AXA Group Operations Germany GmbH

Colonia-Allee 10, 51067 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 22372
Vorher
AXA IT-Services GmbHAXA Technology Services Germany GmbHAXA Services Germany GmbH
Eingetragen
11.2.1992
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Informationsdienstleistungen
Gegenstand
die Erbringung von Betriebs- und Informationsdienstleistungen insbesondere: a. der Betrieb von Rechenzentren sowie "back-up" Rechenzentren, b. Entwicklung und Betrieb von Software, c. der Einkauf und Verkauf von Hard- und Software sowie die hiermit verbundene Beratung, d. die Planung, die Entwicklung sowie der Betrieb von Telekommunikationseinrichtungen sowie die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Telekommunikation, e. die Erbringung von Verwaltungs- und Sachdienstleistungen sowie die Planung und Entwicklung der hiermit verbundenen Software, f. die Beratung über i. die Integration der Informationsverarbeitung mit der Telekommunikation, ii. Managementstrategien für die Integration der Informationsverarbeitung und Telekommunikation, Workplace, Netzwerk, Server, Datenbanken / Middleware, Cloud-Dienstleistungen, Anwendungsentwicklung mit dem Schwerpunkt Standard Plattform (SAP) für natürliche und juristische Personen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Kai Jan Pika
seit 5.3.2026
Prokura
Prokura
Bastian Lückert
seit 18.8.2025
Prokura
Prokura
Manfred Muschler
seit 19.7.2023
Prokura
Prokura
Oliver Götz
seit 10.8.2022
Prokura
Desiree Heßling
seit 3.3.2021
Prokura
Heiko Hansen
seit 3.3.2021
Prokura
Prokura
Nora Bratke
seit 3.6.2020
Prokura
Prokura
Helmut Schmidt
seit 25.3.2019
Geschäftsführer
René Langerfeld
seit 23.3.2017
Prokura
Bernd Heider
seit 23.3.2017
Prokura
Thomas Schelenz
seit 8.10.2014
Prokura
Thomas Tremel
seit 20.1.2014
Prokura
Thomas Judt
seit 1.4.2004
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
AXA SAFRA
80.00%
AXA Group Operations SASFRA
20.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
AXA SA
France
80.00%
AXA Group Operations SAS
France
20.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AXA Group Operations Germany GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Inhaltsverzeichnis

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Anhang

Allgemeines

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Erläuterungen zur Bilanz 2023

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Pflichtangaben

Lagebericht

1. Grundlagen der Gesellschaft

2. Wirtschaftsbericht

3. Lage der Gesellschaft

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

6. Personalbericht

7. Strategie, Chancen und Ausblick

8. Risiken

9. Fazit

10. Vorgeschlagene Gewinnverwendung

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

Bilanz zum 31. Dezember 2023

(mit Vergleichszahlen des Vorjahres)

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.494.767,14 768.297,20
2. Geschäftswert 0,00 700.000,00
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.871.784,66 4.513.751,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.000,00 1.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.000.000,00 3.000.000,00
A. Summe Anlagevermögen 7.367.551,80 8.983.048,20
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24.071,17 86.457,21
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 48.088.142,28 41.834.803,96
3. Sonstige Vermögensgegenstände 655.424,06 4.491.463,74
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.372.342,53 9.057.193,84
B. Summe Umlaufvermögen 56.139.980,04 55.469.918,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.188.997,41 4.899.868,87
D. Aktive latente Steuern 7.800.875,01 9.874.010,58
E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 22.428,35 322.491,53
74.519.832,61 79.549.337,93

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 2.725.000,00 2.725.000,00
II. Gewinnrücklagen
1. Andere Gewinnrücklagen 0,00 0,00
III. Gewinnvortrag 2.245.040,29 1.145.070,88
IV. Jahresüberschuss 6.689.826,71 1.099.969,41
A. Summe Eigenkapital 11.659.867,00 4.970.040,29
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 37.839.099,54 45.643.095,54
2. Steuerrückstellungen 77.070,97 2.837.010,40
3. Sonstige Rückstellungen 15.546.744,16 17.422.558,71
B. Summe Rückstellungen 53.462.914,67 65.902.664,65
C. Verbindlichkeiten
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 281.610,62 320.105,28
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 8.591.786,50 4.873.400,14
4. Sonstige Verbindlichkeiten 23.300,21 601.771,58
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 23.300,21 EUR (Vorjahr 74.171,94 EUR)
C. Summe Verbindlichkeiten 8.896.697,33 5.795.277,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 500.353,61 2.881.355,99
74.519.832,61 79.549.337,93

Gewinn- und Verlustrechnung
für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 (mit Vergleichszahlen des Vorjahres)

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 86.358.078,77 103.304.690,89
2. Sonstige betriebliche Erträge 10.822.791,84 2.859.752,94
- davon Erträge aus Währungsumrechnung 120.668,41 EUR (Vorjahr 118.544,36 EUR)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für bezogene Leistungen 63.597.254,46 65.600.314,57
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 13.785.764,30 23.476.839,10
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.943.114,20 5.613.919,99
- davon Altersversorgung 1.782.421,03 EUR (Vorjahr 2.180.025,58 EUR)
5. Abschreibungen
a) Auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.538.069,24 4.028.910,92
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4.083.618,89 8.507.199,92
- davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 118.802,41 EUR (Vorjahr 162.065,88 EUR)
7. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 29.400,00 29.400,00
- davon aus verbundenen Unternehmen 29.400,00 EUR (Vorjahr 29.400,00 EUR)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.271.039,89 345.360,89
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 503.075,08 1.031.475,76
- davon aus der Abzinsung von längerfristigen Rückstellungen 472.128,00 EUR (Vorjahr 1.027.115,77 EUR)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.340.587,62 -2.819.424,95
11. Ergebnis nach Steuern 6.689.826,71 1.099.969,41
12. Jahresüberschuss 6.689.826,71 1.099.969,41

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

der AXA Group Operations Germany GmbH

Allgemeines

Die AXA Group Operations Germany GmbH ist eine große Kapitalgesellschaft nach § 267 Abs. 3 Satz 1 HGB mit Sitz in Köln· Colonia-Allee 10 - 20, 51067 Köln· Handelsregister Amtsgericht Köln HR B Nr. 22372· USt.- Ident-Nr. DE 811267522.

Der Jahresabschluss der AXA Group Operations Germany GmbH für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für alle Aktiva und Passiva gilt der Grundsatz der Einzelbewertung. Auf fremde Währung lautende Aktiv- und Passivposten werden generell mit den Devisenkassamittelkursen zum Abschlussstichtag bewertet.

Die ursprünglich auf fremde Währung lautenden Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung werden mitden Devisenkassamittelkursen zum Zeitpunkt der Entstehung erfasst.

In den immateriellen Vermögensgegenständen sind entgeltlich erworbene Software und Lizenzen enthalten und werden zu den Anschaffungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten bilanziert. Die Nutzungsdauer für entgeltlich erworbene Software und Lizenzen beträgt zwischen vier und fünf Jahren und wird ebenfalls linear abgeschrieben.

