Stammdaten

Register
Amtsgericht Frankfurt am Main HRB 34927
Eingetragen
7.4.1992
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieVermietung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten und -einrichtungen
Gegenstand
die Entwicklung, Wartung, Nutzung des marketing und der Vertrieb von Computer-Software insbesndere im Bereich Computer-Aided-Design (CAD) zur Anwendung im Ingenieurswesen als auch für das Bauwesen, den Maschinenbau und artverwandte Gebiete sowie Schulung und Beratung der Anwender. Die Gesellschaft darf auch die zugehörige Hardware- an und verkaufen sowie an- und vermieten und Patente, Warenzeichen und Rechte auf dem vorgenannten Gebiet erwerben, veräußern und vermieten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Aveva Solutions Ltd.GBR
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Aveva Solutions Ltd.
United Kingdom
105.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

AVEVA GmbH

Frankfurt am Main

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2021 bis zum 31.03.2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die AVEVA GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der AVEVA GmbH, Sulzbach (Taunus), zwischenzeitlich: Frankfurt am Main - bestehend aus der Bilanz zum 31. März 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der AVEVA GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. März 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. April 2021 bis zum 31. März 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 30. November 2022

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

von Seidel, Wirtschaftsprüfer

Vöhl, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. März 2022

Aktiva

31.03.2021
EUR EUR EUR
A. Anlagenvermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 42,00 18.215,22
2. Geschäfts- und Firmenwert 1.331.021,68 1.502.766,40
1.331.063,68 1.520.981,62
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 141.873,88 144.654,05
141.873,88 144.654,05
1.472.937,56 1.665.635,67
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Unfertige Leistungen 2.588.947,07 2.891.885,62
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 101.328,07
2.588.947,07 2.993.213,69
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.543.351,74 9.309.376,53
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 25.463.116,05 15.954.865,21
davon gegen Gesellschafter: EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00)
3. Sonstige Vermögensgegenstände 220.770,36 295.476,26
davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: EUR 21.069,69 (Vj. EUR 22.084,94)
35.227.238,15 25.559.718,00
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.085.082,01 2.385.218,79
39.901.267,23 30.938.150,48
C. Rechnungsabgrenzungsposten 288.007,49 253.964,79
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 28.077,65 98.905,65
41.690.289,93 32.956.656,59

Passiva

31.03.2021
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 105.000,00 105.000,00
II. Kapitalrücklage 437.982,64 437.982,64
III. Gewinnvortrag 2.166.896,71 1.556.000,68
IV. Jahresüberschuss 560.648,39 610.896,03
3.270.527,74 2.709.879,35
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 3.164.301,00 2.959.091,00
2. Steuerrückstellungen 295.325,64 208.888,61
3. Sonstige Rückstellungen 2.831.035,65 2.269.237,64
6.290.662,29 5.437.217,25
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 4.346.452,86 3.696.159,64
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 453.639,13 239.468,38
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 453.639,13 (Vj. EUR 239.468,38)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.475.327,92 5.837.836,35
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 10.475.327,92 (Vj. EUR 5.837.836,35)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 681.199,74 1.164.018,46
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr: EUR 681.199,74 (Vj. EUR 1.164.018,46)
davon aus Steuern: EUR 508.775,45 (Vj. EUR 585.921,15)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 20.620,41 (Vj. EUR 41.314,71)
15.956.619,65 10.937.482,83
D. Rechnungsabgrenzungsposten 16.172.480,25 13.872.077,16
41.690.289,93 32.956.656,59

Gewinn- und Verlustrechnung für 2021/2022

2020/2021
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 43.386.733,67 41.723.536,45
2. Veränderung des Bestands an unfertigen Leistungen -302.938,55 -783.658,27
3. Sonstige betriebliche Erträge 120.875,37 305.828,82
davon aus Währungsumrechnung: EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00)
43.204.670,49 41.245.707,00
4. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -22.200.981,18 -21.050.536,49
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -14.583.267,00 -13.197.613,34
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.925.352,61 -2.006.569,04
davon für Altersversorgung EUR 236.754,18 (Vj. EUR 198.656,29)
-16.508.619,61 -15.204.182,38
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -317.394,97 -302.439,46
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.097.146,64 -3.553.969,99
davon aus Währungsumrechnung EUR 16.339,50 (Vj. EUR 34.961,61)
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.051,90 5.626,44
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 0,00 (Vj. EUR 0,00)
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -77.413,06 -85.565,05
davon Aufwendungen aus der Abzinsung EUR 74.703,00 (Vj. EUR 83.262,00)
-72.361,16 -79.938,61
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -438.635,02 -431.444,15
11. Ergebnis nach Steuern 569.531,91 623.195,92
12. Sonstige Steuern -8.883,52 -12.299,89
13. Jahresüberschuss 560.648,39 610.896,03

