Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 108410
Eingetragen
23.7.2007
Branche
Tätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklernEffekten- und WarenterminhandelTätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklern
Gegenstand
Die Tätigkeit als Handelsmakler auf dem Gebiet der Finanzberatung, die die Vermittlung und Betreuung von Versicherungen aller Art sowie von Finanzierungen, Bausparverträgen, geschlossenen Fonds (z. B. Schiffs- und Immobilienfonds), Investmentfonds und Immobilien auf der Grundlage der mit den Kunden geschlossenen Maklerverträge umfasst, sowie das Erbringen von Dienstleistungen in den Bereichen Wirtschafts- und Personalberatung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jens Kolmsee
seit 16.12.2019
Vorstandsmitglied
Lars Breustedt
seit 7.3.2019
Vorstandsmitglied
Prokura

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

FORMAXX AG

Eschborn

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023

Lagebericht


Die FORMAXX AG ist ein mittelständisches Finanzberatungsunternehmen mit Sitz in Eschborn. Das Produktangebot besteht aus sechs Bedarfsfeldern. Die Bedarfsfelder sind Sicherung der Gesundheit, Sicherung des Einkommens, Sicherung der Vermögenswerte, Altersvorsorge, Haus und Familie und Vermögensaufbau und -optimierung. Diese Bedarfsfelder stehen in einer starken Wechselwirkung zueinander und bei der ganzheitlichen Beratung wird in drei Phasen unterschieden. In der ersten Phase wird der finanzielle Grundbedarf (Absicherung) geprüft, in der zweiten Phase wird auf die Erhaltung des Lebensstandards (Vorsorge) geschaut und in der dritten Phase wird auf die Verbesserung des Lebensstandards (Vermögensplanung) hingearbeitet.

Um ein optimales Beratungsergebnis für jeden Kunden sicherzustellen, wird bei der Produktauswahl zunächst auf die Leistungen eines Produktes geachtet. Hier gilt zuerst das Prinzip Leistung vs. Preis und nicht Preis vs. Leistung. Aus diesem Grund werden die Produkte in einer Gold-Silber-Bronze Logik eingestuft. Ein Produkt, das mindestens den Kernkriterien der Verbraucherschützer, dem Bund der Versicherten sowie Finanztest genügt, erhält Bronze. Silber und Gold erhalten die Produkte, deren Qualitätskriterien über diese Mindeststandards hinausgehen. Auch im Geld- und Kapitalanlagebereich sind unabhängige Kriterien der Maßstab. Die passenden Anlageprodukte werden anhand eines Best-in-Class-Ratings ermittelt. Dabei werden mit einem eigenen Prüfprozess die hierfür vorgesehenen Fonds bzw. Fondsmanager in der relevanten Fondskategorie selektiert.

Über die Finanzanalyse nach DIN 77230 hinaus bietet die FORMAXX AG den sogenannten Finanzscore an. Der Finanzcore zeigt, wie vorhandene Finanzverträge zur heutigen Lebenssituation passen und wie sich bishe­rige Entscheidungen auf die zukünftige Finanz- und Lebenssituation aus­wirken. Der Finanzscore erfasst den finanziellen Ist-Zustand in nur einer Zahl. Erwähnenswert ist darüber hinaus die DIN-Norm 77235, welche eine transparente, einheitliche und neutrale Basis-Analyse der finanziellen Situation von Selbstständigen, Freibe­ruflern, Gewerbetreibenden und kleineren Unternehmen darstellt.

Neben einem hohen Qualitätsan­spruch in der Beratung, lassen sich FORMAXX Berater von ihren Kun­den auf dem Portal WhoFinance bewerten. Mit der Aktivität auf diesem Portal möchte die Gesellschaft ihren Kunden eine erhöhte Transparenz und Feedbackmöglichkeit in ihrem Beratungsprozess mit integrieren. Weiterhin soll dies auch ein aussagekräftiges Bild für Interessenten schaffen und somit zu einer erhöhten Kundenzufriedenheit führen. Die einzelnen Bewertungen und der aktuelle Wert der Gesellschaft können tagesaktuell über die Homepage eingesehen werden. Die FORMAXX AG gehört deutsch­landweit zu den am meist bewerteten Unternehmen.

In einem regelmäßigen Rhythmus wer­tet das Portal die abgegebenen Kun­denbewertungen aus und vergibt zu ein­zelnen Kategorien Auszeichnungen. Zu den Kategorien Deutschlands Top Be­rater 2023, Top Berater für Grünes Woh­nen, Top Berater Geldanlage, Top Bera­ter für Altersvorsorge und Top Berater für Baufinanzierungen wurden die Berater der FORMAXX AG im Jahr 2023 ausgezeichnet. Durch unzählig positive geprüfte Bewertungen hat es die FORMAXX AG im Jahr 2023 geschafft, insgesamt über 10.000 Bewertungen zu erhal­ten.

In der seit 2014 jährlich durchgeführten "Untersuchung zur Markenstärke aus Verbraucher­sicht" hat die FORMAXX AG es zum zehnten Mal in Folge geschafft, als "Kundenliebling - beliebteste Marke" ausgezeichnet zu werden. Dies ist eine eindeutige Bestätigung der konsequenten verbraucherorientierten Arbeit durch die denkbar strengste und ehrlichste Jury, die Verbraucher selbst. Gerade in der Finanzberatung ist das Vertrauen von höchster Bedeutung für den nachhaltigen Erfolg des Unternehmens.

Das Bewertungsportal kununu hat der FORMAXX AG das Gütesiegel "Top Company" verliehen. Wir messen dieser Auszeichnung größten Wert bei, da sie nur durch offene anonyme Bewertungen unserer eigenen Mitarbeiter und Berater zustande kommt. Insbesondere das spannende Aufgabengebiet und der familiäre Umgang sind in den Bewertungen hervorzuheben. Die FORMAXX AG gehört zu den Unternehmen auf kununu, die aufgrund überdurchschnittli­cher Bewertung dieses Siegel erhalten haben. Mit diesem Ergebnis gehören wir zu den rund 5 Prozent der Unternehmen auf Kununu, die aufgrund über­durchschnittlicher Bewertungen dieses Siegel erhalten haben.

Bereits zum dritten Mal in Folge hat das F.A.Z. Institut die FORMAXX AG zu "Deutschlands beste Finanzdienstleister" ausgezeichnet. Das F.A.Z. Institut ist ein Unternehmen der renommierten Verlagsgruppe Frankfurter Allgemeine Zeitung. Als Dienstleister für Kommunikations- und Marketingentscheider steht es für relevante, glaubwürdige und hochwertige Infor­mation. Kontinuierlich analysiert das Haus die Reputation von nahezu al­len größeren Unternehmen der Branche. Dazu nutzen sie viele Millionen digitaler Quellen wie Datenbanken, Webseiten oder Sozial-Plattformen. Durch die Qualität an Bewertungen und Postings im digitalen Bereich, konnte die FORMAXX AG erneut ausgezeichnet werden.
Wirtschaftsbericht
Allgemeiner Wirtschaftsbericht innerhalb Deutschlands

Die Geschäftsentwicklung der FORMAXX AG wird wesentlich beeinflusst durch die konjunk­turelle Entwicklung in Deutschland, da das Un­ternehmen seine Gesamterlöse ausschließlich hierzulande erwirtschaftet bzw. anbahnt. Be­sonders wichtige nichtfinanzielle Leistungsindi­katoren stellen dabei das Wirtschaftswachs­tum, die allgemeine Sparquote, die Entwick­lung auf dem Arbeitsmarkt und das Lohnniveau dar. Im Jahr 2022 stieg das deutsche Bruttoin­landsprodukt (BIP), ein Indikator für das Wirtschaftswachstum, laut dem Deutschen Institut für Wirtschaftsfor­schung (DIW) um 1,8 Prozent (Vorjahr Anstieg von 3,2 Prozent). Für das Jahr 2023 wird ein leichter Rückgang in der Entwicklung des realen BIP von -0,2 Prozent vom DIW prognostiziert.

Die durch die Energiepreisschocks geschwächte deutsche Wirtschaft kommt auch in den kommenden Monaten nicht richtig in Gang, weil hohe Zinsen und eine verhaltene Weltkonjunktur bremsen. Bei aktuell abnehmender Inflation und stärkeren Lohnsteigerungen erholt sich zwar ab dem dritten Quartal 2023 der private Konsum, diese positive Entwicklung kommt aber so spät, dass sie die Rezession im aktuellen Berichtsjahr 2023 nur etwas mil­dern kann, nicht verhindern. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist ein Indikator für die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland. Dieser lag im September 2023 bei 85,8 Punkten und damit im Vergleich zum Vormonat auf einem identischen Niveau. Dieser ist innerhalb des Berichtsjahres der niedrigste Wert.

Die Arbeitslosenquote steigt im Jahresmittel auf 5,7 Prozent. Das entspricht rund 2,6 Millionen Menschen ohne ein Arbeitsverhältnis. Dies ist ein Anstieg gegenüber dem Vorjahr um rund 190.000 Menschen. Durch die schwache konjunkturelle Dynamik bremst die Entwicklung der Erwerbstätigkeit, die gleichwohl positiv bleibt. Die Zahl der Erwerbstätigen legt 2023 im Jahresdurchschnitt um 0,7 Prozent zu.

Im aktuellen Berichtsjahr ist die Inflationsrate auf dem höchsten Niveau, in der Spitze auf 8,8 Prozent im Novem­ber 2022 gestiegen. Damit ist die Inflationsrate zu diesem Zeitpunkt an der Bergspitze angekommen. Im weiteren Jahresverlauf konnte sich die Inflationsrate deutlich auf 4,5 Prozent reduzieren. Jedoch befindet sie sich seit Juli 2021 grundsätzlich auf einem Rekordniveau. Verantwortlich dafür sind unter anderem Basiseffekte, die auf die coronabedingte Senkung der Mehrwertsteuer in der zweiten Jahreshälfte 2020 und den damit einhergehenden sinkenden Preisen bei vielen Gütern zurückzuführen sind. Weiterhin sind zudem die Preise für Mineralölprodukte und weitere energieerzeugende Rohstoffe stark gestiegen, diese Entwicklung wird durch den Krieg in der Ukraine weiter verstärkt.

Jedoch steht auf der konjunkturellen Habenseite eine langsame Erholung beim privaten Konsum. Nach den hef­tigen Kaufkrafteinbußen im vergangenen Jahr lässt die Inflation nach, zugleich profitieren die Einkommen von deutlich höheren Tariflohnabschlüssen gegenüber den Vorjahren. Somit liegen die verfügbaren Einkommen preis­bereinigt auf demselben Niveau.
Branchenspezifischer Wirtschaftsbericht
Altersvorsorge

Im abgelaufenen Berichtsjahr hat sich die Geschäftslage der Lebensversicherung leicht verbessert und beendet dem anhaltenden Abwärtstrend der Vorjahre. Das Geschäftsklima in der Lebensversicherung wird mit einem Saldo von -14,4 Punkten günstiger beurteilt als im Vorquartal (-34,6 Punkte) und erreicht damit den höchsten Stand seit dem 1. Quartal 2022. Entgegen der Gesamtentwicklung verdunkelt sich die Stimmung in der fondsge­bunden Lebensversicherung. Das Geschäftsklima sinkt dort auf einen Saldo von -28,8 Punkten.

Die Mehrheit der Angehörigen aller Einkommensklassen befürchtet eine Rentenlücke. So können knapp elf Milli­onen Haushalte in Deutschland die Rentenlücke nicht aus eigener Kraft schließen. Zum einen erhöht die Inflation den Vorsorgebedarf für das Alter, auf der anderen Seite wird das frei verfügbare Einkommen eingeschränkt.

Die staatliche Förderung in Deutschland wird im sogenannten in 3-Schichten-Modell dargestellt. Zur Basisvorsorge der ersten Schicht gehört neben der gesetzlichen Renten­versicherung auch die Basis-Rente, deren Beiträge steuer­lich geltend gemacht werden können. Neben Angestellten können die Basis-Rente vor allem Selbstständige und Frei­berufler nutzen, die nicht der gesetzlichen Rentenversiche­rungspflicht unterliegen. Der steuerliche absetzbare Höchst­betrag liegt im Jahr 2023 bei 26.528 Euro für Alleinstehende und bei 53.056 Euro für Ehegatten. Für 2023 liegt der Höchstbetrag bei 100 Prozent der gezahlten Beiträge, welche als Sonderausgaben geltend gemacht werden
Mit Blick auf die aktuelle Lage im Neugeschäft zum laufenden Beitrag ist der Saldo mit -19,9 Punkten noch tiefer in den negativen Bereich gerutscht. Die Erwartungen für das Neugeschäft zum laufenden Beitrag haben sich insgesamt verbessert. In der Befragung der Lebensversicherer ist jedoch die Erwartungshaltung zum Ende des Berichtsjahres leicht zurückgegangen.

