Stammdaten

Register
Amtsgericht Mainz HRB 51379
Eingetragen
11.7.2018
Branche
Erbringung von Dienstleistungen der diagnostischen BildgebungErbringung von ergotherapeutischen DienstleistungenVermittlungstätigkeiten für medizinische, zahnärztliche und andere Gesundheitstätigkeiten
Gegenstand
Geändert, jetzt: Die Erbringung von Dienstleistungen an verbundene Unternehmen zur Unterstützung in den Bereichen Marketing und Vertrieb von Diagnose- und Therapiegeräten der integrativen Medizin und angrenzender Gebiete außerhalb des medizinischen Bereiches. Hierzu zählen insbesondere Dienstleistungen bei der Entwicklung und Erstellung von Marketinginhalten, der Unterstützung bei der Abrechnungsteuerung, der Koordination und Verwaltung der IT-Infrastruktur sowie diverse administrative Dienstleistungen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Babak Jafarian
seit 21.8.2025
Prokura
Christian Halper
seit 17.12.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

7.59% identifiziert92.41% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
M***** S*******Healy International GmbH+1
7.59%

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Halper Holding GmbHAUT
92.41%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Healy International AG

Wetzlar

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

HEALY WORLD GROUP

2021 Consolidated accounts

Management Summary

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

Healy® - Holistic Health - Wellbeing - Vitality - Frequencies for Your Life

Die Healy International AG, Kränzlin, (Healy Gruppe) ist ein internationales Start-up, das seit 2019 aktiv am Markt ist.

Die Healy Gruppe ist ein weltweit agierendes Direktvertriebsunternehmen, das seit seiner Gründung sein Vertriebsgebiet stetig ausbaut und mittlerweile in über 45 Ländern der Welt tätig ist. Unser Ziel ist es, ein wahres globales Unternehmen zu werden und unser einzigartiges und innovatives Medizin- und Lifestyleprodukt möglichst vielen Nutzern zugänglich zu machen.

Wir haben den Healy® entwickelt! Ein Medizin- und Lifestyleprodukt, welches über das Smartphone gesteuert wird. Der Healy® bietet über 160 verschiedene Frequenztherapie- Programme, die das Wohlbefinden, die Gesundheit und die Balance fördern. Neben dem Kernprodukt Healy® vertreibt die Healy Gruppe dazu passendes Zubehör sowie zusätzliche Software-Produkte (Frequenzprogramme), die im Abonnement bzw. als Einmalkauf erworben werden können.

Vertrieben wird unser Sortiment durch selbständige Handelsvertreter, unsere Independent Healy World Member. Sie sind der erste Ansprechpartner für Interessierte und beraten diese bei der Auswahl des für sie passenden Produktes. Der Bestellprozess wiederum erfolgt ausschließlich digital über länderspezifische Online-Shops, die die Healy Gruppe zentral zur Verfügung stellt. Versand, Rechnungsstellung, After-Sales-Care und alle anderen administrative Aspekte werden von den zuständigen Healy Ländergesellschaften bzw. von zentralen Stellen geleistet.

Das weltweite Vertriebsnetzes der Healy Gruppe ist geographisch geclustert. Das weltweite operative Geschäft und der weitere Aufbau werden aus drei Einheiten (Hubs) gesteuert. Neben dem Stammland Deutschland (EMEA) sind das die USA (AMERICAS) sowie Singapore (APAC). Das Wachstum erfolgt durch die Neuerschließung weiterer Länder, die konsequente Bearbeitung existierender Märkte sowie durch eine zielgerichtete Ergänzung unserer Angebotspalette.

Die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Produkte (Kundenansprache) sowie unserer Vertriebssysteme (Vertriebsansprache) sind für die Zukunft der Healy Gruppe sehr bedeutend. Notwendige Investitionen in Research & Development gepaart mit der Bereitstellung eines attraktiven Backoffice Systems und eines konkurrenzfähigen Vergütungsplans für unsere Independent Healy World Member sind daher dauerhaft wichtige Elemente, die unser Handeln bestimmen. Die geographische Ansiedlung von Entwicklung und Produktion in Deutschland unterstreicht die Bedeutung dieser Bereiche.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Das Jahr 2021 Stand weltweit für eine Erholung von den Einschränkungen der Corona-Pandemie. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um etwa 6,1 %, wobei in allen Teilen der Welt ein Wachstum gegeben war 1. Die gesamtwirtschaftliche Erholung wurde in der 2. Jahreshälfte durch steigende Inflation, Liefer- und Materialengpässen sowie dem Auftreten der Omikron-Variante wieder etwas gedämpft 2.

Das Marktsegment für Mikrostrom- und Frequenzanwendungen, in dem die Healy Gruppe aktiv ist, ist kleiner als die bereits wesentlich länger etablierten Märkte für Nahrungsergänzungen (Nutritional Supplements) bzw. tragbare Geräte für Sport und Gesundheit (Health and Fitness Wearables). Insgesamt ist das Segment "Wellness" in der Direktvertriebsbranche jedoch, insbesondere in der jüngeren Vergangenheit, der umsatzstärkste Bereich. Die Healy Gruppe bietet hier eine Kombination aus einer seit vielen Jahren erprobten Technologie (Einsatz in Großgeräten bei Therapeuten) mit einer Anwendung in einem Wearable. Der Gesamtumsatz und der Umsatzanstieg im Jahr 2021 lassen darauf schließen, dass unsere Kunden und unsere selbständigen Vertriebsprofis die Kombination gleichermaßen zu schätzen wissen.

Nach der Gründungs- und Findungsphase stand das Geschäftsjahr 2021 im Zeichen der Konsolidierung und weiteren Strukturierung des Wachstums. Die weltweiten Auswirkungen der COVID-19-Pandemie machten in der gesamten Direktvertriebsbranche, die auf persönlichen Kontakt basiert, teilweise Adaptionen nötig. Die Unternehmen mussten sich neben grundsätzlichen Überlegungen auch immer wieder kurzfristig geänderte Rahmenbedingungen stellen. Trotz dieser Veränderungen und der Erschwernis durch unterbrochene Lieferketten, Nachschubprobleme und Kostensteigerungen wuchs der weltweite Direktvertriebsumsatz lt. einer Studie der World Federation of Direct Selling Associations (WFDSA) um ca. 1,5% gegenüber 2020 3. Insbesondere die Gebiete AMERICAS sowie EMEA zeigten Wachstum, während APAC, bedingt durch die Entwicklung Chinas, rückläufig war. China spielte als Markt für die Healy Gruppe in 2021 keine Rolle, weshalb die Entwicklung dort keinen Einfluss auf das Geschäft hatte. Trotz des rückläufigen Umsatzes in APAC hält die Region immer noch den größten Anteil am weltweiten Direktvertriebsumsatz, gefolgt von AMERICAS und EMEA.

Mit einem Gesamtumsatz von 132,0 Mio. € (Vorjahr: 92,8 Mio. €) entwickelte sich die Healy Gruppe deutlich über dem Niveau der Direktvertriebs-Branche und konnte seinen Umsatz um 42,3 % zum Vorjahr steigern.

Im Gegensatz zur weltweiten Umsatzverteilung der Direktvertriebsbranche war innerhalb der Healy Gruppe die Region EMEA die umsatzstärkste, gefolgt von AMERICAS und APAC. Die Tatsache, dass APAC lediglich die drittgrößte Region der Healy Gruppe ist, lässt sich darauf schließen, dass noch Potential für die Healy Gruppe in dieser Region liegt.

1 Daten und Fakten zur Weltwirtschaft | Statista vom 20.09.2022
2 BMWK - Die Lage der Weltwirtschaft zu Jahresbeginn 2022
3 https://www.directsellingnews.com/2021-billion-dollar-markets/

Ein wesentlicher Faktor für das Geschäft eines Direktvertriebsunternehmens ist die Produktivität seiner selbstständigen Vertriebspartner. Während die Anzahl der aktiven Independent Healy World Member in etwa auf dem Niveau des Vorjahres verblieb (-3 %), zeigte sich eine deutlich erhöhte Produktivität (+70% Order pro aktivem Member), die insgesamt die positive Umsatzentwicklung erklärt.

Aufgrund eines veränderten Produktmixes und einer veränderten Vertriebsstruktur in APAC verringerten sich trotz gestiegener Umsatzerlöse die Herstellungskosten zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen um 1,1 Mio. € (11,7%). Somit stieg das Bruttoergebnis vom Umsatz auf 121,1 Mio. € (Vorjahr: 83,0 Mio. €).

Die Vertriebs- und allgemeinen Verwaltungskosten im Berichtsjahr stiegen um 64,9 % auf 118,1 Mio. € (Vorjahr: 71,6 Mio. €). Hierbei fiel der Anstieg der Vertriebskosten mit 30,0 Mio. € auf 79,4 Mio. € (Vorjahr: 49,4 Mio. €) stärker aus als bei den allgemeinen Verwaltungskosten. Diese stiegen um 16,4 Mio. € auf 38,6 Mio. € (Vorjahr: 22,2 Mio. €).

Der hohe Anstieg bei den Vertriebskosten hängt vor allem mit dem starken Umsatzwachstum zusammen. Diese Position enthält variable Komponenten, wie Frachtkosten & Handling, Gebühren für Zahlungsdienstleister oder Aufwendungen für Provisionen. Letztere stellen mit 61,9 Mio. € (Vorjahr: 41,7 Mio. €) den größten Posten der Vertriebskosten dar. Neben den umsatzabhängigen Steigerungen gab es zusätzliche Effekte, die die Kosten beeinflussten. Im Falle der Provisionsaufwendungen stiegen diese im Berichtsjahr über dem Niveau des Umsatzes, was durch verschiedenartige punktuelle Vertriebsincentives beeinflusst wurde. Sie betrugen 46,8 % des Umsatzes (Vorjahr: 44,9 %). Die Fracht- & Handlingkosten stiegen von 3,2 % des Umsatzes auf 4,9 % des Umsatzes, was durch die Erschließung weiterer Märkte, insbesondere in APAC mit mehr grenzüberschreitenden Transaktionen, beeinflusst war. Die Aufwendungen für Lizenzen stiegen in 2021 ebenfalls stärker als der Umsatz, da es im Vorjahr eine Kappungsgrenze gab, die die Kosten dämpfte.

Im Bereich der Verwaltungskosten macht es sich bemerkbar, dass das starke Wachstum der ersten Jahre organisatorisch auf ein solides Fundament gestellt werden musste und daher ein Fokus auf der Etablierung von Prozessen, der Gründung von Ländergesellschaften und der Einrichtung der drei geographischen Verwaltungseinheiten lag. Die vertriebliche Ausrichtung wurde im Berichtsjahr ebenfalls neu justiert und mit dem Ausrollen eines angepassten Bonusplans für die Independent Healy World Members (Auswirkung im Bereich der Vertriebskosten) und eines neuen Backoffice-Systems für die Abwicklung von deren Tätigkeit unterstützt.

In Folge der oben genannten Aktivitäten stiegen die Ausgaben für Personal auf 16,9 Mio. € (Vorjahr: 7,4 Mio. €). Darüber hinaus verursachte der weitere Ausbau der IT-Infrastruktur, z.B. mehr Online-Shops oder stärkere Nutzung von Hosting-Dienste, z.B. für ein verändertes, erweitertes Backoffice-System, ebenfalls Kostensteigerungen. Die Aufwendungen für IT lagen bei 2,6 Mio. € (Vorjahr: 0,7 Mio. €). Nicht aktivierte Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden unter den Sonstigen Aufwendungen mit 1,3 Mio. € (Vorjahr: 1,4 Mio. €) ausgewiesen. Investitionen in die Entwicklung neuer Produkte fielen ebenfalls an und lagen mit 3,8 Mio. € über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 2,2 Mio. €). Neben den 4 Mitarbeitern im Bereich Forschung und Entwicklung beschäftigten Arbeitnehmern arbeitet die Healy World Group auch intensiv mit externen Dienstleistern zusammen, um ihre Entwicklungsziele zu erreichen. Die Entwicklungstätigkeiten bezogen sich auf die Weiterentwicklung des Kernproduktes Healy® sowie damit im Zusammenhang stehende Applikationen, mit dem Ziel die Attraktivität des Kernproduktes zu erhalten bzw. weiterzuentwickeln. Weiterhin wurde in die Entwicklung eines neuen Gerätes (Magnetfeldapplikator) investiert, welches in 2022 auf den Market gebracht werden soll, um die Produktpalette der Healy Group zu erweitern. Im Berichtsjahr wurde neben neuen Applikationen (Software) im 2. Quartal 2021 eine neue Hardwarekomponente eingeführt (Healy Coil). Diese Magnetspule ergänzt den Healy® für die mobile Anwendungen.

Weiterhin sind die Sonstigen Erträge durch die nicht Inanspruchnahme von Rückstellungen aus 2020 in Höhe von 1,6 Mio. € positiv beeinflusst (Vorjahr: sonstiger Aufwand 10,6 Mio. € aufgrund einer Einzelwertberichtigung).

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern für die Healy Gruppe beträgt 4,3 Mio. € (Vorjahr: 0,7 Mio. €).

Die Bilanzsumme stieg im Berichtsjahr um 12,8 Mio. € auf 47,8 Mio.€ bzw. um 36,7 % (Vorjahr: 35,0 Mio. €). Auf der Aktivseite erklärt sich dies durch einen Anstieg des Anlagevermögens von 6,0 Mio. € auf 9,4 Mio. €, was einem Zuwachs von 3,4 Mio. € entspricht. Hauptgründe sind Investitionen in Neuentwicklungen sowie Anschaffung von Betriebs- und Geschäftsausstattung. Weiterhin erhöhte sich auch das Umlaufvermögens um 9,5 Mio. € von 29,0 Mio. € auf 38,5 Mio. €, insbesondere aufgrund eines erhöhten Bankbestandes in Höhe von 18,4 Mio. € (Vorjahr: 11,0 Mio. €).

Auf der Passivseite stieg die Bilanzsumme zum einen durch eine Verringerung des negativen Eigenkapitals von -5,8 Mio. € um 2,9 Mio. € auf -2,5 Mio. € (Vorjahr: -5,4 Mio. €). Zum anderen stiegen die lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten um 9,6 Mio. €. Bei den langfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um eine stille Beteiligung (9,0 Mio. €) sowie um ein Darlehen eines Anteilseigners (5,0 Mio. €). Es bestehen keine Verbindlichkeiten mit Kreditinstituten. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen um 7,2 Mio. € auf 33,4 Mio. €. Dieser Anstieg erklärt sich im Wesentlichen durch erhöhte Steuerrückstellungen sowohl für Ertragssteuer als auch Umsatzsteuer. Diese stiegen um 4,7 Mio. € auf 5,3 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €). Ebenso stiegen die Rückstellungen Provisionsverbindlichkeiten. Einen gegenläufigen Effekt hatte die Verringerung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, um 5,7 Mio. € von 10,3 Mio. € auf 4,6 Mio. €.

Aufgrund des negativen Eigenkapitals beträgt die Eigenkapitalquote -5,1 % (Vorjahr: -16,4 %). Als Start-up sind weitreichende Anfangsinvestitionen nötig, in unserem Fall in Forschung und Entwicklung sowie den vertrieblichen Aufbau. Durch die Eigentümerfinanzierung über ein langfristiges Darlehen sowie eine stille Beteiligung besteht eine Basis für diese Investitionen, mit der Schwankungen im Kerngeschäft abgefangen werden können. Darüber hinaus besteht eine Patronatserklärung eines Anteilseigners über 5,0 Mio. €. Diese ist bis zum 31.12.2023 befristet und wird mit einem Bereitstellungszins 2,0% p.a. verzinst Im Berichtsjahr war der operative Cash Flow mit 12,1 Mio. € darüber hinaus positiv. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit war mit -4,8 Mio. € negativ, genau wie der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit mit 0,08 Mio. €. Die Finanzierung der Gruppe war somit jederzeit durch das laufende Geschäft bzw. durch langfristige Darlehen und eine stille Beteiligung von Seiten der Anteilseigner sichergestellt.

Zusammenfassend und unter Berücksichtigung der oben genannten notwendigen Investitionen ist der Geschäftsverlauf mit einer Umsatzsteigerung von 39,3 Mio. € (+42,0 %) und einer Ergebnisverbesserung von 3,2 Mio. € als zufriedenstellend zu bezeichnen.

PROGNOSEBERICHT

Insgesamt ist der weltweite Direktvertrieb nach wie vor eine Branche mit hohem Umsatzpotential, da der persönliche Kontakt und die vertrauensvolle Beratung durch die freiberuflichen Berater von den Kunden sehr geschätzt werden. Nach dem sehr erfolgreichen Geschäftsjahr 2021, das insbesondere im 2. Quartal von hohen Umsätzen durch Mitnahmeeffekte aufgrund einer frühzeitig kommunizierten Umstellung des Produktportfolios profitierte, erwartet das Management für das Geschäftsjahr 2022 auf Basis des vorläufigen Abschlusses einen Umsatzrückgang von ca. 20%. Es wird ein negatives Jahresergebnis im niedrigen einstelligen Millionenbereich erwartet.

