FORMAXX
AG
Eschborn
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023
Lagebericht
Die FORMAXX AG ist ein mittelständisches
Finanzberatungsunternehmen mit Sitz in Eschborn. Das
Produktangebot besteht aus sechs Bedarfsfeldern. Die
Bedarfsfelder sind Sicherung der Gesundheit, Sicherung des
Einkommens, Sicherung der Vermögenswerte,
Altersvorsorge, Haus und Familie und Vermögensaufbau
und -optimierung. Diese Bedarfsfelder stehen in einer
starken Wechselwirkung zueinander und bei der
ganzheitlichen Beratung wird in drei Phasen unterschieden.
In der ersten Phase wird der finanzielle Grundbedarf
(Absicherung) geprüft, in der zweiten Phase wird auf
die Erhaltung des Lebensstandards (Vorsorge) geschaut und
in der dritten Phase wird auf die Verbesserung des
Lebensstandards (Vermögensplanung) hingearbeitet.
Um ein optimales Beratungsergebnis für jeden
Kunden sicherzustellen, wird bei der Produktauswahl
zunächst auf die Leistungen eines Produktes geachtet.
Hier gilt zuerst das Prinzip Leistung vs. Preis und nicht
Preis vs. Leistung. Aus diesem Grund werden die Produkte in
einer
Gold-Silber-Bronze Logik eingestuft. Ein Produkt,
das mindestens den Kernkriterien der
Verbraucherschützer, dem Bund der Versicherten sowie
Finanztest genügt, erhält Bronze. Silber und Gold
erhalten die Produkte, deren Qualitätskriterien
über diese Mindeststandards hinausgehen. Auch im Geld-
und Kapitalanlagebereich sind unabhängige Kriterien
der Maßstab. Die passenden Anlageprodukte werden
anhand eines
Best-in-Class-Ratings ermittelt. Dabei werden mit
einem eigenen Prüfprozess die hierfür
vorgesehenen Fonds bzw. Fondsmanager in der relevanten
Fondskategorie selektiert.
Über die Finanzanalyse nach DIN 77230 hinaus
bietet die FORMAXX AG den sogenannten Finanzscore an. Der
Finanzcore zeigt, wie vorhandene Finanzverträge zur
heutigen Lebenssituation passen und wie sich bisherige
Entscheidungen auf die zukünftige Finanz- und
Lebenssituation auswirken. Der Finanzscore erfasst den
finanziellen Ist-Zustand in nur einer Zahl.
Erwähnenswert ist darüber hinaus die DIN-Norm
77235, welche eine transparente, einheitliche und neutrale
Basis-Analyse der finanziellen Situation von
Selbstständigen, Freiberuflern, Gewerbetreibenden
und kleineren Unternehmen darstellt.
Neben einem hohen Qualitätsanspruch in der
Beratung, lassen sich FORMAXX Berater von ihren Kunden
auf dem
Portal WhoFinance bewerten. Mit der Aktivität
auf diesem Portal möchte die Gesellschaft ihren Kunden
eine erhöhte Transparenz und Feedbackmöglichkeit
in ihrem Beratungsprozess mit integrieren. Weiterhin soll
dies auch ein aussagekräftiges Bild für
Interessenten schaffen und somit zu einer erhöhten
Kundenzufriedenheit führen. Die einzelnen Bewertungen
und der aktuelle Wert der Gesellschaft können
tagesaktuell über die Homepage eingesehen werden. Die
FORMAXX AG gehört deutschlandweit zu den am meist
bewerteten Unternehmen.
In einem regelmäßigen Rhythmus wertet
das Portal die abgegebenen Kundenbewertungen aus und
vergibt zu einzelnen Kategorien Auszeichnungen. Zu den
Kategorien Deutschlands Top Berater 2023, Top Berater
für Grünes Wohnen, Top Berater Geldanlage,
Top Berater für Altersvorsorge und Top Berater
für Baufinanzierungen wurden die Berater der FORMAXX
AG im Jahr 2023 ausgezeichnet. Durch unzählig positive
geprüfte Bewertungen hat es die FORMAXX AG im Jahr
2023 geschafft, insgesamt über 10.000 Bewertungen zu
erhalten.
In der seit 2014 jährlich durchgeführten
"Untersuchung zur Markenstärke aus
Verbrauchersicht" hat die FORMAXX AG es zum zehnten
Mal in Folge geschafft, als
"Kundenliebling - beliebteste Marke" ausgezeichnet
zu werden. Dies ist eine eindeutige Bestätigung der
konsequenten verbraucherorientierten Arbeit durch die
denkbar strengste und ehrlichste Jury, die Verbraucher
selbst. Gerade in der Finanzberatung ist das Vertrauen von
höchster Bedeutung für den nachhaltigen Erfolg
des Unternehmens.
Das Bewertungsportal
kununu hat der FORMAXX AG das Gütesiegel "Top
Company" verliehen. Wir messen dieser Auszeichnung
größten Wert bei, da sie nur durch offene
anonyme Bewertungen unserer eigenen Mitarbeiter und Berater
zustande kommt. Insbesondere das spannende Aufgabengebiet
und der familiäre Umgang sind in den Bewertungen
hervorzuheben. Die FORMAXX AG gehört zu den
Unternehmen auf kununu, die aufgrund
überdurchschnittlicher Bewertung dieses Siegel
erhalten haben. Mit diesem Ergebnis gehören wir zu den
rund 5 Prozent der Unternehmen auf Kununu, die aufgrund
überdurchschnittlicher Bewertungen dieses Siegel
erhalten haben.
Bereits zum dritten Mal in Folge hat das F.A.Z.
Institut die FORMAXX AG zu "Deutschlands beste
Finanzdienstleister" ausgezeichnet. Das F.A.Z. Institut ist
ein Unternehmen der renommierten Verlagsgruppe Frankfurter
Allgemeine Zeitung. Als Dienstleister für
Kommunikations- und Marketingentscheider steht es für
relevante, glaubwürdige und hochwertige
Information. Kontinuierlich analysiert das Haus die
Reputation von nahezu allen größeren
Unternehmen der Branche. Dazu nutzen sie viele Millionen
digitaler Quellen wie Datenbanken, Webseiten oder
Sozial-Plattformen. Durch die Qualität an Bewertungen
und Postings im digitalen Bereich, konnte die FORMAXX AG
erneut ausgezeichnet werden.
Wirtschaftsbericht
Allgemeiner Wirtschaftsbericht innerhalb
Deutschlands
Die Geschäftsentwicklung der FORMAXX AG wird
wesentlich beeinflusst durch die konjunkturelle
Entwicklung in Deutschland, da das Unternehmen seine
Gesamterlöse ausschließlich hierzulande
erwirtschaftet bzw. anbahnt. Besonders wichtige
nichtfinanzielle Leistungsindikatoren stellen dabei
das Wirtschaftswachstum, die allgemeine Sparquote, die
Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt und das Lohnniveau
dar. Im Jahr 2022 stieg das deutsche
Bruttoinlandsprodukt (BIP), ein Indikator für das
Wirtschaftswachstum, laut dem Deutschen Institut für
Wirtschaftsforschung (DIW) um 1,8 Prozent (Vorjahr
Anstieg von 3,2 Prozent). Für das Jahr 2023 wird ein
leichter Rückgang in der Entwicklung des realen BIP
von -0,2 Prozent vom DIW prognostiziert.
Die durch die Energiepreisschocks geschwächte
deutsche Wirtschaft kommt auch in den kommenden Monaten
nicht richtig in Gang, weil hohe Zinsen und eine verhaltene
Weltkonjunktur bremsen. Bei aktuell abnehmender Inflation
und stärkeren Lohnsteigerungen erholt sich zwar ab dem
dritten Quartal 2023 der private Konsum, diese positive
Entwicklung kommt aber so spät, dass sie die Rezession
im aktuellen Berichtsjahr 2023 nur etwas mildern kann,
nicht verhindern. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist ein
Indikator für die konjunkturelle Entwicklung in
Deutschland. Dieser lag im September 2023 bei 85,8 Punkten
und damit im Vergleich zum Vormonat auf einem identischen
Niveau. Dieser ist innerhalb des Berichtsjahres der
niedrigste Wert.
Die Arbeitslosenquote steigt im Jahresmittel auf 5,7
Prozent. Das entspricht rund 2,6 Millionen Menschen ohne
ein Arbeitsverhältnis. Dies ist ein Anstieg
gegenüber dem Vorjahr um rund 190.000 Menschen. Durch
die schwache konjunkturelle Dynamik bremst die Entwicklung
der Erwerbstätigkeit, die gleichwohl positiv bleibt.
Die Zahl der Erwerbstätigen legt 2023 im
Jahresdurchschnitt um 0,7 Prozent zu.
Im aktuellen Berichtsjahr ist die Inflationsrate auf
dem höchsten Niveau, in der Spitze auf 8,8 Prozent im
November 2022 gestiegen. Damit ist die Inflationsrate
zu diesem Zeitpunkt an der Bergspitze angekommen. Im
weiteren Jahresverlauf konnte sich die Inflationsrate
deutlich auf 4,5 Prozent reduzieren. Jedoch befindet sie
sich seit Juli 2021 grundsätzlich auf einem
Rekordniveau. Verantwortlich dafür sind unter anderem
Basiseffekte, die auf die coronabedingte Senkung der
Mehrwertsteuer in der zweiten Jahreshälfte 2020 und
den damit einhergehenden sinkenden Preisen bei vielen
Gütern zurückzuführen sind. Weiterhin sind
zudem die Preise für Mineralölprodukte und
weitere energieerzeugende Rohstoffe stark gestiegen, diese
Entwicklung wird durch den Krieg in der Ukraine weiter
verstärkt.
Jedoch steht auf der konjunkturellen Habenseite eine
langsame Erholung beim privaten Konsum. Nach den
heftigen Kaufkrafteinbußen im vergangenen Jahr
lässt die Inflation nach, zugleich profitieren die
Einkommen von deutlich höheren
Tariflohnabschlüssen gegenüber den Vorjahren.
Somit liegen die verfügbaren Einkommen
preisbereinigt auf demselben Niveau.
Branchenspezifischer Wirtschaftsbericht
Altersvorsorge
Im abgelaufenen Berichtsjahr hat sich die
Geschäftslage der Lebensversicherung leicht verbessert
und beendet dem anhaltenden Abwärtstrend der Vorjahre.
Das Geschäftsklima in der Lebensversicherung wird mit
einem Saldo von -14,4 Punkten günstiger beurteilt als
im Vorquartal (-34,6 Punkte) und erreicht damit den
höchsten Stand seit dem 1. Quartal 2022. Entgegen der
Gesamtentwicklung verdunkelt sich die Stimmung in der
fondsgebunden Lebensversicherung. Das
Geschäftsklima sinkt dort auf einen Saldo von -28,8
Punkten.
Die Mehrheit der Angehörigen aller
Einkommensklassen befürchtet eine Rentenlücke. So
können knapp elf Millionen Haushalte in
Deutschland die Rentenlücke nicht aus eigener Kraft
schließen. Zum einen erhöht die Inflation den
Vorsorgebedarf für das Alter, auf der anderen Seite
wird das frei verfügbare Einkommen eingeschränkt.
Die staatliche Förderung in Deutschland wird im
sogenannten in 3-Schichten-Modell dargestellt. Zur
Basisvorsorge der ersten Schicht gehört neben der
gesetzlichen Rentenversicherung auch die Basis-Rente,
deren Beiträge steuerlich geltend gemacht werden
können. Neben Angestellten können die Basis-Rente
vor allem Selbstständige und Freiberufler nutzen,
die nicht der gesetzlichen Rentenversicherungspflicht
unterliegen. Der steuerliche absetzbare
Höchstbetrag liegt im Jahr 2023 bei 26.528 Euro
für Alleinstehende und bei 53.056 Euro für
Ehegatten. Für 2023 liegt der Höchstbetrag bei
100 Prozent der gezahlten Beiträge, welche als
Sonderausgaben geltend gemacht werden
Mit Blick auf die aktuelle Lage im Neugeschäft
zum laufenden Beitrag ist der Saldo mit -19,9 Punkten noch
tiefer in den negativen Bereich gerutscht. Die Erwartungen
für das Neugeschäft zum laufenden Beitrag haben
sich insgesamt verbessert. In der Befragung der
Lebensversicherer ist jedoch die Erwartungshaltung zum Ende
des Berichtsjahres leicht zurückgegangen.
Insgesamt ist die Entwicklung im Bereich
Lebensversicherung durch das makroökonomische Umfeld
weiterhin eingetrübt. Die Inflation wird zwar weniger
durch die ursprünglichen Inflationstreiber wie
Lieferkettenengpässe, Energie- und Lebensmittelpreise
angetrieben, jedoch haben sich die anfänglichen
Preisschübe mittlerweile in weiten Teilen der
Wertschöpfungskette verfestigt. Der GDV erwartet
demnach eine hartnäckige Entwicklung der
Kerninflationsrate. Hierdurch verschiebt sich der erwartete
Anstieg der Reallöhne weiter in Richtung Jahresende.
Die Sparquote wird sich langsam normalisieren, jedoch zeigt
die Auswertung der Geldvermögensbildung, dass die
Attraktivität von Termineinlagen, deren Verzinsung im
Zuge der geldpolitischen Marktveränderungen stieg,
zugenommen hat. Die Arbeitslosenquote verharrt weiterhin
auf einem niedrigen Niveau.
Trotz vielseitigen Herausforderungen der privaten
Haushalte ist keine überdurchschnittliche Stornoquote
zu beobachten. Zwar ist sie im ersten Quartal 2023
leicht gegenüber dem Gesamtjahr 2022 angestiegen,
jedoch liegt sie weiterhin unter dem Niveau von 2020. Im
Hinblick auf die Entwicklung des Neugeschäftes zum
laufenden Beitrag, geht der GDV von einem
geringfügigen Minus um 1 Prozent aus. Bisher sind
dabei die Monate zu Beginn des Jahres schwächer zum
Vorjahr ausgefallen. Somit ergibt sich für das Jahr
2023 ein leichter Rückgang.