Insgesamt ist die Entwicklung im Bereich Lebensversicherung durch das makroökonomische Umfeld weiterhin eingetrübt. Die Inflation wird zwar weniger durch die ursprünglichen Inflationstreiber wie Lieferkettenengpässe, Energie- und Lebensmittelpreise angetrieben, jedoch haben sich die anfänglichen Preisschübe mittlerweile in weiten Teilen der Wertschöpfungskette verfestigt. Der GDV erwartet demnach eine hartnäckige Entwicklung der Kerninflationsrate. Hierdurch verschiebt sich der erwartete Anstieg der Reallöhne weiter in Richtung Jahresende. Die Sparquote wird sich langsam normalisieren, jedoch zeigt die Auswertung der Geldvermögensbildung, dass die Attraktivität von Termineinlagen, deren Verzinsung im Zuge der geldpolitischen Marktveränderungen stieg, zugenommen hat. Die Arbeitslosenquote verharrt weiterhin auf einem niedrigen Niveau.
Trotz vielseitigen Herausforderungen der privaten Haushalte ist keine überdurchschnittliche Stornoquote zu be­obachten. Zwar ist sie im ersten Quartal 2023 leicht gegenüber dem Gesamtjahr 2022 angestiegen, jedoch liegt sie weiterhin unter dem Niveau von 2020. Im Hinblick auf die Entwicklung des Neugeschäftes zum laufenden Beitrag, geht der GDV von einem geringfügigen Minus um 1 Prozent aus. Bisher sind dabei die Monate zu Beginn des Jahres schwächer zum Vorjahr ausgefallen. Somit ergibt sich für das Jahr 2023 ein leichter Rückgang.
Krankenversicherung

Im aktuellen Berichtsjahr wird die Geschäftslage in der privaten Krankenversicherung deutlich besser bewertet, gegenüber dem Vorjahr. Hierbei haben rund 23 % der befragten Unternehmen eine gute Geschäftslage angege­ben, und von einer schlechten Geschäftslage berichtet aktuell kein einziges Unternehmen.
Die Geschäftserwartungen liegen wieder im positiven Bereich und sind merklich angestiegen. Hierbei ist der Anteil der befragten Unternehmen mit schlechten Geschäftserwartungen von 21 Prozent auf 0 Prozent gesunken.

Laut GDV verbessert sich auch das Geschäftsklima im Krankenvollversicherungsgeschäft deutlich. Im Bereich der Krankenzusatzversicherung steigt das Geschäftsklima nur leicht an.
Bei der Leistungsentwicklung hat sich die Einschätzung, laut der GDV, nochmals verschlechtert und markiert bei der aktuellen Lage und den Erwartungen auf einem Tiefstand.

Anfang 2023 hat nach der pandemiebedingten Aussetzung eine Anpassung der Jahresentgeltgrenze (JAEG) und der Beitragsbemessungsgrundlage für die Kranken- und Pflegeversicherung stattgefunden. Dadurch konnten der Wechselsaldo und das Beitragswachstum insgesamt gedämpft werden. Gleichzeitig wird weiterhin mit einem recht kräftigen Anstieg der Nominallöhne von 5,5 Prozent gerechnet, was gemessen am Anstieg der JAEG von 3,5 Prozent, einer größeren Anzahl an Menschen die Option zu einem Wechsel in die Private Krankenversiche­rung gibt.

Die Versicherungsleistungen und damit verbundenen Kosten steigen erneut. Zu den Gründen zählt ein unge­wöhnlich hoher Krankenstand zum Jahresbeginn, Nachholeffekte von der Corona-Pandemie und verteuerte Be­handlungskosten durch die allgemeine Inflationsentwicklung.

Die durchschnittlichen Beitragssätze der gesetzlichen Krankenversicherung liegen in 2023 weiterhin bei 14,6 Pro­zent. Damit ist der Beitragssatz seit 2015 auf einem konstanten Niveau geblieben.

Über 74 Millionen Menschen waren im Juli 2023 in der gesetzlichen Krankenversicherung versichert. Das ent­spricht etwa 90 Prozent der Bevölkerung in Deutschland. Die Anzahl der beitragszahlenden Mitglieder macht mit 58 Millionen Menschen etwa 78 Prozent aus.
Mehr als die Hälfte aller Mitglieder waren im Juli 2023 Pflichtmitglieder, welche ein Einkommen bis 66.600 Euro im Jahr erreichen. Über 6 Millionen Menschen (10,7 Prozent) waren freiwillig versichert.

Die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen sind seit dem Jahr 1970 rapide gesunken. Im Jahr 1970 gab es 1.815 Krankenkassen, im Juli 2023 waren es nur noch 96 Krankenkassen. Hier zeigt sich der politisch gewollte Konzentrationsprozess, insbesondere ver­ursacht durch Fusionen unter den Krankenkassen.

Die Ausgaben für Gesundheit in Deutschland betru­gen nach Anhaben des Statistischen Bundesamtes 2022 insgesamt 498,1 Milliarden Euro, das entspricht 12,9 Prozent des Bruttoinlandproduktes. Den größten Anteil an den Gesundheitsausgaben hatte die gesetzliche Krankenversicherung mit 53,3 Prozent. Die Leistungsausga­ben stiegen dabei weiterhin kontinuierlich an. Auch im Jahr 2022 setzte sich dieser Trend weiter fort. Die Ausgaben der Krankenkassen betrugen 274,2 Milliarden Euro und sind damit um 4,11 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Der größte Teil davon entfiel mit 32,1 Prozent auf den Krankenhausbereich. Die zweithöchs­ten Ausgaben lagen mit 17,8 Prozent bei Arzneimittel, kurz dahinter mit 16,8 Prozent lagen die ärztlichen Be­handlungen. Weitere 7,8 % sind für Heil- und Hilfsmittel ausgegeben worden.
Sachversicherung

Die Bedeutung des Geschäfts mit Sachversicherungen für unabhängige Berater hat in den vergangenen Jah­ren verstärkt zugenommen.
Nach Zahlen der GDV hat die Anzahl der Verträge im Jahr 2022 um 0,6 % auf 342,9 Millionen Verträge zuge­nommen. Den größten prozentualen Anstieg in Bezug auf die Versicherungsbeiträge verzeichnete die Trans­port- und Luftfahrtversicherung mit 12,0 Prozent, ge­folgt von der Kredit-, Kautions-, Vertrauensschadenver­sicherung mit 9,5 Prozent.

Die Beiträge für die Sachversicherung beliefen sich 2022 auf 80,4 Milliarden Euro. Dies geht mit einem Anstieg von 4,0 Prozent zum vorherigen Jahr einher. Die Schaden-Kosten-Quote lag 2022 bei 95 Prozent. Im Vorjahr 2021 lag diese bei 102,3 Prozent. Zu den schlechtesten deckenden Sparten zählen die KFZ-Vollkaskoversicherung mit 107 Prozent, die verbundene Wohngebäudeversicherung mit 106 Prozent und Sach-Gewerbe mit 103 Prozent.
Deutlich kostendeckender arbeiten die Sparten Kredit-, Kautions-, Vertrauensschadenversicherung mit 70 Pro­zent, die verbundene Hausratversicherung mit 75 Prozent und die private Unfallversicherung mit 77 Prozent.
Geldanlage

Aufgrund deutlich gestiegener Inflationsraten hat die Europäische Zentralbank eine seit Einführung des Euros nie dagewesene Zinserhöhung durchgeführt. Nach zehn Zinserhöhungen in Folge stieg der Leitzins von 0,0 Prozent auf 4,5 Prozent. Diese Schritte sollen den Teuerungsraten entgegenwirken. Der Leitzins liegt derzeit so hoch wie zuletzt in den 2000er Jahren. Somit werden auch die Konjunkturerwartungen für die Euro-Zone gedämpft. Hoch­verschuldete Länder wie Italien oder Frankreich werden Schwierigkeiten erfahren, ihre Schulden zuverlässig zu bedienen. Als weitere Folgen der Zinserhöhung werden Verbraucherkredite deutlich teurer. Auch Banken drohen aufgrund von Firmenpleiten oder Umschuldungen vermehrte Kreditausfälle.

Stand der DAX Ende 2021 noch bei 16.290 Punk­ten, so hoch wie noch nie, stoppte eine Variante des Coronavirus den Höhenflug. Ferner ist der DAX von 30 auf 40 Unternehmen vergrößert wor­den. Trotz anhaltender Lieferengpässe boomen ganze Branchen wie Impfstoffhersteller, Laborausrüster oder Logistikkonzerne. Ende September 2022 lag der DAX auf einem Tiefstand, mit einem Stand von 12.114 Punkten, wie zuletzt im Oktober 2000. Das Berichtsjahr abgeschlossen hat er Ende September 2023 mit 15.386 Punkten. Das Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland ist im ersten Quartal des Jahres 2023 um rund 146 Milliarden Euro gestiegen und betrug zum Quartalsende 7.393 Milliarden Euro. Damit setzt das Geldvermögen nach Rückgängen in den ersten drei Quartalen 2022 die Aufwärtsbewegung des vierten Quartals 2022 fort. Gemäß Angaben der deutschen Bundesbank erhöhten die privaten Haushalte ihre Forderungen um insgesamt 70 Milliarden Euro und konnten Bewertungsgewinne in Höhe von 76 Milliarden Euro verbuchen.

Geld an der Börse anzulegen, Aktien zu kaufen oder zu verkaufen war noch nie so einfach wie heute. Während der Pandemie erleben Trading Apps einen regelrechten Boom, vor allem bei jungen Menschen. Der Anteil junger Menschen unter den Aktionären hat sich dabei weiter erhöht. Besonders die Gruppe der unter 30-Jährigen war am Aktienmarkt sehr aktiv. Rund 600.000 junge Erwachsene unter 30 Jahren wagten sich auf das Börsenparkett, ein Plus von 40 Prozent zum Vorjahr. Keine andere Altersgruppe verzeichnete einen so großen Anstieg. Der Anteil von Frauen unter den Aktionären liegt immer noch bei rund einem Drittel. Allerdings haben sich 2022 mehr Frauen als Männer neu für Aktie, Aktienfonds und ETF entschieden. Der Zuwachs lag laut DAI bei 482.000, bei den Männern waren es 338.000.
Immobilien

Lange galten Immobilien als sichere und wertvolle Kapitalanlage. Doch seit Beginn des Jahres neigt sich der Immobilienboom dem Ende zu. In dreizehn von vierzehn deutschen Städten mit mehr als 500.000 Einwohnern wird mit stagnierenden bis leicht rückläufigen Preisen gerechnet. Als Gründe werden stark gestiegene Zinsen für Baudarlehen, die Inflation sowie der Ukrainekrieg genannt. Den stärksten Rückgang in den Immobilienpreisen verzeichnet Essen mit voraussichtlich acht Prozent zum Jahresende.

Die aktuelle Zahl der pflegebedürftigen Menschen beläuft ich auf rd. 4,9 Millionen. Bis zum Jahr 2055 wird ein Anstieg um rd. 1,8 Millionen Menschen prognostiziert. Somit sind Pflegeimmobilien eine attraktive Kapitalanlage.

Rund ein Fünftel der Pflegebedürftigen leben in Pflegeheimen. Der überwiegende Teil wird zu Hause versorgt, von Angehörigen oder einem ambulanten Pflegedienst.

Die wirtschaftliche Lage der deutschen Pflegeheime ist laut "Pflegeheim Rating Report 2022" des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) angespannt. Jedes fünfte Pflegeheim gilt mittlerweile als insolvenzgefährdet. Ge­rade in den westlichen Bundesländern ist die Lage schlecht. Der Trend setzt auch in diesem Berichtsjahr wei­terhin auf ein starkes Wachstum in der ambulanten Ver­sorgung sowie der Privatisierung. Aufgrund der Alterung der Gesellschaft ist bis 2055 in Deutschland mit sieben Millionen Pflegebedürftigen zu rechnen, was eine Steigerung um 37 Prozent gegenüber dem Jahr 2021 bedeutet. Damit geht laut RWI ein zusätzlicher Bedarf von 378.000 stationären Pflegeplätzen bis 2040 hervor. Laut des Bundesinstituts für Bau-, Stadt und Raumforschung soll der Bedarf an Pflegeplätzen vor allem in Ballungsgebie­ten stark ansteigen. Bewohner in Pflegeheimen machen circa ein Fünftel der pflegebedürftigen Menschen in Deutschland aus. Mit der steigenden Anzahl an pflegebedürftigen Personen steigt auch der Bedarf nach Pflege­heimen und Pflegeplätzen, welche langfristige Investitionen darstellen.
Finanzierungen

Die Zinsen für Baufinanzierungen sind im Berichtsjahr seit langer Zeit wieder angestiegen. Bei einer Zinsbindung von 10 Jahren liegt der Hypothekenzins im September 2023 bei circa 4,06 Prozent. Bis September 2023 beläuft sich das Transaktionsvolumen im Wohnungsmarkt in diesem Jahr auf 3,92 Milliarden Euro. Zum Vergleich betrug das Volumen im Vorjahreszeitraum 13 Milliarden Euro, was einen Rückgang von rd. 70 % bedeutet.