Anhang für 2021/2022

I. Allgemeine Angaben

Die AVEVA GmbH, Sulzbach (Taunus), zwischenzeitlich: Frankfurt am Main, (im Folgenden kurz "Gesellschaft" genannt) hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 34927 eingetragen. Der neue Geschäftssitz der Gesellschaft wurde am 13. Juni 2022 im Handelsregister Frankfurt am Main eingetragen.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr zum 31. März 2022 wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. des Handelsgesetzbuchs sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Es finden die Vorschriften für eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 HGB Anwendung.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden im Wesentlichen unveränderten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Anlagevermögen

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer vermindert.

Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne des § 6 Abs. 2 EStG werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Die Zugänge von beweglichen Anlagegegenständen werden pro rata temporis abgeschrieben.

Die jeweiligen Abschreibungen erfolgen wie folgt:

Anlageposition Abschreibungsmethode Nutzungsdauer
Geschäfts- oder Firmenwert linear 10 Jahre
Software linear 3 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung linear 3-10 Jahre

Die Nutzungsdauer für den Geschäfts- oder Firmenwert wurde entsprechend § 253 Abs. 3 S. 4 HGB mit zehn Jahren bestimmt.

Vorratsvermögen

Die unfertigen Leistungen sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, in denen direkt zurechenbaren Materialeinzel- und -gemeinkosten sowie Fertigungslöhne und Fertigungsgemeinkosten berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden nicht aktiviert.

Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Projektdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert oder mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch angemessene Abschläge berücksichtigt.

Aktive und passive latenten Steuern

Aktive latente Steuern resultieren aus Bewertungsunterschieden bei dem Geschäfts- und Firmenwert, Rückstellungen für Pensionen-, Alterszeit- und Jubiläumsverpflichtungen sowie den Rückstellungen für Restrukturierung. Die Aktivierung der latenten Steuern unterbleibt in Ausübung des dafür bestehenden Ansatzwahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB. Der Betrag der nicht angesetzten aktiven Steuerlatenzen beläuft sich auf TEUR 502 (Vorjahr: TEUR 396).

Rückstellungen für Pensionen

Die Rückstellungen für Pensionen werden für einen Teil nach der sog. "Projected-Unit-Credit-Methode" (im Folgenden: "PUC-Methode") und für einen anderen Teil der Versorgungszusagen nach der Teilwertmethode gebildet und unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" ermittelt. Die Detailangaben hierzu sind unter Punkt III. enthalten.

Rückstellungen

Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls bewertet.

Zum Bilanzstichtag werden Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr lagen zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr nicht vor.

Auf fremde Währung laufende Betriebsstätte

Die Geschäftsvorfälle der polnischen Betriebsstätte werden mit dem Euro-Kurs der polnischen Nationalbank am jeweiligen Transaktionstag bewertet.

Die Bankkonten in polnischen Zloty werden zum Bilanzstichtag mit dem Stichtagskurs in Euro umbewertet.

Sich ergebende Fremdwährungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021/22 wird auf den separat dargestellten Anlagenspiegel verwiesen (siehe Anlage zum Anhang).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Insgesamt sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit über einem Jahr in Höhe von TEUR 142 (Vorjahr: TEUR 588) ausgewiesen.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Finanzforderungen in Höhe von TEUR 22.954 (Vorjahr: TEUR 15.950) im Rahmen der Cash-Pooling Vereinbarung enthalten. Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen sind mit den entsprechenden Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen saldiert ausgewiesen.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus Vermögensverrechnung

Der aktive Unterschiedsbetrag resultiert aus der Saldierung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB von Altersversorgungsverpflichtungen aus Altersteilzeitverträgen mit Vermögensgegenständen, die gemäß ATG ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich um ein Festgeldkonto bei einer Bank.

Angaben zur Verrechnung nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

31.03.2022
EUR
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 21.074
Anschaffungskosten der Vermögensgegenstände 49.152
Beizulegender Zeitwert der Vermögensgegenstände 49.152
Verrechnete Aufwendungen -
Verrechnete Erträge -

Rückstellungen für Pensionen

AVEVA GmbH bilanziert geschlossene Pensionspläne.