Zusätzlich wurde im Jahr 2023 erstmalig eigenentwickelte Software mit einer Nutzungsdauer von drei Jahren aktiviert, welche linear abgeschrieben wird.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten bilanziert.

Die planmäßigen bzw. linearen Abschreibungen werden entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von drei bis zehn Jahren vorgenommen.

Alle Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert kleiner als 800,00 EUR netto, werden aus Vereinfachungsgründen in Anlehnung an die steuerlichen Regelungen sofort als Aufwand erfasst.

Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen, welche vor 2022 mit einem Netto-Anschaffungswert zwischen 250,00 EUR und 1.000,00 EUR angeschafft worden sind, werden als sogenannte Sammelanlagen bewertet und über fünf Jahre linear abgeschrieben, jeweils mit Abschreibungsbeginn zum 01.01. des Jahres der Anschaffung.

Die unter den Finanzanlagen ausgewiesene Beteiligung in Höhe von 1.000,00 EUR an der AXA Group Operations Belgium NV wird mit den Anschaffungskosten ausgewiesen.

Des Weiteren beinhalten die Finanzanlagen zwei Ausleihungen an verbundenen Unternehmen mit einem Nennwert von 3.000.000,00 EUR (Vorjahr 3.000.000,00 EUR).

Eine Übersicht über die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf Seite 9 dargestellt.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Guthaben bei Kreditinstituten werden mit dem Nennwert bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert aktiviert.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Stichtag, welche erfolgsmäßig die Geschäftsjahre 2024 bis 2029 betreffen.

Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht nach § 274 Abs. 1 HGB, aktive latente Steuern in der Handelsbilanz zu aktivieren, Gebrauch. Dabei werden die aktiven latenten Steuern saldiert mit passiven latenten Steuern ausgewiesen. Im Wesentlichen entfallen die bei der Gesellschaft ausgewiesenen latenten Steuern auf Abweichungen zwischen Handels- und Steuerbilanz im Bereich des Deckungsvermögens (AXA Zeitwertfonds) und der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgte im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einem kombinierten Steuersatz von 32%.

Finanzanlagen, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Altersversorgungsverpflichtungen dienen, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen saldiert. Ein daraus verbleibender aktiver Saldo wird in der Bilanz gesondert als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" ausgewiesen.

Die Berechnung der Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Pensionszusagen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits-, Fluktuations- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen und Rententrendannahmen sowie eines durchschnittlichen Marktzinses der vergangenen zehn Geschäftsjahre vorgegeben durch die Deutsche Bundesbank. Dabei wird eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Als Rechnungsgrundlage für die Sterblichkeits- und Invalidisierungsannahmen dienen die Richttafeln 2018 G der Heubeck-Richttafeln GmbH.

Die Pensionsrückstellungen werden mit sogenanntem Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB verrechnet, welches zum Zeitwert bewertet wird.

Bei der Ermittlung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden folgende Berechnungsfaktoren angewandt:

2023 2022
Rechnungszins 1,83% 1,79%
Rentenanpassung 2,00% 1,90%
Gehaltsdynamik 2,50% 2,50%

Der sich im Jahr 2010 aufgrund der durch BilMoG geänderten Bewertung der laufenden Pensionen oder Anwartschaften auf Pensionen ergebende Zuführungsbetrag zu den Rückstellungen wird jährlich gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB mit einem Fünfzehntel angesammelt.

Die Anpassungen aus der jährlichen Überprüfung der versicherungsmathematischen Annahmen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 383.721,00 EUR (Vorjahr 2.603.182,00 EUR).

Die Rückstellung für Vorruhestandsverpflichtungen unter Berücksichtigung der dazugehörigen Rückstellung für Sozialversicherungsbeiträge aus Vorruhestandsverpflichtungen wird mit dem Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB saldiert. Im Rahmen des AXA Vorsorgeplans werden Mittel beim AXA Mitarbeiter Treuhand e.V. zur Insolvenzsicherung hinterlegt.

Dabei beträgt der Erfüllungsbetrag der Rückstellungen für Vorruhestandsverpflichtungen unter Berücksichtigung der dazugehörigen Rückstellungen für Sozialversicherungsbeiträge aus Vorruhestandsverpflichtungen 252.608,50 EUR (Vorjahr 795.154,29 EUR). Diesem Betrag wird das Deckungsvermögen in Höhe von 252.379,40 EUR (Vorjahr 1.117.645,82 EUR) gegenübergestellt. Die Bewertung des Deckungsvermögens (Zeitwertfond) erfolgt nach dem Börsenkurs zum Bilanzstichtag. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens belaufen sich auf 278.604,53 EUR (Vorjahr 1.165.053,96 EUR). Im Geschäftsjahr 2023 wurde eine Zuschreibung in Höhe von 38.282,05 EUR (Vorjahr Abschreibung 178.398,57 EUR) vorgenommen.

Der Wertansatz der sonstigen Rückstellungen erfolgt nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages, der zukünftig erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktverzinsung der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert und haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Einnahmen vor dem Stichtag, welche erfolgsmäßig die Geschäftsjahre 2024 bis 2025 betreffen.

Die Drohverlustrückstellung wurde nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des Betrags angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig war, um den aus einem schwebenden Geschäft drohenden Verlust zu antizipieren.

Entwicklung des Anlagevermögens 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.164.342,71 1.198.508,07 1.094.224,76 -73.458,18 2.195.167,84
2. Geschäftswert 1.400.000,00 0,00 1.400.000,00 0,00 0,00
3.564.342,71 1.198.508,07 2.494.224,76 -73.458,18 2.195.167,84
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 23.794.316,48 462.103,37 5.607.304,28 21.974,25 18.671.089,82
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung (GWG) 0,00 30.589,31 30.589,31 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
23.794.316,48 492.692,68 5.637.893,59 21.974,25 18.671.089,82
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.000.000,00 0,00 0,00 0,00 3.000.000,00
3.001.000,00 0,00 0,00 0,00 3.001.000,00
Gesamt 30.359.659,19 1.691.200,75 8.132.118,35 -51.483,93 23.867.257,66
Abschreibungen
01.01.2023 Geschäftsjahr Abgänge Umbuchungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.396.045,51 397.900,97 1.090.485,06 -3.060,72 700.400,70
2. Geschäftswert 700.000,00 0,00 700.000,00 0,00 0,00
2.096.045,51 397.900,97 1.790.485,06 -3.060,72 700.400,70
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.280.565,48 2.109.578,96 5.542.416,07 -48.423,21 15.799.305,16
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung (GWG) 0,00 30.589,31 30.589,31 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
19.280.565,48 2.140.168,27 5.573.005,38 -48.423,21 15.799.305,16
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt 21.376.610,99 2.538.069,24 7.363.490,44 -51.483,93 16.499.705,86
Buchwert Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.494.767,14 768.297,20
2. Geschäftswert 0,00 700.000,00
1.494.767,14 1.468.297,20
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.871.784,66 4.513.751,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung (GWG) 0,00 0,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
2.871.784,66 4.513.751,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.000,00 1.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.000.000,00 3.000.000,00
3.001.000,00 3.001.000,00
Gesamt 7.367.551,80 8.983.048,20

Erläuterungen zur Bilanz 2023

Aktiva

A. Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2023 wird auf die Tabelle auf Seite 9 verwiesen.