Die EZB hat im Berichtsjahr den Leitzins auf 4,5 Prozent angehoben. Es ist abzuse­hen, dass Finanzierungen und unterneh­merische Investitionen zurückgehen wer­den. Seit Anfang des Jahres 2022 sind die Zinsen für Baufinanzierungen um durch­schnittlich 2,5 Prozentpunkte gestiegen.
Somit liegt er aktuell zwischen 4,1 und 4,5 Prozent effektiv, je nach Kreditsumme und eingebrachtem Eigenkapital. Ferner sind Anschlusskredite betroffen, welche insgesamt auch teurer als die vorherige Finanzierung werden.

Wettbewerb und Berater

Deutschland liegt mit 4 Prozent des Weltmarktan­teils auf Platz 6 der größten Versicherungsmärkte weltweit. Als Rückversicherungsstandort belegt Deutschland weltweit den dritten Platz. Die Wett­bewerbssituation auf dem deutschen Markt für Fi­nanzdienstleistung hat sich im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert.
Die Branche ist nach wie vor sehr heterogen und von Konsolidierungstendenzen gekennzeichnet.
Zu den Anbietern zählen zahlreiche Finanzvertriebe, Einzelmakler, Banken, Versicherungen und freie Finanzver­mittler, die ein sehr unterschiedliches Qualitätsniveau in der Beratung bieten. Darüber hinaus besteht Wettbe­werbsdruck auf die Branche durch Direktvertriebe, Poolgesellschaften und FinTechs. Die Zahl der Versicherungs­unternehmen sinkt in den letzten Jahren stetig. Waren es im Jahr 1980 noch circa 809 Unternehmen in der Bran­che, sind es 2022 lediglich noch 506 gewesen.

Auch branchenfremde Anbieter von Versicherungsprodukten und Vermittlungen stoßen auf zunehmendes Inte­resse. So können sich laut Bain & Company bereits 70 Prozent der unter 35-Jährigen in der Schweiz vorstellen, sich auch bei Branchenfremden abzusichern. Weit verbreitet ist dieses Phänomen bereits in vielen asiatischen Ländern, wo unter anderem Einzelhändler oder Hightech-Anbieter viele Sach- und Lebensversicherungen anbie­ten und diese auf eine hohe Nachfrage bei den jüngeren Generationen stoßen. Trotz steigender Wichtigkeit der Online-Anbieter gewinnt auch im Jahr 2022 die persönliche Beratung. So ist die Ausschließlichkeit immer noch der größte Vertriebsweg im Neugeschäft, gefolgt von Maklern auf dem zweiten Platz.

In letzter Zeit ist ein anhaltender Trend der Konsolidierung auch beim Poolmarkt beobachtbar. Eine wesentliche Ursache liegt in den hohen Kosten für die Etablierung digitaler Prozesse. Von einem Oligopol auf dem deutschen Markt ist die Versicherungsbranche noch ein Stück entfernt. Als weiterer Grund wird die fortgeschrittene Alters­struktur genannt. So befinden sich die Inhaber von den Poolgesellschaften in höherem Alter und versuchen zu verkaufen. Diese Pools haben meist ausländische Investoren.

Spannend ist die Situation bei den ausge­bildeten Beratern. Bereits über einen län­geren Zeitraum nimmt die Anzahl der Ver­sicherungsvermittler deutlich ab. Laut deutscher Industrie- und Handelskammer besitzen im Juli 2023 noch 183.055 Men­schen die Erlaubnis des Versicherungs­vermittlers. Hier liegt der größte Anteil bei den gebundenen Versicherungsvertre­tern mit 103.156 Vermittlern. Lediglich 46.274 waren als Versicherungsmakler registriert. Eingetragene Immobiliendarlehensvermittler nach § 34i Abs. 1 GewO gab es Stand Juli 2023 57.733 Personen. Sie verzeichneten einen leichten Anstieg zum Vorjahr. Dort waren es noch 56.715 Personen. Nach § 34f GewO hatten 39.949 Personen die Eintragung zum Finanzanlagen­vermittler. Im Vorjahr waren es noch 39.084 Vermittler.
Rechtliche Rahmenbedingungen

Basis-Rentenbeiträge können ab 2023 als Sonderausgaben gemeinsam mit den Beiträgen zur gesetzlichen Ren­tenversicherung vom zu versteuernden Einkommen abgezogen werden. Die Höhe kann ab 2023 zu 100 % Pro­zent abgesetzt werden.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für Finanzdienstleistungsunternehmen bezüglich Datenschutz-Grundver­ordnung (DSGVO) und der Richtlinie über Märkte und Finanzinstrumente (MiFID II) haben auch für das Berichts­jahr Bestand. Die Umsetzung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) betrifft alle deutschen Unternehmen, insbesondere die Finanzdienstleistungsbranche, die in besonderem Maße mit personenbezogenen Daten arbei­tet. Die DSGVO ist zum Schutz der personenbezogenen Daten im Mai 2018 eingeführt worden. Die Verordnung MiFID II sieht unter anderem eine ab 01. August 2020 geltende Verpflichtung zur Aufzeichnung der telefonischen Beratung zu Geldanlagen (Taping), eine klarere Bestimmung von Zielmärkten, Einführung einer Geeignetheits­erklärung und weitere Kriterien zu Kosteninformationen zu Geldanlagen vor. Die Aufzeichnungspflicht hat sich aufgrund von Corona auch auf die Videoberatung zu Finanzanlagen ausgeweitet.

Ob es zu einer Vorsorgepflicht für Selbstständige in 2024 kommt, ist weiterhin nicht endgültig geklärt. Die Vorsor­gepflicht würde aber nicht nur Belastungen mit sich bringen, da aufgrund einer Befreiung durch private Vorsorge wieder Chancen für den Vertrieb von alternativen Vorsorgeprodukten entstehen. Darüber hinaus hat die neue Regierung eine Reform der privaten Altersvorsorge angekündigt. Wie diese Reform endgültig aussehen wird, ist noch offen. Die Versicherungsbranche fordert eine vereinfachte Förderung sowie die Öffnung für Anlagemöglich­keiten mit höheren Renditechancen.
Digitalisierung

Die aufgrund der Corona-Pandemie steigende Notwendigkeit einer Digitalisierung der Geschäftsprozesse ist er­kannt worden und wird umgesetzt. So sind bereits von vielen Versicherern Prozesse wie der Vertragsabschluss digitalisiert worden. Auch Finanzberater erkennen das Potenzial der Videoberatung mit ihren (potenziellen) Kun­den, da diese unabhängig vom aktuellen Standort durchgeführt werden kann und auch die geographische Reich­weite immens erhöht werden kann.

Als wichtiger Hebel der Digitalisierung und ein Schritt zu mehr Flexibilität dient die Cloud. Diese wird vorrangig durch die IT in den Unternehmen getrieben. Der weitere Ausbau wird durch Regulatorik und Datenschutz gehin­dert. Ferner sind Kollaborationen mit InsurTechs einfacher, da mittels digitaler Ökosysteme neue Kundenseg­mente einfacher und schneller adressierbar sind.

Ein besonderer Fokus sollte auf InsurTechs liegen. Die Pandemie hat die Entwicklung dieser weiter vorangetrie­ben. So haben über 80 Prozent der Business-to-Customer-Insurtechs mehr Neukunden gewinnen können als vor der Pandemie. Laut dem Versicherungsboten sind bei über 20 Prozent der StartUps die Zahl der Neukunden sogar um mehr als 50 Prozent im Jahr 2022 gestiegen. Bei den Unternehmen, deren Primärkunden die etablierte Versicherungswirtschaft sind, ist der Neukundenzuwachs sogar noch deutlicher erkennbar. Hier behaupten circa ein Drittel der StartUps einen Zuwachs von mehr als 50 Prozent zu notieren. Die Gesamtanzahl der Unternehmen lag vor dem Berichtsjahr durchschnittlich bei rund 210. Große Versicherungsunternehmen erkennen Potenziale der InsurTechs und gehen Kooperationen ein, beziehungsweise tätigen Investitionen, welche die Entwicklung der Unternehmen vorantreiben. Darüber hinaus gründen Versicherungsgesellschaften eigene StartUps unter ihrem Konzerndach, bei denen sie vor allem junge Mitarbeiter engagieren und Marktlücken erkennen und ausnutzen wollen. InsurTechs entwickeln sich aufgrund genannter Investitionen und vor allem der Internationalisierung zu wahren Konkurrenten der konventionellen Versicherungsbranche.

Dennoch bietet die Digitalisierung nicht nur Chancen, sondern sie birgt auch Risiken. Das wohl größte Risiko in diesem Bereich stellen die Cyberattacken dar, welche im Laufe der letzten zwei Jahre deutlich zugenommen haben. Hier fehlt es an historischen Daten, welche zum Beispiel die Grundlage für eine Prämienberechnung für Cyberversicherungen sind. Zu Cyberattacken zählen zum größten Teil Malware (Malicious Software), Web-based Attacks und Phishing. Um sich gegen Cyberangriffe zu schützen, müssen die IT-Systeme ständig verbessert werden. Außerdem müssen Mitarbeiter diesbezüglich geschult werden; einerseits wie generell mit den digitali­sierten Prozessen umzugehen ist, andererseits wie sie den Fall eines Angriffs verhindern können. Einher gehen diese Maßnahmen mit hohen Investitionskosten für die Firmen.

Cyberversicherer machen erstmals Verluste. Hackerangriffe sind eine wachsende Gefahr für die gesamte Wirt­schaft. 2021 mussten sie deutlich mehr Schäden regulieren, die Aufwendungen überstiegen gar erstmals die Einnahmen. Der Markt wächst weiter sehr rasant.

Aus unserem digitalen Zeitalter sind Apps nicht mehr aus dem Alltag zu denken. Hier bieten sich für Versiche­rungsunternehmen und Finanzdienstleistungsunternehmen zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten an. So werden Apps angeboten, welche als Vergleichsportale fungieren. Versicherungsmakler müssen hier aktiv in Konkurrenz mit den Apps treten und haben den Vorteil, dass sie bei beratungsintensiven Produkten wie eine Berufsunfähig­keitsversicherung die Nähe zum Kunden anbieten. Ferner werden diese Apps als Kundenportal genutzt und auch von den Versicherten aktiv angefragt. Sie bieten eine Übersicht über die bestehenden Verträge, dienen als Kom­munikationskanal und als Möglichkeit Rechnungen für die Krankenversicherung einzureichen. Der Kunde wird durch die Digitalisierung noch mehr in den Fokus gestellt. Die Kundenbeziehungen werden verbessert und Wett­bewerbsvorteile generiert. Ferner erwarten die Kunden heutzutage eine digitale Kommunikation mit den Mak­lern. Die positiven Erfahrungen mit Apps aus dem Bereich des Online-Bankings oder E-Commerce werden auf die Versicherungsbranche übertragen.
Geschäftsverlauf
Ertragslage

Die FORMAXX AG erzielte im abgelaufenen Geschäftsjahr Umsatzerlöse von insgesamt 21,74 Millionen €. Dies entspricht einen Rück­gang von ca. 5,7 % zum Vorjahr und einer Re­duktion um 1,32 Millionen €. Der Rückgang ist hauptsächlich dem gesunkenen Neugeschäft in den Sparten Finanzierung, Immobilien und Geldanlage aufgrund der gesamtwirtschaftli­chen Entwicklung geschuldet. Zusätzlich konnte im Bereich der Lebensversicherung aufgrund des abweichenden Geschäftsjahres (01.10.-30.09.) nicht an der starken Neugeschäftsentwicklung aus der letzten Rechnungszinsänderung auf 0,25% zum 01.01.2022 im angeknüpft werden. Die wiederkehrenden Einnahmen im Bereich der Umsatzerlöse konnten erneut erfolgreich ausgebaut werden.

Der Vertriebsaufwand im abgelaufenen Geschäftsjahr lag bei 15,2 Millionen €. Dies entspricht einer Vertriebsauf­wandsquote von 67,6 %. Die Vertriebsaufwandsquote ist zum Vorjahr um 2,4%-Punkte gesunken.

Der Rohertrag der Gesellschaft liegt bei 6,55 Millionen €, dies entspricht einer Rohertragsmarge von 30,1 %. Damit entwickelte sich die Rohertragsmarke im Vorjahresvergleich (30,2%) sehr stabil und zeichnet somit das zukunftsfähige Geschäftsmodell der Gesellschaft auch in politischen schwierigen Zeiten aus.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 0,5 Millionen € auf 5,6 Millionen € gesunken. Die Aufwendun­gen betreffen hauptsächlich die umsatzabhängigen Dienstleistungsgebühren aus der Back-Office-Tätigkeit der Schwestergesellschaft DEFINET AG. Des Weiteren sind nach dem COVID 19 bedingten Lock Down erstmalig wieder stattfinde Präsenzveranstaltungen im gesamten Berichtsjahr möglich. Hierdurch sind im abgelaufenen Geschäftsjahr die Veranstaltungskosten für Tagungen angestiegen.

Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2022/2023 ein Jahresergebnis vor Ergebnisabführung von 0,71 Millio­nen € erzielen. Dieses bedeutet im Vergleich zum Vorjahreszeitraum eine Steigerung 27,7%.
Am 09.07.2020 wurde mit der Muttergesellschaft BTS Finance Group AG ein Gewinnabführungsvertrag abge­schlossen. Daher ist die Gesellschaft verpflichtet, von ihrem Jahresergebnis einen Betrag von 0,67 Millionen € an die Muttergesellschaft abzuführen und an die Minderheitsaktionäre eine Ausgleichszahlung von 0,04 Millionen € zu leisten.

Finanzlage

Die Finanzmittelausstattung war im Berichtsjahr stets ausreichend. Die Sicherstellung der kurzfristigen Liquidität wird über eine monatliche Liquiditätsplanung gesteuert. Die Liquiditätsplanung hat im Wesentlichen die Aufgabe darauf zu achten, dass der Bedarf an Liquidität fristgerecht gedeckt ist.

Der Cashflow aus der laufenden Ge­schäftstätigkeit konnte u.a. aufgrund des gestiegenen Periodenergebnis zum Vorjahr deutlich um fast 0,5 Millionen € gesteigert werden.

Der untergeordnete Cashflow aus Investiti­onstätigkeit ist mit 0,03 Millionen € wieder an­gestiegen und positiv.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten ist aufgrund der vertraglichen Gestaltung im Konzernverbund mit 0,55 Millionen € planmäßig negativ und konnte sich aufgrund der reduzierten Auszahlung aus Ergebnisabführungsverträgen um 37% verbessern.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten ist aufgrund der vertraglichen Gestaltung im Konzernverbund mit 0,55 Millionen € planmäßig negativ und konnte sich aufgrund der reduzierten Auszahlung aus Ergebnisabführungsverträgen um 37% verbessern.
Zum Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres betrugen die liquiden Mittel 0,63 Millionen € und sind gegenüber dem Vorjahr um 5% gestiegen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme in dem abgelaufenen Berichtsjahr beträgt 7,45 Millionen € (Vorjahr 7,04 Millionen €).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf 5,29 Millionen €, dies ist eine Steigerung um 10,7 % gegenüber dem Vorjahr.

Die sonstigen Vermögengegenstände lagen zum 30.09.2023 bei 1,45 Millionen € und nahmen damit im Vergleich zum Vorjahr um 5,8 % ab.

Das Eigenkapital der FORMAXX AG beläuft sich auf 0,95 Millionen €. Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 12,79 %.

Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich insgesamt auf 5,49 Millionen €. Dies ist ein Anstieg von 0,23 Millionen €. Hintergrund des Anstiegs sind die Zunahme der Rückstellungen für Stornorisiko.

Auch in dem Geschäftsjahr 2022/2023 bestanden und bestehen keinerlei langfristige Fremdkapitalpositionen. Die Gesellschaft ist zu 100% eigenfinanziert. Dieses steigert im Vergleich zu vielen Mitbewerbern die langfristige Ausrichtung der Gesellschaft. Gleichzeitig schafft eine solche Kapitalstruktur die notwendigen Spielräume für sinnvolle Investitionen in Kunden- und Beraterzugängen.
Die Verbindlichkeiten nahmen um 0,17 Millionen € bzw. 21,5 % auf 0,96 Millionen € zu. Hauptursache ist der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen.
Chancen- und Risikobericht

Die künftige Geschäftsentwicklung des Konzerns ist mit allen Chancen und Risiken verbunden, die mit dem Ver­trieb von Finanzprodukten und dem Angebot von Back-Office Dienstleistungen marktüblich bestehen.
Risikobericht

Erkannte Risiken werden offen und uneingeschränkt an die betreffenden Führungsebenen berichtet und kommu­niziert. Der Vorstand wird umfassend und rechtzeitig (falls erforderlich ad hoc) über das Risikoprofil der in der FORMAXX AG relevanten Risiken sowie über Gewinne und Verluste informiert. Der Aufsichtsrat erhält für die Erfüllung seiner gesetzlichen Pflichten die erforderlichen Informationen.
Unternehmerisches Handeln ist untrennbar mit der Übernahme von Risiken verbunden. Risiko bedeutet für die FORMAXX AG die Gefahr möglicher Verluste oder entgangener Gewinne. Diese Gefahr kann durch interne und externe Faktoren ausgelöst werden. Da es nicht möglich sein wird, alle Risiken zu eliminieren, muss ein der Renditeerwartung angemessenes Risiko angestrebt werden. Risiken sollen dabei so früh wie möglich identifiziert werden, um schnell und in angemessenen Umfang darauf reagieren zu können.
Mit Hilfe und Grundlage des Risikomanagements von FORMAXX AG wird die Identifizierung, Beurteilung, Steu­erung, Überwachung und Kommunikation der wesentlichen Risiken gewährleistet. Das Risikomanagement ist dabei wesentlicher Bestandteil des wertorientierten Führungs- und Planungssystems des Unternehmens. Dar­über hinaus soll die in dem Unternehmen verankerte Risikokultur nachhaltig gestärkt und eine bereichsübergrei­fende Kommunikation risikorelevanter Sachverhalte stetig gefördert werden.
Umfeldrisiken

Der geschäftliche Erfolg der Gesellschaft ist grundsätzlich von der volkswirtschaftlichen Entwicklung des Landes abhängig. Nicht nur die Nachwirkungen der Corona-Krise wirkt sich weiter auf die Gesellschaft aus, sondern auch die weltweiten Auswirkungen des Ukraine-Kriegs in Verbindung mit einer starken Inflation. Die "Schere" zwischen den Menschen in Deutschland wird, je länger die Nachwirkungen der Pandemie und Steigerung der Inflation in der aktuellen Dimension anhält, weiter aufgehen. Das wirkt sich grundsätzlich sowohl auf die Investitionsbereit­schaft der Unternehmen als auch auf die Einkommensentwicklung vieler Verbraucher aus. Neben der Pandemie und dem Ukraine-Krieg wirken sich Lieferengpässe, Materialknappheit und hohe Energiekosten auf unsere Wirt­schaft erheblich aus und bergen ein erhöhtes Risiko für Privatpersonen und Unternehmen. So stiegen die Preise für Baumaterialien um circa 40,4 Prozent im Jahresdurchschnitt 2022 im Vergleich zum Vorjahr. Die Gefahr von Lieferengpässen oder gar Ausfällen ist in Zukunft mehr und mehr gegeben. Mit diesen Themen erhöht sich auch die Inflation deutlich. Sollte die Weltwirtschaft in eine Rezession abrutschen, hat dies negative Auswirkungen auf die Ertragskraft der FORMAXX AG.
Die Verbraucher merken, dass ihnen weniger Geld zur Verfügung steht und überdenken ihre Situation. Die Anzahl der Insolvenzen wird laut deutschen Volkswirten in den nächsten Jahren stark ansteigen. Treiber für Insolvenzen können neben negativen Auswirkungen der Coronapandemie nicht vorhandene Materialien und Lieferengpässe - just in time Lieferungen - für die Unternehmen sein. Als große Punkte werden auch die gestiegenen Arbeits­kosten und Preise, insbesondere bei Energie und Rohstoffen genannt. Die Verschuldung der insolventen Unter­nehmen ist auf Rekordniveau. Die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen in Deutschland ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts im September um 19,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Seit Juni 2023 sind durchgängig zweistellige Zuwachsraten zum Vorjahresvergleich zu beobachten. Neben den Un­ternehmensinsolvenzen sind auch die Verbraucherinsolvenzen im August 2023 um 8,6 Prozent gestiegen. Dies waren 5.843 Verbraucherinsolvenzen.

Weiterhin ist die Entwicklung der nationalen und globalen Finanz- und Kapitalmärkte für den Erfolg der FORMAXX AG von erheblicher Relevanz. Anhaltende Volatilität oder negative Entwicklungen können starke Auswirkungen auf die Unternehmen oder auch Verbraucher in Deutschland haben.
Branchenrisiken

Als Allfinanzvertrieb sind die Finanzberatungsgesellschaften in alle Teilbereiche des Finanzmarktes eingebun­den. Müssen sich Banken und Versicherer mit ihren Vertrieben im Wesentlichen nur auf die Risiken ihres Seg­mentes einstellen, treffen die FORMAXX AG Risiken der gesamten Branche. Mit der Allfinanzkonzeption, in der sich alle Teilbereiche des Finanzmarktes wiederfinden, gleichen sich die Geschäftstätigkeit der Marktchancen und -risiken aus und verringern so das Branchenrisiko insgesamt. Davon profitieren gleichermaßen die ange­schlossenen Berater und vor allem am Ende die Kunden, denen ein größeres Produktspektrum zur Verfügung steht.
Wenn überhaupt - und davon sind alle Teilbereiche des Finanzmarktes betroffen - gibt es Risiken aus der Re­gulierung der Geschäftstätigkeit, wo immer mehr Hürden aufgeworfen werden. Dabei spielen europäische Richt­linien und die europäische Aufsichtsbehörde eine große Rolle. Als grundlegendes Risiko kann im Zuge der Har­monisierungsbemühungen der Europäischen Union gesehen werden, dass Regelungen aus anderen Ländern auf den deutschen Markt übertragen werden. So gibt es Bestrebungen, geltende Provisionsverbote anderer Län­der EU-weit durchzusetzen.
Die Bundesregierung in Berlin hat die Aufgabe, die Vorgaben aus Brüssel in den deutschen Finanzmarkt zu überführen. Die Regulierungsdichte ist somit erheblich. Vermeintliche Regelungen, welche dem Verbraucher­schutz dienen soll, können hohe Aufwände auslösen und das Geschäft für die Kunden immer komplexer gestal­ten.
Wirtschaftliche Risiken

Grundlage für die Vermeidung von Abrechnungsrisiken sind entsprechende rechtlich einwandfreie Vergütungs­vereinbarungen zwischen dem Unternehmen und den Partnergesellschaften und den Beratern. Änderungsrisiken werden durch entsprechende vertragliche Änderungsklauseln angepasst. Vor einem drohenden Zahlungsausfall von Partnergesellschaften ist das Unternehmen durch hohe gesetzliche Solvenz Anforderungen geschützt.

Im Bereich der Baufinanzierung besteht das Risiko, dass Bankpartner aus übergeordneten Gründen einzelne Finanzierungen nicht zulassen und trotz gegebener Bonität nicht realisiert werden können. Dies kann zu einem Rückgang des Neugeschäfts in diesem Bereich führen. Weiterhin wirkt sich ein stark gestiegener Leitzins auf den Kaufkraftverlust der Verbraucher aus, weshalb viele Finanzierungen nicht möglich sind.

Die Tätigkeit der angeschlossenen Berater ist ein sehr wichtiges Gut für die FORMAXX AG. Aus diesem Grund werden die Berater bestmöglich in einem einzigartigen Umfeld unterstützt. Hierbei entstehen Risiken, wenn am Markt neue Entwicklungen nicht gesehen werden und sich der Wettbewerb einen Vorteil erarbeiten kann. Vor diesem Hintergrund ist es der Anspruch, die Branche regelmäßig im Blick zu haben und auch an anderen Bran­chen zu orientieren, welche der Finanzbranche gegebenenfalls voraus sind. Zielgerichtet steht hierbei die Digita­lisierung deutlich stärker im Vordergrund. Durch eine hohe Dynamik in diesem Bereich sind immense Kosten zu erwarten, weshalb auf eine gute Auswahl der Strategie und Dienstleister zu achten ist.
Haftungs- und Qualitätsrisiken

Neben der DSGVO gehört das Geldwäschegesetz zu den wichtigsten Gesetzen im Finanzsektor. Hierbei wird der Missbrauch des Finanzsystems durch Verschleierung und Verschiebung von Vermögenswerten illegaler Her­kunft sowie Finanzierung von Terrorismus verhindert. Solche kriminellen Aktivitäten können weitreichende Konsequenzen auf die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens haben. Dabei verschärft sich die Überprüfung und Umsetzung des Geldwäschegesetzes in der Branche enorm. Die Umsetzung der Regularien im Bereich des Geldwäschegesetzes erhöhen sich und die Anzahl der Verdachtsmeldung nehmen im deutschen Markt erheblich zu. Auch hier sind im Zuge der Digitalisierung viele Prozesse im Umstellungszyklus.

Im Rahmen der Vermittlung von Finanzprodukten und Versicherungen kann nicht ausgeschlossen werden, dass durch Stornierungen Aufwendungen entstehen, die nicht durch entsprechende Rückforderungsansprüche gegen­über den Vermittlern gedeckt sind. Mit dem gestiegenen Versicherungsumsatz der FORMAXX AG kommt dem Forderungsmanagement für die Realisierung derartiger Rückforderungsansprüche eine gestiegene Bedeutung zu. Zusätzlich entsteht durch die Corona-Pandemie ein in der Vergangenheit nicht kalkulierbares Risiko im Bera­tungsprozess. Sicher geglaubte Beratungen und Abschlüsse von Verträgen können zu erhöhten Stornierungen führen. Weiterhin kann bei den Verbrauchern eine erhöhte Unsicherheit dazu führen, die in den Beratungen emp­fohlen Produkte nicht umzusetzen.

