 394.922,23
11. Ergebnis nach Steuern 775.379,08 818.974,80
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 775.379,08 818.974,80
13. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (-) 0,00 0,00
14. Gewinnvortrag 0,00 0,00
15. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Anhang

Allgemeine Angaben

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erläuterungen zur Bilanz

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Allgemeine Angaben

Mutterunternehmen gemäß § 290 Abs. 1 HGB ist die AXA Konzern AG, Köln.

Die AXA Konzern AG, Köln, und ihre Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, einbezogen.

Die AXA S.A., Paris, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen auf.

Der Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, wird bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorités des Marchés Financiers) unter RCS (Registre du Commerce et des Sociétés) 572 093 920 hinterlegt. Der Konzernabschluss der AXA S.A. wird in englischer Sprache im Unternehmensregister veröffentlicht.

Unsere Gesellschaft wird gem. § 296 Abs. 2 HGB nicht in die Konzernabschlüsse einbezogen.

Mit der AXA Konzern AG besteht seit dem 27.09.2010 ein Gewinnabführungsvertrag.

Zum 19.07.2013 wurde mit der AXA Konzern AG ein Beherrschungsvertrag abgeschlossen.

Angaben nach § 264 Abs.1a HGB zur Identifikation

Die AXA Logistik & Service GmbH hat ihren Sitz in 51067 Köln, Colonia Allee 10-20 Registergericht ist das Amtsgericht Köln, Nummer HRB 31847.

Angaben nach § 285 Nr. 3a) HGB

Über die gesamte Dauer der mehrjährigen Vertragslaufzeit bestehen finanziellen Verpflichtungen aus Mieten und Leasingverträgen gemäß § 285 Nr. 3a) HGB in Höhe von 205 TEUR netto. Es handelt sich hierbei um Mietverpflichtungen für Produktionsdrucker (Vertragslaufzeiten von 38-62 Monaten, beginnend am 01.01.2024) sowie Kuvertierungs- und Frankiermaschinen (Vertragslaufzeit bis 30. Juni 2025).

Angaben nach § 285 Nr. 7 HGB zu den durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmern

Im Jahr 2024 waren durchschnittlich 546 (Vorjahr 527) Arbeitnehmer in der AXA Logistik & Service GmbH beschäftigt.

Diese sind in folgende Gruppen aufzugliedern:

männlich weiblich gesamt
Angestellte Innendienst 181 365 546
- davon Teilzeit 10 73 83

Gesamtbezüge laut § 285 Nr. 9 HGB für Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Bezüge für die Geschäftsführertätigkeit sind in unserer Gesellschaft nicht angefallen.

Die Geschäftsführertätigkeit ist in allen Fällen mit den laufenden Bezügen in der AXA Konzern AG abgegolten.

Mitglieder des Geschäftsführungsorgans ist nach § 285 Nr. 10 HGB

Frank Tressat, Köln

Geschäftsführer AXA Logistik GmbH

Vorsitzender der Geschäftsführung

Lars Bauer, Burscheid

Leiter Operations Personenversicherung Betrieb

Dorothea Bachem, Köln, bis zum 07.11.2024

Leiterin Operations Leistungsmanagement

Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB

Das Abschlussprüferhonorar für den Jahresabschluss 2024 beträgt 28 TEUR.

Angaben gemäß § 285 Nr. 30a HGB

Die Gesellschaft ist Teil einer Unternehmensgruppe, deren oberste Muttergesellschaft mit Sitz in Frankreich den französischen Umsetzungsregelungen zur globalen Mindestbesteuerung (OECD Pillar 2) ab dem Wirtschaftsjahr 2024 unterliegt. Darüber hinaus unterliegt die Gesellschaft in Deutschland ab dem Wirtschaftsjahr 2024 dem Mindeststeuergesetz und hat insb. die Regelungen zur nationalen Ergänzungssteuer zu beachten.

Die Gesellschaft macht für die Wirtschaftsjahre bis 2026 aufgrund einer hinreichenden Steuerbelastung vom CbCR-Safe-Harbour Gebrauch und erwartet auch darüber hinaus keine steuerlichen Auswirkungen aus der Anwendung des Mindeststeuergesetzes.

Angaben nach § 285 Nr. 33 HGB

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.