Im Jahr 2023 gab es bei der AXA Group Operations Germany GmbH Anlagenabgänge in Höhe von 768.627,91 EUR. Diese resultieren im Wesentlichen aus dem Betriebsübergang.

A.I. Immaterielle Vermögensgegenstände

Unter dieser Position werden entgeltlich erworbene Software, Lizenzen und seit dem Jahr 2023 eine eigenentwickelte Software ausgewiesen.

Der Firmenwert in Höhe von 700.000 EUR wurde mit dem Betriebsübergang von Mitarbeitern der AXA Group Operations Germany GmbH an die AXA Konzern AG zum 01.01.2023 ausgebucht.

Die eigenentwickelte Software der AXA Group Operation wurde mit einem Buchwert von 1.198.508,07 EUR aktiviert. Der Wert zum 31.12.2023 betrug 1.055.895,61 EUR.

A.II. Sachanlagen

A.II.1 Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

Die planmäßigen Abschreibungen auf andere Anlagen sowie auf die Betriebs- und Geschäftsausstattung erfolgen zeitanteilig unter Berücksichtigung der erwarteten Nutzungsdauer.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter (Anschaffungskosten < 800 EUR netto) werden in voller Höhe im Anschaffungsjahr als Aufwendungen erfasst.

A.III. Finanzanlagen

A.III.1 Anteile an verbundenen Unternehmen

Die AXA Group Operations Germany GmbH ist mit einem Anteil in Höhe von 1.000,00 EUR Gesellschafterin der AXA Group Operations Belgium NV.

A.III.2 Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 3.000.000,00 EUR (Vorjahr 3.000.000,00 EUR) handelt es sich um zwei Darlehen an die AXA Konzern AG. Das Darlehen in Höhe von 2.000.000,00 EUR läuft über 15 Jahre und endet im November 2031 und das Darlehen in Höhe von 1.000.000,00 EUR läuft über zehn Jahre und endet im November 2026.

B. Umlaufvermögen

B.I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

B.I.1 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die ausgewiesenen Forderungen in Höhe von 24.071,17 EUR (Vorjahr 86.457,21 EUR) resultieren aus Forderungen gegenüber Dritten aus Gutschriften.

B.I.2 Forderungen gegen verbundene Unternehmen

2023 2022
EUR EUR
AXA Konzern AG 211.123,04 235.979,93
AXA Group Operations France SAS 46.979.585,95 40.798.790,72
GIE AXA Group Operations France 685.145,79 0,00
AXA Group Operations Branch in Portugal 0,00 52.936,96
AXA Group Operations Belgium NV 0,00 556.177,29
sonstige Forderungen 212.287,50 190.919,06
Gesamt 48.088.142,28 41.834.803,96

B.I.3 Sonstige Vermögensgegenstände

2023 2022
EUR EUR
Forderungen Gewerbeertragsteuer 101.078,30 2.231.475,76
Forderungen Körperschaftsteuer u. SolZ 480.666,13 2.050.696,25
Forderungen Zinsen aus KSt + Gew.St. 67.318,37 165.477,12
sonstige Forderungen 6.361,26 43.814,61
Gesamt 655.424,06 4.491.463,74

B.II Guthaben bei Kreditinstituten

Das Guthaben bei Kreditinstituten beträgt im Geschäftsjahr 7.372.342,53 EUR (Vorjahr 9.057.193,84 EUR).

C. Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 3.188.997,41 EUR (Vorjahr 4.899.868,87 EUR) enthält Ausgaben, die erfolgsmäßig die Jahre 2024 bis 2029 betreffen.

D. Aktive latente Steuern

Im Wesentlichen werden aufgrund des von der Handelsbilanz abweichend niedrigeren Ansatzes der Pensionsrückstellung in der Steuerbilanz gemäß § 274 Absatz 1 HGB aktive latente Steuern in Höhe der erwarteten Steuerentlastung in nachfolgenden Geschäftsjahren von 7.800.875,01 EUR (Vorjahr 9.874.010,58 EUR) ausgewiesen. Diese ergeben sich vorrangig aus der Bewertung der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen sowie der im Jahr 2022 neu gebildeten Drohverlustrückstellung.

E. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung

Die Position Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 22.428,35 EUR (Vorjahr 322.491,53 EUR) stellt einen Vermögensüberschuss aus der Saldierung von Deckungsvermögen mit den dazugehörigen Verpflichtungen nach § 246 Abs. 2 HGB dar.

Zu den Verpflichtungen zählen die Rückstellungen, welche im Rahmen des AXA Vorsorgeplans gebildet werden.

Passiva

A. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft in Höhe von 2.725.000,00 EUR ist voll eingezahlt.

Der Bilanzgewinn 2023 beträgt 8.934.867,00 EUR und setzt sich aus dem Gewinnvortrag von 2.245.040,29 EUR und dem Jahresüberschuss von 6.689.826,71 EUR zusammen.

Zum Abschlussstichtag ergab sich ein Ausschüttungssperrbetrag nach § 268 Abs. 8 HGB in Höhe von 8.184.596,01 EUR aus aktiven latenten Steuern in Höhe von 7.800.875,00, eigenentwickelter Software in Höhe von 1.055.895,361 EUR, ein Ausschüttungssperrbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von 383.721,00 EUR und aus der Bewertung von Vermögensgegenständen nach 246 Abs. 2 Satz 2 HGB (AXA Vorsorgeplan) zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von - 3.567,68 EUR.

Aufgrund einer bestehenden Ausschüttungssperre kann keine Ausschüttung an die Gesellschafter erfolgen. Der Jahresüberschuss in Höhe von 6.689.826,71 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.

B. Rückstellungen

B.1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

2023 2022
EUR EUR
37.839.099,54 45.643.095,54

Die leistungsorientierten Pensionszusagen, welche im Allgemeinen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter basieren, werden teilweise durch Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 HGB gesichert. Die durch die Unternehmen unwiderruflich auf einen Treuhändler übertragenen Finanzmittel werden ausschließlich zur Bedeckung der von den Mitgliedsunternehmen an deren Mitarbeitende erteilten Pensionszusagen verwendet und sind durch die Verpfändung der Ansprüche aus den Vermögenswerten an die Versorgungsberechtigten dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen.

Die Pensionsrückstellungen werden mit dem Deckungsvermögen verrechnet. Nach § 246 Abs. 2 HGB werden zudem die Zinsaufwendungen für die Altersversorgung vermindert, um die Zinserträge aus dem Deckungsvermögen ausgewiesen.

