Tätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
AXA ART Versicherung AGLiquidiert
51067 Köln, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Olga Hülsmann seit 13.11.2019 | Prokura |
Marcus Bär seit 24.1.2019 | Prokura |
Martina Silke Domski seit 26.11.2018 | Prokura |
Elena Aleksandrovna Spaeth seit 26.11.2018 | Prokura |
Christian Brock seit 25.1.2018 | Prokura |
Christian Metten seit 17.7.2017 | Prokura |
Annamaria Englebert seit 16.5.2017 | Prokura |
Susanne Justen seit 10.4.2017 | Prokura |
Thomas Dr. Gröger-van Dornick seit 10.4.2017 | Prokura |
Sina Mundorf seit 10.4.2017 | Prokura |
Carsten Manfred Dr. Scheen seit 10.4.2017 | Prokura |
Erni Hücker seit 14.12.2015 | Prokura |
Mike Jung seit 29.9.2015 | Prokura |
Carole Prigent-Maury seit 29.9.2015 | Prokura |
Thorsten Doppelfeld seit 29.9.2015 | Prokura |
Agnieszka Chelminska seit 29.9.2015 | Prokura |
Claudia Schmidt seit 29.9.2015 | Prokura |
Jörg Werner Schmidt seit 29.9.2015 | Prokura |
Marcus Thiel seit 9.6.2015 | Prokura |
Alexander Dr. Wiebe seit 9.6.2015 | Vorstandsmitglied |
Christian Kopitzki seit 29.10.2014 | Prokura |
Norbert Pesch seit 29.10.2014 | Prokura |
Jörg Hoppenworth seit 10.6.2014 | Prokura |
Alexander Quadt seit 10.6.2014 | Prokura |
Christian Muller seit 22.1.2014 | Vorstandsmitglied |
Guido Stier seit 21.6.2013 | Prokura |
Mathias Bonow seit 8.3.2012 | Prokura |
Daniel Matschke seit 10.11.2011 | Prokura |
Christoph Drießen seit 10.11.2011 | Prokura |
Heinz-Günter Haarmann seit 10.11.2011 | Prokura |
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
AXA ART Versicherung AGKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017Kennzahlen
f. e. R. = für eigene Rechnung Aufsichtsrat und VorstandDiona Palici-Chehab (ab 2. Januar 2018) Vorsitzende Regional CEO AXA Asia Hongkong Gaëlle Olivier (bis 30. November 2017)Vorsitzende CEO AXA Global P&C Paris, Frankreich Patrick Lemoine Stellv. Vorsitzender CFO AXA Global Re Paris, Frankreich Dr. Alexander Vollert CEO AXA Konzern AG Köln, Deutschland Vorstand Kai Kuklinski Vorstandsvorsitzender Chief Executive Officer (CEO) Strategie und Innovation, Investment und Asset Management, Recht, Revision, Personal, Marketing und Kommunikation & Public Relations, Distribution, Regionenverantwortung für Amerika, Nordeuropa/ Mittlerer Osten/ Asien (Leitung der Regional CEOs) sowie Zentral- und Osteuropa (Leitung des Niederlassungsleiters in Deutschland und des Geschäftsführers der Tochtergesellschaft in der Schweiz) Christian Muller Chief Operating Officer (COO) Rückversicherung, Kapazitätsmanagement, Underwriting, Schadenbearbeitung, Prozessmanagement und IT, Produktentwicklung und -management, Business Continuity, Beschwerdemanagement, Regionenverantwortung für Süd-/ Westeuropa (Leitung des Regional CEO) Dr. Alexander Wiebe, LL.M. Chief Financial Officer (CFO) Finanzen, Rechnungswesen, Zahlungsverkehr, Compliance, Versicherungsmathematik, Planung, Reporting und Kontrolle, Risikomanagement, Steuern, strategische und finanzielle Planung, Projektportfoliomanagement LageberichtGeschäfts- und RahmenbedingungenDie deutsche Wirtschaft wächst 2017 kräftigDie deutsche Wirtschaft zeigte sich im Jahr 2017 sehr robust. Die Zeichen standen auf Wachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) 2017 um 2,2 % höher als im Vorjahr und wuchs damit das achte Jahr in Folge. Kalenderbereinigt errechnet sich laut Statistischem Bundesamt sogar eine höhere BIP-Wachstumsrate von 2,5 %, da im Jahr 2017 rechnerisch drei Arbeitstage weniger zur Verfügung standen als im Vorjahr. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das deutsche Wirtschaftswachstum im Jahr 2017 fast einen Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der vergangenen zehn Jahre von 1,3 % lag. Die Wachstumsimpulse kamen 2017 vorrangig aus dem Inland. Die privaten Konsumausgaben lagen preisbereinigt um 2,0 % höher als im Vorjahr, wobei die staatlichen Konsumausgaben mit 1,4 % unterdurchschnittlich stiegen. Die Bruttoanlageinvestitionen erhöhten sich 2017 überdurchschnittlich um 3,0 %. In Ausrüstungen - das sind vor allem Maschinen und Geräte sowie Fahrzeuge - wurde preisbereinigt 3,5 % mehr investiert als im Vorjahr. Erbracht wurde die Wirtschaftsleistung von im Jahresdurchschnitt 44,3 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland. Das waren nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes 638.000 oder 1,5 % mehr als im Jahr zuvor. Das ist der höchste Stand seit der deutschen Wiedervereinigung. Dieser Anstieg resultiert aus einer Zunahme der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Eine höhere Erwerbsbeteiligung sowie die Zuwanderung von Arbeitskräften aus dem Ausland glichen altersbedingte demografische Effekte aus. Aufgrund der Zuwanderung ist auch die Bevölkerungszahl weiter gestiegen. Laut Schätzung des Statistischen Bundesamtes zeigt eine Vorausberechnung, dass bis zum Jahresende 2017 die Bevölkerung Deutschlands weiter auf mindestens 82,8 Millionen Menschen (2016: 82,5 Millionen) angestiegen sein wird. Im Jahresdurchschnitt 2017 waren in Deutschland nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit 2.533.000 Menschen arbeitslos gemeldet. Damit reduzierte sich die Zahl im Vergleich zum Vorjahr um 158.000 und die Arbeitslosenquote sank um 0,4 Prozentpunkte auf 5,7 %. Nach vorläufigen Ergebnissen der Vierteljährlichen Verdiensterhebung ist der Reallohnindex in Deutschland im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um knapp 0,8 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Grundlage vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, lagen die Nominallöhne im Jahr 2017 um rund 2,5 % über dem Vorjahreswert. Die Verbraucherpreise in Deutschland erhöhten sich im Jahresdurchschnitt 2017 um 1,8 % gegenüber 2016 und damit stärker als in den letzten vier Jahren. Von 2014 bis 2016 hatten diese sogar jeweils unterhalb von einem Prozent gelegen. Zum Ende des dritten Quartals 2017 belief sich das Geldvermögen der privaten Haushalte nach Angaben der Deutschen Bundesbank auf 5.779 Mrd. Euro. Ende des 3. Quartals 2016 hatte das Geldvermögen 5.468 Mrd. Euro betragen. Die Mittel flossen mit 18 Mrd. Euro erneut vor allem in Bargeld und Einlagen, gefolgt von Ansprüchen gegenüber Versicherungen, die in Höhe von 15 Mrd. Euro erworben wurden. Obgleich auch das Engagement in Aktien und Investmentfondsanteilen erneut deutlich erhöht wurde, hielt die Präferenz der privaten Haushalte in Deutschland für liquide und risikoarme Anlagen weiter an. Deutsche Versicherungswirtschaft ist 2017 auf WachstumskursDie Versicherungswirtschaft hat 2017 die eigenen Prognosen übertroffen. Nach vorläufigen Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft stiegen die Beitragseinnahmen der rund 450 Branchenunternehmen 2017 um 1,7 % auf 197,7 Mrd. Euro. Einen Einnahme-Zuwachs von 2,9 % wurde in der Schaden- und Unfallversicherung erzielt. Die Bruttobeträge beliefen sich damit auf 68,2 Mrd. Euro. Besonders stark war das Plus dabei erneut bei der Kraftfahrtversicherung (+ 4,1 %) und der Sachversicherung (+ 3,0 %). Auch die Leistungen stiegen mit 51 Mrd. Euro erneut. Das Plus bei den ausgezahlten Leistungen in der Schaden- und Unfallversicherung lag 2017 im Vergleich zu 2016 laut Hochrechnung des GDV damit bei 3,2 %. Insgesamt haben die Branchenunternehmen damit 2017 erneut schwarze Zahlen geschrieben. Globaler Kunstmarkt erholt sich von schwachem VorjahrIm vergangenen Jahr hat sich der globale Kunstmarkt von der kurzen Schwächephase der zwei Vorjahre erholt. Insbesondere der Auktionshandel konnte im Vergleich zum Vorjahr beträchtlich zulegen. Dabei wirkten sich das Wachstum im asiatischen Markt ebenso positiv aus wie der Umsatzanstieg in einzelnen Segmenten ("Zeitgenössische Kunst", "Impressionismus", "Moderne Kunst"). Im Ergebnis legten die Umsätze der größten Auktionshäuser weltweit zu. Die Marktkonzentration auf die Metropolen New York, London & Hong Kong hat dabei weiterhin Bestand; der Londoner Markt verlor trotz Brexit und der Abwertung des Britischen Pfunds kaum an Gewicht. Gleichzeitig differenziert sich der Handel weiterh aus. Die marktführenden europäischen Auktionshäuser, Galerien und internationalen Messen sind in den aufstrebenden Märkten etabliert und trieben in 2017 ihre geographische Diversifizierung voran. Zudem werden private Verkäufe dank neuer C2C eCommerce-Angebote immer attraktiver und eröffnen auch Privatpersonen Zugang zum globalen Kunstmarkt. In allen Ländern, in denen die AXA ART Gruppe mit eigenem Personal operiert, konnte die profitable Wachstumsstrategie fortgesetzt werden. Zur Unterstützung dieser Entwicklung wurden die im Vorjahr gestarteten strategischen Initiativen weiter vorangetrieben, die sowohl eine Optimierung der Lösungsangebote für Geschäftspartner und Kunden, als auch Themen wie Digitalisierung sowie die Verbreiterung unserer Lösungsansätze für vermögende Kunden mit internationalem oder globalem Absicherungsbedarf adressieren. Niedrigzinsen, Regulierung, DigitalisierungDauerhaft niedrige Zinsen, zunehmende Regulierung und die an Fahrt aufnehmende Digitalisierung sind die drängendsten Themen der Versicherungsbranche. Die Niedrigzinspolitik stellt die Versicherungsbranche weiter vor große Herausforderungen. Zwar wird an der einen oder anderen Stelle bereits über einen möglichen Ausstieg aus der ultraexpansiven Geldpolitik der Europäischen Zentralbank diskutiert, eine Zinswende ist aber aktuell nicht absehbar. Seit Anfang 2016 ist das risikobasierte Aufsichtsregime Solvency II in Kraft. 2017 mussten die Versicherungsunternehmen erstmals einen Bericht zur Solvenz- und Finanzlage veröffentlichen. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) hatte sich zufrieden gezeigt und das Ergebnis als "positiv" eingestuft. Die Digitalisierung in der Versicherungsbranche schreitet mit großen Schritten voran. Sie verändert die Branche grundlegend und mit hoher Geschwindigkeit. Geschäftsmodelle, Strukturen und Vertriebskanäle stehen dabei gleichermaßen auf dem Prüfstand. Sogenannte Insurtechs drängen auf den Markt. Wichtige Zukunftsthemen für den Sektor sind Big Data, Blockchain, künstliche Intelligenz und Cybercrime. AXA mit hoher Finanzkraft und starken RatingsDie drei großen Ratingagenturen bescheinigen der AXA Gruppe seit langem eine hohe Finanzkraft, von der auch der deutsche AXA Konzern profitiert. Standard & Poor's Ratings Services hat am 05. Oktober 2017 seine Financial Strength Rating-Entscheidung für AXA unverändert auf AA- belassen und diese wie im Vorjahr mit einem stabilen Ausblick versehen. Wenige Wochen danach, am 19. Januar 2018, hatte Moody's Investors Services seine Aa3 Insurance Financial Strength Rating-Entscheidung mit stabilem Ausblick für die AXA Gruppe wieder bekräftigt. Fitch Ratings bewertet AXA in ihrer Insurer Financial Strength Rating-Entscheidung vom 31. Mai 2017 weiterhin mit AA-, ebenfalls mit stabilem Ausblick. Überblick über den GeschäftsverlaufDer Lagebericht beschreibt die Lage der Einzelgesellschaft AXA ART Versicherung AG (im Folgenden AXA ART). Er umfasst das direkte deutsche Geschäft und die Aktivitäten der Zweigniederlassungen in Belgien, Frankreich, Italien, den Niederlanden und Spanien. In der AXA ART sind auch die Headquarter-Funktionen der Gruppe zusammengefasst. Die Gesellschaft ist der interne Rückversicherer für die ausländischen Einheiten der AXA ART Gruppe und für das Kunst- und Sammlungsversicherungsgeschäft der AXA Insurance Corporation, New York, einer Schwestergesellschaft der AXA ART, das unter dem indirekten Geschäft abgebildet ist. Die Ergebnisse der Tochtergesellschaften in Großbritannien, den USA und in der Schweiz finden in den Dividendenzahlungen Berücksichtigung, die in das Finanzergebnis einfließen. Die durch den Vorstand und Aufsichtsrat der AXA ART beschlossene Umwandlung der selbständigen Gesellschaften AXA ART Insurance UK SE (seit Juni 2017 mit Sitz in Köln, zuvor London) und AXA ART Versicherung AG (Zürich) in rechtlich unselbständige Niederlassungen der AXA ART Versicherung AG (Köln) ist 2017 in Kooperation mit den zuständigen Aufsichtsbehörden in die Umsetzungsphase eingetreten. Der Vorstand ist zuversichtlich, dass die Umwandlung im Geschäftsjahr 2018 vollzogen werden kann. Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2017 weiterhin das Beitragsniveau steigern, insgesamt den profitablen Wachstumskurs der Vorjahre fortsetzen und somit erneut ein gutes Ergebnis erzielen. Haupttreiber des erreichten Wachstums war das Privatkundengeschäft, aber auch die Umsätze aus den Geschäften mit Galerien und Institutionen (Museen & Ausstellungen) konnten trotz des insbesondere im Ausstellungsgeschäft anhaltenden Preisdrucks gesteigert werden und übertrafen teilweise die Erwartungen. Wie in den Vorjahren ist im internationalen Kunstversicherungsmarkt ein weiterhin hoher Wettbewerbsdruck zu verzeichnen, der einen Ratenverfall bei den Versicherungsprämien vor allem im Ausstellungsgeschäft und mit Institutionen verursachte. Dennoch konnte AXA ART die Brutto-Beitragseinnahmen des direkten Geschäfts um 6,8 % auf 69,5 Mio. Euro steigern (2016: 65,0 Mio. Euro) und damit die Erwartungen übertreffen. Dieses Wachstum wurde durch verstärkte vertriebliche, produktseitige und marketingspezifische Anstrengungen erreicht. Im indirekten Geschäft blieb das Brutto-Beitragsvolumen mit 24,0 Mio. Euro nahezu konstant (2016: 24,2 Mio. Euro). Zusammen mit dem direkten Geschäft ergab sich für das gesamte Versicherungsgeschäft somit ein Anstieg der Bruttobeiträge um 4,8 % auf 93,5 Mio. Euro (2016: 89,2 Mio. Euro). Die Brutto-Schadenquote betrug 25,1 % und lag damit leicht über unserer Erwartung. Neben höheren Aufwendungen für Geschäftsjahresschäden ist dies auf eine Zuführung zur Spätschadenreserve in Höhe von 3,6 Mio. Euro zurückzuführen, die aufgrund des im vierten Quartal beobachteten Anstiegs der Schadenstückzahl in Deutschland erfolgte. Bedingt durch höhere Erträge aus den Dividenden unserer ausländischen Tochtergesellschaften in Höhe von 22,0 Mio. Euro (2016: 16,5 Mio. Euro) - darin eine Sonderdividende der britischen Tochtergesellschaft in Höhe von 5,4 Mio. Pfund Sterling - betrug das gesamte Kapitalanlageergebnis 24,6 Mio. Euro (2016: 18,8 Mio. Euro) und entwickelte sich damit deutlich über unserer Planung. Ohne Berücksichtigung der Dividenden erhöhte sich das Kapitalanlageergebnis erwartungsgemäß leicht auf 2,6 Mio. Euro. Bei leicht rückläufigen sonstigen Aufwendungen profitierte das Gesamtergebnis außerdem von deutlich höheren sonstigen Erträgen sowie von einem verbesserten versicherungstechnischen Ergebnis vor Schwankungsrückstellung. Die Netto-Kostenquote verringerte sich um 3,4 Prozentpunkte auf 38,9 % Der weiterhin auf nachhaltige Geschäftsentwicklung ausgerichtete, selektive und risikoorientierte Underwriting-Ansatz führte in Verbindung mit einem kontinuierlichen Kostenmanagement zu einem verbesserten versicherungstechnischen Ergebnis und den höheren Erträgen aus den Dividenden unserer ausländischen Tochtergesellschaften zufolge insgesamt zu einem beträchtlich über Plan liegenden Gewinn von 28,8 Mio. Euro (2016: 17,7 Mio. Euro), der aufgrund des mit der AXA Konzern AG abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrags vollständig an diese abgeführt wird. Zusammenfassend zeigt der Geschäftsverlauf 2017 folgendes Bild:
Der Geschäftsverlauf im EinzelnenAnstieg des direkten Geschäfts um 6,8 %Die Beiträge des direkten Geschäfts stiegen in 2017 um 6,8 % auf 69,5 Mio. Euro. Das Wachstum resultierte vor allem aus höheren Beitragseinnahmen in allen Niederlassungen, vor allem im Privatkundengeschäft konnte das Beitragsvolumen erneut gesteigert werden. Die Beitragseinnahmen in Deutschland stiegen um 2,1 %. Beitragseinnahmen
SchadenquoteDer Anstieg der Brutto-Schadenquote um 2,5 % auf 25,1 % ist auf höhere Aufwendungen für Geschäftsjahresschäden sowie ein rückläufiges Abwicklungsergebnis der Zweigniederlassungen zurückzuführen. Aufgrund des im vierten Quartal beobachteten Anstiegs der Schadenstückzahl in Deutschland wurden zudem 3,6 Mio. Euro der Spätschadenreserve zugeführt. Hingegen reduzierte sich der Schadenaufwand des in Rückdeckung übernommenen Geschäfts deutlich um 2,8 Mio. Euro auf 0,1 Mio. Euro. Insgesamt ist das versicherungstechnische Ergebnis aufgrund der selektiven Geschäftszeichnungspolitik und der Schadenbearbeitungsexpertise von AXA ART weiterhin zufriedenstellend. Netto-KostenquoteDas Verhältnis der gesamten Abschluss- und Verwaltungskosten zu den verdienten Netto-Beitragseinnahmen, also die Netto-Kostenquote, verringerte sich von 42,4 % im Vorjahr auf 38,9 % im Berichtsjahr. Während die Provisionen stiegen, bedingt durch die positive Entwicklung des Neugeschäfts, reduzierten sich die Verwaltungskosten. Daraus resultierte insgesamt eine weiterhin geringe Netto-Kostenquote. Kapitalanlageergebnis von 24,6 Mio. EuroDas gesamte Kapitalanlageergebnis - alle Erträge abzüglich aller Aufwendungen - betrug im Berichtsjahr 24,6 Mio. Euro (2016: 18,8 Mio. Euro). Aus Dividenden der Tochtergesellschaften stammen 89,7 % oder 22,0 Mio. Euro. Das ordentliche Ergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 5,6 Mio. Euro insbesondere auf Grund höherer Dividenden der Tochtergesellschaften. Das außerordentliche Ergebnis stieg um 0,1 Mio. Euro. Die Nettoverzinsung der Kapitalanlagen - berechnet nach der Formel des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft - für das Jahr 2017 belief sich auf 19,6 % (2016: 15,3 %). Ohne Berücksichtigung der verbundenen Unternehmen ergab sich eine Nettoverzinsung von 2,6 % (2016: 2,6 %). Kapitalanlagebestand von 128,6 Mio. EuroIm Jahr 2017 entwickelte sich die globale Konjunktur positiv und konnte im Vorjahresvergleich an Breite gewinnen. Im Jahresverlauf kam es wiederholt zu positiven Korrekturen des erwarteten Wachstums, insbesondere in der Eurozone, den USA und wichtigen Schwellenländern. Der Zinsmarkt war im Jahr 2017 von dem anhaltenden extremen Niedrigzinsumfeld geprägt. Ein Treiber ist unverändert die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), die trotz Reduktion des Anleihekaufprogrammes in 2017 weiterhin als expansiv bezeichnet werden kann. Zinserhöhungen der EZB werden grundsätzlich nicht vor 2019 erwartet. Die US-Notenbank setzte die moderate Straffung ihrer Geldpolitik mit insgesamt drei Zinserhöhungen fort. Nach den Wahlen in den Niederlanden und Frankreich nahmen in Europa zudem die politischen Unsicherheiten ab. Im Jahresverlauf wertete der Euro insbesondere gegenüber dem US-Dollar massiv auf. In dem Umfeld von höherem Wachstum, Niedrigzinsen und abnehmenden Risiken in Europa zeigten sich die Kapitalmärkte im Jahresverlauf äußerst robust gegenüber sonstigen politischen und geopolitischen Unsicherheiten, wie z.B. dem Nordkorea-Konflikt oder den Brexit-Verhandlungen. Die Volatilität der Aktienmärkte lag sogar deutlich unter den langfristigen Durchschnittswerten und die wichtigsten Aktienindizes entwickelten sich positiv.
Die AXA ART verfügt über ein ausgewogenes Kapitalanlagenportfolio, das sicherstellt, dass die Gesellschaft die an ihre Kunden gegebenen Leistungsversprechen jederzeit erfüllen kann. Zudem profitierte sie von den Vorteilen, Gesellschaft eines international agierenden Versicherungskonzerns zu sein, und war so in der Lage, die zur Verfügung stehenden Mittel in Kapitalanlagen mit attraktiven Konditionen zu investieren. Im Geschäftsjahr 2017 wurden Investitionen in Staatsanleihen und staatsnahe Anleihen sowie in Unternehmensanleihen vorgenommen. Zudem wurden auch Investitionen in Immobilienfonds getätigt. Der Bestand an Kapitalanlagen stieg bei unserer Gesellschaft im Laufe des Jahres 2017 um 6,4 Mio. Euro (+ 5,2 %) auf 128,6 Mio. Euro. Ohne Berücksichtigung der Buchwerte unserer Anteile an verbundenen Unternehmen stieg der Bestand an Kapitalanlagen um 6,4 Mio. Euro (+ 6,8 %) auf 99,9 Mio. Euro. Aufgrund von Netto-Neuinvestitionen in Anteile an Investmentvermögen, Inhaberschuldverschreibungen und sonstige Ausleihungen in Höhe von insgesamt 10,7 Mio. Euro verringerten sich die Einlagen bei Kreditinstituten um 4,3 Mio. Euro. Der Zeitwert aller Kapitalanlagen betrug zum Bilanzstichtag 276,1 Mio. Euro (2016: 284,4 Mio. Euro) und lag damit um 147,5 Mio. Euro (2016: 162,1 Mio. Euro) bzw. 114,7 % (2016: 132,6 %) über dem Buchwert von 128,6 Mio. Euro (2016: 122,3 Mio. Euro). Der überwiegende Teil der Bewertungsreserven entfällt mit 143,0 Mio. Euro (2016: 156,5 Mio. Euro) auf unsere ausländischen Tochtergesellschaften. Unveränderte EigenkapitalausstattungDas Eigenkapital unserer Gesellschaft betrug wie im Vorjahr 69,6 Mio. Euro. Das Verhältnis des Eigenkapitals zu den gebuchten Netto-Beiträgen reduzierte sich aufgrund der gestiegenen Netto-Beiträge bei einem unveränderten Eigenkapital auf 97,3 % (2016: 105,3 %). Geschäftsgebiet und betriebene VersicherungszweigeDer Schwerpunkt des Geschäftsgebiets der AXA ART lag im Berichtsjahr weiterhin im selbst abgeschlossenen deutschen, im direkten Auslands- und im übernommenen Versicherungsgeschäft. Darüber hinaus unterhielten wir auch im Geschäftsjahr 2017 Niederlassungen in Belgien, Frankreich, Italien, den Niederlanden und Spanien.Selbst abgeschlossenes VersicherungsgeschäftInland Unter dem Versicherungszweig Sonstige Sachversicherung ist die AXA ART als Spezialversicherer auf dem Gebiet der Versicherung von Kunst- und Sammlungsobjekten mit den Geschäftsfeldern Privatkunden, Galerien und institutionelle Kunden (Ausstellungen/Museen) aktiv. Im Geschäftsjahr 2017 stiegen die Beitragseinnahmen im direkten Inlandsgeschäft von 25,0 Mio. Euro in 2016 auf 25,5 Mio. Euro. Im Berichtsjahr sind keine außergewöhnlichen Schadenereignisse im selbst abgeschlossenen Geschäft eingetreten. Die Geschäftsjahresbruttoschadenquote ist von 59,0 % auf 75,7% gestiegen. Ursache ist eine Zuführung zur Spätschadenreserve in Höhe von 3,6 Mio. Euro aufgrund des im vierten Quartal beobachteten Anstiegs der Schadenstückzahl. Die vorgenannte Spätschadenreserveerhöhung bewirkt einen Anstieg der Bruttoschadenquote auf 42,0 % (Vorjahr: 35,0 %). Das versicherungstechnische Netto-Ergebnis vor Veränderung der Schwankungsrückstellung verringerte sich im Wesentlichen durch diesen Einfluss auf 1,7 Mio. Euro (2016: 4,4 Mio. Euro). Ausländische Niederlassungen Italien Die italienische Niederlassung konnte die negative Entwicklung der Beitragseinnahmen umkehren und wuchs um 4,0 % auf 8,8 Mio. Euro. Die Einführung der Allgefahrendeckung tailorMade führte auch hier zu einer erfreulichen Wiederbelebung des Privatkundengeschäftes (+6,0 %). Im institutionellen Geschäft konnte die Einheit trotz weiterhin starken Wettbewerbs und fallender Prämiensätze ein Wachstum in Höhe von 4% erzielen. Wachstumstreiber war hier vor allem das Ausstellungsgeschäft. Das Geschäft mit Galerien entwickelte sich aufgrund der starken Konkurrenz durch den Londoner Markt weiterhin negativ. Durch das Ausbleiben von Großschäden war der Schadenverlauf besser als erwartet und trug damit zu einem guten versicherungstechnischen Nettoergebnis bei. Spanien Die Beitragseinnahmen im direkten Geschäft konnten mit 8,5 % auf 5,0 Mio. Euro gesteigert werden. Im Privatkundengeschäft konnte durch die Allgefahrendeckung tailorMade das Wachstum des Vorjahres fortgesetzt werden. Im institutionellen Bereich wurde nach einigen schwierigen Jahren ein erfreulicher Zuwachs um 0,6 Mio. Euro auf 1,4 Mio. Euro erzielt. Der Schadenverlauf entsprach den Erwartungen, sodass ein positives versicherungstechnisches Nettoergebnis erzielt wurde. Benelux Das Beitragsvolumen im Direktgeschäft stieg um 6,9 % auf 11,7 Mio. Euro. Im Wesentlichen resultiert die Steigerung aus dem Privatkundengeschäft, das um 10,2% gesteigert werden konnte. Im institutionellen Bereich war nach dem starken Rückgang des Ausstellungsgeschäftes im Vorjahr wieder ein leichtes Wachstum von 1,4% zu verzeichnen. Im kommerziellen Geschäft hingegen drehte sich durch stark gestiegenen Druck aus dem Londoner Markt die Beitragsentwicklung ins Negative. Die Schadenentwicklung wurde durch einige größere Schäden in den Niederlanden belastet, so dass das versicherungstechnische Ergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich zurückging. Frankreich Das Beitragsvolumen im Direktgeschäft ist um 14,4 % auf 18,4 Mio. Euro gestiegen. Ein wesentlicher Treiber dieses deutlichen Wachstums war das Privatkundengeschäft (+30 %). Hier wirkte zum einen die im letzten Jahr begonnene Übernahme eines Teilbestandes von Privatkunden-Policen der AXA France, die in die Zielgruppe der AXA Art fallen, nach. Zum anderen leistete die neue Allgefahrendeckung tailorMade, die höherwertigen Hausrat und Gebäude absichert und damit die Zielgruppe vermögender Privatkunden der AXA ART anspricht, einen wesentlichen Beitrag zum Wachstum. Aufgrund der andauernd starken Konkurrenz aus London war der kommerzielle Bereich weiterhin rückläufig. Im institutionellen Bereich konnte die positive Entwicklung des Vorjahres fortgesetzt werden. Der Schadenverlauf entsprach mit einigen größeren Schäden den Erwartungen. Das versicherungstechnische Nettoergebnis konnte gegenüber dem erfreulichen Vorjahr noch einmal verbessert werden. In Rückdeckung übernommenes VersicherungsgeschäftWir zeichnen beim in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft nahezu ausschließlich Geschäft unserer ausländischen Beteiligungen. Hierbei tritt die AXA ART Versicherung als interner Rückversicherer für die Tochtergesellschaften in der Schweiz und Großbritannien sowie der Schwestergesellschaft AXA Insurance Company in den USA auf. In geringem Umfang wird darüber hinaus auch übernommenes Geschäft durch unsere Zweigniederlassungen gezeichnet. Dieses Geschäft mit ausgesuchten strategischen Partnern soll, basierend auf unseren Zeichnungsrichtlinien, das lokale Geschäft weiterentwickeln. Die gebuchten Brutto-Beiträge beliefen sich im Berichtsjahr auf 24,0 Mio. Euro und lagen damit um 0,2 Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres. Dieser Rückgang resultiert überwiegend aus einem Rückgang der Einnahmen aus den gebuchten Bruttobeiträgen bei den verbrauchsabhängigen Rückversicherungsverträgen. AXA ART zediert die obligatorische Rückversicherung an die Konzerngesellschaft AXA Global Re in Paris, die ihrerseits Teile des Rückversicherungsprogramms an konzernexterne Rückversicherungspartner retrozediert. Sämtliche Vertragspartner entsprechen den konzerninternen Vorschriften der AXA Gruppe. Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDigitale Innovationen für mehr Kundenzufriedenheit Im Jahr 2017 hat die AXA Deutschland ein Data Innovation Lab gegründet mit dem Ziel, Kundenbedürfnisse frühzeitiger zu erkennen, Beziehungen zu Kunden zu vertiefen und effizienter zu arbeiten. Es soll dabei helfen, Innovationen aus den Bereichen Big Data, künstliche Intelligenz, User Experience oder Machine Learning in die Welt von AXA zu übertragen. Das Data Innovation Lab ist eine technologische Herzkammer des Unternehmens. AXA Innovation Campus Der AXA Innovation Campus unterstützt Start-ups in allen Entwicklungsphasen mit Kapital, Kooperationsmöglichkeiten oder Versicherungsschutz. Die Ideen der Gründer kommen aus ganz unterschiedlichen Bereichen wie Mobilität, Gesundheit, Finanzen, Verwaltung oder Smart Home. Ökologischer Fußabdruck Als Versicherungsunternehmen, dessen Ziel der langfristige Schutz der Menschen vor Risiken ist, trägt AXA weltweit Verantwortung für den Aufbau einer nachhaltigeren Gesellschaft. Dabei steht die Reduzierung des Wasser-, Energie- und Papierverbrauchs sowie der daraus resultierenden CO 2-Emmissionen im Mittelpunkt. Bei AXA Deutschland konnten von 2016 auf 2017 durch verschiedene Digitalisierungsmaßnahmen vor allem der Papierverbrauch (-31 %) sowie die Reisekilometer per Bahn und Flugzeug (-17 %) verringert werden. Ausgezeichnetes betriebliches Gesundheitsmanagement AXA wurde 2017 beim Corporate Health Award mit dem ersten Platz in der Kategorie Versicherung prämiert. Der Corporate Health Award bescheinigt ein überdurchschnittliches Engagement des Konzerns für die Gesundheit seiner Mitarbeiter sowie eine vorausschauende und nachhaltige Personalstrategie. Parent Policy für mehr Familienfreundlichkeit Im Rahmen der Parent Policy erhalten Eltern seit 2017 zusätzlich zu den gesetzlich geregelten Ansprüchen von Mutterschutz und Elternzeit die Möglichkeit, zwei bis vier weitere Wochen bei voller Bezahlung freigestellt zu werden. Bei einer Adoption hat der Elternteil, der sich primär um das Kind kümmert, zusätzlich zur Elternzeit ebenfalls Anspruch auf Freistellung. AXA Mitarbeiter brechen in die Versicherung der Zukunft auf Mit dem Großprojekt New Way of Working (NWoW) plant AXA Deutschland bis 2020 alle Standorte nach einem offenen Raumkonzept mit individuellen Arbeits- und Kreativflächen umzubauen, um transparenter, offener, schneller und flexibler in der Zusammenarbeit zu werden. NWoW soll dabei helfen, Arbeitsroutinen zu durchbrechen und so den Austausch untereinander zu vereinfachen. Risiken der zukünftigen EntwicklungDie Einschätzungen der zukünftigen Entwicklung unseres Unternehmens beruhen in erster Linie auf Planungen, Prognosen und Erwartungen. Dementsprechend kommen insbesondere in der Berichterstattung über die Risiken und die künftige Entwicklung der AXA ART allein unsere Annahmen und Ansichten zum Ausdruck. Das Risikomanagement unserer Gesellschaft basiert auf der Grundlage der §§ 23 und 26 des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) sowie der Leitlinien der EIOPA (European Insurance and Occupational Pensions Authority) zum Governancesystem und der Durchführungsverordnung 2015/35 der Europäischen Kommission. Als Risiko wird gemäß den gesetzlichen Anforderungen an das Risikomanagement für Versicherungsunternehmen die Möglichkeit des Nichterreichens eines explizit formulierten oder sich implizit ergebenden Zieles verstanden. Dies schließt die Risikodefinition des Deutschen Rechnungslegungsstandards zur Risikoberichterstattung (DRS 20) ein, innerhalb dessen Risiken als mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für das Unternehmen negativen Prognose- bzw. Zielabweichung führen können, definiert sind. Grundsätzlich kann zwischen folgenden Risiken unterschieden werden:
Im Folgenden werden unsere Organisationseinheiten des Risikomanagements und der Risikomanagementprozess aufgezeigt. Darüber hinaus wird unsere Risikosituation im Wesentlichen anlehnend an den Deutschen Rechnungslegungsstandard zur Risikoberichterstattung von Versicherungsunternehmen (DRS 20 und Anlage 2 für Versicherungsunternehmen) dargestellt. Organisationseinheiten des RisikomanagementsDie Gesamtverantwortung für das Risikomanagement liegt beim Vorstand der AXA ART. Er wird bei der risikopolitischen Ausrichtung unserer Gesellschaft sowie bei der Implementierung eines funktionierenden angemessenen Risikomanagements und dessen Weiterentwicklung durch das Risikokomitee der AXA ART unterstützt und beraten. Darüber hinaus berichtet die AXA ART in das Audit & Risk Committee (ARC) der AXA Konzern AG. Im ARC werden ebenfalls Compliance-Themen behandelt sowie Rechts- und Revisionsthemen mit Risikobezug. Darüber hinaus existiert das Compliance and Operational Risk Committee als zentrales Kommunikationsgremium zu Compliance-Themen, operationellen Risiken, Reputationsrisiken und sonstigen Rechtsrisiken. Für die AXA ART wurde ein eigenes Local Reinsurance Committee eingerichtet. Die AXA ART ist in den Kapitalanlageausschuss für die Konzerngesellschaften integriert. Kontrollgremium ist der Aufsichtsrat als den Vorstand überwachendes Organ. Das dezentrale Risikomanagement unserer Gesellschaft besteht vorrangig aus dem dezentralen Risikomanager in Person des Chief Risk Officers sowie den Risk Ownern, die für alle wesentlichen Risiken des jeweiligen Verantwortungsbereichs zuständig sind. Das Risikomanagement der AXA ART ist in das konzernweite Risikomanagementsystem der AXA Deutschland (AXA Konzern AG und ihre Mehrheitsbeteiligungen) eingebunden, welches wahrgenommen wird durch den Bereich Value & Risk Management als zentrales Risikomanagement. Zur Risikomanagementfunktion gehörende Organisationseinheiten sind
Der Bereich Value & Risk Management - zuständige Einheit für alle Gesellschaften der AXA Deutschland - ist in das Ressort des Vorstandsvorsitzenden der AXA Konzern AG integriert. Der Chief Risk Officer (CRO) der AXA ART, der ebenfalls die Aufgaben der unabhängigen Risikocontrollingfunktion übernommen hat, stellt die zeitnahe Kommunikation risikorelevanter Themen durch Behandlung im Risikokomitee der AXA ART und regelmäßige Berichterstattung an das ARC im Rahmen von dessen Sitzungen beziehungsweise ad hoc sicher. Er gewährleistet unter Einbeziehung des Bereichs Value & Risk Management die Einbindung der AXA ART in das Risikomanagement der AXA Deutschland. AXA hat mit Blick auf die Solvency II-Anforderungen an das System of Governance folgende Schlüsselfunktionen etabliert:
Inhaber der Funktionen und damit Schlüsselperson ist der jeweilige Leiter des Bereichs oder der Abteilung. Dabei ist die versicherungsmathematische Funktion innerhalb des Bereichs Value & Risk Management von AXA Deutschland angesiedelt. AXA ART hat darüber hinaus den Leiter Recht sowie den Chief Investment Officer (CIO) zu weiteren Schlüsselpersonen erklärt. Für diese Schlüsselpersonen gelten besondere Anforderungen, sogenannte "Fit & Proper"-Eigenschaften (das heißt fachlich qualifiziert und persönlich zuverlässig). RisikomanagementprozessDas Risikomanagement der AXA ART erfolgt unter Beachtung gesetzlicher, aufsichtsrechtlicher und innerbetrieblicher Vorgaben. Der Risikomanagementprozess setzt sich aus Risikoidentifikation, Risikoanalyse und -bewertung, Risikosteuerung und -überwachung sowie Risikokommunikation und -berichterstattung zusammen. Risikoidentifikation: Die regelmäßige Risikoidentifikation erfolgt innerhalb der Risikogremiensitzungen, im Rahmen der strategischen Planung und der Aktualisierung der Risikostrategie, unter anderem durch die Aktualisierung der sogenannten "Risikopolicen" und der Dokumentation und Beschreibung operationeller Risiken. Durch die Risikopolicen werden die identifizierten wesentlichen Risiken inklusive deren aufbau- und ablauforganisatorischen Regelungen dokumentiert. Darüber hinaus ist die Risikoidentifikation im Rahmen von Prüfungen der Internen Revision möglich. Risiken neuer Versicherungsprodukte werden im Rahmen des standardisierten Product Approval Process (PAP) unabhängig auf alle wesentlichen internen und externen Risikoeinflussfaktoren untersucht sowie deren Auswirkungen auf das Gesamtrisikoprofil bewertet. Des Weiteren gibt es zur Identifikation operationeller Risiken einen jährlichen Risikoerhebungsprozess auf Basis einer Befragung der Vorstandsmitglieder und der höheren Führungsebene sowie einer Bewertung durch die jeweiligen Risk Owner. Darüber hinaus erfolgt die Risikoidentifikation auf AXA Konzernebene infolge von Meldungen eingetretener Risiken zur Aufnahme in die Verlustdatensammlung für operationelle Risiken, im Rahmen des Information Risk Management Prozesses (IRM) oder durch das Risk Identification and Assessment (RIA) im Rahmen des Business Continuity Managements. Risikoanalyse und -bewertung: Aufbauend auf den Ergebnissen der Risikoidentifikation erfolgt eine Analyse und Bewertung der Risiken. Ergebnis der Risikoanalyse und -bewertung ist das Risikoprofil des Unternehmens. Identifizierte Risiken werden nach ihrer Wesentlichkeit eingeordnet. Dadurch wird sichergestellt, dass Risiken mit wesentlicher Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens identifiziert und angemessene Steuerungsmaßnahmen/-strategien definiert werden können. Bei der Risikobewertung wird eine quantitative Einschätzung für die einzelnen Risiken sowie für das gesamte Risikoportfolio unter Berücksichtigung der bereits bestehenden Steuerungsmaßnahmen abgegeben. Die übergreifende quantitative Risikobewertung erfolgt anhand des ökonomischen Risikokapitalmodells und der dort definierten und eingesetzten Bewertungsmethoden. Auf Einzelgesellschaftsebene verwendet die AXA ART hierfür das Standardmodell; zusätzlich erfolgt auf Teilkonzernebene eine Berechnung des ökonomischen Risikokapitals nach dem internen Risikomodell der AXA Gruppe. Für Risikoarten, für die eine quantitative Risikomessung nicht sinnvoll oder möglich ist, wie z.B. Reputations- oder strategische Risiken, wird eine qualitative Beurteilung vorgenommen. Neben qualitativen und quantitativen Methoden werden bei der Risikobewertung für ausgewählte Risiken situationsbedingt auch Sensitivitätsanalysen, Szenarioanalysen und Stresstests mit unterschiedlichen Zeithorizonten herangezogen. Die Bewertung der operationellen und sonstigen Risiken erfolgt in der Risikodatenbank. Die Risikopolicen werden im Document Inventory, unserem Verzeichnis für alle Solvency II-relevanten Dokumente, geführt. Risikosteuerung und -überwachung: Die Risikosteuerung umfasst das Ergreifen von Maßnahmen zur Risikobewältigung in unserer Gesellschaft. Unter Risikosteuerung wird die Umsetzung entwickelter Konzepte und Prozesse im Einklang mit der von der Geschäftsleitung vorgegebenen Risikostrategie verstanden. Dadurch werden Risiken entweder bewusst akzeptiert, vermieden, vermindert oder transferiert. Durch regelmäßige Überwachung der Risiken anhand eines Soll / Ist-Abgleichs, zum Beispiel im Rahmen des implementierten Limitsystems, werden Gefahren frühzeitig erkannt. Somit wird ein Gegensteuern ermöglicht. Die Entscheidung, welche Maßnahme im speziellen Fall durchgeführt wird, erfolgt durch Abwägung des Risiko- / Ertragsprofils sowie durch Überwachung der Limits der Verlust- und Risikoindikatoren. Die Risikosteuerung erfolgt immer durch die Geschäftsleitung gemäß Ihrer Bereitschaft bestimmte Risiken zu übernehmen. Dabei müssen jedoch das Risikoprofil und die Risikotragfähigkeit strikt beachtet werden. Schließlich wird in Verbindung mit einer angemessenen Berichterstattung bzw. Eskalation die Einhaltung der Risikostrategie sichergestellt und die frühzeitige Identifizierung von Risiken ermöglicht. Risikokommunikation und -berichterstattung: Das sich aus Risikoanalyse und Bewertung ergebende Risikoprofil wird gegenüber dem Vorstand kommuniziert, so dass dieser bei der Festlegung des Risikoappetits das aktuelle Risikoprofil beachten kann. Ziel der Risikoberichterstattung ist die Bereitstellung aller erforderlichen Risikoinformationen zur Einschätzung des unternehmensindividuellen Risikos unter Berücksichtigung aufsichtsrechtlicher und interner Steuerungsanforderungen. Neben der Ergebnisberichterstattung zum ökonomischen Risikokapital werden auf Konzernebene regelmäßig ein Risikobericht und ein auf Solvency II - Anforderungen ausgerichteter ORSA (Own Risk and Solvency Assessment)-Bericht verfasst. Diese werden den Vorständen der Versicherungsgesellschaften vorgelegt und an das dezentrale Risikomanagement, das ARC und die Aufsichtsbehörde übermittelt. Die AXA ART erstellt außerdem einmal jährlich und ggf. ad hoc einen ORSA-Bericht auf Gesellschaftsebene auf Basis des Standardmodells, welcher in den Risikobericht integriert ist und der den Vorständen der AXA ART vorgelegt wird und an den Aufsichtsrat und die Aufsichtsbehörde übermittelt wird. Zusätzlich sind Ad-hoc-Berichterstattungspflichten implementiert, beispielsweise bei Erreichen definierter Schwellenwerte. Risikorelevante Themen werden darüber hinaus im Rahmen des quartalsweise zusammenkommenden Risikokomitees der AXA ART besprochen und regelmäßig an das zentrale Risikomanagement des Konzerns kommuniziert. Das Risikomanagementsystem wird regelmäßig durch die Interne Revision geprüft. Versicherungstechnische RisikenDie AXA ART ist ein internationaler Spezialversicherer für Kunst- und Sammlungsobjekte mit maßgeschneiderten Versicherungskonzepten für Privatsammlungen, Galeristen, Kunsthändler, Restauratoren, Museen, Ausstellungen und Corporate Collections. Sie betreibt im Schadenversicherungsgeschäft ausschließlich die Sparte Kunstversicherung im direkten und indirekten Geschäft, welche eine spezielle Sachversicherung ist, die im Unterschied zur herkömmlichen Sachversicherung in der Regel sämtliche Gefahren (all risk) absichert. Die primären Risiken aus der Schadenversicherung sind das Prämien- und Schadenrisiko sowie das Reserverisiko. Prämien- und SchadenrisikoUnter dem Prämien-/Schadenrisiko wird das Risiko verstanden, dass die tatsächlichen endgültigen Schadenzahlungen des Versicherungsbestandes die erwarteten, in der Prämie berücksichtigten Zahlungen übersteigen können. Es wird somit durch die zufällige Schadenanzahl und die zufällige Schadenhöhe der einzelnen Schäden bestimmt. Für eine risikoadäquate Tarifierung werden versicherungsmathematische Modelle auf Basis empirischer Schadendaten verwendet. Die regelmäßige Überwachung des Schadenverlaufs gewährleistet eine zeitnahe Anpassung der Tarifierungs- und Annahmepolitik an signifikante Veränderungen. Daher ist die AXA ART in der Lage, im Neugeschäft die Beiträge an eine geänderte Schadensituation teilweise anzugleichen. Das Bestandsgeschäft wird teilweise durch Beitragsanpassung und Indexierung der Einjahresverträge mit Verlängerungsoption (überwiegend im Geschäftssegment Privat) sowie durch kontinuierliches Bestandsunderwriting risikoadäquat gehalten. Dieser Teil des Portfolios kann somit einem laufenden Analyseprozess unterzogen werden. Ein weiterer erheblicher Anteil des Gesamtgeschäfts besteht aus kurzfristigen Policen im Bereich Ausstellungsversicherung. Dieses Segment unterliegt den Kriterien zur Neugeschäftstarifierung. Die Risikosteuerung der AXA ART erfolgt durch eine gezielte Risikoselektion, Produktgestaltung und risikogerechte Kalkulation sowie ertragsorientierte Zeichnungsrichtlinien. Durch Zeichnungsrichtlinien können bereits bei Abschluss Deckungszusagen für unerwünschte Risiken und Risikokonzentrationen vermieden werden. Darüber hinaus werden bestehende Versicherungsverträge unter bestimmten Umständen aufgrund des Schadenverlaufs der Vergangenheit gar nicht oder nur unter Erhöhung der Selbstbeteiligung oder der Beiträge verlängert. Im Rahmen der Steuerung von Versicherungsrisiken werden außerdem die Mechanismen der Rückversicherungspolitik sowie des aktiven Schadenmanagements eingesetzt. Groß- und Kumulrisiken werden auf vertraglicher Basis rückversichert. Die über die vertraglichen Kapazitäten hinausgehenden Risiken werden auf einzelvertraglicher Basis (fakultativ) rückversichert. Das potenzielle Ausfallrisiko der Rückversicherungskapazitäten wird durch die Einhaltung der konzerninternen Vorschriften zur Platzierung der Rückversicherungsabgaben minimiert. Eine dezidierte zentrale Steuerung der Vollmachten (Risikoannahme- und Schadenregulierungsvollmachten) an die Mitarbeiter, entsprechend der individuellen Eignung, rundet die Risikosteuerung ab. Einen besonderen Stellenwert innerhalb des Prämien- und Schadenrisikos nimmt das Groß- und Katastrophenschadenrisiko ein. Hierbei handelt es sich um das unerwartete Eintreten von einzelnen Großschäden, aber auch um Ereignisse wie zum Beispiel Naturkatastrophen, die zu einer großen Anzahl von Schäden führen. Neben Naturkatastrophen können auch durch Menschen verursachte Schadenereignisse, wie zum Beispiel Terroranschläge, hohe Großschäden hervorrufen. Dezidierte Tools zur Kontrolle der Kumule im Bereich der Naturgefahrenexponierung sowie eindeutige Richtlinien zur Erfassung der entsprechenden Risikodaten bilden die Basis für eine risikogerechte Zeichnungs- und Tarifierungspolitik. Ziel der weiteren Reduzierung der Naturgefahrenexponierung in den Hauptzonen ist die dauerhafte Verbesserung der Risikodiversifikation der Gesellschaft. Zusätzlich könnte der Trend zu höheren Schadenersatzansprüchen in der Allgefahrendeckung, zum Beispiel bei neu aufkommenden Risiken, Veränderungen der Rechtslage bzw. im Verhalten der Marktteilnehmer oder Umweltschäden, den durchschnittlichen Schadenaufwand erhöhen. Dieser Risikoerhöhung begegnet AXA ART durch die gewählte Rückversicherungskonstruktion. Durch diese ist die AXA ART mit ihrem Risikoexposure auch bei außergewöhnlichen Schadenereignissen oder großen Einzelschäden gut abgesichert. Die Geschäftsjahresschadenquoten (Geschäftsjahresschadenquote in % der verdienten Nettobeiträge) für eigene Rechnung entwickelten sich seit dem Jahr 2008 wie folgt: 2008: 43,4 2009: 47,3 2010: 38,2 2011: 41,7 2012: 60,5 2013: 49,8 2014: 49,7 2015: 47,6 2016: 55,7 2017: 52,3 Die Schadenquoten der Jahre 2012 und 2016 sind jeweils durch Naturkatastrophenschäden in den USA negativ beeinflusst. Ohne diese Schäden liegt die Netto-Geschäftsjahresschadenquote für 2012 bei 42,1 % und für 2016 bei 44,7 %. Weitere Naturkatastrophen oder Kumulschäden im Beobachtungszeitraum