EW Biotech GmbH
Selbe AdresseForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Torsten Bäumel seit 25.9.2025 | Geschäftsführer |
Charly Eid Nader seit 25.9.2025 | Geschäftsführer |
Robert Peacock seit 8.7.2024 | Prokura |
Federico Berrogain seit 8.7.2024 | Prokura |
Isabell Leidner seit 20.4.2023 | Prokura |
Matthew Joseph Conti seit 20.4.2023 | Prokura |
Mark James Valentino seit 20.4.2023 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Vantage Specialties Inc. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Vantage Leuna GmbHLeunaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 24.05.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Vantage Leuna GmbH, Leuna Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Vantage Leuna GmbH, Leuna, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Vantage Leuna GmbH, Leuna, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 22. April 2024 HSA
Frankfurt GmbH
Ulrike Antosch, Wirtschaftsprüferin Veronika Leja, Wirtschaftsprüferin *** Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder des Lageberichtes in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; wir weisen insbesondere auf § 328 HGB hin. Bilanz zum 31. Dezember 2023AKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang 2023I. Vorbemerkungen Der Jahresabschluss ist nach den Bestimmungen der §§ 242 ff., §§ 266 ff., § 267 Abs. 3, §§ 275 ff des HGB, nach § 42 des GmbH-Gesetzes sowie unter Berücksichtigung der ergänzenden Regelungen des Gesellschaftsvertrages aufgestellt und gegliedert. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Für die Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB Anwendung. II Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Vantage Leuna GmbH mit Sitz in Leuna im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer HRB 208828 eingetragen. III Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungskosten bewertet. Planmäßige Abschreibungen für abnutzbare Gegenstände des Anlagevermögens wurden nach der linearen Methode pro rata temporis nach branchenüblicher und steuerlich zulässiger Nutzungsdauer vorgenommen. Bei voraussichtlicher dauerhafter Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 250,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem Netto-Einzelwert von mehr als EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 die nach dem 31. Dezember 2017 angeschafft worden sind, wird das steuerliche Sammelpostenverfahren aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewandt. Der Sammelposten wird pauschalisierend jeweils mit 20 % p. a. im Zugangsjahr und in den vier darauffolgenden Jahren abgeschrieben. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe wurden mit den durchschnittlichen Anschaffungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Bei den Beständen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen handelt es sich um Produkte aus verschiedenen Verarbeitungsstufen, die sowohl als Verkaufsprodukte als auch als Ausgangsstoffe zur Weiterverarbeitung dienen. Die Bewertung erfolgte zu Herstellungskosten unter Einbeziehung angemessener Teile der Materialgemeinkosten, der notwendigen Fertigungsgemeinkosten und der Abschreibungen auf das Anlagevermögen. Nicht veräußerbare und nicht im eigenen Unternehmen verwendbare Bestände wurden mit EUR 0,01 bilanziert. Die Bewertung erfolgt verlustfrei und unter Beachtung des Niederstwertprinzips. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden grundsätzlich zum Nennwert bilanziert. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; Bankguthaben in fremder Währung (USD) wurden zum Bilanzstichtag zum Devisenkassamittelkurs in EUR bewertet. Die übrigen liquiden Mittel sind zum Nennwert angesetzt. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Aufgrund des seit dem 1. Januar 2016 mit Vantage Specialties Germany GmbH, Leuna, als Rechtsnachfolger der Leuna Tenside Holding GmbH, Leuna, bestehenden Ergebnisabführungsvertrags sind sowohl die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag als auch die latenten Steuern ausschließlich auf Ebene des Organträgers zu bilanzieren. IV Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Aufgliederung und Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 sind im Anlagespiegel gesondert dargestellt, welcher dem Anhang als Anlage beigefügt ist. Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen eine 52,41%ige Beteiligung am Stammkapital von TDM 50 (TEUR 26) der Infra Leuna Beteiligungs GmbH mit Sitz in Leuna. Der Jahresabschluss der Infra Leuna Beteiligungs GmbH zum 31. Dezember 2023 weist ein Eigenkapital von TEUR 380 und einen Jahresfehlbetrag von TEUR 3,6 aus. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Gezeichnetes Kapital Das Stammkapital in Höhe von TEUR 205 wurde in voller Höhe eingezahlt. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (TEUR 472) Rückstellungen für Personalverpflichtungen (TEUR 1.139). Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen enthalten TEUR 146 für einen Schadensfall, die Rückstellungen für Personalverpflichtungen beinhalten TEUR 646 für Abfindungszahlungen, die im Jahr 2024 gezahlt werden, und für Boni 2023 in Höhe von EUR 433, die ebenfalls im Jahr 2024 gezahlt werden. Verbindlichkeiten Die bilanzierten Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Es bestehen keine Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB liegen nicht vor. Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasing-Verträgen für Firmenfahrzeuge bis zu 1 Jahr von TEUR 59,1 und von 1 bis 5 Jahren in Höhe von TEUR 121,444 und für Mietverpflichtungen (Wasserversorgung Mitarbeiter/Gabelstapler) bis zu 1 Jahr von TEUR 13,4 und von 1 bis 5 Jahren in Höhe von TEUR 20,0. Weiterhin bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Bestellungen für Investitionsprojekte in Höhe von TEUR 4.041,5. V Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse (TEUR)
Sonstige betriebliche Erträge (TEUR) Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 81, sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 10), Erträge aus Kursdifferenzen (TEUR 196) und Erträge aus Lohnkostenzuschüssen Arbeitnehmer (TEUR 37). Personal Die durchschnittliche Zahl der im Unternehmen beschäftigten Personen - ohne Auszubildende - betrug im Berichtszeitraum 121 , davon 80 gewerbliche Beschäftigte (Vorjahr 80), 39 Angestellte (Vorjahr 37) und 2 Aushilfen (Vorjahr 3). Sonstige betriebliche Aufwendungen (TEUR)
In den übrigen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 205 enthalten. Ertragsteuern Es besteht zwischen der Vantage Specialties Germany GmbH und der Vantage Leuna GmbH eine ertragsteuerliche Organschaft. Aufgrund des abgeschlossenen Ergebnisabführungsvertrags fallen die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag bei dem Organträger der Vantage Specialties Germany GmbH an. VI Honorare des Abschlussprüfers Das für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt TEUR 40. Ans VII Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird gemäß §§ 290 ff. HGB in den Konzernabschluss der Vantage Specialties Germany GmbH, Leuna, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, sowie in den Konzernabschluss der Vantage Specialty Chemicals Inc., Chicago, Illinois/USA, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss der Vantage Specialties Germany GmbH, Leuna, ist beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers einzureichen und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt machen zu lassen. VIII Geschäftsführung Als Geschäftsführer bestellt sind/waren:
Da nur zwei Geschäftsführer Bezüge von der Gesellschaft erhalten haben, wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB auf eine Angabe verzichtet.
Leuna, 22. April 2024 Stefan Grabowski, Geschäftsführer Anlagegitter 2023