Zusätzlich bestehen Pensionszusagen gegen Entgeltumwandlung. Diesen Pensionsverpflichtungen stehen Erstattungsansprüche aus kongruenten, konzerninternen Rückdeckungsversicherungen in gleicher Höhe (bestehend bei der AXA Lebensversicherung AG in Höhe von 1.573.895,00 EUR und der DBV Deutsche Beamtenversicherung Lebensversicherung in Höhe von 403.983,00 EUR) gegenüber, welche an die Versorgungsberechtigten verpfändet sind.

Dabei entspricht der Zeitwert dem Deckungsvermögen. Bei den Rückdeckungsversicherungen handelt es sich um Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 HGB, so dass aufgrund der Saldierung auf einen gesonderten Ausweis verzichtet werden kann. Der Aufwand für diese Pensionszusagen ist gleich dem Beitragsaufwand zu den Rückdeckungsversicherungen und wird von den Arbeitnehmern getragen.

Insgesamt ergibt sich die bilanzierte Nettoverpflichtung der leistungsorientierten Pensionszusagen und solchen aus der Entgeltumwandlung wie folgt:

2023 2022
EUR EUR
Barwert der Pensionsverpflichtung 39.816.977,54 48.492.976,54
Zeitwert des Deckungsvermögens -1.977.878,00 -2.849.881,00
Bilanzierte Nettoverpflichtung 37.839.099,54 45.643.095,54

In der Gewinn- und Verlustrechnung ergibt sich insgesamt ein Netto-Zinsaufwand von 459.865,00 EUR (Vorjahr 1.292.104,01 EUR), der sich auf 501.886,00 EUR (Vorjahr 1.282.065,00 EUR) Zinsaufwand in Bezug auf die Pensionsrückstellung und 42.021,00 EUR (Vorjahr Aufwand 10.039,01 EUR) Zinserträge auf das Deckungsvermögen zusammensetzt.

Gemäß Übergangsregelung des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 EGHGB, die für die erstmalige Anwendung der BilMoG Vorschriften in Bezug auf die Pensionsrückstellungen gilt, besteht ein noch nicht ausgewiesener Zuführungsbetrag in Höhe von 30.295,00 EUR (Vorjahr 296.260,00 EUR).

B.2. Steuerrückstellungen

2023 2022
EUR EUR
Zinsen nach § 233a AO 39.988,00 288.509,30
Körperschaftsteuer Vorjahr 0,00 693.302,00
Gewerbeertragsteuer Vorjahr 37.082,97 768.407,00
Solidaritätszuschlag Vorjahr 0,00 38.131,61
UST-Forderung 2008+2009 0,00 1.048.660,49
Gesamt 77.070,97 2.837.010,40

B.3. Sonstige Rückstellungen

2023 2022
EUR EUR
Erhaltene, aber noch nicht abgerechnete Leistungen 5.970.451,05 5.447.406,62
Drohverlustrückstellung 3.456.535,00 4.399.950,00
Tantieme, Ertragsbeteiligung 1.765.142,82 1.800.333,26
Jubiläumsverpflichtungen, Dienstaltersgeschenke 761.011,00 1.296.795,00
Mitarbeiterabfindungen 2.640.126,05 3.217.181,21
Rückständiger Urlaub und Zeitguthaben aus Mehrarbeit 373.884,66 542.664,19
Perfomance Shares LTIC 473.860,14 599.664,42
weitere sonstige Rückstellungen 105.733,44 118.564,01
Gesamt 15.546.744,16 17.422.558,71

Die Drohverlustrückstellung wurde gebildet für bestimmte Dienstleistungsverträge, aus denen im Saldo ein Verpflichtungsüberschuss droht.

C. Verbindlichkeiten

Unter den Verbindlichkeiten werden ausschließlich Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr ausgewiesen.

C.1 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Es bestehen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 281.610,62 EUR (Vorjahr 320.105,28 EUR).

C.2 Verbindlichkeiten gegenüber Verbunden Unternehmen

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen in Höhe von 8.591.786,50 EUR (Vorjahr 4.873.400,14 EUR).

C.3. Sonstige Verbindlichkeiten

2023 2022
EUR EUR
noch abzuführende Lohn - und Kirchensteuer 0,00 527.599,64
im Rahmen der sozialen Sicherheit 23.300,21 74.171,94
Gesamt 23.300,21 601.771,58

D. Rechnungsabgrenzungsposten

Es besteht ein passiver Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 500.353,61 EUR (Vorjahr 2.881.355,99 EUR).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von 86.358.078,77 EUR (Vorjahr 103.304.690,89 EUR) wurden nahezu ausschließlich mit verbundenen Unternehmen erzielt:

2023 2022
EUR EUR
AXA Konzern AG 57.067.022,99 72.905.203,72
AXA Group Operations France SAS, Paris 15.331.517,11 16.770.395,76
AXA Group Operations Belgium NV 10.921.814,61 9.620.321,74
AXA Group Operations Switzerland AG 2.069.326,20 3.041.898,45
AXA Group Operations SAS - Succursale em Portugal 307.389,99 239.872,35
AXA Business Solutions India 131.583,50 186.682,08
AXA Group Operations UK Ltd. 113.875,54 31.128,54
GIE AXA Group Operations France 328.653,00 32.955,00
Übrige Unternehmen 86.895,83 476.233,25
Gesamt 86.358.078,77 103.304.690,89

2. Sonstige betriebliche Erträge

2023 2022
EUR EUR
Auflösung von Rückstellungen 0,00 1.001.587,92
Erstattungen für Abfindungen 953.638,23 1.040.382,15
Umsatzsteuer VST-Quote 241.017,38 300.555,03
Sonst. Erträge aus verbundenen Unternehmen (M&A) 0,00 197.563,72
Erträge aus Währungsumrechnung 120.668,41 118.544,36
Erträge Betriebsübergang 7.441.507,55 0,00
Erträge aus Vorjahren (SHMP) 728.132,83 0,00
Erträge aus Auflösung Drohverlustrückstellung 943.415,00 0,00
Übrige Erträge 394.412,44 201.119,76
Gesamt 10.822.791,84 2.859.752,94

Die Erträge aus Betriebsübergang ergaben sich aus einem Betriebsübergang von 102 Mitarbeitern von der AXA Group Operations Germany GmbH an die AXA Konzern AG. Der Betriebsübergang erfolgte zum 01. Januar 2023.

3. Aufwendungen für bezogene Leistungen

2023 2022
EUR EUR
Externe Mitarbeiter 3.669.444,44 4.826.108,49
Hardware - Miete / Nutzungsgebühren 2.700.470,53 2.316.337,91
Hardware - Wartung / Service 1.700.113,64 2.451.419,29
Software - Miete / Nutzungsgebühren 1.879.433,26 3.471.492,79
Software - Wartung / Service 11.036.420,40 8.444.860,28
Servicedienstleistungen 34.142.380,39 36.445.149,93
Nutzungsgebühren Datenleitungen 1.459.210,67 1.557.176,03
Reisekosten 5.009,51 11.440,11
Mietkosten 7.004.771,62 6.076.329,74
Gesamt 63.597.254,46 65.600.314,57

4. Personalaufwand

2023 2022
EUR EUR
Löhne und Gehälter 13.785.764,30 23.476.839,10
Sozialabgaben 2.149.105,22 3.409.398,59
Altersversorgung 1.782.421,03 2.180.025,58
Unterstützung 11.587,95 24.495,82
Gesamt 17.728.878,50 29.090.759,09

5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Zur Spezifikation wird auf die Darstellung Entwicklung des Anlagevermögens auf Seite 9 verwiesen.