Krankenversicherung
Im aktuellen Berichtsjahr wird die Geschäftslage
in der privaten Krankenversicherung deutlich besser
bewertet, gegenüber dem Vorjahr. Hierbei haben rund 23
% der befragten Unternehmen eine gute Geschäftslage
angegeben, und von einer schlechten Geschäftslage
berichtet aktuell kein einziges Unternehmen.
Die Geschäftserwartungen liegen wieder im
positiven Bereich und sind merklich angestiegen. Hierbei
ist der Anteil der befragten Unternehmen mit schlechten
Geschäftserwartungen von 21 Prozent auf 0 Prozent
gesunken.
Laut GDV verbessert sich auch das Geschäftsklima
im Krankenvollversicherungsgeschäft deutlich. Im
Bereich der Krankenzusatzversicherung steigt das
Geschäftsklima nur leicht an.
Bei der Leistungsentwicklung hat sich die
Einschätzung, laut der GDV, nochmals verschlechtert
und markiert bei der aktuellen Lage und den Erwartungen auf
einem Tiefstand.
Anfang 2023 hat nach der pandemiebedingten Aussetzung
eine Anpassung der Jahresentgeltgrenze (JAEG) und der
Beitragsbemessungsgrundlage für die Kranken- und
Pflegeversicherung stattgefunden. Dadurch konnten der
Wechselsaldo und das Beitragswachstum insgesamt
gedämpft werden. Gleichzeitig wird weiterhin mit einem
recht kräftigen Anstieg der Nominallöhne von 5,5
Prozent gerechnet, was gemessen am Anstieg der JAEG von 3,5
Prozent, einer größeren Anzahl an Menschen die
Option zu einem Wechsel in die Private
Krankenversicherung gibt.
Die Versicherungsleistungen und damit verbundenen
Kosten steigen erneut. Zu den Gründen zählt ein
ungewöhnlich hoher Krankenstand zum Jahresbeginn,
Nachholeffekte von der Corona-Pandemie und verteuerte
Behandlungskosten durch die allgemeine
Inflationsentwicklung.
Die durchschnittlichen Beitragssätze der
gesetzlichen Krankenversicherung liegen in 2023 weiterhin
bei 14,6 Prozent. Damit ist der Beitragssatz seit 2015
auf einem konstanten Niveau geblieben.
Über 74 Millionen Menschen waren im Juli 2023 in
der gesetzlichen Krankenversicherung versichert. Das
entspricht etwa 90 Prozent der Bevölkerung in
Deutschland. Die Anzahl der beitragszahlenden Mitglieder
macht mit 58 Millionen Menschen etwa 78 Prozent aus.
Mehr als die Hälfte aller Mitglieder waren im
Juli 2023 Pflichtmitglieder, welche ein Einkommen bis
66.600 Euro im Jahr erreichen. Über 6 Millionen
Menschen (10,7 Prozent) waren freiwillig versichert.
Die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen sind seit dem
Jahr 1970 rapide gesunken. Im Jahr 1970 gab es 1.815
Krankenkassen, im Juli 2023 waren es nur noch 96
Krankenkassen. Hier zeigt sich der politisch gewollte
Konzentrationsprozess, insbesondere verursacht durch
Fusionen unter den Krankenkassen.
Die Ausgaben für Gesundheit in Deutschland
betrugen nach Anhaben des Statistischen Bundesamtes
2022 insgesamt 498,1 Milliarden Euro, das entspricht 12,9
Prozent des Bruttoinlandproduktes. Den größten
Anteil an den Gesundheitsausgaben hatte die gesetzliche
Krankenversicherung mit 53,3 Prozent. Die
Leistungsausgaben stiegen dabei weiterhin
kontinuierlich an. Auch im Jahr 2022 setzte sich dieser
Trend weiter fort. Die Ausgaben der Krankenkassen betrugen
274,2 Milliarden Euro und sind damit um 4,11 Prozent
gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Der
größte Teil davon entfiel mit 32,1 Prozent auf
den Krankenhausbereich. Die zweithöchsten
Ausgaben lagen mit 17,8 Prozent bei Arzneimittel, kurz
dahinter mit 16,8 Prozent lagen die ärztlichen
Behandlungen. Weitere 7,8 % sind für Heil- und
Hilfsmittel ausgegeben worden.
Sachversicherung
Die Bedeutung des Geschäfts mit
Sachversicherungen für unabhängige Berater hat in
den vergangenen Jahren verstärkt zugenommen.
Nach Zahlen der GDV hat die Anzahl der Verträge
im Jahr 2022 um 0,6
% auf 342,9 Millionen Verträge zugenommen.
Den größten prozentualen Anstieg in Bezug auf
die Versicherungsbeiträge verzeichnete die
Transport- und Luftfahrtversicherung mit 12,0 Prozent,
gefolgt von der Kredit-, Kautions-,
Vertrauensschadenversicherung mit 9,5 Prozent.
Die Beiträge für die Sachversicherung
beliefen sich 2022 auf 80,4 Milliarden Euro. Dies geht mit
einem Anstieg von 4,0 Prozent zum vorherigen Jahr einher.
Die Schaden-Kosten-Quote lag 2022 bei 95 Prozent. Im
Vorjahr 2021 lag diese bei 102,3 Prozent. Zu den
schlechtesten deckenden Sparten zählen die
KFZ-Vollkaskoversicherung mit 107 Prozent, die verbundene
Wohngebäudeversicherung mit 106 Prozent und
Sach-Gewerbe mit 103 Prozent.
Deutlich kostendeckender arbeiten die Sparten
Kredit-, Kautions-, Vertrauensschadenversicherung mit 70
Prozent, die verbundene Hausratversicherung mit 75
Prozent und die private Unfallversicherung mit 77 Prozent.
Geldanlage
Aufgrund deutlich gestiegener Inflationsraten hat die
Europäische Zentralbank eine seit Einführung des
Euros nie dagewesene Zinserhöhung durchgeführt.
Nach zehn Zinserhöhungen in Folge stieg der Leitzins
von 0,0 Prozent auf 4,5 Prozent. Diese Schritte sollen den
Teuerungsraten entgegenwirken. Der Leitzins liegt derzeit
so hoch wie zuletzt in den 2000er Jahren. Somit werden auch
die Konjunkturerwartungen für die Euro-Zone
gedämpft. Hochverschuldete Länder wie
Italien oder Frankreich werden Schwierigkeiten erfahren,
ihre Schulden zuverlässig zu bedienen. Als weitere
Folgen der Zinserhöhung werden Verbraucherkredite
deutlich teurer. Auch Banken drohen aufgrund von
Firmenpleiten oder Umschuldungen vermehrte
Kreditausfälle.
Stand der DAX Ende 2021 noch bei 16.290 Punkten,
so hoch wie noch nie, stoppte eine Variante des Coronavirus
den Höhenflug. Ferner ist der DAX von 30 auf 40
Unternehmen vergrößert worden. Trotz
anhaltender Lieferengpässe boomen ganze Branchen wie
Impfstoffhersteller, Laborausrüster oder
Logistikkonzerne. Ende September 2022 lag der DAX auf einem
Tiefstand, mit einem Stand von 12.114 Punkten, wie zuletzt
im Oktober 2000. Das Berichtsjahr abgeschlossen hat er Ende
September 2023 mit 15.386 Punkten. Das Geldvermögen
der privaten Haushalte in Deutschland ist im ersten Quartal
des Jahres 2023 um rund 146 Milliarden Euro gestiegen und
betrug zum Quartalsende 7.393 Milliarden Euro. Damit setzt
das Geldvermögen nach Rückgängen in den
ersten drei Quartalen 2022 die Aufwärtsbewegung des
vierten Quartals 2022 fort. Gemäß Angaben der
deutschen Bundesbank erhöhten die privaten Haushalte
ihre Forderungen um insgesamt 70 Milliarden Euro und
konnten Bewertungsgewinne in Höhe von 76 Milliarden
Euro verbuchen.
Geld an der Börse anzulegen, Aktien zu kaufen
oder zu verkaufen war noch nie so einfach wie heute.
Während der Pandemie erleben Trading Apps einen
regelrechten Boom, vor allem bei jungen Menschen. Der
Anteil junger Menschen unter den Aktionären hat sich
dabei weiter erhöht. Besonders die Gruppe der unter
30-Jährigen war am Aktienmarkt sehr aktiv. Rund
600.000 junge Erwachsene unter 30 Jahren wagten sich auf
das Börsenparkett, ein Plus von 40 Prozent zum
Vorjahr. Keine andere Altersgruppe verzeichnete einen so
großen Anstieg. Der Anteil von Frauen unter den
Aktionären liegt immer noch bei rund einem Drittel.
Allerdings haben sich 2022 mehr Frauen als Männer neu
für Aktie, Aktienfonds und ETF entschieden. Der
Zuwachs lag laut DAI bei 482.000, bei den Männern
waren es 338.000.
Immobilien
Lange galten Immobilien als sichere und wertvolle
Kapitalanlage. Doch seit Beginn des Jahres neigt sich der
Immobilienboom dem Ende zu. In dreizehn von vierzehn
deutschen Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern wird
mit stagnierenden bis leicht rückläufigen Preisen
gerechnet. Als Gründe werden stark gestiegene Zinsen
für Baudarlehen, die Inflation sowie der Ukrainekrieg
genannt. Den stärksten Rückgang in den
Immobilienpreisen verzeichnet Essen mit voraussichtlich
acht Prozent zum Jahresende.
Die aktuelle Zahl der pflegebedürftigen Menschen
beläuft ich auf rd. 4,9 Millionen. Bis zum Jahr 2055
wird ein Anstieg um rd. 1,8 Millionen Menschen
prognostiziert. Somit sind Pflegeimmobilien eine attraktive
Kapitalanlage.
Rund ein Fünftel der Pflegebedürftigen
leben in Pflegeheimen. Der überwiegende Teil wird zu
Hause versorgt, von Angehörigen oder einem ambulanten
Pflegedienst.
Die wirtschaftliche Lage der deutschen Pflegeheime
ist laut "Pflegeheim Rating Report 2022" des
Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI)
angespannt. Jedes fünfte Pflegeheim gilt mittlerweile
als insolvenzgefährdet. Gerade in den westlichen
Bundesländern ist die Lage schlecht. Der Trend setzt
auch in diesem Berichtsjahr weiterhin auf ein starkes
Wachstum in der ambulanten Versorgung sowie der
Privatisierung. Aufgrund der Alterung der Gesellschaft ist
bis 2055 in Deutschland mit sieben Millionen
Pflegebedürftigen zu rechnen, was eine Steigerung um
37 Prozent gegenüber dem Jahr 2021 bedeutet. Damit
geht laut RWI ein zusätzlicher Bedarf von 378.000
stationären Pflegeplätzen bis 2040 hervor. Laut
des Bundesinstituts für Bau-, Stadt und Raumforschung
soll der Bedarf an Pflegeplätzen vor allem in
Ballungsgebieten stark ansteigen. Bewohner in
Pflegeheimen machen circa ein Fünftel der
pflegebedürftigen Menschen in Deutschland aus. Mit der
steigenden Anzahl an pflegebedürftigen Personen steigt
auch der Bedarf nach Pflegeheimen und
Pflegeplätzen, welche langfristige Investitionen
darstellen.
Finanzierungen
Die Zinsen für Baufinanzierungen sind im
Berichtsjahr seit langer Zeit wieder angestiegen. Bei einer
Zinsbindung von 10 Jahren liegt der Hypothekenzins im
September 2023 bei circa 4,06 Prozent. Bis September 2023
beläuft sich das Transaktionsvolumen im Wohnungsmarkt
in diesem Jahr auf 3,92 Milliarden Euro. Zum Vergleich
betrug das Volumen im Vorjahreszeitraum 13 Milliarden Euro,
was einen Rückgang von rd. 70 % bedeutet.
Die EZB hat im Berichtsjahr den Leitzins auf 4,5
Prozent angehoben. Es ist abzusehen, dass
Finanzierungen und unternehmerische Investitionen
zurückgehen werden. Seit Anfang des Jahres 2022
sind die Zinsen für Baufinanzierungen um
durchschnittlich 2,5 Prozentpunkte gestiegen.
Somit liegt er aktuell zwischen 4,1 und 4,5 Prozent
effektiv, je nach Kreditsumme und eingebrachtem
Eigenkapital. Ferner sind Anschlusskredite betroffen,
welche insgesamt auch teurer als die vorherige Finanzierung
werden.
Wettbewerb und Berater
Deutschland liegt mit 4 Prozent des
Weltmarktanteils auf Platz 6 der größten
Versicherungsmärkte weltweit. Als
Rückversicherungsstandort belegt Deutschland weltweit
den dritten Platz. Die Wettbewerbssituation auf dem
deutschen Markt für Finanzdienstleistung hat sich
im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr nicht
wesentlich verändert.
Die Branche ist nach wie vor sehr heterogen und von
Konsolidierungstendenzen gekennzeichnet.
Zu den Anbietern zählen zahlreiche
Finanzvertriebe, Einzelmakler, Banken, Versicherungen und
freie Finanzvermittler, die ein sehr unterschiedliches
Qualitätsniveau in der Beratung bieten. Darüber
hinaus besteht Wettbewerbsdruck auf die Branche durch
Direktvertriebe, Poolgesellschaften und FinTechs. Die Zahl
der Versicherungsunternehmen sinkt in den letzten
Jahren stetig. Waren es im Jahr 1980 noch circa 809
Unternehmen in der Branche, sind es 2022 lediglich
noch 506 gewesen.
