EW Biotech GmbH
Selbe AdresseForschung und Entwicklung im Bereich Biotechnologie
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Saskia Henderkes seit 3.12.2025 | Geschäftsführer |
Frank Lohmann seit 19.6.2025 | Prokura |
Marianne Hendrina Francisca Kox seit 2.4.2024 | Geschäftsführer |
Claudia Tiemeier seit 27.1.2023 | Prokura |
Thomas Spadt seit 8.12.2021 | Prokura |
Andreas Dr. Klemt seit 13.12.2011 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Shell Catalysts & Technologies Holdings Inc. | 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Shell Catalysts & Technologies Leuna GmbHLeunaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Shell Catalysts & Technologies Leuna GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Shell Catalysts & Technologies Leuna GmbH, Leuna - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Shell Catalysts & Technologies Leuna GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 29. August 2024 EY
GmbH & Co. KG
Rathjen, Wirtschaftsprüfer Klinger, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Hinweise Der Jahresabschluss der Shell Catalysts & Technologies Leuna GmbH, Leuna - kurz "SC&T Leuna" oder "Gesellschaft" - wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie den ergänzenden Bestimmungen des GmbH Gesetzes aufgestellt. Die SC&T Leuna ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt worden. Bilanzvermerke zur Laufzeit von Forderungen und Verbindlichkeiten gemäß § 268 Abs. 4 und 5 HGB wurden in den Anhang aufgenommen. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke teilweise an dieser Stelle gemacht. Registerinformationen Die Gesellschaft ist unter der Firma Shell Catalysts & Technologies Leuna GmbH mit Sitz in Leuna im Handelsregister des Amtsgerichts Stendal unter der Nummer HRB 208827 eingetragen. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung der im Jahresabschluss ausgewiesenen Vermögensgegenstände und Schulden wird unter Beachtung der Bewertungsvorschriften gemäß §§ 252 bis 256a HGB vorgenommen. Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren im Wesentlichen unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Aktiva Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten selbst erstellter Anlagen sind neben den Einzelkosten auch anteilige Gemeinkosten und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Bei SC&T Leuna wurden Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung sowie angemessene Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für die betriebliche Altersversorgung gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden nicht aktiviert. Planmäßige Abschreibungen für abnutzbare Gegenstände des Anlagevermögens werden nach der linearen Methode pro rata temporis vorgenommen. Die Abschreibungen werden auf der Grundlage der branchenüblichen Nutzungsdauern ermittelt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Einzel-Nettokosten unter EUR 800,00 werden nicht aktiviert. GWG über diesem Grenzwert werden aktiviert und über die branchenüblichen Nutzungsdauern abgeschrieben. Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen und Waren werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen erfolgt unter Berücksichtigung des sogenannten FiFo-Prinzips. Die Bestände an fertigen und unfertigen Erzeugnissen werden zu Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Dabei werden sämtliche fertigungsbezogenen Einzel- und Gemeinkosten in die Herstellungskosten einbezogen. Bei der Gesellschaft wurden Zinsen für Fremdkapital gemäß § 255 Abs. 3 Satz 2 HGB nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Es werden angemessene Teile der Verwaltungskosten sowie angemessene Aufwendungen für die betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einbezogen, soweit sie auf den Zeitraum der Herstellung entfallen. Soweit die Herstellungskosten der unfertigen Erzeugnisse den niedrigeren beizulegenden Wert übersteigen, wird dieser in Ansatz gebracht. Übersteigen die Herstellungskosten der Fertigerzeugnisse den voraussichtlichen Verkaufserlös, wird ebenfalls der niedrigere beizulegende Wert angesetzt. Dieser wird ausgehend von den erzielbaren Verkaufserlösen abzüglich noch anfallender Vertriebskosten rückwirkend ermittelt. Die Gängigkeit der Erzeugnisse wird bei der Bewertung beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten bilanziert. Unter Beachtung eventueller Forderungsausfälle werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen. Passiva Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. Erhaltene Investitionszuschüsse und -zulagen werden in einen Sonderposten eingestellt, der über die Nutzungsdauer der geförderten Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst wird. Entsprechend erfolgt unverändert zum Vorjahr die Erweiterung des Gliederungsschemas der Bilanz um einen "Sonderposten für Investitionszuschüsse und Investitionszulagen". Die sonstigen Rückstellungen werden nach vernünftigen kaufmännischen Grundsätzen gebildet und tragen den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in angemessenem Umfang Rechnung. Sie werden mit dem Betrag ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme (Erfüllungsbetrag) angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden, mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst. Die Verpflichtungen werden mit den beizulegenden Zeitwerten der Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (sog. Deckungsvermögen), verrechnet. Die Bewertung des Deckungsvermögens erfolgt auf Basis von Mitteilungen der Versicherer mit den fortgeführten Anschaffungskosten (entspricht dem Zeitwert). Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen. Diese betragen für immaterielle Vermögensgegenstände 5 Jahre und für Sachanlagen 5 bis 33 Jahre. Diese werden regelmäßig überprüft und gegebenenfalls abgewertet. III. Erläuterungen zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres dem beigefügten Anlagengitter zu entnehmen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 74.162; Vorjahr TEUR 38.247). Die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 1.896; Vorjahr TEUR 2.982) beinhalten Forderungen aus Umsatzsteuer und Energiesteuern. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich aus den folgenden Posten zusammen:
Im Rahmen tariflicher Vereinbarungen bestehen seitens der Gesellschaft Verpflichtungen gegenüber ihren Mitarbeitern aus Langzeitarbeitskonten. Die Höhe der Verpflichtung ergibt sich aus dem Wert von zweckgebunden angelegten Mitteln, welche aufgrund ihrer Insolvenzsicherung als Deckungsvermögen zu qualifizieren sind. Entsprechend stehen sich die Verpflichtung und das Deckungsvermögen saldierungsfähig in gleicher Höhe gegenüber, so dass die Gesellschaft nach Saldierung keine Rückstellung hieraus ausweist. Der Saldo der Lebensarbeitszeitkonten beträgt zum 31. Dezember 2023 TEUR 2.020 (Vorjahr TEUR 1.824). Verbindlichkeiten Die Fälligkeit der (unbesicherten) Verbindlichkeiten zeigt folgender Verbindlichkeitenspiegel (Vorjahr in Klammern):
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (TEUR 20.501; Vorjahr TEUR 10.442) und Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (TEUR 52.472; Vorjahr TEUR 28.936). Letztere resultieren aus der Ergebnisabführung für das Geschäftsjahr 2022 und 2023. IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse (TEUR 143.228; Vorjahr TEUR 129.236) resultieren fast ausschließlich aus internationalen Lieferungen von Katalysatoren und darauf bezogene Zusatzleistungen. Die Exportquote außerhalb Europas befindet sich nach wie vor auf sehr hohem Niveau mit ca. 89% (Vorjahr 95%) vor allem wegen des sehr großen Umfangs des Gaskatalysatorengeschäfts in Katar. Dabei verteilen sich die Umsätze auf Europa (11,2%; Vorjahr 9%), Amerika (0,1%; Vorjahr 1%), Mittlerer Osten (76,6%; Vorjahr 74%) und Asien (12,1%; Vorjahr 16%). Materialaufwand Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe im Geschäftsjahr 2023 betrugen TEUR 51.398 (Vorjahr TEUR 59.936) und für bezogene Leistungen TEUR 1.119 (Vorjahr TEUR 527). Im Rahmen einer Korrektur bezüglich der Rückstellung zu Entsorgungskosten von chemisch belastetem Abwasser sind periodenfremde Erträge von TEUR 353 und Aufwendungen von TEUR 37 enthalten, die die Jahre 2016-2022 betreffen. Ebenfalls enthalten in den Herstellungskosten sind Forschungsaufwendungen in Verbindung mit Konzernallokationen in Höhe von TEUR 867 (Vorjahr TEUR 516). Hierbei werden sowohl Erträge als auch Aufwendungen aus den Allokationen saldiert, da im Rahmen einer konzernweiten Vereinbarung zunächst alle Forschungsaufwendungen der Muttergesellschaft in Rechnung gestellt und danach geschlüsselt nach Produktlinien auf die einzelnen Standorte zurück verteilt werden. Eine getrennte Darstellung nach Aufwendungen und Erträgen würde zu einer Verzerrung des wirtschaftlichen Gesamtbildes führen. Aus der Verarbeitung bereitgestellter Edelmetalle ergeben sich zusätzlich positive und negative Effekte aus Produktionsverlusten, Aufbereitungsergebnissen oder Preisdifferenzen. Unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen und operativen Zusammengehörigkeit werden diese innerhalb der Herstellungskosten verrechnet. Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 13.085, Vorjahr TEUR 12.809) enthalten im Wesentlichen die Weiterbelastung von Lizenzgebühren. Außerdem sind Erträge aus Auflösungen von Sonderposten für Investitionszuschüsse und - zulagen in Höhe von TEUR 513 (Vorjahr TEUR 513) und Währungskursgewinne in Höhe von TEUR 566 (Vorjahr TEUR 1.128) enthalten. Weitere TEUR 1.138 entfallen auf die Korrektur einer unberechtigt erhaltenen und verbuchten Rechnung aus dem Jahr 2022, die im Zusammenhang mit Weiterbelastung im Konzern bezüglich Frachtkosten entstanden war. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Kosten für Lizenzgebühren in Höhe von TEUR 10.588 (Vorjahr TEUR 10.588), die uns von der verbundenen Shell Global Solutions International B.V., Den Haag, für die Entwicklung neuartiger Gaskatalysatoren in Rechnung gestellt werden. Diese Kosten berechnen wir in gleicher Höhe direkt an unseren Endkunden weiter und bilden dies in den sonstigen betrieblichen Erträgen ab. Personalaufwand Löhne und Gehälter betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 11.590 (Vorjahr TEUR 11.437) und soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 1.746 (Vorjahr TEUR 1.758). Davon entfielen auf die Altersversorgung für Versicherungsverträge TEUR 136 (Vorjahr TEUR 135). V. Sonstige Angaben Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn Es besteht seit dem 1. Januar 2017 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der CRI Deutschland GmbH, Leuna. Danach wird der Gewinn der Gesellschaft jährlich abgeführt bzw. jährlich der Verlust übernommen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 17 (Vorjahr TEUR 24) und aus dem Bestellobligo in Höhe von TEUR 2.294 (Vorjahr TEUR 4.903). Die Laufzeiten für Bestellobligos betragen zum Bilanzstichtag zwischen drei und 12 Monaten, im Wesentlichen mit TEUR 220 für eine automatisierte Edelmetalldosieranlage sowie mit TEUR 395 für diverse Projekte zur Erneuerung der Labore, u.a. neuer Infrastruktur der Charakterisierungs- und Hochdruckprüflabore und der Lüftungsanlagen jeweils mit einer Obligo-Laufzeit bis zum 31.12.2024. Es wurden keine Geschäfte zu nicht marktüblichen Bedingungen mit nahestehenden Unternehmen und Personen durchgeführt. Geschäftsführer
Gesamtbezüge der Geschäftsführung Es wird von der Möglichkeit der Unterlassung der Angaben nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht, da in Summe nur zwei der genannten Geschäftsführer im Jahr 2023 Bezüge für ihre Tätigkeit als Geschäftsführer von der Gesellschaft bezogen. Anzahl der Mitarbeiter Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 139 Mitarbeiter, davon 70 Angestellte und 69 gewerbliche Arbeitnehmer. Gesamthonorar des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2023 Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr. 17 HGB beträgt 32.429,00 EUR und wurde ausschließlich für Abschlussprüfungsleistungen berechnet. Konzernabschluss Die Shell Oil Company, Houston, Texas, USA, stellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis der Unternehmen auf. Der Konzernabschluss für den größten Kreis der Unternehmen wird von der Shell plc, London, Großbritannien, aufgestellt. Beide Konzernabschlüsse, in die der Jahresabschluss der Shell Catalyst & Technologies Leuna GmbH einbezogen wird, werden am jeweiligen Sitz des Mutterunternehmens offengelegt.