6. Sonstige betriebliche Aufwendungen

2023 2022
EUR EUR
Abschreibung auf sonstige Aktiva 48.537,94 180.769,67
Aufwand aus dem Inventarabgang 36.757,10 5.797,76
Aufwand aus Dienstleistungen mit AXA Konzern 278.984,00 322.510,96
Reiseaufwand 475.629,81 271.160,97
Aufwand aus Abgang 700.000,00 0,00
Büroaufwand / Versicherung 74.391,72 82.921,91
Aufwand aus Währungsumrechnungen 118.802,41 162.065,88
Aufwendungen nach Artikel 67 Abs. 1 und 2 EGHGB 265.966,00 265.965,00
Abschreibung auf sonstige Passiva 511.337,04 0,00
Aufwendungen für Abfindungen 1.206.280,53 1.040.382,15
Aufwendungen Risiko UST 2008+2009 0,00 1.048.660,49
Aufwendungen aus Drohverlustrückstellung 0,00 4.399.950,00
Übrige Aufwendungen 366.932,34 727.015,13
Gesamt 4.083.618,89 8.507.199,92

Der Geschäfts- und Firmenwert, welcher 2018 erstmalig angesetzt wurde, wurde im Zusammenhang mit dem Betriebsübergang nach § 613a BGB auf die Konzern AG ausgebucht.

7. Unter der Position Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens wurden 29.400,00 EUR (Vorjahr 29.400,00 EUR) Zinsen für die auf die AXA Konzern AG übertragenen Bedeckungsmittel für die Pensionszusagen ausgewiesen.

8. Sonstige Zinsen und ähnlichen Erträge in Höhe von 1.271.039,89 EUR (Vorjahr 265.396,59 EUR) resultierten im Wesentlichen aus Zinserträgen aus Cashpooling (1.177.270,53 EUR), Zinsen aus Umsatzsteuer und Körperschaftsteuer gemäß § 233a AO.

9. Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen in Höhe von 503.075,08 EUR (Vorjahr 1.031.475,76 EUR) enthielten Zinszuführungen zu den Pensions- und Jubiläumsrückstellungen in Höhe von 472.128,00 EUR (Vorjahr 1.027.115,77 EUR), Bankgebühren und Schuldzinsen für laufende Bankkonten in Höhe von 1.186,93 EUR (Vorjahr 4.359,99 EUR) sowie Schuldzinsen auf Umsatz-, Körperschaft- und Gewerbesteuernachzahlungen gemäß §233a AO, in Höhe von 29.760,15 EUR (Vorjahr 0,0 EUR).

10. Im Berichtsjahr 2023 wurde ein Steueraufwand in Höhe von 3.340.587,62 EUR (Vorjahr Steuerertrag 2.819.424,95 EUR) ausgewiesen. Diese Position resultierte aus dem Aufwand aus Körperschaftsteuer für das laufende Jahr in Höhe von 440.444,67 EUR (Vorjahr 290.213,40 EUR), dem Aufwand für Körperschaftsteuer aus den Vorjahren in Höhe von 100.720,27 EUR (Vorjahresertrag 1.204.198,28 EUR) und dem Aufwand aus Solidaritätszuschlag für das laufende Jahr in Höhe von 23.174,40 EUR (Vorjahr 14.196,93 EUR), dem Aufwand für Solidaritätszuschlag aus Vorjahren in Höhe von 5.540,83 EUR (Vorjahresertrag 66.232,66 EUR), dem Aufwand aus Gewerbesteuer für das laufende Jahr in Höhe von 573.516,97 EUR (Vorjahr 452.317,70 EUR), dem Aufwand für Gewerbesteuer aus Vorjahren in Höhe von 124.054,91 EUR (Vorjahresertrag 1.255.989,62 EUR) sowie aus dem Aufwand aufgrund der Veränderung der aktiven latenten Steuer in Höhe von 2.073.135,57 EUR (Vorjahresertrag 1.049.732,42 EUR).

Sonstige Pflichtangaben

Geschäftsführung

Helmut Schmidt, Köln

Friedrich Simeon, Wallisellen (CH) (bis 31.05.2023)

Hinsichtlich der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird mit Verweis auf die Regelung in § 286 Abs. 4 HGB von einer Berichterstattung abgesehen.

Arbeitnehmer

Im Durchschnitt waren im Jahr 2023 144 Mitarbeiter (ohne Auszubildende (5), Stipendiaten und Praktikanten (4)) für die AXA Group Operations Germany GmbH tätig.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen aus Dienstleistungsverträgen betragen per 31.12.2023 2.146.156,56 EUR (Vorjahr 2.080.247,21 EUR).

Angaben zum Abschlussprüferhonorar

Für die Prüfung des Jahresabschlusses wurde im Geschäftsjahr ein Aufwand von 19.251,14 EUR (Vorjahr 17.994,38 EUR) erfasst.

Andere Leistungen wurden durch den Abschlussprüfer nicht erbracht.

Angaben zu verbundenen Unternehmen

Die AXA SA mit Sitz in Paris, Frankreich als beherrschende Gesellschaft hält 80% der Geschäftsanteile (Nominalwert 2.180.000 EUR), die AXA Group Operations France SAS mit Sitz in Paris 20% der Geschäftsanteile (Nominalwert 545.000 EUR) an der AXA Group Operations Germany GmbH.

Mutterunternehmen im Sinne von § 290 Abs. 1 HGB ist die AXA SA.

Die AXA SA stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf.

Die AXA Group Operations France SAS stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in die unser Abschluss mit einbezogen wird.

Der Konzernabschluss der AXA Group Operations France SAS wird in Paris beim "Registre du Commerce et des Sociétés" unter RCS 399 214 287 00027 hinterlegt.

Der Konzernabschluss der AXA SA wird bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorites des Marches Financiers) unter RCS 572 093 920 hinterlegt.

Der Bilanzgewinn 2023 betrug 8.934.867,00 EUR (Vorjahr 2.245.040,29 EUR) und wird unter Berücksichtigung der Ausschüttungssperre gemäß § 268 HGB nicht ausgeschüttet.

 

Köln, 23. April 2024

Helmut Schmidt, Geschäftsführer

Lagebericht

1. Grundlagen der Gesellschaft

Die AXA Group Operations Germany GmbH ist eine Tochtergesellschaft der AXA Group, einem multinationalen Versicherungs- und Finanzdienstleistungsunternehmen. AXA Group Operations bietet operative Unterstützung und Dienstleistungen für AXA-Geschäftseinheiten und Kunden auf der ganzen Welt.

Ihr Hauptziel besteht darin, qualitativ hochwertige Dienstleistungen bereitzustellen, Prozesse zu rationalisieren und Technologie zu nutzen, um das gesamte Kundenerlebnis zu verbessern.