Angaben nach § 253 Absatz 6 HGB

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 235 TEUR. Auf Grund des mit der AXA Konzern AG bestehenden Ergebnisabführungsvertrages kommt die Ausschüttungsperre gem.§ 253 Abs. 6 HGB nicht zur Anwendung.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der AXA Logistik & Service GmbH wurde auf der Grundlage der Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden nach Maßgabe der Vorschriften des HGB erstellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften sind die Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie die Vereinbarungen im Gesellschaftsvertrag beachtet worden.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Absatz 3 HGB.

Die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 HGB vorgenommen worden.

Anlagevermögen

Die immateriellen Vermögensgegenstände bestanden ausschließlich aus entgeltlich erworbener EDV-Software, wurden zu Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer von vier Jahren linear abgeschrieben.

Sachanlagen wurden mit den Anschaffungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten bewertet und linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die voraussichtliche Nutzungsdauer bei EDV-Hardware wurde mit 5 Jahren, Software und Einbauten in Gebäude mit 10 Jahren und Poststellenausstattung mit 14 Jahren angesetzt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter unter 1.000 EUR werden im Geschäftsjahr des Zugangs vollständig abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Vorräte erfolgt im Rahmen einer Stichtagsinventur. Sie wurden mit den Anschaffungskosten zum Niederstwertprinzip bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks wurden mit den Nominalbeträgen angesetzt.

Rückstellungen

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Pensionszusagen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits-, Fluktuations- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen und Rententrendannahmen sowie eines durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen zehn Geschäftsjahre, vorgegeben durch die Deutsche Bundesbank. Dabei wird eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Als Rechnungsgrundlage für die Sterblichkeits- und Invalidisierungsannahmen dienen die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Pensionsrückstellungen werden mit sogenannten Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB verrechnet, welches zum Zeitwert bewertet wird.

Bei der Ermittlung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden folgende Berechnungsfaktoren angewandt:

2024 2023
Rechnungszins 1,90% 1,83%
Rentenanpassung 2,00% 2,00%
Gehaltsdynamik 2,50% 2,50%

Der sich aufgrund der BilMoG geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen ergebende Zuführungsbetrag zu den Rückstellungen wird jährlich gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB mit einem Fünfzehntel angesammelt.

Die Anpassungen aus der jährlichen Überprüfung der versicherungsmathematischen Annahmen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht. Dabei wird das Wahlrecht gemäß Tz. 87 IDW HFA 30 angewendet, das heißt, der Effekt aus der Zinsänderung wird im Zinsergebnis dargestellt.

Die handelsbilanziellen Pensionsrückstellungen für die über den Trust rückgedeckten Pensionszusagen wurden nach dem IDW RH FAB 1.021 vom 30.04.2021 und dem Ergebnisbericht des Fachausschusses Altersversorgung der Deutschen Aktuarvereinigung e.V. vom 26.04.2021 ermittelt. Die Bewertung erfolgte nach dem Deckungskapitalverfahren mit Passivprimat.

Bei dem Trust handelt es sich um ein sog. Contractual Trust Arrangement (CTA), bei dem der DBV-Winterthur Vorsorge e.V. als Treuhänder Vermögenswerte zu den entsprechenden unmittelbaren Versorgungszusagen für den Treugeber (AXA Konzernunternehmen) hält. Es handelt sich hierbei um saldierbares Deckungsvermögen iSv. § 246 Abs.2 HGB.

Der Ansatz der Jubiläumsrückstellungen erfolgte nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen sowie eines durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen sieben Geschäftsjahre vorgegeben durch die Deutsche Bundesbank. Dabei wird eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Als Rechnungsgrundlagen dienten die Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Bei der Ermittlung des Wertes wurden nur die Verpflichtungen gegenüber solchen Mitarbeiter einbezogen, die am Bilanzstichtag mindestens 10 Jahre in den Diensten des Unternehmens standen.

Die Werte für die handelsbilanziellen Jubiläumsrückstellungen wurden im Rahmen von BilMoG mit einem Rechnungszins in Höhe von 1,97% und einem Gehaltstrend von 2,5% ermittelt.