Ein Pensionsplan besteht gegenüber einem ehemaligen Geschäftsführer. Dieser sieht Rentenzahlungen in Form von Alters-, Invaliden-, Witwen- und Waisenrente vor. Die Rückstellung für diese Verpflichtung wird nach der PUC-Methode (Anwartschaftsbarwertmethode) unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 10 Jahren von 1,82% (Vorjahr: 2,19%) verwendet. Die Verpflichtung wird gemäß Vereinbarung während der Anwartschaft und nach Eintreten des Versorgungsfalles mit 2,5% p.a. dynamisiert (Gehalts- und Rentensteigerung). Eine Fluktuationsrate war aufgrund der Art der Zusage nicht zu berücksichtigen.

Neben dieser Pensionszusage ist die Gesellschaft als Folge der Verschmelzung mit der TRIBON Solutions GmbH in 2005 als Gesamtrechtsnachfolgerin in die bestehenden Pensionsverpflichtungen der TRIBON Solutions GmbH eingetreten. Die TRIBON Solutions GmbH hatte Leistungen der betrieblichen Altersversorgung unmittelbar in Form von Alters-, Invaliden- und Witwenrente zugesagt.

Zum vorliegenden Bilanzstichtag bestehen Verpflichtungen gegenüber vier Rentenempfängern. Die Rückstellung für diese Verpflichtung wird nach der Teilwertmethode unter Verwendung der "Heubeck-Richttafeln 2018 G" ermittelt. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 10 Jahren von 1,80% (Vorjahr: 2,19%) verwendet.

Für die Bewertung der Pensionsrückstellung für die Rentenempfänger wurde eine Rentendynamik von 2,30% (Vorjahr: 1,50%) zu Grunde gelegt. Erwartete Gehaltssteigerungen bzw. eine Fluktuationsrate waren aufgrund der Art der Zusage nicht zu berücksichtigen.

Im Rahmen des Betriebsübergangs von der Schneider Electric Software Germany GmbH zum 01. Januar 2020 auf die AVEVA GmbH sind 6 Mitarbeiter und deren Zusagen übertragen worden. Diese Zusagen sehen Rentenzahlungen in Form von Alters-, Invaliden-, Witwen- und Waisenrente vor. Für die Abzinsung wurde pauschal der durchschnittliche Marktzinssatz bei einer restlichen Laufzeit von 10 Jahren von 1,80% (Vorjahr: 2,19%) verwendet.

Insgesamt wurden zum Bilanzstichtag 31. März 2022 Pensionsrückstellungen in einer Gesamthöhe von TEUR 3.164 (Vorjahr: TEUR 2.959) passiviert werden. Die in der Bilanz ausgewiesene Pensionsrückstellung für die Versorgungszusage an den ehemaligen Geschäftsführer beträgt TEUR 1.513 (Vorjahr: TEUR 1.436).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzten sich wie folgt zusammen:

31.03.2022 31.03.2021
EUR EUR
Mitarbeiterboni-/Vertriebskommission -1.705.478 -1.369.122
sonstige Personalrückstellungen - 976.073 - 706.784
Prüfungs- und Beratungskosten - 103.851 - 86.118
ausstehende Eingangsrechnungen - 45.633 - 107.214
-2.831.036 -2.269.238

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sämtliche Verbindlichkeiten sind unbesichert.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Einnahmen aus Lizenzverträgen, die der Gesellschaft vor dem Bilanzstichtag zugeflossen sind, werden unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen, soweit diese Einnahmen einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Ausschüttungsgesperrte Beträge

Ausschüttungsgesperrte Beträge bestehen aus dem Unterschiedsbetrag der Passivierung von Pensionsrückstellungen gem. § 253 Abs. 2 i.V.m. Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 212 (Vorjahr: TEUR 297).

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse von Höhe von TEUR 43.387 (Vorjahr: TEUR 41.724) umfassen neben Umsatzerlösen mit Kunden und Produkten (TEUR 34.392; Vorjahr: TEUR 37.409) auch Kostenerstattungen (TEUR 8.994; Vorjahr: TEUR 4.314).

Die Umsatzerlöse wurden im Bereich der Lizenzgebühren sowie Consulting und Training erzielt, und zwar zu 77% (Vorjahr: 78%) in der D-A-CH Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) und 23% (Vorjahr: 22 %) außerhalb.

Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 87 (Vorjahr: TEUR 297) enthalten, die aus der Auflösung von Rückstellungen für ausstehende Rechnungen resultieren.