Um sowohl Umsatz- als auch Ergebnisziele zu erreichen, steht auch in 2022 die Stabilisierung unserer Systeme und die damit einhergehende Kundenzufriedenheit im Fokus unseres Handels. Um- und Ausbau des Customer Services betrachtet das Management als eine der zentralen Aufgaben. Darüber hinaus wird die erfolgreiche Eröffnung von neuen Märkten konzentriert fortgesetzt werden - und sowohl die Bereiche AMERICAS als auch APAC betreffen. Neben geplanten Markteintritten in Kanada sowie Neuseeland und Thailand ist besonders die geplante Eröffnung des koreanischen Marktes zu erwähnen. Korea ist nach den USA der zweitgrößte Direktvertriebsmarkt der Welt. Die Einführung eines gänzlich neuen Produktes (Magnetfeldapplikator) in 2022 wird produktseitig 4 eine zusätzliche Dynamik in etablierten und neuen Märkten bringen. Die generelle Weiterentwicklung der Bereiche Produkt- und Vertriebstraining runden die zu meisternden Kernaufgaben ab.

Für Geschäftsjahr 2023 plant das Management ausgehend vom Geschäftsjahr 2022 eine Umsatzsteigerung von ca. 20%. Diese Steigerung soll durch den weiteren Ausbau des Geschäfts in Korea (volle 12 Monate Umsatz statt 2 1/2) sowie der Eröffnung des Marktes in Mexiko erreicht werden. Es wird ein positives Jahresergebnis vor Steuern erwartet, welches im Bereich von ca. 1 Mio EUR liegt.

CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

Für die Healy Gruppe ergeben sich aufgrund der jungen Unternehmensgeschichte einige Startup Risiken, denen jedoch auch Chancen in großem Umfang gegenüberstehen. Die Geschäftsführung nimmt die Analyse von Risiken und Chancen sehr ernst und sieht die regelmäßige Neubewertung dieser als integralen Bestandteil ihres täglichen Handelns.

4 https://www.directsellingnews.com/2021-billion-dollar-markets/

Große Chancen sieht die Healy Gruppe in ihrer Wachstumsstrategie und dem Ausbau der weltweiten Absatzmärkte. Die Healy World Group ist nicht auf lokale oder regionale Absatzmärkte beschränkt, sondern kann mit ihrem universell nutzbaren und verhältnismäßig einfach zu transportierenden Produkt weltweit Geschäfte machen. Der globale Absatzmarkt eröffnet Healy die Möglichkeit, in allen Regionen an Wachstumsmärkten zu partizipieren. Hier ist für 2022 insbesondere der Markteintritt in Südkorea zu nennen.

Die Chance der globalen Präsenz erstreckt sich weiterhin auch auf die Gewinnung neuer Independent Healy World Member. Hier kann die Gruppe durch ihre global aufgestellte Vertriebsstruktur ebenfalls unabhängig von Grenzen oder beschränkten Absatzmärkten agieren und somit ihre Vertriebsmannschaft vergrößern.

Zusätzlich liegt neben der Expansion auch in der verstärken vertrieblichen Bearbeitung von bestehenden Märkten eine große Chance, weiter zu wachsen. Healy ist ein noch junges Startup-Unternehmen und hat daher auch in bereits erschlossenen Märkten noch Wachstumspotential.

Eine weitere Chance liegt im Marktsegment selbst. Es liegt noch keine Marksättigung vor, da viele Menschen den Healy® oder die Frequenztherapie allgemein noch nicht oder nicht so gut kennen. Es befassen sich allerdings zunehmend mehr Menschen mit Themen rund um ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden. 5 Daher besteht ein zunehmendes Interesse an Produkten, die die Gesundheit und das Wohlbefinden fördern.

Die Tatsache, dass der Healy® für bestimmte Anwendungen eine Zulassung als Medizinprodukt hat, ist ebenfalls eine Chance für die Healy World Group. Die Medizinproduktezulassung gibt potenziellen Kunden und auch unabhängigen Vertriebsmitarbeitern die Sicherheit, dass es sich um ein seriöses und sicheres Produkt handelt.

Sollte die Frequenztherapie als "Mainstream'-Medizin anerkannt und dann z.B. eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse möglich werden, bestehen hier für die Healy Gruppe mit ihren als Medizinprodukt zugelassenen Produkten ebenfalls große Chancen.

Die Healy Gruppe ist - nicht untypisch für ein Start-Up - eigentümerfinanziert. Dies bringt große Vorteile und Chancen mit sich, da die Gruppe keinen generellen Schwankungen am Kapitalmarkt unterliegt und durch eine enge und vertrauensvolle Abstimmung mit den Anteilseignern kurzfristig sich ergebene Marktchancen relativ unkompliziert nutzen kann.

Die Eigentümerfinanzierung stellt gleichzeitig jedoch auch ein wesentliches Risiko für die Liquidität der Healy Gruppe dar. Sollten Gesellschafterdarlehen zum Ende ihrer Laufzeit nicht verlängert werden, würde dies eine erhebliche Belastung der Liquiditätssituation und mittelfristig eine mögliche zur Folge haben. Momentan gehen wir von einer Prolongation der Gesellschafterdarlehn aus, so dass wir keine für den Fortbestand der Healy Gruppe erkennbaren Risiken auf Basis der jetzigen Liquiditätsplanung sehen.

5 Score Media: Gesundheitsbewusstsein der Deutschen steigt stark an (healthcaremarketing.eu)

Risiken ergeben sich für Healy bei der weltweiten Expansion durch mögliche rechtliche Restriktionen, die das Geschäftsmodell und deren Attraktivität oder die Produktpalette begrenzen könnten. Sollte die Expansion aus diesen Gründen nicht im erwarteten Ausmaß umgesetzt werden können, könnte dies das Wachstum für die nächsten Jahre negativ beeinflussen. Daher setzt das Unternehmen auch auf den vertrieblichen Ausbau existierender Märkte.

Healy unterliegt ebenfalls einem Wettbewerbsrisiko, wobei wir dies in Produkt- und Geschäftsmodell-Konkurrenz klassifizieren. Produktseitig handelt es sich um Frequenz- und Mikrostromprodukte aller Art. Indirekter Wettbewerb ist im Bereich "klassische Medizin" und Pharmaindustrie gegeben. Durch die Weiterentwicklung unserer Produkte bzw. die Erweiterung unserer Produktpalette wird diesem Wettbewerbsrisiko Sorge getragen. Geschäftsmodellkonkurrenz besteht von allen Firmen, die im Bereich Direktvertrieb ähnlich lukrative Verdienst- und Karrieremöglichkeiten anbieten.

Die Corona-Pandemie sowie der Ukraine-Konflikt stellen weiterhin schwer einzuschätzende Risikofaktoren auf die Weltwirtschaft dar. Während der Pandemie-Hochphase hat die Healy Gruppe seinen Umsatz steigern können, generell unterliegt jedoch auch Healy dem Konjunkturrisiko und ist abhängig von den finanziellen Möglichkeiten der Healy-Nutzer. Aufgewogen wird dieser Konjunktureinfluss jedoch durch einen teilweise antizyklischen Trend, der einen lukrativen und erfüllenden Nebenerwerb als Independent Healy World Member an Attraktivität gewinnen lässt.

Ein weiteres Risiko ergibt sich aus dem Beschaffungsmarkt, was sowohl personelle als auch materielle Ressourcen angeht. Sollte sich diesbezüglich eine weitere Verschlechterung auf der Beschaffungsseite einstellen, sind die in Entwicklung befindlichen Projekte ggf. nicht termingereicht fertig zu stellen. Diesen Risiken wird durch eine langfristige Planung bzw. einem der Risikolage angemessenen Inventar sowie die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit langjährigen Partnern (ausgelagerte Produktion) Sorge getragen.

Eher unwahrscheinlich ist ein Rückrufrisiko aufgrund von gravierenden Qualitätsmangeln, mit dann jedoch wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Gleiches gilt für das klassische klassischen Forderungsausfallrisiko, da alle Käufe in den Onlineshops per Vorkasse beglichen werden.

Währungsrisiken bestehen vor allem aufgrund der USD-Transaktionen, da diese den größten Absatzmarkt darstellen. Monatliche Reviews der Wechselkursentwicklung durch das weltweite Treasury Department sollen das Risiko verringern bzw. Healy die Möglichkeit geben, durch Preisanpassungen zeitnah zu reagieren.

Durch die getroffenen Gegenmaßnahmen sind die Auswirkungen der oben genannten Risiken als nicht wesentlich für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einzustufen.

In allen genannten Kategorien ist die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos moderat. Daher und auf Basis eines weltweiten Risikomanagements lassen sich nach Ansicht der Geschäftsführung keine existenzbedrohenden Risiken für die Healy Gruppe erkennen.

Die Geschäftsführung sieht im Vergleich zum Vorjahr keine wesentlichen Veränderungen der strukturellen Chancen und Risiken. Bestandsgefährdende oder entwicklungsbeeinträchtigende Risiken werden nicht gesehen.

Schlussbemerkung

Wir erklären, dass die Gesellschaft bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und anderen Maßnahmen nach den Umständen, die uns zu dem Zeitpunkt bekannt waren, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, jeweils eine angemessene Gegenleistung erhalten hat und dadurch, dass die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden ist.

 

Kränzlin, den 30. März 2023

Der Vorstand

Babak Jafarian

Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2021

Aktiva

31.12.2021 31.12.2020 01.01.2020 Anhang
EUR EUR EUR
Immaterielle Vermögenswerte 6.406.479,29 3.505.421,72 2.614.862,21 VI.1
Sachanlagen 1.753.576,69 620.444,54 121.153,98 VI.2
Latente Steueransprüche 3.740.638,00 266.963,00 0,00 VI.3
Andere Vermögenswerte 1.212.487,40 1.877.009,18 420.374,35 VI.4
Summe Langfristige Vermögenswerte 13.113.181,38 6.269.838,44 3.156.390,54
Vorräte 3.772.221,16 3.350.956,56 846.857,76 VI.5
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.763.583,27 12.664,05 2.959.347,00 VI.6
Andere Forderungen 10.782.940,88 14.357.577,94 1.762.171,61 VI.7
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 18.396.810,93 10.993.451,50 1.502.042,49 VI.8
Summe Kurzfristige Vermögenswerte 34.715.556,24 28.714.650,05 7.070.418,86
Summe Aktiva 47.828.737,62 34.984.488,49 10.226.809,40

Passiva

31.12.2021 31.12.2020 01.01.2020 Anhang
EUR EUR EUR
Gezeichnetes Kapital 79.490,00 79.490,00 63.593,00 VI.9
Kapitalrücklage 7.970.476,75 7.970.153,75 2.986.449,31 VI.9
Gewinnrücklagen einschließlich Konzerngewinn -10.510.233,67 -13.803.204,33 -14.084.445,00 VI.9
Sonstige Rücklagen -1.187,56 -1.114,00 -1.114,00 VI.9
Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens -2.461.454,48 -5.754.674,58 -11.035.516,69
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 431,32 0,00 0,00 VI.9
Eigenkapital -2.461.023,16 -5.754.674,58 -11.035.516,69
Finanzverbindlichkeiten 14.984.874,45 13.942.010,64 13.699.447,00 VI.10
Latente Steuerverbindlichkeiten 1.136.630,88 383.565,43 578.791,82 V.8
Leasingverbindlichkeiten 753.089,41 172.908,71 0,00 VI.12
Summe Langfristige Verbindlichkeiten 16.874.594,74 14.498.484,78 14.278.238,82
Leasingverbindlichkeiten 306.043,20 74.070,95 0,00 VI.12
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.580.443,14 10.333.899,27 362.441,23 VI.13
Finanzverbindlichkeiten 875.122,76 446.529,62 0,00 VI.10
Verbindlichkeiten aus Provisionen 11.475.413,57 2.558.332,69 1.097.868,78 VI.14
Andere Verbindlichkeiten 12.638.480,85 11.622.216,84 5.470.582,91 VI.15
Rückstellungen 503.000,00 865.706,06 0,00 VI.16
Ertragssteuerverbindlichkeiten 3.036.662,52 339.922,86 53.194,35 VI.17
Summe Kurzfristige Verbindlichkeiten 33.415.166,04 26.240.678,29 6.984.087,27
Summe Passiva 47.828.737,62 34.984.488,49 10.226.809,40

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 2020 Anhang
EUR EUR
Umsatzerlöse 132.034.148,28 92.744.341,62 V.1
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 10.938.602,30 9.789.059,29 V.2
Bruttoergebnis vom Umsatz 121.095.545,98 82.955.282,33
Vertriebskosten 79.435.483,97 49.398.228,11 V.3
Verwaltungskosten 38.618.631,41 22.195.402,34 V.4
Sonstige Erträge 2.758.155,89 1.348.240,22 V.5
Sonstige Aufwendungen 1.456.830,35 12.011.386,21 V.6
Operatives Ergebnis 4.342.756,14 698.505,89
Finanzaufwendungen 829.319,37 564.379,46 V.7
Finanzerträge 107.304,48 12.008,89 V.7
Finanzergebnis (Ertrag + / Aufwand -) -722.014,89 -552.370,57 V.7
Ergebnis vor Steuern 3.620.741,25 146.135,32
Ertragsteuern (Ertrag + / Aufwand -) -193.940,64 125.222,58 V.8
Jahresüberschuss 3.426.800,61 271.357,90
davon auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallende Gewinnanteile 355,95 0,00 VI.9

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

2021 2020 Anhang
EUR EUR
Jahresüberschuss 3.426.800,61 271.357,90
davon auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallende Gewinnanteile 355,95 0,00 VI.9
Sonstiges Ergebnis
Währungsumrechnungsdifferenzen (zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgliederbar) -158.139,19 -24.420,25 V.10
Sonstiges Ergebnis -158.139,19 -24.420,25
davon auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallende Gewinnanteile 75,37 0,00 VI.9
Konzern-Gesamtergebnis 3.268.661,42 246.937,65
davon auf nicht beherrschende Gesellschafter entfallende Gewinnanteile 431,32 0,00 VI.9

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember

2021 2020 Anhang
EUR EUR
+ Jahresüberschuss 3.426.800,61 271.357,90
+ Abschreibungen auf Anlagevermögen 1.962.331,01 1.176.522,43
- Ertragsteuern -193.940,64 125.222,58
- Zahlungen von Ertragsteuern -77.387,00 -53.593,00
+ Zinserträge- und Aufwendungen 829.319,37 564.379,46
+ Kurserträge- und aufwendungen 177.919,66 -263.422,00
- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge -1.214.523,64 10.571.751,97
= Brutto-Cashflow 4.910.519,37 12.392.219,34
+ Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen 2.519.243,19 -21.825.800,88
- Zunahme der Vorräte -734.851,86 -2.501.572,74
+ Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der Rückstellungen 5.116.836,80 18.817.961,39
- Veränderung der Ertragsteuerverbindlichkeiten und der latenten Steuern 267.128,03 -247.649,14
= Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 12.078.875,53 6.635.157,97
- Auszahlungen für den Erwerb einer Tochtergesellschaft -91.155,00 0,00
- Auszahlungen für Sachanlagevermögen -960.019,65 -370.178,76
- Auszahlungen für Software-Entwicklungskosten -3.721.306,00 -1.445.910,00
= Cashflow aus Investitionstätigkeit -4.772.480,65 -1.816.088,76
+ Erlöse aus der Ausgabe von Aktien und anderen Anteilspapieren 0,00 4.999.924,00
+ Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 900.082,92 1.650.070,46
- Tilgung von Finanzverbindlichkeiten 0,00 -1.300.000,00
- Zinszahlungen -581.051,99 -551.382,57
- Tilgung von Leasingverbindlichkeiten -395.958,00 -56.145,00
= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -76.927,07 4.742.466,89
= Nettozunahme der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 7.229.467,81 9.561.536,10
+ Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn des Geschäftsjahr 10.993.451,50 1.502.042,49
+ Auswirkungen der Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 173.891,62 -70.127,09
= Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende des Geschäftsjahres 18.396.810,93 10.993.451,50 VIII.
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Barmittel bestehen aus Kassenbeständen und Guthaben bei Banken und anderen Finanzinstituten, die sofort abrufbar sind. Bei den Zahlungsmitteläquivalenten handelt es sich um kurzfristige, hochliquide Anlagen, die leicht in bekannte Zahlungsmittel umgewandelt werden können und die nur einem unbedeutenden Wertänderungsrisiko ausgesetzt sind.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