haben unseren Bestand nicht betroffen. ReserverisikoZur Abdeckung zukünftiger Schadenzahlungen sind von der AXA ART Schadenreserven zu bilden. Die Höhe der Schadenzahlungen ist jedoch mit Unsicherheit behaftet, so dass die Nichtauskömmlichkeit der Reserve ein wesentliches Risiko darstellt. Das so genannte Reserverisiko entsteht durch die unbekannte Schadenhöhe gemeldeter und noch nicht abgewickelter Schäden sowie bereits eingetretener, aber von den Versicherungsnehmern noch nicht gemeldeter Schäden (Spätschäden). Die Höhe der erwarteten Schadenzahlungen wird im Rahmen der Einzelschadenreservierung sowie anhand von aktuariellen Schätzmethoden auf der Basis der Zahlungs- und Aufwandsdreiecke bestimmt. Einzelne Großschäden werden dabei separat betrachtet, da diese eigenen Abwicklungsmustern unterliegen. Um die Unsicherheit bei der Reserveberechnung abzudecken, wird zusätzlich zu den erwarteten Schäden eine Sicherheitsmarge bestimmt, die auf den Standards der AXA Gruppe basieren. Die Netto-Abwicklungsergebnisse nach Rückversicherung (Abwicklungsergebnis in % der Rückstellung am 1. Januar) haben sich in den vergangenen zehn Jahren wie folgt entwickelt: 2008: 25,9 2009: 22,1 2010: 14,1 2011: 11,3 2012: 27,2 2013: 24,4 2014: 24,4 2015: 3,0 2016: 43,0 2017: 55,3 Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem VersicherungsgeschäftRisiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft resultieren für die AXA ART Versicherung aus Beitrags- oder Regressforderungen sowie aus Forderungen gegenüber Versicherungsvermittlern sowie aus Forderungen beziehungsweise Ansprüchen gegenüber Rückversicherern. Die Forderungen gegen Versicherungsnehmer sowie die Ansprüche gegen Versicherungsvermittler (vor allem aus Provisionsrückforderungen) betrugen zum Bilanzstichtag 15,3 Mio. Euro (2016: 15,4 Mio. Euro). Davon entfielen 3,8 Mio. Euro (2016: 3,7 Mio. Euro) auf Forderungen, die älter als 90 Tage sind. Der Forderungsbestand sowie dessen Altersstruktur werden durch ein kontinuierliches Außenstandscontrolling überwacht. Zur Risikovorsorge wurden die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen an Kunden und Vermittler um Wertberichtigungen von 0,3 Mio. Euro vermindert. Diese wurden auf Basis der Ausfallquoten der letzten drei Jahre sowie anhand der Altersstruktur der Forderungen ermittelt. Durchschnittliche Ausfallquote der vergangenen 3 Jahre in %
Die Risiken aus dem Ausfall von Forderungen gegen Versicherungsnehmer werden durch ein IT-unterstütztes Inkasso- und Mahnsystem gesteuert und überwacht. Zeitnahe Provisionsabrechnungen stellen sicher, dass Provisionsrückforderungen an Versicherungsvermittler kurzfristig ausgeglichen werden. Das maximale Risiko aus dem Ausfall der Forderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft wird durch die in der Bilanz angesetzten Buchwerte wiedergegeben (2017: 4,4 Mio. Euro; 2016: 3,9 Mio. Euro). Ratingklassen der Forderungen beziehungsweise Ansprüche aus dem Rückversicherungsgeschäft:
Der Rückversicherer für unsere obligatorischen Rückversicherungsverträge ist die französische Gruppengesellschaft AXA Global Re, die diese Verträge teilweise in den internationalen Rückversicherungsmarkt retrozediert und teilweise innerhalb der AXA Gruppe rückversichert. Bei den fakultativen Rückversicherungsabgaben wird der größte Teil bei ausgesuchten Lloyds-Syndikaten platziert, die den Sicherheitsstandards von Group Risk Management entsprechen müssen. Hier verbleibt das Delkredere-Risiko bei der AXA ART. Sowohl bei der über unsere französische Gruppengesellschaft AXA Global Re retrozedierten Vertragsrückversicherung als auch bei der direkt von uns abgegebenen fakultativen und vertraglichen Rückversicherung wird nur mit erstklassigen Rückversicherern zusammengearbeitet. Grundlage hierfür sind Richtlinien für die Auswahl der Rückversicherer sowie eine von AXA Global Re permanent aktualisierte Bonitätsliste, basierend auf den Ratings renommierter Ratingagenturen. Anhand der Bestimmungen wird das maximal an einen bestimmten Rückversicherer zu zedierende Exposure definiert. Daraus resultiert eine von Group Risk Management permanent aktualisierte Bonitätsliste der zur Verfügung stehenden Rückversicherungskapazitäten. Bei der Rückversicherung von langfristigen Verbindlichkeiten gelten dabei besonders hohe Anforderungen an die finanzielle Ausstattung der Rückversicherungspartner. Zusätzlich wird das Ausfallrisiko durch regelmäßige Überwachung der Kreditqualität der Rückversicherer und ein zeitnahes Inkasso reduziert. Risiken aus KapitalanlagenUnsere Gesellschaft verwaltet Kapitalanlagen mit einem Buchwert von 128,6 Mio. Euro (2016: 122,3 Mio. Euro). Diese werden unter strikter Beachtung der gesetzlichen, aufsichtsrechtlichen und innerbetrieblichen Richtlinien in einem strukturierten Prozess angelegt. Unter Gesamtrisikobetrachtung soll eine gleichzeitige Sicherstellung der Anlageziele Sicherheit, Rentabilität und Liquidität der Kapitalanlagen erreicht werden. Dieses wird unter anderem durch eine ausgewogene Diversifikation und strikte Begrenzung von Konzentrationsrisiken gewährleistet. Übergeordnetes Ziel ist der Substanzerhalt unserer Anlagen. Mit der Kapitalanlage sind unvermeidbar signifikante Risiken verbunden, die durch die im Anlageprozess eingebauten Kontrollen und andere risikomindernde Maßnahmen bewusst eingegangen werden. Zum Erhalt beziehungsweise Ausbau der notwendigen Risikotragfähigkeit werden die Risiken der Kapitalanlagen aktiv gesteuert und fortlaufend an das jeweilige Kapitalmarktumfeld angepasst. Die Kapitalanlagerisiken werden in Markt-, Kredit-, Konzentrations- und Liquiditätsrisiken unterteilt: Marktrisiken Die Marktpreisrisiken unserer Gesellschaft beruhen im Wesentlichen auf Wertverlusten bei Aktien und bei festverzinslichen Anlagen. Ferner sind die nicht börsennotierten Beteiligungen sowie der Immobilienbestand den Marktpreis- beziehungsweise Wertänderungsrisiken ausgesetzt. Aufgrund einer möglichen zukünftigen Verschlechterung des Marktumfeldes können Abschreibungen bei den Investments nicht ausgeschlossen werden. Die Auswirkungen diverser Faktoren auf die Marktwerte der Kapitalanlagen werden in möglichen Risikoszenarien analysiert. Hierfür werden die Marktwertschwankungen von Aktien (ohne Beteiligungen), Zinsprodukten und Währungen unter Berücksichtigung der bestehenden Währungssicherungen simuliert. Die folgende Übersicht zeigt auf, wie sich eine Änderung der Aktien-, Währungskurse und Marktzinsen kurzfristig auswirken würde.
Weitere substantielle Währungsexposures bestehen auf Grund der Anteile an Verbundenen Unternehmen in USD, GBP und CHF (Marktwert der Beteiligungen: 171,8 Mio. Euro). Unser Portfolio besteht zum Großteil aus festverzinslichen Papieren, daher reagiert dessen Marktwert stark auf Veränderungen des Zinsniveaus. Bereits ein Anstieg der Marktzinsen um 100 Basispunkte würde in einem deutlichen Rückgang unserer Bewertungsreserven resultieren. Das im historischen Vergleich niedrige Zinsniveau führt bei der Wiederanlage frei gewordener Mittel zur Belastung der zukünftigen Ertragslage. Allerdings ist nicht mit einer signifikanten Wirkung auf die Risikotragfähigkeit zu rechnen. Der Immobilienbestand unserer Gesellschaft besteht zum großen Teil aus deutschen Büro- und Gewerbeimmobilien. Die Wertentwicklung ist deshalb im Wesentlichen abhängig von der Konjunkturlage in Deutschland. Wir verfolgen die Entwicklung der Kapitalmärkte sehr genau. Sollten sich die zuvor gezeigten negativen Szenarien im laufenden Geschäftsjahr ganz oder teilweise einstellen oder am Bilanzstichtag vorliegen, werden wir entsprechende Maßnahmen ergreifen. Diese beinhalten unter anderem notwendige Abschreibungen auf die nachhaltigen Werte einzelner Kapitalanlagen, den selektiven Verkauf einzelner Titel und den optionalen Einsatz von Wertsicherungsmaßnahmen, um die Portfolios kurzfristig gegen weitere Wertverluste abzusichern. Kreditrisiken Das Kreditrisiko umfasst die Insolvenz, den Zahlungsverzug und die Bonitätsverschlechterung des Schuldners beziehungsweise Emittenten von festverzinslichen Wertpapieren und Darlehen. Zur Reduktion des Kreditrisikos werden hauptsächlich Investitionen beziehungsweise Darlehensvergaben bei Emittenten und Schuldnern mit einer guten bis sehr guten Bonität getätigt. Die Einstufung der Bonität von Emittenten festverzinslicher Wertpapiere erfolgt nach einheitlichen internen Maßstäben und wird mit kontinuierlichen Kontrollprozessen überprüft. Zusätzlich zur Überwachung der Ratings nehmen wir in Zusammenarbeit mit den von uns mandatierten Vermögensverwaltern Detailanalysen zu potenziell ausfallgefährdeten Wertpapieren vor, auf deren Basis dann über risikomindernde Maßnahmen entschieden wird. Für diese Analysen werden entscheidungsrelevante Marktinformationen herangezogen. Einlagen bei Kreditinstituten erfolgten im Geschäftsjahr 2017 ausnahmslos bei Banken, die über ein Investment Grade Rating verfügen. Die Kontrahenten der Derivatepositionen verfügen ausnahmslos über ein Investment Grade Rating, sofern die Geschäfte nicht über die Terminbörse Eurex abgewickelt wurden. Das Gegenparteirisiko der Derivategeschäfte wird fortlaufend durch die Stellung von Sicherheiten (Collateral) abgesichert. Für einige OTC-Derivate gilt die Clearingpflicht über zentrale Gegenparteien sowie die Meldepflicht an das Transaktionsregister. AXA stellt die Einhaltung der Anforderungen aus EMIR gruppenweit sicher. Die AXA ART ist zu einem Anteil von 5,1 % der Kapitalanlagen (auf Marktwertbasis) in Staatsanleihen investiert. Darüber hinaus halten wir Unternehmensanleihen, die von nationalen und internationalen Banken sowie sonstigen Unternehmen außerhalb des Finanzsektors emittiert wurden (7,5 % der Kapitalanlagen auf Marktwertbasis). Über 90 % der festverzinslichen Wertpapiere in unserem Bestand verfügen über ein Investment Grade Rating. Darüber hinaus ist der größte Teil unserer Rentenbestände besichert beziehungsweise von öffentlichen Emittenten ausgegeben und daher nur einem geringen Ausfallrisiko ausgesetzt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sich in der Zukunft die Bonität einzelner Emittenten verschlechtert und damit Abschreibungsbedarf entstehen könnte. Konzentrationsrisiken Konzentrationsrisiken entstehen, wenn Unternehmen hohe einzelne Risiken oder stark korrelierte Risiken eingehen und daraus hohe Ausfallverluste resultieren können. Bei der Kapitalanlage entstehen Konzentrationsrisiken, wenn Investitionen in einzelne Kapitalanlageprodukte oder Emittenten oberhalb definierter Grenzen durchgeführt werden. Aus diesem Grunde stehen Konzentrationsrisiken im engen Zusammenhang mit Markt- und Kreditrisiken und werden durch die Definition von Limiten auf Einzelpositionen und den Einsatz von Derivaten gesteuert und regelmäßig überwacht. Liquiditätsrisiken Aufgrund der vorab vereinnahmten sowie verzinslich und liquide angelegten Beiträge ist das Liquiditätsrisiko für Versicherungsunternehmen grundsätzlich gut steuerbar. Wir tragen dem Risiko unzureichender Liquidität durch eine mehrjährige Planung der Zahlungsströme Rechnung. Zusätzlich erfolgt für einen rollierenden Zwölfmonatszeitraum eine Prognose auf Monatsbasis. Für die Überwachung des Liquiditätsrisikos wird darüber hinaus ein Liquiditätsstresstest durchgeführt. Dieser zeigt, dass unsere Gesellschaft auch bei extremen Stressannahmen keinen Liquiditätsengpass zu erwarten hätte. Insgesamt wird bei der Kapitalanlage auf einen hohen Anteil liquider und fungibler Kapitalanlagen geachtet, damit wir den Verpflichtungen gegenüber unseren Versicherungskunden jederzeit nachkommen können. Bei einem eventuell auftretenden unvorhergesehenen Liquiditätsbedarf wird auf der Grundlage des konzerninternen Liquiditätshilfeabkommens Liquidität zur Verfügung gestellt. Risikosteuerung der KapitalanlagenInnerhalb des AXA Konzerns sind umfassende Governance-Strukturen, Steuerungsmaßnahmen und Richtlinien zur Risikosteuerung der Kapitalanlagen im Einklang mit den aufsichtsrechtlichen Anforderungen implementiert. Der Vorstand entscheidet über die Kapitalanlagestrategie auf Basis des Vorschlags des Asset Liability Management Committees. Dieser muss vorher hinsichtlich vorgegebener Risikotoleranzen vom lokalen Risikomanagement übergeprüft werden. Das Investment Committee implementiert und überwacht die strategische Aufteilung der Kapitalanlagen nach Kapitalanlagearten (Asset Allocation) und die Einhaltung vorgegebener Limitsysteme. Für die AXA ART wurde ein eigenes Investment Committee eingerichtet, in dem zusätzlich aktuelle Themen und Entwicklungen mit Relevanz für unsere Gesellschaft besprochen werden. Darüber hinaus gilt eine umfassende interne Kapitalanlagenrichtlinie mit dem Grundsatz unternehmerischer Vorsicht gemäß § 124 Abs. 1 Versicherungsaufsichtsgesetz. Zusätzlich werden Konzentrationsrisiken durch das Risikomanagement regelmäßig ausgewertet und überwacht. Ziel des strukturierten Anlageprozesses ist es, die Risiken in den Portfolios durch systematische und kontrollierte Abläufe zu steuern. Anlageentscheidungen werden auf Basis von Asset Liability Management-Analysen vor dem Hintergrund der versicherungstechnischen Verpflichtungen, der Bewertungsreserven und der Eigenkapitalausstattung getätigt. Hierbei wird auch der Risikoappetit der Gesellschaft berücksichtigt. Im Rahmen der strategischen und taktischen Asset Allocation bestehen prozentuale Begrenzungen für die einzelnen Anlageklassen. Zusätzlich werden Limite für Bonität, Einzelemittenten und die Duration des festverzinslichen Portfolios definiert und überwacht. Bei der Risikoeinschätzung wird dabei von einem dem jeweiligen Risiko adäquaten Prognosezeitraum ausgegangen. Zur Bewertung der Anlagerisiken steht eine Vielzahl von Risikomanagement-Instrumenten zur Verfügung. Zum Zweck der effizienten Portfolioverwaltung und -steuerung wird der Einsatz derivativer Finanzinstrumente regelmäßig geprüft. Mit diesen Instrumenten werden verschiedene Motive der Portfoliosteuerung umgesetzt: Absicherung, Erwerbsvorbereitung und Ertragssteigerung. Das Hauptmotiv beim Einsatz von derivativen Instrumenten der Kapitalanlagen ist die Absicherung (Hedging), wodurch das im Portfolio liegende wirtschaftliche Risiko reduziert wird. Im Rahmen der regelmäßig stattfindenden Sitzungen des Asset Liability Management Committee und des Investment Committee wird das Risiko des Gesamtportfolios, einzelner Anlageklassen sowie kritischer Emittenten unter der systematischen Teilnahme des Chief Investment Officers und des Finanzvorstandes besprochen. Der Chief Risk Officer wird in den Gesamtprozess systematisch einbezogen. Das Audit and Risk Committee (ARC) wird regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen und die Risikosituation des Konzerns und der Einzelgesellschaften informiert. Operationelle und sonstige RisikenOperationelle Risiken beinhalten Risiken aufgrund von unzulänglichen oder fehlgeschlagenen internen