Die FORMAXX AG kann für Aufklärungs- oder Beratungsfehler durch Vermittler in Anspruch genommen werden. Ob im Einzelfall die Risiken dann durch den bestehenden Versicherungsschutz oder die Rückforderungsansprü­che gegenüber Vermittlern gedeckt sind, ist nicht wahrscheinlich, jedoch im Einzelfall möglich.
Finanzwirtschaftliche Risiken

Die FORMAXX AG ist mit dem Unternehmensrisiko verbunden, für noch nicht verdiente Provisionen und bereits ausgezahlte Provisionen in Haftung zu stehen. In den bereits ausgezahlten Provisionen steht das Unternehmen mit den angeschlossenen Beratern in entsprechenden Haftungsregeln in den Berater-Verträgen.

Aufgrund der anhaltend volatilen Kapitalmärke und des schwer prognostizierbaren Produktabsatzes sind große Anforderungen an das Liquiditätsmanagement zu stellen. Fehlende Liquidität könnte zu einem existenziellen Problem werden.

Bei der FORMAXX AG unterliegen Forderungen gegen Finanzberater dem sogenannten Forderungsausfallrisiko. Der unerwartete Ausfall von Forderungen mit einem großen Volumen hätte Auswirkungen auf die Ertragslage der FORMAXX AG. Ein Großteil dieser Forderungen basiert noch aus der Gründerzeit, als Startvorschüsse an die Finanzberater gewährt wurden. Um dem Forderungsausfallrisiko entgegenzuwirken, überwacht die FORMAXX AG Forderungen systematisch und konsequent. Darüber hinaus werden diese Forderungen nach einer einheitli­chen Systematik analysiert und gegebenenfalls wertberichtigt.
Chancenbericht

Die Chancen im Hinblick auf die zukünftige Geschäftsentwicklung können sowohl externen wie auch internen Einflüssen zugrunde liegen.
Chancen aus veränderten Rahmenbedingungen

Positive Geschäfts- respektive Marktentwicklungen mit nachhaltiger Wirkung auf Ergebnisgrößen können sich vorteilhaft auf die Kapital- bzw. Vermögenslage von der FORMAXX AG auswirken und weitere Gestaltungsspiel­räume für das Geschäftsmodell und das Risikoprofil ermöglichen.

Aufgrund der unsicheren Situation ergeben sich für die FORMAXX AG für das kommende Geschäftsjahr einge­schränkte Chancen. Grund dafür ist die Situation, wie die Folgen der Corona-Pandemie und wie es mit dem Ukraine-Krieg bzw. grundsätzlichen Weltkonjunktur weitergehen wird. Das ifo-Institut erwartet für das kommende Jahr ein Schrumpfen der Wirtschaftsleistung um 0,4 Prozentpunkte. Ferner wird ein Anstieg der Verbraucher­preise weiterhin deutlich erkennbar sein, jedoch steigen im selben Zeitraum die Löhne, weshalb diese Verände­rung nicht erheblich zu spüren ist. Laut IFO Institut sollen die Verbraucherpreise in diesem Jahr um 6,0 Prozent steigen und in den darauffolgenden Jahren jeweils um 2,6 Prozent und 1,9 Prozent. Mit einer Normalisierung wird somit erst für das Jahr 2024 gerechnet. Umso mehr ist es auch in dieser Situation wichtig, das Chancenma­nagement aufrecht zu erhalten. Das Management der FORMAXX AG trifft sich in regelmäßigen Abständen, um die Entwicklung der Gruppe mit dem aktuellen Stand zu besprechen und weitere Schritte zu planen. Interessant ist die Entwicklung der Zinssätze, aufgrund der Veränderung des Leitzinses. Sparer können ihre Anlagen sicher anlegen und mit einem deutlichen Plus gegenüber den vergangenen Jahren erwarten. Sollte sich die deutsche Wirtschaft deutlich besser entwickeln als in unserer Prognose angenommen, hat dies nur mittelbaren Einfluss auf die kurzfristige operative Entwicklung.

Die zunehmende Regulierung der Finanzdienstleistungsbranche in Deutschland mit dem Ziel der Stabilisierung des Finanzsystems und der Steigerung des Anlegerschutzes ist für die FORMAXX AG Herausforderung und große Chance zugleich. Steigende Regulierungsanforderungen führen zunächst zu zusätzlichen Aufwendungen, die administrative Belastung steigt und Prozesse im Unternehmen müssen angepasst werden. Allerdings erhöht die Regulierung auch die Qualitätsanforderungen an die Marktteilnehmer. Dies beschleunigt die Konsolidierung des Marktes, da einzelne Vermittler die gestiegenen Anforderungen nicht erfüllen können. Insgesamt wird die Anzahl der Anbieter kleiner werden. Gleichzeitig birgt diese Entwicklung das Potenzial, dass qualifizierte Vermitt­ler von anderen Marktteilnehmern verstärkt tätig werden wollen oder sie Teile des Back-Offices outsourcen, da die vorhandenen Kapazitäten nicht ausreichend sind oder ungenügend qualifiziert sind. Hinzu kommt, dass ein verstärkter Anspruch auf digitale Beratung und zugehörigen Tools mehr nachgefragt werden. Mit den Beratungs­ansätzen aus der FORMAXX AG heraus, welche den Kunden in den Mittelpunkt stellt und auf Basis der Analyse nach DIN 77230 und DIN 77235 berät, verfügt die Gesellschaft über eine wichtige Differenzierung zum Markt. Mit regelmäßigen Anpassungsprozessen in den Beratungen und Prüfung von neuen Produkten am Markt, erfüllt die Gesellschaft die Rahmenbedingungen, um mittel- und langfristig davon zu profitieren.

Im Rahmen des Changemanagements prüft die FORMAXX AG den Markt auf potenzielle Akquisitionsziele. Im Falle einer Akquisition können hieraus Chancen erwachsen, die das Umsatzpotenzial erhöhen.
Unternehmensstrategische Chancen

Als Dienstleistungsunternehmen lassen sich unsere betrieblichen Aufgaben in die Bereiche Vertrieb, Produktaus­wahl und Vertriebsunterstützung unterteilen. Mit dem Fokus der Digitalisierung im Unternehmen und den daher­bringenden Anpassungen im Unternehmen, lassen sich weitere Potenziale im Markt rekrutieren bzw. an die Ge­sellschaft anbinden.

Im Bereich Vertrieb wird sich unser Kundenpotenzial im Privatkundengeschäft erhöhen. Die Umstellung auf eine komplette Digitalberatung erweitert die Möglichkeiten der Berater, in jeder Situation Kunden beraten zu können. Gerade durch die Erkenntnisse der Corona-Pandemie ist der Anspruch des Kunden zur Online-Beratung deutlich gestiegen. Die Vermittler, die sich am Markt darauf nicht einstellen, werden Kunden verlieren. Dies bedeutet mittelfristig Neukundenpotenzial für die Berater.

Neben der Digitalberatung spielt auch das Thema der Bestandsdaten eine sehr wichtige Rolle. Zum Digitalisie­rungskonzept der FORMAXX AG werden die Prozesse in Verbindung mit Gesellschaften immer mehr optimiert, so dass den Beratern die höchstmöglichen Dateninhalte für ihre Beratung zur Unterstützung vorliegen. Dies bringt weitreichende Vorteile für den Berater und unterstützt sie bei der vollumfänglichen Beratung des Kunden. Mit prozessualen Livedaten von den Gesellschaften schafft er eine hohe Verlässlichkeit zur Beratungsoptimierung im persönlichen Gespräch mit dem Kunden.

Ferner werden potenzielle, neue Kunden durch Online-Marketingkampagnen angezogen. Mit Hilfe von Leads auf Social Media Plattformen kann zielgerichtet und persönlich Werbung geschaltet werden und somit auf das Unter­nehmen und die Dienstleistung aufmerksam gemacht werden.
Leistungswirtschaftliche Chancen

Es entwickelt sich in der jüngeren Kundenschicht, 19 - 30 Jahren, ein kleiner Boom im Bereich der Aktien. Gerade die hohe Diversifikation der Fondsmöglichkeiten und die Vielzahl der ökologischen Auswahlmöglichkeiten ist für das jüngere Kundensegment interessant. Neben den klassischen Kapitalanlagen sieht das Unternehmen eine hohe Chance, weitere Immobilien als Kapitalanlage ihren Kunden anzubieten. Trotz hoher Zinsen gibt es interes­sante Produktlösungen am Markt, weshalb die Immobilie ein weiterhin interessantes Thema bleiben wird. Jedoch ist durch die Zinsveränderung nur ein bestimmtes Kundenklientel davon betroffen.

Weitere Chancen bieten sich der FORMAXX AG am Arbeitsmarkt. Immer mehr Banken wollen ihr Filialnetz ver­ringern und erhöhen parallel den Umsatzdruck auf ihre Berater. Dadurch vergrößern sich die Möglichkeiten, aus­gebildete Vermittler am Markt zu gewinnen und in der FORMAXX AG anzuschließen.

Außerdem entstehen Produkterweiterungen bspw. im Bereich der erneuerbaren Energie, welche Bestands- als auch Neukunden ansprechen kann. Durch eine Vielzahl von Bewertungen über WhoFinance und kununu stehen die Finanzberatungsgesellschaften durch ein positives Kunden- bzw. Beraterfeedback gut dar und können hier­durch weitere Potenziale erzeugen.

Durch die gestiegenen Zinsen im Rahmen der Baufinanzierungen haben Bausparverträge wieder an Attraktivität gewonnen. Den Kunden wird so ein niedriger Zins über die Laufzeit des Vertrages zugesichert. Das hat vor allem den Vorteil, dass die Kunden einen niedrigeren Darlehenszins erhalten als die Hypothekenzinsen.

Ferner werden Fondspolicen ohne Garantien und betriebliche Altersvorsorgeverträge in den Vordergrund der Nachfrage rücken. Nicht zuletzt werden aufgrund der gestiegenen Lebenshaltungskosten Einsparpotenziale im­mer wichtiger. Hier wird die ganzheitliche Beratung nach DIN-Norm ansetzen und den Kunden Einspar- und Ver­besserungsmöglichkeiten aufzeigen. Nach dem Statistischen Bundesamt hat jeder vierte Rentner weniger als 1.000 Euro netto im Monat zu Verfügung. Bei Frauen im Rentenalter ist dieser Anteil wesentlich höher. Hier bestehen weitere Potenziale, den jüngeren Generationen mit einer Beratung in Sachen Altersvorsorge eine gute Rente zu ermöglichen.

Die ESG-Kriterien spielen in der Geldanlage immer mehr eine wichtige Rolle. Nicht nur jungen Kunden sind Um­weltschutz und soziale Kriterien bei der Fondsauswahl wichtig. Durch eine gründliche Beratung eröffnet sich für die Berater und dem Unternehmen eine Chance, bisherige und neue Kunden dafür zu begeistern. Das Thema des ESG-Konzeptes im Bereich der Geldanlage wurde durch Einführung der Investmentplattform namens "Fondsaccess" deutlich verbessert, um in diesem Gebiet noch besser und schneller beraten zu können.
Zusammenfassung der Chancen und Risiken

Der Absatzmarkt befindet sich in einem stetigen Wandel mit einem Unsicherheitsfaktor der Corona-Pandemie, des Ukrainekrieges und der Energiekrise.

Aufgrund der starken Aufstellung auf dem Finanzvermittlungsmarkt, gesetzliche Änderungen und der Gewinnung neuer Absatzmärkte werden die zukünftigen Kundenzahlen, Umsätze und Erträge einen weiteren Aufschwung erleben und die Positionierung der FORMAXX AG stärken.
Jedoch sind durch die Vielzahl der Risiken und auch unvorhersehbaren Entwicklung die Chancen des Unterneh­mens eingeschränkt zu sehen.

Der folgende Prognosebericht beruht auf den vorliegenden Informationen und kann sich bei Veränderungen wei­ter ins Positive oder auch Negative wenden.

Prognosebericht
Prognose in Deutschland

Für die deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2024 mit einer milden Rezession zu rechnen, teilt der Sachverständigen­rat mit. Im kommenden Jahr werde die deutsche Wirtschaft um 0,7 Prozent leicht wachsen. Die Inflation werde im Durchschnitt, durch Anpassungen in der Marktwirtschaft, für das kommende Jahr bei 2,6 Prozent liegen. Allerdings belasten die Schwankungen der Rohstoffpreise und Lieferengpässe die Produktionen in Deutschland schwer. Die privaten Haushalte in Deutschland werden sich auf eine unsichere Zukunft einstellen. Das Risiko, dass die Liefer- und Speichermengen von Gas in Deutschland nicht über den Winter reichen, wird durch die reduzierten Gaslieferungen von Russland verstärkt. Die stark gestiegenen Energiepreise werden für viele weiter­hin ein Loch in die Haushaltskasse werfen.