Leuna, den 31. März 2024 Shell Catalyst & Technologies Leuna GmbH Dr. Marianne Kox, Geschäftsführerin Marc Schwindt, Geschäftsführer Dr. Sandra Sienerth, Geschäftsführerin Entwicklung des Anlagevermögens 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023I. Grundlagen Gesellschaftsstrukturen und Geschäftstätigkeiten Die Shell Catalysts & Technologies Leuna GmbH (SC&T Leuna) gehört zu 100 % der CRI Deutschland GmbH, Leuna, die sich wiederum zu 100 % im Besitz der Shell Catalysts & Technologies Holdings Inc. mit Sitz in Houston, Texas/USA, befindet. Die Shell Catalysts & Technologies Holdings Inc. umfasst innerhalb der Shell-Gruppe alle Aktivitäten zu Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von Industriekatalysatoren. Die Gesellschaft ist mit ihrer Muttergesellschaft, der CRI Deutschland GmbH, als beherrschende Gesellschaft, mit Wirkung vom 1. Januar 2017 einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag eingegangen. Die Gesellschaft entwickelt, produziert und vertreibt Katalysatoren für den Einsatz in der chemischen und petrochemischen Industrie. Die wichtigsten Einsatzgebiete der Katalysatoren sind selektive Hydrierung, Reinigungsprozesse und der Fischer-Tropsch-Prozess. Die Gesellschaft unterscheidet zwei wesentliche Geschäftsbereiche mit "Performance Products" und "Gas-to-Liquids" (GTL). Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten des Unternehmens wurden im Jahr 2023 in einem Umfang von etwa 4,9 Mio. EUR durchgeführt und sind somit im Vergleich zum Vorjahr (4,9 Mio. EUR) konstant geblieben. In den Kernbereichen des Performance Products-Produktportfolios wurden alle wichtigen R&D-Projekte fortgeführt. Die Entwicklung von Katalysatoren für die selektive Hydrierung von Ethen-Fraktionen unter verschiedenen Prozessbedingungen war dabei der Schwerpunkt der Aktivitäten. Im Rahmen dieser Projekte wurde wiederum eine Anzahl größerer Betriebsversuche durchgeführt. Darüber hinaus wurden neue R&D-Projekte gestartet. Beispielhaft ist ein R&D-Projekt zur Entwicklung neuer Katalysatoren, die zur Umwandlung von Ammoniak in Wasserstoff eingesetzt werden. Es konnten in ausgewählten Bereichen des Produktportfolios neue Produktmodifikationen für die kundenspezifische Anwendung kommerzialisiert werden. Im Bereich der Umweltkatalysatoren verlangsamten sich die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten weiter. Das in den zurückliegenden Jahren entwickelte Produkt wurde erfolgreich im Feldtest eingesetzt. Aus anwendungstechnischen Gründen und auf Grund der zu geringen kommerziellen Attraktivität wurde das damit verbundene Produktprogramm eingestellt. Die enge Zusammenarbeit mit zentralen Forschungseinheiten von Shell wurde durch die Gesellschaft auch im Jahr 2023 fortgesetzt. Im Auftrag von Shell wurde die Herstellung eines speziellen Gaskonversionskatalysators und seine Nutzung in vorhandenen Anlagen technisch geplant und in Großversuchen getestet, um in der Zukunft eine erste große Demonstrationscharge eines neuen Katalysators herstellen zu können. Im Zukunftsbereich der stofflichen Nutzung von CO 2 sowie nachwachsender Rohstoffe und deren Umwandlung zu werthaltigen Produkten wurden die Entwicklungsarbeiten an Katalysatoren für die Herstellung von Basischemikalien erfolgreich fortgesetzt. Eine Reihe von bekannten Katalysatormaterialien konnte vielversprechend in unterschiedlichen neuen Anwendungsbereichen der Energiewende getestet werden, bspw. in der Herstellung und Umwandlung von Methan. Darüber hinaus wird das Geschäftsfeld der Gasreinigung, z. B. durch neue Katalysatoren oder Adsorptionsmassen, als sehr aussichtsreich bewertet und in den R&D-Aktivitäten und Planungen berücksichtigt. Einen Schwerpunkt bildet dabei die Herstellung und Reinigung von grünem und blauem Wasserstoff. II. Wirtschaftsbericht Branchenentwicklung Für die chemische Industrie ging ein weiteres sehr schwieriges Jahr zu Ende. Die Folgen der Energiekrise in Form von hohen Herstellungskosten und mangelhafter Auftragslage waren über das gesamte Jahr hinweg weiterhin zu spüren und der erhoffte konjunkturelle Aufschwung blieb aus. Die Produktionskapazitäten blieben weiterhin unterausgelastet und mit durchschnittlich ca. 77% auf ähnlich niedrigem Niveau wie zum Jahresende 2022. Die produzierten Mengen gingen im Vergleich zum Vorjahr um 8% zurück. Auch bei den Umsätzen der Branche waren deutliche Einbußen zu verzeichnen; diese gingen um 12% auf 230 Mrd. EUR im Vergleich zum Vorjahr zurück, was zum einen auf den fehlenden Absatz aber zum anderen auch auf leicht gesunkene Verkaufspreise zurückzuführen ist. Diese waren im Vorjahr durch den enormen Energie- und Rohstoffkostendruck stark angestiegen und waren nun, im Jahr 2023, um ca. 1% niedriger. Die Umsätze im Inland und im europäischen Wirtschaftsraum waren mit -16% stärker rückläufig als die im Drittland (USA, Asien), da insbesondere die europäische Wirtschaft unter den Folgen der Krise zu leiden hatte und kein Wachstum verzeichnen