Prozessen, Risiken aus Mitarbeiterverhalten sowie aus systembedingten oder externen Vorfällen. Ferner sind Rechtsrisiken mit inbegriffen, welche die Möglichkeit eines Verlustes aufgrund der unzureichenden Betrachtung der aktuellen Rechtslage umfassen. Unsere Gesellschaft beziehungsweise AXA Deutschland unterscheidet hierbei die Risikokategorien Interner Betrug, Externer Betrug, Beschäftigungsverhältnisse und Arbeitssicherheit, Kunden-, Produkt- und Geschäftspraxis, Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, Betriebsunterbrechung und Versagen von Systemen, Durchführungs-/Produkt-/Leistungs-/Prozessmanagement, konkrete Rechtsänderungen. Die aus Projekten resultierenden Risiken sind in den einzelnen Risikokategorien berücksichtigt. Als risikobewusste Versicherungsgruppe hat AXA Deutschland Prozesse und Systeme zur Identifizierung, Bewertung und Steuerung der operationellen Risiken entwickelt. Die Methoden und Prozesse werden kontinuierlich weiterentwickelt. Die operationellen Risiken sind in das Interne Kontrollsystem integriert. Eine Bewertung erfolgt sowohl qualitativ als auch quantitativ. Die Ergebnisse der Risikobewertung fließen in die Unternehmenssteuerung ein. AXA Deutschland führt eine Sammlung von Daten aus operationellen Verlusten durch. Zudem ist AXA Deutschland (über die AXA Gruppe) Mitglied der Operational Riskdata Exchange Association (ORX), einer internationalen Plattform zum Austausch operationeller Verluste. Gerichtsentscheidungen und Änderungen der gesetzlichen Rahmenbedingungen wirken auf das Risikoprofil der AXA ART. Die Änderungen von rechtlichen Regelungen werden laufend auf ihre Auswirkungen auf die AXA analysiert. Um auf diese risikoadäquat reagieren zu können, existiert eine enge Zusammenarbeit des operationellen Risikomanagements mit der Rechtsabteilung sowie AXA ART Compliance. Steigend sind weiterhin IT-Risiken inklusive Risiken um Datenschutz und IT-Sicherheit. Darüber hinaus stehen Risiken aus der Einführung von Großprojekten unter besonderer Beobachtung. Bereits während der Projektphase werden erforderliche Maßnahmen identifiziert, so dass entstehende Risiken frühzeitig analysiert und gesteuert werden. Zusätzlich wird das operationelle Risikomanagement über jeden Projektchange informiert, um die Risikolage angemessen beurteilen zu können. Das Risikoprofil der AXA ART ist bezüglich operationaler Risiken gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen stabil geblieben. Durch die Umsetzung eines Transformationsprogrammes liegt der Fokus nunmehr stärker als in den vergangenen Jahren auf Projektrisiken. Die Überwachung der Projektrisiken erfolgt im Rahmen der definierten Projektorganisation im Rahmen eines laufenden Projektcontrollings auf Managementebene. Unternehmensgefährdende Risiken aus Schäden an der Betriebs- und Geschäftsausstattung, aus Systemausfällen und anderen Katastrophenereignissen werden im Rahmen des Business Continuity Managements gesteuert. Notfallprozesse werden organisiert und alle notwendigen Präventivmaßnahmen zum Zweck der Unternehmenssicherheit ergriffen. Durch die Setzung verbindlicher Standards mit Fokus auf die operationellen Risiken sollen mögliche Negativfolgen reduziert und der wirtschaftliche Fortbestand der Gesellschaft jederzeit garantiert werden. Diese sehen vor, dass interne und externe Bedrohungen, die eine Unterbrechung der Geschäftsprozesse zur Folge haben könnten, regelmäßig beurteilt werden. Der Leiter Operationelle Risiken ist Mitglied im zentralen Krisenmanagement-Team, um die Sicht des Risikomanagements in der Krisenorganisation sicherzustellen. Auch strategische, Reputations- und weitere Rechtsrisiken werden permanent eng überwacht, das Instrumentarium insbesondere an präventiven Maßnahmen ständig überprüft und erweitert. Diese beschriebenen Maßnahmen inklusive der umfassenden Analyse und Bewertung sind geeignet, unsere in ihrer Bedeutung als gemäßigt eingeschätzten operationellen Risiken auf ein angemessenes Niveau zu reduzieren. Ferner können Risiken aus der Anwendung steuerlicher Vorschriften entstehen. Diesen begegnen wir durch ein systematisches Management aller steuerlich relevanten Prozesse. Mögliche Feststellungen aus steuerlichen Betriebsprüfungen früherer Jahre werden analysiert und bewertet und fließen in die Steuerung ein. Kapitalmanagement und SolvabilitätDie Steuerung der Kapitalbasis erfolgt nach den aufsichtsrechtlichen Bestimmungen. Ziel ist es, die jederzeitige Erfüllung der versicherungsvertraglichen Verpflichtungen sicherstellen zu können - selbst wenn im Extremfall die hierfür gebildeten versicherungstechnischen Rückstellungen unzureichend wären. Für die Bereitstellung des entsprechenden Eigenkapitals wird eine angemessene Verzinsung angestrebt. Zum 1. Januar 2016 ist Solvency II - mit seiner deutlichen Risiko- und Marktausrichtung - in Kraft getreten. Auf nationaler Ebene sind die Vorschriften im Versicherungsaufsichtsgesetz neue Fassung geregelt. Die hieraus resultierenden Anforderungen sind von uns in Form von verabschiedeten Leitlinien zeitgerecht erfüllt worden, diese werden in der Unternehmensorganisation angewendet. Die Bewertungsreserven werden bei der Ermittlung der vorhandenen Eigenmittel nicht berücksichtigt. Unsere Gesellschaft hat keine Verwendung der möglichen Übergangsmaßnahmen bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) beantragt. Die AXA Gruppe hat ein Modell der ökonomischen Risikokapitalberechnung entwickelt, das Ende November 2015 von der französischen Versicherungsaufsicht ACPR (Autorité de Controle Prudentiel et de Résolution) genehmigt wurde und ab dem 1. Januar 2016 als Internes Modell unter Solvency II dient. Zur Sicherstellung der Angemessenheit des entwickelten internen Modells der AXA Deutschland fand auch im Geschäftsjahr 2017 ein umfassender Austausch mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) statt. Die AXA ART ermittelt einerseits als vorkonsolidierter Teilkonzern des weltweiten Kunstversicherungsgeschäfts der AXA Gruppe Risikokapitalbedarfe über das Interne Modell. Dies erfolgt als Beitrag zum Risikokapitalbedarf und dessen Bedeckung auf höheren Aggregationsebenen (insbesondere der AXA Gruppe). Andererseits wird auf lokaler Ebene der Risikokapitalbedarf für die AXA ART einschließlich ihrer ausländischen Tochtergesellschaften nach der Standardformel im Sinne der Solvency II Regulatorik ermittelt. Eine separate Berichterstattung hierüber erfolgt in qualitativen sowie quantitativen Berichterstattungsformaten an die Aufsicht und an die Öffentlichkeit. Im Juli 2013 wurde die weltweite AXA Gruppe durch das Financial Stability Board (FSB) als systemrelevant (Global Systemically Important Insurer [G-SII]) eingestuft. Aufgrund dessen wird die AXA Gruppe nunmehr künftig den "G-SII Policy Measures" des International Association of Insurance Supervisors (IAIS) unterliegen und somit sukzessive bis voraussichtlich 2019 zusätzliche Anforderungen zu erfüllen haben. Zusammenfassende Darstellung der RisikolageDie Gesamtrisikosituation unserer Gesellschaft hat sich im Geschäftsjahr 2017 nicht wesentlich verändert. Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Risiken bekannt, die den Fortbestand unserer Gesellschaft gefährden. Alle Risiken werden frühzeitig erkannt, bewertet und gesteuert und wie in den Vorjahren zeigt die Solvabilität auch in 2017 eine Überdeckung. Sollte in Zukunft dennoch ein Fehlbetrag auszuweisen sein, so würde dieser von der AXA Konzern AG im Rahmen des Ergebnisabführungs- und Beherrschungsvertrages ausgeglichen werden. Sonstige AngabenBesitzverhältnisseDie AXA Konzern AG, Köln, hält 100 % am Grundkapital unserer Gesellschaft, mit ihr besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. MitarbeiterZum Bilanzstichtag waren für die AXA ART 138 (2016: 125) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter direkt tätig. Im Inland bestanden 68 (Vorjahr: 62) Beschäftigungsverhältnisse über Arbeitsverträge mit der AXA Konzern AG und im Ausland 70 (Vorjahr: 63) Beschäftigungsverhältnisse mit unseren ausländischen Zweigniederlassungen. Durch ihren Einsatz und ihre hohe Motivation haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entscheidend zur Erreichung unserer Unternehmensziele beigetragen. Zusammenarbeit im KonzernDie Geschäftsfunktionen unserer Gesellschaft werden von Dienstleistungsgesellschaften des deutschen AXA Konzerns und der AXA Gruppe ausgeübt. Die Geschäftsfunktionen unserer Gesellschaft werden im Rahmen eines Master-Dienstleistungsvertrages im Wesentlichen durch die AXA Konzern AG ausgeübt. Die AXA ART Versicherung AG hat Zugang zu den Vertriebsorganisationen der AXA Versicherung AG und AXA Lebensversicherung AG. Darüber hinaus übernimmt die Zweigniederlassung Frankreich der AXA ART für die AXA Nordstern France S.A., Paris, das Rechnungswesen inklusive Bilanzbuchhaltung und Compliance, die Immobilienverwaltung, die Steuerberechnung, die Abwicklung des Zahlungsverkehrs und das Reporting. Zusammenarbeit mit anderen UnternehmenDie Schadenabwicklung der Nicht-Kunst-Schäden, welche aus den Multiline Produkten resultieren, wird in Deutschland von der Firma GCM (Gielisch Claims Management) GmbH, Düsseldorf übernommen. Das Bestandsführungssystem ARTIST wird in Zusammenarbeit mit Hexaware, Mumbai, Indien an die Bedürfnisse der AXA ART angepasst. Das Hosting der Bestandsführung Artist erfolgt in Zusammenarbeit mit der Firma Atos IT Outsourcing Services Ltd., London, England. Der Vertrieb und die operativen Tätigkeiten im Underwriting und in der Policen- und Schadenbearbeitung der Zweigniederlassung Belgien werden durch die Gesellschaft Jean Verheyen S.A. - N.V., Brüssel, Belgien wahrgenommen. Die Schadenregulierung in den Zweigniederlassungen Belgien und Niederlande wird von der Firma Clare (Cunningham & Lindsey), Rotterdam übernommen. In Frankreich werden kleinere Leitungswasserschäden ebenfalls von der Firma Clare bearbeitet. In unseren ausländischen Zweigniederlassungen arbeiten wir bei der Gehaltsabrechnung teilweise mit lokalen Serviceanbietern zusammen. Ausblick und Chancen2018 und in den folgenden Jahren wird AXA ART die in 2017 erneut erfolgreich vorangetriebene Transformation fortsetzen und seine Marktposition durch profitables Wachstum nachhaltig stärken, um zunehmend von den erwarteten Marktchancen angesichts der positiven Prognosen für den globalen Kunstmarkt sowie einer weltweit wachsenden vermögenden Privatkundschaft zu profitieren. AXA ART rechnet damit, dass die Nachfrage nach Versicherungsschutz für Kunst- und Sammlungsgegenstände in 2018 weiter wachsen wird. Laut Prognosen wird sich das in 2017 beobachtete Wachstum der Weltwirtschaft trotz weiterhin bestehender politischer Verunsicherung auch in 2018 fortsetzen. Auch der Wachstumstrend für die sogenannte High-Net-Worth Population und deren Vermögen soll 2018 anhalten. Somit wächst eine wichtige Zielgruppe für das Privatkundengeschäft von AXA ART auch in 2018. Aufgrund der in den USA und Großbritannien von den Zentralbanken behutsam eingeleiteten Zinswende werden Investitionen in Aktien im Vergleich zu anderen Anlageklassen relativ unattraktiv, wovon die Nachfrage nach Kunst und Sammlungsgegenständen und nach deren Absicherung profitieren könnte. Da sich die positive Entwicklung der Nachfrage 2018 insgesamt fortsetzen oder sogar verbessern wird, wird auch AXA ART die in den letzten Jahren eingeschlagene strategische Entwicklung konsequent vorantreiben, um von diesen Marktchancen zu profitieren. Folglich wird die Erschließung der definierten Zielmärkte unter Nutzung des Erfahrungsschatzes in den Bereichen internationales sowie diversifiziertes Produktangebot fortgesetzt und die selektive, geographische Diversifikationsstrategie zur Erreichung von kritischen Größen und der Realisierung von Skaleneffekten - unter systematischer Nutzung von Ressourcen der AXA Gruppe- beibehalten. Die risikobewusste und an das Geschäftsmodell angepasste Kapitalanlagepolitik wird auch in 2018 trotz des niedrigen Zinsniveaus auf den Anleihemärkten und der gegebenenfalls zu erwartenden Volatilität der Aktienmärkte fortgesetzt. Aufgrund des Niedrigzinsumfelds werden außer bei den Dividendenerträgen der Tochterunternehmen weiter konstante Kapitalanlageerträge erwartet. Zur Stabilisierung der ordentlichen Kapitalerträge wird die Gesellschaft in 2018 weiter im Rahmen der definierten strategischen Asset Allokation Investitionen selektiv in Anlagesegmente außerhalb von Rentenpapieren tätigen, um so die Effekte des Niedrigzinsumfeldes wenigstens teilweise zu kompensieren. Ein zentrales Element des Risikomanagements ist neben hohen internen Standards insbesondere das sorgfältig zugeschnittene Rückversicherungsprogramm, das die Gesellschaft in die Lage versetzt, unter Berücksichtigung der gegebenen Kapitalbasis die insbesondere im Kunstversicherungsgeschäft üblichen, relativ hohen Exposures zu zeichnen. In 2017 konnte AXA ART dieses Programm unter Beibehaltung der bewährten Struktur zu attraktiven Konditionen für 2018 erneuern. In 2017 hat AXA ART die in einem Transformationsprogramm gebündelten strategischen Initiativen vorangetrieben bzw. implementiert und somit seine in den Vorjahren initiierte Weiterentwicklung hin zu einem diversifizierten, internationalen Versicherer mit umfassendem Versicherungsschutz vor allem für vermögende Privatkunden erfolgreich fortgeführt. In 2018 werden die Optimierung der Lösungsangebote für Geschäftspartner und Kunden, die Digitalisierung interner Prozesse und die Verbreiterung der Lösungsansätze für vermögende Kunden mit internationalem oder globalem Absicherungsbedarf fortgeführt. Gleichzeitig werden Projekte zur Umsetzung wichtiger regulatorischer (EU-)Richtlinien wie der Datenschutz-Grundverordnung und der Versicherungsvertriebsrichtlinie abgeschlossen werden. Dabei kann wie geplant auf die in 2017 erreichten Zwischenziele aufgesetzt werden. Die in 2015 durch den Vorstand und Aufsichtsrat der AXA ART beschlossene Umwandlung der selbständigen Gesellschaften AXA ART Insurance UK SE (seit Juni 2017 mit Sitz in Kön, zuvor London) und AXA ART Versicherung AG (Zürich) in rechtlich unselbständige Niederlassungen der AXA ART Versicherung AG (Köln) ist 2017 in Kooperation mit den zuständigen Aufsichtsbehörden in die Umsetzungsphase eingetreten. Die Entwicklung der Brexit-Verhandlungen wird dabei aufmerksam beobachtet und mögliche Folgen bestmöglich antizipiert. Daher ist der Vorstand zuversichtlich, dass die Umwandlung für das Geschäftsjahr 2018 vollzogen werden kann. Für 2018 erwartet die AXA ART Versicherung AG aufgrund der selektiven Ausweitung der Geschäftsaktivitäten ein moderates Prämienwachstum und daraus folgend leicht steigende Provisions- und Schadenaufwendungen. Gleichzeitig rechnen wir mit deutlich niedrigeren Dividenden unserer ausländischen Tochtergesellschaften und gehen daher von einem im Vergleich zu 2017 beträchtlich rückläufigen Jahresergebnis unserer Gesellschaft aus.