Auch branchenfremde Anbieter von
Versicherungsprodukten und Vermittlungen stoßen auf
zunehmendes Interesse. So können sich laut Bain
& Company bereits 70 Prozent der unter 35-Jährigen
in der Schweiz vorstellen, sich auch bei Branchenfremden
abzusichern. Weit verbreitet ist dieses Phänomen
bereits in vielen asiatischen Ländern, wo unter
anderem Einzelhändler oder Hightech-Anbieter viele
Sach- und Lebensversicherungen anbieten und diese auf
eine hohe Nachfrage bei den jüngeren Generationen
stoßen. Trotz steigender Wichtigkeit der
Online-Anbieter gewinnt auch im Jahr 2022 die
persönliche Beratung. So ist die
Ausschließlichkeit immer noch der größte
Vertriebsweg im Neugeschäft, gefolgt von Maklern auf
dem zweiten Platz.
In letzter Zeit ist ein anhaltender Trend der
Konsolidierung auch beim Poolmarkt beobachtbar. Eine
wesentliche Ursache liegt in den hohen Kosten für die
Etablierung digitaler Prozesse. Von einem Oligopol auf dem
deutschen Markt ist die Versicherungsbranche noch ein
Stück entfernt. Als weiterer Grund wird die
fortgeschrittene Altersstruktur genannt. So befinden
sich die Inhaber von den Poolgesellschaften in höherem
Alter und versuchen zu verkaufen. Diese Pools haben meist
ausländische Investoren.
Spannend ist die Situation bei den ausgebildeten
Beratern. Bereits über einen längeren
Zeitraum nimmt die Anzahl der Versicherungsvermittler
deutlich ab. Laut deutscher Industrie- und Handelskammer
besitzen im Juli 2023 noch 183.055 Menschen die
Erlaubnis des Versicherungsvermittlers. Hier liegt der
größte Anteil bei den gebundenen
Versicherungsvertretern mit 103.156 Vermittlern.
Lediglich 46.274 waren als Versicherungsmakler registriert.
Eingetragene Immobiliendarlehensvermittler nach § 34i
Abs. 1 GewO gab es Stand Juli 2023 57.733 Personen. Sie
verzeichneten einen leichten Anstieg zum Vorjahr. Dort
waren es noch 56.715 Personen. Nach § 34f GewO hatten
39.949 Personen die Eintragung zum
Finanzanlagenvermittler. Im Vorjahr waren es noch
39.084 Vermittler.
Rechtliche Rahmenbedingungen
Basis-Rentenbeiträge können ab 2023 als
Sonderausgaben gemeinsam mit den Beiträgen zur
gesetzlichen Rentenversicherung vom zu versteuernden
Einkommen abgezogen werden. Die Höhe kann ab 2023 zu
100 % Prozent abgesetzt werden.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen für
Finanzdienstleistungsunternehmen bezüglich
Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und der Richtlinie
über Märkte und Finanzinstrumente (MiFID II)
haben auch für das Berichtsjahr Bestand. Die
Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) betrifft
alle deutschen Unternehmen, insbesondere die
Finanzdienstleistungsbranche, die in besonderem Maße
mit personenbezogenen Daten arbeitet. Die DSGVO ist
zum Schutz der personenbezogenen Daten im Mai 2018
eingeführt worden. Die Verordnung MiFID II sieht unter
anderem eine ab 01. August 2020 geltende Verpflichtung zur
Aufzeichnung der telefonischen Beratung zu Geldanlagen
(Taping), eine klarere Bestimmung von Zielmärkten,
Einführung einer Geeignetheitserklärung und
weitere Kriterien zu Kosteninformationen zu Geldanlagen
vor. Die Aufzeichnungspflicht hat sich aufgrund von Corona
auch auf die Videoberatung zu Finanzanlagen ausgeweitet.
Ob es zu einer Vorsorgepflicht für
Selbstständige in 2024 kommt, ist weiterhin nicht
endgültig geklärt. Die Vorsorgepflicht
würde aber nicht nur Belastungen mit sich bringen, da
aufgrund einer Befreiung durch private Vorsorge wieder
Chancen für den Vertrieb von alternativen
Vorsorgeprodukten entstehen. Darüber hinaus hat die
neue Regierung eine Reform der privaten Altersvorsorge
angekündigt. Wie diese Reform endgültig aussehen
wird, ist noch offen. Die Versicherungsbranche fordert eine
vereinfachte Förderung sowie die Öffnung für
Anlagemöglichkeiten mit höheren
Renditechancen.
Digitalisierung
Die aufgrund der Corona-Pandemie steigende
Notwendigkeit einer Digitalisierung der
Geschäftsprozesse ist erkannt worden und wird
umgesetzt. So sind bereits von vielen Versicherern Prozesse
wie der Vertragsabschluss digitalisiert worden. Auch
Finanzberater erkennen das Potenzial der Videoberatung mit
ihren (potenziellen) Kunden, da diese unabhängig
vom aktuellen Standort durchgeführt werden kann und
auch die geographische Reichweite immens erhöht
werden kann.
Als wichtiger Hebel der Digitalisierung und ein
Schritt zu mehr Flexibilität dient die Cloud. Diese
wird vorrangig durch die IT in den Unternehmen getrieben.
Der weitere Ausbau wird durch Regulatorik und Datenschutz
gehindert. Ferner sind Kollaborationen mit InsurTechs
einfacher, da mittels digitaler Ökosysteme neue
Kundensegmente einfacher und schneller adressierbar
sind.
Ein besonderer Fokus sollte auf InsurTechs liegen.
Die Pandemie hat die Entwicklung dieser weiter
vorangetrieben. So haben über 80 Prozent der
Business-to-Customer-Insurtechs mehr Neukunden gewinnen
können als vor der Pandemie. Laut dem
Versicherungsboten sind bei über 20 Prozent der
StartUps die Zahl der Neukunden sogar um mehr als 50
Prozent im Jahr 2022 gestiegen. Bei den Unternehmen, deren
Primärkunden die etablierte Versicherungswirtschaft
sind, ist der Neukundenzuwachs sogar noch deutlicher
erkennbar. Hier behaupten circa ein Drittel der StartUps
einen Zuwachs von mehr als 50 Prozent zu notieren. Die
Gesamtanzahl der Unternehmen lag vor dem Berichtsjahr
durchschnittlich bei rund 210. Große
Versicherungsunternehmen erkennen Potenziale der InsurTechs
und gehen Kooperationen ein, beziehungsweise tätigen
Investitionen, welche die Entwicklung der Unternehmen
vorantreiben. Darüber hinaus gründen
Versicherungsgesellschaften eigene StartUps unter ihrem
Konzerndach, bei denen sie vor allem junge Mitarbeiter
engagieren und Marktlücken erkennen und ausnutzen
wollen. InsurTechs entwickeln sich aufgrund genannter
Investitionen und vor allem der Internationalisierung zu
wahren Konkurrenten der konventionellen
Versicherungsbranche.
Dennoch bietet die Digitalisierung nicht nur Chancen,
sondern sie birgt auch Risiken. Das wohl größte
Risiko in diesem Bereich stellen die Cyberattacken dar,
welche im Laufe der letzten zwei Jahre deutlich zugenommen
haben. Hier fehlt es an historischen Daten, welche zum
Beispiel die Grundlage für eine Prämienberechnung
für Cyberversicherungen sind. Zu Cyberattacken
zählen zum größten Teil Malware (Malicious
Software), Web-based Attacks und Phishing. Um sich gegen
Cyberangriffe zu schützen, müssen die IT-Systeme
ständig verbessert werden. Außerdem müssen
Mitarbeiter diesbezüglich geschult werden; einerseits
wie generell mit den digitalisierten Prozessen
umzugehen ist, andererseits wie sie den Fall eines Angriffs
verhindern können. Einher gehen diese Maßnahmen
mit hohen Investitionskosten für die Firmen.
Cyberversicherer machen erstmals Verluste.
Hackerangriffe sind eine wachsende Gefahr für die
gesamte Wirtschaft. 2021 mussten sie deutlich mehr
Schäden regulieren, die Aufwendungen überstiegen
gar erstmals die Einnahmen. Der Markt wächst weiter
sehr rasant.
Aus unserem digitalen Zeitalter sind Apps nicht mehr
aus dem Alltag zu denken. Hier bieten sich für
Versicherungsunternehmen und
Finanzdienstleistungsunternehmen zahlreiche
Anwendungsmöglichkeiten an. So werden Apps angeboten,
welche als Vergleichsportale fungieren. Versicherungsmakler
müssen hier aktiv in Konkurrenz mit den Apps treten
und haben den Vorteil, dass sie bei beratungsintensiven
Produkten wie eine Berufsunfähigkeitsversicherung
die Nähe zum Kunden anbieten. Ferner werden diese Apps
als Kundenportal genutzt und auch von den Versicherten
aktiv angefragt. Sie bieten eine Übersicht über
die bestehenden Verträge, dienen als
Kommunikationskanal und als Möglichkeit
Rechnungen für die Krankenversicherung einzureichen.
Der Kunde wird durch die Digitalisierung noch mehr in den
Fokus gestellt. Die Kundenbeziehungen werden verbessert und
Wettbewerbsvorteile generiert. Ferner erwarten die
Kunden heutzutage eine digitale Kommunikation mit den
Maklern. Die positiven Erfahrungen mit Apps aus dem
Bereich des Online-Bankings oder E-Commerce werden auf die
Versicherungsbranche übertragen.
Geschäftsverlauf
Ertragslage
Die FORMAXX AG erzielte im abgelaufenen
Geschäftsjahr Umsatzerlöse von insgesamt 21,74
Millionen €. Dies entspricht einen Rückgang
von ca. 5,7 % zum Vorjahr und einer Reduktion um 1,32
Millionen €. Der Rückgang ist hauptsächlich
dem gesunkenen Neugeschäft in den Sparten
Finanzierung, Immobilien und Geldanlage aufgrund der
gesamtwirtschaftlichen Entwicklung geschuldet.
Zusätzlich konnte im Bereich der Lebensversicherung
aufgrund des abweichenden Geschäftsjahres
(01.10.-30.09.) nicht an der starken
Neugeschäftsentwicklung aus der letzten
Rechnungszinsänderung auf 0,25% zum 01.01.2022 im
angeknüpft werden. Die wiederkehrenden Einnahmen im
Bereich der Umsatzerlöse konnten erneut erfolgreich
ausgebaut werden.
Der Vertriebsaufwand im abgelaufenen
Geschäftsjahr lag bei 15,2 Millionen €. Dies
entspricht einer Vertriebsaufwandsquote von 67,6 %.
Die Vertriebsaufwandsquote ist zum Vorjahr um 2,4%-Punkte
gesunken.
Der Rohertrag der Gesellschaft liegt bei 6,55
Millionen €, dies entspricht einer Rohertragsmarge von
30,1 %. Damit entwickelte sich die Rohertragsmarke im
Vorjahresvergleich (30,2%) sehr stabil und zeichnet somit
das zukunftsfähige Geschäftsmodell der
Gesellschaft auch in politischen schwierigen Zeiten aus.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 0,5
Millionen € auf 5,6 Millionen € gesunken. Die
Aufwendungen betreffen hauptsächlich die
umsatzabhängigen Dienstleistungsgebühren aus der
Back-Office-Tätigkeit der Schwestergesellschaft
DEFINET AG. Des Weiteren sind nach dem COVID 19 bedingten
Lock Down erstmalig wieder stattfinde
Präsenzveranstaltungen im gesamten Berichtsjahr
möglich. Hierdurch sind im abgelaufenen
Geschäftsjahr die Veranstaltungskosten für
Tagungen angestiegen.
Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr
2022/2023 ein Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von
0,71 Millionen € erzielen. Dieses bedeutet im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine Steigerung 27,7%.
Am 09.07.2020 wurde mit der Muttergesellschaft BTS
Finance Group AG ein Gewinnabführungsvertrag
abgeschlossen. Daher ist die Gesellschaft
verpflichtet, von ihrem Jahresergebnis einen Betrag von
0,67 Millionen € an die Muttergesellschaft
abzuführen und an die Minderheitsaktionäre eine
Ausgleichszahlung von 0,04 Millionen € zu leisten.
Finanzlage
Die Finanzmittelausstattung war im Berichtsjahr stets
ausreichend. Die Sicherstellung der kurzfristigen
Liquidität wird über eine monatliche
Liquiditätsplanung gesteuert. Die
Liquiditätsplanung hat im Wesentlichen die Aufgabe
darauf zu achten, dass der Bedarf an Liquidität
fristgerecht gedeckt ist.
Der Cashflow aus der laufenden
Geschäftstätigkeit konnte u.a. aufgrund des
gestiegenen Periodenergebnis zum Vorjahr deutlich um fast
0,5 Millionen € gesteigert werden.
Der untergeordnete Cashflow aus
Investitionstätigkeit ist mit 0,03 Millionen
€ wieder angestiegen und positiv.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten ist
aufgrund der vertraglichen Gestaltung im Konzernverbund mit
0,55 Millionen € planmäßig negativ und
konnte sich aufgrund der reduzierten Auszahlung aus
Ergebnisabführungsverträgen um 37% verbessern.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten ist
aufgrund der vertraglichen Gestaltung im Konzernverbund mit
0,55 Millionen € planmäßig negativ und
konnte sich aufgrund der reduzierten Auszahlung aus
Ergebnisabführungsverträgen um 37% verbessern.
Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres
betrugen die liquiden Mittel 0,63 Millionen € und sind
gegenüber dem Vorjahr um 5% gestiegen.