Die Werte für die handelsbilanziellen Jubiläumsrückstellungen für Dienstaltersgeschenke wurden mit dem Teilwertverfahren und einem Rechnungszins von 0,0% ermittelt.

Der Wertansatz der übrigen Rückstellungen erfolgte nach § 253 Abs.1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, der zukünftig erwartete Preis- und Kostensteigerung berücksichtigt.

Die übrigen Rückstellungen mit einer Laufzeit größer als einem Jahr wurden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1, Satz 4 HGB mit den hierfür von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Abzinsungssätzen diskontiert.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB passiviert.

Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen 304.796,94 75.008,67
Zur Entwicklung des Anlagevermögens wird auf den Anlagespiegel Seite 16 verwiesen.
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
Software 159.766,31 29.378,98
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Einbauten in Gebäude 1.521,03 10.647,20
Poststellenausstattung 143.509,60 34.982,49
145.030,63 45.629,69
B. Umlaufvermögen 26.284.417,99 26.956.706,02
I. Vorräte
1. fertige Erzeugnisse und Waren
Druckmaterialien 0,00 232.989,31
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen
AXA Konzern AG, Köln 24.379.184,69 24.584.132,27
24.379.184,69 24.584.132,27

Die Ertragsteuerforderung aus der steuerlichen Organschaft zu der AXA Konzern AG zum 31.12.2024 beträgt 3.701.162,35 EUR (VJ: 4.081.720,77 EUR).

Die Forderungen gegenüber der AXA Konzern AG betreffen kurzfristig zur Verfügung gestellte überschüssige Liquidität, die im Rahmen des Liquiditätshilfeabkommens an die AXA Konzern AG gegeben wurden.

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
2. sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen gegen sonstige Unternehmen 5.784,73 382,08
Forderungen aus Personalabrechnungen 78.434,19 85.956,31
84.218,92 86.338,39
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten
1. Bankguthaben
laufendes Bankkonto 1.821.014,38 2.053.246,05
1.821.014,38 2.053.246,05
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.476,72 0,00
Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft bereits geleistete Zahlungen für das Jahr 2025 für einen Wartungsvertrag.
Summe Aktiva 26.611.691,65 27.031.714,69

Anlagevermögen

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2024

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2024 Zugänge Abgänge 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 238.065,40 145.715,50 0,00 383.780,90
238.065,40 145.715,50 0,00 383.780,90
II. Sachanlagen andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Einbauten in Gebäude 91.261,70 0,00 0,00 91.261,70
EDV-Maschinen 723.801,66 133.677,51 0,00 857.479,17
Poststellenausstattung 1.069.972,79 0,00 0,00 1.069.972,79
Geringwertige Wirtschaftsgüter 156.063,17 0,00 156.063,17 0,00
2.041.099,32 133.677,51 156.063,17 2.018.713,66
Anlagevermögen 2.279.164,72 279.393,01 156.063,17 2.402.494,56
Abschreibungen
01.01.2024 im Geschäftsj. Abgänge 31.12.2024
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 208.686,42 15.328,17 0,00 224.014,59
208.686,42 15.328,17 0,00 224.014,59
II. Sachanlagen andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Einbauten in Gebäude 80.614,50 9.126,17 0,00 89.740,67
EDV-Maschinen 723.801,66 0,00 0,00 723.801,66
Poststellenausstattung 1.034.990,30 25.150,40 0,00 1.060.140,70
Geringwertige Wirtschaftsgüter 156.063,17 0,00 156.063,17 0,00
1.995.469,63 34.276,57 156.063,17 1.873.683,03
Anlagevermögen 2.204.156,05 49.604,74 156.063,17 2.097.697,62
Buchwert
31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Software 159.766,31 29.378,98
159.766,31 29.378,98
II. Sachanlagen andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
Einbauten in Gebäude 1.521,03 10.647,20
EDV-Maschinen 133.677,51 0,00
Poststellenausstattung 9.832,09 34.982,49
Geringwertige Wirtschaftsgüter 0,00 0,00
145.030,63 45.629,69
Anlagevermögen 304.796,94 75.008,67

Passiva

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital 155.767,55 155.767,55
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Kapitalrücklage 66.046,34 66.046,34
III. Gewinnrücklagen
1. andere Gewinnrücklagen 59.721,21 59.721,21
IV. Bilanzgewinn 0,00 0,00
B. Rückstellungen 24.685.034,42 25.488.434,89

