COOLINN GmbH
Selbe AdresseWärme- und Kältehandel
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Iveta Cabajova seit 21.5.2025 | Geschäftsführer |
Stephan Sieber seit 17.9.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 0.18% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Bock Capital EU Luxembourg Marvel S.à r.l. | 37.81% |
| 29.89% | |
Daisy Chain Holding Ltd. | 9.32% |
Golden Pond Assets Ltds. | 9.32% |
LEA Mittelstandspartner II GmbH & Co. KG geschlossene Investmentkommanditgesellschaft | 5.07% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
13 Gesellschafter
GmbH-Struktur
5 von 13 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Chaos Software Holding GmbH (vormals: SCUR-Alpha 1413 GmbH)MünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Inhaltsverzeichnis Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers Rechnungslegung Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt Hinweis: Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständischen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt. Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung gemäß § 325 HGB verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk bestimmt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Chaos Software Holding GmbH (vormals: SCUR-Alpha 1413 GmbH) PrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der Chaos Software Holding GmbH, Karlsruhe und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Kapitalflussrechnung und der Veränderung des Konzern-Eigenkapitals für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Chaos Software Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Stuttgart, 27. Mai 2024 EY
GmbH & Co. KG
Maurer, Wirtschaftsprüfer Ilg, Wirtschaftsprüfer Inhalt Konzern-Gesamtergebnisrechnung Konzern-Bilanz Konzern-Kapitalflussrechnung Veränderung des Konzern-Eigenkapitals Konzernanhang Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und 2022Gesamtergebnisrechnung
Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2023 und zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern-Kapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 und 2022
Veränderung des Konzern-Eigenkapitals für die Zeit vom 1. Januar 2022 bis 31. Dezember 2023Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital
Konzern-AnhangInhalt Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 2023 Grundlagen Noch nicht in Kraft getretene Rechnungslegungsmethoden Zusammenfassung der wesentlichen Rechnungslegungsmethoden Konsolidierungsgrundsätze Bewertungsgrundsätze Ermessensentscheidungen und Schätzungen Schätzung des beizulegenden Zeitwerts Fremdwährungsumrechnung Zahlungsmittel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Vorräte Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten Sachanlagen Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten Leasingverhältnisse Finanzverbindlichkeiten Rückstellungen Umsatzabgrenzungsposten Leistungen an Arbeitnehmer Eventualverbindlichkeiten Steuern Umsatzerlöse Zuwendungen der öffentlichen Hand Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Konzernstruktur und Erwerb von Tochterunternehmen Konzernstruktur Unternehmenserwerb im Jahr 2023 Unternehmenserwerbe im Jahr 2022 Änderungen innerhalb der Konzernstruktur Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung [1] Umsatzerlöse [2] Sonstige Erträge [3] Materialaufwand [4] Personalaufwand [5] Abschreibungen [6] Sonstige Aufwendungen [7] Finanzergebnis [8] Steuern Erläuterungen zur Konzern-Bilanz [9] Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte [10] Geschäfts- oder Firmenwerte [11] Leasingverhältnisse [12] Sachanlagen [13] Finanzielle Vermögenswerte [14] Sonstige Vermögenswerte [15] Forderungen aus Lieferungen und Leistungen [16] Zahlungsmittel [17] Eigenkapital [18] Finanzielle Verbindlichkeiten [19] Rückstellungen [20] Abgegrenzte Schulden und sonstige Verbindlichkeiten [21] Abgegrenzte Umsatzerlöse [22] Finanzinstrumente [23] Angaben zur Kapitalflussrechnung [24] Finanzielle Verpflichtungen [25] Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen [26] Sonstige Informationen [27] Ereignisse nach dem Bilanzstichtag [28] Aufstellung der Konzernunternehmen der Chaos Group [29] Organe der Gesellschaft Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 2023GrundlagenDie Chaos Software Holding GmbH (vormals SCUR Alpha 1413 GmbH) ist das oberste Mutterunternehmen der Chaos Gruppe (vormals SCUR Gruppe). Die Gesellschaft mit Hauptsitz an der RaumFabrik 33b, 76227 Karlsruhe, ist im Handelsregister München unter HRB 270142 eingetragen. Die Gruppe ist ein weltweit führender Entwickler und Anbieter von Softwarelösungen in den Bereichen 3D-Visualisierung Software mit Schwerpunkten auf der Film- und Architekturbranche. Der Konzernabschluss der Chaos Software Holding GmbH zum 31. Dezember 2023 umfasst die Chaos Software Holding GmbH und ihre Tochterunternehmen und wird in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) zum 31. Dezember 2023 anzuwenden sind, und den ergänzenden nach § 315e Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften, erstellt. Die Chaos Software Holding GmbH erstellt und veröffentlicht ihren Konzernabschluss in Euro. Die Angaben im Konzernabschluss erfolgen grundsätzlich, sofern nichts anderes angegeben ist, in TEUR (Tausend €, T€). Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. In diesem Kontext ist zu berücksichtigen, dass der Verlust für das Jahr 2023 ist weiterhin von Sondereffekten geprägt ist. Das negative Betriebsergebnis wird nach wie vor im Wesentlichen durch die hohen Abschreibungen aus den Unternehmensakquisitionen 2022, sowie Einmaleffekten (Kosten für Post-Merger-Integration und damit im Zusammenhang stehende Beratungsleistungen) beeinflusst. Der Cash Flow aus der operativen Tätigkeit ist im Geschäftsjahr deutlich positiv. Dieser Cash Flow wurde teilweise zur Rückzahlung von gestundeten Kaufpreiszahlungen sowie für weitere Akquisitionen im laufenden Geschäftsjahr (AXYZ) sowie der Bedienung der Fremdkapitalzinsen verwandt. Die Finanzierung des Konzerns ist weiterhin gesichert - ebenso werden die vereinbarten Covenants regelmäßig eingehalten. Für die Zukunft wird mit einem weiterhin stark steigenden Operating Cash Flow gerechnet, resultierend aus einem Anstieg des operativen Ergebnisses. Gleichzeitig wird ein Cash Flow aus der Finanzierungtätigkeit auf etwa gleichbleibendem Niveau erwartet. Die Geschäftsführung sieht aufgrund der Unternehmensplanung sowie der oben genannten Faktoren kein Going-Concern-Problem. Noch nicht in Kraft getretene RechnungslegungsmethodenDie folgenden Standards und Änderungen bestehender Standards, die zum ersten Mal für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen, obligatorisch sind, aber keine oder keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzern haben, wurden vom Konzern angewendet:
Die erstmalige Anwendung der oben aufgeführten Rechnungslegungsvorschriften hatte keinen, bzw. keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-Finanz- und Ertragslage. Die folgenden Standards und Änderungen bestehender Standards sind vom IASB verabschiedet worden, aber erst in späteren Geschäftsjahren anwendbar oder noch nicht in EU-Recht übernommen worden. Chaos macht von der Möglichkeit einer vorzeitigen Anwendung keinen Gebrauch.
Zusammenfassung der wesentlichen RechnungslegungsmethodenDer Konzernabschluss wird in Übereinstimmung mit den nachfolgenden Konsolidierungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden erstellt. Konsolidierungsgrundsätze Der Konzernabschluss umfasst mit Ausnahme der Golden Partners AD, Sofia/Bulgarien, alle Tochterunternehmen. Die Golden Partners AD befindet sich in Liquidation und ist für die Darstellung der Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung. Sie wird als Finanzbeteiligung im Abschluss ausgewiesen. Die Einzelabschlüsse der konsolidierten Unternehmen sind zum Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt. Eine Aufstellung des Anteilsbesitzes der Chaos Software Holding GmbH ist Abschnitt [28] beigefügt. Tochterunternehmen Tochterunternehmen sind sämtliche Unternehmen, über die die Chaos Beherrschung ausübt. Der Konzern beherrscht ein Unternehmen, wenn er schwankenden Renditen aus seinem Engagement bei dem Unternehmen ausgesetzt ist bzw. Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Renditen mittels seiner Verfügungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Die Abschlüsse von Tochterunternehmen sind im Konzernabschluss ab dem Zeitpunkt enthalten, an dem die Beherrschung beginnt, und bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung endet. Die Bilanzierung eines Unternehmenserwerbs erfolgt nach der Erwerbsmethode, die eine Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden zum beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung vorsieht. Die Kaufpreisaufteilung wesentlicher Akquisitionen erfolgt durch externe, unabhängige Gutachter. Die damit zusammenhängenden Bewertungen basieren auf dem Kenntnisstand zum Erwerbszeitpunkt. Mit dem Unternehmenserwerb in Zusammenhang stehende Anschaffungsnebenkosten werden als Aufwand in den Perioden erfasst, in denen sie anfallen. Die erstmalige Bilanzierung eines Unternehmenserwerbs enthält die beizulegenden Zeitwerte jeglicher angesetzten Vermögenswerte oder Schulden, die aus einer bedingten Gegenleistungsvereinbarung resultieren. Der zum Erwerbszeitpunkt geltende beizulegende Zeitwert der bedingten Gegenleistung wird als Teil der für das erworbene Unternehmen übertragenen Gegenleistung bilanziert. Die bedingte Gegenleistung wird als finanzielle Verbindlichkeit in den Folgeperioden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich als Überschuss der Summe aus der übertragenen Gegenleistung, dem Betrag der nicht beherrschenden Anteile am erworbenen Unternehmen sowie dem beizulegenden Zeitwert des zuvor vom Erwerber gehaltenen Eigenkapitalanteils an dem erworbenen Unternehmen über das zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen. Ist der Wert der übertragenen Gegenleistung geringer als das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Nettovermögen des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag, nach nochmaliger Überprüfung der Kaufpreisallokation, unmittelbar erfolgswirksam erfasst. BewertungsgrundsätzeNachfolgend werden die bedeutendsten Folgebewertungsgrundsätze dargestellt.
Die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten erfolgt gemäß IFRS 9. Marktübliche Erwerbe und Veräußerungen von finanziellen Vermögenswerten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz zum Handels- oder Erfüllungstag erfasst und zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Rahmen der Folgebewertung werden finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten oder als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert klassifiziert. Die Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte, die keine Eigenkapitalinstrumente sind, hängt von zwei Faktoren ab, die bei Zugang zu beurteilen sind: dem Geschäftsmodell, unter dem der finanzielle Vermögenswert gehalten wird, sowie den Zahlungsstrombedingungen des Instruments. Ein finanzieller Vermögenswert wird zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, wenn die Zahlungsströme des Instruments lediglich aus Zinszahlungen auf den Nominalbetrag und Tilgungen bestehen und das Instrument mit dem Zweck gehalten wird, die vertraglichen Zahlungsströme zu realisieren. Alle finanziellen Vermögenswerte, die nicht zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte stellt sich wie folgt dar:
Ermessensentscheidungen und SchätzungenDie Erstellung des Konzernabschlusses verlangt von der Geschäftsleitung Ermessensentscheidungen und Schätzungen, die die Anwendung von Rechnungslegungsmethoden und die ausgewiesenen Beträge der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen betreffen. Tatsächliche Ergebnisse können von diesen Schätzungen abweichen. Schätzungen und zugrunde liegende Annahmen werden laufend überprüft. Sofern verfügbar, verwendet die Geschäftsleitung externe Ressourcen wie Marktstudien, um die zugrunde liegenden Annahmen zu untermauern. Überarbeitungen von Schätzungen werden prospektiv erfasst. Informationen über Annahmen und Schätzungsunsicherheiten zum 31. Dezember 2023, durch die ein beträchtliches Risiko entstehen kann, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte der ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden erforderlich wird, sind in den nachstehenden Anhangangaben enthalten:
Schätzung des beizulegenden ZeitwertsFür Finanzinstrumente, die in der Bilanz zum beizulegenden Zeitwert erfasst sind, sieht IFRS-7-Angaben anhand einer hierarchischen Einstufung gemäß IFRS 13 vor. Die hierarchische Einstufung umfasst die folgenden drei Stufen:
Für Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die im Konzernabschluss wiederkehrend zum beizulegenden Zeitwert erfasst werden, legt der Konzern am Ende jedes Berichtszeitraums auf Basis einer Neueinschätzung der Kategorisierung fest, ob Änderungen in den Hierarchiestufen eingetreten sind. Zinscaps und Kündigungsoptionen werden unter Verwendung eines Optionspreismodells unter Berücksichtigung von Marktvolatilitäten bewertet. Der beizulegende Zeitwert der zu Stufe 2 zugeordneten Schuldinstrumente und Derivate werden als Barwert der mit den Schulden verbundenen Zahlungen auf Grundlage der kurzfristigen Zinsertragskurve und der Credit-Default-Kurve vergleichbarer Unternehmen bewertet. Die Bewertung der bedingten Gegenleistung aus einem Unternehmenserwerb erfolgt unter Anwendung eines Optionspreismodells und stellt einen beizulegenden Zeitwert Stufe 3 dar. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und -äquivalente haben grundsätzlich alle kurzfristigen Fälligkeiten. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige finanzielle Verbindlichkeiten und andere nichtfinanzielle Verbindlichkeiten haben ebenfalls kurzfristige Fälligkeiten. Aus diesem Grund entspricht der Buchwert zum Abschlussstichtag nahezu ihrem beizulegenden Zeitwert. Der beizulegende Zeitwert der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, für die der beizulegende Zeitwert dennoch anzugeben ist, sind in Stufe 2 der Bewertungshierarchie eingestuft. Die beizulegenden Zeitwerte werden in Übereinstimmung mit anerkannten Bewertungsmodellen basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen ermittelt. Der bedeutendste Inputfaktor ist der Diskontierungszins, der das Kreditrisiko von Vertragsparteien widerspiegelt. FremdwährungsumrechnungFunktionale Währung und Darstellungswährung Die in den Abschlüssen der Konzernunternehmen enthaltenen Posten werden in der Währung des jeweiligen primären Wirtschaftsumfelds, in dem das Unternehmen tätig ist, bewertet (funktionale Währung). Bei den Konzernunternehmen entspricht die funktionale Währung der des Sitzstaates der jeweiligen Gesellschaft. Der Konzernabschluss wird in Euro, der Darstellungswährung des Konzerns, aufgestellt. Konzernunternehmen Die Bilanzen, Gesamtergebnisrechnungen und Kapitalflussrechnungen der Konzernunternehmen, deren funktionale Währung nicht dem Euro entspricht, werden wie folgt in die Darstellungswährung umgerechnet:
Transaktionen und Salden Fremdwährungstransaktionen werden zu den am Tag des Geschäftsvorfalls geltenden Wechselkursen in die funktionale Währung umgerechnet. Neubewertungen werden mit den am Tag der Neubewertung geltenden Wechselkursen umgerechnet. Währungsgewinne und -verluste, die sich aus der Abwicklung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung monetärer Posten zum Stichtagskurs ergeben, werden ergebniswirksam erfasst. Zahlungsmittel Zahlungsmittel umfassen den Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten. Nicht zur Verfügung stehende Zahlungsmittel aus Mietkautionen werden als sonstige finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen. Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung umfassen die Zahlungsmittel Kassenbestände, Guthaben bei Kreditinstituten und kurzfristige Einlagen abzüglich ausstehender Kontokorrentkredite. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit dem Transaktionspreis erfasst, der den Betrag der vom Konzern erwarteten Gegenleistung für die Lieferung von Waren und Dienstleistungen an Kunden darstellt. Beträge, die für fremde Dritte eingezogen werden, sind darin nicht enthalten. Die Folgebewertung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Vorräte Vorräte umfassen im Wesentlichen Hardware. Sie werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten für den Vertrieb. Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten Für finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ermitteln sich die Wertminderungen gemäß IFRS 9 Finanzinstrumente. Für die Ermittlung sieht der Standard neben der Berücksichtigung von historischen Daten auch den Einfluss von zukünftigen Erwartungen und Prognosen vor (Modell der erwarteten Verluste). Der Konzern bemisst die Wertberichtigungen in Höhe der über die Laufzeit zu erwartenden Kreditverluste, außer für die folgenden Wertberichtigungen, die in Höhe des erwarteten Zwölf-Monats-Kreditverlusts bemessen werden:
Wertminderungen werden, sofern wesentlich, in Höhe der erwarteten Zwölf-Monats-Kreditverluste erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den sonstigen finanziellen Aufwendungen ausgewiesen. Sollte seit dem erstmaligen Ansatz der Vermögenswerte eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos eingetreten sein, werden Wertberichtigungen für Kreditverluste gebildet, die für die gesamte Restlaufzeit erwartet werden. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wendet der Konzern das vereinfachte Modell an, wonach die erwarteten Verluste über die gesamte Restlaufzeit bemessen werden. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ermittelt der Chaos Konzern zu jedem Stichtag eine Ausfallquote auf der Basis der historischen Ausfälle und passt diese, sofern erforderlich, um erwartete zukünftige Entwicklungen, insbesondere Erwartungen hinsichtlich der Bonitäten und dem Zahlungsverhalten größerer Kunden, an. Das Management beurteilt regelmäßig, ob angemessene und belastbare qualitative Informationen vorliegen, um die historischen Ausfallquoten mithilfe zukunftsorientierter Informationen anzupassen. Die Prozentsätze werden regelmäßig überprüft, um zu gewährleisten, dass die aktuellen Kreditrisiken reflektiert sind. Sofern objektive Hinweise vorliegen, dass Forderungen eines Kunden wertgemindert sind, erfolgt eine detaillierte Analyse des Kreditrisikos, um eine angemessene Einzelwertberichtigung zu berücksichtigen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gelten als uneinbringlich, wenn erwartet wird, dass der Kunde seinen Kreditverpflichtungen gegenüber Chaos nicht nachkommen kann. Forderungen, die mehr als 180 Tagen überfällig sind, sieht der Konzern als credit-impaired an. Wertminderungen und deren Veränderungen weist der Konzern unter den sonstigen Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Für sonstige finanzielle Vermögenswerte wendet Chaos das allgemeine Wertminderungsmodell gemäß IFRS 9 an. SachanlagenSachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten umfassen alle direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert in den vom Management beabsichtigten Zustand zu versetzen. Die Abschreibungen werden mit Ausnahme von Anlagen im Bau über die geschätzte Nutzungsdauer linear unter Berücksichtigung eines möglichen Restwerts erfasst. Jeder Teil einer Sachanlage mit einem bedeutsamen Anschaffungswert im Verhältnis zum Gesamtwert des Gegenstands wird getrennt abgeschrieben. Den planmäßigen linearen Abschreibungen liegen die folgenden geschätzten Nutzungsdauern zugrunde:
Ausgaben für Reparaturen und Wartung werden sofort aufwandswirksam erfasst. Erneuerungen und Verbesserungen werden separat aktiviert und abgeschrieben, wenn die Ansatzkriterien erfüllt sind. Gewinne oder Verluste aus dem Verkauf einer Sachanlage bestimmen sich als Differenz zwischen dem Veräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts und werden in den sonstigen Erträgen / Aufwendungen erfasst. Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder FirmenwerteGeschäfts- oder Firmenwerte Der Geschäfts- oder Firmenwert ist der Betrag, um den die Kosten für den Erwerb eines Tochterunternehmens den beizulegenden Zeitwert des Konzernanteils am identifizierbaren Nettovermögen zum Erwerbszeitpunkt übersteigen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird jährlich auf Wertminderung überprüft und zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungen erfasst. Ein für den Geschäfts oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den folgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden. Gewinne und Verluste aus der Veräußerung eines Unternehmens beinhalten den Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts des veräußerten Unternehmens. Im Rahmen der Wertminderungsprüfung wird der Geschäfts- oder Firmenwert den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGEs) zugeordnet. Die Gruppe umfasst zwei zahlungsmittelgenerierende Einheiten: "AEC and M&E" sowie Cylindo. Die bisherigen Geschäftsbereiche Chaos und Enscape sind in dem neuen Geschäftsbereich "AEC and M&E" aufgegangen (Architecture, Engineering, Construction and Media & Entertainment). In diesem Geschäftsbereich werden sowohl die Entwicklung als auch der Vertrieb der Produkte Enscape, V-Ray sowie Corona in einer gemeinsamen Struktur zusammengefasst. Die Vertriebsstruktur, Marketing, Produktmanagement, Entwicklung und Administration wurde vollständig über Chaos und Enscape hinweg integriert, so dass ein separates Reporting nicht mehr erfolgt. Ein Geschäfts- oder Firmenwert, der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworben wurde, wird den ZGEs oder Gruppen von ZGEs zugeordnet, von denen erwartet wird, dass sie einen Nutzen aus den Synergien des Zusammenschlusses ziehen. Immaterielle Vermögenswerte (ausgenommen Geschäftsund Firmenwerte) Separat erworbene immaterielle Vermögenswerte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden, werden zum beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt angesetzt. Immaterielle Vermögenswerte mit einer begrenzten Nutzungsdauer werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer und immaterielle Vermögenswerte, die sich noch nicht in einem nutzungsbereiten Zustand befinden, werden nicht amortisiert, sondern jährlich auf Wertminderung überprüft. Bei sonstigen immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer erfolgt des Weiteren eine jährliche Überprüfung, ob für diese Vermögenswerte weiterhin die Ereignisse und Umstände, die zur Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer geführt haben, bestehen. Wie im Vorjahr waren keine immateriellen Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer im Konzern erfasst. Die immateriellen Vermögenswerte des Konzerns stellen keine qualifizierten Vermögenswerte nach IAS 23 dar, sodass die Anschaffungskosten keine zu aktivierenden Fremdkapitalkosten enthalten. Die Nutzungsdauern der im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen immateriellen Vermögenswerte basieren auf Schätzungen, die im Rahmen der Kaufpreisallokation ermittelt wurden. Die Nutzungsdauern werden an jedem Abschlussstichtag unter anderem unter Berücksichtigung des technologischen Wandels überprüft und gegebenenfalls angepasst. Bei den erworbenen immateriellen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um Markennamen, Technologie und Kundenstamm.