konnte, sondern in allen Industriebranchen die Produktion gedrosselt wurde und damit die Nachfrage ausblieb. Die Unternehmen der Branche, insbesondere kleine und mittelständische, sind weiterhin stark von den widrigen wirtschaftlichen Bedingungen betroffen. Über 50% hatten 2023 deutliche Gewinneinbußen oder sogar Verluste zu verzeichnen. Der Großteil der Unternehmen versucht durch verstärkte Effizienzmaßnahmen, Investition in neue Technologien und Produkte sowie den ökologischen Fortschritt aus der Krise herauszufinden. Dies scheint zum Teil zu funktionieren, da 13% der Unternehmen ihre Gewinne im Jahr 2023 im Vergleich zum Vorjahr wieder steigern konnten und weitere 35% zumindest keinen Rückgang meldeten. Ein wesentlicher Teil der Unternehmen zieht jedoch auch drastischere Maßnahmen in Betracht, wie die Verlagerung der Produktion ins Ausland oder die Trennung von Geschäftsfeldern. 13% der Unternehmen erwägen die dauerhafte Stilllegung der Produktion bzw. die Geschäftsaufgabe. Die Katalysator-Industrie befindet sich derzeit in einer Phase der Stagnation, da sie mit einer Überkapazität am Markt konfrontiert ist, resultierend aus den Produktionserweiterungen der letzten Jahre in Kombination mit der sinkenden Nachfrage in Folge der Corona-Krise. Kurz- und mittelfristig ist also nicht von Wachstum auszugehen und es wird mit einer Rationalisierung am Markt gerechnet. Langfristig wird eine steigende Nachfrage im Katalysatorbereich, begründet durch die weltweit wachsende Chemieindustrie, aber weiterhin relevant bleiben. Global wachsende Bevölkerungen und zunehmendes Wohlstandsniveau in vielen Teilen der Welt führen zu einem immer größer werdenden Energiebedarf und zu einer steigenden Nachfrage nach Konsum- und damit auch Chemieprodukten. Die Notwendigkeit für effiziente Produktionsverfahren und geringere Emissionen führt auch zu einer hohen Katalysatornachfrage mit zunehmenden Spezifizierungen. Insbesondere China und Nord-Amerika werden weiterhin die größten Treiber der global wachsenden Ethylen-Nachfrage sein, da hier kontinuierlich weitere neue Produktionsanlagen gebaut werden. Dies ist insbesondere für den Absatz unserer Katalysatoren aus der Performance Products-Sparte relevant und wird voraussichtlich dazu beitragen, dass dieser Geschäftsbereich sich langsam, aber stetig von den krisengeprägten Jahren erholen wird und zukünftig auch wieder in gewohnter Weise zu den Gewinnen der Gesellschaft beitragen kann. Für unsere GTL-Katalysatoren bleibt der Mittlere Osten, mit Katar, die Hauptabsatzregion mit Potential, durch weiterhin verbesserte Produkte im Reaktorbereich vor Ort, einen wachsenden Mehrwert für unsere Kunden zu schaffen. Im Berichtszeitraum blieb die Anzahl der Katalysator-Auslieferungen an unseren Hauptkunden stabil und wurde auch für das kommende Jahr bestätigt. Geschäftsentwicklung Der Umsatz unserer Gesellschaft ist mit 143 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr (129 Mio. EUR) um 10,8% gestiegen. Der Geschäftsbereich "Performance Products" verzeichnete einen Umsatzanstieg um 39% auf 47,0 Mio. EUR (Vorjahr mit 33,9 Mio. EUR 1 ) und erreichte damit erstmalig wieder das Niveau an Aufträgen und Umsätzen wie vor der Coronavirus-Pandemie. Im "GTL-Bereich" hatten wir, wie geplant, im Vergleich zum Vorjahr (14 Auslieferungen) im laufenden Berichtszeitraum in Summe 12 Auslieferungen, hiervon 11 an unseren Hauptkunden Qatar Shell Limited, Qatar und eine Auslieferung an unsere Schwestergesellschaft Shell MDS (M) Sdn. Bhd. (Shell Middle Distillate Synthesis, "SMDS") in Bintulu, Malaysia. Aufgrund dieser Auftragssituation war unsere GTL-Anlage im Berichtszeitraum mit 74% erneut gut ausgelastet (Vorjahr mit 81% Auslastung wegen Produktion von 2 zusätzlichen Batches). Das Auslieferungsvolumen ist im Berichtszeitraum leicht zurückgegangen auf 2.188 t (Vorjahr 2.401 t). Insgesamt konnte das Umsatzziel für den laufenden Berichtszeitraum von ursprünglich 140 Mio. EUR bis 150 Mio. EUR erreicht werden. Die Exportquote ist im Vergleich zum Vorjahr auf ähnlichem Niveau von ca. 96% geblieben. Hierzu gehören hauptsächlich die Länder Katar, Malaysia, Niederlande und Frankreich, in denen unsere Gesellschaft den Großteil am Exportumsatz generiert hat. Das Gesamtproduktionsvolumen lag im Geschäftsjahr 2023 mit 3.240 t leicht über dem Vorjahresniveau (3.183 t), was einer prozentualen Steigerung von ca. 2% entspricht. Die Gesamtauslastung unseres Werkes betrug im Jahr 2023 62% (Vorjahr 61% 2 ). Im Performance Products-Bereich konnte das Produktionsvolumen für Nickelhydrier-, Edelmetall- und andere Spezialkatalysatoren, um 26% auf 1.245 t gesteigert werden (Vorjahr 985 t). Die durchschnittliche Auslastung aller hierfür genutzter Produktionslinien lag in Summe bei ca. 49% (Vorjahr 39% 3 ). Hierbei wurde die im Dezember in Betrieb genommene neue Edelmetallanlage (ursprünglich "PM2020", neuer operationeller Name der Anlage "PMU" - Precious Metall Unit) noch nicht berücksichtigt.