EUR Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Währungsumrechnungsdifferenz Sonstige Rücklagen Verlustvortrag
zum 01.01.2020 63.593,00 2.986.449,31 0,00 -1.114,00 -14.084.445,08
Erhöhung Gezeichnetes Kapital 15.897,00 4.984.027,44
Jahresüberschuss 271.357,90
Anpassung Gewinn-/Verlustvorträge 33.980,10
Sonstiges Ergebnis -323,00 -24.097,25 0,00
Stand 31.12.2020 79.490,00 7.970.153,75 -24.097,25 -1.114,00 -13.779.107,08
zum 01.01.2021 79.490,00 7.970.153,75 -24.097,25 -1.114,00 -13.779.107,08
Jahresüberschuss 3.426.444,66
Anpassung Gewinn-/Verlustvorträge 24.990,00
Sonstiges Ergebnis 323,00 -158.464,00 -73,56
Stand 31.12.2021 79.490,00 7.970.476,75 -182.561,25 -1.187,56 -10.327.672,42
EUR Summe Eigenkapital der Aktionäre des Mutterunternehmens Minderheitenanteil Summe Eigenkapital Anhang
zum 01.01.2020 -11.035.516,77 -11.035.516,77
Erhöhung Gezeichnetes Kapital 4.999.924,44 4.999.924,44
Jahresüberschuss 271.357,90 271.357,90
Anpassung Gewinn-/Verlustvorträge 33.980,10 33.980,10
Sonstiges Ergebnis -24.420,25 -24.420,25
Stand 31.12.2020 -5.754.674,58 0,00 -5.754.674,58
zum 01.01.2021 -5.754.674,58 0,00 -5.754.674,58
Jahresüberschuss 3.426.444,66 355,95 3.426.800,61
Anpassung Gewinn-/Verlustvorträge 24.990,00 24.990,00
Sonstiges Ergebnis -158.214,56 75,37 -158.139,19
Stand 31.12.2021 -2.461.454,48 431,32 -2.461.023,16 VI.9

Konzernanhang 31.12.2021

INHALTSVERZEICHNIS

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

II. Grundsätze der Aufstellung des Konzernabschlusses

III. Konsolidierungskreis und Grundsätze zur Einbeziehung von Tochterunternehmen

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

V. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

3. Vertriebskosten

4. Verwaltungskosten

5. Sonstige Erträge

6. Sonstige Aufwendungen

7. Finanzaufwendungen

8. Ertragssteuern

9. Aufschlüsselung der Ausgaben nach ihrer Art

10. Sonstiges Ergebnis

VI. Erläuterungen zur Bilanz

1. Immaterielle Vermögenswerte

2. Sachanlagevermögen

3. Latente Steueransprüche

4. Andere Vermögenswerte

5. Vorräte

6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

7. Andere Forderungen

8. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

9. Eigenkapital

10. Finanzverbindlichkeiten

11. Latente Steuerverbindlichkeiten

12. Leasingverbindlichkeiten

13. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

14. Verbindlichkeiten aus Provisionen

15. Andere Verbindlichkeiten

16. Rückstellungen

17. Ertragssteuerverbindlichkeiten

18. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

VII. Finanzrisikomanagement

VIII. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

IX. Erläuterungen zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen

1. Vorstand

2. Aufsichtsrat

3. Halper Holding GmbH

4. Marcus Schmieke

5. Weitere verbundene Unternehmen der Halper Holding GmbH

a) Darlehen

b) Miet- und Dienstleistungsverträge

X. Sonstige Pflichtangaben

1. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

2. Annahmen mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss

3. Eventualverbindlichkeiten/Eventualforderungen

4. Außerbilanzielle Verpflichtungen

5. Haftungsverhältnisse/Bürgschaften

6. Honorar des Abschlussprüfers

7. Gewinnverwendung

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Bei dem vorliegenden Bericht handelt es sich um den Konzernabschluss der Healy International AG, Kränzlin. Die Healy International AG ist eine Holdinggesellschaft, die am 11. Juli 2016 nach deutschem Recht gegründet wurde. Die Anteile an der Healy International AG werden von der Halper Holding GmbH und der Schmieke Holding GmbH gehalten. Die Haupttätigkeit der Tochtergesellschaften der Gesellschaft ist der Vertrieb der Healy® Medizin- und Lifestyle-Produkte.

Der Konzernabschluss der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 umfasst die Gesellschaft und ihre Tochtergesellschaften (zusammen als "Healy Gruppe" bezeichnet).

Die Healy International AG hat ihren Sitz in Kränzlin. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Wetzlar unter HRB 7146 eingetragen.

Der Konzernabschluss ändert den mit Datum vom 18.11.2022 aufgestellten Abschluss dahingehend, dass im Abschnitt "III. Konsolidierungskreis und Grundsätze zur Einbeziehung von Tochterunternehmen" die Angabe zur Inanspruchnahme der Befreiungsoption von Tochterunternehmen nach § 264 Abs. 3 Nr. 4 HGB ergänzt wurde.

II. Grundsätze der Aufstellung des Konzernabschlusses

Nach § 315e III HGB wird der Konzernabschluss nach international anerkannten Rechnungslegungsstandards aufgestellt. Dabei wendet die Gesellschaft die vom International Accounting Standards Boards (IASB) und vom International Financial Reporting Standards Interpretations Committee (IFRIC) veröffentlichten Rechnungslegungsstandards (IAS/IFRS) und Interpretationen (SIC/IFRIC) in der in europäisches Recht übernommenen Fassung vollständig und uneingeschränkt an. Die Vorschriften des Aktiengesetzes und die gesellschaftsvertraglichen Vereinbarungen wurden berücksichtigt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Der erste Berichtszeitraum ist der 31. Dezember 2021. Die Einzelabschlüsse der in den Konzernkreis einbezogenen Unternehmen sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Umsatzkostenverfahren, nach dem die für die Erzielung der Umsätze angefallenen Aufwendungen nach Funktionsbereichen unterteilt werden. Bei der Gesamtergebnisrechnung wurde von dem Wahlrecht Gebrauch gemacht, diese getrennt von der Gewinn- und Verlustrechnung darzustellen.

Der Konzernabschluss wurde auf der Grundlage der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt, sofern in den jeweiligen Erläuterungen zu den Rechnungslegungsgrundsätzen nichts anderes angegeben ist.

Der vorliegende Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt, der die funktionale Währung und die Berichtswährung der Healy International AG ist. Der Konzernabschluss wurde auf Grundlage des historischen Anschaffungskostenprinzips erstellt. Die Aktiva und Passiva ausländischer Tochtergesellschaften werden zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet, Gewinne und Verluste zum Monatsendkurs. Umrechnungsdifferenzen, die sich aus Handelsgeschäften ergeben, sind im Periodenergebnis enthalten, und Umrechnungsdifferenzen, die sich aus der Umrechnung der Jahresabschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften ergeben, werden als Bewegungen in den Umrechnungsrücklagen ausgewiesen. Zur Entwicklung der Hauptwährungen siehe auch Anhang V.5. Die in den Abschlüssen der einzelnen Unternehmen der Gruppe enthaltenen Posten werden in der Währung des primären wirtschaftlichen Umfelds, in dem das Unternehmen tätig ist, bewertet (die "funktionale Währung").

Auf Fremdwährungen lautende monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden zu dem am Bilanzstichtag geltenden Wechselkurs in die funktionale Währung umgerechnet. Wechselkursdifferenzen, die sich aus der Neubewertung monetärer Vermögenswerte und Schulden ergeben, werden in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung als Gewinne oder Verluste ausgewiesen. Nicht monetäre Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die zu historischen Kosten in einer Fremdwährung bewertet werden, werden mit dem Wechselkurs am Tag der Transaktion umgerechnet. Vermögenswerte und Schulden ausländischer Geschäftsbetriebe, einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwerts, werden zum Stichtagskurs am Bilanzstichtag umgerechnet, Gewinne und Verluste zu Durchschnittskursen. Umrechnungsdifferenzen, die sich aus der Umrechnung der Jahresabschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften ergeben, werden als ergebnisneutrale Veränderungen in den Umrechnungsrücklagen ausgewiesen. Es erfolgt eine ergebniswirksame Auflösung dieser Rücklage, wenn Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis ausscheiden.

Die Healy International AG hat sich dafür entschieden, neben der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung eine Konzern-Gesamtergebnisrechnung zu erstellen, anstatt eine einzige Aufstellung, die Gewinn und Verlust und sonstiges Gesamtergebnis zusammenfasst.

Für den Konzernabschluss zum 31.12.2021 wurde erstmalig IFRS angewendet. Die Vorgaben des IFRS 1 bei erstmaliger Aufstellung eines IFRS-Abschlusses wurden beachtet. Es ergeben sich keine Auswirkungen auf die VFE-Lage, da die erstmalige Aufstellung des Konzernabschlusses direkt nach IFRS erfolgt ist.

Die Healy World Gruppe wendet Standards im Allgemeinen nur dann vorzeitig an, wenn sie eine Klärung der bestehenden Praxis bewirken, wie z. B. die vom IASB im Rahmen des Verbesserungsprogramms vorgenommenen Änderungen, aber keine grundlegenden Änderungen einführen. Wie in den IFRS vorgeschrieben, werden die Auswirkungen von Standards und Interpretationen, die nicht vorzeitig übernommen wurden und von denen erwartet wird, dass sie eine wesentliche Auswirkung auf das Unternehmen haben, im Anhang angegeben.

Neue Rechnungslegungsstandards:

Das IASB und das IFRIC haben eine Reihe von Änderungen bei bestehenden Standards sowie einige neue IFRS und IFRIC verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2021 erstmals verpflichtend anzuwenden sind. Das betrifft die folgenden Standards und Interpretationen:

IFRS 16: Covid-19 bezogene Mietkonzessionen - Erleichterungen zur Abbildung von Mietkonzessionen für Leasingnehmer (Anwendungspflicht ab 01.06.2020)

IFRS 9, IAS 39, IFRS 7, IFRS 4, IFRS 16: Reform der Referenzzinssätze - Phase 2 - (Anwendungspflicht ab 01.01.2021)

IFRS 4: Versicherungsverträge: Verlängerung der vorübergehenden Befreiung (Anwendungspflicht ab 01.01.2021).

Aus diesen Standards und Interpretationen ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss für das Jahr 2021.

Die nachfolgenden Standards und Interpretationen wurden bereits vom IASB verabschiedet und von der EU teilweise genehmigt, sind aber für das Geschäftsjahr 2021 nicht verpflichtend anzuwenden. Sofern anwendbar wird der Konzern diese mit Eintritt der Anwendungspflicht berücksichtigen Zurzeit werden hieraus keine Auswirkungen erwartet:

IFRS 16: Covid-19 bezogene Mietkonzessionen über den 30. Juni 2021 hinaus (Anwendungspflicht ab 01.04.2021)

IFRS 3: Unternehmenszusammenschlüsse: Querverweise auf das Rahmenkonzept (Anwendungspflicht ab 01.01.2022)

IAS 16: Sachanlagen: Einnahmen vor der beabsichtigten Nutzung (Anwendungspflicht ab 01.01.2022)

IAS 37: Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen: Belastende Verträge - Kosten der Vertragserfüllung (Anwendungspflicht ab 01.01.2022)

IAS 37: Jährliche Verbesserungen der IFRS (AIP) - Zyklus 2018-2020 (Anwendungspflicht ab 01.01.2022)

IFRS 17: Versicherungsverträge (Anwendungspflicht ab 01.01.2023)

IAS 1: Darstellung des Abschlusses: Klassifizierung von Schulden als lang- oder kurzfristig sowie Verschiebung des Erstanwendungszeitraums (Anwendungspflicht ab 01.01.2023)

IAS 1: Erläuterung von Rechnungslegungsgrundsätzen (Anwendungspflicht ab 01.01.2023)

IAS 8: Definition von Bilanzierungsschätzungen (Anwendungspflicht ab 01.01.2023)

IAS 12: Latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einer einzigen Transaktion entstehen (Anwendungspflicht ab 01.01.2023)

IFRS 17: Erstmalige Anwendung von IFRS 17 und IFRS 9 - Vergleichsinformationen (Anwendungspflicht ab 01.01.2023)

Aus diesen Standards und Interpretationen ergeben sich keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss für das Jahr 2021. Für 2021 und 2020 hat die Gruppe entschieden, keine Standards vorzeitig anzuwenden.

III. Konsolidierungskreis und Grundsätze zur Einbeziehung von Tochterunternehmen

Die Gesellschaft erstellt einen Konzernabschluss, der die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie die Erträge und Aufwendungen der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften zusammenfasst. Tochtergesellschaften werden als Unternehmen definiert, die von der Gruppe kontrolliert werden. Der Konzern beherrscht ein Tochterunternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Tochterunternehmen ausgesetzt ist oder Anrechte auf diese besitzt und diese Renditen durch seine Macht über das Tochterunternehmen beeinflussen kann. Verfügungsgewalt wird grundsätzlich durch einen Stimmrechtsanteil von mehr als 50% begründet. Die Jahresabschlüsse aller Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung beginnt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet, in den konsolidierten Abschluss einbezogen. Realisierte Gewinne oder Verluste aus konzerninternen Transaktionen werden eliminiert.

Konzerninterne Salden sowie alle nicht realisierten Gewinne und Verluste oder Erträge und Aufwendungen aus konzerninternen Transaktionen werden bei der Erstellung des Konzernabschlusses eliminiert. Der Konsolidierungskreis wird durch Erwerbe und Veräußerungen beeinflusst. Wurde eine Tochtergesellschaft im Laufe des Jahres erworben oder veräußert, so werden ihre Ergebnisse ab dem Zeitpunkt des Erwerbs oder der Veräußerung berücksichtigt bzw. ausgeschlossen. Werden Tochtergesellschaften im Laufe des Jahres erworben, wird der Geschäfts- oder Firmenwert, der die Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem beizulegenden Zeitwert des erworbenen Nettovermögens darstellt, aktiviert und jährlich auf Wertminderung geprüft. Für die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen durch die Gruppe wird die Erwerbsmethode angewandt. Zum Stichtag 31.12.2021 wurden 23 Unternehmen konsolidiert (Vorjahr 17), es gab im Berichtsjahr 6 Zugänge (Vorjahr 14) und 0 Abgänge (Vorjahr 0).

Die Tochtergesellschaften der Gruppe zum 31. Dezember 2021 sind im Folgenden aufgeführt. Das Grundkapital der Gesellschaft besteht ausschließlich aus Stammaktien, die direkt von der Gruppe gehalten werden (Ausnahme ist die Gesellschaft in Thailand, an der die Healy Gruppe 95 % der Stimmrechtsanteile hält), und der Anteil der gehaltenen Beteiligungen entspricht den von der Gruppe gehaltenen Stimmrechten. Das Land, in dem sie gegründet oder eingetragen sind, ist auch ihr Hauptgeschäftssitz.

Name der Gesellschaft Geschäftssitz gehaltene Eigentumsanteile Erstkonsolidierung Haupttätigkeit 2021
2021 2020 Jahr
Healy World GmbH Deutschland - Berlin 100% 100% 2020 Dienstleistungsgesellschaft
Healy GmbH Deutschland - Kränzlin 100% 100% 2020 Zentrale Gesellschaft für Produkteinkauf und Distribution
Healy AG Schweiz - Chur 100% 100% 2020 Holding für Vertriebsgesellschaften
HealAdvisor GmbH Deutschland - Memmingen 100% 100% 2020 Vermarktung einer Plattform für Alternativmedizin
Healy World International Pte. (Singapore) Singapur - Singapur 100% 100% 2020 Vertriebsgesellschaft
Healy World Trading India PVt Ltd. Indien - New Delhi 100% 100% 2020 Vertriebsgesellschaft
HFT Import Private Limited India Indien - Mumbai 100% 100% 2020 Vertriebsgesellschaft
Healy World Korea Ltd. Korea - Seoul 100% 100% 2020 Vertriebsgesellschaft
Healy World Inc. (Delaware, USA) USA - Delaware 100% 100% 2020 Vertriebsgesellschaft
Healy World USA. (Wyoming, USA) USA - Wyoming 100% 100% 2020 Vertriebsgesellschaft
Healy World CO. (Florida) USA - Orlando 100% 100% 2020 Vertriebsgesellschaft
Healy Management GmbH Schweiz - Chur 100% 100% 2020 Vertriebsgesellschaft
Healy World Italy s.r.l. Italien - Milan 100% 100% 2020 Vertriebsgesellschaft
Healy International BV Niederlande - Groningen 100% 100% 2020 Vertriebsgesellschaft
Healy World Ukraine LLC Ukraine - Kyiv 100% 100% 2020 Vertriebsgesellschaft
Healy World Russia LLC Russland - Moscow 100% 100% 2020 Vertriebsgesellschaft
Healy World Bilisim Elektronik (Türkei) Türkei - Izmir 100% 100% 2020 Vertriebsgesellschaft
Healy World Canada Ltd. Kanada - Toronto 100% 0% 2021 Vertriebsgesellschaft
Healy World Japan K.K. Japan - Tokyo 100% 0% 2021 Vertriebsgesellschaft
Healy World New Zealand Limited Neuseeland - Auckland 100% 0% 2021 Vertriebsgesellschaft
Healy World Australia PTY LTD Australien - Sydney 100% 0% 2021 Vertriebsgesellschaft
Healy World Trading Hong Kong Limited Hongkong -Hongkong 100% 0% 2021 Vertriebsgesellschaft
HWI Healy World International (Thailand) Co. Ltd. Thailand - Nothaburi 95% 0% 2021 Vertriebsgesellschaft

Von den Zugängen im Jahr 2021 handelt es sich bei Kanada, Japan, Neuseeland, Australien und Hongkong um eigene Gründungen (100% Töchter der Healy AG). Die Gesellschaft in Thailand wurde am 1. Juni 2021 zu 95 % erworben. Die Übernahme ermöglicht einen reibungslosen Übergang in den thailändischen Markt, der vom Management der Healy-Gruppe als Schlüsselmarkt angesehen wird. Der Geschäfts oder Firmenwert aus dem Erwerb in Höhe von 83.084 EUR wird als nicht wesentlich angesehen.