1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die leistungsorientierten Pensionszusagen, welche im Allgemeinen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter basieren, werden teilweise durch Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB gesichert. Die durch die Unternehmen unwiderruflich auf den Trust, der DBV-Winterthur Vorsorge e.V., übertragenen Finanzmittel werden ausschließlich zur Bedeckung der von den Mitgliedsunternehmen an deren Mitarbeiter erteilten Pensionszusagen verwendet und sind durch Verpfändung der Ansprüche aus den Vermögenswerten an die Versorgungsberechtigten dem Zugriff etwaiger Gläubiger entzogen. Die Pensionsrückstellungen werden mit dem Deckungsvermögen verrechnet. Nach § 246 Abs. 2 HGB werden zudem die Zinsaufwendungen für die Altersversorgung vermindert um die Zinserträge aus dem Deckungsvermögen ausgewiesen.

Zusätzlich bestehen Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung. Diesen Pensionsverpflichtungen stehen Erstattungsansprüche aus kongruenten, konzerninternen Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe bei der AXA Lebensversicherung AG in Höhe von 417.805,00 EUR (Vorjahr 406.627,00 EUR) gegenüber, welche an die Versorgungsberechtigten verpfändet sind.

Bei den Rückdeckungsversicherungen handelt es sich um Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 HGB, so dass aufgrund der Saldierung auf einen Ausweis verzichtet werden kann. Der Aufwand für diese Pensionszusagen ist gleich dem Beitragsaufwand zu den Rückdeckungsversicherungen und wird von den Arbeitnehmern getragen.

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
Barwert der Pensionsverpflichtung 22.253.023,00 22.363.558,00
Zeitwert des Deckungsvermögens -1.546.682,21 -1.547.949,21
Bilanzierte Nettoverpflichtung 20.706.340,79 20.815.608,79

Für die Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung entsprach der Zeitwert des Deckungsvermögens dem Deckungskapital der zugrundeliegenden Rückdeckungsversicherungen und flüssigen Mitteln und damit den Anschaffungskosten.

In der Gewinn- und Verlustrechnung ergibt sich insgesamt ein Netto-Zinsaufwand von 51.173,64 EUR (Vorjahr 206.965,00 EUR), der sich aus 156.626,00 EUR (Vorjahr 241.474,00 EUR) Zinsaufwendungen in Bezug auf die Pensionsrückstellung und 105.452,36 EUR (Vorjahr 34.509,00 EUR) Zinserträge auf das Deckungsvermögen zusammensetzt.

Gemäß Übergangsregelung des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 EGHGB, die für die erstmalige Anwendung der BilMoG Vorschriften in Bezug auf Pensionsrückstellungen gilt, besteht ein noch nicht ausgewiesener Zuführungsbetrag in Höhe von 0,00 EUR (Vorjahr 62.401,00 EUR).

Seit dem Geschäftsjahr 2016 werden die Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nicht mehr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben, sondern mit dem der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Absatz 2 Satz 1 HGB). Der sich ergebende Unterschiedsbetrag zwischen dem Wertansatz der Rückstellungen nach den beiden Bewertungskonzepten beträgt 234.626,00 EUR (Vorjahr 252.547,00 EUR). Zur Ermittlung dieses Unterschiedsbetrags wurde ein Zins (Siebenjahresdurchschnitt) von 1,97% (Vorjahr 1,76%) angesetzt. Für den Unterschiedsbetrag gilt keine Gewinnabführungssperre gemäß dem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 23. Dezember 2016 (BStBl I 2017,41).

2. sonstige Rückstellungen

Vorruhestandsverpflichtungen (AXA Vorsorgeplan)

Die Rückstellung für Vorruhestandsverpflichtungen (AXA Vorsorgeplan) unter Berücksichtigung der Sozialversicherungsbeiträge aus Vorruhestandsverpflichtungen wird teilweise mit Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB gesichert. Im Rahmen des AXA Vorsorgeplans wurden Mittel beim AXA Mitarbeiter Treuhand e. V. hinterlegt.