Köln, den 20. März 2018 Der Vorstand Anlagen zum LageberichtGeschäftsgebietEuropäische Union Betriebene VersicherungszweigeSachversicherung Sonstige Sachversicherung JahresabschlussBilanz zum 31. Dezember 2017Aktiva
Köln, den 20. März 2018 Der Vorstand Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017
AnhangAngaben zur Identifikation gem. § 264 Abs. 1a HGB Die AXA ART Versicherung AG, Köln, ist beim Amtsgericht Köln unter der Nummer HR B 32170 eingetragen. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017 wurden nach den für Versicherungsunternehmen geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) erstellt. Die Vermögensgegenstände, Rückstellungen und übrigen Verbindlichkeiten unserer ausländischen Zweigniederlassungen haben wir entsprechend den Bilanzierungsgrundsätzen der einzelnen Länder in die Bilanz übernommen, soweit diese nicht deutschen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften widersprechen. Aktiva Immaterielle Vermögensgegenstände bestanden aus EDV-Software und aus einem entgeltlich erworbenen Versicherungsbestand. Die Bewertung erfolgte zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige und außerplanmäßige Abschreibungen entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Anteile an verbundenen Unternehmen wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise dauerhaft niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Ein niedrigerer Wertansatz aus der Vergangenheit wurde auf die Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Wert zugeschrieben, sofern die Gründe für eine vorgenommene Abschreibung nicht mehr existierten. Für die Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, die nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet wurden, gilt Folgendes: Zur Beurteilung, ob bei Aktien und Investmentanteilen, die überwiegend Aktien beinhalten, eine dauernde Wertminderung vorliegt sowie eine Abschreibung auf den langfristig beizulegenden Wert erfolgt, kommen folgende Aufgreifkriterien zur Anwendung: - Der Zeitwert des Wertpapiers liegt in den dem Bilanzstichtag vorangehenden sechs Monaten permanent um mehr als 20 % unter dem Buchwert. - Der Zeitwert des Wertpapiers liegt in den dem Bilanzstichtag vorangehenden zwölf Monaten permanent um mehr als 10 % unter dem Buchwert. Bei Erfüllung von mindestens einem dieser Aufgreifkriterien erfolgt eine Abschreibung auf den langfristig beizulegenden Wert. Zusätzlich erfolgt eine Beurteilung unter besonderer Berücksichtigung der erwarteten beziehungsweise eingetretenen Zahlungsausfälle aus entsprechenden Wertpapieren. Investmentanteile, die überwiegend Aktien beinhalten, wurden als eigenständiges Wertpapier angesehen und entsprechend bewertet. Investmentanteile, die überwiegend Rentenpapiere beinhalten und stille Lasten ausweisen, wurden anhand der erwarteten Rückzahlungen aus den entsprechenden Wertpapieren innerhalb des Fonds auf eine voraussichtlich dauerhafte Wertminderung hin überprüft. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, die nach den für das Umlaufvermögen geltenden Vorschriften bewertet wurden, wurden mit den Anschaffungskosten beziehungsweise den niedrigeren Marktwerten bilanziert. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere, die nach den für das Anlagevermögengeltenden Vorschriften bewertet wurden, wurden entsprechend dem gemilderten Niederstwertprinzip mit den Anschaffungskosten beziehungsweise dem dauerhaft niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die dauerhafte Wertminderung eines Wertpapiers wird angenommen, wenn der Zeitwert des Wertpapiers einen Werteverfall aufgrund einer wesentlichen Verschlechterung des Ratings / der Bonität eines Emittenten aufzeigt und aus diesem Grund von einem (Teil-) Ausfall des Schuldtitels ausgegangen wird. Namensschuldverschreibungen wurden mit den Anschaffungskosten in Ansatz gebracht, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen. Agio- und Disagiobeträge wurden planmäßig über die Laufzeit aufgelöst. Schuldscheinforderungen und Darlehen wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen. Agio- und Disagiobeträge wurden planmäßig über die Laufzeit erfolgswirksam erfasst. Übrige Ausleihungen wurden mit den Anschaffungskosten bilanziert, falls erforderlich vermindert um notwendige Abschreibungen. Einlagen bei Kreditinstituten wurden mit den Nennbeträgen angesetzt. Die Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wurden mit den Nennbeträgen abzüglich angemessener Einzelwert- bzw. Pauschalwertberichtigungen angesetzt. Die Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft wurden mit dem Nennwert abzüglich angemessener Einzelwert- bzw. Pauschalwertberichtigungen angesetzt. Sachanlagen wurden mit ihren Anschaffungskosten bewertet, vermindert um planmäßige Abschreibungen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Eine außerplanmäßige Abschreibung wird im Falle einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung durchgeführt. Die übrigen, nicht einzeln erwähnten Aktivposten sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Zwischen der AXA ART Versicherung AG (Organgesellschaft) und der AXA Konzern AG (Organträger) besteht ein ertragsteuerliches Organschaftsverhältnis. Der Ausweis der latenten Steuern erfolgt daher im Jahresabschluss des Organträgers als Steuersubjekt, sofern diese nicht aus ausländischen Betriebsstätten resultieren. Passiva Die Beitragsüberträge wurden für das selbst abgeschlossene deutsche Versicherungsgeschäft pro rata temporis unter Berücksichtigung unterjähriger Fälligkeiten nach Abzug äußerer Kosten ermittelt. Die Ermittlung und Bilanzierung der Beitragsüberträge für das Geschäft unserer ausländischen Zweigniederlassungen erfolgte entsprechend den landesrechtlichen bzw. landesüblichen Vorschriften, die ebenfalls die pro rata temporis-Methode vorsehen. Die Anteile der Rückversicherer ergaben sich aus der Fälligkeitsstruktur in den Rückversicherungsbeständen. Der koordinierte Ländererlass vom 30. April 1974 wurde für das deutsche Versicherungsgeschäft berücksichtigt. Bei dem in Rückdeckung übernommenen Geschäft wurden die Bruttobeitragsüberträge anhand der Aufgaben der Vorversicherer unter Berücksichtigung eines Abzugs für nicht übertragsfähige Beitragsteile gestellt. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle enthält die Rückstellung für Entschädigungen sowie für Spätschäden und die Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen. Die Rückstellung für Entschädigungen für das selbst abgeschlossene Geschäft wurde inventurmäßig je Einzelschaden festgesetzt und fortgeschrieben. Die Spätschadenrückstellung für eingetretene, bis zur Schließung des Schadenregisters nicht gemeldete Versicherungsfälle wurde nach den Erfahrungswerten der Vorjahre ermittelt. Die Rückstellung für Schadenregulierungskosten wurde unter Beachtung des koordinierten Ländererlasses des Bundesministers der Finanzen vom 22. Februar 1973 berechnet. Die Anteile der Rückversicherer an den Rückstellungen wurden entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen ermittelt. Im in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäft folgten wir grundsätzlich den Aufgaben der Zedenten. Der Wertansatz der Rückstellung für Beitragsrückerstattung erfolgte nach dem voraussichtlichen Bedarf. Die Schwankungsrückstellung wurde gemäß § 341h HGB in Verbindung mit § 29 und der Anlage zu § 29 RechVersV ermittelt. Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen betreffen die Rückstellung für späteres Storno, die nach den Erfahrungswerten der Vergangenheit ermittelt wurden. Schadenexzedenten-Rückversicherungsverträge beinhalten Regelungen hinsichtlich der Wiederauffüllung der Haftung des Rückversicherers nach einem Schadenfall. Häufig erfolgt die Wiederauffüllung "pro rata capita". Dies bedeutet, dass die verbrauchte Haftung gegen Zusatzprämie wiederaufgefüllt - also neu eingekauft - werden muss. Die Zahlung eines solchen Wiederauffüllungsbeitrags ist allerdings erst dann fällig, wenn Schadenzahlungen unter dem betreffenden Schadenexzedenten-Rückversicherungsvertrag erfolgten. Solange ein solcher Rückversicherungsvertrag aber nur von reservierten Schäden betroffen ist, wird hier eine den Wiederauffüllungskonditionen entsprechende Rückstellung für Wiederauffüllungsbeiträge gestellt. Der Wertansatz der Rückstellung zur Beitragsnachverrechnung erfolgte nach dem voraussichtlichen Bedarf. Die Rückversicherungsabrechnung erfolgt auf Basis des tatsächlichen Verbrauchs, so dass im Folgejahr Beitragsnachverrechnungen für das Vorjahr abgerechnet werden. Die AXA ART Versicherung berücksichtigt diese Beitragsnachverrechnungen auf Basis von Schätzungen zum Jahresende. Die Berechnung der Pensionsrückstellungen für leistungsorientierte Pensionszusagen erfolgt nach der Projected-Unit-Credit-Methode (Anwartschaftsbarwertverfahren) unter Berücksichtigung aktueller Sterblichkeits- und Invalidisierungswahrscheinlichkeiten, zukünftiger Gehalts- und Lohnsteigerungen und Rententrendannahmen. Durch das Gesetz zur Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie und zur Änderung handelsrechtlicher Vorschriften wurden die Vorschriften zur Abzinsung von Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen geändert. Demnach wurden die Pensionsrückstellungen nicht mehr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben, sondern mit dem der vergangenen zehn Geschäftsjahre, vorgegeben durch die deutsche Bundesbank, abgezinst (§ 253 Abs. 2 Satz 1 HGB). Dabei wird pauschal eine Restlaufzeit von 15 Jahren angenommen. Der sich ergebende Unterschiedsbetrag zwischen dem Wertansatz der Rückstellungen nach den beiden Bewertungskonzepten ist im Anhang unter der Position Passiva, C.I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen angegeben (§ 253 Abs. 6 Satz 3 i.V.m. Satz 1 HGB). Als Rechnungsgrundlage für die Sterblichkeits- und Invalidisierungsannahmen dienen die Richttafeln 2005 G der Heubeck-Richttafeln GmbH. Die Anpassungen aus der jährlichen Überprüfung der versicherungsmathematischen Annahmen werden erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht. Dabei wird das Wahlrecht gem. Tz. 87 IDW HFA 30 angewendet, d.h. der Effekt aus der Zinsänderung wird im Zinsergebnis dargestellt. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die anderen Verbindlichkeiten wurden nach § 253 Abs. 1 HGB mit den Erfüllungsbeträgen, Depotverbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten mit den Nominalwerten angesetzt. Die übrigen, nicht einzeln erwähnten Passivposten sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Gewinn- und Verlustrechnung Erträge und Aufwendungen wurden auf das Geschäftsjahr abgegrenzt. Grundlagen für die Währungsumrechnung Fremdwährungspositionen wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Zeitwerte der Kapitalanlagen Die Offenlegung von Zeitwerten der Kapitalanlagen erfolgte entsprechend den Vorschriften §§ 54 ff. der RechVersV. Die Angaben wurden zum Bilanzstichtag erstellt. Die beizulegenden Zeitwerte der Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und Beteiligungen wurden nach Ertragswertverfahren oder mit dem anteiligen Eigenkapital angesetzt. Als beizulegende Zeitwerte für Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere wurden Börsenkurse, Rücknahmepreise oder Nettoinventarwerte per 31. Dezember 2017 verwendet. Als beizulegende Zeitwerte für Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden im Wesentlichen die Börsenkurse per 31. Dezember 2017 angesetzt. Die beizulegenden Zeitwerte der Wertpapiere ohne Börsennotierung wurden auf Grundlage von Discounted-Cashflow-Methoden ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte für Schuldscheindarlehen und Namenspapiere undsonstige Ausleihungen wurden anhand der Swap-Kurve (ICAP 1 - 50 Jahre) und der Eonia-/Euribor-Zinssätze im Geldmarktbereich (1 Tag - 11 Monate) sowie anhand von bonitäts- und laufzeitspezifischen Risikozuschlägen per 31. Dezember 2017 ermittelt. Die beizulegenden Zeitwerte der Einlagen bei Kreditinstituten entsprachen aufgrund des kurzfristigen Charakters den Buchwerten. Einbeziehung in den Konzernabschluss Durch die Einbeziehung der Gesellschaft in den Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, lagen einzelne Buchungsschlusstermine vor dem Bilanzstichtag. Die Zahlungsvorgänge grenzten wir über die sonstigen Forderungen und Verbindlichkeiten ab. Dadurch ergaben sich keine wesentlichen Einflüsse auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Angaben zur Bilanz AktivaEntwicklung des Aktivpostens A., B.I. bis B.II. im Geschäftsjahr 2017
Zeitwerte der Kapitalanlagen im Geschäftsjahr 2017gemäß § 54 RechVersV, in Tsd. Euro
B.I. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen und BeteiligungenAufstellung über den Anteilsbesitz gemäß § 285 Nr. 11 und Nr. 11a HGB:
Es bestanden keine Nachzahlungsverpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen. B.II. Sonstige KapitalanlagenBei den sonstigen Kapitalanlagen bestanden am Ende des Geschäftsjahres Einzahlungsverpflichtungen in Höhe von 0,5 Mio. Euro, die sich aus einer Investition in ein Portfolio aus europäischen Mittelstandsanleihen verschiedener Senioritäten ergaben. Der Fonds investiert in kleine bis mittelgroße Unternehmenskredite, wobei diese Unternehmen in der Regel im Besitz von Private-Equity Unternehmen sind, ohne Rating und nicht in der Abdeckung von traditionellem Kreditgeschäft des allgemeinen syndizierten Marktes für Leveraged Loans. Kapitalanlagen, die nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften gemäß § 341b Absatz 2 HGB bewertet werden Auf der Grundlage nachfolgender Darstellungen nimmt die AXA ART Versicherung AG die Möglichkeit (gemäß § 341b HGB) in Anspruch, Kapitalanlagen nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften zu bewerten, weil sie dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Die Entscheidung über die Zweckbestimmung der Kapitalanlagen ist mit Beschluss des Vorstandes der AXA ART wie folgt getroffen worden:
Die Bestimmung, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, wird aus folgenden Indikatoren abgeleitet: 2.1. Die AXA ART Versicherung AG ist in der Lage, die nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewerteten Kapitalanlagen so zu verwenden, dass sie dauernd dem Geschäftsbetrieb dienen können. 2.2. Aufgrund der laufenden Liquiditätsplanung besitzt die AXA ART Versicherung AG die Fähigkeit zur Daueranlage der betreffenden Kapitalanlagen. 2.3. Die nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewerteten Kapitalanlagen werden in der Buchhaltung jeweils auf gesonderten Konten von den anderen Wertpapieren getrennt erfasst. Eine depotmäßige Trennung von Anlage- und Umlaufvermögen ist gewährleistet.