Die beiden vollkonsolidierten Konzerngesellschaften Healy World GmbH und Healy GmbH machten im Geschäftsjahr 2021 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch.

IV. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Folgenden werden die wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die bei der Erstellung des vorliegenden Konzernjahresabschlusses angewandten wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätze, soweit sie nicht bereits in den anderen Anmerkungen oben aufgeführt sind, dargestellt. Diese Grundsätze wurden konsequent auf alle dargestellten Jahre angewandt, sofern nicht anders angegeben. Der Abschluss bezieht sich auf die Gruppe, die aus der Healy International AG und ihren Tochtergesellschaften besteht.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse, die die Mehrwertsteuer und andere anwendbare Umsatzsteuern ausschließen, stellen Verkäufe an Einzelpersonen über länderspezifische Online-Verkaufsstellen nach Empfehlung durch ein Healy-Mitglied dar. Die Gruppe erzielt Umsatzerlöse aus der Übertragung von Waren und Dienstleistungen zu einem bestimmten Zeitpunkt. Die Gruppe verbucht Umsatzerlöse, wenn sie die Kontrolle über die Waren auf einen Kunden überträgt und dieser die Nutzung der abgrenzbaren Güter bestimmen und im Wesentlichen den Nutzen daraus ziehen kann.

Der Kunde erhält die Kontrolle, wenn die Waren an ihn geliefert werden. Die Lieferung erfolgt, wenn die Produkte an den jeweiligen Standort versandt und vom Endverbraucher in Empfang genommen wurden. Im Falle von Upgrades stehen diese direkt nach Zahlungseingang über die Healy-Anwendung auf dem Smartphone zum Download und zur Nutzung zur Verfügung.

Die Bezahlung der Healy-Produkte erfolgt im Voraus über den Online-Shop per Kreditkarte oder Banküberweisung. so dass der Transaktionspreis im Vorhinein bekannt ist.

Die Healy Group bietet eine Bedenkzeit von 14 Tagen zzgl. Lieferzeit. Die Rückerstattung erfolgt in voller Höhe bei Rückgabe der Healy-Hardware.

Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Bei den Herstellungskosten handelt es sich um die Kosten der Produkte zuzüglich der damit verbundenen Zölle und Abgaben sowie aller direkt mit den Umsatzkosten verbundenen Aufwendungen, z. B. Abschreibungen für die Softwareentwicklung.

Memberboni/ Provisionen

Mitgliederboni werden auf die getätigten Verkäufe gewährt. Die Boni werden als Prozentsatz des Umsatzes bei wöchentlichen und monatlichen Bonusläufen berechnet. Die daraus resultierenden Bonuskosten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht. Für Verkäufe in Zeiträumen, die nicht von der Bonusberechnung erfasst werden, aber innerhalb des Umsatzzeitraums liegen und als vom Verkaufspersonal verdient gelten, wird eine Rückstellung gebildet, die den erwarteten Bonusbetrag für diese Verkäufe schätzt.

Ertragsteuern

Bei der Körperschaftsteuer handelt es sich um die laufende Einkommensteuer, die auf der Grundlage des erwarteten steuerpflichtigen Einkommens für den laufenden Zeitraum zu zahlen (oder zu erstatten) ist, zusammen mit einer etwaigen Anpassung der gezahlten (zu erstattenden) Steuern in Bezug auf frühere Zeiträume. Andere zu berücksichtigende Anpassungen sind Steuergutschriften oder Abzüge für fällige ausländische Quellensteuern, z.B. für Lizenzgebühren und Zinsen. Die Berechnung erfolgt unter Anwendung des Steuersatzes zum Bilanzstichtag. Die Ertragssteuern des Jahres umfassen laufende und latente Steuern, wobei die laufenden Steuern anhand der Steuersätze berechnet werden, die für die einzelnen Länder der konsolidierten Unternehmen gelten. Für die Berechnung der latenten Steuern auf die konsolidierte Bilanz wird der Steuersatz der Muttergesellschaft der Gruppe verwendet. Die Gesellschaften, von denen wir langfristig die höchsten Gewinne erwarten (unsere Kerngesellschaften), haben denselben Sitz und folglich denselben Steuersatz.

Der Ertragsteueraufwand wird in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die laufenden Steuern sind die erwarteten Steuern, die auf das zu versteuernde Einkommen des Jahres zu zahlen sind, zuzüglich etwaiger Anpassungen der zu zahlenden Steuern für frühere Jahre. Der Betrag der zu zahlenden laufenden Steuern stellt die beste Schätzung des voraussichtlich zu zahlenden Steuerbetrags dar.

Latente Steuern werden nach der Verbindlichkeitsmethode berechnet, d.h. auf temporäre Differenzen zwischen der Steuerbasis der Aktiva und Passiva und ihren jeweiligen Buchwerten in der konsolidierten Bilanz.

Immaterielle Vermögenswerte

(i) Geschäfts- oder Firmenwert

Der beim Erwerb entstandene Geschäfts- oder Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten über den beizulegenden Zeitwert der erworbenen identifizierbaren Nettovermögenswerte dar. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird zu den Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen ausgewiesen und nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich im Rahmen von Werthaltigkeitstests auf Wertminderungsbedarf geprüft.

(ii) Immaterielle Vermögenswerte

Von der Gruppe erworbene immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer einschließlich Lizenzen und interner Softwareentwicklung, werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen ausgewiesen.

(iii) Amortisation

Die Abschreibung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung in den Kosten der verkauften Produkte für zum Verkauf entwickelte Programme und in den Verwaltungskosten für sonstige immaterielle Vermögenswerte, linear über die geschätzte Nutzungsdauer der immateriellen Vermögenswerte verbucht. Immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme des Geschäfts- oder Firmenwerts, werden ab dem Zeitpunkt abgeschrieben, an dem sie zur Nutzung zur Verfügung stehen. Die geschätzte Nutzungsdauer für Lizenzen beträgt 10 Jahre und für Software zwischen 3 und 5 Jahren.

(iv) Forschung und Entwicklung

Forschungs- und Entwicklungskosten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens analysiert und nach Kostenart klassifiziert.

Entwicklungskosten für den Entwurf und die Herstellung von Softwareanwendungen werden aktiviert, wenn die Anwendung technisch ausgereift ist, ihre Funktion erfüllt hat und zum Verkauf über den Webshop oder ein Healy-Programmpaket bereitgestellt werden kann. Die Gruppe muss über ausreichende Ressourcen verfügen, um die Entwicklung abzuschließen. Die aktivierten Ausgaben können Personalkosten und allgemeine Gemeinkosten umfassen, wenn sie eindeutig und direkt dem Vermögenswert zuzuordnen sind.

Die Entwicklungskosten werden projektbezogen auf einem Konto für unfertige Erzeugnisse verbucht, bis die Software fertig gestellt ist und die App auf den Markt gebracht wird. Die Kosten für dieses Projekt werden dann auf die immateriellen Vermögenswerte übertragen.

Die aktivierten Programmentwicklungskosten werden über 36 Monate abgeschrieben und in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung unter den Kosten der verkauften Waren verbucht.Ausgaben für Forschung sind als Aufwand zu verbuchen, wenn sie anfallen - und können nicht rückwirkend aktiviert werden.

(v) Wertminderung

Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte, einschließlich des Geschäfts- oder Firmenwerts, wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft, um festzustellen, ob es Anzeichen für eine Wertminderung des Buchwerts gibt. Liegt ein solcher Hinweis vor, wird der erzielbare Betrag der Vermögenswerte geschätzt. Ein Wertminderungsaufwand wird erfasst, wenn der Buchwert des Vermögenswerts oder seiner zahlungsmittelgenerierenden Einheit seinen erzielbaren Betrag übersteigt. Wertminderungsverluste werden in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Vermindert sich der Buchwert eines Vermögenswerts aufgrund einer Wertminderung, so ist diese Verminderung als Aufwand zu erfassen (Abschreibung in der Gewinn- und Verlustrechnung). Wird es nach der Überprüfung der Wertminderung als notwendig erachtet, eine Wertminderung rückgängig zu machen, so wird die daraus resultierende Auswirkung in der Gewinn- und Verlustrechnung verbucht, es sei denn, der Vermögenswert wird neu bewertet; in diesem Fall wird das Ergebnis in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen, wobei ein etwaiger Überschuss als Neubewertungserhöhung ausgewiesen wird.

Schutzrechte und ähnliche Rechte

Schutzrechte und ähnliche Rechte enthalten die Kosten für die Entwicklung neuer Produkte und Programme und die Verbesserung bestehender Softwareanwendungen. In Entwicklung befindliche selbst geschaffene Schutzrechte Die Kosten für die Entwicklung neuer Produkte werden als Anlagen im Bau erfasst, bis sie als reif für die kommerzielle Nutzung angesehen werden; zu diesem Zeitpunkt werden sie als Patente, Marken und Lizenzen erfasst.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, soweit sie die Voraussetzungen erfüllen:

Die Definition eines immateriellen Vermögenswertes

Ein anzusetzender immaterieller Vermögenswert muss identifizierbar sein (d. h. er ist trennbar oder ergibt sich aus vertraglichen oder anderen gesetzlichen Rechten)

Der Vermögenswert steht aufgrund von Ereignissen in der Vergangenheit unter der Verfügungsgewalt des Unternehmens (d. h. die Macht, den künftigen wirtschaftlichen Nutzen aus dem Vermögenswert zu ziehen)

Die Ansatzkriterien

Es ist wahrscheinlich, dass dem Unternehmen der künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird; und - die Kosten des Vermögenswerts für das Unternehmen können verlässlich bestimmt werden

Die Anschaffungskosten eines erworbenen immateriellen Vermögenswerts umfassen den Kaufpreis, nicht erstattungsfähige Erwerbsteuern und alle direkt zurechenbaren Kosten für die Vorbereitung des Vermögenswerts auf seinen beabsichtigten Gebrauch. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte

Die Gruppe entwickelt intern Software, die aktiviert wird, wenn alle der folgenden Punkte nachgewiesen werden können.

die technische Realisierbarkeit der Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts, so dass er zur Nutzung oder zum Verkauf zur Verfügung stehen wird.

die Absicht, den immateriellen Vermögenswert fertig zu stellen und ihn zu nutzen oder zu verkaufen.

die Fähigkeit, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen.

wie der immaterielle Vermögenswert einen voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzen erzielen wird.

die Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen, um die Entwicklung abzuschließen und den immateriellen Vermögenswert zu nutzen oder zu verkaufen.

die Fähigkeit, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben verlässlich zu bewerten.

Sachanlagen

Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und gegebenenfalls nötiger Wertminderungen ausgewiesen.

Es ist wahrscheinlich, dass dem Unternehmen der künftige wirtschaftliche Nutzen aus dem Vermögenswert zufließen wird; und die Kosten des Vermögenswerts für das Unternehmen können zuverlässig ermittelt werden.

Die Buchwerte der Sachanlagen werden überprüft, um festzustellen, ob sie zum Bilanzstichtag ihren erzielbaren Wert übersteigen. Liegt ein solcher Überschuss vor, wird der Buchwert auf den erzielbaren Betrag reduziert und der Betrag der Reduzierung als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Wertminderung ist definiert als der Überschuss des Buchwerts über den erzielbaren Betrag, wobei der erzielbare Betrag der höhere der beiden Beträge aus Nettoveräußerungspreis und Nutzungswert eines Vermögenswerts ist. Der Nettoveräußerungspreis ist der beizulegende Zeitwert abzüglich der Kosten für die Veräußerung.

Verringert sich der Buchwert eines Vermögenswertes infolge einer Wertminderung, so ist diese Verringerung als Aufwand zu erfassen (Abschreibung in der Gewinn- und Verlustrechnung). Die Abschreibung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung linear über die geschätzte Nutzungsdauer der Vermögenswerte verbucht.

Es werden keine Fremdkapitalkosten aktiviert.

Die Abschreibung eines Vermögenswerts beginnt, wenn er zur Nutzung zur Verfügung steht, d.h. wenn er sich an dem Ort und in dem Zustand befindet, der erforderlich ist, um ihn in der vom Management beabsichtigten Weise nutzen zu können.

Die Abschreibungszeiträume sind wie folgt:

Gebäude und Einbauten 240 - 600 Monate

Maschinen 80 - 180 Monate

Mobiliar und Ausrüstung 36 - 160 Monate

Einbauten in gemieteten Gebäuden werden über ihre wirtschaftliche Nutzungsdauer oder die Dauer des Mietvertrags abgeschrieben, je nachdem, welcher Zeitraum kürzer ist. Spätere Ausgaben für Reparaturen und Instandhaltung von Sachanlagen, die zur Wiederherstellung oder Aufrechterhaltung des erwarteten künftigen wirtschaftlichen Nutzens der Anlagen getätigt werden, werden bei ihrem Anfall als Aufwand verbucht. Geringwertige Anlagegüter werden aktiviert und direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung abgeschrieben.

Der Buchwert der Sachanlagen wird zu jedem Berichtszeitpunkt überprüft, um festzustellen, ob es Anzeichen für eine Wertminderung des Buchwerts gibt. Liegt ein solcher Hinweis vor, wird der erzielbare Betrag der Vermögenswerte geschätzt.

Vorräte

Die Vorräte beinhalten solche Vermögenswerte, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang bestimmt sind.

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten einschließlich zurechenbarer Gemeinkosten (auf der Grundlage des Prinzips "first in, first out") und dem Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vorräten umfassen die Kosten, die für den Erwerb der Vorräte und deren Verbringung an ihren endgültigen Standort und in ihren endgültigen Zustand anfallen. Gegebenenfalls werden Wertberichtigungen für veraltete, schwer verkäufliche oder defekte Artikel gebildet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsverlauf erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten für die Fertigstellung und der geschätzten, für den Verkauf notwendigen Kosten.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden zu Anschaffungskosten abzüglich einer Wertberichtigung für Beträge, die voraussichtlich uneinbringlich sind, ausgewiesen. Der Großteil der Umsätze der Healy-Gruppe wird über Vorauszahlungen oder Kreditkarten eingezogen, was zu einem geringen Anteil an fakturierten Umsätzen über Forderungen aus Lieferungen und Leistungen führt. Es wird davon ausgegangen, dass ihr Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bestehen aus Bankguthaben und Kassenbeständen sowie Termineinlagen und hochliquiden Schuldtiteln mit einer ursprünglichen Laufzeit von höchstens drei Monaten.

Leasingverhältnisse

Die Leasingverbindlichkeit wird zunächst mit dem Barwert der zu Beginn des Leasingverhältnisses noch nicht gezahlten Leasingraten, abgezinst mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz der Gruppe, bewertet. Die Laufzeit des Leasingverhältnisses kann eine Verlängerungsoption oder eine Kündigungsoption beinhalten, deren Ausübung die Gruppe als hinreichend sicher erachtet. Im Falle einer Neueinschätzung des Leasingverhältnisses mit Verlängerungs- oder Kündigungsoption werden die Leasingzahlungen in der Verlängerungsperiode unter Verwendung eines neuen Abzinsungssatzes auf der Grundlage der verbleibenden Laufzeit berechnet.

Die Leasingzahlungen werden mit dem im Leasingvertrag implizierten Zinssatz abgezinst. Wenn dieser Zinssatz nicht ohne weiteres ermittelt werden kann, was im Allgemeinen bei den Leasingverhältnissen der Gruppe der Fall ist, insbesondere in der Anlaufphase, wird der Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers verwendet. Der Grenzfremdkapitalzinssatz ist der Zinssatz, den der Leasingnehmer zahlen müsste, um die Mittel zu beschaffen, die erforderlich wären, um einen Vermögenswert von ähnlichem Wert wie das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand in einem ähnlichen wirtschaftlichen Umfeld zu erwerben. Für die Zwecke der als Nutzungsrechte ausgewiesenen Leasingverhältnisse wurde ein impliziter Zinssatz von 4 % verwendet.