Aufwendungen für bezogene Leistungen

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen beinhalten zugekaufte Lizenzen und Fremdleistungen von Drittfirmen in Höhe von TEUR 1.576 (Vorjahr: TEUR 2.337) sowie Lizenzaufwendungen an konzernverbundene IP Owner (Lizenzeigentümer) in Höhe von TEUR 20.624 (Vorjahr: TEUR 18.713).

Verlust für noch nicht abgeschlossene Projekte wurden in Höhe von TEUR 116 (Vorjahr: TEUR 0) berücksichtigt.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

Die Abschreibungen in Höhe von TEUR 317 T€ (Vorjahr: TEUR 302) enthalten wie im Vorjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In Höhe von TEUR 518 (Vorjahr: TEUR 986) sind im Wesentlichen Aufwendungen aus der Abwertung von Forderungen gegenüber zwei Kunden berücksichtigt.

In Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 35) sind Aufwendungen aus Währungsumrechnung enthalten.

Wesentliche periodenfremde Aufwendungen sind wie im Vorjahr nicht angefallen.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Die ausgewiesenen Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen in Deutschland neben den laufenden Steueraufwand für Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie Solidaritätszuschlag für das Geschäftsjahr 2021/2022 auch Steueraufwand für Vorjahre in Höhe von TEUR 96.

Für die Betriebsstätten in Österreich und Polen sind die entsprechenden Ertragssteuern erfasst.

Aktive latente Steuern auf temporäre Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz und korrespondierende latente Steuererträge wurden nicht erfasst.

V. Sonstige Angaben

Verbundene Unternehmen

Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften angesehen, auf welche die Schneider Electric SE, Rueil Malmaison, Frankreich, unmittel- oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann.

Außerbilanzielle Geschäfte / Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Als außerbilanzielle Geschäfte wurden Miet- und Leasingverträge eingegangen. Vorteile des Abschlusses solcher Verträge gegenüber dem Kauf der betreffenden Anlagegüter sind u.a. die Bilanzneutralität, die Liquiditätsschonung und die gewonnene Flexibilität. Nachteile bestehen in der Laufzeitbindung und den im Allgemeinen höheren Kosten. Zum Bilanzstichtag bestehen in Höhe von TEUR 1.703 (Vorjahr: TEUR 1.775) sonstige finanzielle Verpflichtungen in Form dieser Miet- und Leasingverpflichtungen. Sie enden zwischen 2022 und 2027.

Haftungsverhältnisse

Zum Bilanzstichtag bestehen keine weiteren Haftungsverhältnisse über die gemäß § 251 HGB zu berichten wäre.

Honorar der Abschlussprüfer

Für den Abschlussprüfer wurden im Geschäftsjahr 2021/2022 insgesamt TEUR 76 (Vorjahr: TEUR 52) Honorar als Aufwand erfasst. Diese Aufwendungen entfielen in voller Höhe auf die Abschlussprüfung.

Organe

Der Geschäftsführung gehören an:

James Singer Kidd, stellvertretender CEO und CFO der AVEVA Group plc, Royson, Großbritannien,

David Mathew Ward, stellvertretender CFO der AVEVA Group plc, Herts, Großbritannien (bis 22. April 2021),

Thibaut Cousin, Head of Finance AVEVA EMEA, Cambrai, Belgien (seit 8. März 2021).

Die Geschäftsführer sind einzelvertretungsberechtigt und sind von den Beschränkungen des § 181 BGB (Selbstkontrahierungsverbot) befreit.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Geschäftsführer haben keine Vergütung von der Gesellschaft bezogen.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 129 (Vorjahr: 136) Mitarbeiter beschäftigt. Von den durchschnittlich 129 Mitarbeitern entfallen 78 Mitarbeiter auf den Bereich Technik, 21 Mitarbeiter auf den Bereich Verwaltung und 30 Mitarbeiter auf den Bereich Vertrieb.

Konsolidierungskreis

Die AVEVA Group plc, Cambridge, Großbritannien, ist das Konzernunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den der Jahresabschluss der Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist unter https://investors.aveva.com/annualreport/docs/Annual_Report_2021.pdf abrufbar. Die Schneider Electric SE, Rueil Malmaison, Frankreich, ist das Konzernunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, in den der Jahresabschluss der Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss ist unter https://www.se.com/ww/en/about-us/investor-relations/financial-results.jsp abrufbar.