Dabei beträgt der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Vorruhestandsverpflichtungen (AXA Vorsorgeplan) unter Berücksichtigung der Rückstellungen für Sozialversicherungsbeiträge aus Vorruhestandsverpflichtungen 30.761,46 EUR (Vorjahr 25.300,45 EUR).

Von diesem Betrag wird Deckungsvermögen in Höhe von 18.017,96 EUR (Vorjahr 9.707,67 EUR) abgezogen. Daher ergibt sich wie im Vorjahr kein aktivischer Unterschiedsbetrag (Vorjahr 0,00 EUR).

Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens belaufen sich auf 18.059,71 EUR (Vorjahr 10.014,63 EUR).

31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
übrige Rückstellungen
Sozialplan 1.459.483,56 1.487.701,56
erhaltene Lieferungen und Leistungen 705.827,26 925.941,57
Tantiemen, Ertragsbeteiligungen 958.846,00 881.236,00
Urlaubsansprüche und Zeitguthaben 521.140,56 385.708,38
Jubiläumsgeldverpflichtungen 285.610,00 143.953,00
Externe Jahresabschlusskosten 28.084,00 22.194,33
AXA Vorsorgeplan 12.743,50 15.592,78
Inflationsprämie 0,00 800.218,00
Sonstige 6.958,75 10.280,48
3.978.693,63 4.672.826,10
31.12.2024 31.12.2023
EUR EUR
C. Verbindlichkeiten 1.770.889,68 1.387.512,25
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Lieferungen und Leistungen 338.381,87 15.755,09
338.381,87 15.755,09
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
AXA Lebensversicherung AG 695.053,87 9.678,67
695.053,87 9.678,67
3. sonstige Verbindlichkeiten
noch abzuführende Lohn- und Kirchensteuer 193.690,81 167.523,25
noch abzuführende Umsatzsteuer 110.880,36 84.517,50
Verbindlichkeiten aus Sozialplan 235.086,00 814.086,00
Sonstiges 197.796,77 295.951,74
737.453,94 1.362.078,49
Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind nicht vorhanden.
Summe Passiva 26.611.691,65 27.031.714,69

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

2024 2023
EUR EUR
1. Umsatzerlöse
Folgende Erlöse resultieren aus Dienstleistungen insbesondere mit folgenden verbundenen Unternehmen :
- AXA Konzern AG 644.864,41 662.420,04
- AXA Versicherung AG 14.297.764,83 15.246.534,98
- AXA Lebensversicherung AG 1.771.633,15 3.365.335,95
- AXA Krankenversicherung AG 23.409.900,58 21.923.594,60
- Deutsche Ärzte Finanz AG 3.085,34 1.664,19
- Deutsche Ärzte Versicherung AG 262.783,62 383.058,21
- AGER Lebensversicherung AG 961.807,26 0,00
- AXA easy Versicherung AG 224.445,85 235.263,15
41.576.285,04 41.817.871,12
Übrige Umsatzerlöse
- Dienstwagenpauschale 22.679,55 22.892,50
- Sonstiges 2.216,00 2.180,00
41.601.180,59 41.842.943,62
2. Erhöhung und Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen
- Vorräte Druckmaterialien 232.989,31 73.289,19
232.989,31 73.289,19
3. sonstige betriebliche Erträge
- Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen 334.819,73 1.494.127,22
- Erträge aus Umlagenerstattung Personal 109.945,86 56.974,86
- übrige 500,20 5.959,95
445.265,79 1.557.062,03
4. Materialaufwand
- Aufwendungen für bezogene Leistungen 5.236.595,32 4.574.756,19
- Portokosten 1.791,70 1.795,60
- Formulare/Druckstücke 1.871.013,76 2.730.901,09
7.109.400,78 7.307.452,88
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 19.560.306,15 20.712.804,25
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
- Sozialabgaben 4.060.748,10 3.766.324,46
- Altersversorgung 669.747,05 981.085,90
24.290.801,30 25.460.214,61
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
a) Immaterielle Vermögensgegenstände Software
Betriebs- und Geschäftsausstattung
- Software 15.328,17 15.328,17
- Poststellenausstattung 25.150,40 28.269,90
- Einbauten in Gebäude 9.126,17 9.126,17
49.604,74 52.724,24
7. sonstige betriebliche Aufwendungen
Dienstleistungsverrechnung mit der AXA Konzern AG 8.933.055,98 8.685.206,38
Gutachten von der Kölner Spezial Beratungs-GmbH
für betriebliche Altersversorgung 8.671,76 6.987,09
Reiseaufwand 61.071,22 56.771,79
Raumaufwand 63.632,02 86.873,52
Büroaufwand 389.992,83 400.504,07
EDV-Aufwand 559.940,28 547.337,08
Werbeaufwand 9.557,83 398,09
Bewirtung/Tagungen/Schulungen 75.054,50 90.949,69
Abschreibung auf Forderungen 382,08 28,21
Sonstiger Aufwand aus Pensionen 62.401,00 97.459,00
übrige 148.491,00 94.436,58
10.312.250,50 10.066.951,50