Leasingverhältnisse, bei denen der Konzern der Leasingnehmer ist, werden in der Bilanz aktiviert, indem zu Beginn des Leasingverhältnisses ein Nutzungsrecht an einem Vermögenswert und eine Leasingverbindlichkeit ausgewiesen werden. Das Nutzungsrecht wird bei der erstmaligen Bewertung zu den Anschaffungskosten angesetzt, die den anfänglichen Betrag der Leasingverbindlichkeit, berichtigt um alle zu oder vor dem Beginn des Leasingverhältnisses geleisteten Leasingzahlungen, zuzüglich aller anfänglich angefallenen direkten Kosten und einer Schätzung der Kosten für den Abbau und die Entfernung des zugrunde liegenden Vermögenswerts oder für die Wiederherstellung des zugrunde liegenden Vermögenswerts oder des Standorts, an dem er sich befindet, abzüglich aller erhaltenen Leasinganreize, umfassen.

Die Verträge können sowohl Leasing- als auch Nichtleasingkomponenten enthalten. Die Gruppe ordnet die Gegenleistung im Vertrag für die Leasing- und Nichtleasingkomponenten auf der Grundlage ihrer relativen Einzelpreise zu.

Das Nutzungsrecht wird anschließend linear vom Beginn der Nutzungsdauer bis zum Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses abgeschrieben, je nachdem, welcher Zeitpunkt früher liegt.

Die Gruppe hat sich dafür entschieden, bei kurzfristigen Leasingverträgen mit einer Laufzeit von 12 Monaten oder weniger und bei geringwertigen Vermögenswerten keine Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten zu erfassen. Vermögenswerte gelten als geringwertig, wenn sie einen Wert von 5.000,00 EUR oder weniger haben. Zahlungen im Zusammenhang mit kurzfristigen Leasingverträgen über Ausrüstungen und Fahrzeuge sowie alle Leasingverträge über geringwertige Vermögenswerte werden als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Kurzfristige Leasingverhältnisse sind Leasingverhältnisse mit einer Laufzeit von 12 Monaten oder weniger ohne Kaufoption.

Finanzverbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten werden zunächst zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der angefallenen Transaktionskosten erfasst. Sie werden in der Folge zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Finanzverbindlichkeiten werden aus der Bilanz entfernt, wenn die im Vertrag festgelegte Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder ausgelaufen ist. Die Differenz zwischen dem Buchwert einer getilgten oder auf eine andere Partei übertragenen finanziellen Verbindlichkeit und dem gezahlten Entgelt, einschließlich etwaiger übertragener nicht zahlungswirksamer übertragener Vermögenswerte oder übernommenen Verbindlichkeiten, wird erfolgswirksam als sonstiger Ertrag oder Finanzaufwand Kosten erfasst.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Diese Beträge stellen Verbindlichkeiten für Waren und Dienstleistungen dar, die der Gruppe vor Ende des Geschäftsjahres geliefert wurden und noch nicht bezahlt sind. Die Beträge sind ungesichert und werden in der Regel innerhalb von 30 Tagen nach ihrer Erfassung beglichen.

Sie werden zunächst mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt und anschließend zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet.

Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern

Verbindlichkeiten für Löhne und Gehälter, Jahresurlaub und Überstunden, die nicht innerhalb des Zeitraums, in dem die Mitarbeiter die entsprechende Leistung erbracht haben, vollständig beglichen/ in Anspruch genommen werden, werden mit den Beträgen bewertet, die zum Zeitpunkt der Erfüllung der Verbindlichkeiten voraussichtlich zu zahlen sind. Die Verbindlichkeiten werden in der Bilanz als kurzfristige Verpflichtungen für Leistungen an Arbeitnehmer ausgewiesen.

Verbindlichkeiten aus Provisionen

Das Unternehmen nutzt die iPayout-Plattform, um die verdienten Boni an die Außendienstmitarbeiter zu überweisen. Jede Woche und jeden Monat berechnet die Bonusabteilung in Deutschland den Bonus, den jeder Außendienstmitarbeiter für den entsprechenden Zeitraum verdient hat, und lädt ihn in das iPayout-System hoch. Zu diesem Zeitpunkt steht er den Außendienstmitarbeitern zur Verfügung, wann immer sie ihn benötigen.

Da die Verbindlichkeit erst mit der Auszahlung erlischt, stellen die von iPayout am Monatsende nicht ausgezahlten Provisionen eine Verbindlichkeit gegenüber den selbständigen Healy World Membern dar und werden unter den Verbindlichkeiten aus Boni verbucht.

Rückstellung für Memberboni

Der Bonuslauf wird wöchentlich und monatlich durchgeführt. Da der Berichtszeitraum möglicherweise nicht mit einem Bonuslauf übereinstimmt, muss eine Rückstellung gebildet werden, um sicherzustellen, dass die Boni korrekt in der Gewinn- und Verlustrechnung (Vertriebskosten) erfasst werden. Dies geschieht zusätzlich zu den Verbindlichkeiten gegenüber den Membern.

V. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt.

1. Umsatzerlöse

Der Zweck der Gruppe ist der Verkauf von Healy-Geräten, -Zubehör und - Ergänzungen innerhalb einer klar definierten Hub-Struktur. Die Struktur wurde 2021 im Rahmen einer laufenden Geschäftsüberprüfung verfeinert, um eine solide Basis für Konsolidierung und zukünftiges Wachstum zu gewährleisten.

Folgende Hubs werden unterschieden:

EMEA: Europa, Naher Osten und Afrika - Hauptsitz in Deutschland

AMERICAS: Nordamerika & Kanada - Hauptsitz in den Vereinigten Staaten von Amerika

APAC: Asien-Pazifik - Hauptsitz in Singapur

Die Umsätze teilen sich wie folgt auf die Hubs auf:

Umsatz in EUR 2021 2020
EMEA 62.269.924,79 48.576.035,59
AMERICAS 39.813.164,00 43.234.683,95
APAC 29.951.059,49 933.622,08
SUMME 132.034.148,28 92.744.341,62

Healy-Geräte, Zubehör und Frequenzprogramme machen derzeit mehr als 90 % des Umsatzes aus.

2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Die Herstellungskosten setzen sich wie folgt zusammen:

Herstellungskosten in EUR 2021 2020
Hard- und Software 8.715.145,52 7.925.822,93
Abschreibungen 958.095,73 1.013.857,89
Fracht und Zölle 769.716,63 161.288,19
Andere Herstellungskosten 495.644,42 688.090,28
SUMME 10.938.602,30 9.789.059,29

Eine Wertminderung auf Vorräte ist in Höhe von 336.174,40 EUR (Vorjahr 0,00 EUR) in den Hard- und Softwarekosten enthalten.

3. Vertriebskosten

Die Vertriebskosten setzen sich wie folgt zusammen:

Vertriebskosten in EUR 2021 2020
Member Bonus 61.856.675,86 41.674.294,72
Fracht & Handling 6.490.622,48 2.921.536,68
Lizenzen 4.851.568,84 1.882.402,75
Gebühren für Zahlungsdienstleister 3.322.160,34 1.767.240,28
Marketing 1.624.632,48 776.102,59
Personalaufwand 1.289.823,97 376.651,09
SUMME 79.435.483,97 49.398.228,11

Member Bonus

Boni werden auf der Grundlage von Verkäufen an Mitglieder berechnet. Boni werden über einen Zahlungsanbieter ausgezahlt, der verschiedene Methoden zur Auszahlung der verdienten Gelder anbietet (Banküberweisung, Gutscheine usw.). Mitgliederboni werden verdient, wenn der Verkauf verbucht wird. Für verdiente, aber noch nicht ausgezahlte Boni wird eine Verbindlichkeit ausgewiesen (2021 11.475.413,57 EUR; 2020 2.558.332,69 EUR).

Lizenzgebühren

Die Lizenzgebühren werden auf der Grundlage der verkauften Healys/Einnahmen gezahlt (umsatzabhängig). Der absolute Anstieg ist auf höhere Umsätze zurückzuführen. Darüber hinaus wurden die Lizenzgebühren im Jahr 2020 von einem Lizenzgeber gedeckelt, was zu einem niedrigeren Prozentsatz des Gesamtumsatzes führte.

4. Verwaltungskosten

Die Verwaltungskosten teilen sich wie folgt auf:

Verwaltungskosten 2021 2020
Personalaufwand 16.004.724,67 7.343.135,78
Rechts- und Beratungskosten, Buchführungs- und Prüfungsgebühren 11.904.530,47 8.637.737,67
Kommunikation und IT 2.624.142,38 687.566,47
Miete und Abschreibungen 1.434.114,91 667.857,36
Reisekosten 946.972,17 605.015,54
Sonstige Verwaltungskosten 5.704.146,81 4.254.089,52
SUMME in EUR 38.618.631,41 22.195.402,34

5. Sonstige Erträge

In den Sonstigen Erträgen sind Auflösungen von Rückstellungen i.H.v. 1.627.615,11 EUR (Vorjahr 3.037,66 EUR) enthalten. Diese Auflösungen betreffen im Wesentlichen die beiden folgenden Sachverhalte:

In den Jahren 2019 und 2020 wurde die Qualifikation für eine weltweite Verkaufsveranstaltung gestartet, die 2021 in Berlin stattfinden sollte. Aufgrund von COVID 19-Beschränkungen wurde zunächst beschlossen, die Veranstaltung auf 2022 zu verschieben, und Ende 2021 wurde dann die endgültige Entscheidung getroffen, stattdessen eine Online-Veranstaltung durchzuführen. Die für diese Veranstaltung gebildete Rückstellung wurde teilweise aufgelöst (sonstige betriebliche Erträge 915.301,81 EUR (Vorjahr 0,00 EUR)).

Im Jahr 2020 war eine Rückstellung für nicht beanspruchte Boni gebildet worden. Aufgrund der hohen Fluktuation in der Gründungsphase und der Umstellung auf das neue Backoffice wird die Wahrscheinlichkeit des Auftretens als geringer eingeschätzt, was zu einer teilweisen Auflösung der Rückstellung in Höhe von 544.700,00 EUR (Vorjahr 0,00 EUR) führte.

Im Jahr 2021 betragen die ebenfalls als sonstige Erträge ausgewiesenen Fremdwährungsgewinne 0,00 EUR (Vorjahr 1.248.325,38 EUR). Bedeutende konzerninterne EUR-Salden, die von US-Tochterunternehmen gehalten werden, waren Wechselkursschwankungen unterworfen. Im Jahr 2021 wurde der USD gegenüber dem EUR stärker, was zu erheblichen Wechselkursgewinnen führte (im Jahr 2020 wurde der USD zum Jahresende gegenüber dem EUR deutlich schwächer. Dies führte zu einem nicht realisierten Gewinn von 1,5 Mio. EUR bei der Anpassung der in den europäischen Unternehmen gehaltenen USD-Salden).

6. Sonstige Aufwendungen

Sonstige Aufwendungen in EUR 2021 2020
Einzelwertberichtigungen 17.044,49 10.636.192,13
Forschung und Entwicklung 1.261.862,20 1.375.193,08
Fremdwährungsverluste 177.923,66 0,00
Andere 0,00 1,00
SUMME 1.456.830,35 12.011.386,21

In den Sonstigen Aufwendungen 2020 sind Einzelwertberichtigungen für das ursprüngliche Geschäft Singapur/Hongkong in Höhe von 10.571.751,97 EUR enthalten (in 2021: 0,00 EUR). Aufgrund unzureichender Vertragsunterlagen wurden die Forderungen aus dem Geschäft mit zwei Vertriebsgesellschaften in Singapur und Hongkong als uneinbringlich eingestuft.

Ebenfalls in den Sonstigen Aufwendungen enthalten sind Fremdwährungsverluste i.H.v. 177.923,66 EUR (Vorjahr 0,00 EUR) enthalten. Der im Jahr 2021 ausgewiesene Wechselkursverlust spiegelt die Aufwertung des USD im Vergleich zum Jahresendstand 2020 und damit die Umkehrung des im Jahr 2020 verzeichneten Gewinns wider. Der Rest ist auf die Abschwächung des SGD zurückzuführen, da die Anpassung der konzerninternen Salden zum Jahresende zu Wechselkursverlusten führte.

Der Euro stieg von 1,13 gegenüber dem Dollar im Januar 2020 auf 1,23 zum Jahresende 2020 und dann wieder auf 1,13 zum Jahresende 2021. Die Kurse entsprechen im Wesentlichen den EZB-Referenzkursen:

Umrechnungskurs
Hauptwährungen 31.12.2021 31.12.2020
EUR 1,0000 1,0000
USD 1,1324 1,2282
SGD 1,5313 1,6265

Ebenfalls in den Sonstigen Aufwendungen enthalten sind nicht aktivierbare Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. Die Gruppe betreibt Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten, um ihre bestehenden Geräte und Programme zu evaluieren und zu verbessern sowie neue Produkte zu entwickeln. Im Geschäftsjahr 2021 wurde in der Gewinn- und Verlustrechnung ein Betrag von 1.261.862,20 EUR (Vorjahr 1.375.193,08 EUR) als Aufwand erfasst.

7. Finanzaufwendungen

Die Finanzaufwendungen gliedern sich wie folgt auf:

Finanzaufwendungen in EUR 2021 2020
Gewinnanteil stille Beteiligung 428.591,14 446.531,62
Zinsen auf Gesellschafterdarlehen 201.642,83 72.416,95
Sonstige Finanzaufwendungen 199.085,40 45.430,89
SUMME 829.319,37 564.379,46

Bei dem Gewinnanteil der Stillen Beteiligung handelt es sich um Beträge, die an die Halper Holding GmbH zu zahlen sind. Siehe dazu auch Kapitel VI. Erläuterungen zur Bilanz sowie Kapitel IX. Erläuterungen zu nahestehenden Personen.

Bei den Zinsen auf Gesellschafterdarlehen handelt es sich ebenfalls um Zinsaufwendungen gegenüber der Halper Holding GmbH, berechnet auf ausgegebene Darlehen. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.

Bei den Sonstigen Finanzaufwendungen handelt es sich um Zinsen (4,5 %), Bankgebühren und weitere unterschiedliche Sachverhalte, u.a. Zinsaufwand aus Leasing (51.084,11 EUR, Vorjahr 3.694,45 EUR) - siehe dazu auch VI.10.

8. Ertragssteuern

Die Ertragssteuern der Jahre 2021 und 2020 setzen sich wie folgt zusammen:

2021 2020
Laufende Steuern auf den Gewinn des Jahres 2.800.242,50 340.321,00
Berichtigung der laufenden Steuern aus früheren Perioden -26.115,50 0,00
SUMME laufende Steuern 2.774.127,00 340.321,00
Abnahme/(Zunahme) der aktiven latenten Steuern -3.377.314,99 -466.965,19
(Abnahme)/Zunahme der latenten Steuerverbindlichkeiten 797.128,63 1.421,61
SUMME latenter Steueraufwand/(-ertrag) -2.580.186,36 -465.543,58
SUMME Steuer(ertrag)/-aufwand in der konsolidierten Erfolgsrechnung in EUR 193.940,64 -125.222,58

Der Aufwand (+)/ Ertrag (-) für Ertragsteuern ist vollständig auf den Gewinn aus fortgeführten Geschäftsbereichen zurückzuführen.

Die Ertragssteuern für das Jahr umfassen laufende und latente Steuern. Die laufenden Steuern werden anhand der Steuersätze berechnet, die für jede Gerichtsbarkeit der konsolidierten Unternehmen gelten. Für die Berechnung der latenten Steuern auf die konsolidierte Bilanz wird der Steuersatz der obersten Muttergesellschaft der Gruppe verwendet. Die Gesellschaften, von denen wir langfristig die höchsten Gewinne erwarten (unsere Kerngesellschaften), haben denselben Sitz und folglich denselben Steuersatz (26,675 %, Vorjahr 26,675 %). Er wird in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die laufenden Steuern sind die erwarteten Steuern, die auf das zu versteuernde Einkommen des Jahres zu zahlen sind, zuzüglich etwaiger Anpassungen der zu zahlenden Steuern für frühere Jahre. Der Betrag der zu zahlenden laufenden Steuern stellt die beste Schätzung des voraussichtlich zu zahlenden Steuerbetrags dar. Latente Steuern werden nach der Verbindlichkeitsmethode berechnet, d.h. auf temporäre Differenzen zwischen der Steuerbasis der Aktiva und Passiva und ihren jeweiligen Buchwerten in der konsolidierten Bilanz. Die Gruppe ist bestrebt, die geltenden Steuervorschriften in allen Ländern, in denen die Geschäftstätigkeit der Einkommensteuer unterliegt, vollständig zu erfüllen.