Auf dem Arbeitsmarkt werden keine schweren Auswirkungen erwartet. Es wird ein Anstieg der Arbeitslosen um 56.000 Personen im kommenden Jahr erwartet. Der Anstieg geht vor allen Dingen auf die gesamte Flüchtlings­bewegung zurück, welche nur langsam in den Arbeitsmarkt integriert werden. Es wird mit einer jahresdurch­schnittlichen Arbeitslosenquote von 5,6 Prozent für das Jahr 2024 gerechnet.

Besonders die Kriege in der Ukraine und dem Nahen Osten werden sich auf den weltweiten Handel auswirken. Trotz einer leichten Anhebung der BIP-Prognosen seit Herbst wird das Wachstum des Welthandels im laufenden Jahr voraussichtlich unterdurchschnittlich ausfallen. Das prognostizieren die Experten der Welthandelsorganisa­tion. Demnach wird das Volumen des globalen Warenhandels in diesem Jahr voraussichtlich um 1,7 Prozent zunehmen. Es wird sogar spekuliert, dass bei andauernder Krise der Welthandel in naher Zukunft schrumpfen könnte. Da Deutschland als exportstarke Industrie den Schwankungen der Weltwirtschaft besonders ausgesetzt ist, besteht die Gefahr, dass das Exportgeschäft das Wirtschaftswachstum dämpfen wird. Insgesamt wäre eine Aufteilung der Weltwirtschaft in zwei Teile ein verlustreiches Geschäft, welches deutliche Verluste bedeuten würde.

Im aktuellen Berichtsjahr ist der Nominallohnindex in jedem Quartal gestiegen, laut dem Statistischen Bundesamt. Der Anstieg im zweiten Quartal war mit 6,6 Prozent der höchste seit Beginn der Zählung. Somit können die Verbraucher stückweise der Inflation trotzen und minimieren den Kaufkraftverlust. Zusätzlich steigt der Mindest­lohn der sich aktuell bei 12 €/Stunde befindet, in den nächsten zwei Jahren garantiert um jeweils 0,41 €/Stunde an. Damit ist auch weiterhin ein Anstieg des Nominallohnindex wahrscheinlich.

Prognose der Branche

Trotz Inflation und anhaltender Unsicher­heiten wird für die folgenden Jahre mit ei­nem Anstieg in der Umsatzentwicklung in der Versicherungsbranche gerechnet. Für 2023 wird von der GDV ein nominales Beitragswachstum von 1,7 Prozent über alle Sparten hinweg prognostiziert. Be­sonders werden auf der anderen Seite die Erwartungen der Lebensversicherer ge­dämpft, wenn es um die Beitragszu­wächse geht. Aufgrund der steigenden Preise werden langfristige Vorsorge und Absicherung tendenziell in die Zukunft verschoben. In der Schaden- und Unfallversicherung werden die Prämien hingegen voraussichtlich ansteigen.

Die Versicherungswirtschaft steht jedoch weiter unter enormen Wettbewerbsdruck und vor steigenden Markt- und Kundenanforderungen. Neue Geschäftsmodelle gefährden die etablierten Marktplayer mit ihren Ideen und zwin­gen sie in die Investitionen in alle Unternehmensbereiche. Wichtige Punkte dabei sind die Modernisierung der IT- Landschaften, die Nutzung von Cloud basierten Lösungen und Kundenbindungsmaßnahmen.
Altersvorsorge

Für das kommende Jahr schätzt der GDV die Entwicklung in der Lebensversicherung vorsichtig positiv ein. Ent­sprechend der gesamtwirtschaftlichen Projektionen ist mit einem leichten Wirtschaftswachstum und rückläufiger Inflation zu rechnen, wodurch sich die Einkommen und der Konsum real werden verbessern können. Die Unsi­cherheit dürfte abnehmen und eine gewisse Gewöhnung an das neue Inflationsumfeld dazu beitragen, dass Men­schen wieder vermehrt ihren präferierten Konsumeignungen nachgehen können. Das maximale Zinsniveau könnte bis Ende 2023 erreicht sein und die Lebensversicherer können diese Konditionen vermehrt an die Kunden weitergeben. Durch das schrittweise Auflösen der Zinszusatzreserve erlangen die Lebensversicherer zusätzli­chen Spielraum.
Das Wachstum der Lebensversicherer könnte im Jahr 2024 in einem Bereich von -0,4 Prozent bis 1,2 Prozent liegen.

Krankenversicherung

Der positive Wechselsaldo von der gesetzlichen Krankenversicherung in die private Krankenversicherung dürfte auch im Jahr 2024 den Bestand der privaten Krankenversicherung und damit die Beitragseinnahmen steigen lassen. Angesichts einer sich weiter verschärfenden Finanzdefizits der GKV dürfte die Diskussion um weitere Beitragssprünge oder Leistungskürzungen aktuell bleiben.

Dies könnte ein weiterer Effekt sein, der die private Krankenversicherung aufgrund von finanzieller Stabilität und einem hohen Versorgungsniveau attraktiver werden lässt und den Wechselsaldo und damit den Bestand in der privaten Krankenversicherung positiv beeinflusst.

Der Zugang zur privaten Krankenversicherung wird 2024 durch die Versicherungspflichtgrenze von 69.300 Euro pro Jahr weiter eingeschränkt.

Der Trend, mit privaten Zusatzversicherungen den Versicherungsschutz der gesetzlichen Krankenversicherung zu ergänzen, dürfte anhalten. Aufgrund des Fachkräftemangels und mit dem Ziel, für Arbeitnehmer attraktiver zu werden und diese langfristig zu binden, wird wohl auch der in der betrieblichen Krankenversicherung und Pflege­versicherung bei Arbeitgebern anhalten. Sowohl die steigenden Kosten einer eigenen Absicherung als auch die insgesamt steigenden Lebenshaltungskosten könnten diese Option für viele Arbeitnehmer interessanter werden lassen. Es ist anzunehmen, dass überdurchschnittlich hohe Leistungssteigerungen aus dem vergangenen Jahr sich 2024 deutlich in Beitragsanpassungen bemerkbar machen werden.

Der GDV geht daher im Jahr 2024 von einem Beitragsplus in der privaten Krankenversicherung im Bereich von 4,0 Prozent bis 5,5 Prozent aus.

In der gesetzlichen Krankenversicherung wird hingegen der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz im Jahr 2024 auf 1,7 Prozent erhöht.
Sachversicherung

Im Bereich der Sachversicherungen dürfte die Inflation auch im kommenden Jahr eine entscheidende Rolle spie­len. Zwar sehen die gesamtwirtschaftlichen Projektionen ein merkliches Nachlassen der Teuerungsrate vor, al­lerdings können die Beitragserhöhungen aus 2023 den gestiegenen Schadenaufwand zum Teil nicht kompensie­ren. Entsprechend ist laut Einschätzung des GDV im Jahr 2024 mit einem erneut deutlichen Beitragswachstum im Bereich von 5,8 Prozent bis 8,4 Prozent zu rechnen.

Zusätzlich zeigt sich im Bereich der Sachversicherung ein erhöhtes Potenzial bei der Vermittlung von Produkten, denn durch den Klimawandel verändert sich die Wetterlage in Deutschland massiv. Die Temperaturen nehmen durchschnittlich zu und die Zahl der Naturkatastrohen mehren sich. Die privaten Haushalte in Deutschland wollen sich aus diesen Gründen ihr Wohneigentum absichern und versichern. Dies bietet eine Möglichkeit, die Anzahl der Verträge zu erhöhen.

Auch die Cyber-Attacken nehmen weiterhin zu. Die dramatisch ansteigenden Schadenszahlen zeigen, wie rasant sich dieses Risikoumfeld verändert. Laut "Marsh Versicherungsmarktreport für Deutschland" 2021 mussten die Versicherer ihre Prämien von mindestens 30 bis 40 Prozent erhöhen. Auch hier greift das Firmenberatungs­konzept der Gesellschaft, zusammen mit der DIN-Norm 77235, um die Unternehmen vollumfänglich in den Risi­ken abzusichern. Hier ist ein erhöhtes Potenzial möglich.
Geldanlage

Das Marktumfeld im Bereich der Geldanlage ist durch die volatile Lage im nationalen und internationalen Weltge­schehen nicht vorhersehbar. Zudem kann es durch die Nachwirkungen der Corona-Pandemie und den Kriegen zu starken Schwankungen am Aktienmarkt kommen. Dies kann dazu führen, dass Anleger ihre Gelder in alterna­tive Produkte investieren oder auf sichere und nicht ertragsreiche Produkte umschwenken. Zudem kann durch einen Arbeitsverlust von Kunden die vorhandene Geldanlage aufgelöst und der Sparplan aufgehoben werden. Aufgrund der steigenden Zinsen wird versucht, die Inflation zu dämpfen. Das hat darüber hinaus zur Folge, dass weniger konsumiert und investiert wird, sondern mehr Geld auf den Konten gespart wird.

Auf der anderen Seite wird das Sparen auf dem Tagesgeldkonto bei steigenden Zinsen wieder interessant für sowohl Banken als Angebot, als auch Kunden, die sicher Geld sparen möchten.

Während der Corona-Pandemie haben junge Menschen sich vermehrt mit ihren Finanzen auseinandergesetzt. Aus einer Umfrage der Social-Trading-Plattform Wikifolio heraus wollen besonders junge Menschen verstärkt in Aktien, Fonds oder Kryptowährungen investieren. Demnach wollen 35 % in Aktien, 30 % in Indexfonds und 24 % in Investmentfonds investieren. Vor allem nachhaltige Fondsinvestments sind im jüngeren Kundensegment ge­fragt. Die Analysten der Mitgliedsinstitute des Bundesverbands Öffentlicher Banken (VÖB) sind für die Perspek­tiven des Aktienmarktes trotz Konjunkturschwäche und geopolitischen Risiken verhalten positiv gestimmt. Sie schätzen die DAX-Entwicklung bis Ende 2024 bei 17.500 Punkten.

Weiterhin bietet die Kapitalanlage in Photovoltaikanlagen eine sehr gute Alternative gegenüber Fondsinvest­ments. Die nachhaltige Kapitalanlage erweitert den Produktmix und bietet dem Kunden eine starke Alternative. Die Entwicklung in diesem Bereich ist stetig steigend und weitere Produktanbieter kommen auf den Markt.
Immobilien

Weltweit werden Hauskäufer und Hausbesitzer wegen der steigenden Zinsen unter Druck gestellt, beispielsweise wenn eine Anschlussfinanzierung benötigt wird. Es wird weiter von einem Rückgang der Häuserpreise in den folgenden Jahren ausgegangen. Bereits heute sinken die Häuserpreise
Die Nachfrage von Bausparverträgen ist weiter hoch. Im ersten Halbjahr stieg das Volumen der Verträge um mehr als zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit anhaltenden hohen Zinsen wird die Nachfrage weiterhin stabil bleiben bzw. wachsen. Auch machen die geplanten Gesetzesänderungen der Politik den Markt für Bausparver­träge attraktiv.
Finanzierungen

Wie erwartet ist der Leitzins von der EZB im Berichtsjahr auf bis zu 4,5 Prozent angehoben worden. Insgesamt waren es 10 Steigerungen der EZB. Dies hat zur Folge, dass Kredite teurer werden und langfristig wieder weniger finanziert wird. Investitionen der Firmen werden als Folge auch weniger werden. Es werden Zinssätze zwischen 4,2 und 5,5 Prozent für das kommende Jahr anhaltend erwartet.
Ferner sind die Bauzinsen im Berichtsjahr auf knapp 4 Prozent angestiegen. Diese Höhe gab es zuletzt im Jahr 2011. Insgesamt macht es die Finanzierung von Eigenheimen uninteressant. Es zu erwarten, dass in dieser Konstellation der Finanzierungsmarkt weiter deutlich zurück gehen wird.
Wettbewerb und Berater

Banken, Bausparkassen, Lebensversicherer und Finanzvermittler müssen sich behaupten und der Markt wird sich weiter konsolidieren. Aufgrund der politischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten entsteht ein Umdenken der Konsumenten. Bildung von Rücklagen und langfristige Vorsorge gerät in den Vordergrund, dagegen rückt der Konsum der privaten Haushalte und die Altersvorsorge in den Hintergrund.
Nach Ankündigung mehrerer Banken, das Filialnetz zu reduzieren, entsteht ein erhöhtes Potenzial für bereits ausgebildete Berater. Hierbei ist es wichtig eine passende Auswahl zu treffen, da zusätzlich das Risiko besteht, dass sich die Berater nicht an ihre neue Tätigkeit gegenüber der Selbstständigkeit anpassen können.