Nachtragsbericht

Die AVEVA Group hat im Juli 2020 die Zusammenarbeit und die Eingliederung der OSIsoft Group veröffentlicht, welches am 22. März 2021 abgeschlossen wurde. Beide Unternehmen arbeiten nun unter dem AVEVA Auftritt. In diesem Zusammenhang hat die Gesellschaft Ihren Geschäftssitz am Standort Sulzbach zum 31. Mai 2022 aufgegeben und ist in die Räumlichkeiten der OSIsoft Europe GmbH, Frankfurt am Main gezogen. Die AVEVA Group hat im Weiteren den Verkauf der OSIsoft Europe GmbH (Asset Deal) an die AVEVA GmbH auf das 1. Quartal 2023 terminiert.

Die Gesellschaft hat am 26. Juli 2021 die Kunden und Mitarbeiter über die End-of-Life des BOCAD Geschäftsbereiches informiert. Die Betreuung der BOCAD Lizenzen wird spätestens im Kalenderjahr 2023 eingestellt. Mit Wirkung zum 29. April 2022 hat die Gesellschaft den Geschäftsbereich BOCAD an die Schuller & Company GmbH, Frankfurt am Main, veräußert. Der Verkauf des Geschäftsbereiches ist im Wege eines Betriebsübergangs nach § 613a BGB übertragen worden (Asset Deal). 20 Mitarbeiter der AVEVA GmbH sind in die Schuller & Company GmbH übergegangen. Der Umsatzbeitrag des Geschäftsbereiches BOCAD betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 3,8 Mio EUR und im Geschäftsjahr 2022/2023 nur noch 0,3 Mio. EUR.

Das Geschäft der AVEVA GmbH wird durch die Invasion von Russland in die Ukraine und die damit verbundenen beschlossenen Sanktionen gegen Russland seitens der EU-Länder, USA, Großbritannien sowie weiterer Staaten dahingehend beeinflusst, dass bei allen Kundenaufträgen erhöhte Exportkontrollen (sog. "trade compliance Richtlinien") zu beachten sind. Bei jeder Auftragsannahme erfolgt eine Kundenüberprüfung anhand der vom Kunden vorgelegten Daten (enthalten im KYC-Protokoll - "Know your customer"). Freigaben von Kunden, die potentiell unter Sanktionsrichtlinien stehen, erfolgen durch die Rechtsabteilung der AVEVA Gruppe. Aktuell sehen wir keine negativen Konsequenzen auf den Abschluss der Gesellschaft, da die Gesellschaft weder mit Kunden in der Ukraine, Belarus oder in Russland Umsatzerlöse erzielt. Wir gehen davon aus, dass auch künftige Auswirkungen nicht materiell sein werden.

Gewinnverwendungsvorschlag

Der Gesellschafterversammlung wird vorgeschlagen, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 560.648,39 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Frankfurt am Main, 28. November 2022

James Singer Kidd, Geschäftsführer

Thibaut Cousin, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2021/2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.4.2021 Zugänge Abgänge 31.3.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 267.411,07 0,00 0,00 267.411,07
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.722.626,70 0,00 0,00 1.722.626,70
1.990.037,77 0,00 0,00 1.990.037,77
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.800.469,40 124.838,16 39.424,88 1.885.882,68
3.790.507,17 124.838,16 39.424,88 3.875.920,45
Kumulierte Abschreibungen
1.4.2021 Zuführungen Abgänge 31.3.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 249.195,85 18.173,22 0,00 267.369,07
2. Geschäfts- oder Firmenwert 219.860,30 171.744,72 0,00 391.605,02
469.056,15 189.917,94 0,00 658.974,09
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.655.815,35 127.477,03 39.283,58 1.744.008,80
2.124.871,50 317.394,97 39.283,58 2.402.982,89
Nettobuchwerte
31.3.2022 31.3.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 42,00 18.215,22
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.331.021,68 1.502.766,40
1.331.063,68 1.520.981,62
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 141.873,88 144.654,05
1.472.937,56 1.665.635,67

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021/2022

A. Grundlagen der Gesellschaft

1. Geschäftsmodell der Gesellschaft

AVEVA GmbH ("AVEVA") ist die deutsche Tochtergesellschaft der AVEVA Group plc und ein weltweiter Anbieter von industriellen Softwarelösungen für die Planung, die Errichtung und den Betrieb von verfahrenstechnischen Anlagen, Schiffen sowie für die Bauindustrie. Die AVEVA GmbH besteht seit mehr 30 Jahren. Diesen langfristigen Erfolg erreicht die Firma durch eine enge und langjährige partnerschaftliche Zusammenarbeit mit ihren Kunden sowie konsequenter Weiterentwicklung und Bereitstellung neuer Lösungen durch das Mutterhaus.