1 Berechnungsmethode geändert. Wert im
Vorjahresbericht: 39,3 Mio. EUR
3 Berechnungsmethode geändert. Wert im
Vorjahresbericht: 43%
Im Geschäftsfeld "GTL" wurden mit 1.995 t ca. 9% weniger als im Vorjahr (2.198 t) produziert. Der Einsatz von Lohnfertigung durch fremde Unternehmen war im Jahr 2023 mit insgesamt 1,12 Mio. EUR höher als im Vorjahr (Vorjahr: 0,53 Mio. EUR). Das Vorsteuerergebnis des Geschäftsjahres lag mit 23,6 Mio. EUR leider unterhalb der erwarteten Bandbreite von ursprünglich geplanten 25 bis 30 Mio. EUR. Die Gesamtanlageneffektivität (OEE) wurde für das Jahr 2023 nicht erfüllt. Sie lag mit 63% leicht unter den geplanten 65% (Vorjahres-Istwert: 73%). Die Mitarbeiteranzahl der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2023 in Summe 142 Personen, darunter sechs Auszubildende. Im Jahr 2023 wurden zwölf neue Mitarbeiter eingestellt sowie ein weiterer neuer Ausbildungsvertrag abgeschlossen. Auf Grund von Kündigungen in der Probezeit, Ende der Befristung und Pensionierung wurden im Berichtszeitraum sechs Anstellungsverhältnisse beendet. Im Jahresdurchschnitt wurden 7 Kontraktoren im Unternehmen beschäftigt. Insgesamt sieht die Geschäftsführung das finanzielle Ergebnis der Gesellschaft angesichts der immer noch schwierigen Rahmenbedingungen noch zufriedenstellend, auch wenn der Gewinn deutlich niedriger ausfiel als in den Vorjahren. Die berichteten Umsatzzahlen für das Jahr 2023 waren im Performance Products-Bereich im Vergleich zum Vorjahr deutlich besser und auch im GTL-Bereich auf stabilem Niveau. Trotz der weiterhin hohen Energie- und Rohstoffkosten im Berichtszeitraum besteht weiterhin Zuversicht, dass die Gesellschaft in beiden Hauptgeschäftsbereichen an ihrem Wachstumskurs in den Folgejahren festhalten kann. Die nicht-finanziellen Ziele wurden nicht zufriedenstellend erfüllt, da es zu einem schweren Arbeitsunfall im Berichtszeitraum gekommen ist. Nach Shell externer Experten- und Sachverständigen-Einschätzung trifft die SC&T Leuna keine Schuld. Die Gesellschaft konnte aber nicht der absichtlich hoch gesetzten Konzern-Erwartung, dass niemand im Arbeitsprozess zu Schaden kommen soll, gerecht werden. Hier wird weiterhin unser Fokus auf der kontinuierlichen Verbesserung, Anpassung und Mitarbeitersensibilisierung liegen, um unsere anspruchsvollen Zielstellungen zur Arbeitssicherheit und Umweltschutz auch in Zukunft erfüllen zu können. Investitionstätigkeiten Im Jahr 2023 betrugen die Investitionstätigkeiten am Standort in Summe 5,7 Mio. EUR (Vorjahr 11,7 Mio. EUR). Die Finanzierung aller Investitionen erfolgte dabei ausschließlich durch Eigenmittel für benötigte Kapazitätserweiterungen sowie technische Neuerungen und Verbesserungen, wofür im Vorfeld viele Vorstudien erstellt wurden. In diesem Jahr konnten wir das Projekt zum Bau einer Edelmetall-Katalysator Produktions- und Imprägnieranlage, der "PMU", erfolgreich abschließen und die Anlage in Betrieb nehmen. Hierbei handelt es sich mit ca. 46,8 Mio. EUR um die größte Investition am Standort in den letzten 15 Jahren. Ziel war die Erweiterung der Edelmetallkatalysatorproduktion durch die Erhöhung der Menge an Katalysatorträgern (Tabletten in Zylinderform T5 und Hohlzylinder R6) sowie die Möglichkeit, verschiedene Edelmetalltypen (z.B. Palladium, Silber und Gold) parallel verarbeiten zu können. Seit dem vierten Quartal 2023 werden nun kommerzielle Aufträge für unsere Kunden aus dieser Anlage heraus bedient. Des Weiteren wurden Ausgaben i. H. v. ca. 970 TEUR getätigt, um die Dezentralisierung des Kühlwassersystems abzuschließen sowie weitere 540 TEUR für die Installation eines neuen Abgasfilters am Bandglühofen. Darüber hinaus gab es am Standort im Jahr 2023 auch weiterhin verschiedenartige Aufwendungen für Konzeptstudien zu neuen Projekten und Produktionsverbesserungen. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Jahresumsatzerlöse der Gesellschaft sind mit 143,2 Mio. EUR um 10,8% höher als im Vorjahr (129,2 Mio. EUR). Das Vorsteuerergebnis ist mit 23,6 Mio. EUR um 18,6% niedriger als im Vorjahr (29,0 Mio. EUR) aufgrund des immer noch hohen Niveaus der Energie- (vor allem für Strom und Gas) und Rohstoffkosten, die stärker als erwartet zu Buche schlagen, auch dadurch bedingt, dass ein größerer Anteil der verkauften Mengen bereits in 2022 produziert worden war, als die Herstellkosten ihren Höhepunkt erreicht hatten. In Anbetracht dieser Extremlage und weiterhin anhaltenden starken wirtschaftlichen Herausforderungen und Unsicherheiten im Marktumfeld der Gesellschaft ist das erwirtschaftete Ergebnis insgesamt trotzdem noch zufriedenstellend. Das Geschäft im Bereich "Perfomance Products" hat sich im Berichtszeitraum positiv entwickelt und aus Umsatzsicht wieder zugelegt auf 47,0 Mio. EUR (Vorjahr mit 33,9 4 Mio. EUR). Die erwirtschaftete Bruttomarge lag dabei im Schnitt aber nur noch bei 41% (Vorjahr 47% 5 ), was vor allem auf die hohen Energie- und Rohstoffkosten zurückzuführen ist. Im GTL-Geschäft hat die Gesellschaft mit ca. 93,5 Mio. EUR einen stabilen Umsatz im Vergleich zum Vorjahr (92,8 Mio. EUR 6 ) erzielt. Die Bruttomarge sank aber auch hier deutlich und lag nur noch bei 40 % (Vorjahr 51% 7 ). Die sonstigen Umsätze lagen im Berichtsjahr bei 2,7 Mio. EUR (Vorjahr: 2,5 Mio. EUR). Im Edelmetallmanagement ergab sich wieder ein positives Edelmetallergebnis zum Jahresende, das mit 4,2 Mio. EUR deutlich höher als im Vorjahr (3,4 Mio. EUR) war. Unsere Kosten der Versorgung, insbesondere unsere Energiebeschaffungskosten sind auf 5,7 Mio. EUR gesunken (Vorjahr: 8 Mio. EUR), da sich die Energiepreise am Markt zu unserem Vorteil rückläufig entwickelt haben. Die Personalkosten der Gesellschaft sind im Vergleich zum Vorjahr (13,2 Mio. EUR) auf ähnlichem Niveau geblieben mit 13,3 Mio. EUR. Durch den Einsatz von weniger Zeitarbeitskräften (Kontraktoren) im laufenden Jahr, gingen die hierfür anfallenden Kosten in der Gesellschaft auf 0,5 Mio. EUR zurück (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR). Die Gesellschaft hatte im Instandhaltungskostensektor für Produktionsanlagen Ausgaben in Höhe von 4,4 Mio. EUR (Vorjahr: 4,2 Mio. EUR 8 ). Das kumulierte Abschreibungsvolumen der Gesellschaft war mit 5,9 Mio. EUR etwas höher als im Jahr 2022 mit 5,3 Mio. EUR. Die PMU wurde mit Wirksamkeit zum Dezember 2023 aktiviert und macht somit einen wesentlichen Anteil der Erhöhung der Abschreibungen aus. Die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Gesellschaft in Höhe von 4,9 Mio. EUR wurden vor allem für Entwicklungen von Spezialkatalysatoren im Performance Products-Bereich eingesetzt, aber auch um neue Generationen unserer Gaskatalysatoren durch Betriebsversuche zur Kommerzialisierung zu bringen. Es wurden hieraus Kosten an Shell Konzerngesellschaften weiterbelastet mit insgesamt 1,3 Mio. EUR (Vorjahr 1,4 Mio. EUR). Insgesamt liegt das Bruttoergebnis in Höhe von 25,1 Mio. EUR um circa 25% unter dem des Vorjahres in Höhe von 33,5 Mio. EUR. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft ist maßgeblich durch die Geschäftsbeziehungen mit verbundenen Unternehmen geprägt. So bilden die Forderungen gegen bzw. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 31% bzw. 31% der Bilanzsumme ab. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen Shell-Gesellschaften sind gestiegen auf 74,2 Mio. EUR (Vorjahr: 38,2 Mio. EUR) und auch die Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften haben sich in fast gleichem Umfang im Vergleich zum Vorjahr von 39,4 Mio. EUR auf 73,0 Mio. EUR erhöht, vor allem begründet durch die noch ausstehende Vollziehung der Gewinnabführung für 2022. Das Anlagevermögen ist zum 31.12.2023 auf ähnlichem Niveau wie zum 31.12.2022 mit 104,4 Mio. EUR (Vorjahr: 105,6 Mio. EUR). Die Vorräte liegen zum Bilanzstichtag mit 56 Mio. EUR (Vorjahr: 68,2 Mio. EUR) mit 18% deutlich unter dem Vorjahresniveau, was hauptsächlich an reduzierten Fertigproduktbeständen liegt. Das Eigenkapital liegt unverändert bei 151,7 Mio. EUR. Seit 2006 ist die Gesellschaft in das Cash-Management des Shell Treasury Centers einbezogen, wodurch die laufende Finanzierung des Unternehmens abgesichert wird. Insgesamt beurteilt die Geschäftsführung den Geschäftsverlauf und die Lage als zufriedenstellend.