Entwicklungskosten Forschungskosten werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie anfallen. Kosten für Entwicklungsaktivitäten werden aktiviert, sofern sie verlässlich bewertbar sind, das Produkt oder der Prozess technisch sowie wirtschaftlich realisierbar und ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzenzufluss wahrscheinlich ist. Weitere Voraussetzungen sind die beabsichtigte Fertigstellung der Entwicklung auf der Basis ausreichender Ressourcen sowie die Nutzung bzw. der Verkauf der immateriellen Vermögenswerte. Im Geschäftsjahr 2023 und 2022 erfüllte keines der Entwicklungsprojekte die Aktivierungskriterien. Entwicklungskosten in Höhe von 22,6 Mio. EUR (Vorjahr: 23,8 Mio. EUR) wurden als Aufwand erfasst. Wertminderung von nicht finanziellen VermögenswertenVermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer Für Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer ist ein Wertminderungstest durchzuführen, falls Ereignisse oder Umstände auf eine Wertminderung hindeuten. Im Rahmen des Wertminderungstests wird der Buchwert des Vermögenswerts verglichen mit dem erzielbaren Betrag, der der höhere Betrag aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert ist. Der Nutzungswert ist der diskontierte Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsströme, die aus einer anhaltenden Nutzung des Vermögenswerts resultieren. Liegt eine Wertminderung vor, wird die Differenz zwischen dem Buchwert und dem erzielbaren Betrag als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Entfallen die Gründe für eine Wertminderung, wird die Wertminderung rückgängig gemacht. Diese Wertaufholung darf die fortgeführten Anschaffungskosten nicht überschreiten. Geschäfts- oder Firmenwert und andere Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer Für immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer, immaterielle Vermögenswerte und Anzahlungen auf solche, die sich noch nicht in einem nutzungsbereiten Zustand befinden, sowie Geschäfts- oder Firmenwerte wird zum 31. Dezember eines Geschäftsjahres die Werthaltigkeit überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls statt, wenn Ereignisse oder Umstände darauf hindeuten, dass der Wert im Laufe des Geschäftsjahres gemindert sein könnte. Entfallen die Gründe für eine Wertminderung, wird die Wertminderung rückgängig gemacht, sofern es sich nicht um Geschäfts- oder Firmenwerte handelt. Der erzielbare Betrag wird für jeden einzelnen Vermögenswert bestimmt, es sei denn, ein Vermögenswert generiert keine Cashflows, die weitestgehend unabhängig von denen anderer Vermögenswerte oder anderer Gruppen von Vermögenswerten sind. In diesem Fall wird die Werthaltigkeit für alle Vermögenswerte bestimmt, die einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit oder einer Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zuzurechnen sind. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswerts oder einer Gruppe von Vermögenswerten seinen erzielbaren Betrag, ist der Vermögenswert wertgemindert und wird auf seinen erzielbaren Betrag abgeschrieben. Chaos bestimmt den erzielbaren Betrag der jeweiligen Einheit, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet worden ist, anhand des Nutzungswerts. Der Nutzungswert wird unter Anwendung eines Diskontierungssatzes als Barwert der künftigen Zahlungsströme aus der fortgesetzten Nutzung dieser Einheit ermittelt. Die Bestimmung der künftigen Zahlungsströme und der diesen zugrunde liegenden Parameter wie Umsatzwachstum und EBITDA-Marge erfolgt auf der Grundlage von in der Vergangenheit erlangten Sachkenntnissen, den aktuellen wirtschaftlichen Ergebnissen und der vom Management genehmigten Planung über einen Zeitraum von fünf Jahren, welche die erwarteten zukünftigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen beinhaltet. Zahlungsströme für Zeiträume über den Planungshorizont hinaus werden mit der Methode der ewigen Rente geschätzt. Die dabei verwendeten Wachstumsraten berücksichtigen keine kapazitätserweiternden Investitionen, für die noch keine Mittelabflüsse stattgefunden haben. Die Planungen werden durch das stark wachsende Geschäft während der Detailplanungsperiode von fünf Jahren bestimmt. Der für die Abzinsung der künftigen Zahlungsströme erforderliche Diskontierungssatz wird aus den gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital - WACC) der betreffenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit nach Steuern ermittelt, die wiederum aus der Peer Group abgeleitet werden. Der gemäß IAS 36 relevante Vorsteuer-WACC wird unter Verwendung von typisierten Steuersätzen für jede zahlungsmittelgenerierende Einheit aus den künftigen Zahlungsströmen nach Steuern und dem Nachsteuer-WACC abgeleitet. Dabei wird der risikolose Zinssatz nach der Svensson-Methode unter Berücksichtigung von Risikozuschlägen (mit einem angewandten Floor von 0 %) und dem Beta sowie dem Verschuldungsgrad aus einer Gruppe von Vergleichsunternehmen abgeleitet. Der so geschätzte Diskontierungssatz spiegelt die gegenwärtigen Marktrenditen sowie die speziellen Risiken der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit wider. LeasingverhältnisseAls Leasingnehmer Der Konzern beurteilt bei Vertragsbeginn, ob ein Vertrag ein Leasingverhältnis beinhaltet. Ein Vertrag beinhaltet ein Leasingverhältnis, wenn er dazu berechtigt, die Nutzung eines identifizierbaren Vermögenswerts gegen Zahlung eines Entgelts für einen bestimmten Zeitraum zu kontrollieren. Bei Vertragsbeginn oder bei Vertragsänderungen trennt der Konzern jede Leasingkomponente von den Nichtleasingkomponenten auf der Basis der relativen Einzelveräußerungspreise. Für Fahrzeuge und Büroausstattung nimmt der Konzern Erleichterungswahlrechte in Anspruch, wonach er auf die Trennung verzichtet und die Leasing- und Nichtleasingkomponenten als eine einzige Leasingkomponente bilanziert. Am Bereitstellungsdatum des Vermögenswerts erfasst der Konzern ein Nutzungsrecht und eine Leasingverbindlichkeit. Das Nutzungsrecht wird beim erstmaligen Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Die Kosten umfassen den Betrag aus der erstmaligen Bewertung der Leasingverbindlichkeit, angepasst um Leasingzahlungen, die am oder vor dem Bereitstellungsdatum geleistet wurden, abzüglich erhaltener Leasinganreize und zuzüglich anfänglicher direkter Kosten. Die geschätzten Kosten für Demontage, Beseitigung oder Rückversetzung in den vereinbarten Zustand werden ebenfalls in die Kosten einbezogen. Im Rahmen der Folgebewertung wird das Nutzungsrecht linear über die Vertragslaufzeit, beginnend ab dem Bereitstellungsdatum, abgeschrieben. Sofern das Eigentum am Ende der Vertragslaufzeit auf den Konzern übergeht oder in den Anschaffungskosten des Nutzungsrechts eine Kaufoption berücksichtigt ist, erfolgt die Abschreibung über die Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswerts, die sich nach den für Sachanlagen gültigen Regelungen ermittelt. Darüber hinaus wird das Nutzungsrecht um Neubewertungen der Leasingverbindlichkeit und Wertminderungen, sofern gegeben, angepasst. Mietereinbauten erfasst der Konzern als Sachanlagevermögen. Bei der Berechnung des Barwerts der Leasingzahlungen verwendet der Konzern in der Regel seinen Grenzfremdkapitalzinssatz zum Bereitstellungsdatum, da der dem Leasingverhältnis zugrunde liegende Zinssatz nicht ohne Weiteres bestimmt werden kann. Folgende Zahlungen gehen in die Bewertung der Leasingverbindlichkeiten ein:
In der Folge wird die Leasingverbindlichkeit zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Die Verbindlichkeit wird neu bewertet, wenn sich die künftigen Zahlungen aufgrund einer Änderung an einem Index oder Zins, aufgrund einer Änderung der Einschätzung der unter Restwertgarantien zu zahlenden Beträge, aufgrund einer Änderung der Beurteilung hinsichtlich der Ausübung einer Kauf-, Verlängerungs- oder Kündigungsoption oder aufgrund einer Änderung von de facto festen Leasingzahlungen ändern. Die Neubewertung führt zu einer korrespondierenden Anpassung des Buchwerts des Nutzungsrechts. Sofern der Buchwert des Nutzungsrechts bereits auf null reduziert wurde, wird die Anpassung als Verlust erfasst. Der Konzern erfasst keine Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten für Leasingverhältnisse von geringem Wert sowie für kurzlaufende Leasingverhältnisse. Die Leasingzahlungen aus diesen Verträgen werden linear über die Laufzeit als Aufwand erfasst. FinanzverbindlichkeitenAlle Finanzverbindlichkeiten werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung abzüglich direkt zurechenbarer Transaktionskosten angesetzt. Nach dem Erstansatz werden Finanzverbindlichkeiten im Folgenden zu fortgeführten Anschaffungskosten, unter Verwendung der Effektivzinsmethode, bewertet. Die erfolgswirksame Amortisierung der Transaktionskosten ist in den Finanzaufwendungen enthalten. In den Finanzverbindlichkeiten werden sowohl Darlehen als auch Leasingverbindlichkeiten erfasst. Eine Finanzverbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die Verpflichtung erfüllt oder aufgehoben wurde oder ausgelaufen ist. Wenn eine bestehende Finanzverbindlichkeit vom Kreditgeber durch eine andere zu wesentlich abweichenden Bedingungen ersetzt oder die Bedingungen einer bestehenden Verbindlichkeit wesentlich verändert wurden, wird ein solcher Austausch oder eine solche Veränderung als Tilgung der ursprünglichen Verpflichtung mit dem Ansatz einer neuen Verbindlichkeit angesehen. Die Differenz der jeweiligen Buchwerte wird im Gewinn oder Verlust angesetzt. Der Konzern klassifiziert nicht-derivative finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten. Dies schließt insbesondere Darlehen sowie sonstige finanzielle Verbindlichkeiten ein, einschließlich Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Ansatz, Ausbuchung und Saldierung von nicht-derivativen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten Der Konzern setzt nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten zu dem Zeitpunkt, in dem die Konzerngesellschaft Vertragspartei des Finanzinstruments wird, an. Käufe und Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten werden am Handelstag erfasst. Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert aus, wenn die vertraglichen Rechte an den Mittelzuflüssen des Vermögenswertes auslaufen oder wenn er die Rechte zum Erhalt der vertraglichen Mittelzuflüsse in einer Transaktion überträgt, im Rahmen derer nahezu alle Risiken und Chancen aus dem Eigentum des finanziellen Vermögenswerts übertragen werden, oder er die Risiken und Chancen des Eigentums weder überträgt noch behält, er aber keine Kontrolle mehr über den übertragenen Vermögenswert hat. Alle Beteiligungen an einem so übertragenen finanziellen Vermögenswert, die durch den Konzern erstellt oder zurückbehalten wurden, werden als eigener Vermögenswert oder Verbindlichkeit angesetzt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zudem ausgebucht, wenn der Konzern nach angemessener Einschätzung nicht mehr davon ausgeht, dass die Forderung realisierbar ist. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden saldiert und der Nettobetrag nur dann in die Bilanz übernommen, wenn der Konzern das gesetzliche Recht zur Saldierung der Beträge hat und beabsichtigt, diese entweder auf Nettobasis zu begleichen oder gleichzeitig den Vermögenswert zu realisieren und die Verbindlichkeiten zu begleichen. Derivative Finanzinstrumente Der Konzern hält derivative Finanzinstrumente, um sich gegen Zinsänderungsrisiken abzusichern. Eingebettete Derivate werden vom Basisvertrag getrennt und separat erfasst, sofern bestimmte Kriterien erfüllt sind. Diese Kriterien beinhalten die Bedingungen, dass die wirtschaftlichen Risiken und Merkmale des eingebetteten Derivats nicht eng mit denen des Basisvertrages verbunden sind, dass ein eigenständiges Instrument mit den gleichen Vertragsbedingungen der Definition eines Derivats entspräche und dass das hybride (zusammengesetzte) Finanzinstrument nicht ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird. Derivate, die nicht einer effektiven Sicherungsbeziehung zugeordnet sind, werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Derivate werden beim Erstansatz zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Alle direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden nach Anfall im Gewinn oder Verlust berücksichtigt. In der Folge werden Derivate zum beizulegenden Zeitwert bewertet, und dessen Veränderungen werden grundsätzlich sofort im Gewinn oder Verlust zum Ansatz gebracht. Derivate werden als finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen, wenn der beizulegende Zeitwert positiv ist, und als finanzielle Verbindlichkeiten bei einem negativen beizulegenden Zeitwert. Rückstellungen Eine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses besitzt, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Rückstellungen, die nicht schon im Folgejahr zu einem Vermögensabfluss führen, werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. Sofern der Konzern für eine passivierte Rückstellung zumindest teilweise eine Rückerstattung erwartet (wie z. B. bei einem Versicherungsvertrag), wird die Erstattung als gesonderter Vermögenswert erfasst, sofern der Zufluss der Erstattung so gut wie sicher ist. Der Aufwand aus der Bildung der Rückstellung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung abzüglich der Erstattung ausgewiesen. Umsatzabgrenzungsposten Der Umsatzabgrenzungsposten betrifft die von Kunden bereits erhaltenen Anzahlungen, für die über einen bestimmten Zeitraum Umsatzerlöse realisiert werden. Die Anzahlungen werden als Erlöse erfasst, sobald der Konzern seine vertraglichen Verpflichtungen erfüllt (d. h. sobald er die Verfügungsgewalt über die entsprechenden Güter oder Dienstleistungen auf den Kunden überträgt). Siehe dazu das Kapitel Zusammenfassung der wesentlichen Rechnungslegungsgrundsätze - Umsatzerlöse. Leistungen an ArbeitnehmerKurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer Kurzfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer beinhalten nicht ausgezahlte Sozialversicherungsbeiträge sowie Urlaubs du Krankengeld. Sie werden als Verbindlichkeit mit dem erwartungsgemäß zu zahlenden Betrag angesetzt, sobald die mit ihnen verbundene Arbeitsleistung erbracht ist. Anteilsbasierte Vergütung durch ein von den Gesellschaftern beherrschtes Unternehmen (Management Beteiligungsgesellschaft), die als Ausgleich mit Eigenkapitalinstrumenten bilanziert werden Ein von den Gesellschaftern beherrschtes Unternehmen hat ausgewählten Führungskräften des Konzerns anteilsbasierte Vergütungen gewählt, die von benanntem Unternehmen entweder in bar (cash-settled) oder durch Übertragung von Eigenkapitalinstrumenten (equity-settled) erfüllt werden. Auch wenn in diesem Fall keine Gesellschaft des Konzerns der Chaos Software Holding GmbH gegenüber den Führungskräften zum Leisten einer anteilsbasierten Vergütung verpflichtet ist, bilanziert der Konzern für die Zusagen der Management Beteiligungsgesellschaft anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente. Da die Gesellschaften des Konzerns die Arbeitsleistung der Führungskräfte empfangen (und nicht die Management Beteiligungsgesellschaft bzw. die Gesellschafter), bilanziert der Konzern diese Transaktionen als solche mit einem Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente, unabhängig davon, in welcher Form (cash- oder equity-settled) die Vergütungszusagen durch die Management Beteiligungsgesellschaft bzw. der Gesellschafter gegenüber den Führungskräften erfüllt werden. Bilanzierung anteilsbasierter Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente Die Aufwendungen aus anteilsbasierten Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente werden anhand des beizulegenden Zeitwertes zum Tag der Gewährung ermittelt. Weitere Informationen hierzu sind Erläuterung 4 Personalaufwand zu entnehmen. Dienst- und Ausübungsbedingungen, die keine Marktbedingungen sind, werden bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwertes der Vergütungszusagen zum Tag der Gewährung nicht berücksichtigt. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Bedingungen erfüllt werden, wird jedoch im Rahmen der bestmöglichen Schätzung der Gesellschaft über die Anzahl der letztendlich ausübbaren Eigenkapitalinstrumente berücksichtigt. Ausführliche Informationen zu den Ausübungsbedingungen, die keine Marktbedingungen sind, sind Erläuterung 4 Personalaufwand zu entnehmen. Marktbedingungen fließen hingegen in den beizulegenden Zeitwert zum Tag der Gewährung ein. Andere mit einer Vergütungszusage verbundenen Bedingungen, die keine Dienst- und Ausübungsbedingungen sind, werden als Nicht-Ausübungsbedingungen behandelt. Nicht-Ausübungsbedingungen fließen in den beizulegenden Zeitwert einer Vergütungszusage am Tag der Gewährung ein und führen zu einer unmittelbaren aufwandswirksamen Erfassung einer Vergütungszusage, es sei denn, es bestehen zudem Dienst- und/oder Leistungsbedingungen. Erwerben die Führungskräfte bereits am Tag der Gewährung einen uneingeschränkten Anspruch auf die anteilsbasierte Vergütung, werden auch die Aufwendungen am Tag der Gewährung erfasst. Ansonsten erfolgt eine Erfassung über die Dienstzeit bzw. über den erwarteten Zeitraum, in dem die Leistungsbedingungen erfüllt werden (der Erdienungszeitraum), siehe Erläuterung 4 Personalaufwand. Der kumulierte Aufwand, der für Transaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente zu jedem Bilanzstichtag bis zum Eintritt der Unverfallbarkeit erfasst wird, spiegelt in diesem Fall den Umfang wider, in dem der zum Bilanzstichtag erwartete Erdienungszeitraum verstrichen ist sowie die bestmögliche Schätzung der Gesellschaft bezüglich der Anzahl der letztendlich ausübbaren Eigenkapitalinstrumente. Der im Berichtszeitraum erfasste Aufwand entspricht der Veränderung des kumulierten Aufwands zwischen dem Beginn und dem Ende der betreffenden Periode. In dem Umfang der Erfassung als Aufwand erhöht sich korrespondierend die Kapitalrücklage. Anteilsbasierte Vergütungen, die als anteilsbasierte Vergütung mit Barausgleich bilanziert werden Aufwendungen aus anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich werden durch Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum Bilanzstichtag ermittelt. Siehe Erläuterungen 4 Personalaufwand. Wenn Arbeitnehmer bereits zum Zeitpunkt der Gewährung einen unbedingten Anspruch auf aktienbasierte Vergütung mit Barausgleich erwerben, werden die damit verbundenen Aufwendungen ebenfalls zum Zeitpunkt der Gewährung erfasst. Andernfalls werden die Aufwendungen über den Dienstzeitraum, bzw. den Zeitraum, in dem die Leistungsbedingungen voraussichtlich erfüllt werden (Erdienungszeitraum), erfasst. Der Erdienungszeitraum umfasst den Zeitraum von Gewährung bis zur Unverfallbarkeit der Zusage. Der kumulierte Aufwand, der zu jedem Bilanzstichtag erfasst wird, spiegelt den Umfang wider, in dem der zum Bilanzstichtag erbrachte Erdienungszeitraum verstrichen ist. Dienst- und Ausübungsbedingungen, die keine Marktbedingungen sind, werden bei der Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts der Vergütungszusagen nicht berücksichtigt. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese Bedingungen erfüllt werden, wird jedoch im Rahmen der bestmöglichen Schätzung der Gesellschaft über die Anzahl der letztendlich ausübbaren virtuellen Eigenkapitalinstrumente berücksichtigt. Marktbedingungen fließen hingegen in den beizulegenden Zeitwert ein. Andere mit der Vergütungszusage verbundene Bedingungen, die keine Dienst- und Ausübungsbedingungen sind, werden als Nicht-Ausübungsbedingungen behandelt. Nicht-Ausübungsbedingungen fließen in den beizulegenden Zeitwert einer Vergütungszusage ein. Ermittlung Mitarbeitendenzahlen Die Anzahl der durchschnittlich beschäftigten Mitarbeitenden (Beschäftigte) wird anhand der jeweils zum Quartalsende beschäftigten Mitarbeitende ermittelt. Die Anzahl der Full Time Equivalents (FTE's) ermittelt sich aus der vertraglichen Arbeitszeit eines Mitarbeitenden durch die übliche Arbeitszeit eines Vollzeit-Erwerbstätigen. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses sind zu zahlen, wenn das Arbeitsverhältnis vor dem regulären Renteneintrittszeitpunkt durch den Konzern beendet wird oder wenn ein Arbeitnehmer im Austausch für die Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses einem Leistungsangebot zugestimmt hat. Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses werden zum früheren der folgenden Zeitpunkte als Aufwand erfasst
Ist bei Leistungen nicht zu erwarten, dass sie innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag vollständig abgegolten werden, werden sie abgezinst. Rückstellungen für andere langfristige Leistungen an Arbeitnehmer Rückstellungen für andere langfristige Leistungen an Arbeitnehmer wie Jubiläumsgelder werden zum Barwert der künftig an den Arbeitnehmer zu leistenden Zahlungen abzüglich etwaiger damit verbundener Vermögenswerte, bewertet zum Fair Value, angesetzt. Neubewertungen werden in der Periode im Gewinn oder Verlust erfasst, in der sie entstehen. Eventualverbindlichkeiten Eventualverbindlichkeiten sind mögliche Verpflichtungen, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse, die nicht vollständig der Kontrolle des Konzerns unterliegen, erst noch bestätigt wird. Eventualverbindlichkeiten werden nicht in der Konzernbilanz angesetzt, sondern im Konzernanhang ausgewiesen und beschrieben. SteuernLaufende Ertragsteuern Tatsächliche Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden werden in der Chaos Gruppe unter Anwendung der jeweiligen lokalen steuerlichen Vorschriften ermittelt. Bei dieser Ermittlung werden Schätzungen und Annahmen getroffen, die von den jeweiligen lokalen Steuerbehörden unter Umständen abweichend eingeschätzt werden können. Latente Steuern Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode auf alle zum Bilanzstichtag bestehenden temporären Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Konzern-Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz sowie auf Konsolidierungsmaßnahmen. Es werden keine Effekte aus latenten Steuern für einen steuerlich nicht abzugsfähigen Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuergesetze) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Zukünftige Steuersatzänderungen sind am Bilanzstichtag zu berücksichtigen, sofern materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind. Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndem Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndem Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht. UmsatzerlöseDie Bewertung von Umsatzerlösen basiert auf der im Vertrag mit einem Kunden vereinbarten Gegenleistung. Beträge, die für Dritte eingezogen werden, sind hiervon ausgenommen. Der Konzern realisiert Umsatzerlöse, wenn die Verfügungsgewalt über Güter oder Dienstleistungen auf den Kunden übertragen wird. Die Umsatzrealisierung erfolgt nach dem 5-Schritte-Modell zur Bestimmung von Höhe und Zeitpunkt der Umsatzerlöse. Die Höhe der Umsatzerlöse bemisst sich nach der Gegenleistung, die das Unternehmen vom Kunden erhält oder erhalten wird. Schritt 1: Identifizierung des Vertrags mit dem Kunden Ein Vertrag ist gemäß IFRS 15.10 eine Vereinbarung zwischen zwei oder mehreren Parteien, die durchsetzbare Rechte und Pflichten begründet. Zudem muss diese Vereinbarung gemäß IFRS 15.6 mit Kunden, die mit dem Unternehmen einen Vertrag über den Erhalt von Gütern oder Dienstleistungen aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens gegen Entgelt abgeschlossen haben, bestehen. Einige Verträge mit Kunden haben keine feste Laufzeit und können von beiden Parteien jederzeit aufgehoben oder geändert werden. Andere Verträge können sich automatisch auf einer im Vertrag festgelegten Laufzeit verlängern. Ein Unternehmen hat IFRS 15 auf die Laufzeit des Vertrages (d. h. die Vertragsdauer) anzuwenden, in der die Vertragsparteien durchsetzbare Rechte und Pflichten haben. Schritt 2: Identifizierung der separaten Leistungsverpflichtungen Eigenständig abgrenzbare Güter oder Dienstleistungen sind von Bündeln aus Gütern oder Dienstleistungen zu separieren. Grundsätzlich erfolgt gemäß IFRS 15.27 eine separate Betrachtung und Erfassung der einzelnen Leistungsverpflichtungen, wenn der Kunde aus den Vermögenswerten direkt oder zusammen mit anderen frei verfügbaren Ressourcen einen Nutzen ziehen kann und die zugesagten Vermögenswerte von anderen zugesagten Vermögenswerten des gleichen Vertrags trennbar sind. Sofern einzelne Leistungsverpflichtungen nicht separierbar sind, sind diese zusammenzufassen, bis ein separierbares Leistungsbündel entsteht (IFRS 15.30). Schritt 3: Bestimmung des Transaktionspreises Als Transaktionspreis gilt gemäß IFRS 15.47 der Betrag der Gegenleistung, auf den das liefernde Unternehmen im Austausch gegen die gelieferten Güter oder Dienstleistungen erwartungsgemäß Anspruch hat. Hierbei sind insbesondere variable Vergütungen, Vergütungen des Unternehmens an den Kunden, nicht finanzielle Gegenleistungen des Kunden und Zinseffekte zu berücksichtigen. Schritt 4: Verteilung des Transaktionspreises auf Leistungsverpflichtungen Nach der Bestimmung des Transaktionspreises muss dieser auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen des Vertrags verteilt werden. Dabei erfolgt die Zuordnung auf Basis der relativen Einzelveräußerungspreise der Leistungsverpflichtungen zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses (IFRS 15.76). Liegen keine direkt bestimmbaren Einzelveräußerungspreise vor, so müssen diese anhand gängiger Methoden geschätzt werden (IFRS 15.78). Schritt 5: Umsatzrealisierung bei Erfüllung einer Leistungsverpflichtung Der Zeitpunkt der Umsatzrealisierung hängt gemäß IFRS 15.31 von der Erfüllung der Leistungsverpflichtung aus der Übertragung eines Gutes oder einer zugesagten Dienstleistung ab. Dabei gilt ein Vermögenswert als übertragen, wenn der Kunde die Verfügungsgewalt über den Vermögenswert erlangt. Es wird zwischen der Erfüllung zu einem bestimmten Zeitpunkt und der Erfüllung über einen bestimmten Zeitraum unterschieden. Nachfolgend werden die wesentlichen Geschäftstätigkeiten beschrieben, mit denen der Konzern seine Umsatzerlöse generiert. Kombinierte Software as a Service ("SaaS") Modelle - Geschäftsbereich AEC & M&E Die Unternehmenseinheit AEC & M&E bietet On-Premise-Software als Abonnement für unterschiedliche Laufzeiten an, deren Laufzeit von einem Monat bis zu 36 Monaten variiert. Der Abonnementpreis ist im Voraus zu zahlen und beinhaltet die Nutzung der Software, regelmäßige Updates, den Kundenservice sowie die Nutzung der Cloud-Komponente. Die Cloud besteht aus einer Bibliothek, die verschiedene Materialien und Objektalternativen enthält und ständig erweitert wird, um die Zeichnungen realistischer zu gestalten und zu visualisieren. Neben der Bibliothek werden zusätzliche Cloud-Funktionen zur Verfügung gestellt, um die Zusammenarbeit im Team zu ermöglichen und um Projekte mit Kunden und anderen Parteien zu teilen. Die Cloud-Komponente modifiziert und erhöht die Nutzungsmöglichkeiten der On-Premise Software erheblich. Somit erzielt der Kunde nur durch die Interaktion der Cloud mit der On-Premise Software die gewünschte Visualisierungsleistung. Die Software wird nur als Paket angeboten, nicht als Einzelprodukt und ist nicht separat von dem Update, Service und Cloudangebot zu erwerben. Folglich erhält und verbraucht der Kunde gleichzeitig die Vorteile, die sich aus der Softwarebereitstellung als auch der kontinuierlichen Zurverfügungstellung der Cloud Funktionalitäten ergeben über die individuelle Vertragslaufzeit, die von einem Monat bis zu 36 Monaten variiert. Der Konzern erfasst die Umsatzerlöse aus diesen kombinierten Software as a Service Verträgen linear über die Vertragslaufzeit. Von Kunden vorab erhaltenen Zahlungen für Software as a Service Modelle werden als Umsatzabgrenzung bilanziert und führen im Wesentlichen verteilt über die Vertragslaufzeit zu Umsatzerlösen. Bei dem Anwendersupport und den regelmäßigen Updates der Produktlinien dieses Geschäftsbereichs liegt es im Ermessen des Konzerns, in welchen zeitlichen Abständen neue Versionen der Software bereitgestellt werden und welche Funktionalitäten bzw. Module der jeweiligen Software geändert, modifiziert, reduziert oder erweitert werden. Beim Anspruch auf die Updates sowie beim Anwendersupport handelt es sich um eine "stand-ready obligation", bei der die Umsatzerlöse über den Zeitraum des zugrundeliegenden Vertrags hinweg linear realisiert werden. Die von Kunden vorab erhaltenen Zahlungen für Softwarewartungsverträge sind als Umsatzabgrenzung bilanziert und führen innerhalb der individuellen Vertragslaufzeit zu Umsatzerlösen. Software as a Service ("SaaS") Modelle - Cylindo Cylindo bietet den Kunden im Rahmen eines reinen SaaS-Modells die Erstellung von 3D-Master-Assets und Materialien sowie Rendering von Produktvarianten an. Zudem werden individuelle Bibliotheksmaterialien, 360 HD-Viewer, Content API und individuelle Erstellungsmöglichkeiten angeboten. Die Leistungserbringung erfolgt in zwei Phasen:
Der Kunde erzielt die gewünschte Visualisierungsleistung durch die Lizenz während der Produkteinrichtungsphase sowie die implementierte Online-Produktplattform. Dabei sind die Produkteinrichtungs- und Abonnementphase zwei voneinander abhängige Dienstleistungen. Ohne eine Plattformlizenz, die es dem Kunden ermöglicht, auf die speziell für jeden einzelnen Kunden erstellten 3D-Master-Assets zuzugreifen, kann er nicht von der von Cylindo durchgeführten Produkteinrichtung profitieren. Umgekehrt kann der Kunde ohne die initiale Produkteinrichtung nicht von der Plattformlizenz profitieren und somit wirtschaftliche Werte generieren. Folglich erhält und verbraucht der Kunde gleichzeitig die Vorteile, die sich aus der Bereitstellung der Produktplattform als auch der kontinuierlichen Zurverfügungstellung der Cloud Funktionalitäten ergeben über die individuelle Vertragslaufzeit. Daher erfasst Chaos Software sowohl die in der Erstellungsphase realisierten Umsatzerlöse als auch die in der Abonnementphase realisierten Umsatzerlöse gleichmäßig über die Vertragslaufzeit. Die von Kunden vorab erhaltenen Zahlungen für Software as a Service-Verträge werden als Umsatzabgrenzung bilanziert und führen im Wesentlichen innerhalb der individuellen Vertragslaufzeit zu Umsatzerlösen. Der Konzern realisiert den Umsatz für diese Services über die Laufzeit des initialen Softwareservicevertrages. Vertragskosten, insbesondere Vertriebsprovisionen, werden als Vermögenswert aktiviert. Bei Verkaufsprovisionen, die eindeutig einem bestimmten Vertrag zugeordnet werden können, bestimmt Cylindo bei der Erfassung der Verbindlichkeit, ob diese Kosten als Vermögenswert zu aktivieren oder sofort als Aufwand zu erfassen sind. Wenn Aufwendungen als Vertragskosten aktiviert werden, beginnt die Abschreibung mit dem Beginn der Laufzeit des Kundenvertrags und der Vermögenswert wird über die gesamte Vertragslaufzeit abgeschrieben. Perpetual Lizenzen Historisch hat Chaos bis Mai 2022 für die V-Ray Produktlinie sogenannte Perpetual Lizenzen verkauft. Der Neuerwerb von Perpetual Lizenzen wird neuen Kunden nicht mehr angeboten. Bei den Perpetual Lizenzen erwirbt der Kunde das Recht eine bestimmte Version der Software für eine unbestimmte Laufzeit zu erwerben. Bei den Perpetual Lizenzen werden keine regelmäßigen Updates durchgeführt. Zudem hat der Kunde zwar Zugriff auf die Cloud Funktionalitäten der jeweiligen Softwarefunktion, auf Updates oder Novationen innerhalb der Cloud-Funktionalitäten hat der Kunde jedoch keinen Zugriff. Der Erhalt der aktuelleren Version der Software erfolgt über den Erwerb einer neuen, jedoch vergünstigten Lizenz. Die Cloud-Komponente modifiziert und erhöht die Nutzungsmöglichkeiten der On-Premise Software nicht, da der Zugriff auf die Cloud-Funktionalitäten mit dem Zeitverlauf stetig abnimmt und durch die kontinuierlichen Updates stark eingeschränkt wird. Der Kunde erzielt nur durch die Nutzung der On-Premise Software die gewünschte Visualisierungsleistung. Die von Kunden erhaltenen Zahlungen für Perpetual Lizenzen werden zeitpunktbezogen vereinnahmt, sobald die Verfügungsgewalt über die Softwareversion auf den Kunden übertragen wird. Pay as you go - Cloud rendering Bei dem Erwerb bestimmter Software werden Cloud Rechnerleistungen zusammen mit dem Bundle verkauft oder auch separat angeboten. Bei dieser Leistungsverpflichtung zahlt der Kunde nach in Anspruch genommener Zeit. Die Umsatzerlöse werden in dem Zeitpunkt realisiert, wenn der Kunde die Rechenleistung abruft. Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die zusätzliche Informationen zur Lage des Konzerns zum Bilanzstichtag liefern (berücksichtigungspflichtige Ereignisse), werden im Abschluss bilanziell berücksichtigt. Nicht zu berücksichtigende Ereignisse nach dem Bilanzstichtag werden im Anhang angegeben, wenn sie wesentlich sind. Konzernstruktur und Erwerb von TochterunternehmenKonzernstruktur Das Akquisitionsvehikel "SCUR-Alpha", bestehend aus Chaos Software Holding GmbH, Karlsruhe (ehemals SCUR-Alpha 1413 GmbH) als Konzernmutter mit den Tochterunternehmen, Chaos Software Financing I GmbH, Karlsruhe (ehemals SCUR-Alpha 1409 GmbH), Chaos Software Financing II GmbH, Karlsruhe (ehemals SCUR-Alpha 1417 GmbH) und Chaos Software Management GmbH, Karlsruhe (ehemals SCUR-Alpha 1418 GmbH) wurde im November 2021 gegründet. Unternehmenserwerb im Jahr 2023AXYZ design S.R.L., Italien Der Konzern hat mit Wirkung zum 11. Juli 2023 100% der stimmberechtigten Anteile an der AXYZ design S.R.L. mit Sitz in Melegnano/Italien erworben, wodurch die Gesellschaft Teil des Chaos-Konzerns wurde. Mit diesem Geschäft erweitert die Gruppe die Asset Bibliothek um sich bewegende (4D) Animationen sowie um Gruppen von Menschen. Dies erweitert den Umfang der Objekte, die in der Cosmos Library angeboten werden können. AXYZ ist ein Unternehmen welches sich auf das Scannen und Animieren von Menschen als Stand-Alone Software spezialisiert hat. Der Kaufpreis belief sich auf TEUR 4.181 und wurde in Höhe von TEUR 3.681 in Zahlungsmittel beglichen. Die verbleibenden TEUR 500 des Kaufpreises sind im Jahr 2024 zur Zahlung fällig. Die Transaktionskosten betrugen TEUR 225 und wurden zum Zeitpunkt ihres Anfallens als Aufwand erfasst. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden folgenden Zeitwerte und Nutzungsdauern der erworbenen immateriellen Vermögenswerte identifiziert:
Nachfolgend werden die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt aufgeführt:
Es wird nicht davon ausgegangen, dass es zu Zahlungsausfällen in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kommen wird, sodass der Bruttobetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dem beizulegenden Zeitwert im Wesentlichen entspricht. Der identifizierte Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus künftiger Technologie im Bereich 4D-Visualisierung von Menschen sowie den Synergien im Konzernumfeld. Der erfasste Geschäfts- oder Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig. Der aus der Akquisition entstehende Goodwill ermittelt sich wie folgt:
Es wurden Earn-Out Vereinbarungen geschlossen, die nach IAS 19 bilanziert werden und mit TEUR 1.573 den Personalaufwand erhöht haben. In Höhe von TEUR 1.000 sind diese in den abgegrenzte Schulden und sonstige Verbindlichkeiten kurzfristig und TEUR 573 in den Abgegrenzte Schulden und sonstige Verbindlichkeiten langfristig erfasst. AXYZ hat seit dem Erwerbszeitpunkt TEUR 776 zu den Umsatzerlösen des Konzerns und TEUR - 129 zum Konzernergebnis vor Steuern beigetragen. Hätte der Unternehmenszusammenschluss zu Jahresbeginn stattgefunden, so hätte AXYZ mit TEUR 1.698 zu den Konzernumsatzerlösen und mit TEUR 433 zum Konzernergebnis vor Steuern beigetragen. Unternehmenserwerbe im Jahr 2022Das Akquisitionsvehikel "SCUR-Alpha" führte im Jahr 2022 vier Transaktionen durch: Im Februar 2022 erwarb die Chaos Software Management GmbH (ehemals SCUR- Alpha 1418 GmbH) die Enscape Holding GmbH und die Chaos Software EOOD. Darüber hinaus erwarb die Chaos Software Management GmbH im März 2022 die dänische Gruppe Cylindo ApS Group. Die einzelnen Unternehmenserwerbe werden im Folgenden genauer dargestellt. Enscape Holding GmbH, Karlsruhe, Deutschland Der Konzern hat mit Wirkung zum 25. Februar 2022 100% der stimmberechtigten Anteile an der Enscape Holding GmbH mit Sitz in Karlsruhe, erworben, wodurch die Gesellschaft sowie ihre Tochterunternehmen Teil des Chaos Konzerns (ehemals SCUR Konzerns) wurden. Mit diesem Schritt erweitert der Chaos Konzern erstmalig eine Unternehmensgruppe aus dem Bereich 3D-Visualisierung und positioniert sich dadurch als Experte für die Bereitstellung von 3D-Architektensoftware. Enscape ist ein Unternehmen, das sich auf die Entwicklung und Bereitstellung von Echtzeit-Visualisierungssoftware spezialisiert hat. Das Alleinstellungsmerkmal von Enscape liegt in seiner Fähigkeit, Architekten, Designern und anderen Fachleuten im Bauwesen dabei zu helfen, ihre 3D-Modelle in fotorealistische Visualisierungen umzuwandeln. Der Kaufpreis belief sich auf TEUR 245.000. Die Transaktionskosten betrugen TEUR 2.561 und wurden zum Zeitpunkt ihres Anfallens als Aufwand erfasst. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden folgenden Zeitwerte und Nutzungsdauern der erworbenen immateriellen Vermögenswerte identifiziert:
Nachfolgend werden die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt aufgeführt:
Es wird nicht davon ausgegangen, dass es zu Zahlungsausfällen in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kommen wird, sodass der Bruttobetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Der identifizierte Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus künftiger Technologie im Real-Time Visualisierung Softwarebereich, Synergien im Konzernumfeld sowie dem Know-How der Belegschaft. Der erfasste Geschäfts- oder Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig. Der aus der Akquisition entstehende Goodwill ermittelt sich wie folgt:
Gemäß dem Kaufvertrag beläuft sich die Gegenleistung auf 245,0 Mio. EUR und beinhaltet eine Barzahlung von 143,8 Mio. EUR. Der verbleibende Teil der Gegenleistung wurde in Eigenkapitaltiteln eines Tochterunternehmens beglichen, welche in der Folge im Rahmen von Einbringungsvorgängen gegen Anteile an der Muttergesellschaft getauscht wurden, sodass die ehemaligen Anteilseigner nunmehr an Chaos beteiligt sind. Enscape hat seit dem Erwerbszeitpunkt TEUR 17.076 zu den Umsatzerlösen des Konzerns und TEUR - 21.582 zum Konzernergebnis vor Steuern beigetragen. Hätte der Unternehmenszusammenschluss zu Jahresbeginn stattgefunden, so hätte Enscape mit TEUR 21.381 zu den Konzernumsatzerlösen und mit TEUR -21.927 zum Konzernergebnis vor Steuern beigetragen. Chaos Software EOOD, Sofia, Bulgarien Der Konzern hat mit Wirkung zum 25. Februar 2022 100% der stimmberechtigten Anteile an der Chaos Software EOOD mit Sitz in Sofia, Bulgarien, erworben, wodurch die Gesellschaft sowie ihre Tochterunternehmen Teil des Chaos Konzerns wurden. Der Kaufpreis belief sich auf insgesamt TEUR 205.765 und beinhaltet eine Barzahlung von 141,9 Mio. EUR sowie eine zukünftige bedingte Kaufpreiszahlung (Earn-out) mit einem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt von 3.3 Mio. EUR. Der verbleibende Teil der Gegenleistung wurde in Eigenkapitaltiteln eines Tochterunternehmens beglichen, sodass die ehemaligen Anteilseigner nunmehr am Chaos Konzern beteiligt sind. Die bedingte Kaufpreiszahlung hängt von einem zukünftigen Verkauf, Börsengang oder einer Liquidation ab. Die Transaktionskosten betrugen TEUR 4.004 und wurden zum Zeitpunkt ihres Anfallens als Aufwand erfasst. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden folgenden Zeitwerte und Nutzungsdauern der erworbenen immateriellen Vermögenswerte erstmalig identifiziert:
Nachfolgend werden die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt aufgeführt:
Es wird nicht davon ausgegangen, dass es zu Zahlungsausfällen in Bezug auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen kommen wird, sodass der Bruttobetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dem beizulegenden Zeitwert entspricht. Der identifizierte Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus künftiger Technologie im Real-Time Visualisierung Softwarebereich, Synergien im Konzernumfeld sowie dem Know-How der Mitarbeiter. Der erfasste Geschäfts- oder Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig. Der aus der Akquisition entstehende Goodwill ermittelt sich wie folgt:
Chaos hat seit dem Erwerbszeitpunkt TEUR 22.994 zu den Umsatzerlösen des Konzerns und TEUR - 12.087 zum Konzernergebnis vor Steuern beigetragen. Hätte der Unternehmenszusammenschluss zu Jahresbeginn stattgefunden, so hätte Chaos mit TEUR 25.274 zu den Konzernumsatzerlösen und mit TEUR - 27.109 zum Konzernergebnis vor Steuern beigetragen. Cylindo ApS, Kopenhagen, Dänemark Der Konzern hat mit Wirkung zum 31. März 2022 100% der stimmberechtigten Anteile an der Cylindo ApS mit Sitz in Kopenhagen, Dänemark, erworben, wodurch die Gesellschaft sowie ihre Tochterunternehmen Teil des Chaos Konzerns wurden. Mit diesem Schritt rundet der Chaos Konzern seine Produktpalette ab, indem der Konzern Software zur Visualisierung von Möbeln für Kunden aus dem Einzelhandel und der verarbeitenden Industrie in aller Welt herstellt. Der Kaufpreis belief sich auf insgesamt TEUR 114.373 und setzt sich zusammen aus einer Barzahlung zum Erwerbszeitpunkt i.H.v. TEUR 85.295, einer gestundeten Kaupreiszahlung i.H.v. TEUR 18.018 sowie einem Tausch von Eigenkapitaltiteln i.H.v. TEUR 11.060. Die Transaktionskosten betrugen TEUR 3.101 und wurden zum Zeitpunkt ihres Anfallens als Aufwand erfasst. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden folgenden Zeitwerte und Nutzungsdauern der erworbenen immateriellen Vermögenswerte identifiziert:
Nachfolgend werden die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden zum Erwerbszeitpunkt aufgeführt:
Der identifizierte Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus künftiger Technologie im Real-Time Visualisierung Softwarebereich, Synergien im Konzernumfeld sowie dem Know-How der Beschäftigten. Der erfasste Geschäfts- oder Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig. Der aus der Akquisition entstehende Goodwill ermittelt sich wie folgt:
Cylindo hat seit dem Erwerbszeitpunkt TEUR 7.888 zu den Umsatzerlösen des Konzerns und TEUR 7.465 zum Konzernergebnis vor Steuern beigetragen. Hätte der Unternehmenszusammenschluss zu Jahresbeginn stattgefunden, so hätte Cylindo mit TEUR 10.882 zu den Konzernumsatzerlösen und mit TEUR - 6.975 zum Konzernergebnis vor Steuern beigetragen. CGarchitect Digital Media Corporation, Calgary, Kanada Der Konzern hat mit Wirkung zum 13. Mai 2022 100% der stimmberechtigten Anteile an der CGarchitect Digital Media Corporation mit Sitz in Calgary, Kanada, erworben, wodurch die Gesellschaft sowie ihre Tochterunternehmen Teil des Chaos Konzerns wurden. Mit diesem Schritt rundet der Chaos Konzern seine Produktpalette im Bereich der 3D-Architektensoftware ab. Der Kaufpreis belief sich auf TEUR 1.066. Im Rahmen der Kaufpreisallokation wurden erstmalig folgenden Zeitwerte und Nutzungsdauern der erworbenen immateriellen Vermögenswerte identifiziert:
Der identifizierte Geschäfts- oder Firmenwert resultiert aus Synergien im Konzernumfeld sowie dem Know-How der Mitarbeiter. Der erfasste Geschäfts- oder Firmenwert ist steuerlich nicht abzugsfähig. Der aus der Akquisition entstehende Geschäfts- oder Firmenwert ermittelt sich wie folgt:
CGArchitect Digital Media Corporation hat seit dem Erwerbszeitpunkt TEUR 3 zu den Umsatzerlösen des Konzerns und TEUR -55 zum Konzernergebnis vor Steuern beigetragen. Wäre CGArchitect Digital Media Corporation im gesamten Geschäftsjahr in den Konzern einbezogen worden, so hätte es mit einem Umsatz im vierstelligen Bereich zu den Konzernumsatzerlösen und mit einem negativen Ergebnis im mittleren fünfstelligen Bereich zum Konzernergebnis vor Steuern beigetragen. Änderungen innerhalb der KonzernstrukturUmfirmierungen Im Kalenderjahr 2023 haben die folgenden Gesellschaften der Chaos Gruppe umfirmiert:
Neustrukturierung der Vertriebswege - Verschmelzung der bulgarischen Vertriebsgesellschaft Im Kalenderjahr 2023 hat der Chaos Konzern die Vertriebsstruktur für einen Großteil seiner Produkte neu strukturiert. Hiervon betroffen ist der Vertrieb der Produkte V-Ray, Corona und Enscape. Die Produkte des Bereichs Cylindo werden weltweit weiterhin über die Cylindo ApS vertrieben. Der Vertrieb der Produkte V-Ray und Corona erfolgte bis April 2023 weltweit über die Chaos Software Ltd. EOOD in Bulgarien. Das Produkt Enscape wurde für den US-Markt durch die Chaos Software, Inc. (ehemals Enscape Inc.) vertrieben. Der Vertrieb in allen anderen Regionen erfolgte durch die deutsche Gesellschaft Chaos Software GmbH (ehemals Enscape GmbH). Um eine Verschlankung der Betriebsstrukturen zu erreichen und Synergien zu schaffen, wurde diese Vertriebsorganisation zum 01.05.2023 neu strukturiert. Die Produkte V-Ray, Corona und Enscape werden seither für den US-Markt durch die Chaos Software, Inc. (ehemals Enscape Inc.) vertrieben. Außerhalb US erfolgt der Vertrieb dieser Produkte über die Chaos Software GmbH (ehemals Enscape GmbH). Zu diesem Zweck wurden mit Wirkung vom 03.05.2023 die bestehenden Kundenverträge der Chaos Software Ltd. EOOD an die Chaos Software GmbH sowie an die Chaos Software, Inc. übertragen. In einem weiteren Schritt veräußerte die Chaos Software EOOD 100% ihrer Anteile an der Chaos Software Ltd. EOOD an die Chaos Software GmbH (ehemals Enscape GmbH). Das bulgarische Handelsregister hat diese Veräußerung am 30.06.2023 eingetragen und die Veräußerung wurde hierdurch rechtswirksam. Daraufhin erfolgte eine grenzüberschreitende Verschmelzung der ehemaligen bulgarischen Vertriebsgesellschaft Chaos Software Ltd. EOOD mit der Chaos Software GmbH als aufnehmender Gesellschaft. Verschmelzung der US-Gesellschaften Im Kalenderjahr 2023 wurde eine Umstrukturierung der Gesellschaften in Nord-Amerika durchgeführt. Sowohl in den ursprünglichen Teilkonzernen Enscape, Chaos als auch Cylindo existierten bereits vor Gründung des Chaos Konzerns jeweils eigene Gesellschaften in den USA. Um diese Struktur zu verschlanken, wurden diese Gesellschaften mit Wirkung zum 01.05.2023 in einer neuen Struktur abgebildet. Ziel hierbei war es, alle bereits bestehenden US-Gesellschaften auf die Chaos Software, Inc. (ehemals Enscape Inc.) zu verschmelzen. Zu diesem Zweck wurde die Chaos Software US Holdings, Inc. als Holding der US-Gesellschaften gegründet. Die Anteile werden zu 100% von der Chaos Software GmbH gehalten. In einem weiteren Schritt wurden die Anteile der Chaos Group Holding, LLC (Muttergesellschaft der Chaos Group LLC) sowie der Cylindo LLC an die Chaos Software GmbH (ehemals Enscape GmbH) übertragen. Daraufhin hat die Chaos Software GmbH (ehemals Enscape Inc) die Anteile der 3 Gesellschaften Enscape Inc, Chaos Group Holding, LLC sowie Cylindo LLC in die amerikanische Holding-Gesellschaft eingebracht. Anschließend wurden in einem letzten Schritt die Chaos Group Holding, LLC, die Chaos Group LLC sowie die Cylindo LLC auf die Chaos Software, Inc. (ehemals Enscape Inc.) verschmolzen. Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung[1] Umsatzerlöse Der Konzern hat vor allem Umsätze, die ratierlich über die Laufzeit erfasst werden. Es handelt sich bei den Produkten V-Ray, Corona und Enscape im Wesentlichen um Subscription Umsätze (kombinierte Software as a Service Verträge) und bei Cylindo um reine Software as a Service Verträge. Die Umsatzrealisierung erfolgt über den Zeitraum der individuellen Vertragslaufzeit (Subscription Period) durch die kontinuierliche Bereitstellung der Software und die damit verbundenen Dienstleistungen gegen wiederkehrende Abonnementzahlungen. Unter Subscription versteht der Konzern Software- und Service-Abonnements mit einer begrenzten Vertragslaufzeit. Die Service Umsätze umfassen lediglich die Cylindo-Geschäftseinheit und beschreiben die Software-Service Leistungen durch die Erstellung von 3D-Master-Assets und Materialien sowie Rendering von Produktvarianten. Die von Kunden vorab erhaltenen Zahlungen für Softwaremietmodelle sind als Umsatzabgrenzung bilanziert und führen im Wesentlichen innerhalb der nächsten zwölf Monate zu Umsatzerlösen. Die abgegrenzten Umsatzerlöse entsprechen dem Transaktionspreis, der den Zum Ende des Geschäftsjahrs nicht (oder teilweise nicht) erfüllten Leistungsverpflichtungen zugeordnet wird. Die in der Periode erfassten Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
Die Vertragssalden stellen sich zum 31. Dezember wie folgt dar:
Anzahlungen von Kunden werden als abgegrenzte Umsatzerlöse ausgewiesen. Sobald die vertraglichen Leistungen erbracht werden, werden diese als Umsatzerlöse erfasst. Von dem zu Beginn der Periode im Umsatzabgrenzungsposten ausgewiesenen Betrag in Höhe von TEUR 36.493 (Vorjahr: TEUR 0) wurden TEUR 34.504 (Vorjahr: TEUR 0) als Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2023 erfasst.