Die AVEVA hat neben den in Deutschland bestehenden Zweigniederlassungen und Standorten in Sulzbach (Taunus), zwischenzeitlich: Frankfurt am Main, Bochum sowie Neuss und München-Garching auch weitere in St. Georgen/Gusen (Österreich) und in Breslau (Wroclaw (Polen)).

Mit Wirkung zum 29. April 2022 hat die Gesellschaft den Geschäftsbereich BOCAD an die Schuller & Company GmbH, Frankfurt am Main, veräußert. Der Verkauf des Geschäftsbereiches ist im Wege eines Betriebsübergangs nach § 613a BGB übertragen worden (Asset Deal). 20 Mitarbeiter der AVEVA GmbH sind in die Schuller & Company GmbH übergegangen. Im Zuge dessen wurde der Gewerbestandort Bochum abgemeldet.

Bereits zum 31. Oktober 2021 wurde der Standort der ehemaligen Schneider Electric Software Germany GmbH in Walldorf abgemeldet.

Die Zweigniederlassungen/Standorte sind alle in die Struktur der AVEVA GmbH integriert und unterliegen den Weisungsbefugnissen des Stammhauses. Wie beim Stammhaus auch, liegt der betriebswirtschaftliche Fokus in der Vertragsanbahnung und dem Vertrieb der Software inklusive der Beratung und Implementierung der AVEVA-Lösungen sowie der Schulung der Anwender. Da die Anwendungsmöglichkeiten der Software sehr vielfältig sind, reichen die Anwendungsgebiete über das Ingenieurswesen (Anlagen-, Schiffsbau), das Bauwesen, den Maschinenanlagenbau bis hin zu artverwandten Gebieten. Dies gilt sowohl für die Zweigniederlassung in St. Georgen/Gusen (Österreich), als auch die Zweigniederlassung in Breslau (Wroclaw (Polen)). Es wird immer die gesamte Produktpalette angeboten und betreut - das wirtschaftliche Ergebnis wird jedoch maßgeblich durch die Aktivitäten im Kernland Deutschland bestimmt.

Die wichtigsten Absatzmärkte befinden sich in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) sowie in den europäischen Nachbarstaaten. Nur ein sehr kleiner Umsatzanteil (unter 1%) wird mit Kunden in Asien, Russland und Südamerika erzielt.

Mit vier Lizenzeigentümern (IP Owner) in Großbritannien, USA, Kanada und Australien innerhalb der Aveva-Gruppe bestehen Lizenzverträge über eine umsatzabhängige Vergütung.

2. Forschung/Entwicklung

Die Forschung und Entwicklung obliegt im Wesentlichen dem Verantwortungsbereich des englischen Mutterhauses, unterstützt durch Implementierungs- und Adaptionsprojekte der lokalen Technikabteilung.

B. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

a. Gesamtwirtschaftliche Lage

Das Wirtschaftsjahr 2021/2022 war zu Beginn trotz Corona-Pandamie positiv ausgerichtet, auch wenn der Markt einer hohen konjunkturellen Dynamik und starken Inflationsrisiken ausgesetzt war. Der Aufwärtstrend verlangsamte sich im Winter 2021 stärker als erwartet, beeinflusst durch Inflation auf der Verbraucherebene sowie Anspannungen an den Produktmärkten und in den Logistiknetzen. Im Frühjahr 2022 beeinträchtigte die Weltwirtschaft neben Covid-19 auch der Ukrainekonflikt. Darüber hinaus führten höhere Rohstoffpreise zu steigender Inflation und Sanktionen auf Transport und Produktion zu vermehrten Lieferengpässen. 1

Die Entwicklung in der Weltwirtschaft spiegelte sich auch im Euroraum wider. Bis zur Jahresmitte 2022 noch setzte sich die wirtschaftliche Erholung fort. Der anhaltende Energiepreisschock und die hohe Inflation führten zu einer Verschlechterung der Stimmungslage sowohl bei den Endverbrauchern als auch von Unternehmerseite sowie zu einem Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion. Das Bruttoinlandsprodukt lag erstmals wieder auf Vor- Corona-Niveau. 2

Auch in Deutschland stand das Jahr 2021 im Zeichen der Corona-Pandemie und auch einer wirtschaftlichen Erholung allerdings mit vielschichtigen Lieferengpässen. Gegen Jahresende 2021 kam es allerdings infektionsbedingt erneut zu einer Ausbremsung der wirtschaftlichen Aktivitäten, welche sich im Frühjahr 2022 bedingt durch die Folgen des Krieges in der Ukraine verstärkten. Das Bruttoinlandsprodukt für 2021 lag nur bei 2,6% über dem Vorjahr. 3