Vermögenslage
Die Bilanzsumme in dem abgelaufenen Berichtsjahr
beträgt 7,45 Millionen € (Vorjahr 7,04 Millionen
€).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
belaufen sich im Geschäftsjahr auf 5,29 Millionen
€, dies ist eine Steigerung um 10,7 % gegenüber
dem Vorjahr.
Die sonstigen Vermögengegenstände lagen zum
30.09.2023 bei 1,45 Millionen € und nahmen damit im
Vergleich zum Vorjahr um 5,8 % ab.
Das Eigenkapital der FORMAXX AG beläuft sich auf
0,95 Millionen €. Dies entspricht einer
Eigenkapitalquote von 12,79 %.
Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich
insgesamt auf 5,49 Millionen €. Dies ist ein Anstieg
von 0,23 Millionen €. Hintergrund des Anstiegs sind
die Zunahme der Rückstellungen für Stornorisiko.
Auch in dem Geschäftsjahr 2022/2023 bestanden
und bestehen keinerlei langfristige Fremdkapitalpositionen.
Die Gesellschaft ist zu 100% eigenfinanziert. Dieses
steigert im Vergleich zu vielen Mitbewerbern die
langfristige Ausrichtung der Gesellschaft. Gleichzeitig
schafft eine solche Kapitalstruktur die notwendigen
Spielräume für sinnvolle Investitionen in Kunden-
und Beraterzugängen.
Die Verbindlichkeiten nahmen um 0,17 Millionen €
bzw. 21,5 % auf 0,96 Millionen € zu. Hauptursache ist
der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen.
Chancen- und Risikobericht
Die künftige Geschäftsentwicklung des
Konzerns ist mit allen Chancen und Risiken verbunden, die
mit dem Vertrieb von Finanzprodukten und dem Angebot
von Back-Office Dienstleistungen marktüblich bestehen.
Risikobericht
Erkannte Risiken werden offen und
uneingeschränkt an die betreffenden
Führungsebenen berichtet und kommuniziert. Der
Vorstand wird umfassend und rechtzeitig (falls erforderlich
ad hoc) über das Risikoprofil der in der FORMAXX AG
relevanten Risiken sowie über Gewinne und Verluste
informiert. Der Aufsichtsrat erhält für die
Erfüllung seiner gesetzlichen Pflichten die
erforderlichen Informationen.
Unternehmerisches Handeln ist untrennbar mit der
Übernahme von Risiken verbunden. Risiko bedeutet
für die FORMAXX AG die Gefahr möglicher Verluste
oder entgangener Gewinne. Diese Gefahr kann durch interne
und externe Faktoren ausgelöst werden. Da es nicht
möglich sein wird, alle Risiken zu eliminieren, muss
ein der Renditeerwartung angemessenes Risiko angestrebt
werden. Risiken sollen dabei so früh wie möglich
identifiziert werden, um schnell und in angemessenen Umfang
darauf reagieren zu können.
Mit Hilfe und Grundlage des Risikomanagements von
FORMAXX AG wird die Identifizierung, Beurteilung,
Steuerung, Überwachung und Kommunikation der
wesentlichen Risiken gewährleistet. Das
Risikomanagement ist dabei wesentlicher Bestandteil des
wertorientierten Führungs- und Planungssystems des
Unternehmens. Darüber hinaus soll die in dem
Unternehmen verankerte Risikokultur nachhaltig
gestärkt und eine bereichsübergreifende
Kommunikation risikorelevanter Sachverhalte stetig
gefördert werden.
Umfeldrisiken
Der geschäftliche Erfolg der Gesellschaft ist
grundsätzlich von der volkswirtschaftlichen
Entwicklung des Landes abhängig. Nicht nur die
Nachwirkungen der Corona-Krise wirkt sich weiter auf die
Gesellschaft aus, sondern auch die weltweiten Auswirkungen
des Ukraine-Kriegs in Verbindung mit einer starken
Inflation. Die "Schere" zwischen den Menschen in
Deutschland wird, je länger die Nachwirkungen der
Pandemie und Steigerung der Inflation in der aktuellen
Dimension anhält, weiter aufgehen. Das wirkt sich
grundsätzlich sowohl auf die
Investitionsbereitschaft der Unternehmen als auch auf
die Einkommensentwicklung vieler Verbraucher aus. Neben der
Pandemie und dem Ukraine-Krieg wirken sich
Lieferengpässe, Materialknappheit und hohe
Energiekosten auf unsere Wirtschaft erheblich aus und
bergen ein erhöhtes Risiko für Privatpersonen und
Unternehmen. So stiegen die Preise für Baumaterialien
um circa 40,4 Prozent im Jahresdurchschnitt 2022 im
Vergleich zum Vorjahr. Die Gefahr von Lieferengpässen
oder gar Ausfällen ist in Zukunft mehr und mehr
gegeben. Mit diesen Themen erhöht sich auch die
Inflation deutlich. Sollte die Weltwirtschaft in eine
Rezession abrutschen, hat dies negative Auswirkungen auf
die Ertragskraft der FORMAXX AG.
Die Verbraucher merken, dass ihnen weniger Geld zur
Verfügung steht und überdenken ihre Situation.
Die Anzahl der Insolvenzen wird laut deutschen Volkswirten
in den nächsten Jahren stark ansteigen. Treiber
für Insolvenzen können neben negativen
Auswirkungen der Coronapandemie nicht vorhandene
Materialien und Lieferengpässe - just in time
Lieferungen - für die Unternehmen sein. Als
große Punkte werden auch die gestiegenen
Arbeitskosten und Preise, insbesondere bei Energie und
Rohstoffen genannt. Die Verschuldung der insolventen
Unternehmen ist auf Rekordniveau. Die Zahl der
beantragten Regelinsolvenzen in Deutschland ist nach
vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts im
September um 19,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr
gestiegen. Seit Juni 2023 sind durchgängig
zweistellige Zuwachsraten zum Vorjahresvergleich zu
beobachten. Neben den Unternehmensinsolvenzen sind
auch die Verbraucherinsolvenzen im August 2023 um 8,6
Prozent gestiegen. Dies waren 5.843 Verbraucherinsolvenzen.
Weiterhin ist die Entwicklung der nationalen und
globalen Finanz- und Kapitalmärkte für den Erfolg
der FORMAXX AG von erheblicher Relevanz. Anhaltende
Volatilität oder negative Entwicklungen können
starke Auswirkungen auf die Unternehmen oder auch
Verbraucher in Deutschland haben.
Branchenrisiken
Als Allfinanzvertrieb sind die
Finanzberatungsgesellschaften in alle Teilbereiche des
Finanzmarktes eingebunden. Müssen sich Banken und
Versicherer mit ihren Vertrieben im Wesentlichen nur auf
die Risiken ihres Segmentes einstellen, treffen die
FORMAXX AG Risiken der gesamten Branche. Mit der
Allfinanzkonzeption, in der sich alle Teilbereiche des
Finanzmarktes wiederfinden, gleichen sich die
Geschäftstätigkeit der Marktchancen und -risiken
aus und verringern so das Branchenrisiko insgesamt. Davon
profitieren gleichermaßen die angeschlossenen
Berater und vor allem am Ende die Kunden, denen ein
größeres Produktspektrum zur Verfügung
steht.
Wenn überhaupt - und davon sind alle
Teilbereiche des Finanzmarktes betroffen - gibt es Risiken
aus der Regulierung der Geschäftstätigkeit,
wo immer mehr Hürden aufgeworfen werden. Dabei spielen
europäische Richtlinien und die europäische
Aufsichtsbehörde eine große Rolle. Als
grundlegendes Risiko kann im Zuge der
Harmonisierungsbemühungen der Europäischen
Union gesehen werden, dass Regelungen aus anderen
Ländern auf den deutschen Markt übertragen
werden. So gibt es Bestrebungen, geltende Provisionsverbote
anderer Länder EU-weit durchzusetzen.
Die Bundesregierung in Berlin hat die Aufgabe, die
Vorgaben aus Brüssel in den deutschen Finanzmarkt zu
überführen. Die Regulierungsdichte ist somit
erheblich. Vermeintliche Regelungen, welche dem
Verbraucherschutz dienen soll, können hohe
Aufwände auslösen und das Geschäft für
die Kunden immer komplexer gestalten.
Wirtschaftliche Risiken
Grundlage für die Vermeidung von
Abrechnungsrisiken sind entsprechende rechtlich
einwandfreie Vergütungsvereinbarungen zwischen
dem Unternehmen und den Partnergesellschaften und den
Beratern. Änderungsrisiken werden durch entsprechende
vertragliche Änderungsklauseln angepasst. Vor einem
drohenden Zahlungsausfall von Partnergesellschaften ist das
Unternehmen durch hohe gesetzliche Solvenz Anforderungen
geschützt.
Im Bereich der Baufinanzierung besteht das Risiko,
dass Bankpartner aus übergeordneten Gründen
einzelne Finanzierungen nicht zulassen und trotz gegebener
Bonität nicht realisiert werden können. Dies kann
zu einem Rückgang des Neugeschäfts in diesem
Bereich führen. Weiterhin wirkt sich ein stark
gestiegener Leitzins auf den Kaufkraftverlust der
Verbraucher aus, weshalb viele Finanzierungen nicht
möglich sind.
Die Tätigkeit der angeschlossenen Berater ist
ein sehr wichtiges Gut für die FORMAXX AG. Aus diesem
Grund werden die Berater bestmöglich in einem
einzigartigen Umfeld unterstützt. Hierbei entstehen
Risiken, wenn am Markt neue Entwicklungen nicht gesehen
werden und sich der Wettbewerb einen Vorteil erarbeiten
kann. Vor diesem Hintergrund ist es der Anspruch, die
Branche regelmäßig im Blick zu haben und auch an
anderen Branchen zu orientieren, welche der
Finanzbranche gegebenenfalls voraus sind. Zielgerichtet
steht hierbei die Digitalisierung deutlich
stärker im Vordergrund. Durch eine hohe Dynamik in
diesem Bereich sind immense Kosten zu erwarten, weshalb auf
eine gute Auswahl der Strategie und Dienstleister zu achten
ist.
Haftungs- und Qualitätsrisiken
Neben der DSGVO gehört das Geldwäschegesetz
zu den wichtigsten Gesetzen im Finanzsektor. Hierbei wird
der Missbrauch des Finanzsystems durch Verschleierung und
Verschiebung von Vermögenswerten illegaler
Herkunft sowie Finanzierung von Terrorismus
verhindert. Solche kriminellen Aktivitäten können
weitreichende Konsequenzen auf die Wirtschaftlichkeit des
Unternehmens haben. Dabei verschärft sich die
Überprüfung und Umsetzung des
Geldwäschegesetzes in der Branche enorm. Die Umsetzung
der Regularien im Bereich des Geldwäschegesetzes
erhöhen sich und die Anzahl der Verdachtsmeldung
nehmen im deutschen Markt erheblich zu. Auch hier sind im
Zuge der Digitalisierung viele Prozesse im
Umstellungszyklus.
Im Rahmen der Vermittlung von Finanzprodukten und
Versicherungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch
Stornierungen Aufwendungen entstehen, die nicht durch
entsprechende Rückforderungsansprüche
gegenüber den Vermittlern gedeckt sind. Mit dem
gestiegenen Versicherungsumsatz der FORMAXX AG kommt dem
Forderungsmanagement für die Realisierung derartiger
Rückforderungsansprüche eine gestiegene Bedeutung
zu. Zusätzlich entsteht durch die Corona-Pandemie ein
in der Vergangenheit nicht kalkulierbares Risiko im
Beratungsprozess. Sicher geglaubte Beratungen und
Abschlüsse von Verträgen können zu
erhöhten Stornierungen führen. Weiterhin kann bei
den Verbrauchern eine erhöhte Unsicherheit dazu
führen, die in den Beratungen empfohlen Produkte
nicht umzusetzen.
Die FORMAXX AG kann für Aufklärungs- oder
Beratungsfehler durch Vermittler in Anspruch genommen
werden. Ob im Einzelfall die Risiken dann durch den
bestehenden Versicherungsschutz oder die
Rückforderungsansprüche gegenüber
Vermittlern gedeckt sind, ist nicht wahrscheinlich, jedoch
im Einzelfall möglich.
Finanzwirtschaftliche Risiken
Die FORMAXX AG ist mit dem Unternehmensrisiko
verbunden, für noch nicht verdiente Provisionen und
bereits ausgezahlte Provisionen in Haftung zu stehen. In
den bereits ausgezahlten Provisionen steht das Unternehmen
mit den angeschlossenen Beratern in entsprechenden
Haftungsregeln in den Berater-Verträgen.
Aufgrund der anhaltend volatilen Kapitalmärke
und des schwer prognostizierbaren Produktabsatzes sind
große Anforderungen an das Liquiditätsmanagement
zu stellen. Fehlende Liquidität könnte zu einem
existenziellen Problem werden.
Bei der FORMAXX AG unterliegen Forderungen gegen
Finanzberater dem sogenannten Forderungsausfallrisiko. Der
unerwartete Ausfall von Forderungen mit einem großen
Volumen hätte Auswirkungen auf die Ertragslage der
FORMAXX AG. Ein Großteil dieser Forderungen basiert
noch aus der Gründerzeit, als Startvorschüsse an
die Finanzberater gewährt wurden. Um dem
Forderungsausfallrisiko entgegenzuwirken, überwacht
die FORMAXX AG Forderungen systematisch und konsequent.
Darüber hinaus werden diese Forderungen nach einer
einheitlichen Systematik analysiert und gegebenenfalls
wertberichtigt.
Chancenbericht
Die Chancen im Hinblick auf die zukünftige
Geschäftsentwicklung können sowohl externen wie
auch internen Einflüssen zugrunde liegen.