EUR 2021 2020
Konzernergebnis vor Steuern 3.620.741,25 146.135,32
Steuer zum HIAG-Steuersatz 26,675% (2020 - 26,675%) 965.832,73 38.981,60
Überleitung
Zu einem anderen Satz besteuerte Erträge -668.034,02 63.180,82
Verluste des laufenden Jahres, für die keine latenten Steuern erfasst werden 49.161,76 157.293,41
Nutzung von bisher nicht berücksichtigten steuerlichen Verlustvorträgen -885.465,50 -122.572,16
Nicht abzugsfähige Aufwendungen 335.270,31 -34.974,39
Sonstige Differenzen 9.294,08 23.313,31
-193.940,64 125.222,58

9. Aufschlüsselung der Ausgaben nach ihrer Art

Nach ihrer Art aufgeschlüsselt sind die folgenden Aufwendungen in EUR enthalten:

2021 2020
Personalaufwand 17.294.548,64 7.719.786,87
Abschreibung auf Sachanlagen 969.849,69 155.229,80
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte 992.481,32 1.021.292,63

Dabei teilen sich die Aufwendungen für Abschreibungen auf die folgenden Bereiche nach Umsatzkostenverfahren auf:

2021 2020
Abschreibung in Herstellungskosten 958.096,00 1.013.858,00
Abschreibung in Verwaltungs- und Vertriebskosten 1.004.235,01 162.664,43
SUMME in EUR 1.962.331,01 1.176.522,43

Die Abschreibung immaterieller Vermögensgegenstände ist in den folgenden GuV-Positionen enthalten:

2021 2020
Herstellungskosten 958.096,00 1.013.858,00
Verwaltungs- und Vertriebsaufwand 34.385,32 7.434,63
SUMME in EUR 992.481,32 1.021.292,63

Die Abschreibung der Sachanlagen erfolgt in den Verwaltungs- und Vertriebskosten.

Personalaufwand

Der Personalaufwand ist in den Vertriebskosten und den Verwaltungskosten verbucht. Ein Gesamtbetrag von 17.294.548,64 EUR (2020: 7.719.786,87 EUR) wurde als Aufwand verbucht, die Anzahl der Mitarbeiter belief sich für 2021 auf 278 (2020: 186).

Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

Personalaufwand 2021 2020
Löhne und Gehälter 15.064.464,64 6.721.645,26
Soziale Abgaben 2.211.503,23 990.423,11
Altersversorgung 18.580,77 7.718,50
SUMME in EUR 17.294.548,64 7.719.786,87

Die Mitarbeiter teilen sich wie folgt auf die Regionen sowie leitende Angestellte/ Angestellte auf:

2021 2020
Leitende Angestellte Angestellte leitende Angestellte Angestellte
EMEA 40 185 29 137
USA 11 13 2 13
APAC 8 21 1 4
SUMME 59 219 32 154

10. Sonstiges Ergebnis

Das Sonstige Ergebnis ergibt sich aus Währungsumrechnungen des Eigenkapitals, die als zukünftig in die GuV umgliederbar eingestuft werden. Sie belaufen sich für 2021 auf Verluste i.H.v. 158.139,19 EUR (davon auf Minderheiten entfallend 75,37 EUR), im Jahr 2020 lag der Verlust bei 24.420,25 EUR (davon auf Minderheiten entfallend 0,00 EUR).

VI. Erläuterungen zur Bilanz

1. Immaterielle Vermögenswerte

Geschäfts oder Firmenwert Schutzrechte und ähnliche Rechte In Entwicklung befindliche selbst geschaffene Schutzrechte Computer-Software Summe
EUR EUR EUR EUR EUR
Zum 1. Januar 2020
Anschaffungskosten 1.032.773,98 2.152.798,43 13.166,67 3.198.739,08
Kumulierte Abschreibung und Wertminderung -854.235,79 -1.996,30 -856.232,09
Nettobuchwert 0,00 178.538,19 2.152.798,43 11.170,37 2.342.506,99
Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2020
Eröffnungs-Nettobuchwert 178.538,19 2.152.798,43 11.170,37 2.342.506,99
Zugänge (+)/Abgänge (-) 3.782.869,69 -1.602.348,07 3.686,01 2.184.207,63
Abschreibungsaufwand -1.017.868,89 -3.423,74 -1.021.292,63
Nettobuchwert am Ende des Jahres 0,00 2.943.538,99 550.450,36 11.432,65 3.505.422,00
Zum 31. Dezember 2020
Anschaffungskosten 4.815.643,67 550.450,36 16.852,68 5.382.946,71
Kumulierte Abschreibung und Wertminderung -1.872.104,68 -5.420,04 -1.877.524,72
Nettobuchwert 0,00 2.943.538,99 550.450,36 11.432,65 3.505.422,00
Jahr zum 31. Dezember 2021
Eröffnungs-Nettobuchwert 2.943.538,99 550.450,36 11.432,65 3.505.422,00
Zugänge - interne Entwicklung 925.561,73 2.787.743,88 98.062,88 3.811.368,49
Umrechnungsdifferenzen -708,80 -205,04 -913,84
Unternehmenserwerb 83.083,97 83.083,97
Abschreibungsaufwand -962.106,73 -30.374,59 -992.481,32
Nettobuchwert am Ende des Jahres 83.083,97 2.906.285,19 3.338.194,24 78.915,89 6.406.479,29
Zum 31. Dezember 2021
Anschaffungskosten 83.083,97 5.740.496,60 3.338.194,24 114.589,86 9.276.364,67
Kumulierte Abschreibung und Wertminderung -2.834.211,41 0,00 -35.673,96 -2.869.885,37
Nettobuchwert 83.083,97 2.906.285,19 3.338.194,24 78.915,89 6.406.479,29

Als bereits genutzte Schutz- und ähnliche Rechte werden i.W. der Ur-Healy 2017 sowie die Healy-Watch ausgewiesen. Der Ur-Healy wird über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben und weist per 31.12.2021 einen Buchwert von 2.496.011,00 EUR (Vorjahr 2.471.387,00 EUR) aus. Die Healy Watch wird über 3 Jahre abgeschrieben und weist per 31.12.2021 einen Buchwert von 370.979,00 EUR (Vorjahr 425.707,00 EUR) aus.

Als in Entwicklung befindlich werden die folgenden Projekte ausgewiesen:

Healy Flutter-App (Buchwert Bilanzstichtag 1.681.238,04 EUR);

Healy 3.0 (Buchwert Bilanzstichtag 835.340,21 EUR);

Magnetfeld-Applikator (Buchwert Bilanzstichtag 671.447,55 EUR);

HRV Server (Buchwert Bilanzstichtag 122.218,44 EUR). Im Jahr 2021 wurden Entwicklungskosten i.H.v. 2.787.743,88 EUR für diese Projekte aktiviert.

Mit einer Fertigstellung wird in den Jahren 2022 und 2023 gerechnet, die Abschreibung beginnt mit Fertigstellungszeitpunkt.

Für die nächsten 5 Jahre ist mit den folgenden Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände zu rechnen:

Jahr 2022 2023 2024 2025 2026
Abschreibung in EUR 1.952.867,78 2.267.311,47 3.054.677,51 2.362.048,85 2.862.048,85

Es wurde ein Impairmenttest durchgeführt, der jedoch keinen Wertminderungsbedarf ergab.

2. Sachanlagevermögen

Sachanlagen und Ausrüstung Nutzungsrechte für Vermögenswerte Gebäude, Bauten und Einbauten Maschinen und Ausrüstungen
EUR EUR EUR
Zum 1. Januar 2020
Anschaffungskosten 135.325,32
Kumulierte Abschreibung -23.286,39
Nettobuchwert 112.038,93
Jahr zum 31. Dezember 2020
Eröffnungs-Nettobuchwert 112.038,93
Zugänge 303.125,20 87,50 281.823,86
Abschreibung Belastung -57.738,20 -86.750,42
Nettobuchwert am Ende des Jahres 245.387,00 87,50 307.112,37
Zum 31. Dezember 2020
Anschaffungskosten 303.125,20 87,50 417.149,18
Kumulierte Abschreibung -57.738,20 -110.036,81
Nettobuchwert 245.387,00 87,50 307.112,37
Jahr zum 31. Dezember 2021
Nettobuchwert zu Beginn 245.387,00 87,50 307.112,37
Umrechnungsdifferenzen -995,77
Zugänge 1.208.111,81 15.482,92 761.487,30
Als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und sonstige Abgänge klassifiziert -1.480,00
Abschreibungsaufwand -414.834,81 0,00 -533.786,24
Nettobuchwert am Ende 1.038.664,00 15.570,42 532.337,67
Zum 31. Dezember 2021
Anschaffungskosten 1.511.237,01 15.570,42 1.175.674,39
Kumulierte Abschreibung und Wertminderung -472.573,01 -643.337,26
Nettobuchwert 1.038.664,00 15.570,42 532.337,13
Sachanlagen und Ausrüstung Mobiliar und Einrichtungsgegenstände Im Bau befindliche Anlagen Summe
EUR EUR EUR
Zum 1. Januar 2020
Anschaffungskosten 11.649,16 146.974,48
Kumulierte Abschreibung -2.534,10 -25.820,49
Nettobuchwert 9.115,05 121.153,98
Jahr zum 31. Dezember 2020
Eröffnungs-Nettobuchwert 9.115,05 121.153,98
Zugänge 24.396,19 45.087,60 654.520,35
Abschreibung Belastung -10.741,18 -155.229,80
Nettobuchwert am Ende des Jahres 22.770,07 45.087,60 620.444,54
Zum 31. Dezember 2020
Anschaffungskosten 36.045,35 45.087,60 801.494,83
Kumulierte Abschreibung -13.275,28 -181.050,29
Nettobuchwert 22.770,07 45.087,60 620.444,54
Jahr zum 31. Dezember 2021
Nettobuchwert zu Beginn 22.770,07 45.087,60 620.444,54
Umrechnungsdifferenzen 3.958,38 2.962,61
Zugänge 162.274,60 -45.087,60 2.102.269,03
Als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und sonstige Abgänge klassifiziert -769,80 -2.249,80
Abschreibungsaufwand -21.228,64 -969.849,69
Nettobuchwert am Ende 167.004,60 1.753.576,69
Zum 31. Dezember 2021
Anschaffungskosten 204.145,97 2.906.627,79
Kumulierte Abschreibung und Wertminderung -37.140,83 1.153.051,10
Nettobuchwert 167.005,14 1.753.576,69

Es wurde in den Jahren 2021 und 2020 nach IAS 23 keine Fremdkapitalkosten aktiviert.

3. Latente Steueransprüche

Die latenten Steueransprüche belaufen sich zum 31.12.2021 auf 3.740.638,00 EUR (Vorjahr 266.963,00 EUR). Siehe dazu auch Kapitel V.8.

4. Andere Vermögenswerte

2021 2020
Kaution Healy World Co. (USA) 1.186.886,40 1.861.911,79
Sonstige 25.601,00 15.097,39
Summe andere Vermögenswerte in EUR 1.212.487,40 1.877.009,18

Bei der Kaution der Healy World USA handelt es sich um eine langfristige Kaution beim Zahlungsdienstleister "Payabl. US", der als einer der Zahlungsdienstleister die Eingangszahlungen der Kunden verwaltet.

5. Vorräte

Die Vorräte bestehen im Wesentlichen aus Fertigen Erzeugnissen und wiederum hauptsächlich aus Healy-Geräten sowie Zubehör.

2021 2020
Vorräte vor Wertberichtigung 4.108.395,56 3.350.956,56
Wertberichtigung -336.174,40 0,00
Bestand zum 31.12.2021 in EUR 3.772.221,16 3.350.956,56

6. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Großteil der Einnahmen von Healy wird über Vorauszahlungen oder Kreditkarten eingezogen, was zu einem geringen Anteil an fakturierten Verkäufen über Forderungen aus Lieferungen und Leistungen führt. Bei den Forderungen wird davon ausgegangen, dass ihr Buchwert dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden primär mit der Zielsetzung gehalten, den Nominalwert der Forderung zu vereinnahmen und werden somit dem Geschäftsmodell Halten zugeordnet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, was bei kurzfristigen Forderungen dem Nominalwert entspricht, bilanziert. Zur Ermittlung des voraussichtlichen Verlustes wurden historische Daten herangezogen.

2021 2020
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen brutto 1.780.627,76 10.648.856,18
Einzelwertberichtigungen 17.044,49 10.636.192,13
Netto Forderungsbestand in EUR 1.763.583,27 12.664,05

7. Andere Forderungen

Die anderen Forderungen setzen sich wie folgt zusammen:

2021 2020
Geleistete Anzahlungen 5.832.753,00 5.950.744,00
Umsatzsteuerforderungen 4.396.873,03 4.461.606,23
Sonstige 553.314,85 3.945.227,71
SUMME in EUR 10.782.940,88 14.357.577,94

Die geleisteten Anzahlungen sind Anzahlungen auf Produkte. In den anderen Forderungen für 2020 sind Forderungen gegenüber einem ehemaligen Zahlungsdienstleister i.H.v. 2.500.000,00 EUR enthalten, die Anfang 2021 ausgezahlt wurden.

8. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die flüssigen Mittel setzen sich wie folgt zusammen:

2021 2020
Bankguthaben und Kassenbestand 15.388.577,00 7.524.553,71
Kautionen 35.599,00 190.968,19
Sonstige Barmitteläquivalente 2.972.634,93 3.277.929,60
SUMME in EUR 18.396.810,93 10.993.451,50

Sonstige Barmitteläquivalente umfassen Barmittel, die von Zahlungsdienstleistern für die Begleichung von Bonusverbindlichkeiten gehalten werden. Die Barmittel können auf Wunsch abgehoben oder übertragen werden; sie werden daher als Barmitteläquivalent betrachtet. Bankguthaben werden dem Geschäftsmodell Halten zugeordnet. Die Wertminderung auf Bankguthaben ist gering, da alle Guthaben auf Sicht kündbar sind. Trotzdem wird regelmäßig die Kreditwürdigkeit der Bankpartner überprüft.

9. Eigenkapital

Die Stammaktien haben einen Nennwert von 1 EUR und berechtigen zur Beteiligung an den Dividenden und am Liquidationserlös der Gesellschaft im Verhältnis zur Anzahl und den eingezahlten Beträgen der gehaltenen Aktien. Per 31.12.2021 waren 79.490 Stammaktien (Vorjahr 79.490 Stück) ausgegeben.

Umrechnung von Fremdwährungen

Umrechnungsdifferenzen, die sich aus der Umrechnung der ausländischen beherrschten Gesellschaft ergeben, werden im sonstigen Ergebnis erfasst und in einer separaten Rücklage innerhalb des Eigenkapital.

Die Anpassung der Gewinnrücklagen erfolgte aufgrund des Erwerbs von Healy World International (Thailand) co. Ltd. (Healy International B.V. im Jahr 2020). Die Entwicklung der Kapitalrücklage des Konzerns ist in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt und umfasst insbesondere die Kapitalrücklage der Healy International AG.

Healy World International (Thailand) co. Limited wird zu 95% von der Healy Gruppe gehalten, die restlichen 5% werden von Herrn Chakrapong Srilanpong gehalten.

10. Finanzverbindlichkeiten

Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2021 31.12.2020
Darlehensverbindlichkeit Gesellschafter 5.085.253,98 5.017.013,89
Stille Beteiligung Gesellschafter 9.000.000,00 9.000.000,00
Darlehen Verbundene Unternehmen 881.025,00 0,00
Sonstige 18.595,47 -75.003,25
SUMME Langfristige Verbindlichkeiten in EUR 14.984.874,45 13.942.010,64

Die Healy-Gruppe finanziert sich durch Darlehen von verbundenen Parteien. Die Mittel werden geliehen von: Halper Holding GmbH (Gesellschafter) und TimeWaver Home GmbH (verbundenes Unternehmen), siehe zu Konditionen auch IX.3.

Die Finanzierung umfasst sowohl langfristige als auch kurzfristige Schulden. Die Finanzverbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt.

Das ausgegebene Darlehen des Gesellschafters beläuft sich auf 5.000.000,00 EUR. Per 31.12.2021 waren von den Zinsen iHv. 175.595,49 EUR (Vorjahr 53.243,06 EUR) noch 85.253,98 EUR (Vorjahr 17.013,89 EUR) offen, was als zusätzliche langfristige Verbindlichkeit ausgewiesen wird. Das Darlehen wurde nicht getilgt. Die Auszahlung erfolgte im Jahr 2020, die Rückzahlung ist in 2023 fällig.

Die auf die Stille Beteiligung zu zahlenden Gewinnverfügungen waren per 31.12.2021 noch nicht beglichen. Sie stellen eine kurzfristige Finanzverbindlichkeit dar und sind mit 875.122,76 EUR (Vorjahr 446.529,62 EUR) in der Bilanz ausgewiesen.

Das Darlehen verbundene Unternehmen wurde von Timewaver Home GmbH, Kränzlin, im Jahr 2021 ausgereicht (Zufluss 850.000,00 EUR, Vorjahr 0,00 EUR). Die Zinsen für das Jahr 2021 belaufen sich auf 31.025,00 EUR (Vorjahr 0,00 EUR) und waren zum Stichtag 31.12.2021 noch nicht beglichen. Das Darlehen ist am 31.12.2023 fällig.

Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 875.122,76 EUR (Vorjahr 446.529,62 EUR) beziehen sich auf die noch nicht gezahlte Gewinnverfügung aus der Stillen Beteiligung der Halper Holding GmbH, siehe dazu auch Kapitel V.7 und IX.3.