1 Aus: Kieler Konjunkturberichte Weltwirtschaft, Nr. 79 vom Juni 2021; Nr. 85 vom Dez 2021, Nr. 87 vom März 2022
2 Aus: Kieler Konjunkturberichte Euroraum, Nr. 88 vom März 2022; Nr. 94 vom Sept 2022
3 Aus: Kieler Konjunkturberichte Deutschland, Nr. 80 vom Juni 2021, Nr. 86 vom Dez 2021

b. Lage des Software Marktes

Die ITK-Gesamtbranche (Informations- und Telekommunikationstechnik) wuchs im Geschäftsjahr 2021/2022 insgesamt stabil und spiegelte den Trend zu neuen Arbeitsplatzkonzepten wie Homeoffice und hybrides Arbeiten wider. Das wirtschaftliche Umfeld blieb weiterhin schwierig mit den Herausforderungen aus der Pandemie, den neuen Lieferengpässe, der Inflation sowie Fachkräftemangel. Trotz diesen Herausforderungen notierte die Digitalindex um 17 Punkte höher als das Geschäftsklima der Gesamtwirtschaft.

Der Branchenverband BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) verzeichnete nach einem starken Anstieg in der Mitte des Jahres 2021 (Bitkom-ifo-Digitalindex 39,6) zu Beginn des Jahres 2022 erneut eine Abschwächung der Umsätze mit Produkten und Diensten der Gesamtbranche. Der Digitalindex sank im gleichen Zeitraum um 15 Prozentpunkte und lag mit 24,0 aber weiterhin über dem Ifo-Geschäftsklimaindex (7,0).

Der Branchenverband wies im Jahre 2021 überdurchschnittliche Umsätze von 178,4 Mrd. EUR im Vergleich zu 2020 (171,4 Mrd. EUR) aus, was einem Plus von +3,9% entspricht. Laut BITKOM-Schätzungen zufolge soll der Umsatz im ITK-Markt im Jahr 2022 auf 184,9 Mrd. EUR wachsen, was einem Plus von 3,6% entspricht.

Dafür verantwortlich ist insbesondere das konstante Wachstum im Markt für Informationstechnik (IT). Wie auch im Vorjahr legten die Umsätze in 2021 überdurchschnittlich zu und überstiegen die 100-Milliarden-Euro-Marke. Die Informationstechnik wuchs in allen Segmenten und steigerte die Umsätze zum Jahresende 2021 auf 102,5 Mrd. EUR. Trendeinschätzungen für das Jahresende 2022 gehen von weiteren 5,9% Umsatzsteigerungen auf 108,6 Mrd. EUR aus. Neben den neuen Arbeitsplatzkonzepten, wird zunehmend in hochwertige IT-Geräte investiert. Lieferengpässe verhindern eine noch bessere Bilanz. 4

Das für AVEVA besonders relevante Softwaregeschäft stieg in dem Folgejahr nach Ausbruch von Corona am stärksten. Für das Jahr 2021 ist auf dem Markt für Software ein Umsatzwachstum von 8,3% auf 27,4 Mrd. EUR erzielt worden. Insbesondere angetrieben durch das Cloud-Geschäft werden die Umsätze in 2022 schätzungsweise überdurchschnittlich um 9% auf 32,4 Mrd. EUR zulegen.

4 Aus: Bitkom Jahrespressekonferenz 11. Jan 2022 (EITO, IDC, GfK)

Der für AVEVA ebenfalls relevante Markt für IT-Services verzeichnete 2021 ebenfalls ein kontinuierliches Umsatzwachstum und steigerte die Umsätze um 3,7% (2020: Rückgang um 3,2% auf 40,6 Mrd. EUR). Für das Jahr 2022 wird ein Umsatzwachstum von 3,9% auf 43,7 Mrd. EUR prognostiziert. Dies resultiert aus der fortschreitenden Digitalisierung nahezu aller Wirtschaftszweige als wesentlicher Treiber. Die Investitionen von Unternehmen und öffentlichen Auftraggebern in die Transformation ihrer Organisationsprozesse und Geschäftsmodelle bleiben auf einem konstant hohen Niveau und zeigten sich in den vergangenen Jahren unabhängig von Schwankungen in der Konjunktur der Gesamtwirtschaft. Wesentlich für diesen Prozess sind Markttrends und Technologien wie Cyber/Information Security, Cloud Solutions, Big Data Analytics, IoT (Internet of Things) sowie digitale Plattformen und mobile Applikationen, aber auch neue Themen wie Machine Learning, Künstliche Intelligenz, Blockchain und Augmented/Virtual Reality. 5

AVEVA besetzt seit vielen Jahren einen Teil dieser Technologien und High Tech-Trends und baut das Portfolio und Know-how stetig weiter aus.