4 Berechnungsmethode geändert, Wert im
Vorjahresbericht: 39,3 Mio. EUR
5 Berechnungsmethode geändert, Wert im
Vorjahresbericht: 51%
Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsindikatoren Als finanzielle Leistungsindikatoren definiert die Gesellschaft die Umsatzerlöse und das Ergebnis vor Steuern. Die für die Gesellschaft aus Produktionssicht wichtigste Plankennzahl ist die "Gesamtanlageneffektivität" (Overall Equipment Effectiveness "OEE"), welche sich aus (i) Anlagenverfügbarkeit, (ii) Performance und (iii) Qualität zusammensetzt. Das hierzu zugrundeliegende bereits im Vorjahr innerhalb der SC&T Gruppe neu eingeführte OEE-Berichterzeugungssystem, sog. "Movilitas Real Time Production Management" (RPM) ermöglicht noch bessere Datenqualität am Leuna Standort und gibt klare Hinweise für gezielte Verbesserungsprojekte mit kurz-, mittel- und langfristigem Planungshorizont. Eine weitere wichtige nicht-finanzielle Kennzahl für den Standort ist die Mitarbeiteranzahl, wobei auch die Zahl von Ausbildungsverhältnissen sowie beschäftige Kontraktoren berücksichtigt werden. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Prognoseberichterstattung Die Lage für die chemische Industrie in Deutschland wird auch im Jahr 2024 angespannt bleiben. Die Produktionsmengen zu Beginn des Jahres zeigen zwar eine positive Entwicklung, aber die Auftragslage ist weiterhin schwach, insbesondere für den Absatz in Deutschland, und die Unternehmen werden auch in diesem Jahr noch mit den Nachwirkungen der Krise zu kämpfen haben, wie z.B. den Energiepreisen, die immer noch doppelt so hoch sind wie 2019. Wir erwarten auch für unsere Gesellschaft kein wesentliches Wachstum im aktuellen Jahr, werden aber auch auf Grund der hohen Exportquote das Geschäft auf stabilem Niveau halten können. Wir befinden uns in einer Phase der Stagnation, die auch durch Überkapazitäten im Weltmarkt geprägt ist, gehen aber stark davon aus, dass in den kommenden Jahren und mit einsetzender Erholung der Konjunktur wieder Wachstum erreicht werden kann. Insgesamt ist der Start der Gesellschaft in das Jahr 2024 in den ersten Monaten sehr gut verlaufen und geprägt durch eine hohe Auslastung vor allem in der GTL-Katalysatorenproduktion mit bereits sechs erfolgten Auslieferungen im ersten Quartal des laufenden Jahres. Positiv zu erwähnen ist, dass die Nachfrage nach Gaskatalysatoren aus Katar für 2024 ebenfalls mit 10 geplanten Auslieferungen geplant ist. Hinzu kommt eine zusätzliche Lieferung von GTL-Katalysatoren nach Bintulu, Malaysia. Nach wie vor gibt es hier kundenseitig das Bedürfnis nach neuen leistungsfähigeren GTL-Katalysatoren aus Leuna mit noch höheren Qualitäten, so dass wir weiterhin einen noch breiteren Produktmix abdecken müssen. Bei potenziell neuen Projekten werden wir bei kurzfristigen Nachfragen flexibel und schnell reagieren müssen, was uns aber wieder neues Umsatzpotential bringen könnte. Im Performance Products-Bereich der Gesellschaft wird die Entwicklung der erreichbaren Produktionsmengen im Jahr 2024 stark von der Nachfrage nach Chemieprodukten in der globalen wirtschaftlichen Gesamtbetrachtung abhängen. Die Entwicklung der Umsatzerlöse und Herstellungskosten ist insgesamt auch wesentlich durch die Entwicklung der zugrunde liegenden internationalen Rohöl- und Produktpreise in der Chemiesparte bestimmt. Die Auftragslage ist aktuell im Bereich Performance Products für das Jahr 2024 auf ähnlichem Niveau zu beurteilen wie für 2023, liegt aber deutlich unter den Erwartungen vor Ausbruch der Coronavirus-Pandemie. Durch weitere laufende Investitionen im Produktionsbereich und weitere Forschungsanstrengungen soll der geplante Wachstumstrend auch für die Zukunft fortgesetzt werden. Die Vermarktung von Edelmetall- und Base-Metal-basierten Spezialkatalysatoren mit der Zusammenlegung des Technologie- und Lizenzgeschäftes birgt nach wie vor großes Wachstumspotential, woran innerhalb der SC&T Gruppe zielgerichtet gearbeitet wird. Insgesamt rechnen wir für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Umsatz zwischen 130 und 135 Mio. EUR. Im Bereich der Performance Products und GTL-Katalysatoren rechnen wir aktuell mit einer gleichbleibenden Nachfrage und Auslastung unserer Produktionslinien. Die jüngsten Investitionsprojekte wie vor allem der Bau der PMU sollen zu noch besseren Ergebnissen der Gesellschaft beitragen. Die Unsicherheit hinsichtlich der Preisentwicklung und Verfügbarkeiten von Energien und Rohstoffen wird weiterhin als eines der wesentlichen Risiken für unseren Geschäftsbetrieb angesehen. Auch der bisherige Mangel an qualifiziertem Fachpersonal ist nach wie vor spürbar und zusätzliche gesetzliche Anforderungen sowie weitergehende tarifliche Vereinbarungen werden die Personalkosten der Gesellschaft belasten. Die jährlichen Abschreibungen werden durch Fertigstellung der PMU ab dem Jahr 2024 deutlich ansteigen. Projektkosten, insbesondere für Vorstudien, werden auch im Jahr 2024 konstant eingeplant. Die Effektivität unserer Produktionsanlagen versuchen wir stetig im Rahmen unseres Qualitätsmanagementsystems zu verbessern, indem wir aus Problemen lernen und die richtigen Schlüsse daraus ziehen. Wir erwarten, dass wir so ein OEE von 68% im kommenden Jahr erreichen können. Bei der Anzahl an Mitarbeitern erwarten wir für 2024 keine wesentlichen Veränderungen. Unsere Mitarbeiter werden fortlaufend geschult, um unsere hohen Ziele zu erreichen. Mit dem Ziel, die Rentabilität und Profitabilität der Shell Business Sparte Catalysts & Technologies in einem stetig steigenden globalen Kostenumfeld mit zunehmendem Markt- und Wettbewerbsdruck zu verbessern, wurde durch das SC&T Leadership-Team zum Ende des Jahres 2023 eine sorgfältige und weitgehende Analyse des SC&T Produktportfolios bekanntgegeben. Diese Untersuchung wird voraussichtlich im Laufe des Jahres 2024 abgeschlossen sein. Sich hieraus für den Standort Leuna möglicherweise ergebende Auswirkungen wurden bisher nicht