Bei den nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewerteten Kapitalanlagen werden Abschreibungen bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung (gemäß § 341b HGB) vorgenommen. Die Methoden für die Beurteilung der voraussichtlich dauernden Wertminderung bei Aktien, Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen und anderen nicht festverzinslichen Wertpapieren sind in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben. Unter Anwendung dieser Methoden ergab sich keine Notwendigkeit für außerplanmäßige Abschreibungen auf Aktieninvestmentanteile, die jeweils als ein eigenständiges Wertpapier angesehen und entsprechend bewertet werden. Bei Investmentanteilen, die überwiegend Rentenpapiere beinhalten, ergab sich ebenfalls keine Notwendigkeit für eine außerplanmäßige Abschreibung. Die Methoden für die Beurteilung der voraussichtlich dauernden Wertminderung bei Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sind in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben. Hieraus ergab sich keine Notwendigkeit für eine außerplanmäßige Abschreibung. Zum 31. Dezember 2017 wurden Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere mit einem Buchwert von 21,5 Mio. Euro, die stille Lasten ausweisen, nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet. Die Zeitwerte dieser Kapitalanlagen lagen um 0,7 Mio. Euro unter den entsprechenden Buchwerten. Wir gehen nach Prüfung der Kriterien bezüglich einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung, aufgrund unserer langfristigen Halteabsicht sowie unsere Erwartung der zukünftigen Marktentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Kapitalanlagen aus. Die Kriterien der Beurteilung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben. Weiterführende Angaben zu Anteilen oder Anlageaktien an inländischen Investmentvermögen (im Sinne des § 1 InvG) oder vergleichbaren ausländischen Investmentanteilen (im Sinne des §2 Abs. 9 InvG) aufgegliedert nach Anlagezielen sind unter der entsprechenden Anhangsangabe erläutert. Nicht nach dem strengen Niederstwertprinzip bewertete Kapitalanlagen
Weiterführende Angaben zu Kapitalanlagen, die nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet werdenZum 31. Dezember 2017 wurden Schuldscheinforderungen und Darlehen mit einem Buchwert von 1,0 Mio. Euro, die stille Lasten ausweisen, nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet. Die Zeitwerte dieser Kapitalanlagen lagen um 0,05 Mio. Euro unter den entsprechenden Buchwerten. Wir gehen nach Prüfung der Kriterien bezüglich einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung aufgrund unserer langfristigen Halteabsicht sowie unserer Erwartung der zukünftigen Marktentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Kapitalanlagen aus. Die Kriterien der Beurteilung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben. C.III. Sonstige Forderungen
D.III. Andere VermögensgegenständeDie Position andere Vermögensgegenstände enthält bezahlte, jedoch noch nicht verrechnete Schäden in Höhe von insgesamt 613 Tsd. Euro (2016: 843 Tsd. Euro) und Garantien und Kautionen von 122 Tsd. Euro (2016: 121 Tsd. Euro). PassivaA. EigenkapitalDas gezeichnete Kapital teilt sich unverändert in 2.927.431 Stücke Inhaberaktien auf.B. Versicherungstechnische Bruttorückstellungen insgesamt
B.II.1. Bruttorückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle
B.IV. Schwankungsrückstellung und ähnliche Rückstellung
C.I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenFür die Pensionszusagen, die im Allgemeinen auf Dienstzeit und Entgelt der Mitarbeiter basieren und als unmittelbare Pensionszusagen erteilt wurden, werden Pensionsrückstellungen gebildet; Deckungsvermögen im Sinne von § 246 Abs. 2 HGB ist nicht vorhanden. Gemäß der Übergangsregelung des Artikel 67 Absatz 1 Satz 1 und Absatz 2 EGHGB, die für die erstmalige Anwendung der BilMoG - Vorschriften in Bezug auf Pensionsrückstellungen galt, bestand ein noch nicht ausgewiesener Zuführungsbetrag in Höhe von 179 Tsd. Euro (2016: 205 Tsd. Euro), welcher bis spätestens zum 31. Dezember 2024 zu mindestens einem Fünfzehntel pro Jahr zugeführt wird. Seit dem Geschäftsjahr 2016 werden die Rückstellungen für Altersversorgungsverpflichtungen nicht mehr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben, sondern mit dem der vergangenen zehn Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Absatz 2 Satz 1 HGB). Der sich ergebende Unterschiedsbetrag zwischen dem Wertansatz der Rückstellungen nach den beiden Bewertungskonzepten beträgt 559 Tsd. Euro (2016: 436 Tsd. Euro). Zur Ermittlung dieses Unterschiedsbetrags wurde ein Zins (Siebenjahresdurchschnitt) von 2,79% (2016: 3,22 %) angesetzt. Bei dem Zins handelt es sich um einen auf das Jahresende prognostizierten Zins, der 1 Basispunkt von dem tatsächlichen durch die Bundesbank ermittelten Stichtagszins abweicht. Für den Unterschiedsbetrag gilt keine Gewinnabführungssperre gemäß des Schreibens des Bundesfinanzministeriums vom 23. Dezember 2016 (BStBl I 2017,41). Bei der Ermittlung der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden für das Geschäftsjahr 2017 folgende Berechnungsfaktoren angewandt:
C.III. Sonstige Rückstellungen
D.II. Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem RückversicherungsgeschäftDie im Berichtsjahr ausgewiesenen Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft in Höhe von 3,7 Mio. Euro (2016: 5,0 Mio. Euro) bestanden in Höhe von2,5 Mio. Euro gegenüber verbundenen Unternehmen (2016: 2,8 Mio. Euro). D.III. Sonstige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, sind nicht vorhanden. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung I.1.a) Gebuchte Bruttobeiträge
Die Herkunft der gebuchten Bruttobeiträge des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäfts wird entsprechend § 51 Abs. 4 Nr. 5 RechVersV im Lagebericht im Kapitel Geschäftsgebiet und betriebene Versicherungszweige näher erläutert. I.1. Verdiente Bruttobeiträge
I.1. Verdiente Nettobeiträge
I.2 Bruttoaufwendungen für Versicherungsfälle
Der Anstieg der Aufwendungen für Versicherungsfälle für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft um 9,2 Mio. Euro ist maßgeblich auf höheren Aufwendungen für Geschäftsjahresschäden zurückzuführen. Dabei erhöhten sich die Reserven für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle um 7,3 Mio. Euro. Darin enthalten ist eine Zuführung zur Spätschadenreserve in Höhe von 3,6 Mio. Euro, die aufgrund des im vierten Quartal beobachteten Anstiegs der Schadenstückzahl in Deutschland erfolgte. Insgesamt konnte für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft ein Abwicklungsgewinn für eigene Rechnung in Höhe von 9,7 Mio. Euro (2016: 11,7 Mio. Euro) erzielt werden. I.6.a) Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb
Von den Bruttoaufwendungen für den Versicherungsbetrieb des Geschäftsjahres entfallen 16,8 Mio. Euro (2016: 16,3 Mio. Euro) auf Abschlusskosten und 11,6 Mio. Euro (2016: 12,3 Mio. Euro) auf Verwaltungskosten. Der leichte Anstieg der Abschlusskosten ist auf das höhere Beitragsvolumen und die damit verbundenen Provisionen zurückzuführen. Die Netto-Kostenquote reduzierte sich um 3,4 Prozentpunkte auf 38,9 %. Rückversicherungssaldo
I.8. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung vor Veränderung der Schwankungsrückstellung
I.10. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung
II.3. Sonstige ErträgeDie Erträge aus der Verrechnung von Dienstleistungen an unseren Tochtergesellschaften betrugen 2.685 Tsd. Euro. Dabei sind erstmals auch Kosten für Holdingfunktionen in Rechnung gestellt worden. Währungserträge entstanden in Höhe von 2.419 Tsd. Euro (2016: 903 Tsd. Euro). II.4. Sonstige AufwendungenFür die strategische Initiativen und den Ausbau von Kernfunktionen durch selektiven Personalanbau entstanden im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von 9.363 Tsd. Euro (2016: 12.688 Tsd. Euro). Darüber hinaus betrugen die Währungsaufwendungen 2.171 Tsd. Euro (2016: 748 Tsd. Euro). II.7. Außerordentliche AufwendungenAufgrund der geänderten Bewertung der Pensionsrückstellung ergab sich gem. Art. 67 Abs. 1 EGHGB eine Zuführung in Höhe von 26 Tsd. Euro. II.9. Steuern vom Einkommen und vom ErtragIm Berichtsjahr wurde ein Steueraufwand in Höhe von 4.638 Tsd. Euro (2016: Aufwand 2.684 Tsd. Euro) ausgewiesen. Die Position enthält einen Aufwand aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von insgesamt 3.964 Tsd. Euro (2016: Aufwand 2.805 Tsd. Euro) und einen Ertrag aus Gewerbesteuer in Höhe von 190 Tsd. Euro (2016: Ertrag 645 Tsd. Euro). Weiterhin ergab sich ein Aufwand aus latenten Steuern in Höhe von 864 Tsd. Euro (2016: Aufwand 524 Tsd. Euro). II.11. Abgeführte Gewinne aufgrund des GewinnabführungsvertragsDer im Geschäftsjahr 2017 erwirtschaftete Überschuss in Höhe von 28.830.223,64 Euro wurde aufgrund des Gewinnabführungsvertrages zwischen unserer Gesellschaft und der AXA Konzern AG an diese abgeführt. Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen
Anzahl der mindestens einjährigen Versicherungsverträge
Sonstige Angaben Angaben nach § 251 HGBZum Bilanzstichtag bestanden "Letters of Credit" aus übernommener Rückversicherung in Höhe von 4,7 Mio. EUR (5,7 Mio. USD) (2016: 7,9 Mio. Euro). Die Wahrscheinlichkeit des Eintritts einer Leistung hieraus erachten wir als sehr gering, da durch die "Let-ters of Credit" der Ausfall der AXA ART Versicherung AG als Rückversicherer für unsere Tochtergesellschaft AXA ART Insurance Corporation sowie die AXA Insurance Company in den USA abgesichert ist. Durch die "Letters of Credit" kommt die AXA ART Versicherung AG der sich aus den Rückversicherungsverträgen ergebenden Verpflichtung zur Bildung eines Bardepots nach. Angaben nach § 285 Nr. 1 und Nr. 2 HGBDie Angaben zu den sonstigen Verbindlichkeiten sind in den Erläuterungen zu der entsprechenden Bilanzposition aufgeführt. Angaben nach § 285 Nr. 3 und Nr. 3a HGBEinzahlungsverpflichtungen bei sonstigen Kapitalanlagen sind in den Erläuterungen zu der entsprechenden Bilanzposition aufgeführt. Angaben nach § 285 Nr. 7 HGBIm Geschäftsjahr 2017 waren durchschnittlich 67 (2016: 63) Mitarbeiter in unseren ausländischen Zweigniederlassungen beschäftigt, davon 4 Niederlassungsleiter. Im Inland bestehen alle Mitarbeiterverträge mit Dienstleistungsgesellschaften, die zum Konzern gehören. Aus diesem Grund entfällt eine Angabe von Mitarbeiterzahlen für das Inland. Angaben nach § 285 Nr. 9a HGBDie Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen 1.364 Tsd. Euro (2016: 1.180 Tsd. Euro), die des Aufsichtsrats wie im Vorjahr 0 Euro. Angaben nach § 285 Nr. 9b HGBFür frühere Vorstandsmitglieder betrug die bilanzierte Pensionsrückstellung 2.609 Tsd. Euro (2016: 804 Tsd. Euro). Gemäß der Übergangsregelung des Art. 67 Abs. 1 Satz 1 und Abs. 2 EGHGB, die für die erstmalige Anwendung der BilMoG Vorschriften in Bezug auf Pensionsrückstellungen gilt, besteht ein noch nicht ausgewiesener Zuführungsbetrag in Höhe von 179 Tsd. Euro (2016: 59 Tsd. Euro), welcher bis spätestens zum 31.12.2024 zu mindestens einem Fünfzehntel pro Jahr zugeführt wird. Angaben nach § 285 Nr. 11 und Nr. 11a HGBDie Gesellschaften, von denen die AXA ART Versicherung mehr als 20% der Anteile besitzt, sind bei Bilanzposition B.I. aufgeführt. Angaben nach § 285 Nr. 17 HGBDie Abschlussprüferhonorare teilen sich nach Leistungsarten wie folgt auf:
Die Jahresabschlussprüfungen beinhalten die gesetzliche Jahresabschlussprüfung sowie die Prüfung der Solvabilitätsübersicht. Bei den anderen Bestätigungsleistungen handelt es sich ausschließlich um eine Verschmelzungsprüfung. Angaben nach § 285 Nr. 19 und 23 HGBZum Bilanzstichtag befanden sich bei der AXA ART Versicherung AG keine nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente im Bestand sowie keine derivativen Finanzinstrumente, die zu Sicherungszwecken abgeschlossen wurden. Angaben nach § 285 Nr. 21 HGBWesentliche Geschäfte mit nahe stehenden Personen oder Unternehmen, die nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind, wurden nicht getätigt. Angaben nach § 285 Nr. 24 und 25 HGBDie Angaben zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie zu der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden sind in den Erläuterungen zu der entsprechenden Bilanzposition aufgeführt. Angaben nach § 285 Nr. 26 HGBWeiterführende Angaben zu Anteilen oder Anlageaktien an inländischen Investmentvermögen (im Sinne des § 1 InvG) oder vergleichbaren ausländischen Investmentanteilen (im Sinne des § 2 Abs. 9 InvG) aufgegliedert nach Anlagezielen:
Zum 31. Dezember 2017 weisen keine Anteile oder Anlageaktien in der Fondskategorie Aktienfonds oder der Fondskategorie Immobilienfonds stille Lasten auf. Zum 31. Dezember 2017 weisen Anteile oder Anlageaktien mit einem Buchwert von 6,0 Mio. Euro, die unter der Fondskategorie Rentenfonds ausgewiesen wurden sowie nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet wurden, stille Lasten in Höhe von 0,1 Mio. Euro auf. Wir gehen nach Prüfung der Kriterien bezüglich einer voraussichtlich dauerhaften Wertminderung, aufgrund unserer langfristigen Halteabsicht sowie unserer Erwartung der zukünftigen Marktentwicklung von vorübergehenden Wertminderungen der Kapitalanlagen aus. Die Kriterien der Beurteilung einer voraussichtlich dauernden Wertminderung aller Fondskategorien werden in den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden beschrieben. Bei einzelnen Fonds bestehen Beschränkungen in der Möglichkeit der täglichen Rückgabe. Angaben nach § 285 Nr. 29 und 30 HGBDie AXA ART Versicherung AG weist keine passiven latenten Steuern aus (2016: 165 Tsd. Euro). Angaben gem. § 285 Nr. 33 HGBNach dem Schluss des Geschäftsjahres 2017 sind bei der AXA ART keine Vorgänge eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft haben. Angaben nach § 285 Nr. 10 HGB:AufsichtsratDiona Palici-Chehab (ab 2. Januar 2018) Vorsitzende Regional CEO AXA Asia Hongkong Gaëlle Olivier (bis 30. November 2017)Vorsitzende CEO AXA Global P&C Paris, Frankreich Patrick Lemoine Stellv. Vorsitzender CFO AXA Global Re Paris, Frankreich Dr. Alexander Vollert CEO AXA Konzern AG Köln, DeutschlandVorstandKai Kuklinski Vorstandsvorsitzender Chief Executive Officer (CEO) Strategie und Innovation, Investment und Asset Management, Recht, Revision, Personal, Marketing und Kommunikation & Public Relations, Distribution, Regionenverantwortung für Amerika, Nordeuropa/ Mittlerer Osten/ Asien (Leitung der Regional CEOs) sowie Zentral- und Osteuropa (Leitung des Niederlassungsleiters in Deutschland und des Geschäftsführers der Tochtergesellschaft in der Schweiz) Christian Muller Chief Operating Officer (COO) Rückversicherung, Kapazitätsmanagement, Underwriting, Schadenbearbeitung, Prozessmanagement und IT, Produktentwicklung und -management, Business Continuity, Beschwerdemanagement, Regionenverantwortung für Süd-/ Westeuropa (Leitung des Regional CEO) Dr. Alexander Wiebe, LL.M. Chief Financial Officer (CFO) Finanzen, Rechnungswesen, Zahlungsverkehr, Compliance, Versicherungsmathematik, Planung, Reporting und Kontrolle, Risikomanagement, Steuern, strategische und finanzielle Planung, Projektportfoliomanagement Angaben nach § 285 Nr. 14 und Nr. 14a HGB sowie § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktGNach den vorliegenden Mitteilungen gemäß § 20 Abs. 4 AktG hält die AXA Konzern AG, Köln, 100% am Grundkapital unserer Gesellschaft. Im Verhältnis zur AXA Konzern AG, Köln, sind wir ein Konzernunternehmen im Sinne der §§ 15 ff. AktG in Verbindung mit § 18 Abs. 1 AktG. Die AXA ART Versicherung AG, Köln, und ihre Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, als kleinsten und größten Kreis von Unternehmen, zum 31. Dezember 2016 einbezogen. Der Konzernabschluss der AXA S.A., Paris, wird bei der französischen Finanzaufsichtsbehörde in Paris (Autorités des Marchés Financiers) unter RCS (Registre du Commerce et des Sociétés) 572 093 920 hinterlegt. Der Konzernabschluss der AXA S.A. wird in deutscher Sprache im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Dieser Konzernabschluss mit dem Konzernlagebericht hat für uns gemäß § 291 Absatz 2 HGB befreiende Wirkung.