Lagebericht 20231 Grundlagen der Gesellschaft 1.1 Geschäftsmodell Gegenstand der wirtschaftlichen Tätigkeit der Vantage Leuna GmbH ist die Herstellung und der Vertrieb von chemischen Produkten, insbesondere von oberflächenaktiven Substanzen einschließlich der dazu gehörigen Roh- und Hilfsstoffe sowie die Vornahme aller sonstigen hiermit zusammenhängenden Geschäfte. Absatzmärkte bestehen im Inland (38,2 %) und im Ausland (61,8 %). 1.2 Ziele und Strategien Die Vantage Leuna GmbH plant die Fortsetzung des Wachstums im Bereich der Spezialchemikalien mit einem klaren Fokus auf die Personal- & Home Care Industrie und eine weitere Verbesserung der Margen bei den Commodity-Produkten. 2 Wirtschaftsbericht 2.0 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland war im Jahr 2023 weiterhin geprägt von den Folgen des Kriegs in der Ukraine wie den extremen Energiepreiserhöhungen und der daraus resultierenden höheren Inflation. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund steigender Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die Produktion der chemisch-pharmazeutischen Industrie in Deutschland ist nach Angaben des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) um 8 % zurückgegangen, wobei die Umsätze aus dem Inland um 16 % und aus dem Ausland um 10 % gesunken sind. 2.1 Geschäftsverlauf Entsprechend der gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen hatte die Gesellschaft in 2023 einen deutlichen Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Dieser Umsatzrückgang war vor allem durch eine Abschwächung der Nachfrage sowie einen Bestandsabbau der Kunden getrieben. Die Nachfrage nach Chemieprodukten am Markt hat sich erst im Laufe des Berichtsjahres verbessert. Die prozentuale Marge konnte im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden, absolut ist diese aber durch eine geringere Verkaufsmenge zurückgegangen. Die Gesellschaft hat im Rahmen eines Ergebnisabführungsvertrags verpflichtet, den gesamten erwirtschafteten Gewinn an den Organträger, die Vantage Specialties Germany GmbH, abzuführen. Gleichzeitig werden Verluste durch die Muttergesellschaft übernommen. Arbeits- und Gesundheitsschutz, Anlagensicherheit, Umweltschutz und Gesetzeskonformität haben höchste Priorität bei Vantage. Das Unternehmen investiert kontinuierlich in Prävention, stellt Mittel und Ressourcen zur Verfügung zur kontinuierlichen Verbesserung der Sicherheitsleistung. Sicheres Arbeiten und aktive Gefahrenabwehr sind tief eingebettet in die täglichen Abläufe, z.B. die Untersuchung von Beinaheunfällen und die Implementierung daraus abgeleiteter Korrekturmaßnahmen sowie die systematische Verbesserung von Ordnung und Sauberkeit. Die Wirksamkeit dieser Initiativen führte zu greifbaren Erfolgen. Erstmals in der Geschichte von Vantage Leuna konnte das Kalenderjahr 2023 mit null meldepflichtigen Arbeitsunfällen abgeschlossen werden. Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse fielen im Berichtsjahr um 38,1% auf TEUR 57.850 (VJ. TEUR 93.348). Der Umsatzrückgang resultiert im Wesentlichen aus dem Inlandsgeschäft. Das Inlandsvolumen betrug TEUR 22.088 (VJ. TEUR 37.966). Die Inlandsquote reduzierte sich damit um 2,6 % auf 38,2 % (VJ. 40,8 %). 2.2 Lage a) Ertragslage Die Ertragslage hat sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr wie folgt entwickelt: Ertragslage
Die Gesamtleistung ist um TEUR 41.441 zum Vorjahr gefallen, wobei der betriebliche Aufwand bezogen auf die Gesamtleistung von 86,9 % auf 102,0 % gestiegen ist. Die Gesamtleistung ist um 42,6 % gefallen, während der Materialaufwand aufgrund der Beruhigung auf dem Rohstoffmarkt und angepasster Beschaffungsstrategien insgesamt auf 46,8 % zurückgegangen ist. In der Gesamtleistung enthalten sind Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von TEUR 196 Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 10 und Erträge aus Lohnkostenzuschüssen Arbeitnehmer in Höhe von TEUR 37 enthalten. Der Personalaufwand ist insgesamt um 16,3 % gestiegen. Dies resultiert vornehmlich aus vorgenommenen Tarifanpassungen, aus ausgezahlten Boni und Abfindungen aufgrund einvernehmlicher Aufhebung von Arbeitsverträgen. Der sonstige Betriebsbedarf stellt im Wesentlichen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen dar. b) Finanzlage ba) Kapitalstruktur Kapitalstruktur
Die Kapitalstruktur ist im Wesentlichen durch das Eigenkapital gekennzeichnet. Die Eigenkapitalquote hat sich gegenüber dem Vorjahr verbessert, da die Gesellschaft das in 2022 kurzfristig bei der Vantage Specialties Germany GmbH (100 % Muttergesellschaft) aufgenommene Darlehen zurückgeführt hat. bb) Investitionen Das Projekt zur Erweiterung der NMT-Produktion wurde weiter erfolgreich vorangetrieben, allerdings aufgrund der wirtschaftlichen Gesamtsituation verlangsamt. Alle abgeschlossenen Investitionsmaßnahmen wurden ausschließlich aus finanziellen Mitteln der Gesellschaft finanziert. c) Vermögenslage Vermögenslage