Der sonstige Aufwand aus Pensionen ist auf die geänderte Bewertung zu den Rückstellungen gemäß BilMoG für Pensionen zurückzuführen (gemäß Artikel 67 EGHGB).

Unter den übrigen Kosten werden Jahresabschlusskosten, Kosten für Personalbeschaffung und sonstige Verwaltungskosten ausgewiesen.

2024 2023
EUR EUR
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
Zinserträge aus Liquiditätsabkommen AXA Konzern AG 1.172.988,19 945.668,75
Zinserträge aus der Rückstellungsdiskontierung 28.218,00 46.445,00
Zinsen sonstige 589,22 557,42
1.201.795,41 992.671,17
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Zinszuführung zu den Pensionsrückstellungen 51.173,64 206.965,00
Zinsaufwendungen aus der Rückstellungsdiskontierung 0,00 11.054,00
Zinsen sonstige 3,38 128,37
51.177,02 218.147,37

Die Reduzierung des Zinsaufwands für die Pensionsverpflichtungen ist auf die Erhöhung des Rechnungszinses für Pensionsverpflichtungen auf 1,90 % (Vorjahr ein Anstieg von 1,79% auf 1,83%) zurückzuführen, wodurch sich ein positiver Zinsänderungseffekt von -238.482,00 EUR (Vorjahr -143.785,00 EUR) ergibt.

10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Körperschaftsteuer 139.618,01 92.543,28
Körperschaftsteuer Vorjahr 44.503,97 26.963,92
Solidaritätszuschlag 7.686,89 5.116,15
Solidaritätszuschlag Vorjahr 69,16 1.154,11
Latente Steuern § 274 Abs.2 HGB 81.620,78 145.237,02
Gewerbesteuer 151.640,63 100.802,60
Gewerbesteuer Vorjahr 1.355,93 22.627,49
Kapitalertragssteuer 143,69 477,66
426.639,06 394.922,23

Weil eine ertragssteuerliche Organschaft mit der AXA Konzern AG besteht, werden die latenten Steuern der Gesellschaft bei dem Organträger AXA Konzern AG ausgewiesen.

11. Ergebnis nach Steuern 775.379,08 818.974,80
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne 775.379,08 818.974,80

Am 27.09.2010 wurde ein Gewinnabführungsvertrag mit der AXA Konzern AG abgeschlossen.

13. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (-) 0,00 0,00
14. Gewinnvortrag 0,00 0,00
15. Bilanzgewinn 0,00 0,00

Gewinnverwendung

Aufgrund des Gewinnabführungsvertrages vom 27.09.2010 mit der AXA Konzern AG wurde der sich im Geschäftsjahr 2024 ergebende Gewinn von 775.379,08 EUR abgeführt.

 

Köln, den 17.03.2025

AXA Logistik & Service GmbH

Frank Tressat, Vorsitzender der Geschäftsführung

Lars Bauer, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Als Ergebnis unserer Prüfung haben wir den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AXA Logistik & Service GmbH, Köln

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AXA Logistik & Service GmbH, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AXA Logistik & Service GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt „Geschäftsverlauf 2024 und Lage der Gesellschaft“ des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die Geschäftsführung ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die in Abschnitt „Geschäftsverlauf 2024 und Lage der Gesellschaft“ des Lageberichts enthalten ist.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, den 17. März 2025

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dielehner, Wirtschaftsprüfer

gez. Sommer, Wirtschaftsprüferin

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