AXA Group Operations konzentriert sich auf verschiedene Fachgebiete wie Informationstechnologie, Betriebsmanagement und Beschaffung. Zu den Dienstleistungen des Unternehmens gehören IT-Entwicklung und -Support, Kundendienst, Geschäftsprozess-Outsourcing, Lieferkettenmanagement und Finanzberichterstattung.

Die AXA Group Operations Germany GmbH erbringt diese Dienstleistungen nahezu ausschließlich für andere Unternehmen der AXA Group S.A. Die größten Kunden ihrer Dienstleistungen sind die in Deutschland tätigen Versicherungsgesellschaften der AXA, insbesondere die zur AXA Group AG gehörenden Unternehmen, sowie weitere AXA Group Operations-Gesellschaften wie etwa die französische AXA Group Operations SAS.

Die Gesellschaft ist im Handelsregister unter HRB 22372, Amtsgericht Köln, eingetragen.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Wirtschaftliche Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr in Deutschland

Die deutsche Wirtschaft ist im vergangenen Jahr geschrumpft. Laut Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung sank das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 %. Im Vorjahr wurde ein Wachstum von rund 1,8 % verzeichnet. Die Gründe hierfür sind eine hohe Inflation, steigende Zinsen und die schwache Weltwirtschaft. Hinzu kommen politische Unsicherheiten - vom Krieg in der Ukraine über den Konflikt im Nahen Osten bis hin zu den Haushaltsproblemen der Bundesregierung. Milliardenhilfen in der Energiekrise haben den deutschen Staatshaushalt im vergangenen Jahr in die Verlustzone getrieben. Durch die hohe Inflation verringerte sich die Kaufkraft der privaten Haushalte, die ihren Konsum zurückhielten und 0,8 % weniger ausgab. Die Europäische Zentralbank bekämpft die hohe Inflation mit den höchsten Zinssätzen ihrer Geschichte (Quelle: Jahreswirtschaftsbericht der Bundesregierung). Im Jahr 2023 erwartet das Institut für Makroökonomie und Wirtschaftsforschung einen Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung und eine milde Rezession von rund 0,3 Prozent. Die Prognose für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland im Jahr 2023 ist aufgrund der bestehenden Krisen und Risiken weiterhin unsicher. Entscheidend wird sein, welchen Einfluss Faktoren wie Versorgungsengpässe, die Energiekrise und der Krieg in der Ukraine auf das Wirtschaftswachstum in Deutschland haben werden.

2.2 Entwicklung der Branche und der eigenen Gesellschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr

Der Versicherungsmarkt in Deutschland war im Jahr 2023 von den wirtschaftlichen Herausforderungen mit einer erhöhten Nachfrage nach digitalen Lösungen im Beratungs- und Vertriebsumfeld geprägt.

Für die AXA Group Operations Germany GmbH spielen dabei die zunehmende Digitalisierung und der Bedarf an neuen digitalen Lösungen eine große Rolle. Aufgrund der Fülle an bereits in den vergangenen Jahren für unsere Mitarbeiter und Kunden umgesetzten digitalen Lösungen, wie der kontinuierlichen Bereitstellung von Laptops, der Bereitstellung einer hochverfügbaren Netzwerkinfrastruktur und verschiedenen mobilen, cloudbasierten Arbeitslösungen wie MS Teams und Office365, AXA Group Operations Germany GmbH konnte auf Basis einer guten Ausgangslage Lösungen für AXA in Deutschland bereitgestellt werden.

3. Lage der Gesellschaft

Durch Restrukturierungsmaßnahmen innerhalb der AXA-Gesellschaften und weitere Einflüsse wie Kosteneinsparungen auf Kundenseite sank der Umsatz im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 16,4 % auf 86.358.078,77 EUR.

Der Materialaufwand, hauptsächlich eingekaufte Leistungen externer IT-Beratungsunternehmen, Mietaufwendungen für Speicherhardware, Mainframe-Software, IT-Räume sowie Wartungs- und Netzwerkdienstleistungen, sank um 3,05 % und belief sich zum Jahresende auf insgesamt 63.597.254,46 EUR.

Der Personalaufwand reduzierte sich auf Grund des Betriebsübergangs von Mitarbeitern auf die AXA Konzern AG zum 01.01.2023 auf 17.728.878,50 EUR (Vorjahr: 29.090.759,09 EUR). Die Abschreibungen sanken auf 3,238.069,24 EUR (Vorjahr 4.028.910,92,92 EUR) und der sonstigen Betriebsaufwand sank auf 3.383.618,89 EUR (Vorjahr 8.507.199,92 EUR).

Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen auf 10.822.791,84 EUR (Vorjahr 2.859.752,94 EUR). Der Anstieg resultiere im Wesentlichen aus dem Betriebsübergang (7.441.507,55 EUR).

Der Jahresüberschuss nach Zinsen und Steuern betrug 6.689.826,71 EUR (Vorjahr 1.099.969,41 EUR).

Finanzielle Lage

- Kapitalstruktur:

Die Eigenkapitalquote erhöht sich um 6 % im Jahr 2023 auf 15,6 %, während die Verschuldungsquote bei 84,4 % liegt.

- Investitionen:

Die Investitionen in das Anlagevermögen im Bereich Sachanlagen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr und beliefen sich auf 492.692,68 EUR (Vorjahr: 1.301.084,89 EUR). Im Bereich der immateriellen Vermögenswerte stiegen die Investitionen von 811.880,78 EUR auf 1.198.508,07 EUR. Aufgrund der aktuellen Strategie, auf den Kauf neuer Anlagen zu verzichten und diese zunehmend zu verpachten, ist für die kommenden Jahre kein Anstieg der Investitionen zu erwarten.

- Liquidität:

Im Vergleich zum Vorjahr kam es zu keinen wesentlichen Veränderungen der Liquidität.

Aufgrund der im Jahr 2019 mit der AXA Group Operations France SAS abgeschlossenen Cash- Pooling-Vereinbarung wird der Liquiditätsstand auf den Konten weitgehend konstant gehalten. Über die Liquidität kann tagesaktuell verfügt werden, sodass die Gutschrift noch am selben Tag der Geldanforderung an die AXA Group Operations France SAS, spätestens aber am nächsten Bankarbeitstag, auf unseren Bankkonten verbucht wird.

- Nettovermögen:

Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich die Bilanzsumme um 5.029.505,32 EUR (0,06 %) auf insgesamt 74.519.832,61 EUR. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme beträgt 9,9 % (Vorjahr 11,3 %), der kurzfristigen Vermögenswerte 75,3 % (Vorjahr 69,7 %). Die restlichen 14,8 % entfallen auf aktive Rechnungsabgrenzungsposten, latente Steuern und die Differenz aus der Vermögensverrechnung.

Inflations- und Wechselkurseffekte haben keinen wesentlichen Einfluss auf die Finanzlage.