Der Anstieg des Netto-Anlagevermögens resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg der Anlagen im Bau und dem Fortschritt der NMT-Erweiterung. Der Vorratsbestand wurde im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.656 reduziert. Dies ist auf die Bewertung des Lagerbestandes und die Entwicklung der Rohstoffpreise im Jahr 2023 zurückzuführen und nicht ausschließlich auf eine Volumen-Reduzierung. Ein weiterer Faktor für die Reduzierung des Bestandes ist die Reduzierung der unterwegs befindlichen Waren im Vergleich zum Vorjahr. Die kurzfristigen Forderungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 8.932 reduziert. Dies ist auf den Rückgang der Verkaufspreise im Geschäftsjahr 2023 im Zusammenspiel mit reduzierten Beschaffungskosten und dem Umsatzrückgang zurückzuführen. 2.3 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren a) finanzielle Leistungsindikatoren Aufgrund der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung und dem dadurch bedingten Rückgang des Kundenbedarfs konnte das Budget für das Jahr 2023 nicht erreicht werden. Der Umsatzrückgang fiel mit 38 % stärker aus, als prognostiziert (-32 %), ebenfalls sank der Roherlös mit 36 % stärker als prognostiziert (-10 %). Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet die Gesellschaft durch Vertriebsoptimierungen und einer Erholung der Gesamtwirtschaft mit einer Umsatzsteigerung um 37 %. b) nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Arbeits- und Umweltschutz sind wesentliche Bestandteile einer erfolgreichen und nachhaltigen Geschäftsaktivität und genießen deshalb bei Vantage Leuna GmbH höchste Aufmerksamkeit. Signifikante personellen und finanziellen Ressourcen wurden im Jahr 2023 genutzt, um Maßnahmen zur Verbesserung der Luft- und Wasserreinhaltung zu beginnen. Es handelt sich um Projekte, die weit in das Geschäftsjahr 2024 hineinreichen werden. Der Bereich Arbeitsschutz hat ein umfangreiches Programm umgesetzt. Dazu gehörten Ausbildungsmaßnahmen, Risikoanalysen und Verbesserungen beim Brandschutz. Das Niveau der meldepflichtigen Unfälle konnte im Jahr 2023 verbessert werden und das Ziel "Null meldepflichtige Unfälle" wurde erreicht. 2.4 Gesamtaussage Die Prognosen des Vorjahres zur Entwicklung der wesentlichen Indikatoren sind in 2023 teilweise erreicht worden. Die Umsatz- und Mengenentwicklung blieben jedoch hinter den Erwartungen bedingt durch die gesamtwirtschaftliche Lage zurück. 3 Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Risikobericht Absatzmarktrisiken sieht die Gesellschaft in Überkapazitäten in den einzelnen Bereichen. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft durch Anpassung der Produktionskapazitäten sowie durch intensives Bearbeiten von Wachstumsmärkten. Beschaffungsmarktrisiken sieht die Geschäftsführung in der Entwicklung der Rohstoff- und Energiepreise sowie Engpässen in der Verfügbarkeit bestimmter Rohstoffe (z. B. Transportverzögerungen aufgrund Streiks in bestimmten Branchen). Die Gesellschaft hat sich im Rohstoff- und Energieeinkauf so aufgestellt, dass sie im Auf- wie im Abschwung der wirtschaftlichen Entwicklung die Risiken gut steuern können. Sollte sich die Weltwirtschaft deutlich abschwächen, sind Verträge bei wichtigen Rohstoffen so angelegt, dass Abnahmemengen flexibel angepasst werden können und, wo immer es geht, durch entsprechende Preismodelle von niedrigeren Preisen profitieren. Sollte die Weltwirtschaft unerwartet stark wachsen, ist die Gesellschaft bei den Mengen so abgesichert, dass keine größeren Risiken in der Rohstoffversorgung bestehen. Die Preise können in solchen Situationen zwar deutlich ansteigen. Erfahrungsgemäß bestehen dann aber auch Chancen, diese Mehrkosten durch höhere Verkaufspreise für die eigenen Produkte zumindest teilweise auszugleichen Aufgrund des internationalen Geschäfts können sich vielfältige rechtliche Risiken