Chancen aus veränderten Rahmenbedingungen
Positive Geschäfts- respektive
Marktentwicklungen mit nachhaltiger Wirkung auf
Ergebnisgrößen können sich vorteilhaft auf
die Kapital- bzw. Vermögenslage von der FORMAXX AG
auswirken und weitere Gestaltungsspielräume
für das Geschäftsmodell und das Risikoprofil
ermöglichen.
Aufgrund der unsicheren Situation ergeben sich
für die FORMAXX AG für das kommende
Geschäftsjahr eingeschränkte Chancen. Grund
dafür ist die Situation, wie die Folgen der
Corona-Pandemie und wie es mit dem Ukraine-Krieg bzw.
grundsätzlichen Weltkonjunktur weitergehen wird. Das
ifo-Institut erwartet für das kommende Jahr ein
Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozentpunkte.
Ferner wird ein Anstieg der Verbraucherpreise
weiterhin deutlich erkennbar sein, jedoch steigen im selben
Zeitraum die Löhne, weshalb diese
Veränderung nicht erheblich zu spüren ist.
Laut IFO Institut sollen die Verbraucherpreise in diesem
Jahr um 6,0 Prozent steigen und in den darauffolgenden
Jahren jeweils um 2,6 Prozent und 1,9 Prozent. Mit einer
Normalisierung wird somit erst für das Jahr 2024
gerechnet. Umso mehr ist es auch in dieser Situation
wichtig, das Chancenmanagement aufrecht zu erhalten.
Das Management der FORMAXX AG trifft sich in
regelmäßigen Abständen, um die Entwicklung
der Gruppe mit dem aktuellen Stand zu besprechen und
weitere Schritte zu planen. Interessant ist die Entwicklung
der Zinssätze, aufgrund der Veränderung des
Leitzinses. Sparer können ihre Anlagen sicher anlegen
und mit einem deutlichen Plus gegenüber den
vergangenen Jahren erwarten. Sollte sich die deutsche
Wirtschaft deutlich besser entwickeln als in unserer
Prognose angenommen, hat dies nur mittelbaren Einfluss auf
die kurzfristige operative Entwicklung.
Die zunehmende Regulierung der
Finanzdienstleistungsbranche in Deutschland mit dem Ziel
der Stabilisierung des Finanzsystems und der Steigerung des
Anlegerschutzes ist für die FORMAXX AG Herausforderung
und große Chance zugleich. Steigende
Regulierungsanforderungen führen zunächst zu
zusätzlichen Aufwendungen, die administrative
Belastung steigt und Prozesse im Unternehmen müssen
angepasst werden. Allerdings erhöht die Regulierung
auch die Qualitätsanforderungen an die
Marktteilnehmer. Dies beschleunigt die Konsolidierung des
Marktes, da einzelne Vermittler die gestiegenen
Anforderungen nicht erfüllen können. Insgesamt
wird die Anzahl der Anbieter kleiner werden. Gleichzeitig
birgt diese Entwicklung das Potenzial, dass qualifizierte
Vermittler von anderen Marktteilnehmern verstärkt
tätig werden wollen oder sie Teile des Back-Offices
outsourcen, da die vorhandenen Kapazitäten nicht
ausreichend sind oder ungenügend qualifiziert sind.
Hinzu kommt, dass ein verstärkter Anspruch auf
digitale Beratung und zugehörigen Tools mehr
nachgefragt werden. Mit den Beratungsansätzen aus
der FORMAXX AG heraus, welche den Kunden in den Mittelpunkt
stellt und auf Basis der Analyse nach DIN 77230 und DIN
77235 berät, verfügt die Gesellschaft über
eine wichtige Differenzierung zum Markt. Mit
regelmäßigen Anpassungsprozessen in den
Beratungen und Prüfung von neuen Produkten am Markt,
erfüllt die Gesellschaft die Rahmenbedingungen, um
mittel- und langfristig davon zu profitieren.
Im Rahmen des Changemanagements prüft die
FORMAXX AG den Markt auf potenzielle Akquisitionsziele. Im
Falle einer Akquisition können hieraus Chancen
erwachsen, die das Umsatzpotenzial erhöhen.
Unternehmensstrategische Chancen
Als Dienstleistungsunternehmen lassen sich unsere
betrieblichen Aufgaben in die Bereiche Vertrieb,
Produktauswahl und Vertriebsunterstützung
unterteilen. Mit dem Fokus der Digitalisierung im
Unternehmen und den daherbringenden Anpassungen im
Unternehmen, lassen sich weitere Potenziale im Markt
rekrutieren bzw. an die Gesellschaft anbinden.
Im Bereich Vertrieb wird sich unser Kundenpotenzial
im Privatkundengeschäft erhöhen. Die Umstellung
auf eine komplette Digitalberatung erweitert die
Möglichkeiten der Berater, in jeder Situation Kunden
beraten zu können. Gerade durch die Erkenntnisse der
Corona-Pandemie ist der Anspruch des Kunden zur
Online-Beratung deutlich gestiegen. Die Vermittler, die
sich am Markt darauf nicht einstellen, werden Kunden
verlieren. Dies bedeutet mittelfristig Neukundenpotenzial
für die Berater.
Neben der Digitalberatung spielt auch das Thema der
Bestandsdaten eine sehr wichtige Rolle. Zum
Digitalisierungskonzept der FORMAXX AG werden die
Prozesse in Verbindung mit Gesellschaften immer mehr
optimiert, so dass den Beratern die
höchstmöglichen Dateninhalte für ihre
Beratung zur Unterstützung vorliegen. Dies bringt
weitreichende Vorteile für den Berater und
unterstützt sie bei der vollumfänglichen Beratung
des Kunden. Mit prozessualen Livedaten von den
Gesellschaften schafft er eine hohe Verlässlichkeit
zur Beratungsoptimierung im persönlichen Gespräch
mit dem Kunden.
Ferner werden potenzielle, neue Kunden durch
Online-Marketingkampagnen angezogen. Mit Hilfe von Leads
auf Social Media Plattformen kann zielgerichtet und
persönlich Werbung geschaltet werden und somit auf das
Unternehmen und die Dienstleistung aufmerksam gemacht
werden.
Leistungswirtschaftliche Chancen
Es entwickelt sich in der jüngeren
Kundenschicht, 19 - 30 Jahren, ein kleiner Boom im Bereich
der Aktien. Gerade die hohe Diversifikation der
Fondsmöglichkeiten und die Vielzahl der
ökologischen Auswahlmöglichkeiten ist für
das jüngere Kundensegment interessant. Neben den
klassischen Kapitalanlagen sieht das Unternehmen eine hohe
Chance, weitere Immobilien als Kapitalanlage ihren Kunden
anzubieten. Trotz hoher Zinsen gibt es interessante
Produktlösungen am Markt, weshalb die Immobilie ein
weiterhin interessantes Thema bleiben wird. Jedoch ist
durch die Zinsveränderung nur ein bestimmtes
Kundenklientel davon betroffen.
Weitere Chancen bieten sich der FORMAXX AG am
Arbeitsmarkt. Immer mehr Banken wollen ihr Filialnetz
verringern und erhöhen parallel den Umsatzdruck
auf ihre Berater. Dadurch vergrößern sich die
Möglichkeiten, ausgebildete Vermittler am Markt
zu gewinnen und in der FORMAXX AG anzuschließen.
Außerdem entstehen Produkterweiterungen bspw.
im Bereich der erneuerbaren Energie, welche Bestands- als
auch Neukunden ansprechen kann. Durch eine Vielzahl von
Bewertungen über WhoFinance und kununu stehen die
Finanzberatungsgesellschaften durch ein positives Kunden-
bzw. Beraterfeedback gut dar und können hierdurch
weitere Potenziale erzeugen.
Durch die gestiegenen Zinsen im Rahmen der
Baufinanzierungen haben Bausparverträge wieder an
Attraktivität gewonnen. Den Kunden wird so ein
niedriger Zins über die Laufzeit des Vertrages
zugesichert. Das hat vor allem den Vorteil, dass die Kunden
einen niedrigeren Darlehenszins erhalten als die
Hypothekenzinsen.
Ferner werden Fondspolicen ohne Garantien und
betriebliche Altersvorsorgeverträge in den Vordergrund
der Nachfrage rücken. Nicht zuletzt werden aufgrund
der gestiegenen Lebenshaltungskosten Einsparpotenziale
immer wichtiger. Hier wird die ganzheitliche Beratung
nach DIN-Norm ansetzen und den Kunden Einspar- und
Verbesserungsmöglichkeiten aufzeigen. Nach dem
Statistischen Bundesamt hat jeder vierte Rentner weniger
als 1.000 Euro netto im Monat zu Verfügung. Bei Frauen
im Rentenalter ist dieser Anteil wesentlich höher.
Hier bestehen weitere Potenziale, den jüngeren
Generationen mit einer Beratung in Sachen Altersvorsorge
eine gute Rente zu ermöglichen.
Die ESG-Kriterien spielen in der Geldanlage immer
mehr eine wichtige Rolle. Nicht nur jungen Kunden sind
Umweltschutz und soziale Kriterien bei der
Fondsauswahl wichtig. Durch eine gründliche Beratung
eröffnet sich für die Berater und dem Unternehmen
eine Chance, bisherige und neue Kunden dafür zu
begeistern. Das Thema des ESG-Konzeptes im Bereich der
Geldanlage wurde durch Einführung der
Investmentplattform namens "Fondsaccess" deutlich
verbessert, um in diesem Gebiet noch besser und schneller
beraten zu können.
Zusammenfassung der Chancen und Risiken
Der Absatzmarkt befindet sich in einem stetigen
Wandel mit einem Unsicherheitsfaktor der Corona-Pandemie,
des Ukrainekrieges und der Energiekrise.
Aufgrund der starken Aufstellung auf dem
Finanzvermittlungsmarkt, gesetzliche Änderungen und
der Gewinnung neuer Absatzmärkte werden die
zukünftigen Kundenzahlen, Umsätze und
Erträge einen weiteren Aufschwung erleben und die
Positionierung der FORMAXX AG stärken.
Jedoch sind durch die Vielzahl der Risiken und auch
unvorhersehbaren Entwicklung die Chancen des
Unternehmens eingeschränkt zu sehen.
Der folgende Prognosebericht beruht auf den
vorliegenden Informationen und kann sich bei
Veränderungen weiter ins Positive oder auch
Negative wenden.
Prognosebericht
Prognose in Deutschland
Für die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2024 mit
einer milden Rezession zu rechnen, teilt der
Sachverständigenrat mit. Im kommenden Jahr werde
die deutsche Wirtschaft um 0,7 Prozent leicht wachsen. Die
Inflation werde im Durchschnitt, durch Anpassungen in der
Marktwirtschaft, für das kommende Jahr bei 2,6 Prozent
liegen. Allerdings belasten die Schwankungen der
Rohstoffpreise und Lieferengpässe die Produktionen in
Deutschland schwer. Die privaten Haushalte in Deutschland
werden sich auf eine unsichere Zukunft einstellen. Das
Risiko, dass die Liefer- und Speichermengen von Gas in
Deutschland nicht über den Winter reichen, wird durch
die reduzierten Gaslieferungen von Russland verstärkt.
Die stark gestiegenen Energiepreise werden für viele
weiterhin ein Loch in die Haushaltskasse werfen.
Auf dem Arbeitsmarkt werden keine schweren
Auswirkungen erwartet. Es wird ein Anstieg der Arbeitslosen
um 56.000 Personen im kommenden Jahr erwartet. Der Anstieg
geht vor allen Dingen auf die gesamte
Flüchtlingsbewegung zurück, welche nur
langsam in den Arbeitsmarkt integriert werden. Es wird mit
einer jahresdurchschnittlichen Arbeitslosenquote von
5,6 Prozent für das Jahr 2024 gerechnet.
Besonders die Kriege in der Ukraine und dem Nahen
Osten werden sich auf den weltweiten Handel auswirken.
Trotz einer leichten Anhebung der BIP-Prognosen seit Herbst
wird das Wachstum des Welthandels im laufenden Jahr
voraussichtlich unterdurchschnittlich ausfallen. Das
prognostizieren die Experten der
Welthandelsorganisation. Demnach wird das Volumen des
globalen Warenhandels in diesem Jahr voraussichtlich um 1,7
Prozent zunehmen. Es wird sogar spekuliert, dass bei
andauernder Krise der Welthandel in naher Zukunft
schrumpfen könnte. Da Deutschland als exportstarke
Industrie den Schwankungen der Weltwirtschaft besonders
ausgesetzt ist, besteht die Gefahr, dass das
Exportgeschäft das Wirtschaftswachstum dämpfen
wird. Insgesamt wäre eine Aufteilung der
Weltwirtschaft in zwei Teile ein verlustreiches
Geschäft, welches deutliche Verluste bedeuten
würde.
Im aktuellen Berichtsjahr ist der Nominallohnindex in
jedem Quartal gestiegen, laut dem Statistischen Bundesamt.
Der Anstieg im zweiten Quartal war mit 6,6 Prozent der
höchste seit Beginn der Zählung. Somit
können die Verbraucher stückweise der Inflation
trotzen und minimieren den Kaufkraftverlust.
Zusätzlich steigt der Mindestlohn der sich
aktuell bei 12 €/Stunde befindet, in den nächsten
zwei Jahren garantiert um jeweils 0,41 €/Stunde an.
Damit ist auch weiterhin ein Anstieg des Nominallohnindex
wahrscheinlich.
Prognose der Branche
Trotz Inflation und anhaltender Unsicherheiten
wird für die folgenden Jahre mit einem Anstieg in
der Umsatzentwicklung in der Versicherungsbranche
gerechnet. Für 2023 wird von der GDV ein nominales
Beitragswachstum von 1,7 Prozent über alle Sparten
hinweg prognostiziert. Besonders werden auf der
anderen Seite die Erwartungen der Lebensversicherer
gedämpft, wenn es um die
Beitragszuwächse geht. Aufgrund der steigenden
Preise werden langfristige Vorsorge und Absicherung
tendenziell in die Zukunft verschoben. In der Schaden- und
Unfallversicherung werden die Prämien hingegen
voraussichtlich ansteigen.