Darüber hinaus aktiviert der Konzern keine Kosten einer Vertragsanbahnung, wenn der Abschreibungszeitraum ein Jahr oder weniger beträgt. Im Geschäftsjahr wurden TEUR 3.038 der Vertragskosten erfolgswirksam aufgelöst. Die Einrichtungskosten werden im Materialaufwand, die Verkaufsprovisionen in den Personalaufwendungen ausgewiesen. [2] Sonstige Erträge
[3] Materialaufwand
[4] Personalaufwand
In den Löhnen und Gehältern sind Personalboni in Höhe von TEUR 6.293 (Vorjahr TEUR 5.743) enthalten. Im Berichtsjahr wurden TEUR 934 (Vorjahr TEUR 534) als Aufwand für beitragsorientierte Pensionspläne erfasst. Management Equity Participation Programme (MEP) Im Geschäftsjahr 2022 haben die Gesellschafter ein Programm aufgelegt, das es ausgewählten Managern der Chaos Gruppe (vormals SCUR-Alpha 1413) ermöglicht, sich über eine Management Beteiligungsgesellschaft (Chaos Co-Investment I GmbH & Co. KG) an SCUR-Alpha 1413 zu beteiligen (MEP-Programm). Die derzeit acht Führungskräfte partizipieren an der Wertentwicklung von Chaos Software Holding GmbH (vormals SCUR-Alpha 1413 GmbH), nachdem die Kommanditgesellschaft durch ihre Einlage Anteile an Chaos Software Holding erworben hat. Im Geschäftsjahr 2023 wurden weiteren Mitarbeitern die Möglichkeit eingeräumt sich am MEP zu beteiligen. Derzeit sind 8 Führungskräfte am MEP beteiligt. Diese indirekten Beteiligungen erfolgten über die Kommanditgesellschaft Chaos Co-Investment I GmbH & Co. KG. Ausübungsbedingungen Gemäß den Bedingungen des MEP-Programms sollen die Manager an dem zukünftigen Wertzuwachs der Chaos Gruppe partizipieren, der bei Eintritt eines der folgenden Ereignisse (Exit-Ereignisse) realisiert wird:
Die Manager nehmen nur dann an dem Wertzuwachs teil, der bei Eintritt eines der oben genannten Ereignisse realisiert wird, wenn sie zu diesem Zeitpunkt noch an der Kommanditgesellschaft beteiligt sind. Gemäß den Bedingungen des MEP-Programms ist dies der Fall, wenn sie bei Eintritt des Ausstiegsereignisses in den Unternehmen der Gruppe beschäftigt sind oder wenn sie die Kommanditbeteiligung bei ihrem Ausscheiden behalten. Die Entscheidung über Letzteres liegt im vollen Ermessen des Komplementärs der Kommanditgesellschaft. Entscheidet die persönlich haftende Gesellschafterin, dass der Geschäftsführer seine Kommanditbeteiligung bei seinem Ausscheiden nicht behält, erhält der Geschäftsführer eine Abfindung. Wenn der Manager ein "Bad Leaver" ist, entspricht die Abfindung
In Übereinstimmung mit den Bedingungen des MEP-Abkommens scheidet ein Manager insbesondere dann als "Bad Leaver" aus, wenn er sein Arbeitsverhältnis ohne wichtigen Grund beendet. Bewertung des MEP Der beizulegende Zeitwert der MEP-Aktien wurde jeweils zum Zeitpunkt der Gewährung anhand des Black-Scholes-Merton-Modells ermittelt. An die Vereinbarungen geknüpfte Ausübungsbedingungen, die keine Marktbedingungen sind, wurden bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts nicht berücksichtigt. Die Ermittlung der erwarteten Volatilität basiert auf der historischen Volatilität von Vergleichsunternehmen, gemessen am Stichtag über einen Zeitraum, der der erwarteten Restlaufzeit zu diesem Zeitpunkt entspricht. Eine Fluktuationsrate wurde bei der Ermittlung der Anzahl voraussichtlich ausübbaren Awards nicht berücksichtigt. Die folgende Tabelle zeigt den Wert des MEP-Programms und gibt Auskunft über den beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung Juni 2022:
Die folgende Tabelle zeigt den Wert des MEP-Programms und gibt Auskunft über den beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung Januar 2023:
Zum Stichtag wird von einer Restlaufzeit von 2,2 Jahren ausgegangen. Die erwartete Fluktuationsrate beträgt 5% (Vj. 0%). Die Volatilitäten wurden auf Grundlage der impliziten Volatilitäten vergleichbarer börsennotierter Unternehmen abgeleitet. Virtual Stock Option Plan (VSOP) Im Juni 2022 hat Chaos (vormals SCUR-Alpha) ein Programm zur Gewährung von virtuellen Aktienoptionen (VSO) für ausgewählte Führungskräfte des Konzerns (VSOP) aufgelegt, um einen langfristigen Anreiz für die Führungskräfte in Bezug auf die Wertsteigerung des Unternehmens zu schaffen. Im Rahmen des VSOP sind rund 130 (Vj. 120) Führungskräfte berechtigt, an der zukünftigen Wertsteigerung des Unternehmens zu partizipieren. Im Geschäftsjahr wurden 1.423 VSO gewährt (Vorjahr: 2.111 VSO). Es ist beabsichtigt, dass der Netto-Kapitalgewinn, den die SCUR-Alpha 1425 GmbH ("Warehouse") bei einem Exit durch ihre indirekte Beteiligung an den von der Gesellschaft ausgegebenen Stammaktien erhält, zum Teil zum Nutzen der Teilnehmer gemäß den Bedingungen des VSOP verwendet wird. Die SCUR-Alpha 1425 GmbH ("Warehouse") ist über ihre Beteiligung als Kommanditistin an der Chaos Co-Investment I GmbH & Co. KG (die "Partnerschaft") mittelbar an den von der Chaos Software Holding (vormals SCUR-Alpha 1413) ausgegebenen Stammaktien im Nennwert von je EUR 1,00 (die "Stammaktien") beteiligt. KG (die "Gesellschaft"). Ausübungsbedingungen Gemäß dem VSOP werden die Manager am künftigen Aktienzuwachs der Gruppe beteiligt, wenn eines der folgenden (Exit-Ereignisse) Ereignisse eintritt:
Tritt eines dieser Exit-Ereignisse ein, hat jeder Begünstigte Anspruch auf eine Barabfindung, wenn er zum Zeitpunkt des Ausscheidens bei der Gruppe beschäftigt ist oder wenn er nicht zuvor als "Bad Leaver" ausgeschieden ist oder sein Anspruch auf eine Barabfindung durch Zeitablauf nicht erloschen ist. Gemäß den Bestimmungen der VSOP-Vereinbarung scheidet ein Begünstigter insbesondere dann als "Bad Leaver" aus, wenn er sein Arbeitsverhältnis ohne wichtigen Grund kündigt. Bestimmung und Höhe der Aktienwertsteigerung Auf der Grundlage separater Vereinbarungen zwischen Warehouse und den Teilnehmern ("Grand Letter") gewährt Warehouse den Teilnehmern eine bestimmte Anzahl virtueller Aktienoptionen ("VSO"), wobei eine VSO eine indirekte Beteiligung von Warehouse an einer von der Gesellschaft ausgegebenen Stammaktie darstellt. Unverfallbare VSOs berechtigen den jeweiligen Teilnehmer zum Erhalt einer einmaligen Barzahlung, deren Höhe von den Erlösen abhängt, die die Warehouse-Gesellschaft bei einem Exit Ereignis aus ihrer indirekten Beteiligung an der Chaos Software Holding GmbH (vormals SCUR-1413 GmbH) erhält. Diese Zahlung wird dem Teilnehmer abzüglich aller Steuern und Sozialabgaben ausgezahlt. Warehouse bestimmt die Höhe der VSO-Zahlung des Teilnehmers nach der folgenden Berechnungsformel:
Die vorstehende Berechnung der Höhe der VSO-Zahlung unterliegt einer Anpassung, soweit (künftige) Liquidationspräferenzen (einschließlich Earn-Outs, Gesellschafterdarlehen, Einzahlung in die Kapitalrücklage usw.), Optionsscheine und (oder ähnliche Erlöszuweisungen für die Verteilung der Erlöse unter den Gesellschaftern gelten; d.h. der Teilnehmer erhält eine VSO-Zahlung nur in der Höhe, die Warehouse nach Zahlung aller Liquidationspräferenzen, Optionsscheine und/oder ähnlichen Erlöszuweisungen, die zwischen den Gesellschaftern vereinbart wurden, tatsächlich erhält. Bilanzierung: Obwohl nur Warehouse verpflichtet ist, die anteilsbasierte Vergütung zu begleichen, muss die Gruppe als Empfängerin der Arbeitsleistung der Mitarbeiter eine anteilsbasierte Vergütung mit Ausgleich durch Eigenkapital erfassen, da Warehouse eine sog. Employee benefit trust darstellt, die die Zuwendungen an die Arbeitnehmer der Gruppe auf Veranlassung der Gesellschafter gibt. Bei Gewährung der Zusagen und zum 31. Dezember 2023 wird das Eintreten der oben genannten Ereignisse nicht vor Februar 2026 erwartet. Die erwartete Fluktuationsrate beträgt 5%. Bewertung des VSOP Der beizulegende Zeitwert des VSOP wird zum Stichtag anhand des Black-Scholes-Merton-Modells ermittelt. An die Vereinbarungen geknüpfte Ausübungsbedingungen, die keine Marktbedingungen sind, wurden bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts nicht berücksichtigt. Die folgende Tabelle zeigt den Wert des VSOP-Programms und gibt Auskunft über den beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung:
Die Volatilitäten wurden auf Grundlage der impliziten Volatilitäten vergleichbarer börsennotierter Unternehmen abgeleitet. [5] Abschreibungen
[6] Sonstige Aufwendungen
In der Position "Übrige" befinden sich diverse nicht materielle Einzelposten sowie Transaktionskosten aus einem Unternehmenserwerb i.H.v. TEUR 225. Im Vorjahr sind in den Rechts-, Beratungs- und Prüfungskosten Transaktionskosten aus Unternehmenserwerben i.H.v. TEUR 8.511 enthalten. In den Aufwendungen für Versicherungen & Gebühren waren Transaktionskosten aus Unternehmenserwerben i.H.v. TEUR 1.156 enthalten. [7] Finanzergebnis
Die sonstigen Erträge aus Finanzinstrumenten und die sonstigen Aufwendungen aus Finanzinstrumenten umfassen grundsätzlich Fair Value Änderungen von Finanzinstrumenten die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Die Wertminderungen finanzieller Vermögenswerte umfassen Wertberichtigungen auf Bankguthaben. [8] Steuern Die wesentlichen Bestandteile des Ertragsteueraufwands setzen sich wie folgt zusammen:
Die Gruppe ist in Deutschland ansässig. Die Muttergesellschaft unterliegt einem Steuersatz von 31,6% (2022: 31,6%). Die Ertragsteuersätze der weiteren Gesellschaften liegen zwischen 10,0 % und 31,6 % (Vorjahr: 31,6 %). Der Ertragsteuersatz des Mutterunternehmen und setzt sich wie folgt zusammen:
Die Bewertung der Steuerlatenzen erfolgt mit dem nominalen Steuersatz der Chaos Gruppe bzw. mit dem maßgeblichen Steuersatz der jeweiligen Tochtergesellschaft. Latente Steuern werden je Steuersubjekt saldiert, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen sowie von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden. Die latenten Steuern setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
Verlustvorträge und Zinsvorträge sind unbegrenzt vortragbar.
Auf steuerlich wirksame Differenzen zwischen dem Nettoreinvermögen der Tochterunternehmen nach IFRS und dem steuerlichen Wertansatz der Beteiligung beim Mutterunternehmen in Höhe von ca. TEUR 20 (Vorjahr TEUR 1.102 1 ) werden keine latenten Steuerverbindlichkeiten angesetzt, da das Unternehmen in der Lage ist, den Zeitpunkt der Umkehrung der temporären Differenzen zu steuern, und es nicht wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz[9] Immaterielle Vermögenswerte und Geschäfts- oder Firmenwerte Die Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Amortisationen und Wertminderungen haben sich wie folgt entwickelt: Entwicklung Geschäfts- oder Firmenwerte und sonstige immaterielle Vermögenswerte:
Die immateriellen Vermögenswerte zum 31. Dezember 2023 und 2022 waren nicht verpfändet. [10] Geschäfts- oder Firmenwerte Die Organisation der Gruppe ist auf die Geschäftsbereiche ausgerichtet. Die bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte werden auf Ebene der Geschäftsbereiche AEC & M&E und Cylindo auf Werthaltigkeit überprüft.