11. Latente Steuerverbindlichkeiten

Die latenten Steuerverbindlichkeiten belaufen sich zum 31.12.2021 auf 1.136.630,88 EUR (Vorjahr 383.565,43 EUR). Siehe dazu auch Kapitel V.8.

12. Leasingverbindlichkeiten

Die Leasingverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

2021 2020
Kurzfristig 306.043,20 74.070,95
Langfristig 753.089,41 172.908,71
Summe Leasingverbindlichkeiten in EUR 1.059.132,61 246.979,66

Sie beziehen sich vollständig auf der auf der Aktivseite ausgewiesene Nutzungsrechte für Gebäude iHv. 1.038.664,00 EUR (Vorjahr 245.387,00 EUR). Die Zugänge zu Nutzungsrechten im Jahr 2021 betrugen 1.208.111,81 EUR (2020 303.125,20 EUR). Die Gruppe mietet verschiedene Büros an, von denen zwei nach IFRS 16 zu bilanzieren sind. Die Mietverträge werden für einen Zeitraum von zwanzig Monaten bis fünf Jahren abgeschlossen, können aber Kündigungs- oder Verlängerungsoptionen enthalten. Die Leasingzahlungen sind fix vereinbart, es existieren keine Risiken aus variablen Leasingzahlungen.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die folgenden Beträge in EUR enthalten:

2021 2020
Abschreibung von Nutzungsrechten an Vermögenswerten Gebäude 414.835,00 57.738,00
Zinsaufwendungen (in den Finanzierungskosten) Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Leasing von 50.084,11 3.694,45
geringwertigen Vermögenswerten (in den Verwaltungskosten ausgewiesen) 16.420,23 3.474,80
Aufwendungen für variable Leasingzahlungen, die nicht in den Leasingverbindlichkeiten enthalten sind (in den Verwaltungskosten) 109.764,00 17.408,00

Der gesamte Mittelabfluss beläuft sich auf 555.817,80 EUR (Vorjahr 77.248,00 EUR).

Künftige Zahlungen im Zusammenhang mit den Nutzungsrechten, die innerhalb von 12 Monaten fällig werden, betragen 341.323,00 EUR und mehr als 1 Jahr, aber weniger als 5 Jahre 799.569,00 EUR.

13. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sie haben sich wie folgt entwickelt:

EUR 31.12.2021 31.12.2020
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.580.443,14 10.333.899,27

14. Verbindlichkeiten aus Provisionen

Die Position Verbindlichkeiten aus Provisionen i.H.v. 11.475.413,57 EUR (Vorjahr 2.558.332,69 EUR) wurde aus Gründen der Übersichtlichkeit separat in der Bilanz ausgewiesen. Dabei handelt es sich um noch nicht abgerufene Member Boni der unabhängigen Healy Vertriebspartner.

15. Andere Verbindlichkeiten

Die anderen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

2021 2020
Rückstellung für Memberboni 3.855.667,00 3.471.532,00
Personalrückstellungen 2.580.760,00 1.344.408,00
Umsatzsteuerverbindlichkeit 2.251.625,27 258.458,29
Sonstige 3.950.428,58 6.547.818,55
SUMME in EUR 12.638.480,85 11.622.216,84

Die Personalrückstellungen bestehen i.W. aus Mitarbeiterboni (1.463.046,52 EUR, Vorjahr 725.581,28 EUR). Des Weiteren sind Verbindlichkeiten aus Sozialversicherung, noch nicht genommene Urlaubstage und Überstunden sowie weitere kleinere Sachverhalte enthalten.

Unter Sonstige werden weitere Rückstellungen ausgewiesen. Den größten Rückgang verzeichnet die Rückstellung für ausstehende Events (siehe dazu auch V.5), die von 1.511.000 EUR in 2020 auf 595.698,19 EUR in 2021 zurückgegangen ist sowie eine Rückstellung für die Übernahme von Memberboni aus dem Singapurgeschäft 2020 (1.689.000 EUR in 2020, 0,00 EUR in 2021).

16. Rückstellungen

Die wesentlichen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Gewährleistung Rechtsstreit SUMME
Eröffnungsbilanzwert 01.01.2020 0,00 0,00 0,00
Zuführung 564.000,00 300.000,00 864.000,00
Stand 31.12.2020 564.000,00 300.000,00 864.000,00
Auflösung 61.000,00 29.696,23 90.696,23
Inanspruchnahme 0,00 270.303,77 270.303,77
Stand 31.12.2021 in EUR 503.000,00 0,00 503.000,00

Die Rückstellung für Gewährleistung wurde auf Basis von Erfahrungswerten (Anzahl Reparatur und Austausch) der letzten Jahre gebildet und mit den verkauften Stückzahlen des Jahres 2021 sowie den bekannten Austauschkosten (Versand, Materialkosten) ermittelt. Mit der Inanspruchnahme der Gewährleistungsrückstellung wird in den nächsten 24 Monaten gerechnet.

Bei der Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten handelt es sich um eine in 2020 gebildete Rückstellung für einen Rechtsstreit um Member Provisionen. Es wurde geschätzt, dass 300.000,00 EUR an einen ehemaligen Vertriebspartner zu zahlen sind. Diese Rückstellung wurde im Jahr 2021 mit 270.303,77 EUR in Anspruch genommen und die Differenz ergebniswirksam aufgelöst.

Es wurden aufgrund von Unwesentlichkeit keine Abzinsungen vorgenommen.

17. Ertragssteuerverbindlichkeiten

Die Ertragssteuerverbindlichkeiten belaufen sich zum 31.12.2021 auf 3.036.662,52 EUR (Vorjahr 339.922,86 EUR). Siehe dazu auch Kapitel V.8.

18. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten

Die folgenden Angaben werden zu Buchwerten und Bewertungssätzen gemacht, wenn die folgende Abkürzung gemäß IFRS 9 verwendet wird. AC (fortgeführte Anschaffungskosten) bezieht sich auf Kredite, Forderungen und finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden. Diese entsprechen dem Zeitwert.

2021

Buchwerte, Bewertungskurse und Zeitwerte nach Bewertungskategorien in EUR Kategorie Buchwert 31.12.2021 Amortisierte Kosten Zeitwert 31.12.2021
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 18.396.811,00 18.396.811,00 18.396.811,00
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 1.763.583,27 1.763.583,27 1.763.583,27
sonstige finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 10.782.940,88 10.782.940,88 10.782.940,88
Eigenkapital und Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 4.580.443,14 4.580.443,14 4.580.443,14
Finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter AC 9.000.000,00 9.000.000,00 9.000.000,00
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten AC 6.859.997,21 6.859.997,21 6.859.997,21
Davon aggregiert nach IFRS 9
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 30.943.335,15 30.943.335,15 30.943.335,15
Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 20.440.440,35 20.440.440,35 20.440.440,35

2020:

Buchwerte, Bewertungskurse und Zeitwerte nach Bewertungskategorien in EUR Kategorie Buchwert 31.12.2020 Amortisierte Kosten Zeitwert 31.12.2020
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 10.993.451,50 10.993.451,50 10.993.451,50
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 12.664,05 12.664,05 12.664,05
sonstige finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 14.357.577,94 14.357.577,94 14.357.577,94
Eigenkapital und Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 10.333.899,27 10.333.899,27 10.333.899,27
Finanzielle Verbindlichkeiten gegenüber dem Gesellschafter AC 9.000.000,00 9.000.000,00 9.000.000,00
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten AC 5.388.540,26 5.388.540,26 5.388.540,26
Davon aggregiert nach IFRS 9
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 10.993.451,50 10.993.451,50 10.993.451,50
Finanzielle Verbindlichkeiten, bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 14.388.540,26 14.388.540,26 14.388.540,26

Gesamtzinserträge und -aufwendungen aus nicht erfolgswirksam zum Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten: Der Zinsaufwand aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten beträgt 201.642,83 EUR (Vorjahr 72.416,95 EUR).

VII. Finanzrisikomanagement

Die Überwachung und Steuerung von Finanzrisiken ist Aufgabe des zentralen Finanz- und Cashmanagements. Dabei wird das Finanzrisiko sowohl im Rahmen der langfristigen Wirtschaftsplanung als auch im Rahmen der kurz- und mittelfristigen Finanzplanung überwacht. Die Geschäftsführung nimmt die Analyse von Risiken und Chancen sehr ernst und sieht die regelmäßige Neubewertung dieser als integralen Bestandteil ihres täglichen Handelns. Siehe zum generellen Risikomanagement der Healy Gruppe auch den Risikobericht im Lagebericht.

Die Gruppe ist den folgenden Risiken ausgesetzt, die sich aus Finanzinstrumenten ergeben:

Marktrisiko

Zinsänderungsrisiko

Liquiditätsrisiko

Marktrisiko

Das Marktrisiko ist das Risiko, dass sich Änderungen der Marktpreise, wie z.B. der Wechselkurse oder Zinssätze, auf die Erträge der Gruppe oder den Wert der von ihr gehaltenen Finanzinstrumente auswirken. Monatliche Überprüfungen der Wechselkursentwicklung und die Tatsache, dass Healy weltweit verkauft, verringern dieses Risiko. Währungsrisiken bestehen vor allem aufgrund der USD-Transaktionen, da diese den größten Absatzmarkt darstellen. Monatliche Reviews der Wechselkursentwicklung durch das weltweite Treasury Department sollen das Risiko verringern bzw. Healy die Möglichkeit geben, durch Preisanpassungen zeitnah zu reagieren (Sensitivitätsanalyse). Um das Wechselkursrisiko zu reduzieren, werden die wesentlichen Intercompanytransaktionen in funktionaler Währung durchgeführt und es wird darauf geachtet, dass die Haltedauer von Fremdwährungspositionen generell verkürzt wird. Eine Absicherung der Wechselkursrisiken erfolgt allerdings durch die Healy-Gruppe nicht. Da der lokale Fremdwährungsbestand der lokalen Einheiten im Wesentlichen zur Durchführung der operativen Tätigkeiten dient und nicht primär zur konzernweiten Liquiditätssteuerung eingesetzt wurde, ergeben sich keine wesentlichen Risiken hieraus für die Healy-Gruppe.

Zinssatzrisiko

Das Hauptziel des Zinsmanagements der Gruppe besteht darin, die Auswirkungen ungünstiger Zinsentwicklungen auf die Erträge zu minimieren und die Nettogewinnspannen zu erhalten. Alle Zinssätze sind festgeschrieben, so dass sich eine Veränderung der Zinssätze nicht auf die Gewinn- und Verlustrechnung auswirken würde. Für neu aufzunehmende Darlehen (Umschuldungen) in Folgejahren wird mit Hilfe von Sensitivitätsanalysen simuliert, wie die Auswirkung auf die Gewinn- und Verlustrechnung wäre. Bei einer Verdopplung der Zinssätze (Erhöhung Zinssätze um 100 Basispunkte) und der Beibehaltung des Darlehensbestandes per 31.12.2021 läge die Auswirkung auf das Ergebnis nach Steuern bei -338.250,00 EUR. Es ergeben sich hieraus keine wesentlichen Risiken für die Healy-Gruppe.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass die Gruppe nicht in der Lage sein wird, ihren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen. Die Healy World Gruppe ist - nicht untypisch für ein Start-Up - eigentümerfinanziert. Dies bringt große Vorteile und Chancen mit sich, da die Gruppe keinen generellen Schwankungen am Kapitalmarkt unterliegt und durch eine enge und vertrauensvolle Abstimmung mit den Anteilseignern kurzfristig sich ergebene Marktchancen relativ unkompliziert nutzen kann.

Die Eigentümerfinanzierung stellt gleichzeitig jedoch auch ein wesentliches Risiko für die Liquidität der Healy World Group dar. Sollten ausgegebene Darlehen vorzeitig zurückgefordert werden, würde dies die Zahlungsfähigkeit der Healy World Gruppe bis hin zur Insolvenz beeinflussen. Davon ist nach aktueller Lage jedoch nicht auszugehen.

Der Ansatz der Gruppe zur Steuerung der Liquidität besteht darin, so weit wie möglich sicherzustellen, dass sie stets über genügend Liquidität verfügt, um ihre Verbindlichkeiten bei Fälligkeit zu erfüllen, sowohl unter normalen als auch unter angespannten Bedingungen. Wöchentliche Cashflow-Simulationen sowie ein globaler Ansatz ermöglichen es der Gruppe, Risiken so früh wie möglich zu erkennen und entsprechend zu reagieren.

VIII. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit umfasst die Veränderung von Positionen, die nicht durch Investitionen, Finanzierung, Wechselkursänderungen aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse oder Transaktionen in Fremdwährungen abgedeckt sind.

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit belief sich im Berichtsjahr auf 12.078.875,53 EUR (2020: 6.635.157,97 EUR). Dies ist auf einen deutlich geringeren Cashflow aus dem Working Capital für Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und andere Forderungen sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Die deutlich höheren Mittelabflüsse aus dem Working Capital der Vorjahre resultierten aus dem Aufbau der Konzerngesellschaften im Rahmen der globalen Expansionsstrategie. Der Rückgang der sonstigen nicht zahlungswirksamen Erträge und Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahr ist auf einen Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen für ein weltweites Event und eine Anpassung der Rückstellung für nicht beanspruchte Boni im Jahr 2021 zurückzuführen, wohingegen im Jahr 2020 in der Gewinn- und Verlustrechnung ein Verlust im Zusammenhang mit der Abschreibung des Geschäfts in Singapur/Hongkong ausgewiesen wurde.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von 4.772.480,65 EUR (2020: 1.816.088,76 EUR) spiegelt die Mittelabflüsse für Investitionen in die Softwareentwicklung wider, da die Healy Gruppe ihr Angebot an Frequenzprogrammen weiter verbessert und erweitert.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit umfasst Zahlungen aus der Veränderung von Finanzverbindlichkeiten und Zuführungen zum Eigenkapital. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit belief sich im Jahr 2021 auf 76.927,07 EUR (Vorjahr 4.742.466,89 EUR). Diese Veränderung ist vor allem auf deutlich geringere Mittelzuflüsse im Vergleich zu 2020 zurückzuführen. Im Jahr 2020 kam es zu einer Erhöhung des Grundkapitals und der Kapitalrücklage (Kapitalzuführung insgesamt 4.999.924,00 EUR).

Der freie Cashflow als Summe des Cashflows aus betrieblicher Tätigkeit und des Cashflows aus Investitionstätigkeit betrug 7.306.394,88 EUR (2020: 4.819.069,21 EUR). Der Finanzmittelfonds gemäß IAS 7 setzt sich aus den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zusammen.

IX. Erläuterungen zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen

1. Vorstand

Der Vorstand, Herr Babak Jafarian, ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen nach § 181 BGB befreit.

Zu den Bezügen nach § 285 Nr. 9 a HGB werden nach § 286 IV HGB i.V.m. §313 III HGB keine Angaben gemacht, da sich anhand dieser Angaben die Bezüge des Vorstands feststellen lassen würden. Die Außenstände der auf Herrn Jafarian ausgestellten Kreditkarte belaufen sich zum 31.12.2021 auf 156,84 EUR (Vorjahr 5.674,02 EUR).

2. Aufsichtsrat

Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen 10.535,50 EUR (Vorjahr 18.616,00 EUR).

3. Halper Holding GmbH

Die Healy Gruppe wird durch die Halper Holding GmbH mit Sitz in Österreich beherrscht. Ihr Anteil an der Healy International AG beträgt zum Bilanzstichtag 60,8 % (Vorjahr 60,8 %).

Die Halper Holding GmbH hält eine stille Beteiligung an der Healy International AG. Diese wurde in drei Tranchen ausgegeben: 1. Tranche i.H.v. 3.000.000,00 EUR mit Datum vom 25.10.2018, 2. Tranche i.H.v. 2.500.000,00 EUR mit Datum vom 13.03.2019 und 3. Tranche i.H.v. 3.500.000,00 EUR mit Datum vom 15.04.2019. Der stille Gesellschafter erhält eine Gewinnbeteiligung in Höhe von 25,0 % des Gewinns (Jahresüberschuss vor Ertragsteuern, jedoch vor Berücksichtigung dieser oder anderer Gewinn-beteiligungen), maximal 12,0 % der Vermögenseinlage.

Die Verträge zur stillen Beteiligung sind vollständig ohne Verlustbeteiligung ausgestaltet. Dies hat eine indizielle Wirkung für den Fremdkapitalausweis. Die darüber hinaus fehlende Nachrangigkeit im Insolvenzfall gegenüber anderen Fremdkapitalgeber sowie die Befristung (keine dauerhafte Kapitalüberlassung) der stillen Beteiligung sprechen zudem für einen Fremdkapitalausweis.