an die Geschäftsführung der SC&T Leuna kommuniziert und sind auch aktuell nicht absehbar. Dennoch wird der Katalysator-Bereich weiterhin als sehr wichtiger, mit Wachstumspotenzial verbundener Teil des Shell-Konzerns angesehen und wir erwarten in den nächsten Jahren weiterhin angemessene Forschungs- und Investitionstätigkeiten. Trotzdem sind alle Gesellschaften dazu angehalten, insbesondere im kommenden Jahr, welches immer noch durch hohen Kostendruck und teilweise unterausgelastete Produktionsanlagen geprägt ist, die verfügbaren Mittel wirtschaftlich effizient einzusetzen. Die Geschäftsführung blickt daher mit den aktuellen Erkenntnissen aufgrund der Entwicklung von neuen Produkten sowie Wachstumspotenzialen trotz der angespannten Lage weiterhin sehr optimistisch in die Zukunft. Dies allerdings mit sehr hoher Kostensensibilität und dem Bewusstsein von Einsparungen im Bereich der Anlageninvestitionen bzw. im operativen Kostenbereich der Gesellschaft. Insgesamt wird im Jahr 2024 mit einem Ergebnis vor Steuern gerechnet, das aufgrund der letzten Erkenntnisse zwischen 25 und 30 Mio. EUR betragen könnte. Risikobericht Die Gesellschaft ist in das Risikomanagement der Shell-Gruppe eingebunden. Dabei stützen wir uns auf Unternehmensebene auf das Planungssystem, die eingesetzten Berichts- und Informationssysteme und die ständige Überwachung aller Finanzströme. Mit Hilfe dessen führen wir Risikobetrachtungen durch und entwickeln Strategien zur Risikooptimierung. Die Gesellschaft versteht Risikomanagement nicht ausschließlich als Risikominimierung, sondern versucht vielmehr auch die enthaltenen Chancen zu sehen. Hierdurch versucht die Gesellschaft, dies nicht nur als Instrument zur Absicherung von Risiken, sondern auch zur Erreichung unserer Unternehmensziele, zu nutzen. Potenzieller Mangel an Arbeitskräften und Verfügbarkeit von gut ausgebildetem Nachwuchs zusammen mit schwierigeren rechtlichen Rahmenbedingungen werden unter anderem als die Hauptrisiken für die Unternehmensziele angesehen. Diesen Risiken wurde bereits mit Neueinstellungen sowie durch das fortlaufende Nutzen von Zeitarbeit begegnet. Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie könnten unsere Kunden veranlassen, einen notwendigen Katalysatoraustausch und Performance-Verbesserungen zu verschieben oder auf eine andere Technologie zu wechseln. Diesen Risiken wird versucht mit entsprechender Vertrags-, Prozess- und Produktionsgestaltung zu begegnen. Ebenso kann die Wechselkurs-Entwicklung Chancen und Risiken für die Unternehmensziele bergen, weswegen die Währung bei Vertragsverhandlungen vor allem bei Fixpreisen besonders berücksichtigt wird. Im Zusammenhang mit Preisrisiken steht auch die aktuelle Verfügbarkeit von Rohstoffen, da es für bestimmte Qualitäten nur sehr wenige Anbieter gibt und neue Märkte eine plötzliche hohe Nachfrage nach gewissen Rohstoffen entwickeln. Dadurch gewinnen der sparsame Umgang und das Recyceln von Metallen für uns immer größere Bedeutung. Des Weiteren wird die Anlagenverfügbarkeit mit möglicherweise hohem Reparaturaufwand und eingeschränkter Produktionskapazität als Risiko gesehen, da Kundennachfragen eventuell nicht befriedigt werden könnten. Maßnahmen zur Risikobegrenzung umfassen hier Einhaltung der Wartungs- und Überprüfungszyklen von Maschinen, Projekte zur Kapazitätssteigerung, Lohnverarbeitungsverträge und das Management von Sicherheitsbeständen. Wegen der Bedeutung für unser Geschäft, stellen auch die Nachfrage unseres Hauptkunden nach Gaskatalysatoren und die vertraglichen Bedingungen ein Risiko für die Gesellschaft dar. Die Shell Catalysts & Technologies Leuna GmbH ist in die Performance der aktuellen Katalysatoren, die Entwicklung und die Herstellung neuartiger Produkte, stets eingebunden. Durch fortlaufende, offene Kommunikation und ein jährliches Überprüfen des Vertragsmodells wird versucht, diesem Risiko Rechnung zu tragen. Auch die Sicherheit der Mitarbeiter und mögliche andere Risiken werden im Unternehmen gemäß der Risk Policy der Shell plc. bewertet und überprüft. Zusammenfassend lässt sich die Risikolage der Gesellschaft nach Auswertung der aktuellen Erkenntnisse als akzeptabel bezeichnen. Durch die Maßnahmen zur Risikobegrenzung werden durch die Geschäftsleitung keine bestandgefährdenden Risiken und keine für die Gesellschaft inakzeptabel hohen Einzelrisiken gesehen. Chancenbericht Die Verbesserung und Ausnutzung der Kapazitätserweiterungen der Produktionsanlagen sowie Katalysator-Neuentwicklungen und Rezepturverbesserungen, insbesondere für spezifische Kundenwünsche, bergen viele Chancen für weiteres Wachstum und Kostenoptimierung in sich. Dadurch könnten zukünftig nicht nur potenziell bestehende Produktionsengpässe beseitigt werden, sondern auch die Möglichkeit, in neue Produktsegmente vorzudringen, geschaffen werden. Zusätzlich gibt es in den vorhandenen Segmenten durch weitere Anlagenbauten weltweit viele Chancen für Katalysatorverkäufe, besonders in Kombination mit Lizenzvermarktungen und Shells Reaktoreinbauten. Das Gaskatalysatorengeschäft birgt durch Weiterentwicklungen zusätzliches Potential. Wenn die neuen Generationen an Katalysatoren beim Kunden Ausbeute-Verbesserungen erzielen, könnte diese Technologie zu Neuinvestitionen und daraus resultierenden höheren Umsätzen führen. Des Weiteren sieht die Geschäftsleitung valide Steigerungen und Einsparpotenziale bei der SC&T Leuna durch kontinuierliche Versbesserung im Rahmen von "Continuous Improvement (CI)" Projekten, wodurch interne Arbeitsprozesse am Standort effektiver gestaltet werden sollen. Auch die Entwicklung des gesamten Chemieparks Leuna birgt Chancen für die optimalere Nutzung der Infrastruktur.
Leuna, 31. März 2024 Dr. Marianne Kox, Geschäftsführerin Marc Schwindt, Geschäftsführer Dr. Sandra Sienerth , Geschäftsführerin Shell Catalysts & Technologies Leuna GmbH, Leuna, wurde am 30.08.2024 festgestellt. |
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