ergeben. Diesen Risiken wird durch ein zentrales Vertragsmanagement begegnet. Falls erforderlich greift die Gesellschaft auf externe Rechtsexperten zurück. Zurzeit sehen wir keine Rechtsstreitigkeiten oder andere rechtliche Risiken, die das Geschäft erheblich negativ beeinflussen könnten. Währungsrisiken entstehen im Wesentlichen durch Wechselkursschwankungen bei Forderungen, Verbindlichkeiten, Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten, die nicht in Euro gehalten werden. Das Währungsrisiko ist insbesondere für den US-Dollar bedeutsam. Das Risiko auf das Geschäftsergebnis schätzt die Geschäftsführung als insgesamt mäßig ein. Im personellen Bereich stellt der allgemeine Fachkräftemangel ein Risiko in der Planbarkeit verfügbarer Ressourcen im Bereich der eigenen Mitarbeiter wie auch der Kontraktoren dar. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft mit Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber (Anpassung an Tarifbedingungen) und der Implementierung aktiven Nachfolge- und Entwicklungsplanung. 3.2 Chancenbericht Anionischen Tenside, wie unsere Taurate, werden als Rohstoff für Handwaschprodukte eingesetzt. Diese Produktgruppe wächst weiterhin global deutlich überproportional. Deshalb hat das Unternehmen in diesem Bereich weitere Kapazitätserweiterungen initiiert. Durch gezielte Preismaßnahmen werden wir auch das Margenniveau weiter verbessern. Im Bereich Anlagenoptimierung werden verschiedene Optimierungsprojekte gestartet, welche sich positiv auf die Kostenentwicklung im Bereich Instandhaltung sowie auf die Anlagenauslastung und Produktqualität auswirken sollen. Im Bereich Operations wurden Maßnahmen zur Effizienzsteigerung eingeleitet. Die Abteilung Instandhaltung wurde organisatorisch neu aufgestellt. Ein Projekt mit der Beratungsfirma T.A. Cook wurde umgesetzt, um den Arbeitsprozess in der Instandhaltung besser planbar und kosteneffizienter zu gestalten. Die erwarteten Einsparungen bei Fremdfirmenleistungen sind in das Budget 2024 eingeflossen. Die Digitalisierung von Arbeitsprozessen wurde vorangetrieben durch Beschaffung von Softwarelösungen im Bereich Instandhaltung, Rechtskataster, Mitarbeiterschulung und Prozessdatenerfassung. Die Konfiguration ist nahezu abgeschlossen und im Q1/2024 ist der Roll-out geplant. Die strategischen Projektaktivitäten wurden im neuen Team Engineering&Improvement gebündelt. 3.2 Prognosebericht Die wirtschaftliche Entwicklung in den für unser Geschäft bedeutenden Branchen wird im Jahr 2024 weiterhin unter dem Einfluss der multiplen globalen Krisen sowie einer generellen Abkühlung der Weltkonjunktur stehen. Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) erwartet für 2024 einen erneuten Produktionsrückgang der chemischen Industrie von 1,0 % und einen Umsatzrückgang von 5,0 %. Durch eine Fokussierung auf die oben erwähnten Chancen hat die Gesellschaft eine Umsatzsteigerung deutlich oberhalb des Marktwachstums budgetiert bei einer gleichzeitig stabilen prozentualen Marge, sodass die absolute Marge bei höheren Mengen und Umsätzen zu einem höheren Betriebsergebnis führen soll. Nachdem die produzierte Menge am Standort Leuna im Jahr 2023 nur ca. 50 % der Mengen in 2022 betrug, erwartet die Gesellschaft für 2024 dank der verstärkten kommerziellen Aktivitäten einen Mengenanstieg auf ca. 70-75 % verglichen mit 2022. Vantage hält an der langfristigen Wachstumsperspektive für den Standort Leuna fest. Dementsprechend stehen auch im Jahr 2024 umfangreiche Investitionsvorhaben im Plan. Während die Fertigstellung der Kapazitätserweiterung der NMT-Anlage auf Anfang 2025 verschoben wurde, liegt der Schwerpunkt der Projekte 2024 im Bereich der Modernisierung und dem Upgrade der Sicherheits- und Umwelttechnik sowie in der Konzeptentwicklung für Effizienzmaßnahmen wie z.B. Erhöhung des Automatisierungsgrads sowie Rohstoff- und Energieeffizienz. Trotz des schwierigen Marktumfeldes geht die Vantage Leuna GmbH für 2024 von einem erfolgreichen Geschäftsverlauf und einem positiven Jahresergebnis vor Ergebnisabführung aus.
Leuna, 22. April 2024 Stefan Grabowski, Geschäftsführer |
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