Die Versicherungswirtschaft steht jedoch weiter unter
enormen Wettbewerbsdruck und vor steigenden Markt- und
Kundenanforderungen. Neue Geschäftsmodelle
gefährden die etablierten Marktplayer mit ihren Ideen
und zwingen sie in die Investitionen in alle
Unternehmensbereiche. Wichtige Punkte dabei sind die
Modernisierung der IT- Landschaften, die Nutzung von Cloud
basierten Lösungen und Kundenbindungsmaßnahmen.
Altersvorsorge
Für das kommende Jahr schätzt der GDV die
Entwicklung in der Lebensversicherung vorsichtig positiv
ein. Entsprechend der gesamtwirtschaftlichen
Projektionen ist mit einem leichten Wirtschaftswachstum und
rückläufiger Inflation zu rechnen, wodurch sich
die Einkommen und der Konsum real werden verbessern
können. Die Unsicherheit dürfte abnehmen und
eine gewisse Gewöhnung an das neue Inflationsumfeld
dazu beitragen, dass Menschen wieder vermehrt ihren
präferierten Konsumeignungen nachgehen können.
Das maximale Zinsniveau könnte bis Ende 2023 erreicht
sein und die Lebensversicherer können diese
Konditionen vermehrt an die Kunden weitergeben. Durch das
schrittweise Auflösen der Zinszusatzreserve erlangen
die Lebensversicherer zusätzlichen Spielraum.
Das Wachstum der Lebensversicherer könnte im
Jahr 2024 in einem Bereich von -0,4 Prozent bis 1,2 Prozent
liegen.
Krankenversicherung
Der positive Wechselsaldo von der gesetzlichen
Krankenversicherung in die private Krankenversicherung
dürfte auch im Jahr 2024 den Bestand der privaten
Krankenversicherung und damit die Beitragseinnahmen steigen
lassen. Angesichts einer sich weiter verschärfenden
Finanzdefizits der GKV dürfte die Diskussion um
weitere Beitragssprünge oder Leistungskürzungen
aktuell bleiben.
Dies könnte ein weiterer Effekt sein, der die
private Krankenversicherung aufgrund von finanzieller
Stabilität und einem hohen Versorgungsniveau
attraktiver werden lässt und den Wechselsaldo und
damit den Bestand in der privaten Krankenversicherung
positiv beeinflusst.
Der Zugang zur privaten Krankenversicherung wird 2024
durch die Versicherungspflichtgrenze von 69.300 Euro pro
Jahr weiter eingeschränkt.
Der Trend, mit privaten Zusatzversicherungen den
Versicherungsschutz der gesetzlichen Krankenversicherung zu
ergänzen, dürfte anhalten. Aufgrund des
Fachkräftemangels und mit dem Ziel, für
Arbeitnehmer attraktiver zu werden und diese langfristig zu
binden, wird wohl auch der in der betrieblichen
Krankenversicherung und Pflegeversicherung bei
Arbeitgebern anhalten. Sowohl die steigenden Kosten einer
eigenen Absicherung als auch die insgesamt steigenden
Lebenshaltungskosten könnten diese Option für
viele Arbeitnehmer interessanter werden lassen. Es ist
anzunehmen, dass überdurchschnittlich hohe
Leistungssteigerungen aus dem vergangenen Jahr sich 2024
deutlich in Beitragsanpassungen bemerkbar machen werden.
Der GDV geht daher im Jahr 2024 von einem
Beitragsplus in der privaten Krankenversicherung im Bereich
von 4,0 Prozent bis 5,5 Prozent aus.
In der gesetzlichen Krankenversicherung wird hingegen
der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz im Jahr 2024 auf
1,7 Prozent erhöht.
Sachversicherung
Im Bereich der Sachversicherungen dürfte die
Inflation auch im kommenden Jahr eine entscheidende Rolle
spielen. Zwar sehen die gesamtwirtschaftlichen
Projektionen ein merkliches Nachlassen der Teuerungsrate
vor, allerdings können die
Beitragserhöhungen aus 2023 den gestiegenen
Schadenaufwand zum Teil nicht kompensieren.
Entsprechend ist laut Einschätzung des GDV im Jahr
2024 mit einem erneut deutlichen Beitragswachstum im
Bereich von 5,8 Prozent bis 8,4 Prozent zu rechnen.
Zusätzlich zeigt sich im Bereich der
Sachversicherung ein erhöhtes Potenzial bei der
Vermittlung von Produkten, denn durch den Klimawandel
verändert sich die Wetterlage in Deutschland massiv.
Die Temperaturen nehmen durchschnittlich zu und die Zahl
der Naturkatastrohen mehren sich. Die privaten Haushalte in
Deutschland wollen sich aus diesen Gründen ihr
Wohneigentum absichern und versichern. Dies bietet eine
Möglichkeit, die Anzahl der Verträge zu
erhöhen.
Auch die Cyber-Attacken nehmen weiterhin zu. Die
dramatisch ansteigenden Schadenszahlen zeigen, wie rasant
sich dieses Risikoumfeld verändert. Laut "Marsh
Versicherungsmarktreport für Deutschland" 2021 mussten
die Versicherer ihre Prämien von mindestens 30 bis 40
Prozent erhöhen. Auch hier greift das
Firmenberatungskonzept der Gesellschaft, zusammen mit
der DIN-Norm 77235, um die Unternehmen vollumfänglich
in den Risiken abzusichern. Hier ist ein erhöhtes
Potenzial möglich.
Geldanlage
Das Marktumfeld im Bereich der Geldanlage ist durch
die volatile Lage im nationalen und internationalen
Weltgeschehen nicht vorhersehbar. Zudem kann es durch
die Nachwirkungen der Corona-Pandemie und den Kriegen zu
starken Schwankungen am Aktienmarkt kommen. Dies kann dazu
führen, dass Anleger ihre Gelder in alternative
Produkte investieren oder auf sichere und nicht
ertragsreiche Produkte umschwenken. Zudem kann durch einen
Arbeitsverlust von Kunden die vorhandene Geldanlage
aufgelöst und der Sparplan aufgehoben werden. Aufgrund
der steigenden Zinsen wird versucht, die Inflation zu
dämpfen. Das hat darüber hinaus zur Folge, dass
weniger konsumiert und investiert wird, sondern mehr Geld
auf den Konten gespart wird.
Auf der anderen Seite wird das Sparen auf dem
Tagesgeldkonto bei steigenden Zinsen wieder interessant
für sowohl Banken als Angebot, als auch Kunden, die
sicher Geld sparen möchten.
Während der Corona-Pandemie haben junge Menschen
sich vermehrt mit ihren Finanzen auseinandergesetzt. Aus
einer Umfrage der Social-Trading-Plattform Wikifolio heraus
wollen besonders junge Menschen verstärkt in Aktien,
Fonds oder Kryptowährungen investieren. Demnach wollen
35 % in Aktien, 30 % in Indexfonds und 24 % in
Investmentfonds investieren. Vor allem nachhaltige
Fondsinvestments sind im jüngeren Kundensegment
gefragt. Die Analysten der Mitgliedsinstitute des
Bundesverbands Öffentlicher Banken (VÖB) sind
für die Perspektiven des Aktienmarktes trotz
Konjunkturschwäche und geopolitischen Risiken
verhalten positiv gestimmt. Sie schätzen die
DAX-Entwicklung bis Ende 2024 bei 17.500 Punkten.
Weiterhin bietet die Kapitalanlage in
Photovoltaikanlagen eine sehr gute Alternative
gegenüber Fondsinvestments. Die nachhaltige
Kapitalanlage erweitert den Produktmix und bietet dem
Kunden eine starke Alternative. Die Entwicklung in diesem
Bereich ist stetig steigend und weitere Produktanbieter
kommen auf den Markt.
Immobilien
Weltweit werden Hauskäufer und Hausbesitzer
wegen der steigenden Zinsen unter Druck gestellt,
beispielsweise wenn eine Anschlussfinanzierung
benötigt wird. Es wird weiter von einem Rückgang
der Häuserpreise in den folgenden Jahren ausgegangen.
Bereits heute sinken die Häuserpreise
Die Nachfrage von Bausparverträgen ist weiter
hoch. Im ersten Halbjahr stieg das Volumen der
Verträge um mehr als zehn Prozent im Vergleich zum
Vorjahr. Mit anhaltenden hohen Zinsen wird die Nachfrage
weiterhin stabil bleiben bzw. wachsen. Auch machen die
geplanten Gesetzesänderungen der Politik den Markt
für Bausparverträge attraktiv.
Finanzierungen
Wie erwartet ist der Leitzins von der EZB im
Berichtsjahr auf bis zu 4,5 Prozent angehoben worden.
Insgesamt waren es 10 Steigerungen der EZB. Dies hat zur
Folge, dass Kredite teurer werden und langfristig wieder
weniger finanziert wird. Investitionen der Firmen werden
als Folge auch weniger werden. Es werden Zinssätze
zwischen 4,2 und 5,5 Prozent für das kommende Jahr
anhaltend erwartet.
Ferner sind die Bauzinsen im Berichtsjahr auf knapp 4
Prozent angestiegen. Diese Höhe gab es zuletzt im Jahr
2011. Insgesamt macht es die Finanzierung von Eigenheimen
uninteressant. Es zu erwarten, dass in dieser Konstellation
der Finanzierungsmarkt weiter deutlich zurück gehen
wird.
Wettbewerb und Berater
Banken, Bausparkassen, Lebensversicherer und
Finanzvermittler müssen sich behaupten und der Markt
wird sich weiter konsolidieren. Aufgrund der politischen
und wirtschaftlichen Unsicherheiten entsteht ein Umdenken
der Konsumenten. Bildung von Rücklagen und
langfristige Vorsorge gerät in den Vordergrund,
dagegen rückt der Konsum der privaten Haushalte und
die Altersvorsorge in den Hintergrund.
Nach Ankündigung mehrerer Banken, das Filialnetz
zu reduzieren, entsteht ein erhöhtes Potenzial
für bereits ausgebildete Berater. Hierbei ist es
wichtig eine passende Auswahl zu treffen, da
zusätzlich das Risiko besteht, dass sich die Berater
nicht an ihre neue Tätigkeit gegenüber der
Selbstständigkeit anpassen können.
Auch branchenfremde Unternehmen steigen in die
Versicherungsbranche ein. So hat Amazon nun auch nach den
USA und Großbritannien, eine Maklerlizenz für
viele europäische Märkte, unter anderem
Deutschland. Diese Lizenz gilt ausschließlich
für Nicht-Leben Produkte.
Ferner werden potenzielle, neue Kunden durch
Online-Marketingkampagnen angezogen. Mit Hilfe von Leads
auf Social Media Plattformen kann zielgerichtet und
persönlich Werbung geschaltet werden und somit auf das
Unternehmen und die Dienstleistung aufmerksam gemacht
werden. Nach einem Probelauf an einem Beraterstandort in
Deutschland besteht die Möglichkeit, diese auf weitere
Standorte auszuweiten.
Digitalisierung
Die weiter steigende Notwendigkeit einer
Digitalisierung der Geschäftsprozesse ist erkannt
worden und wird umgesetzt. So sind bereits von vielen
Versicherern Prozesse wie der Vertragsabschluss
digitalisiert worden. Auch Finanzberater haben das
Potenzial der Videoberatung mit ihren (potenziellen) Kunden
erkannt, da diese unabhängig vom aktuellen
Standort durchgeführt werden kann und auch die
geographische Reichweite immens erhöht werden kann.
Zusätzlich wird der digitale Prozess um die
Bestandsdaten aller Gesellschaften erweitert und dient
damit den Beratern einen vollumfänglichen
Beratungsansatz über die digitalen Prozesse zu nutzen.
Neben dem Beraternutzen werden diese Daten als
Darstellungsmodell für den Kunden in Form einer App
für mobile Endgeräte genutzt. Diese soll einen
deutlichen Mehrwert in der Transparenz zwischen Berater und
Kunden hervorheben. Dabei helfen auch weitere Features
in der Datenerfassung und Digitalisierung der
Beratungsmappe.
Prognose der Gesellschaft
Unter Berücksichtigung der einzelnen Faktoren,
Zahlen, Chancen und Risiken eröffnet sich der FORMAXX
AG eine positive als auch negative Aussicht in die Zukunft.
Im kommenden Jahr ergibt sich aus der
Veränderung der Bankenwelt ein mögliches
Potential der FORMAXX AG auf dem Arbeitsmarkt. Das
Unternehmen sondiert den Markt und hält intensiv
Ausschau nach potenziellen neuen Beratern.
Konsequentes Kostenmanagement ist eine der
Säulen für weiterwachsende Profitabilität.
Trotz zusätzlicher Investitionen in unsere
Zukunft, vor allem in die Digitalisierung der
Geschäftsprozesse, lagen die Verwaltungskosten im
abgelaufenen Geschäftsjahr unter dem Vorjahr. Hier
zeigen die Effizienzmaßnahmen der Vergangenheit ihre
Wirkung.
Auch im neuen Geschäftsjahr werden wir die
FORMAXX AG weiterentwickeln. Die prognostizierten
Verwaltungskosten beinhalten daher auch weiterhin
Aufwendungen für Zukunftsinvestitionen, insbesondere
für die Entwicklung der vorhandenen Systeme im
Rahmen der Datenaktualität, Datenverarbeitung,
digitalen Beratungsprozesse und dem neu integrierten
Kundenportal. Auf Basis der Erfolge, die wir im vergangenen
Jahr hierbei bereits erreicht haben, werden wir diesen Weg
weiter beschreiten und in die Verbesserung der Systeme
investieren. Insgesamt erwarten wir, auch vor dem
Hintergrund üblicher Gehaltsentwicklungen und aufgrund
der geplanten Strategien, leicht steigende
Verwaltungskosten.