Die Grundannahmen für den Businessplan, der ebenfalls beim Werthaltigkeitstest verwendet wurde, sind die Umsatzerlöse und die Entwicklung der Kostenbasis. Die Entwicklung der verkauften Einheiten und deren Preise basieren auf Markterwartungen, die neben allgemeinen volkswirtschaftlichen Faktoren auch Spezifika des Sektors umfassen. Für Firmenwerte werden zusätzliche Sensitivitätsanalysen durchgeführt und von den ursprünglichen Schätzungen abweichende Annahmen für Free Cash Flow (30%), WACC (+1,5%) sowie die Wachstumsraten in der ewigen Rente (-1%) im Vergleich zu der ursprünglichen Planung getroffenen. Diese Szenarien werden von der Geschäftsleitung für nicht wahrscheinlich, aber für möglich gehalten. Ab einem Rückgang des Free Cash Flow von 19% gegenüber den im Base Case getroffenen Annahmen, unterschreitet der erzielbare Betrag des Geschäftsbereich Cylindo dessen Buchwert. Bei einem Rückgang von 30% unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert um 13,9 Mio. Euro. Die bedeutsamen Annahmen für die Planung des Geschäftsbereichs Cylindo sind der Absatz- und Umsatzentwicklung mit sog. Enterprise Kunden. Dies ist ein neues Kundensegment in 2024 und wird mit Produktabsätzen in Höhe von rd. 3 Mio. Euro geplant. Auch für die Folgejahre wird mit einem deutlichen Wachstum in diesem Kundensegment gerechnet. Der Konzern berücksichtigt Unsicherheiten im Rahmen von Schätzungen und analysiert die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwerts auch für Szenarien, die ungünstiger als geschätzt sind. Auf der Grundlage der durchgeführten Werthaltigkeitstests sowie der in diesem Rahmen durchgeführten Sensitivitätsanalysen kommt der Konzern zu dem Ergebnis, dass sich im Berichtsjahr bei keiner der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten eine Wertminderung auf den Geschäfts- oder Firmenwert ergibt. [11] Leasingverhältnisse A. Leasingverhältnisse als Leasingnehmer Der Konzern mietet diverse Bürogebäude, Lager, Parkplätze sowie Fahrräder. Leasingverträge für die Bürogebäude haben in der Regel Laufzeiten zwischen 3 und 8 Jahren. Manche Leasingvereinbarungen sehen zusätzliche Mietzahlungen auf Basis der Veränderung lokaler Preisindizes vor. Bei Parkplätzen und Lagern besteht üblicherweise keine Grundmietzeit, sondern lediglich eine Kündigungsfrist von 3 Monaten. Die Fahrrad-Leasingverträge haben üblicherweise eine Grundmietzeit von zwei Jahren und werden unter der Kategorie "Sonstiges" erfasst. Zudem enthalten die Fahrrad-Leasingverträge eine vorteilhafte Kaufoption. Der Konzern hat zudem Leasingverträge für Parklätze und Lagerplätze abgeschlossen, die eine Laufzeit von zwölf Monaten oder weniger aufweisen. Auf diese Leasingverträge wendet der Konzern die praktischen Behelfe an, die für kurzfristige Leasingverhältnisse und für Leasingverhältnisse, denen ein Vermögenswert von geringem Wert zugrunde liegt, gelten. Der Konzern hat zudem keine Unterleasingverträge abgeschlossen. Einige Immobilien-Leasingverhältnisse enthalten Verlängerungsoptionen, die vor Ablauf der unkündbaren Vertragslaufzeit vom Konzern ausübbar sind. Die Verlängerungsoptionen sind nur vom Konzern und nicht vom Leasinggeber ausübbar. Der Konzern beurteilt am Bereitstellungsdatum, ob die Ausübung von Verlängerungsoptionen hinreichend sicher ist. Der Konzern ist hinreichend sicher, dass die aktuell bestehenden Verlängerungsoptionen nicht ausgeübt werden. i. Nutzungsrechte Nutzungsrechte im Zusammenhang mit gemieteten Immobilien, die nicht die Definition von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien erfüllen, werden als Sachanlagen dargestellt. Die Zugänge zu den Nutzungsrechten im Jahr 2023 beliefen sich auf TEUR 167 (Vorjahr: TEUR 4.957) und ergaben sich aus der Anschaffung neuer Leasinggüter sowie aufgrund von Anpassung lokaler Preisindizes. Nutzungsrechte werden über die kürzere Laufzeit des Leasingverhältnisses und die Nutzungsdauer des zugrunde liegenden Vermögenswerts abgeschrieben. In der folgenden Tabelle sind die Buchwerte der bilanziellen Nutzungsrechte und die Veränderungen während der Berichtsperiode dargestellt:
ii. Verbindlichkeiten Die folgende Tabelle zeigt die Buchwerte der Leasingverbindlichkeiten (die in den finanziellen Verbindlichkeiten enthalten sind) und die Veränderungen während der Berichtsperiode:
iii. In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Beträge Die Zahlungsmittelabflüsse des Konzerns für kurzfristige Leasingverhältnisse und solchen über geringwertige Vermögenswerte betrugen TEUR 173 (2022: 173 EUR). In der Berichtsperiode wurden die folgenden Beträge erfolgswirksam erfasst:
iv. In der Kapitalflussrechnung erfasste Beträge In der Kapitalflussrechnung sind die folgenden Beträge erfasst:
[12] Sachanlagen Die Anschaffungs- und Herstellungskosten sowie die kumulierten Abschreibungen der Sachanlagen haben sich wie folgt entwickelt:
In den Geschäftsjahren 2023 und 2022 wurden keine wesentlichen Wertminderungen und Wertaufholungen auf Sachanlagen erfasst. Zum 31. Dezember 2023 und 2022 war das Sachanlagevermögen nicht verpfändet. [13] Finanzielle Vermögenswerte
[14] Sonstige Vermögenswerte
[15] Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel eine Fälligkeit von branchenüblichen 14 bis 30 Tagen. Die Entwicklung der Wertberichtigungen stellt sich wie folgt dar:
Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:
[16] Zahlungsmittel Für Zwecke der Konzern-Kapitalflussrechnung umfassen die Zahlungsmittel Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich ausstehender Kontokorrentkredite. Die am Ende des Geschäftsjahres, wie sie in der Konzernkapitalflussrechnung dargestellt werden, können auf die damit in Zusammenhang stehenden Posten in der Konzernbilanz wie folgt übergeleitet werden:
[17] Eigenkapital Die Entwicklung des gezeichneten Kapitals, der Kapitalrücklage, der Gewinnrücklage, der Rücklage für Währungsumrechnung sowie der Gewinnrücklagen / kumulierten Verluste des Konzerns ist in der Veränderung des Konzerneigenkapitals dargestellt. Das Grundkapital der Chaos Software Holding GmbH belief sich zum 31. Dezember 2023 auf EUR 3.326.651,00 (Vorjahr: EUR 3.326.651,00). Das Kapital ist vollständig einbezahlt. In der Rücklage für Währungsumrechnung werden die Differenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Tochtergesellschaften erfasst. [18] Finanzielle Verbindlichkeiten
Darlehen werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der angefallenen Transaktionskosten erfasst. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bankdarlehen 2023
Bankdarlehen 2022
Sämtliche Darlehen sind endfällig. Für die Senior Loan Facility EUR, die Senior Loan Facility USD sowie die Senior Loan Acquisition Facility sind die Zinszahlungstermine aktuell drei Monate rollierend. Der Zinszahlungszeitraum kann nach jedem Zinszahlungstermin beliebig auf einen Zeitraum von 1, 2, 3 oder 6 Monate abgeschlossen werden. Die Senior Loan Facility EUR und Senior Loan Acquisition Facility sind variabel verzinst mit dem 3-Monats-EURIBOR als Referenzrate mit einer Begrenzung von 0% nach unten (Floor). Die Senior Loan Facility USD ist ebenfalls variabel verzinst mit dem SOFR als Referenzrate mit einer Begrenzung von 0% nach unten (Floor). Die Margen betragen aktuell 5,50% (Vorjahr 5,50% bzw. 6,15%) und sind abhängig von im Darlehensvertrag vereinbarten Kennzahlen die Verschuldung betreffend. Die PIK Loan Facility und die PIK Loan Incremental Facility sind variabel verzinst mit dem 3-Monats-EURIBOR als Referenzrate mit einer Begrenzung von 0% nach unten (Floor). Die Margen betragen aktuell 8,50% (Vorjahr 9,00%) und sind abhängig von im Darlehensvertrag vereinbarten Kennzahlen die Verschuldung betreffend. Die Zinsen werden nicht während der Darlehenslaufzeit, sondern am Ende der Laufzeit bezahlt und erhöhen den Rückzahlungsbetrag. Daneben enthalten die Kreditverträge Optionen zur vorzeitigen Rückzahlung unter Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung. Die Kündigungsoptionen sind in allen Fällen nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken der Basisverträge verbunden und folglich abzuspalten. Da die Kündigungsoption und der Floor je Vertrag den gleichen Risiken ausgesetzt sind, sind diese gemeinsam als einziges zusammengesetztes Derivat zu behandeln und gemeinsam abzuspalten. Die eingebetteten Derivate werden als sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte in der Bilanz erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Das Senior Loan Agreement enthält einen Financial Covenant, wonach der sog. Adjusted Senior Leverage zum Ende einer zwölfmonatigen Periode jeweils zum Quartalsende, ein vertraglich festgelegtes Verhältnis nicht überschreiten darf. Dabei bezeichnet der Adjusted Senior Leverage das Verhältnis von Senior Net Debt am Ende der Periode zum Adjusted EBITDA der Periode. Das Adjusted EBITDA stellt ein um vertraglich definierte Pro forma Anpassungen korrigiertes EBITDA des Konzerns dar. Die letzte Überprüfung erfolgte mit Ablauf der Periode zum 31. Dezember 2023. Die Vorgaben wurden eingehalten. Im Geschäftsjahr wurden weitere TEUR 16.000 der Senior Loan Acquisition Facility abgerufen. Als Sicherheiten für die Darlehen dienen die Anteile der Schuldner, die Forderungen aus der Weiterreichung der Darlehen an Unternehmen der Gruppe sowie Bankguthaben. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stellen Verpflichtungen zur Bezahlung von erhaltenen Gütern oder Dienstleistungen im normalen Geschäftsgang dar. Sie werden beim erstmaligen Ansatz zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Folgebewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten nach der Effektivzinsmethode. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben in der Regel eine Fälligkeit von 14-30 Tagen. Die Leasingverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die selbst genutzten Geschäftsräume an verschiedenen Standorten. Die sonstigen finanzielle Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus einer bedingten Kaufpreiszahlung aus dem Unternehmenserwerb Chaos in Höhe von TEUR 4.497 (Vorjahr TEUR 4.415). Im Vorjahr waren zudem Verbindlichkeiten aus einer gestundeten Kaufpreiszahlungen im Zusammenhang mit Unternehmenserwerb Cylindo in Höhe von TEUR 18.697 enthalten. Diese wurde im März 2023 beglichen. [19] Rückstellungen
Die Personalrückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für kurzfristige Vergütungskomponenten. Die Entwicklung der Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:
[20] Abgegrenzte Schulden und sonstige Verbindlichkeiten
Die langfristigen belegschaftsbezogenen Verbindlichkeiten enthalten 0,2 Mio. Euro Verpflichtungen aus anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich (Vorjahr 0,1 Mio. EUR). [21] Abgegrenzte Umsatzerlöse
[22] Finanzinstrumente In der nachfolgenden Tabelle sind die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach Bewertungskategorien und -klassen dargestellt:
Bei den erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten handelt es sich um Zinsderivate und Kündigungsoptionen. Bei den erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten handelt sich um bedingte Kaufpreiszahlungen aus dem Erwerb von Tochterunternehmen. Finanzinstrumente, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert im sonstigen Ergebnis bewertet werden, bestehen zum Stichtag keine.
Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Zahlungsmittel, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten entsprechen die jeweiligen beizulegenden Zeitwerte deren Buchwerten.
Die Bewertung der bedingten Gegenleistung aus dem Unternehmenserwerb erfolgt unter Anwendung eines Optionspreismodells. Für die Bewertung wesentliche Inputfaktoren sind die erwartete Restlaufzeit der Verpflichtung sowie die Volatilität. Eine quantitative Sensitivitätsanalyse wurde unter Variierung beider Inputfaktoren durchgeführt:
Die nachstehende Tabelle zeigt die Überleitung des Anfangsbestands auf den Endbestand für sonstige finanzielle Verbindlichkeiten des Levels 3.
Die Bewertung der bedingten Kaufpreisverbindlichkeit erfolgt mittels Optionspreismodell unter Verwendung folgender Parameter:
Die Bewertung der Kündigungsoptionen erfolgt unter Anwendung eines Optionspreismodells. Für die Bewertung wesentliche Inputfaktoren sind der Zinssatz sowie die Volatilität. Eine quantitative Sensitivitätsanalyse wurde unter Variierung beider Inputfaktoren durchgeführt:
Die nachstehende Tabelle zeigt die Überleitung des Anfangsbestands auf den Endbestand für die dem Level 3 zugeordneten Kündigungsoptionen.
Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements Zielsetzung des Konzerns im Rahmen des Finanzrisikomanagements ist es, die nachfolgend dargestellten Risiken zu reduzieren. Dabei verfolgt der Konzern grundsätzlich eine konservativ-risikoaverse Strategie. Ausfallrisiko Unter dem Ausfallrisiko versteht man das Risiko des Verlusts für den Konzern, wenn eine Vertragspartei ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Forderungen gegenüber Kunden sowie Zahlungsmittel des Konzerns. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Vertragsvermögenswerte stellen dabei das maximale Ausfallrisiko dar. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Ende 2023 bestanden keine wesentlichen Konzentrationen von Ausfallrisiken bei einzelnen Kunden oder bestimmten Kundengruppen. Die Ausfallrisiken des Konzerns werden hauptsächlich durch individuelle Kundenmerkmale beeinflusst. Der Verkauf von Waren und Dienstleistungen an Kunden erfolgt nach Durchführung einer angemessenen internen Kreditrisikobeurteilung bzw. durch Hinterlegung einer Kundenkreditkarte zur Zahlung. Zum Ende des Geschäftsjahres 2023 haben die Forderungen gegenüber keinem einzelnen Kunden mehr als 10 % der gesamten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen. Zahlungsmittel Es bestehen Beziehungen mit einer Reihe von Banken in den Ländern, in denen Regionaleinheiten existieren. Die Liquiditätsüberschüsse werden regelmäßig abgeschöpft. Liquiditätsrisiko Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass der Konzern möglicherweise nicht in der Lage ist, seine finanziellen Verbindlichkeiten vertragsgemäß durch Lieferung von Zahlungsmitteln oder anderen finanziellen Vermögenswerten zu erfüllen. Die Steuerung der Liquidität im Konzern soll sicherstellen, dass - soweit möglich - stets ausreichend liquide Mittel verfügbar sind, um unter normalen, wie auch unter angespannten Bedingungen den Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nachkommen zu können, ohne untragbare Verluste zu erleiden oder die Reputation des Konzerns zu schädigen. Der Konzern hat ausreichend Barreserven, darüber hinaus steht eine Kontokorrentkreditlinie in Höhe von TEUR 5.000 zur Verfügung, die allerdings im Laufe des Geschäftsjahres 2023 nicht in Anspruch genommen wurde. Zum Bilanzstichtag hält der Konzern Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 15.157 (Vorjahr: TEUR 21.478). Im Folgenden werden die vertraglichen Fälligkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten zum Bilanzstichtag dargestellt. Die Beträge sind brutto, nicht abgezinst und beinhalten geschätzte Zinszahlungen.
Fremdwährungsbeträge wurden jeweils zum Schlusskurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Die aus Finanzinstrumenten stammenden variablen Zinszahlungen wurden unter Verwendung des zuletzt im Dezember 2023 festgestellten Zinssatzes berechnet. Die zukünftigen Cashflows können von den Beträgen in der vorstehenden Tabelle abweichen, da sich die Zinssätze und die Wechselkurse ändern. Marktrisiko Das Marktrisiko ist das Risiko, dass sich die Marktpreise, wie beispielsweise Wechselkurse oder Zinssätze, ändern und dadurch die Erträge des Konzerns oder der Wert der gehaltenen Finanzinstrumente beeinflusst werden. Das Ziel des Marktrisikomanagements ist es, das Marktrisiko innerhalb akzeptabler Bandbreiten zu steuern und zu kontrollieren sowie gleichzeitig die Rendite zu optimieren. Währungsrisiko Der Konzern tätigt Transaktionen in ausländischer Währung; dementsprechend ist er auftretenden Währungsschwankungen ausgesetzt. Die Währungsschwankungen wirken sich auf oberster Konzernebene nur bedingt aus, da bei den operativen Tochtergesellschaften außerhalb des Euroraums sowohl deren Umsätze als auch deren Wareneinsätze, Personalaufwendungen und sonstige Aufwendungen in Landeswährung zu Buche stehen. In den folgenden Tabellen wird ausgewiesen, welche wesentlichen Bilanzpositionen in den Gruppengesellschaften in von der jeweils lokalen Währung abweichender Währung vorhanden sind:
Der Konzern tätigt Transaktionen in ausländischer Währung; dementsprechend ist er auftretenden Währungsschwankungen ausgesetzt. Die signifikanteste Fremdwährung auf der Umsatzseite für den Konzern sind USD. Darüber hinaus ist ein großer Teil des Fremdkapitals und der Zinsen in USD denominiert. Dies mitigiert das Risiko der USD zum Teil. Auf der Kostenseite ist ein großer Teil in bulgarischen Lev denominiert. Da dieser allerdings einen festen Umtauschfaktor zum EUR hat, besteht hier kein Wechselkursrisiko. Die Währungsschwankungen (v.a. die des USD) wirken sich auf die Umsätze sowie in geringerem Umfang auf die operativen Kosten aus, allerdings auch erheblich auf die Zinsaufwendungen sowie die Verbindlichkeiten (USD Fremdkapital). Das Fremdwährungsrisiko betrifft im Wesentlichen die Darlehensverbindlichkeiten in US-Dollar, die bei einer Holdinggesellschaft bestehen, deren funktionale Währung Euro ist. Eine mögliche Erhöhung (Abschwächung) des Euro gegenüber dem US-Dollar zum 31. Dezember hätte die Bewertung der Darlehensverbindlichkeit beeinflusst und sich mit den unten dargestellten Beträgen auch auf das Konzernergebnis ausgewirkt. In der Analyse wird unterstellt, dass alle anderen Einflussfaktoren konstant bleiben. Wäre der Euro um 10% stärker gegenüber dem US-Dollar gewesen, wären die Darlehensverbindlichkeiten um rd. 6,8 Mio. Euro (Vorjahr 7,0 Mio. Euro) niedriger. Wäre der Euro um 10% schwächer gegenüber dem US-Dollar gewesen, wären die Darlehensverbindlichkeiten um rd. 8,3 Mio. Euro (Vorjahr 8,6 Mio. Euro) höher. Die Veränderungen hätten sich in gleicher Höhe auf das Konzernergebnis und das Konzerneigenkapital ausgewirkt. Zinsrisiko Die Finanzierungsstruktur basiert auf variablen Zinsen (EURIBOR + Risikozuschlag für EUR bzw. SOFR + Risikozuschlag für USD-Finanzierung). Damit variiert die Zinszahlung mit dem Markt. Um dieses nach oben zu begrenzen, wurden sowohl für den Großteil der Euro- (109 Mio. EUR), als auch für die US Dollar-Kredite (82,4 Mio. EUR) Caps gekauft. Dies beinhaltet die Kredite, für die regelmäßig Zinsen zu zahlen sind, nicht aber die endfälligen Zinszahlungen (PIK). Die Cap Rate des Euro Zinscaps beträgt 2,25%, die des US Dollar Zinscaps 3,75%. Somit sind wir gegen eine steigende Zinsbelastung (vs. dem gegenwärtigen Zinsniveau) abgesichert. Bei einem Rückgang des Zinssatzes um 100 Basispunkten wäre der Buchwert der Zinsderivate um rd. 1,5 Mio. Euro niedriger. Bei einem Anstieg des Zinssatzes um 100 Basispunkten wäre der Buchwert der Zinsderivate um rd. 2,2 Mio. Euro höher. Die erwarteten Zahlungsströme aus den Darlehen wären bei einem Rückgang des Zinssatzes um 100 Basispunkte rd. 16,9 Mio. Euro niedriger. Bei einem Anstieg des Zinssatzes um 100 Basispunkte wären die erwarteten Zahlungsströme um 17,6 Mio. Euro höher. Kapitalsteuerung Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es, sicherzustellen, dass der Konzern zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit inklusive Finanzierung des Wachstums ausreichend Mittel vorhanden sind und dass der Konzern jederzeit seine Verbindlichkeiten bedienen kann. Der Konzern schüttet keine Dividenden aus. Die Kapitalstruktur wird mittels der Leverage Ratio gesteuert, die neben des Fremdkapitals auch die vorhandenen Flüssigen Mittel in Anrechnung bringt. Der Konzern überwacht seine Kapitalstruktur mithilfe der Kenngrößen Leverage sowie Interest Coverage. Der Senior Leverage betrug zum Ende des Geschäftsjahres 4,3:1 (Vorjahr 4,5:1). Im Kreditvertrag ist ein Senior Leverage von 10,75:1 als Covenant enthalten, wobei das Ziel ist, unter einer Ratio von 5 zu bleiben. Darüber hinaus ist das Ziel, jederzeit genug flüssige Mittel zur Verfügung zu haben, um eventuell auftretende kurzfristige Schwankungen des Cash Flows auszugleichen. Der Konzern zielt auf ein Minimum von flüssigen Mitteln in Höhe von 10 Mio. EUR ab. Dieses Ziel wurde sowohl im Berichtsjahr (TEUR 15.157) sowie im Vorjahr (TEUR 21.479) eingehalten. Darüber hinaus besteht eine Kreditlinie von 5 Mio. EUR. Ein weiteres Ziel ist es, dass die Interest Coverage mindestens 1.5x beträgt. Zur Absicherung von Marktrisiken wurde hierzu auch ein Interest Rate Cap abgeschlossen, so dass die Zinszahlungen planbar sind und die Interest Rate coverage nicht durch Veränderung des Kapitalmarktzins negativ beeinflusst wird. Leverage Der Leverage ist definiert als Cash EBITDA/Net Debt. Cash EBITDA ist der EBITDA vor Einmal- und außergewöhnlichen Kosten sowie angepasst für den Unterschied von Cash Zufluss aus Umsatzerlösen vs. des Umsatzes der in der P&L gezeigt wird (durch die ratierliche Umsatzlegung sind Mittelzufluss und Umsatz zeitlich versetzt). Net Debt ist definiert als Langfristiges Fremdkapital abzüglich Barmittel. Interest Coverage Interest Coverage definiert das Verhältnis von Cashflow zu den Zinsaufwendungen in der Periode, in der die Zinsaufwendungen gezahlt werden müssen. [23] Angaben zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung ist nach den Zahlungsströmen aus Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit gegliedert. Während die Ableitung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit nach der indirekten Methode ermittelt wird, liegen den Cashflows aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit direkte Mittelzuflüsse bzw. Mittelabflüsse zugrunde. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit beträgt TEUR 20.190 (Vorjahr: TEUR -1.030). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -23.437 (Vorjahr: TEUR - 356.590). Im laufenden Geschäftsjahr beinhaltet dies im Wesentlichen:
Die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsaktivitäten stellt sich wie folgt dar:
[24] Finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag besteht eine Bankbürgschaft i.H.v. TEUR 25 (Vorjahr TEUR 0). [25] Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Der Konzern führt Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen durch. Diese Transaktionen sind Teil der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Nahestehende Unternehmen und Personen sind juristische oder natürliche Personen, die auf die Chaos Software Holding GmbH und deren Tochterunternehmen Einfluss nehmen können oder der Kontrolle oder einem maßgeblichen Einfluss durch die Chaos Software Holding GmbH bzw. deren Tochterunternehmen unterliegen. Dazu gehören neben den Geschäftsführern und dem Beirat der Gesellschaft auch deren Familienangehörige und Lebenspartner dazu. Anstellungsverhältnisse Im Rahmen zweier Anstellungsverhältnisse wurden TEUR 443 (Vorjahr TEUR: 414) an nahestehende Personen ausgezahlt. Des Weiteren wurden von einer Gesellschafterin Darlehen an nahestehende Personen im Gesamtumfang von TEUR 557 ausgegeben (Vorjahr TEUR 526). Die Darlehen sind mit 2% (Darlehensvolumen TEUR 526) bzw. 5% (Darlehensvolumen TEUR 31) verzinst. Die Zinsen erhöhen die Darlehensverbindlichkeit und sind am Ende der Laufzeit an eine Gesellschaft außerhalb des Konsolidierungskreises zu bezahlen. Vergütungen der Geschäftsführer Die Gesamtbezüge für Mitglieder des Geschäftsführungsorgans betragen TEUR 795 (Vorjahr TEUR 596). Diese teilen sich auf wie folgt:
Daneben wurden den Geschäftsführern anteilsbasierte Vergütungen in Höhe von TEUR 62 (Vorjahr TEUR: 134) zugesagt. Insgesamt wurden bis zum Bilanzstichtag 31.12.2023 TEUR 58 erdient (31.12.2022 TEUR: 21). Der Aufwand aus anteilsbasierten Vergütung beläuft sich auf TEUR 31 (Vorjahr: TEUR 21). Vergütungen des Beirats Der Beirat umfasst acht Personen. Im Geschäftsjahr 2023 wurden insgesamt Beiratsvergütungen in Höhe von TEUR 100 gezahlt (Vorjahr TEUR: 75). Daneben wurden im Vorjahr zwei Beiräten anteilsbasierte Vergütungen mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 83 gewährt. Hiervon wurden bis zum Bilanzstichtag 31.12.2023 TEUR 35 erdient (31.12.2022: TEUR 12). Der Aufwand aus anteilsbasierten Vergütung beläuft sich auf TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 11). Darlehen der Chaos Software Holding GmbH and die Chaos Co.Investment I GmbH & Co.KG Die Chaos Software Holding GmbH hat im Kalenderjahr 2022 ein Darlehen in Höhe von TEUR 1.920 an die Chaos Co.Investment I GmbH & Co. KG ausgezahlt.