Auch branchenfremde Unternehmen steigen in die Versicherungsbranche ein. So hat Amazon nun auch nach den USA und Großbritannien, eine Maklerlizenz für viele europäische Märkte, unter anderem Deutschland. Diese Lizenz gilt ausschließlich für Nicht-Leben Produkte.
Ferner werden potenzielle, neue Kunden durch Online-Marketingkampagnen angezogen. Mit Hilfe von Leads auf Social Media Plattformen kann zielgerichtet und persönlich Werbung geschaltet werden und somit auf das Unter­nehmen und die Dienstleistung aufmerksam gemacht werden. Nach einem Probelauf an einem Beraterstandort in Deutschland besteht die Möglichkeit, diese auf weitere Standorte auszuweiten.
Digitalisierung

Die weiter steigende Notwendigkeit einer Digitalisierung der Geschäftsprozesse ist erkannt worden und wird um­gesetzt. So sind bereits von vielen Versicherern Prozesse wie der Vertragsabschluss digitalisiert worden. Auch Finanzberater haben das Potenzial der Videoberatung mit ihren (potenziellen) Kunden erkannt, da diese unab­hängig vom aktuellen Standort durchgeführt werden kann und auch die geographische Reichweite immens erhöht werden kann.
Zusätzlich wird der digitale Prozess um die Bestandsdaten aller Gesellschaften erweitert und dient damit den Beratern einen vollumfänglichen Beratungsansatz über die digitalen Prozesse zu nutzen. Neben dem Beraternut­zen werden diese Daten als Darstellungsmodell für den Kunden in Form einer App für mobile Endgeräte genutzt. Diese soll einen deutlichen Mehrwert in der Transparenz zwischen Berater und Kunden hervorheben. Dabei hel­fen auch weitere Features in der Datenerfassung und Digitalisierung der Beratungsmappe.
Prognose der Gesellschaft

Unter Berücksichtigung der einzelnen Faktoren, Zahlen, Chancen und Risiken eröffnet sich der FORMAXX AG eine positive als auch negative Aussicht in die Zukunft.
Im kommenden Jahr ergibt sich aus der Veränderung der Bankenwelt ein mögliches Potential der FORMAXX AG auf dem Arbeitsmarkt. Das Unternehmen sondiert den Markt und hält intensiv Ausschau nach potenziellen neuen Beratern.
Konsequentes Kostenmanagement ist eine der Säulen für weiterwachsende Profitabilität. Trotz zusätzlicher In­vestitionen in unsere Zukunft, vor allem in die Digitalisierung der Geschäftsprozesse, lagen die Verwaltungskos­ten im abgelaufenen Geschäftsjahr unter dem Vorjahr. Hier zeigen die Effizienzmaßnahmen der Vergangenheit ihre Wirkung.
Auch im neuen Geschäftsjahr werden wir die FORMAXX AG weiterentwickeln. Die prognostizierten Verwaltungs­kosten beinhalten daher auch weiterhin Aufwendungen für Zukunftsinvestitionen, insbesondere für die Entwick­lung der vorhandenen Systeme im Rahmen der Datenaktualität, Datenverarbeitung, digitalen Beratungsprozesse und dem neu integrierten Kundenportal. Auf Basis der Erfolge, die wir im vergangenen Jahr hierbei bereits erreicht haben, werden wir diesen Weg weiter beschreiten und in die Verbesserung der Systeme investieren. Insgesamt erwarten wir, auch vor dem Hintergrund üblicher Gehaltsentwicklungen und aufgrund der geplanten Strategien, leicht steigende Verwaltungskosten.

Neben den Verwaltungskosten sind die Umsatzkosten, vor allem die Aufwendungen für bezogene Leistungen aus dem Provisionsgeschäft, relevant für unsere Kostenstruktur. Insgesamt gehen wir im aktuellen Geschäftsjahr von einem vergleichbaren Verhältnis von Provisionserlösen zu Provisionsaufwendungen wie im Berichtsjahr aus.
Dabei gleicht sich die Entwicklung der Vergütungsstufen der TOP Berater mit den neu eingestellten Beratern aus. Weitere Vertriebszuschüsse sollen dazu verwendet werden, die Möglichkeiten im Markt zu nutzen, um die Um­satzerlöse zu steigern.

Abgeleitet aus unseren Erwartungen für Umsätze und Kosten rechnen wird für das Geschäftsjahr insgesamt mit einem leichten positiven Anstieg des operativen EBITDA - trotz weiteren Investitionen in die Umsetzung der Digitalisierungsstrategie. Bei den Umsatzerlösen wird mit einem leichten Anstieg gerechnet. Dieser Prognose liegt die Annahme zugrunde, dass sich die Rahmenbedingungen in unseren Kernmärkten nicht deutlich ver­schlechtern oder die Auswirkungen weltwirtschaftlichen Konjunktur deutlich intensiver ausfällt, wie bisher ange­nommen. Die FORMAXX AG hat mögliche Auswirkungen im Blick und beurteilt den potenziellen Einfluss auf unser Geschäft fortlaufend. Eine Belastung der Ergebnisentwicklung ist dabei grundsätzlich nicht auszuschließen.
Schlusserklärung zum Abhängigkeitsbericht

Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft bei den aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die dem Vorstand zum Zeitpunkt der Vornahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, jeweils eine angemessene Ge­genleistung erhielt. Berichtspflichtige Maßnahmen wurden weder getroffen noch unterlassen.
Unterschrift des Vorstands

 

Eschborn, 03.11.2023

gez. Lars Breustedt

gez. Jens Kolmsee

Bilanz

Aktiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Anlagevermögen 22.567,00 34.839,50
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 17.500,00 29.471,00
II. Sachanlagen 5.067,00 5.368,50
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.067,00 5.368,50
B. Umlaufvermögen 7.372.236,54 6.920.326,26
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.741.823,67 6.320.529,48
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 630.412,87 599.796,78
C. Rechnungsabgrenzungsposten 51.088,58 83.243,64
Aktiva 7.445.892,12 7.038.409,40

Passiva

30.9.2023
EUR
30.9.2022
EUR
A. Eigenkapital 951.978,33 950.805,33
I. ausgegebenes Kapital 492.410,00 492.359,00
1. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
2. eigene Anteile -7.590,00 -7.641,00
II. Kapitalrücklage 103.215,00 98.815,00
III. Gewinnrücklagen 50.000,00 50.000,00
IV. Bilanzgewinn 306.353,33 309.631,33
B. Rückstellungen 5.501.774,64 5.272.629,56
C. Verbindlichkeiten 964.931,18 791.286,36
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 812.078,02 579.525,54
2. sonstige Verbindlichkeiten 152.853,16 211.760,82
D. Rechnungsabgrenzungsposten 27.207,97 23.688,15
Passiva 7.445.892,12 7.038.409,40

Gewinn- und Verlustrechnung

1.10.2022 - 30.9.2023
EUR
1.10.2021 - 30.9.2022
EUR
1. Rohergebnis 6.726.413,23 7.076.595,34
2. Personalaufwand 461.984,09 456.711,09
a) Löhne und Gehälter 407.979,87 407.909,98
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 54.004,22 48.801,11
davon für Altersversorgung 25.971,12 25.971,12
3. Abschreibungen 22.450,75 19.184,73
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 22.450,75 19.184,73
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.619.586,65 6.076.948,90
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 99.624,44 51.239,44
davon Erträge aus Abzinsung 60.564,07 31.353,15
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 12.219,30 20.109,54
davon sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus Abzinsung 12.219,30 14.610,42
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 7.164,67 7.023,27
8. Ergebnis nach Steuern 702.632,21 547.857,25
9. sonstige Steuern 995,00 -381,58
10. aufgrund einer Gewinngemeinschaft, eines Gewinnabführungs- oder Teilgewinnabführungsvertrags abgeführte Gewinne 663.788,85 510.018,49
11. Ausgleichszahlung an Minderheiten 37.848,36 38.220,34
12. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 0,00 0,00
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 306.353,33 309.631,33
14. Bilanzgewinn 306.353,33 309.631,33

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die FORMAXX AG hat ihren Firmensitz in Eschborn und ist mit der Registernummer HRB 108410 in das Handelsregister beim Amtsgericht Frankfurt am Main eingetragen. Die Eintragung in das Handels­register erfolgte am 09.05.2017.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanz­richtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) sowie den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt.

Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB.

Zwischen der Muttergesellschaft BTS Finance Group AG als herrschendes Unternehmen und der FORMAXX AG als abhängige Gesellschaft wurden am 09.07.2020 ein Beherrschungsvertrag sowie ein Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Die Zustimmungen wurden durch die Hauptversamm­lung am 21.08.2020 rückwirkend ab Beginn des Geschäftsjahres 2019/2020 erteilt. Die Eintragung in das Handelsregister erfolgte am 27.08.2020.

Die Gesellschaft hat ein vom Kalenderjahr abweichendes Geschäftsjahr.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.
Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Anlagevermögen

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten ak­tiviert und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungs­dauer von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben.

Die anderen Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattungen wurden zu Anschaffungskosten akti­viert und, soweit abnutzbar, planmäßig linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 13 Jahren abgeschrieben.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis zu 800 EUR netto werden in voller Höhe aufwandswirksam in Abgang gebracht.

Sofern zum Abschlussstichtag bei den immateriellen Vermögensgegenständen bzw. dem Sachan­lagevermögen von einer voraussichtlich dauernden Wertminderung auszugehen ist, werden außer­planmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren Wert vorgenommen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Risikobehafteten Posten in den sonstigen Vermögensgegenständen ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen worden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten neben den zum Stichtag bereits abge­rechneten Provisionen auch Ansprüche gegen Produktpartner, die auf bis zum Bilanzstichtag einge­reichten, aber seitens der Produktpartner noch nicht abgerechneten Vermittlungen beruhen. Hierbei einbezogen werden Neugeschäfte, die bereits unterzeichnet und durch die FORMAXX AG komplett geprüft, aber noch nicht durch die Produktpartner bis zum Bilanzstichtag verprovisioniert sind (=Umsatzabgrenzung).
Flüssige Mittel

Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennbetrag angesetzt.
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Auf­wand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt entspre­chend der wirtschaftlichen Zurechnung zum Geschäftsjahr.
Rückstellungen

Die Rückstellungen wurden für ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrages werden künftige Preis- und Kosten­steigerungen berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden nicht abgezinst. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnitt­lichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre gem. § 253 Abs. 2 S. 1 HGB abgezinst. Die erstmalige Bildung längerfristiger Rückstellungen erfolgt nach der Bruttomethode. Änderungen des Verpflichtungsumfanges und Änderungen des Abzinsungssatzes werden zum Ende des Ge­schäftsjahres berücksichtigt.

Die Ergebniseffekte aus den Abzinsungen werden unter dem Finanzergebnis ausgewiesen. Er­gebniseffekte aus der Änderung des Zinssatzes und/oder der Laufzeit der Rückstellung werden im Finanzergebnis dargestellt.

Rückstellungen für noch ausstehende Vertriebsprovisionen betreffen Vertriebsprovisionen, die vor dem Bilanzstichtag noch nicht ausgezahlt worden sind und korrespondieren mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Des Weiteren beinhaltet dieser Posten ebenfalls Rückstellungen für den einzelvertraglichen Einbehalt von Stornoreserven.

Rückstellungen für das Stornorisiko werden mit Hilfe einer 12-monatigen rollierenden Erlösminde­rungsquote im Verhältnis zu den Provisionen in der Stornohaftung erfasst und bilanziert.
Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.
Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Er­trag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen. Die Auflösung der Posten erfolgt entspre­chend der wirtschaftlichen Zurechnung zum Geschäftsjahr.
Angaben zur Bilanz
Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von 3.568.635,02 EUR (Vorjahr: 3.329.549,69 EUR) eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und in Höhe von 3.173.188,65 EUR (Vorjahr: 2.990.979,79 EUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Alle erkennbaren Risiken wurden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dies erfolgte im Rahmen von pauschalierten Wertberichtigungen sowie darüber hinaus bei konkreten Einzelrisiken durch ent­sprechende Einzelwertberichtigungen.

Eigenkapital

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.


30.09.2022
Veränderung
30.09.2023
Gezeichnetes Kapital
500.000,00
0,00
500.000,00
Erworbene eigene Anteile
-7.641,00
51,00
-7.590,00
Kapitalrücklage
98.815,00
4.400,00
103.215,00
gesetzliche Rücklage
50.000,00
0,00
50.000,00
Bilanzgewinn
309.631,33
-3.278,00
306.353,33
Eigenkapital
950.805,33
1.173,00
951.978,33


(Alle Angaben in EUR)

Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der FORMAXX AG beträgt zum 30. September 2023 TEUR 500, ist voll eingezahlt und setzt sich aus 363.000 Stammaktien (VJ 363.000 Stück) als Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 EUR und 137.000 Stück (VJ 137.000 Stück) Vorzugsaktien ohne Stimmrecht als Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je 1,00 EUR zusammen. Die Stamm- und Vorzugsaktien lauten auf den Namen.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 14.12.2016 mit Nachtrag vom 31.03.2020 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 31.03.2024 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 250.000,00 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

Eigene Anteile
Zum 30. September 2023 hielt die FORMAXX AG 7.590 eigene Aktien (VJ 7.641 Stück). In der Zeit zwischen dem Bilanzstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses haben keine Transaktionen mit eigenen Stammaktien oder Bezugsrechten für eigene Aktien stattgefunden. Der Anteil am Grund­kapital beträgt 1,52 %.