Mit Vertrag vom 20.11.2020 hat die Halper Holding GmbH der Healy International AG einen kurzfristigen Betriebsmittelkredit i.H.v. 5.000.000,00 EUR gewährt. Dieses Darlehen wurde mit Vertrag vom 20.08.2021 in ein langfristiges Darlehen umgewandelt (Laufzeit bis 20.08.2023) und wird mit 6,0 % pro Jahr verzinst. Das Jahresergebnis 2021 wurde in Höhe der Zinsaufwendungen von 175.595,49 EUR (Vorjahr 53.243,06 EUR) für dieses Darlehen gemindert. Siehe dazu auch die Finanzverbindlichkeiten in Kapitel VI.10. Die Darlehensverbindlichkeit zum 31.12.2021 beläuft sich auf 5.085.253,98 EUR (5.017.013,89 EUR).

Mit Vertrag vom 08.10.2021 hat die Halper Holding GmbH gegenüber der Healy International AG eine Patronatserklärung i.H.v. 5.000.000,00 EUR ausgesprochen. Diese ist befristet bis zum 31.12.2023 und wird mit jährlich 2,0 % für die Bereitstellung verzinst. Im Jahr 2021 wurden im Aufwand Zinsen i.H.v. 23.055,56 EUR erfasst. Die Patronatserklärung wurde im Jahr 2022 vollständig in Darlehen umgewandelt. Diese werden mit 6,0 % jährlich verzinst und haben eine Laufzeit bis zum 31.12.2023.

4. Marcus Schmieke

Marcus Schmieke ist alleiniger Gesellschafter der Marcus Schmieke GmbH, Kränzlin, die wiederum 39,2 % der Anteile an der Healy International AG hält. Marcus Schmieke erbringt Dienstleistungen für die Healy World GmbH und die Healy International AG, wissenschaftliche Produktberatung sowie Vorträge und Seminare. Im Jahr 2020 belief sich der Aufwand auf 166.330,00 EUR, im Jahr 2021 auf 199.140,00 EUR.

Per 31.12.2021 beliefen sich die offenen Verbindlichkeiten der Healy World GmbH auf 0,00 EUR (Vorjahr 43.639,20 EUR).

Per 31.12.2021 beliefen sich die offenen Verbindlichkeiten der Healy international AG auf 0,00 EUR (Vorjahr 98.029,80 EUR).

5. Weitere verbundene Unternehmen der Halper Holding GmbH

a) Darlehen

Mit Datum vom 15.03.2021 gewährte die TimeWaver Home GmbH der Healy International AG ein langfristiges Darlehen i.H.v. 850.000,00 EUR. Das Jahresergebnis 2021 wurde in Höhe der Zinsaufwendungen von 31.025,00 EUR (Vorjahr 0,00 EUR) gemindert, der Zinssatz beläuft sich auf 4,5 %. Es bestehen zum Bilanzstichtag Darlehens- und Zinsverbindlichkeiten gegenüber TimeWaver Home GmbH i.H.v. 881.025,00 EUR (Vorjahr 0,00 EUR).

b) Miet- und Dienstleistungsverträge

Es bestehen Miet- und Dienstleistungsverträge zwischen verbunden Unternehmen der Halper Holding GmbH und der Healy International AG wie folgt:

TimeWaver Home GmbH, Kränzlin, Aufwand 2021 i.H.v. 20.862,00 EUR (Vorjahr 27.973,11 EUR)

TimeWaver Production GmbH, Kränzlin, Aufwand Weiterbelastung 2021 i.H.v. 5.317,52 EUR (Vorjahr 6.381,60 EUR)

TimeWaver Production GmbH, Kränzlin, Ertrag aus Weiterbelastung 2021 i.H.v. 46.872,00 EUR (Vorjahr 0,00 EUR)

Per 31.12.2021 beliefen sich die offenen Verbindlichkeiten der Healy International AG gegenüber TimeWaver Home GmbH auf 10.710,00 EUR (Vorjahr 29.245,52 EUR).

Per 31.12.2021 beliefen sich die offenen Forderungen der Healy International AG gegenüber TimeWaver Production GmbH auf 55.777,68 EUR (Vorjahr 0,00 EUR).

Per 31.12.2021 beliefen sich die offenen Verbindlichkeiten der Healy International AG gegenüber TimeWaver Production GmbH auf 5.335,29 EUR (Vorjahr 7.542,80 EUR).

Es bestehen Lizenzvereinbarungen sowie Miet- und Dienstleistungserträge zwischen Tochtergesellschaften der Halper Holding GmbH und Tochtergesellschaften der Healy International AG wie folgt:

von Healy GmbH an FrequencyWaver sro, Bratislava, Aufwand 2021 i.H.v. 4.281.602,32 EUR (Vorjahr 1.374.441,87 EUR)

von Healy GmbH an TimeWaver Home GmbH Aufwand 2021 i.H.v 68.401,25 EUR (Vorjahr 1.294,50 EUR)

von TimeWaver Home GmbH an Healy GmbH Ertrag 2021 i.H.v 375,60 EUR (Vorjahr 266,02 EUR)

von Healy GmbH an TimeWaver Production GmbH Aufwand 2021 i.H.v. 442.925,37 EUR (Vorjahr 253.260,81 EUR)

von Healy GmbH an TimeWaver Production GmbH Ertrag 2021 i.H.v. 142.953,01 EUR (Vorjahr 2.587,50 EUR)

von Healy World GmbH an TimeWaver Home GmbH Aufwand 2021 i.H.v. 529.913,96 EUR (Vorjahr 380.462,89 EUR)

von Healy World GmbH an TimeWaver Home GmbH Ertrag 2021 i.H.v 1.680,67 EUR (Vorjahr 1.760,03 EUR)

von Healy World GmbH an TimeWaver Production GmbH Aufwand 2021 i.H.v. 175.367,41 EUR (Vorjahr 101.057,38 EUR)

von Healy World GmbH an TimeWaver Production GmbH Ertrag 2021 i.H.v 43.023,57 EUR (Vorjahr 0,00 EUR)

Offene Forderungen/Verbindlichkeiten zwischen Tochtergesellschaften der Halper Holding GmbH und Tochtergesellschaften der Healy International AG:

Per 31.12.2021 beliefen sich die offenen Verbindlichkeiten der Healy GmbH gegenüber Frequency Waver sro auf 797.217,70 EUR (Vorjahr 1.132.723,52 EUR).

Per 31.12.2021 beliefen sich die offenen Forderungen der Healy GmbH gegenüber TimeWaver Home GmbH auf 0,00 EUR (Vorjahr 0,00 EUR).

Per 31.12.2021 beliefen sich die offenen Verbindlichkeiten der Healy GmbH gegenüber TimeWaver Home GmbH auf 17.850,00 EUR (Vorjahr 0,00 EUR).

Per 31.12.2021 beliefen sich die offenen Forderungen der Healy GmbH gegenüber TimeWaver Production GmbH auf 169.816,58 EUR (Vorjahr 0,00 EUR).

Per 31.12.2021 beliefen sich die offenen Verbindlichkeiten der Healy GmbH gegenüber TimeWaver Production GmbH auf 0,00 EUR (Vorjahr 153.990,83 EUR).

Per 31.12.2021 beliefen sich die offenen Forderungen der Healy World GmbH gegenüber TimeWaver Home GmbH auf 4.041,63 EUR (Vorjahr 2.041,63 EUR).

Per 31.12.2021 beliefen sich die offenen Verbindlichkeiten der Healy World GmbH gegenüber TimeWaver Home GmbH auf 180.384,55 EUR (Vorjahr 85.206,49 EUR).

Per 31.12.2021 beliefen sich die offenen Forderungen der Healy World GmbH gegenüber TimeWaver Production GmbH auf 51.198,05 EUR (Vorjahr 0,00 EUR).

Per 31.12.2021 beliefen sich die offenen Verbindlichkeiten der Healy World GmbH gegenüber TimeWaver Production GmbH auf 148.140,52 EUR (Vorjahr 23.408,88 EUR).

Alle Geschäfte mit nahestehenden Personen wurden zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen.

X. Sonstige Pflichtangaben

1. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Krieg in der Ukraine

Nach dem Einmarsch der russischen Streitkräfte in der Ukraine im Februar 2022 und den von der Europäischen Union erlassenen Sanktionsrichtlinien hat das Healy Management Team die Entscheidung getroffen, das Russlandgeschäft im Jahr 2022 einzustellen.

Die zwischen den Unternehmen geschuldeten Beträge in Bezug auf Darlehen und Forderungen werden daher nicht einbringlich sein. Diese konzerninternen Salden (insgesamt TEUR 426) werden im Jahr 2022 abgeschrieben.

Aufgrund des anhaltenden Konflikts ist das Ukraine-Geschäft zusammengebrochen. In absehbarer Zukunft werden keine ausreichenden Barmittel erwirtschaftet werden, um die ausstehenden konzerninternen Transaktionen zu begleichen. Die geschuldeten Beträge werden im Jahr 2022 zurückgestellt werden (Gesamtbetrag TEUR 154).

2. Annahmen mit wesentlichem Einfluss auf den Konzernabschluss

Die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss wird von Ansatz- und Bewertungsmethoden bestimmt. In einem bestimmten Umfang trifft Healy Einschätzungen und Annahmen die Zukunft betreffend, die auf Erfahrungswerten der Vergangenheit sowie weiteren Faktoren, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden, basieren. Hieraus abgeleitete Schätzungen können - obwohl die Einschätzungen und Annahmen fortlaufend neu bewertet werden - von den tatsächlichen Gegebenheiten abweichen.

Annahmen und Schätzungen zum 31.12.2021, bei denen ein erhebliches Risiko besteht, dass sie zu einer wesentlichen Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten im nächsten Geschäftsjahr führen, sind in den folgenden Bereichen enthalten:

Latente Steuern:

Die Geschäftsleitung hat entschieden, dass latente Steueransprüche auf Verlustvorträge auf lokaler Ebene nicht angesetzt werden. Da sich die Healy-Gruppe in der Aufbauphase befindet, kann das in IAS 12.35 geforderte Vertrauen in die Gewissheit und Hinlänglichkeit künftiger Gewinne nicht erfüllt werden. Diese Position wird zum nächsten Berichtszeitpunkt überprüft.

Immaterielle Vermögenswerte:

Wertminderungstests werden jährlich auf der Grundlage eines projektbezogenen Ansatzes durchgeführt, um sicherzustellen, dass jedes Projekt abgeschlossen ist und zu künftigen Einnahmen führen wird. Nach der Überprüfung ist für 2021 (wie auch für 2020) keine Wertminderung für Projekte erforderlich, die sich in der Entwicklung befinden oder aktiviert wurden.

Rückstellungen:

Die Bildung der sonstigen Rückstellungen beruht auf der Beurteilung des Managements hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit und der Höhe eines Ressourcenabflusses. Healy bildet Rückstellungen, wenn eine gegenwärtige Außenverpflichtung besteht und der Abfluss von Ressourcen wahrscheinlich ist, d.h., wenn mehr Gründe dafür- als dagegensprechen. Rückstellungen im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten werden dabei in Abhängigkeit davon gebildet, wie Healy die Erfolgsaussichten dieser Verfahren einschätzt. Im Jahr 2021 wurde eine in Vorjahren gebildete Rückstellung für ein Liveevent um 915.301,81 EUR teilweise aufgelöst, da Covid 19-bedingt nur ein Onlineevent stattfinden konnte.

3. Eventualverbindlichkeiten/Eventualforderungen

Einige Tochtergesellschaften des Unternehmens sind in Rechtsstreitigkeiten verwickelt, bei denen der Vorstand der Ansicht ist, dass entweder der Zeitpunkt oder der Ausgang der Auseinandersetzung zu unsicher ist, um sie zum jetzigen Zeitpunkt zu quantifizieren. Die Möglichkeit eines nachteiligen Ausgangs ist unwahrscheinlich, und selbst wenn es zu einem nachteiligen Ausgang käme, wären die finanziellen Folgen nicht wesentlich. Die Gruppe überwacht und verteidigt diese Rechtsstreitigkeiten weiterhin aktiv.

4. Außerbilanzielle Verpflichtungen

Die Healy-Gruppe hat zum Bilanzstichtag 31.12.2021 vertraglichen Verpflichtungen, die sich auf zukünftige Perioden auswirken werden in Höhe von 95.169,12 EUR (Vorjahr 93.534,00 EUR). Sie bestehen aus nicht nach IFRS 16 bilanzierten Miet- und Leasingverhältnissen.

5. Haftungsverhältnisse/Bürgschaften

Es liegen keine Haftungsverhältnisse oder Bürgschaften vor.

6. Honorar des Abschlussprüfers

Als Konzernabschlussprüfer ist PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beauftragt. Das Prüfungshonorar wird geschätzt auf TEUR 230. Es wurden keine Beratungsleistungen erbracht.

7. Gewinnverwendung

Der Vorstand schlägt der Hauptversammlung vor, den Jahresüberschuss mit den bestehenden Verlustvorträgen zu verrechnen.

 

Kränzlin, den 30.3.2023

Babak Jafarian, Vorstand

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Healy International AG, Kränzlin

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der Healy International AG, Kränzlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Healy International AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2021 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnach- weise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Hinweis zur Nachtragsprüfung

Diesen Bestätigungsvermerk erteilen wir zu dem geänderten Konzernabschluss und geänderten Konzernlagebericht aufgrund unserer pflichtgemäßen, am 18. November 2022 abgeschlossenen Prüfung und unserer am 30. März 2023 abgeschlossenen Nachtragsprüfung, die sich auf die Änderung des Konzernanhangs durch Ergänzung der Angaben zur Befreiung von der Pflicht zur Aufstellung der Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften Healy GmbH und Healy World GmbH gemäß § 264 Abs 3 HGB und die Änderung des Abschnitts "Prognosebericht" des Konzernlageberichts bezog. Auf die Darstellung der Änderungen durch die gesetzlichen Vertreter im geänderten Konzernanhang, Abschnitte "I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen" sowie "III. Konsolidierungskreis und Grundsätze zur Einbeziehung von Tochterunternehmen" sowie im geänderten Konzernlagebericht, Abschnitt "Prognosebericht" wird verwiesen.

 

Frankfurt am Main, den 18. November 2022 / begrenzt auf die im Hinweis zur Nachtragsprüfung genannten Änderungen Frankfurt am Main, den 30. März 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Bernd Roese, Wirtschaftsprüfer

ppa. Katrin Blumert, Wirtschaftsprüferin

DEE00067994.1.2

Original liegt vor

Angaben zur Billigung

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021 der Healy International AG wurde mit Beschluss der Gesellschafterversammlung im Umlaufverfahren vom 02.05.2023 gebilligt.

Bericht des Aufsichtsrats zum Geschäftsjahr 2021

Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat

Im Berichtsjahr 2021 hat der Aufsichtsrat seine Aufgaben, die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Prüfungs- und Kontrollaufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Die Zusammenarbeit des Aufsichtsrats mit dem Vorstand war durch intensiven und vertrauensvollen Dialog gekennzeichnet. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für die Gesellschaft relevanten Fragen der Strategie, der Planung und der Geschäftsentwicklung sowie der Risikolage und zu Compliance-Themen unterrichtet.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2021 fanden vier ordentliche Sitzungen des Aufsichtsrats statt. Hierin wurden anhand der Berichterstattungen des Vorstands der AG und der Geschäftsführer der von der AG gehaltenen Gesellschaften zu allen unternehmensrelevanten Fragen der Planung, der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung, der Risikolage und der Compliance ausführlich beraten. Gegenstand der Sitzungen, wie auch der schriftlichen Berichterstattungen, waren zusätzlich immer die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft und der wesentlichen Tochterunternehmen, die detailliert ausgewertet wurden. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung war der Aufsichtsrat stets eingebunden.

Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses

Der nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss sowie der von der PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Niederlassung Frankfurt am Main geprüfte und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene IFRS-Konzernabschluss nebst Lagebericht lagen dem Aufsichtsrat vor.

Der Jahres- und der Konzernabschluss mit Lagebericht, der Vorschlag des Vorstands über die Verwendung des Bilanzergebnisses sowie die Prüfungsberichte des Abschluss-/ Konzernabschlussprüfers wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Bilanzsitzung zur Prüfung vorgelegt.

Der Aufsichtsrat erörterte und prüfte sämtliche Vorlagen und Prüfungsberichte eingehend.

Nach der abschließenden eigenen Prüfung erhob der Aufsichtsrat gegen den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und die Lageberichte keine Einwände. Er schließt sich den Ergebnissen des Abschlussprüfers an.

Der Aufsichtsrat hat Jahresabschluss 2021 gebilligt und stellt diesen gemäss § 16 Abs. 3 der Satzung fest. Des weiteren wurde der Konzernabschluss für das Jahr 2021 gebilligt.

Dem Ergebnisverwendungsvorschlag des Vorstands des Mutterunternehmens schließt sich der Aufsichtsrat nach vorheriger Prüfung an.

Dank

Dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns spricht der Aufsichtsrat seinen Dank für die erbrachten Leistungen und das dabei gezeigte persönliche Engagement im vergangenen Geschäftsjahr aus.

 

Wien, den 30. April 2023

Roman Gregorig, Aufsichtsratsvorsitzender

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