Nach Einschätzung der Geschäftsführung hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens im abgelaufenen Geschäftsjahr zufriedenstellend entwickelt.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren konzentrieren wir uns auf verschiedene Leistungskennzahlen wie:

Umsatzerlöse

Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT)

Die Umsatzerlöse im Jahr 2023 wurden überwiegend mit verbundenen Unternehmen erzielt und erreichten einen Wert von 86.358.078,77 EUR. Im Vergleich zum Vorjahr (103.304.690,89 EUR) sanken die Umsatzerlöse aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen innerhalb der AXA Group Operations GmbH um gerundete 16,4 %.

Das EBIT für dieses Jahr belief sich auf 9.262.449,52 EUR. Im Vorjahr betrug dieses -953.376,37 EUR.

5. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Für die Zielerreichung der AXA Group Operations Germany GmbH werden auch nichtfinanzielle Leistungsindikatoren betrachtet und bewertet. Die folgenden Indikatoren gehören zur Kategorie der Kundenbelange.

Servicequalität (Quality of Service)

Im Rahmen der Servicequalität für die AXA Deutschland wird die Stabilität der AXA GO Produkte in der Verfügbarkeit von "Infrastructure- and Applicationen Services", der Qualität der durchgeführten Change und der Anzahl der gemeldeten Prio 1 & Prio 2 Störungen gemessen.

Die Verfügbarkeit der "Infrastructure- and Applicationen Services" gibt an, zu welchem Prozentsatz die AXA GO Produkte für die AXA Deutschland verfügbar waren. Im Jahr 2023 wurden für alle Services die Zielwerte eingehalten oder übertroffen.

Die Qualität der durchgeführten Change gibt an, zu welchem Prozentsatz die Change der AXA GO erfolgreich, und damit ohne Auswirkungen auf die Services der AXA Deutschland, umgesetzt wurden. Mit einem Wert von 99,71% für 2023 hat die AXA GO einen guten Wert erreicht, der nur knapp unter dem Jahresziel von 99,75% liegt.

Insgesamt verlief das Jahr 2023 mit einer gegenüber 2022 erhöhten Anzahl von IT-Störungen, welche eine direkte Auswirkung auf den IT-Betrieb hatten. In Summe wurden 48 Prio 1 und Prio 2 Störungen bei einem Jahresziel von 27 Störungen gemeldet.

Zusammenfassend wurden die Zielwerte der Verfügbarkeit der GO Produkte in 2023 für alle Produkte eingehalten.

Projektgeschäft

Zusätzlich zum operativen Geschäft ist die AXA Group Operations Germany GmbH im Projektgeschäft tätig. In diesem Bereich erfolgt die Bewertung der Realisierung wichtiger Projekte mit dem QDC (Quality Delivery Costs) Verfahren.

Im Jahr 2023 wurden insgesamt die Realisierungen von neuen Projekten gemessen und bewertet. Die Auswahl und Auswertung der Projekte erfolgten in enger Abstimmung mit der AXA Konzern AG. Zur Bewertung der Projekte wird beispielsweise gemessen, ob die Realisierungen in der vorgegebenen Zeit, in dem bereitgestellten Budget und in gewünschter Qualität erfüllt worden sind.

Zusammenfassend kann das Jahr 2023 als erfolgreich in Bezug auf das Projektgeschäft gewertet werden.

6. Personalbericht

Per 31.12.2023 waren 144 (ohne Auszubildende, Stipendiaten Praktikanten etc.) Mitarbeitende für die AXA Group Operations Germany GmbH tätig. Wie in den Vorjahren wurde zusätzlich in Einzelfällen SchülerInnen und StudentInnen ein Praktikum ermöglicht. Zum 31.12.2023 arbeiten insgesamt 119 Mitarbeitende an bis zu drei Tagen in der Woche von zu Hause. Grundlage bildet eine neue Smart Working Vereinbarung, die vorsieht, dass die Mitarbeitenden ihre Tätigkeit im jährlichen Durchschnitt 40% der Arbeitszeit in der betrieblichen Arbeitsstätte erbringen. Zudem wurde im Jahr 2023 eine Möglichkeit zum mobilen Arbeiten im Ausland an bis zu 20 Arbeitstagen eingeführt.

Auch im Jahr 2023 wurde die übergeordnete Strategie der AXA Group Operations weiterverfolgt. Die internationale Zusammenarbeit wurde durch die Weiterentwickelung von Strukturen vorangetrieben. Weiterhin wurde, wie in den Vorjahren sichergestellt, dass den Mitarbeitenden eine lokale disziplinarische Führungskraft zur Verfügung steht.

Erneut wurde, wie in den vorherigen Jahren, einer Mehrzahl gemäß Alter möglichen Mitarbeitenden, ein Vorruhestandmodell für die Zukunft angeboten. Diese einmaligen Investitionskosten ermöglichen spätere Spareffekte bei den Gehaltskosten. Wir konnten im Jahr 2023 insgesamt 8 unbefristete Neueinstellungen umsetzen, drei befristete Verträge in unbefristete Verträge umwandeln. Zudem gab es drei befristete Einstellungen.

Bereits im Jahr 2014 hat sich die damalige AXA Technology Services entschieden, sich dem Thema Fachkräftemangel anzunehmen und ein Ausbildungsbetrieb zu werden. Das Konzept der Ausbildung ist eine besondere Art der Qualifizierung, die ein hohes Maß an Engagement vom Ausbildungsbetrieb sowie vom Auszubildenden fordert. Im Jahr 2022 hat die AXA Group Operations sich entschieden einen neuen Ausbildungsberuf auszubilden und erst im Jahr 2023, vier neue Auszubildende einzustellen.

Vier Auszubildende haben im Sommer 2023 ihre Ausbildung erfolgreich beendet.

Wie in den vorherigen Jahren wurden alle Personalprozesse gemäß geltender HR Richtlinien in Time und Budget durchgeführt. Hierzu gehören insbesondere die von November bis März jährlich stattfindende Gehaltserhöhungsrunde unter strenger Einhaltung der Budgetvorgaben und der Performance Management Prozess. Letzterer beinhaltet die Zielvereinbarung zu Beginn des Jahres, die Check-In / Feedbackgespräche und das Jahresendgespräch.

Im Jahr 2023 wurden für 97.194,00 EUR insgesamt 141 MitarbeiterInnen geschult. Die Mitarbeiter haben in insgesamt 4.892 Stunden bzw. an 611,5 Tagen Schulungen in den Bereichen Management, Leadership und Kultur wahrgenommen sowie ihre fachlichen und transversalen Fähigkeiten gestärkt.

7. Strategie, Chancen und Ausblick

Die von AXA Group Operations gruppenweit durchgeführte Wachstums- und Entwicklungsstrategie setzt sich aus folgenden Punkten zusammen:

Umsetzung der GenAl-Strategie (Künstliche Intelligenz) für die Gruppe.

Umsetzung der TDO-Strategie (Tech, Data and Operations), um Mehrwert für die Gruppe zu schaffen.

Entwurf technischer Produkte und Dienstleistungen sowie Monitoring von Programmen, die das Geschäft ermöglichen.