Neben den Verwaltungskosten sind die Umsatzkosten,
vor allem die Aufwendungen für bezogene Leistungen aus
dem Provisionsgeschäft, relevant für unsere
Kostenstruktur. Insgesamt gehen wir im aktuellen
Geschäftsjahr von einem vergleichbaren Verhältnis
von Provisionserlösen zu Provisionsaufwendungen wie im
Berichtsjahr aus.
Dabei gleicht sich die Entwicklung der
Vergütungsstufen der TOP Berater mit den neu
eingestellten Beratern aus. Weitere Vertriebszuschüsse
sollen dazu verwendet werden, die Möglichkeiten im
Markt zu nutzen, um die Umsatzerlöse zu steigern.
Abgeleitet aus unseren Erwartungen für
Umsätze und Kosten rechnen wird für das
Geschäftsjahr insgesamt mit einem leichten positiven
Anstieg des operativen EBITDA - trotz weiteren
Investitionen in die Umsetzung der
Digitalisierungsstrategie. Bei den Umsatzerlösen wird
mit einem leichten Anstieg gerechnet. Dieser Prognose liegt
die Annahme zugrunde, dass sich die Rahmenbedingungen in
unseren Kernmärkten nicht deutlich verschlechtern
oder die Auswirkungen weltwirtschaftlichen Konjunktur
deutlich intensiver ausfällt, wie bisher
angenommen. Die FORMAXX AG hat mögliche
Auswirkungen im Blick und beurteilt den potenziellen
Einfluss auf unser Geschäft fortlaufend. Eine
Belastung der Ergebnisentwicklung ist dabei
grundsätzlich nicht auszuschließen.
Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht
Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft bei
den aufgeführten Rechtsgeschäften nach den
Umständen, die dem Vorstand zum Zeitpunkt der Vornahme
der Rechtsgeschäfte bekannt waren, jeweils eine
angemessene Gegenleistung erhielt. Berichtspflichtige
Maßnahmen wurden weder getroffen noch unterlassen.
Unterschrift des Vorstands
Eschborn, 03.11.2023
gez.
Lars Breustedt
gez.
Jens Kolmsee
Bilanz
Aktiva
|
|
30.9.2023
EUR |
30.9.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
22.567,00 |
34.839,50 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
17.500,00 |
29.471,00 |
| II.
Sachanlagen |
5.067,00 |
5.368,50 |
| 1.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
5.067,00 |
5.368,50 |
| B.
Umlaufvermögen |
7.372.236,54 |
6.920.326,26 |
| I.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
6.741.823,67 |
6.320.529,48 |
| II.
Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks |
630.412,87 |
599.796,78 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
51.088,58 |
83.243,64 |
| Aktiva |
7.445.892,12 |
7.038.409,40 |
Passiva
|
|
30.9.2023
EUR |
30.9.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
951.978,33 |
950.805,33 |
| I.
ausgegebenes Kapital |
492.410,00 |
492.359,00 |
| 1.
Gezeichnetes Kapital |
500.000,00 |
500.000,00 |
| 2.
eigene Anteile |
-7.590,00 |
-7.641,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
103.215,00 |
98.815,00 |
| III.
Gewinnrücklagen |
50.000,00 |
50.000,00 |
| IV.
Bilanzgewinn |
306.353,33 |
309.631,33 |
| B.
Rückstellungen |
5.501.774,64 |
5.272.629,56 |
| C.
Verbindlichkeiten |
964.931,18 |
791.286,36 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen |
812.078,02 |
579.525,54 |
| 2.
sonstige Verbindlichkeiten |
152.853,16 |
211.760,82 |
| D.
Rechnungsabgrenzungsposten |
27.207,97 |
23.688,15 |
| Passiva |
7.445.892,12 |
7.038.409,40 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.10.2022 - 30.9.2023
EUR |
1.10.2021 - 30.9.2022
EUR |
| 1.
Rohergebnis |
6.726.413,23 |
7.076.595,34 |
| 2.
Personalaufwand |
461.984,09 |
456.711,09 |
| a)
Löhne und Gehälter |
407.979,87 |
407.909,98 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
54.004,22 |
48.801,11 |
| davon
für Altersversorgung |
25.971,12 |
25.971,12 |
| 3.
Abschreibungen |
22.450,75 |
19.184,73 |
| a)
auf immaterielle Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
22.450,75 |
19.184,73 |
| 4.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
5.619.586,65 |
6.076.948,90 |
| 5.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
99.624,44 |
51.239,44 |
| davon
Erträge aus Abzinsung |
60.564,07 |
31.353,15 |
| 6.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
12.219,30 |
20.109,54 |
| davon
sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus
Abzinsung |
12.219,30 |
14.610,42 |
| 7.
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag |
7.164,67 |
7.023,27 |
| 8.
Ergebnis nach Steuern |
702.632,21 |
547.857,25 |
| 9.
sonstige Steuern |
995,00 |
-381,58 |
| 10.
aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines
Gewinnabführungs- oder
Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte
Gewinne |
663.788,85 |
510.018,49 |
| 11.
Ausgleichszahlung an Minderheiten |
37.848,36 |
38.220,34 |
| 12.
Jahresüberschuss/-fehlbetrag |
0,00 |
0,00 |
| 13.
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr |
306.353,33 |
309.631,33 |
| 14.
Bilanzgewinn |
306.353,33 |
309.631,33 |
Anhang
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die FORMAXX AG hat ihren Firmensitz in Eschborn und
ist mit der Registernummer HRB 108410 in das
Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main
eingetragen. Die Eintragung in das Handelsregister
erfolgte am 09.05.2017.
Der vorliegende Jahresabschluss wurde
gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB in
der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz
(BilRUG) sowie den einschlägigen Vorschriften des AktG
aufgestellt.
Es gelten die Vorschriften für mittelgroße
Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.
Zwischen der Muttergesellschaft BTS Finance Group AG
als herrschendes Unternehmen und der FORMAXX AG als
abhängige Gesellschaft wurden am 09.07.2020 ein
Beherrschungsvertrag sowie ein Gewinnabführungsvertrag
abgeschlossen. Die Zustimmungen wurden durch die
Hauptversammlung am 21.08.2020 rückwirkend ab
Beginn des Geschäftsjahres 2019/2020 erteilt. Die
Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 27.08.2020.
Die Gesellschaft hat ein vom Kalenderjahr
abweichendes Geschäftsjahr.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem
Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB
aufgestellt.
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Anlagevermögen
Die entgeltlich erworbenen immateriellen
Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten
aktiviert und, sofern sie der Abnutzung unterlagen,
planmäßig linear über die voraussichtliche
Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben.
Die anderen Anlagen und Betriebs- und
Geschäftsausstattungen wurden zu Anschaffungskosten
aktiviert und, soweit abnutzbar, planmäßig
linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3
bis 13 Jahren abgeschrieben.
Geringwertige Wirtschaftsgüter mit
Anschaffungskosten bis zu 800 EUR netto werden in voller
Höhe aufwandswirksam in Abgang gebracht.
Sofern zum Abschlussstichtag bei den immateriellen
Vermögensgegenständen bzw. dem
Sachanlagevermögen von einer voraussichtlich
dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden
außerplanmäßige Abschreibungen auf
den niedrigeren Wert vorgenommen.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum
Nennwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller
erkennbaren Risiken bewertet. Risikobehafteten Posten in
den sonstigen Vermögensgegenständen ist durch die
Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung
getragen worden.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
enthalten neben den zum Stichtag bereits abgerechneten
Provisionen auch Ansprüche gegen Produktpartner, die
auf bis zum Bilanzstichtag eingereichten, aber seitens
der Produktpartner noch nicht abgerechneten Vermittlungen
beruhen. Hierbei einbezogen werden Neugeschäfte, die
bereits unterzeichnet und durch die FORMAXX AG komplett
geprüft, aber noch nicht durch die Produktpartner bis
zum Bilanzstichtag verprovisioniert sind
(=Umsatzabgrenzung).
Flüssige Mittel
Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem
Nennbetrag angesetzt.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand
für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.
Die Auflösung der Posten erfolgt entsprechend der
wirtschaftlichen Zurechnung zum Geschäftsjahr.
Rückstellungen
Die Rückstellungen wurden für ungewisse
Verbindlichkeiten gebildet. Dabei werden alle erkennbaren
Risiken berücksichtigt. Bei der Ermittlung des
Erfüllungsbetrages werden künftige Preis- und
Kostensteigerungen berücksichtigt.
Rückstellungen mit einer Laufzeit bis zu einem
Jahr werden nicht abgezinst. Rückstellungen mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer
Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen
Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre
gem. § 253 Abs. 2 S. 1 HGB abgezinst. Die erstmalige
Bildung längerfristiger Rückstellungen erfolgt
nach der Bruttomethode. Änderungen des
Verpflichtungsumfanges und Änderungen des
Abzinsungssatzes werden zum Ende des
Geschäftsjahres berücksichtigt.
Die Ergebniseffekte aus den Abzinsungen werden unter
dem Finanzergebnis ausgewiesen. Ergebniseffekte aus
der Änderung des Zinssatzes und/oder der Laufzeit der
Rückstellung werden im Finanzergebnis dargestellt.
Rückstellungen für noch ausstehende
Vertriebsprovisionen betreffen Vertriebsprovisionen, die
vor dem Bilanzstichtag noch nicht ausgezahlt worden sind
und korrespondieren mit den Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen.
Des Weiteren beinhaltet dieser Posten ebenfalls
Rückstellungen für den einzelvertraglichen
Einbehalt von Stornoreserven.
Rückstellungen für das Stornorisiko werden
mit Hilfe einer 12-monatigen rollierenden
Erlösminderungsquote im Verhältnis zu den
Provisionen in der Stornohaftung erfasst und bilanziert.
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag
angesetzt.
Passive Rechnungsabgrenzungsposten
Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen
Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag
für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen.
Die Auflösung der Posten erfolgt entsprechend der
wirtschaftlichen Zurechnung zum Geschäftsjahr.
Angaben zur Bilanz
Immaterielle Vermögensgegenstände und
Sachanlagen
Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte
ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Die Forderungen und sonstigen
Vermögensgegenstände haben in Höhe von
3.568.635,02 EUR (Vorjahr: 3.329.549,69 EUR) eine
Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von
3.173.188,65 EUR (Vorjahr: 2.990.979,79 EUR) eine
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.
Alle erkennbaren Risiken wurden durch
Wertberichtigungen berücksichtigt. Dies erfolgte im
Rahmen von pauschalierten Wertberichtigungen sowie
darüber hinaus bei konkreten Einzelrisiken durch
entsprechende Einzelwertberichtigungen.
Eigenkapital
Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der
Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
|
30.09.2022
|
Veränderung
|
30.09.2023
|
Gezeichnetes Kapital
|
500.000,00
|
0,00
|
500.000,00
|
Erworbene eigene Anteile
|
-7.641,00
|
51,00
|
-7.590,00
|
Kapitalrücklage
|
98.815,00
|
4.400,00
|
103.215,00
|
gesetzliche
Rücklage
|
50.000,00
|
0,00
|
50.000,00
|
Bilanzgewinn
|
309.631,33
|
-3.278,00
|
306.353,33
|
Eigenkapital
|
950.805,33
|
1.173,00
|
951.978,33
|
(Alle Angaben in EUR)
Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der FORMAXX AG
beträgt zum 30. September 2023 TEUR 500, ist voll
eingezahlt und setzt sich aus 363.000 Stammaktien (VJ
363.000 Stück) als Stückaktien mit einem
rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 EUR und
137.000 Stück (VJ 137.000 Stück) Vorzugsaktien
ohne Stimmrecht als Stückaktien mit einem
rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 EUR
zusammen. Die Stamm- und Vorzugsaktien lauten auf den
Namen.
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung
vom 14.12.2016 mit Nachtrag vom 31.03.2020 ermächtigt,
das Grundkapital bis zum 31.03.2024 mit Zustimmung des
Aufsichtsrats um bis zu 250.000,00 EUR gegen Bar- und/oder
Sacheinlage einmal oder mehrmals zu erhöhen, wobei das
Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.
Eigene Anteile
Zum 30. September 2023 hielt die FORMAXX AG 7.590
eigene Aktien (VJ 7.641 Stück). In der Zeit zwischen
dem Bilanzstichtag und der Aufstellung des
Jahresabschlusses haben keine Transaktionen mit eigenen
Stammaktien oder Bezugsrechten für eigene Aktien
stattgefunden. Der Anteil am Grundkapital beträgt
1,52 %.
Die Hauptversammlung der FORMAXX AG vom 31.03.2020
hat den Vorstand ermächtigt, gem. § 71 Abs. 1 Nr.
8 AktG bis zum 31. März 2025 eigene Aktien, gleich
welcher Gattung, bis zu insgesamt 10 % des zum
Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert
niedriger ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der
Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu jedem
zulässigen Zweck im Rahmen der gesetzlichen
Beschränkungen zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien
dürfen zusammen mit anderen eigenen Aktien, die
sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den
§§ 71 d und 71 e AktG zuzurechnen sind, zu keinem
Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals entfallen.
Die Ermächtigung darf nicht zum Zweck des
Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden. Der
Erwerb kann sich auch auf Aktien nur einer Gattung
beschränken.
Die Ermächtigung kann ganz oder in
Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, unmittelbar durch
die Gesellschaft oder durch ein von der Gesellschaft
unabhängiges oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehendes
Unternehmen oder durch von der Gesellschaft oder von der
Gesellschaft abhängige oder in ihrem Mehrheitsbesitz
stehende Unternehmen beauftragte Dritte ausgeübt
werden.