Das Darlehen wird mit 2% p.a. verzinst. Die Zinsen werden jeweils zum Jahresende kapitalisiert. Im Berichtsjahr sind Zinsen in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr TEUR 33) ergebniswirksam erfasst worden. [26] Sonstige Informationen Beschäftigte Die durchschnittliche Beschäftigtenzahl stellt sich wie folgt dar:
Die Berechnungsmethode wurde im Kalenderjahr 2023 gruppenweit vereinheitlicht. Die Vorjahreszahlen enthalten teilweise auch ruhende Arbeitsverhältnisse. Diese werden nun nicht mehr berücksichtigt, so dass das Personalwachstum geringer erscheint, als dies der Fall ist. Vergütung Abschlussprüfer Für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses wurden im Geschäftsjahr 2023 folgende Honorare als Aufwand erfasst:
[27] Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Nach dem Bilanzstichtag gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die einen wesentlichen Einfluss auf unsere Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage hatten. Tag der Aufstellung Die Geschäftsleitung hat den Konzernabschluss am 24.05.2024 zur Veröffentlichung freigegeben. [28] Aufstellung der Konzernunternehmen der Chaos Group Die Aufstellung der Konzernunternehmen der Chaos Group ist wie folgt:
[29] Organe der Gesellschaft Geschäftsführer
Karlsruhe, den 24. Mai 2024 Die Geschäftsführung Christian Lang Michael Tritschler Gliederung I. Geschäftstätigkeit und Grundlagen des Konzerns II. Wirtschaftsbericht 1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen 2. Geschäftsverlauf 3. Ertragslage 4. Finanzlage 5. Vermögenslage 6. Finanzielle Leistungsindikatoren 7. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren III. Chancen- und Risikobericht 1. Chancen 2. Risiken 3. Zusammenfassende Bewertung IV. Prognosebericht I. Geschäftstätigkeit und Grundlagen des KonzernsDie Chaos Software Holding GmbH (ehemals SCUR Alpha 1413 GmbH) ist die Muttergesellschaft des Chaos Konzerns. Dieser entstand im ersten Quartal 2022 durch einen Zusammenschluss der Unternehmensgruppen Chaos, Enscape sowie Cylindo. Die Umfirmierung der SCUR Alpha 1413 GmbH erfolgte mit Eintragung vom 13.02.2024. Die Firma lautet seither Chaos Software Holding GmbH. Da der Konzern im Vorjahr nicht während des gesamten Kalenderjahres bestand, sind Analysen bzgl. der Vorjahreswerte nur eingeschränkt möglich. Die von der Enscape GmbH entwickelte Enscape-Software ist ein kommerzielles Echtzeit-Rendering und Virtual Reality Plugin. Es ermöglicht den Anwendern, hochwertige 3D-Echtzeit-Visualisierungen auf der Basis der vorhandenen Planungsdaten sowie aus der Cloud importierten Assets (z.B. Materialien von Oberflächen, Möbel, Lebewesen) zu erstellen. Darüber hinaus können Videos, Panoramabilder oder VR-Simulationen automatisch abgeleitet werden und Dritte können diese über die Cloud konsumieren. Unternehmen aus über 150 Ländern und der Grossteil der Top-Architekturbüros verwenden Enscape. Die Software ist in mehreren Sprachen erhältlich. Wie Enscape werden auch die Chaos Produkte V-Ray und Corona dafür eingesetzt, auf Basis von CAD-Modellen 3-D Visualisierungen zu erstellen (z.B.von Gebäuden und Räumen), dies inkludiert die Einbindung von Materialien und Gegenständen aus der Cloud Bibliothek sowie das Teilen der Visualisierungsmodellen über die Cloud. V-Ray und Corona sind im Gegensatz zu Enscape keine Echtzeitapplikationen, aber ebenfalls Plugins und bieten eine höhere Renderingquialität als Enscape. Die Software wird sowohl in der Filmindustrie als auch von Visualisierungsexperten in Achitekturbüros sowie im Bereich Industriedesign verwandt. Cylindo ermöglicht die Visualisierung von Möbeln in e-commerce Stores. Der Vertrieb erfolgt über die firmeneigene E-Commerce Plattform, über weltweite Vertriebspartner (Reseller) sowie über eigene Verkaufsteams. Der Vertrieb der Enscape Produkte erfolgt weiterhin in den USA über die 100%ige Tochtergesellschaft Chaos Software, Inc. (ehemals Enscape Inc.), im Rest der Welt direkt über die Chaos Software GmbH (ehemals Enscape GmbH). Im Berichtsjahr 2023 wurde der Vertrieb der Produkte V-Ray und Corona neu strukturiert: der Vertrieb erfolgt nun in den USA ebenfalls über die dortige Tochtergesellschaft Chaos Software, Inc. Außerhalb der USA werden diese Produkte nun durch die Chaos Software GmbH vertrieben. Die bisherige Vertriebsgesellschaft der Produkte V-Ray und Corona Chaos Software Ltd. EOOD wurde mit Wirkung vom 31.08.2023 auf die Chaos Software GmbH verschmolzen. Cylindo wird ausschließlich mittels Direktvertrieb angeboten. Die Kundenverträge für Cylindo werden von der Cylindo International ApS gehalten.
Im Kalenderjahr 2023 wurde eine Umstrukturierung der Gesellschaften in NordAmerika durchgeführt. Sowohl in den ursprünglichen Teilkonzernen Enscape, Chaos als auch Cylindo existierten bereits vor Gründung des Chaos Konzerns jeweils eigene Gesellschaften in den USA. Um diese Struktur zu verschlanken, wurden diese Gesellschaften mit Wirkung zum 01.05.2023 in einer neuen Struktur abgebildet. Mit dieser Umstrukturierung wurde erreicht, alle bereits bestehenden US-Gesellschaften auf die Chaos Software, Inc. (ehemals Enscape Inc.) zu verschmelzen. II. Wirtschaftsbericht1. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Konjunkturelles Umfeld Das weltweite Bruttoinlandsprodukt ist in 2023 um 3,0% gewachsen (Vorjahr: 3,4%, Quelle: www.imf.org). Das Jahr war durch viel Unsicherheit und den Ukraine Krieg geprägt. Der weltweit wichtigste Markt der Chaos Gruppe,die USA, ist 2023 mit 2,1% gewachsen (Vorjahr 2,0%). Der Heimatmarkt Deutschland ist 2023 mit -0,5% geschrumpft. (Vorjahr: 1,9%, Quelle: www.imf.org). Branchenspezifisches Umfeld Der globale Markt für Rendering Software im Architekturbereich wächst derzeit mit ca. 20%, getrieben durch eine zunehmende Digitalisierung der Branche. Darüber hinaus tragen Fortschritte in Bereich der Computer Graphik, zunehmender Bedarf für realistische Visualisierung sowie bessere Hardware zum Wachstum bei. Der nordamerikanische Markt ist weiterhin der größte Markt. Die günstige Branchenentwicklung wirkte sich positiv auf den Geschäftsverlauf des Chaos Konzerns aus. Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr 2023 waren in der gesamten Gruppe durchschnittlich 301 Mitarbeiter im Bereich Softwareentwicklung beschäftigt (Vorjahr: 258 Mitarbeiter). Die Entwickler für Chaos und Enscape wurden schon im Laufe des Jahres 2022 in eine Team-Struktur integriert. Cylindo wurde im Geschäftsjahr 2023 integriert. Die Enscape Software zeichnet sich durch den integrierten Workflow in den unterstützten CAD Tools sowie ihre hohe visuelle Qualität aus. Durch die stetige Weiterentwicklung der Software stellt der Chaos Konzern darüber hinaus weiterhin eine hohe Innovationsfähigkeit sicher. Die Entwicklung der Software erfolgt weitgehend in-House. Im Laufe des Jahres 2023 wurde mit der Entwicklung von neuen Produkten begonnen, die 2024 die Produktpalette erweitern werden. Dazu gehören ein eigenständiges Story-Telling Tool, sowie eine Erweiterung von Enscape zur Visualisierung von Energieeffizienz. Die V-Ray und Corona Software zeichnet sich durch die photorealistische Qualität aus. Es wird koninuierlich daran gearbeitet, den führenden Status in Rendering Qualität zu erhalten. Die Cylindo Software zeichnet sich durch die hohe Photorealistische Qualität aus und die Möglichkeit, nahezu unendlich viele Varianten zu kreieren. Entwicklungskosten wurden mangels des Vorliegens der spezifischen Ansatzkriterien des IAS 38 nicht aktiviert, Entwicklungskosten in Höhe von MEUR 22,6 wurden im Aufwand erfasst (Vorjahr MEUR 23,8). 2. Geschäftsverlauf Das Geschäftsjahr 2023 war durch einen erfolgreichen und wachstumsorientierten Geschäftsverlauf gekennzeichnet. Es wurde eine Enscape Version für den Mac ausgerollt, das Modell für Studenten über die Gruppe vereinheitlicht sowie eine Brücke für Enscape und V-Ray ausgerollt, die es ermöglicht, Enscape Modelle in V-Ray zu visualisieren. Des Weiteren haben wir weitere Fortschritte erzielt, einmalige Lizenzvergaben auf ein Subscription Modell umzustellen, so dass der Anteil der nicht wiederkehrenden Umsätze weiter stark gesunken ist. Cylindo war leider in 2023 weiterhin durch die schwache Konjuktur für online Vertreiber von Möbeln negativ beeinflusst, so dass die Umsätze weniger stark als in der Vergangenheit gewachsen sind. Im Laufe des Geschäftsjahres wurden die Positionen auf den bestehenden Märkten weiter gefestigt. Der ARR (Annual Recurring Revenue, jährlich wiederkehrende Einnahmen auf Basis der verkauften Lizenzen) betrug zum Ende des Jahres MEUR 105,1. Hierdurch wurde das anvisierte deutliche Wachstum des ARR sowie auch das Wachstum im zweistelligen Bereich des Adjusted Cash EBITDA erreicht. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ist ebenfalls im zweistelligen Prozentbereich gewachsen. Die Umsätze aus Subscription Licenses beliefen sich auf MEUR 88,1 (Vorjahr MEUR 40,6). Die Umsätze aus Perpetual Lizenzen haben MEUR 0,9 betragen (Vorjahr MEUR 2,7). Pay as you go Umsätze betrugen MEUR 3,3 (Vorjahr MEUR 2,7). Der Serviceumsatz (Cylindo) betrug in 2023 MEUR 3,0 (Vorjahr MEUR 1,8). Das erwartete deutliche Wachstum der Umsatzerlöse konnte hiermit erreicht werden. Hierbei ist zu beachten, dass die im Konzernabschluss enthaltenen Umsatzerlöse für das Vergleichsjahr 2022 nicht das gesamte Kalenderjahr 2022 beinhalten. 3. Ertragslage Der Konzern bestand im Vorjahr in den ersten beiden Kalendermonaten nur aus Holdinggesellschaften ohne operatives Geschäft. Die Ziele des Umsatzwachstums im zweistelligen Bereich sowie des deutlichen Wachstums des ARR (Lagebericht Vorjahr) wurden erreicht. Der ARR betrug zum Geschäftsjahresende MEUR 105,1 (Vorjahr MEUR 72,0) und wird auf Basis von konstanten Währungskursen (zum Ende des vorangegangenen Jahres - Dezember 2022) errechnet und bildet unterjährig, jährlich und mehrjährig wiederkehrende Billings in einem annualisierten Wert ab. Der ARR ist nicht direkt zum Umsatz (der zu den jeweiligen Tageskursen umgerechnet wird) vergleichbar. Die Umsätze aus Subscription Licenses betrugen für das Geschäftsjahr 2023 MEUR 88,1 (Vorjahr MEUR 40,6). Nach Rückrechnung des sogenannten Haircut der abgegrenzten Umsatzerlöse von MEUR 3,5 (Vorjahr MEUR 16,7) ergibt sich ein Umsatz aus Subscription Licenses von MEUR 91,6 (Vorjahr MEUR 57,5). Der Haircut resultiert aus der PPA der Eröffnungsbilanz (eliminiert Umsatz der ohne das Akquisitionsaccounting gelegt werden würde), beeinflusst das operative Geschäft sowie den Cash Flow nicht und wird daher aus Vergleichbarkeitsgründen im Management Reporting zurückgerechnet. Auf Basis dieser korrigierten Umsatzerlöse wird das sogenannte Adjusted EBITDA ermittelt. Hierbei werden die Kosten um definierte Erträge und Aufwände korrigiert (z.B. Implementierung konzernweiter Software). Der Adjusted EBITDA beträgt im Geschäftsjahr MEUR 29,5 (Vorjahr MEUR 16,8). Das Billing Adjustment (ergebniswirksame Veränderung der abgegrenzten Umsatzerlöse) hat für das Geschäftsjahr 2023 MEUR 11,0 betragen (Vorjahr MEUR 11,0). Darüber hinaus gab es sonstige Effekte von MEUR 2,5 (Währungseffekte sowie noch nicht in Rechnung gestellte Cylindo-Umsätze). Insgesamt ergibt sich daraus ein ARR von MEUR 105,1 (Vorjahr MEUR 72,0). Auf Basis des Adjusted EBITDA und unter Berücksichtigung des Billing Adjustments wird anschließend das sogenannte Adjusted Cash EBITDA ermittelt. Dieses hat im Geschäftsjahr 2023 MEUR 40,5 (Vorjahr MEUR 27,8) betragen und hat somit das geplante zweistellige Wachstum vs. dem Vorjahr erreicht. Nachfolgend befindet sich eine Überleitung des Betriebsergebnisses auf das Adjusted EBITDA sowie auf das Adjusted Cash EBITDA für das Jahr 2023:
Die Umsatzerlöse beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 95.380 (Vorjahr TEUR 47.958) und waren durch Auflösung eines sog. deferred revenue haircut aus der Purchase Price Allocation in Höhe von TEUR 3.520 negativ beeinflusst (Vorjahr TEUR 16.691). Die Umsatzerlöse wurden zu 92,3% (Vorjahr 83,5%) nach dem Subscription-Modell sowie mit 7,7% (Vorjahr 16,5%) mit anderen Lizenz-Modellen realisiert. Sonstige Erträge entstanden in Höhe von TEUR 2.358 (Vorjahr TEUR 2.150). Diese resultieren weit überwiegend aus Erträgen aus Währungskurseffekten. Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR 48.916 (Vorjahr TEUR 37.102). Dies entspricht bezogen auf die Umsatzerlöse einer Personalaufwandsquote von 51,3% (Vorjahr 77,4%). Die Anzahl der Mitarbeiter im Konzern betrug nach Köpfen per 31. Dezember 2023 724 Mitarbeiter (Stand 31. Dezember 2022: 705). Der Personalaufwand stellt auf operativer Ebene den mit Abstand größten Kostenbestandteil des Konzerns da. Als Folge des hohen Bedarfs an Personal, vor allem Softwareentwickler in Kombination mit dem hohen Anstieg der Lebenshaltungskosten waren die Gehaltssteigerungen (vor allem an unserem größten Entwicklungsstandort in Sofia, Bulgarien) weitaus höher als historisch. Zudem sind Personalaufwendungen aus Personalboni im Zuge der getätigten Akquisition enthalten. Des Weiteren sind Kosten für anteilsbasierte Vergütungen in Höhe von TEUR 304 enthalten (Vorjahr: TEUR 197). Der Materialaufwand und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 gesamt auf TEUR 34.596 (Vorjahr: TEUR 31.087) und ergeben eine Aufwandsquote von 36,2% (Vorjahr 64,8%) im Verhältnis zu den Umsatzerlösen. Hierin enthalten sind im Wesentlichen Beratungskosten und sonstige Aufwendungen für Marketing, Reise- und IT-Kosten sowie die Abschreibungen auf Forderungen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen belaufen sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 25.987 (Vorjahr TEUR 21.014). Die darin enthaltenen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 23.659 bestehen im Wesentlichen aus Abschreibungen auf die im Rahmen der Unternehmenserwerbe von Enscape, Chaos und Cylindo im Vorjahr erfassten immateriellen Vermögenswerte. Das starke Umsatzwachstum im Geschäftsjahr 2023 begünstigt die Ergebnisgrößen des Konzerns. Die für das weitere zukünftige Wachstum notwendigen Investitionen in die Produktentwicklung, Marketing/Sales sowie interne Prozesse und Systeme und die qualitative wie quantitative Weiterentwicklung der Personalressourcen stiegen im Geschäftsjahr weiterhin, jedoch konnten erste Synergien realisiert werden. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 14.227 (Vorjahr TEUR -18.082) und war damit erstmals positiv. Die EBITDA-Marge betrug im Geschäftsjahr 2023 14,9% (Vorjahr -37,8%). Der Konzern hatte in 2023 weiterhin signifikante Einmalaufwendungen (Integrationskosten für die erworbenen Unternehmen, z.B. Einführung unternehmensweiter Software, Marketing & Branding-Studien, Beratungsprojekte zur Einführung von Produktsuites, Cylindo Pricing und Verbesserung des Digitalen Marketing. Darüber hinaus wurde im Vorjahr im Rahmen der Unternehmenserwerbe ein Abschlag (sog. Haircut) auf die abgegrenzten Umsatzerlöse vorgenommen. Dieser hat zu einer Reduktion des Konzernumsatzes im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 3.520 geführt. Zudem werden die im Rahmen der sog. Purchase Price Allocation (PPA) identifizierten und aktivierten immateriellen Vermögenswerte abgeschrieben. Die Ertragslage wurde in 2023 weiterhin positiv durch die Aufwertung des USD beeinflusst. Der Konzern hat signifikante Umsätze in USD, denen nicht in gleicher Höhe Kosten entgegenstehen. Das Finanzergebnis in Höhe von TEUR -26.796 wird im Wesentlichen durch Zinsaufwendungen für langfristige Darlehen in Höhe von TEUR 26.878 beeinflusst. Das Steuerergebnis beläuft sich auf TEUR -4.005 (Vorjahr TEUR 6.591) und setzt sich aus Ertragssteuern von TEUR -6.953 (Vorjahr TEUR -2.822) sowie latenten Steuern in Höhe von TEUR 2.949 (Vorjahr TEUR 9.414) zusammen. 4. Finanzlage Das Konzerneigenkapital beträgt zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2023 TEUR 237.773 (Vorjahr TEUR 280.799). Dies entspricht einer Konzerneigenkapitalquote von 38,3% (Vorjahr 43,4%). Zum Jahresschluss betrugen die abgegrenzten Umsatzerlöse TEUR 50.595 (Vorjahr TEUR 36.493). Im Zuge des Erwerbs von Enscape, Chaos und Cylindo wurde Fremdkapital zur Finanzierung aufgenommen. Zusätzlich wurde in erheblichem Umfang Eigenkapital, vor allem durch zwei Finanzinvestoren (TA Associates und LEA Partners GmbH) eingebracht. Im Berichtsjahr wurde weiteres Fremdkapital in Höhe von MEUR 16,0 aufgenommen, um vertragsgemäß einen aufgeschobenen Kaufpreis der Cylindo zu begleichen. Die Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen gegenüber Permira im Rahmen eines Senior Facility Agreements in Höhe von TEUR 148.326, einer Facility für Akquisitionen in Höhe von TEUR 49.405 sowie eines nachgeordneten Darlehens (PIK) in Höhe von TEUR 69.678. Für die Senior Facility Agreements sind Covenants vereinbart, die im Geschäftsjahr 2023 eingehalten wurden. Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug TEUR 20.190 (Vorjahr - 1.030). Der Anstieg wurde vor allem durch die positive Umsatzentwicklung beeinflusst. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2023 TEUR - 23.437 (Vorjahr -356.590) und wurde im Wesentlichen durch die Zahlung einer vertraglich vereinbarten, aufgeschobenen Kaufpreiszahlung im Rahmen der Cylindo-Akquisition, sowie der Akquisition der AXYZ Design S.r.l. beeinflusst. Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit lag im Geschäftsjahr bei TEUR -2.816 (Vorjahr TEUR 378.741). Hier wirkte sich vor allem die Erhöhung eines Darlehens zur Zahlung der o.g. aufgeschobenen Kaufpreiszahlung für Cylindo aus. Gegenläufig wirkten sich die Zahlung der langfristigen Zinsen aus. Der Konzern generierte in 2023 ausreichend Liquidität, um trotz der erheblichen weiteren Integrationskosten den Zinsaufwand aus dem operativen Ergebnis zu bedienen. Die Gruppe verfügt mit TEUR 15.157 Liquiden Mitteln zum Ende des Geschäftsjahres über ausreichende Liquidität. Darüber hinaus besteht eine Kreditlinie für Working Capital in Höhe von TEUR 5.000, die im Laufe des Geschäftsjahres 2023 nicht (auch nicht teilweise) in Anspruch genommen wurde. Der Konzern war im Geschäftsjahr jederzeit in der Lage, seine Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. 5. Vermögenslage Die Bilanzsumme des Konzerns betrug zum Bilanzstichtag TEUR 621.238 (Vorjahr TEUR 646.522). Das Vermögen besteht im Wesentlichen aus Anlagevermögen in Höhe von TEUR 577.545 (Vorjahr TEUR 597.566). Dieses wird maßgeblich durch die aus den Unternehmenserwerben aktivierten immateriellen Vermögenswerte beeinflusst. Die immateriellen Vermögenswerte enthalten zum 31.12.2023 zudem Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Akquisitionen im Gesamtwert von TEUR 409.682 (Vorjahr TEUR 408.710). Des Weiteren sind zum Bilanzstichtag in den immateriellen Vermögenswerten im Wesentlichen Software und aktivierte Technologien in Höhe von TEUR 48.465 (Vorjahr TEUR 57.334), Kundenbeziehungen im Wert von TEUR 106.003 (Vorjahr TEUR 116.940) sowie Marken im Wert von TEUR 5.609 (Vorjahr TEUR 6.723) enthalten. In diesen Werten bereits enthalten sind auch die Zugänge aus der Akquisition der AXYZ design S.R.L. (TEUR 4.545). Nutzungsrechte sind im Anlagevermögen mit TEUR 3.495 enthalten (Vorjahr TEUR 4.593). Hierbei handelt es sich um die Aktivierung weiterer RoU-Assets fur neu angemietete Büroflächen. Insgesamt macht das Anlagevermögen 93,0 % der Bilanzsumme aus (Vorjahr 92,4%). Die sonstigen langfristigen Aktiva (TEUR 8.218, Vorjahr TEUR 12.423) bestehen unter anderem aus zwei zum Fair Value bewerteten Zins-Caps zur Absicherung der Darlehenszinsen (TEUR 2.534), sowie aktiven latenten Steuern (TEUR 1.509, Vorjahr TEUR 3.262). Diese Position ist aufgrund des gesunkenen Fair Values des Zins-Caps im Vergleich zum Vorjahr deutlich gesunken. Der Wert der kurzfristigen Vermögenswerte zum Bilanzstichtag beläuft sich auf TEUR 35.475 (Vorjahr 36.533). Hierin enthalten sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 11.140 (Vorjahr TEUR 7.278) sowie der Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 15.157 (Vorjahr TEUR 21.480). Der Finanzmittelfonds beträgt damit 2,4% der Bilanzsumme (Vorjahr 3,3%) und ist aufgrund der negativen Cash Flows aus Finanzierungs- und Investitionstätigkeit gesunken. Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch die ebenfalls stark gestiegenen Umsatzzahlen bedingt. 6. Finanzielle Leistungsindikatoren Wesentliche Kennzahlen für die Unternehmenssteuerung sind neben dem Umsatz der ARR (Annual Recurring Revenue), der zum 31.12.2023 MEUR 105,1 betrug (Vorjahr MEUR 72,0), das Adjusted Cash EBITDA (EBITDA vor genau definierten Einmaleffekten und nicht zahlungswirksamen Kosten, bereinigt um den Effekt aus der ratierlichen Umsatzrealisierung), welches für das Geschäftsjahr 2023 TEUR 40.463 betrug(Vorjahr TEUR 27.762). 7. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren Als nichtfinanzielle, nicht primäre Leistungsindikatoren werden insbesondere die Anzahl der Softwarelizenzen (aktive Softwareabonnements) sowie die Anzahl aktiver User analysiert. Beide Kennzahlen dienen jedoch nicht der internen Steuerung. III. Chancen- und Risikobericht1. Chancen Der Konzern sieht Wachstumschancen in der weiteren Festigung seiner Marktposition durch Ausweitung der Vertriebsaktivitäten (inkl. Anpassungen in den Vertriebskanälen) sowie der Vermarktung von weiteren Produkten. Ebenfalls bieten sich Wachstumschancen durch die Weiterentwicklung des Enscape Kernproduktes sowie durch Ausweitung der Funktionalitäten der Software auf angrenze Anwendungsfälle innerhalb der AEC Industrie (Architecture, Engineering & Construction), sowie der Vermarktung eines Modules zur Visualisierung von Energieeffizienz. Es besteht auch die Möglichkeit Cloud Funktionalitäten hinsichtlich Asset Library aber auch Kollaboration über die Gruppe zu nutzen. Das Bereitstellen von Cylindo Assets über die Chaos Library Cosmos ist ferner vielversprechend. Darüber hinaus kann die weitere Automatisierung um Assets auf die Cylindo Plattform zu bringen die Möglichkeit eröffnen größere Kunden zu gewinnen. Das erweiterte Produktportfolio bietet die Möglichkeit, Produktsuites zusätzlich zu den Einzelprodukten zu vertreiben. Weitere Chancen könnten sich aufgrund der Verbesserung der Marketing Effizienz (gegenwärtiges Projekt mit Mc Kinsey), sowie der Verringerung der Kundenabwanderung durch den Aufbau der Customer Success Organisation ergeben. 2. Risiken Konjunkturelle und weltwirtschaftliche Risiken Konjunkturschwankungen, Turbulenzen an den Finanzmärkten oder andere besondere Ereignisse mit wesentlicher Auswirkung auf die globale Wirtschaft im Allgemeinen und den Architekturmarkt im Besonderen, können den Bedarf an Softwareabonnements für die Nutzung der Software beeinflussen und sind damit als Risikofaktor zu berücksichtigen. Darüber hinaus ist unser Fremdkapital variabel verzinsbar und durch ein Ansteigen des Zinsniveaus nimmt die Zinslast für die Gruppe zu. Dieses Risiko ist allerdings über Interest Rate Caps abgesichert. Da wir unsere Produkte in lokaler Währung anbieten, sind wir von Wechselkursschwankungen kurzfristig beeinflusst. Da der Großteil unserer Kostenbasis in Euro bezahlt wird, gibt es hier keine gegenwirkende Kostenkomponente (Natural Hedge). Weitere Währungskurssicherungen werden derzeit nicht vorgenommen. Branchenspezifische und ertragsorientierte Risiken Ein Geschäftsrisiko könnte sich aus dem potenziellen Markteintritt großer CAD Hersteller in den Bereich der Rendering-/Visualisierungssoftware ergeben. Ein Beispiel hierzu ist die Kooperation von Autodesk mit Epic. Ein zusätzliches Geschäftsrisiko besteht darin, dass Hersteller der von Enscape/Chaos unterstützen CAD Systeme die Integration der Enscape/Chaos Software in ihre CAD Systeme zukünftig nicht mehr unterstützen. Durch den fragmentierten Markt und die hohen erwarteten Wachstumsraten ist das Risiko eines erhöhten Preisdruckes in den kommenden Jahren eher gering. Sollte es durch Akquisitionstätigkeiten oder den Markteintritt eines neuen großen Marktteilnehmers zu einer starken Konsolidierung des Marktes kommen, würde das Risiko eines erhöhten Preisdruckes steigen. Finanzwirtschaftliche Risiken Das finanzwirtschaftliche Risikomanagement zielt auf die Absicherung des Geschäfts gegen wesentliche Risiken ab, welche geeignet sind, die Einnahmen und Ausgaben des Unternehmens negativ zu beeinflussen. Kernbestandteile des finanzwirtschaftlichen Risikomanagements sind das interne Kontrollsystem sowie die laufende und fallbezogene Überwachung wesentlicher Indikatoren im Liquiditätsbereich, wie z.B. der Bestand an liquiden Mitteln sowie die Entwicklung von Forderungen und Verbindlichkeiten. Das Risiko von Forderungsausfällen wurde für den überwiegenden Teil der Umsätze durch den gezielten Einsatz geeigneter Zahlungswege und Zahlungsdienstleister eliminiert. Währungsrisiken, welche sich aus Softwaressubskriptionen in Fremdwährung oder Bilanzpositionen in Fremdwährung ergeben, werden laufend überwacht und beurteilt. Das Zinsrisiko aufgrund der variablen Verzinsung des Fremdkapitals wurde durch Interest Rate Caps abgesichert. IT-Risiken Potenziellen IT-Risiken, wie Infrastrukturausfällen, wirkt der Konzern durch mehrfach redundante Infrastruktur entgegen. Systemkomponenten sind mindestens zweifach ausgelegt. Eine weitreichende automatische Prüfung des Systemstatus aller Teilsysteme schließt zudem den schleichenden oder unbemerkten Systemausfall aus. Durch routinemäßige Sicherung von kritischen Daten inkl. Konfigurationsdateien und Einstellungen werden Risiken aus theoretisch möglich fehlerhaften Bedienungen minimiert. Im Geschäftsjahr 2023 wurden weiterhin signifikante Investitionen vorgenommen, um das Cyber Security Risiko zu minimieren. Des Weiteren wurde eine Cyber Security Versicherung abgeschlossen. 3. Zusammenfassende Bewertung Wachstumschancen ergeben sich insbesondere durch die weitere Festigung der Marktposition in den relevanten Märkten sowie durch Ausweitung der Vertriebsaktivitäten in weitere Länder, Vermarktung neuer Produkte, durch die stetige Weiterentwicklung der Software sowohl der Realisierung von Produkt-und Vertriebssynergien innerhalb der Gruppe. Den Risiken aus einem zunehmend intensiven Wettbewerbsumfeld wird mit gezielten Maßnahmen und Investitionen, insbesondere in den Bereichen Produkt- und Prozessinnovation sowie Marketing und Vertrieb, begegnet. Es bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken. IV. PrognoseberichtDie Erwartungen für das Geschäftsjahr 2024 bezüglich des Konzerns werden von einem weiterhin profitablen Wachstumspfad und einer Steigerung des Geschäftsvolumens geprägt. Auf dieser Basis werden weiter steigende Umsatzerlöse im niedrigen bis mittleren zweistelligem Prozentbereich erwartet. Für das Geschäftsjahr 2024 wird des Weiteren mit einem deutlichen Anstieg des ARR um etwas mehr als 30% gerechnet. Für die Sicherung des zukünftig profitablen Wachstums werden weitere Investitionen in Märkte, Kunden, Produkte und Organisation beabsichtigt. Aufgrund des hohen Wachstums planen wir trotz dieser Investitionen ein Wachstum des Adjusted Cash EBITDA von etwas über 40%. Die Geschäftsführung geht davon aus, dass der Konzern im kommenden Geschäftsjahr jederzeit in der Lage sein wird, seine Zahlungsverpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Dieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Geschäftsführung beruhen. Solche Aussagen sind Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Diese und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklungen oder die Leistungsfähigkeit des Konzerns wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen abweichen. Der Konzern übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an künftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
Karlsruhe, 24.05.2024 Christian Lang, Geschäftsführer Michael Tritschler, Geschäftsführer Auftragsbedingungen, Haftung und VerwendungsvorbehaltWir, die EY GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, haben unsere Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung im Auftrag der Gesellschaft vorgenommen. Neben der gesetzlichen Funktion der Offenlegung (§ 325 HGB) in den Fällen gesetzlicher Abschlussprüfungen richtet sich der Bestätigungsvermerk ausschließlich an die Gesellschaft und wurde zu deren interner Verwendung erteilt, ohne dass er weiteren Zwecken Dritter oder diesen als Entscheidungsgrundlage dienen soll. Das in dem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis von freiwilligen Abschlussprüfungen ist somit nicht dazu bestimmt, Grundlage von Entscheidungen Dritter zu sein, und nicht für andere als bestimmungsgemäße Zwecke zu verwenden. Unserer Tätigkeit liegt unser Auftragsbestätigungsschreiben zur Prüfung der vorliegenden Rechnungslegung einschließlich der "Allgemeinen Auftragsbedingungen für Wirtschaftsprüfer und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften" in der vom Institut der Wirtschaftsprüfer herausgegebenen Fassung vom 1. Januar 2024 zugrunde. Klarstellend weisen wir darauf hin, dass wir Dritten gegenüber keine Verantwortung, Haftung oder anderweitige Pflichten übernehmen, es sei denn, dass wir mit dem Dritten eine anders lautende schriftliche Vereinbarung geschlossen hätten oder ein solcher Haftungsausschluss unwirksam wäre. Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass wir keine Aktualisierung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich nach seiner Erteilung eintretender Ereignisse oder Umstände vornehmen, sofern hierzu keine rechtliche Verpflichtung besteht. Wer auch immer das in vorstehendem Bestätigungsvermerk zusammengefasste Ergebnis unserer Tätigkeit zur Kenntnis nimmt, hat eigenverantwortlich zu entscheiden, ob und in welcher Form er dieses Ergebnis für seine Zwecke nützlich und tauglich erachtet und durch eigene Untersuchungshandlungen erweitert, verifiziert oder aktualisiert. |
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