Entwicklung von Fähigkeiten innerhalb von AXA Global Business Services, um Dienstleistungen und die strategischen Ambitionen der AXA Group rund um die Uhr zu unterstützen.

Gewinnung von Tech- und Datentalenten.

Kontinuierliche Verbesserung unserer Tagesgeschäftes.

Fortsetzung der AXA GO-Transformation hin zu mehr Vereinfachung und Transparenz.

Die neue Organisation der AXA Group Operations nimmt weiterhin Gestalt an und wird weiterhin Veränderungen in Bezug auf Finanzströme und Organisation mit sich bringen. Es wird nicht erwartet, dass diese Änderungen zu erheblichen finanziellen Schwankungen führen, sondern möglicherweise zu Übertragungen von Strömen zwischen lokalen und globalen Konzernbetrieben.

Durch die technologische Entwicklung des Marktes, insbesondere Cloud, ist mittelfristig mit einem Rückgang der zu erbringenden Leistungen und damit der Umsätze zu rechnen. Im Rahmen des One AXA-IT Programms ist ein Ausbau der globalen Arbeitsstellung in der AXA Group Operations Gruppe vorgesehen. Hierbei nimmt AXA Group Operations Germany GmbH jedoch mit dem Betrieb eines Rechenzentrums eine wichtige Rolle innerhalb der weltweiten AXA IT ein.

Die Umsatzerwartung für das Geschäftsjahr 2024 liegt unterhalb des Umsatzes für 2023. Aufgrund der anhaltenden rückläufigen Umsätze können die Kosten entsprechend angepasst werden, so dass für das Geschäftsjahr 2024 ein positives Jahresergebnis vorauszusehen ist. Wir rechnen mit einen positiven EBIT.

8. Risiken

Wie jedes Unternehmen ist AXA Group Operations Germany potenziellen Risiken ausgesetzt, die sich auf seine Geschäftstätigkeit und seine finanzielle Leistung auswirken könnten. Zu diesen potenziellen Risiken zählen unter anderem:

Cybersicherheitsrisiken: Als Unternehmen, das IT-Entwicklung und -Support anbietet, ist AXA Group Operations Germany dem Risiko von Cyberangriffen und Datenschutzverletzungen ausgesetzt. Solche Vorfälle könnten zu Reputationsschäden, finanziellen Verlusten und kostspieligen rechtlichen Schritten führen.

Regulatorische Risiken: Die AXA Group Operations Germany unterliegt einer Vielzahl regulatorischer Anforderungen in den verschiedenen Gerichtsbarkeiten, in denen es tätig ist. Die Nichteinhaltung dieser Vorschriften könnte zu erheblichen finanziellen Strafen und Reputationsschäden führen.

Wirtschaftliche Risiken: Die finanzielle Leistung der AXA Group Operations Germany könnte durch makroökonomische Faktoren wie Inflation, Zinssätze und Wechselkurse beeinflusst werden. Konjunkturabschwünge könnten auch zu einer geringeren Nachfrage nach den vom Unternehmen angebotenen Versicherungsprodukten und -dienstleistungen führen.

Wettbewerbsrisiken: AXA Group Operations Germany ist in einem hart umkämpften Markt tätig, in dem der Druck zur Kostensenkung und Innovation ständig vorhanden ist. Wenn wir uns nicht an veränderte Marktbedingungen und neue Technologien anpassen, könnte dies zu Marktanteils- und Umsatzverlusten führen.

AXA Group Operations Germany hat diese potenziellen Risiken erkannt und Maßnahmen zu deren Eindämmung implementiert, wie beispielsweise durch Investitionen in Cybersicherheit, Compliance und Innovation.

Unsere Gesellschaft erbringt hauptsächlich Dienstleistungen für verbundene Unternehmen in der AXA Gruppe. Die Abrechnungen erfolgen auf Vollkostenbasis unter Einbeziehung eines Gewinnzuschlags. Es bestehen daher keine Absatz- oder Bonitätsrisiken. Allerdings zeigt der hohe Kostendruck, dass die bisherigen Maßnahmen zur Sicherstellung der Wirtschaftlichkeit des Unternehmens permanent überprüft und ausgebaut werden müssen. Um langfristig eine erfolgreiche Entwicklung fortzuführen, muss eine konsequente Steuerung gemäß finanzieller Kenngrößen und ein transparentes Kostencontrolling im Unternehmen implementiert sein.

Währungsrisiken liegen in unserer Gesellschaft nicht vor. Das Kapitalanlagenrisiko beschränkt sich auf zwei Schuldscheindarlehen mit der AXA Konzern AG.

8.1 Risikomanagementsystem

Das Risikomanagement unserer Gesellschaft ist in das konzernweite Risikomanagement der AXA Group Operations SAS eingebunden. Aufgrund der hohen Komplexität des Geschäftes ist die Risikomanagementfunktion unserer Gesellschaft auf verschiedene zentrale Funktionen, Organisationseinheiten und Kommissionen verteilt.

Die Geschäftsführung ist zuständig für die risikopolitische Ausrichtung unserer Gesellschaft sowie für die Implementierung eines funktionierenden angemessenen Risikomanagements und dessen Weiterentwicklung.

Das Audit & Risk Committee (ARC) unterstützt die Geschäftsführung bei der Wahrnehmung seiner Aufgaben. Zu diesem Zweck hat die Geschäftsführung Aufgaben und Entscheidungsbefugnisse auf das ARC delegiert. Darüber hinaus werden im ARC unter anderem Compliance- Themen behandelt sowie Rechts- und Revisionsthemen mit Risikobezug.

Um die unterschiedlichen Belange je Land kümmert sich ein Audit & Risk Manager. Er nimmt die Risiken auf, analysiert sie und erarbeitet entsprechende Lösungsansätze. Der Audit & Risk Manager ist Teil eines globalen Teams von der AXA Group Operations SAS.

9. Fazit

Wir sind stolz auf unsere Erfolge im vergangenen Jahr und setzen uns weiterhin dafür ein, langfristigen Mehrwert für unsere Stakeholder zu schaffen. Wir sind zuversichtlich, dass wir weiterhin wachsen und starke Finanzergebnisse liefern können.

10. Vorgeschlagene Gewinnverwendung

Aufgrund einer bestehenden Ausschüttungssperre kann keine Ausschüttung an die Gesellschafter erfolgen.

 

Köln, den 23. April 2024

Helmut Schmidt, Geschäftsführer

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AXA Group Operations Germany GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AXA Group Operations Germany GmbH, Köln - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AXA Group Operations Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Den Personalbericht, der in Abschnitt 6 des Lageberichts enthalten ist, bei dem es sich um lageberichtsfremde Angaben handelt, haben wir nicht inhaltlich geprüft. Lageberichtsfremde Angaben im Lagebericht sind Angaben, die nicht nach §§ 289, 289a bzw. nach §§ 289b bis 289f HGB vorgeschrieben sind

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu dem oben genannten Personalbericht in Abschnitt 6 des Lageberichts ab.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen den oben genannten Personalbericht in Abschnitt 6 des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Köln, 23. April 2024

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