Der Vorstand wird ermächtigt, je Aktie einen
Kaufpreis zwischen € 14,00 und € 30,00 dem
Eigentümer anzubieten und als Gegenwart der Aktien zu
entrichten.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen
Agiobeträge aus der Ausgabe von im Umlauf
befindlichen Aktien ab dem 01.01.2020.
Gesetzliche Rücklage
Die gesetzliche Rücklage wurde nach § 150
Abs. 2 AktG vollständig gebildet.
Bilanzgewinn
Gemäß § 272 Abs. 1a HGB ist der
Nennbetrag offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt und der
den Nennwert übersteigende Teil in die
Kapitalrücklage einzustellen. Mangels frei
verfügbarer Rücklagen wurde der
Unterschiedsbetrag der im Geschäftsjahr erworbenen
Anteile in Höhe von 3.278 Euro mit dem Bilanzgewinn
verrechnet.
Aufgrund der Aufstellung des Jahresabschlusses unter
Berücksichtigung der Verwendung des
Jahresergebnisses ist der Gewinnvortrag in den Posten
Bilanzgewinn mit einbezogen worden.
Der Gewinnvortrag beträgt 306.353,33 EUR
(Vorjahr: 309.631,33 EUR).
Angaben und Erläuterungen zu den
Rückstellungen
Aufgliederung der Rückstellungen
|
30.09.2022
|
30.09.2023
|
Steuerrückstellungen
|
13.967,48
|
14.161,39
|
Rückstellungen
gegenüber Vertriebspartnern
|
5.094.459,13
|
5.333.856,74
|
Rückstellungen
für Personalkosten
|
89.029,48
|
66.190,46
|
übrige
Rückstellungen
|
75.173,47
|
87.566,05
|
(Alle Angaben in EUR)
Verbindlichkeiten
Aufgliederung der Verbindlichkeiten
|
RLZ < 1 Jahr
|
RLZ 1 - 5 Jahre
|
RLZ > 5 Jahre
|
Gesamtbetrag
|
1. Verbindlichkeiten aus Lieferung und
Leistungen
|
98.242,44
|
0,00
|
0,00
|
98.242,44
|
Vorjahr
|
155.247,40
|
0,00
|
0,00
|
155.247,40
|
2. Verbindlichkeiten ggü. verbundenen
Unternehmen
|
812.078,02
|
0,00
|
0,00
|
812.078,02
|
Vorjahr
|
579.525,54
|
0,00
|
0,00
|
579.525,54
|
3. sonstige Verbindlichkeiten
|
54.610,72
|
0,00
|
0,00
|
54.610,72
|
Vorjahr
|
56.513,42
|
0,00
|
0,00
|
56.513,42
|
- davon aus Lohn- und Kirchensteuer
|
8.222,80
|
0,00
|
0,00
|
8.222,80
|
Vorjahr
|
8.943,92
|
0,00
|
0,00
|
8.943,92
|
- davon gegenüber
Minderheitsgesellschaftern
|
37.749,04
|
0,00
|
0,00
|
37.749,04
|
Vorjahr
|
37.723,71
|
0,00
|
0,00
|
37.723,71
|
Gesamt
|
964.931,18
|
0,00
|
0,00
|
964.931,18
|
Vorjahr
|
791.286,36
|
0,00
|
0,00
|
791.286,36
|
|
|
|
|
(Angaben in EUR)
|
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im
Wesentlichen Erträge aus bereits abgeschriebenen
Forderungen in Höhe von 87.596,24 EUR (Vorjahr:
55.093,83 EUR) und aus unregelmäßigen
Erträgen in Höhe von 82.696,39 EUR (Vorjahr:
0,01 EUR) sowie aus Versicherungsentschädigungen und
Schaden in Höhe von 4.896,49 EUR (Vorjahr: 32.489,44
EUR) enthalten. Die Erträge aus Auflösungen
von Rückstellungen belaufen sich auf 1.024,56 EUR
(Vorjahr: 9.635,02 EUR).
Nachtragsbericht
Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine
Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind
und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens
führen könnten.
Sonstige Angaben
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer nach
§ 267 Abs. 5 HGB
Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden
durchschnittlich 2 Angestellte (Vorjahr: 2 Angestellte)
beschäftigt.
Namen der Mitglieder des Vorstands und des
Aufsichtsrats
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres
gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:
Lars Breustedt Vorstand Jens
Kolmsee Vorstand
Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:
Thomas Scholl, Unternehmer Burkhard Jakob,
Rechtsanwalt / Steuerberater, bis 28.04.2023 Bernd Neumann,
Vorstand Frankfurter Leben Holding GmbH & Co. KG, ab
21.08.2023 Eckhard Dehning, Direktor Vertrieb FORMAXX AG
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates war im
Geschäftsjahr Thomas Scholl.
Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrats
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des
Aufsichtsrats betragen 20.000,00 EUR.
Schlusserklärung
Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft bei
den aufgeführten Rechtsgeschäften nach den
Umständen, die dem Vorstand zum Zeitpunkt der
Übernahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren,
jeweils eine angemessene Gegenleistung erhielt.
Berichtspflichtige Maßnahmen wurden weder getroffen
noch unterlassen.
Unterschrift des Vorstands
Eschborn, 03.11.2023
gez.
Lars Breustedt
gez.
Jens Kolmsee
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2022/2023
die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung
obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen
und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens
fortlaufend überwacht und beratend begleitet. In alle
Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das
Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat
regelmäßig sowohl schriftlich als auch
mündlich, zeitnah und umfassend über die
Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die
strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des
Unternehmens unterrichtet. Der Vorsitzende des
Aufsichtsrates wurde zudem auch außerhalb von
Aufsichtsratssitzungen regelmäßig vom Vorstand
über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage und
wesentliche Geschäftsvorfälle informiert.
Außerdem hat der Aufsichtsratsvorsitzende mit
dem Vorstand regelmäßig Kontakt gehalten und mit
ihm Fragen der Strategie, der Planung, der
Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des
Risikomanagements sowie der Regelkonformität des
Unternehmens beraten. Sofern erforderlich, hat der
Aufsichtsrat Beschlüsse im schriftlichen Verfahren
gefasst.
Genehmigungen von Beschlussvorlagen des Vorstandes
erfolgten nach Prüfung umfangreicher Unterlagen sowie
intensiver Erörterung mit dem Vorstand.
Ausschüsse des Aufsichtsrates bestanden im
Berichtszeitraum nicht. Kein Mitglied des Aufsichtsrates
nahm an weniger als der Hälfte der Sitzungen teil.
Jahresabschluss 2022/2023
Der vom Vorstand nach den Regeln des
Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellte Jahresabschluss
für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum
30. September 2023 wurde den Aufsichtsratsmitgliedern
rechtzeitig zugesandt. Alle Unterlagen wurden in der
Sitzung des Aufsichtsrats intensiv diskutiert. Nach eigener
Prüfung des Jahresabschlusses hat der Aufsichtsrat den
Jahresabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss
2022/2023 gemäß § 172 Satz 1 AktG
festgestellt.
Die Hauptversammlung am 21. August 2020 hat dem
Beherrschungsvertrag vom 9. Juli 2020 und dem
Gewinnabführungsvertrag vom 9. Juli 2020 zugestimmt.
Dies wurde mit Eintragung in das Handelsregister am 27.
August 2020 wirksam. Mit dem Beherrschungsvertrag
unterstellt die FORMAXX AG die Leitung ihrer Gesellschaft
vollständig der BTS Finance Group AG und verpflichtet
sich, deren Weisungen zu folgen. Mit dem
Gewinnabführungsvertrag verpflichtet sich die FORMAXX
AG ihren ganzen Gewinn gemäß § 301 AktG an
die BTS Finance Group AG, die 83,2 % der Anteile der
FORMAXX AG hält, abzuführen. Gleichzeitig
verpflichtet sich die BTS Finance Group AG entstehende
Jahresfehlbeträge der FORMAXX AG unter Anwendung des
§ 302 AktG auszugleichen. Als Ausgleich für die
Gewinnabführung wird den außenstehenden
Aktionären ein Betrag von 0,57 € je Stammaktie
und ein Betrag von 0,59 € je Vorzugsaktie gezahlt.
Abzuführen ist - vorbehaltlich einer Bildung
oder Auflösung von Rücklagen nach Abs. 2 dieses
Vertrags - der ohne die Gewinnabführung entstehende
Jahresüberschuss, vermindert um einen etwaigen
Verlustvortrag aus dem Vorjahr und um den Betrag, der in
die gesetzliche Rücklage einzustellen ist. Der im
festgestellten Jahresabschluss 2022/2023 ausgewiesene und
somit gesamte abzuführende Gewinn beträgt
701.637,21 €.
Dem Jahresabschluss 2022/2023 schloss sich der
Aufsichtsrat nach eigener Prüfung an und billigte den
abzuführenden Gewinn in Höhe von 701.637,21
€ für das Geschäftsjahr 2022/2023.
Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des
Bilanzgewinns schloss sich der Aufsichtsrat nach eigener
Prüfung an. Bei seinen Überlegungen wurden die
Eigenmittel- sowie die Liquiditätssituation,
zukünftige regulatorische Anforderungen und die
Finanzplanung der Gesellschaft als auch das
Aktionärsinteresse an einer angemessenen Dividende
einbezogen und gegeneinander abgewogen.
Interessenkonflikte und deren Behandlung
Weder von Mitgliedern des Vorstands noch des
Aufsichtsrats wurden in Bezug auf die eigene Person
Interessenkonflikte identifiziert oder bekanntgegeben.
Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands-
und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat
gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und
über die die Hauptversammlung informiert werden soll,
hat es nach Kenntnis des Aufsichtsrats nicht gegeben.
Danksagung
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Beraterinnen und
Beratern für ihren hohen persönlichen Einsatz und
ihre Leistung im Geschäftsjahr 2022/2023.
Unterschrift des Aufsichtsrats
Hannover, den 06.12.2023
gez.
Thomas Scholl, Aufsichtsratsvorsitzender
sonstige Berichtsbestandteile
Ergebnisverwendung
Gemäß dem Gewinnabführungsvertrag vom
09.07.2020 wird der Jahresüberschuss in Höhe von
701.637,21 EUR (Vorjahr: 548.238,83 EUR) an die BTS Finance
Group AG in Höhe von 663.788,85 EUR (Vorjahr:
510.018,49 EUR) sowie an die Minderheitenaktionäre in
Höhe von 37.848,36 EUR (Vorjahr: 38.220,34 EUR) im
Rahmen der Garantiedividenden in Höhe von 0,59 EUR je
Vorzugsaktie, vor Abzug der Körperschaftssteuer und
Solidaritätszuschlag, verwendet.
A. Anlagevermögen
|
Anschaffungs- oder Herstellungskosten
(historisch)
|
|
Stand 01.10.2022
€
|
Zugänge
€
|
Abgänge €
|
Stand 30.09.2023
€
|
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
|
2.523.019,12
|
6.450,73
|
182.736,13
|
2.346.733,72
|
Summe I
|
2.523.019,12
|
6.450,73
|
182.736,13
|
2.346.733,72
|
II. Sachanlagen andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
|
481.539,26
|
3.756,02
|
8.556,50
|
476.738,78
|
Summe II
|
481.539,26
|
3.756,02
|
8.556,50
|
476.738,78
|
Gesamt
|
3.004.558,38
|
10.206,75
|
191.292,63
|
2.823.472,50
|
A. Anlagevermögen
|
Abschreibungen
|
|
Stand 01.10.2022
€
|
Zugänge
€
|
Abgänge €
|
Stand 30.09.2023
€
|
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
|
2.493.548,12
|
18.401,73
|
182.716,13
|
2.329.233,72
|
Summe I
|
2.493.548,12
|
18.401,73
|
182.716,13
|
2.329.233,72
|
II. Sachanlagen andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
|
476.170,76
|
4.049,02
|
8.548,00
|
471.671,78
|
Summe II
|
476.170,76
|
4.049,02
|
8.548,00
|
471.671,78
|
Gesamt
|
2.969.718,88
|
22.450,75
|
191.264,13
|
2.800.905,50
|
A. Anlagevermögen
|
Buchwert
|
|
Stand 30.09.2023
€
|
Stand 30.09.2022
€
|
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte
sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
|
17.500,00
|
29.471,00
|
Summe I
|
17.500,00
|
29.471,00
|
II. Sachanlagen andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
|
5.067,00
|
5.368,50
|
Summe II
|
5.067,00
|
5.368,50
|
Gesamt
|
22.567,00
|
34.839,50
|
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 06.12.2023 festgestellt.
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die FORMAXX AG, Eschborn
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der FORMAXX AG -
bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem
Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FORMAXX
AG für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis
zum 30. September 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in
allen wesentlichen Belangen den deutschen, für
Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30.
September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30.
September 2023 und
- vermittelt der beigefügte Lagebericht
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss,
entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und
stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen
Entwicklung zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufs- rechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des
Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den
Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden
handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen
Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung
mit den deutschen Grundsätzen
ordnungsmäßiger Buchführung als
notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines
Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von
wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -
falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung der Rechnungslegungsprozesse der
Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschluss und des
Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen - beabsichtigten oder
unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen
wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie
mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in
Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften
entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt,
sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der
unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und
zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter
Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer
(IDW) enthält unter
https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie
eine weitergehende Beschreibung der Verantwortung des
Abschlussprüfers für die Prüfung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts. Diese
Beschreibung ist Bestandteil unseres
Bestätigungsvermerks.
Hannover, den 24. November
2023
Gehrke Econ GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez.
Dr. Dennis J. Hartmann, Wirtschaftsprüfer
gez.
Ralf Schnippengerd, Wirtschaftsprüfer
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