Köln, den 20. März 2018 Der Vorstand Hr. Kuklinski Hr. Muller Hr. Dr. Wiebe Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersVERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEB E RICHTS PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der AXA ART Versicherung AG, Köln, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2017 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AXA ART Versicherung AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des JahresabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2017 bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Im Folgenden stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:
Zugehörige Informationen im Abschluss Im Anhang der Gesellschaft werden ab Seite 29 die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wiedergegeben. Sachverhalt und Risiko für die Prüfung Die Prüfung der Kapitalanlagen war aufgrund der Bedeutung des Postens in der Bilanz (128,6 Mio. Euro bzw. 67,6 % der Bilanzsumme) der Gesellschaft und der erheblichen Beurteilungsspielräume (Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen), die bei der Bewertung der Kapitalanlagen (einschließlich der Zeitwertangaben im Anhang) auftreten können, ein wesentlicher Bestandteil unserer Jahresabschlussprüfung. In Bezug auf die Buchwerte besteht bei Kapitalanlagen, bei denen der Zeitwert zum Bilanzstichtag ermittelt wird, das Risiko, dass eine voraussichtlich dauernde Wertminderung nicht erkannt wurde und damit eine am Bilanzstichtag erforderliche Abschreibung auf den beizulegenden Zeitwert unterbleibt. Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse Wir haben die von der Gesellschaft bilanzierten Kapitalanlagen wie folgt geprüft: Nach einer Untersuchung der Risikopositionen, die die Gesellschaftim Bestand hat, haben wir das System zur Erfassung und Änderung von Kapitalanlagen im Kapitalanlagenverwaltungssystem, der vollständigen und richtigen Übernahme des Kapitalanlagebestandes in die Bewertungssysteme sowie die korrekte Erfassung der Ergebnisse in der Hauptbuchhaltung geprüft. Der Schwerpunkt der Prüfung lag dabei auf der Untersuchung des Systems auf Bestehen und Funktionsfähigkeit von internen Kontrollen. Anschließend haben wir geprüft, ob die der Zeitwertermittlung zugrundeliegenden Preise mittels Börsenkurs oder mittels eigener Berechnung bestimmt wurden. Für den Direktbestand der gehaltenen Kapitalanlagen haben wir, sofern Börsenkurse unter Annahme eines aktiven Marktes verwendet wurden, diese durch Abgleich mit unabhängigen externen Quellen überprüft. Bei eigenen Berechnungen der Gesellschaft und Vorliegen eines inaktiven Marktes haben wir uns einen Überblick über die verwendeten Bewertungsmethoden und Modellparameter verschafft. Anschließend haben wir die Zeitwerte analysiert, plausibilisiert und in Stichproben geprüft. Bei der Prüfung der Anteile oder Aktien an Investmentvermögen haben wir uns auf die Prüfungshandlungen der Prüfer der Wertpapiersondervermögen gestützt. Falls der Buchwert der im Bestand befindlichen Anteile oder Aktien an Investmentvermögen am Bilanzstichtag signifikant (> 20 %) über dem Zeitwert lag oder andere Auslöseereignisse eingetreten waren, haben wir unsere Prüfungshandlungen entsprechend IDW RS VFA 2 erweitert und die im Investmentvermögen gehaltenen Wertpapiere analysiert. Wir haben bei der Prüfung der Bewertung von Kapitalanlagen mit fester Verzinsung und schuldrechtlicher Vertragsgrundlage, bei denen Ratingverschlechterungen bzw. andere Hinweise für ein erhöhtes Ausfallrisiko vorlagen, das koordinierte Schreiben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V., des Versicherungsfachausschusses des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. und der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht vom 5. November 2009 beachtet. Des Weiteren haben wir bei Investitionen in Anleihen hochverschuldeter Staaten des Euroraums den am 17. Dezember 2010 vom Versicherungsfachausschuss des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland e.V. veröffentlichten Hinweis berücksichtigt. Die angewandten Berechnungs- und Bewertungsmethoden der Kapitalanlagen sind insgesamt angemessen. Wir erachten die zugrundeliegenden Annahmen für ausgewogen und angemessen.
Zugehörige Informationen im Abschluss Im Anhang der Gesellschaft werden ab Seite 29 die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wiedergegeben. Sachverhalt und Risiko für die Prüfung Die Prüfung der Brutto-Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle gemäß § 341g HGB (Brutto-Schadenrückstellungen) war aufgrund der Bedeutung des Postens in der Bilanz (49,1 Mio. Euro bzw. 25,8 % der Bilanzsumme) der Gesellschaft und der erheblichen Beurteilungsspielräume, die bei der Bewertung der einzelnen Teilrückstellungen auftreten können, ein wesentlicher Bestandteil unserer Jahresabschlussprüfung. Bei den in den Brutto-Schadenrückstellungen ausgewiesenen Verpflichtungen handelt es sich um zu schätzende Werte, deren Schätzung in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft liegt. Diese Schätzungen basieren sowohl auf vergangenen als auch auf künftig erwarteten Entwicklungen und beinhalten Ermessensentscheidungen und Unsicherheiten bei der Bewertung vermutlich bereits eingetretener, aber erst in der Zukunft bekannt werdender Ereignisse. Bei geschätzten Werten besteht deshalb a priori ein erhöhtes Risiko falscher Angaben in der Rechnungslegung. Die folgenden Annahmen haben wesentlichen Einfluss auf die Bewertung der Brutto-Rückstellungen für noch nicht abgeschlossene Versicherungsfälle:
Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse Wir haben die von der Gesellschaft gebildeten Teilrückstellungen wie folgt geprüft:
Des Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen anhand quantitativer Merkmale (Schadenanzahl, Durchschnittsschadenhöhe, Relationen von Schadenaufwand/Schadenrückstellungen zu anderen Größen) und Kennzahlen wie Schadenhäufigkeit, Durchschnittsschäden, Abwicklungsgeschwindigkeit, Abwicklungsergebnis zu Ursprungsschadenrückstellung, Schadenrückstellung bzw. Gesamtschadenaufwand zu verdienten Beiträgen durchgeführt. Diese Analysen erfolgten zu den unterschiedlichen Versicherungszweigen und auf einem mehrjährigen Vergleich für die gesamte Schadenrückstellung und für die einzelnen Teilschadenrückstellungen. Wir haben durch eigene aktuarielle Untersuchungen die Rückstellung für bekannte Versicherungsfälle sowie die Rückstellung für unbekannte Spätschäden je Versicherungszweig bezüglich ihrer jeweiligen Auskömmlichkeit anhand einschlägiger mathematisch-statistischer Verfahren einer zusätzlichen Analyse unterzogen. Die angewandten Berechnungs- und Bewertungsmethoden der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle sind insgesamt angemessen. Wir erachten die zugrundeliegenden Annahmen für ausgewogen und angemessen. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die übrigen Teile des Geschäftsberichtes, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses und Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zum Lagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen ent sprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung Gesellschaft mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden in der Aufsichtsratssitzung am 25. April 2017 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 25. April 2017 von der Aufsichtsratsvorsitzenden beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2016 als Abschlussprüfer der AXA ART Versicherung AG tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Erik Barndt.
Köln, den 27. März 2018 Mazars
GmbH & Co KG
Dr. Varain, Wirtschaftsprüfer Barndt, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands entsprechend den ihm nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben überwacht und sich während des gesamten Jahres 2017 fortlaufend von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Durch vierteljährliche Berichte, monatliche Jour Fixe, zwei Gesamt-Aufsichtsrats-Sitzungen sowie zwei schriftlichen Umlaufverfahren wurde er eingehend mündlich und schriftlich gemäß § 90 AktG über die allgemeine Geschäftsentwicklung sowie über grundlegende Fragen der Geschäftsführung unterrichtet. Die vom Vorstand beabsichtigte Geschäftspolitik sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft wurden ausführlich besprochen. Geschäfte und Maßnahmen des Vorstands, die der Zustimmung des Aufsichtsrats bedurften, sind in den Sitzungen vor der Beschlussfassung vom Vorstand eingehend erläutert worden. In seiner Sitzung am 25. April 2017 beschäftigte sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Bericht des Vorstands über den Geschäftsverlauf 2016 und dem vorgelegten Jahresabschluss 2016. In der gleichen Sitzung stellte der Vorstand die endgültige Planung für das Geschäftsjahr 2017 vor, die eingehend erörtert wurde. Der Aufsichtsrat befasste sich in der Sitzung außerdem mit dem Risikomanagement der Gesellschaft, der Rückversicherung, strategischen Fragen, Projekten - u.a. der geplanten Umstrukturierung in der Schweiz und dem Vereinigten Königreich - sowie mit Vorstandsangelegenheiten. Der Vorstand beantwortete alle Fragen des Aufsichtsrates ausführlich und zufriedenstellend. In einer schriftlichen Abstimmung im Mai 2017 hat der Aufsichtsrat Herrn Dr. Wiebe für eine weitere Amtszeit zum Mitglied des Vorstands bestellt. In einem weiteren schriftlichen Umlaufverfahren im September 2017 stimmte der Aufsichtsrat der Übertragung des Versicherungsbestands der schweizerischen AXA ART Versicherung AG auf die gegründete Zweigniederlassung der AXA Art Versicherung AG zu. Anlässlich der Sitzung am 27. November 2017 befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit dem Bericht des Vorstands über den zu erwartenden Geschäftsverlauf 2017, der Planung, dem Risikomanagement sowie insbesondere auch strategischen Projekten. Der Aufsichtsrat hat zudem im Geschäftsjahr 2017 die gemäß dem Merkblatt der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht zur fachlichen Eignung und Zuverlässigkeit von Mitgliedern von Verwaltungs- und Aufsichtsorganen gemäß VAG geforderte Selbsteinschätzung durchgeführt und einen Entwicklungsplan beschlossen. Darüber hinaus hat der Vorsitzende des Aufsichtsrats und sein Stellvertreter mit dem Vorstand auch in verschiedenen Einzelgesprächen geschäftspolitische Fragen sowie die Lage und Entwicklung der Gesellschaft behandelt. Über hierdurch zur Kenntnis des Vorsitzenden gelangte wichtige Angelegenheiten wurde der Aufsichtsrat jeweils unterrichtet. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss, der Lagebericht sowie die Solvabilitätsübersicht für das Geschäftsjahr 2017 sind von der vom Aufsichtsrat zum Abschlussprüfer bestellten Mazars GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, geprüft worden. Der Abschlussprüfer hat den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Der Jahresabschluss und der Lagebericht lagen dem Aufsichtsrat unverzüglich nach der Aufstellung vor. Ebenso wurde der Bericht des Abschlussprüfers allen Mitgliedern des Aufsichtsrats fristgerecht vorgelegt. Der Abschlussprüfer hat den Prüfungsbericht und das Prüfungsergebnis dem Aufsichtsrat in der bilanzfeststellenden Sitzung zusätzlich mündlich erläutert und Fragen des Aufsichtsrats beantwortet. Der Aufsichtsrat nahm den Bericht und die Erläuterungen zustimmend zur Kenntnis. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft. Die Prüfung hat keine Beanstandungen ergeben. Der Aufsichtsrat billigte den Jahresabschluss, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist. Im Berichtszeitraum gab es im Aufsichtsrat der Gesellschaft personelle Veränderungen. Frau Gaelle Olivier hat ihr Amt als Vorsitzende und Mitglied des Aufsichtsrats der Gesellschaft mit Wirkung zum Ablauf des 30. November 2017 niedergelegt. In einer außerordentlichen Hauptversammlung am 2. Januar 2018 ist Frau Doina Palici-Chehab als Nachfolgerin zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden. In einem schriftlichen Umlaufverfahren im Januar 2018 haben die Mitglieder des Aufsichtsrats Frau Palici-Chehab zur Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt. Der Aufsichtsrat dankt Frau Olivier für die erfolgreiche Tätigkeit im Aufsichtsrat der Gesellschaft. Für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie allen Partnern der Außendienste und den Mitarbeitern der Niederlassungen sowie der inländischen Dienstleistungsgesellschaften, die die Verwaltungsaufgaben für unsere Gesellschaft wahrgenommen haben, seinen Dank aus.
Köln, den 11. April 2018 Für den Aufsichtsrat Doina Palici-Chehab, Vorsitzende Patrick Lemoine Dr. Alexander Vollert AdressenInland AXA Art Versicherung AG Colonia-Allee 10-20 D-51067 Köln Postanschrift 51171 Köln Telefon: (02 21) 1 48-2 45 80 Telefax: (02 21) 1 48-2 47 70 www.axa-art.de ZweigniederlassungenBelgien AXA Art Versicherung AG c/o Jean Verheyen S.A. - N.V. Rue de la Limite 17, Grensstraat B-1210 Brussels Telefon: (00 32) 22 50-63 11 Telefax: (00 32) 22 50-63 03 www.axa-art.be Frankreich AXA Art Versicherung AG Succursale en France 52 rue de la Bienfaisance CS 60040 75008 Paris, France Telefon: (00 33 1) 46 40 85 85 Telefax: (00 33 1) 47 38 32 74 www.axa-art.fr Italien AXA Art Versicherung AG Viale Don Luigi Sturzo, 35 I-20154 Mailand Telefon: (00 39 02) 888 965 71 Telefax: (00 39 02) 888 965 59 www.axa-art.it Niederlande AXA Art Versicherung AG Ginnekenweg 213 NL-4835 NA Breda Telefon: (00 31) 7 65 14 85 58 Telefax: (00 31) 7 65 14 86 61 www.axa-art.nl Spanien AXA Art Versicherung AG Sucursal en España C/ Almagro 3, 3º Izda. 28010 Madrid Telefon: (0034 91) 781 58 90 Telefax: (00 34 91) 5 78 26 41 Schweiz AXA Art Versicherung AG Affolternstrasse 42 P.O. Box 6943 8050 Zürich-Oerlikon Telefon: (00 41 44) 874 84 84 Telefax: (00 41 44) 874 84 00 www.axa-art.ch TochtergesellschaftenDeutschland AXA Art Insurance UK SE Colonia-Allee 10-20 D-51067 Köln Postanschrift 51171 Köln Telefon: (02 21) 1 48-2 45 80 Telefax: (02 21) 1 48-2 47 70 www.axa-art.co.uk Schweiz AXA Art Versicherung AG Affolternstrasse 42 P.O. Box 6943 8050 Zürich-Oerlikon Telefon: (00 41 44) 874 84 84 Telefax: (00 41 44) 874 84 00 www.axa-art.ch USA AXA Art Insurance Corp. 3 West 35 th Street, 11 th Floor USA-New York, NY 10001 Telefon: (00 12 12) 4 15 84 00 Telefax: (00 12 12) 4 15 84 20 www.axa-art.com |
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