Die Hauptversammlung der FORMAXX AG vom 31.03.2020 hat den Vorstand ermächtigt, gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zum 31. März 2025 eigene Aktien, gleich welcher Gattung, bis zu insge­samt 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert niedriger ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu jedem zulässigen Zweck im Rahmen der gesetzlichen Beschränkungen zu erwerben. Auf die erworbenen Aktien dürfen zusam­men mit anderen eigenen Aktien, die sich im Besitz der Gesellschaft befinden oder ihr nach den §§ 71 d und 71 e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals ent­fallen.

Die Ermächtigung darf nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien ausgenutzt werden. Der Er­werb kann sich auch auf Aktien nur einer Gattung beschränken.

Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals, unmittelbar durch die Ge­sellschaft oder durch ein von der Gesellschaft unabhängiges oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehendes Unternehmen oder durch von der Gesellschaft oder von der Gesellschaft abhängige oder in ihrem Mehrheitsbesitz stehende Unternehmen beauftragte Dritte ausgeübt werden.

Der Vorstand wird ermächtigt, je Aktie einen Kaufpreis zwischen € 14,00 und € 30,00 dem Eigentümer anzubieten und als Gegenwart der Aktien zu entrichten.

Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen Agiobeträge aus der Ausgabe von im Umlauf befindli­chen Aktien ab dem 01.01.2020.

Gesetzliche Rücklage
Die gesetzliche Rücklage wurde nach § 150 Abs. 2 AktG vollständig gebildet.

Bilanzgewinn
Gemäß § 272 Abs. 1a HGB ist der Nennbetrag offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt und der den Nennwert übersteigende Teil in die Kapitalrücklage einzustellen. Mangels frei verfügbarer Rücklagen wurde der Unterschiedsbetrag der im Geschäftsjahr erworbenen Anteile in Höhe von 3.278 Euro mit dem Bilanzgewinn verrechnet.

Aufgrund der Aufstellung des Jahresabschlusses unter Berücksichtigung der Verwendung des Jahres­ergebnisses ist der Gewinnvortrag in den Posten Bilanzgewinn mit einbezogen worden.

Der Gewinnvortrag beträgt 306.353,33 EUR (Vorjahr: 309.631,33 EUR).
Angaben und Erläuterungen zu den Rückstellungen

Aufgliederung der Rückstellungen


30.09.2022
30.09.2023
Steuerrückstellungen
13.967,48
14.161,39
Rückstellungen gegenüber Vertriebspartnern
5.094.459,13
5.333.856,74
Rückstellungen für Personalkosten
89.029,48
66.190,46
übrige Rückstellungen
75.173,47
87.566,05



(Alle Angaben in EUR)

Verbindlichkeiten

Aufgliederung der Verbindlichkeiten


RLZ < 1 Jahr
RLZ 1 - 5 Jahre
RLZ > 5 Jahre
Gesamtbetrag
1. Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen
98.242,44
0,00
0,00
98.242,44
Vorjahr
155.247,40
0,00
0,00
155.247,40
2. Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen
812.078,02
0,00
0,00
812.078,02
Vorjahr
579.525,54
0,00
0,00
579.525,54
3. sonstige Verbindlichkeiten
54.610,72
0,00
0,00
54.610,72
Vorjahr
56.513,42
0,00
0,00
56.513,42
- davon aus Lohn- und Kirchensteuer
8.222,80
0,00
0,00
8.222,80
Vorjahr
8.943,92
0,00
0,00
8.943,92
- davon gegenüber Minderheitsge­sellschaftern
37.749,04
0,00
0,00
37.749,04
Vorjahr
37.723,71
0,00
0,00
37.723,71
Gesamt
964.931,18
0,00
0,00
964.931,18
Vorjahr
791.286,36
0,00
0,00
791.286,36




(Angaben in EUR)



Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus bereits abgeschriebenen Forderungen in Höhe von 87.596,24 EUR (Vorjahr: 55.093,83 EUR) und aus unregelmäßigen Erträ­gen in Höhe von 82.696,39 EUR (Vorjahr: 0,01 EUR) sowie aus Versicherungsentschädigungen und Schaden in Höhe von 4.896,49 EUR (Vorjahr: 32.489,44 EUR) enthalten. Die Erträge aus Auflösun­gen von Rückstellungen belaufen sich auf 1.024,56 EUR (Vorjahr: 9.635,02 EUR).
Nachtragsbericht

Nach Ablauf des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse eingetreten, die von wesentlicher Bedeutung sind und zu einer veränderten Beurteilung des Unternehmens führen könnten.
Sonstige Angaben
Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer nach § 267 Abs. 5 HGB

Im Geschäftsjahr 2022/2023 wurden durchschnittlich 2 Angestellte (Vorjahr: 2 Angestellte) beschäftigt.
Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

Lars Breustedt Vorstand Jens Kolmsee Vorstand
Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

Thomas Scholl, Unternehmer Burkhard Jakob, Rechtsanwalt / Steuerberater, bis 28.04.2023 Bernd Neumann, Vorstand Frankfurter Leben Holding GmbH & Co. KG, ab 21.08.2023 Eckhard Dehning, Direktor Vertrieb FORMAXX AG
Der Vorsitzende des Aufsichtsrates war im Geschäftsjahr Thomas Scholl.
Vergütungen der Mitglieder des Aufsichtsrats

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betragen 20.000,00 EUR.
Schlusserklärung

Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft bei den aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umstän­den, die dem Vorstand zum Zeitpunkt der Übernahme der Rechtsgeschäfte bekannt waren, jeweils ei­ne angemessene Gegenleistung erhielt. Berichtspflichtige Maßnahmen wurden weder getroffen noch unterlassen.

Unterschrift des Vorstands

 

Eschborn, 03.11.2023

gez. Lars Breustedt

gez. Jens Kolmsee

Bericht des Aufsichtsrats


Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2022/2023 die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen und den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens fortlaufend überwacht und beratend begleitet. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über die Unternehmensplanung, den Gang der Geschäfte, die strategische Weiterentwicklung sowie die aktuelle Lage des Unternehmens unterrichtet. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates wurde zudem auch außerhalb von Aufsichtsratssitzungen regelmäßig vom Vorstand über aktuelle Entwicklungen der Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informiert.

Außerdem hat der Aufsichtsratsvorsitzende mit dem Vorstand regelmäßig Kontakt gehalten und mit ihm Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Regelkonformität des Unternehmens beraten. Sofern erforderlich, hat der Aufsichtsrat Beschlüsse im schriftlichen Verfahren gefasst.

Genehmigungen von Beschlussvorlagen des Vorstandes erfolgten nach Prüfung umfangreicher Unterlagen sowie intensiver Erörterung mit dem Vorstand. Ausschüsse des Aufsichtsrates bestanden im Berichtszeitraum nicht. Kein Mitglied des Aufsichtsrates nahm an weniger als der Hälfte der Sitzungen teil.

Jahresabschluss 2022/2023
Der vom Vorstand nach den Regeln des Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 wurde den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig zugesandt. Alle Unterlagen wurden in der Sitzung des Aufsichtsrats intensiv diskutiert. Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss 2022/2023 gemäß § 172 Satz 1 AktG festgestellt.

Die Hauptversammlung am 21. August 2020 hat dem Beherrschungsvertrag vom 9. Juli 2020 und dem Gewinnabführungsvertrag vom 9. Juli 2020 zugestimmt. Dies wurde mit Eintragung in das Handelsregister am 27. August 2020 wirksam. Mit dem Beherrschungsvertrag unterstellt die FORMAXX AG die Leitung ihrer Gesellschaft vollständig der BTS Finance Group AG und verpflichtet sich, deren Weisungen zu folgen. Mit dem Gewinnabführungsvertrag verpflichtet sich die FORMAXX AG ihren ganzen Gewinn gemäß § 301 AktG an die BTS Finance Group AG, die 83,2 % der Anteile der FORMAXX AG hält, abzuführen. Gleichzeitig verpflichtet sich die BTS Finance Group AG entstehende Jahresfehlbeträge der FORMAXX AG unter Anwendung des § 302 AktG auszugleichen. Als Ausgleich für die Gewinnabführung wird den außenstehenden Aktionären ein Betrag von 0,57 € je Stammaktie und ein Betrag von 0,59 € je Vorzugsaktie gezahlt.

Abzuführen ist - vorbehaltlich einer Bildung oder Auflösung von Rücklagen nach Abs. 2 dieses Vertrags - der ohne die Gewinnabführung entstehende Jahresüberschuss, vermindert um einen etwaigen Verlustvortrag aus dem Vorjahr und um den Betrag, der in die gesetzliche Rücklage einzustellen ist. Der im festgestellten Jahresabschluss 2022/2023 ausgewiesene und somit gesamte abzuführende Gewinn beträgt 701.637,21 €.

Dem Jahresabschluss 2022/2023 schloss sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung an und billigte den abzuführenden Gewinn in Höhe von 701.637,21 € für das Geschäftsjahr 2022/2023.

Dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns schloss sich der Aufsichtsrat nach eigener Prüfung an. Bei seinen Überlegungen wurden die Eigenmittel- sowie die Liquiditätssituation, zukünftige regulatorische Anforderungen und die Finanzplanung der Gesellschaft als auch das Aktionärsinteresse an einer angemessenen Dividende einbezogen und gegeneinander abgewogen.

Interessenkonflikte und deren Behandlung
Weder von Mitgliedern des Vorstands noch des Aufsichtsrats wurden in Bezug auf die eigene Person Interessenkonflikte identifiziert oder bekanntgegeben. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, hat es nach Kenntnis des Aufsichtsrats nicht gegeben.

Danksagung
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Beraterinnen und Beratern für ihren hohen persönlichen Einsatz und ihre Leistung im Geschäftsjahr 2022/2023.

Unterschrift des Aufsichtsrats

 

Hannover, den 06.12.2023

gez. Thomas Scholl, Aufsichtsratsvorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Ergebnisverwendung
Gemäß dem Gewinnabführungsvertrag vom 09.07.2020 wird der Jahresüberschuss in Höhe von 701.637,21 EUR (Vorjahr: 548.238,83 EUR) an die BTS Finance Group AG in Höhe von 663.788,85 EUR (Vorjahr: 510.018,49 EUR) sowie an die Minderheitenaktionäre in Höhe von 37.848,36 EUR (Vorjahr: 38.220,34 EUR) im Rahmen der Garantiedividenden in Höhe von 0,59 EUR je Vorzugsaktie, vor Abzug der Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag, verwendet.

A. Anlagevermögen
Anschaffungs- oder Herstellungskosten (historisch)
Stand 01.10.2022

Zugänge

Abgänge €
Stand 30.09.2023

I. Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
2.523.019,12
6.450,73
182.736,13
2.346.733,72
Summe I
2.523.019,12
6.450,73
182.736,13
2.346.733,72
II. Sachanlagen andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
481.539,26
3.756,02
8.556,50
476.738,78
Summe II
481.539,26
3.756,02
8.556,50
476.738,78
Gesamt
3.004.558,38
10.206,75
191.292,63
2.823.472,50
A. Anlagevermögen
Abschreibungen
Stand 01.10.2022

Zugänge

Abgänge €
Stand 30.09.2023

I. Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
2.493.548,12
18.401,73
182.716,13
2.329.233,72
Summe I
2.493.548,12
18.401,73
182.716,13
2.329.233,72
II. Sachanlagen andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
476.170,76
4.049,02
8.548,00
471.671,78
Summe II
476.170,76
4.049,02
8.548,00
471.671,78
Gesamt
2.969.718,88
22.450,75
191.264,13
2.800.905,50
A. Anlagevermögen
Buchwert
Stand 30.09.2023

Stand 30.09.2022

I. Immaterielle Vermögensgegenstände entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen Rechten und Werten
17.500,00
29.471,00
Summe I
17.500,00
29.471,00
II. Sachanlagen andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
5.067,00
5.368,50
Summe II
5.067,00
5.368,50
Gesamt
22.567,00
34.839,50

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 06.12.2023 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers


An die FORMAXX AG, Eschborn
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der FORMAXX AG - bestehend aus der Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewer­tungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der FORMAXX AG für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapi­talgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deut­schen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entspre­chendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. September 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, ent­spricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grund­sätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresab­schlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufs- rechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deut­schen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmä­ßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die inter­nen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchfüh­rung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähig­keit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungs­legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächli­che oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insge­samt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Ver­treter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet ha­ben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen ge­setzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Rechnungslegungsprozesse der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschluss und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lagebe­richts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der La­gebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentli­chen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zu­künftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prü­fungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Überein­stimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deut­schen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaft­lichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Die Website des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) enthält unter https://www.idw.de/idw/verlautbarungen/bestaetigungsvermerk/hgb-ja-non-pie eine weitergehende Be­schreibung der Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des La­geberichts. Diese Beschreibung ist Bestandteil unseres Bestätigungsvermerks.

 

Hannover, den 24. November 2023


Gehrke Econ GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Dr. Dennis J. Hartmann, Wirtschaftsprüfer

gez. Ralf Schnippengerd, Wirtschaftsprüfer

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