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

a. Wesentliche finanzielle Steuerungsgrößen (Leistungsindikatoren)

Die wesentliche finanzielle Steuerungsgröße der Gesellschaft sind die Umsatzerlöse, die für Konzernzwecke nach IFRS ermittelt werden. Handelsrechtlich weichen diese Werte grundsätzlich ab.

Die handelsrechtlichen Umsatzerlöse erreichen 43,4 Mio. EUR (Vorjahr: 41,7 Mio. EUR) und erzielen damit einen leichten Umsatzanstieg von 4%.

Dieses Umsatzwachstum entsprach damit der Prognose des Lageberichts des Vorjahres.

Die Geschäftsentwicklung der AVEVA GmbH ist insgesamt positiv einzustufen.

b. Vermögenslage

Das Geschäftsjahr 2021/2022 endet mit einer Bilanzsumme von 41,7 Mio. EUR nach 33,0 Mio. EUR im Vorjahr. Die Forderung gegen verbundene Unternehmen haben sich um 9,5 Mio. EUR auf 25,5 Mio. EUR gegenüber Vorjahr erhöht, im Wesentlichen als Folge der Forderungen aus dem gruppeninternen Cash-Pooling mit der AVEVA Financing Limited, Cambrigde/Großbritannien in Höhe von 23,0 Mio. EUR zum Bilanzstichtag (Vorjahr: 16,0 Mio. EUR).

5 Aus: Bitkom Jahrespressekonferenz 11. Jan 2022 (EITO, IDC, GfK)

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 9,5 Mio. EUR und sind nahezu unverändert gegenüber Vorjahr (9,3 Mio. EUR).

Die unfertigen Erzeugnisse aus der Projekttätigkeit sind im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Mio. EUR auf 2,6 Mio. EUR leicht zurückgegangen.

Die Passivseite ist im Wesentlichen gekennzeichnet durch die Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber konzernverbundenen Unternehmen aus dem Lizenzgeschäft. Die Verbindlichkeiten gegenüber den Lizenzeigentümern liegen mit 10,5 Mio. EUR deutlich über dem Wert des Vorjahres (5,8 Mio. EUR) bedingt durch ausstehende Zahlungen an die IP Owner. Diese können nur nach ausgestellter Freistellungsbescheinigung zur Quellensteuer abgeführt werden.

Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen entwickelten sich entsprechend dem zugrunde liegenden Projektgeschäft und haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Mio. EUR auf 4,3 Mio. EUR erhöht.

Sonstige Rückstellungen sind um 0,5 Mio. EUR gestiegen im Wesentlichen als Folge der Mitarbeiterboni und Vertriebsprovisionen.

c. Ertragslage

Die Umsatzerlöse betragen 43,4 Mio. EUR nach 41,7 Mio. EUR im Vorjahr und sind im Vergleich zum Vorjahr um 4% bzw. 1,6 Mio. EUR gestiegen.

Folgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Umsatzerlöse nach Kategorien:

Umsatzerlöse nach Kategorien Geschäftsjahr 2021/2022
TEUR Anteil
einmalige Lizenzgebühren 13.013 30,0%
laufende Lizenzgebühren 18.518 42,7%
Sonstige 8.998 20,7%
Consulting/Training 2.858 6,6%
Total 43.387 100,0%
Umsatzerlöse nach Kategorien Geschäftsjahr 2020/2021 Veränderung
TEUR Anteil TEUR %
einmalige Lizenzgebühren 13.236 31,7% -223 -1,7%
laufende Lizenzgebühren 20.118 48,2% -1.600 -8,0%
Sonstige 4.327 10,4% 4.671 107,9%
Consulting/Training 4.043 9,7% -1.184 -29,3%
Total 41.724 100,0% 1.663 4,0%

Die zum Ende des jeweiligen Geschäftsjahres bereits fakturierten, aber noch nicht realisierten laufenden Lizenzgebühren sind bilanziell abgegrenzt (passive Rechnungsabgrenzung), d.h. sie sind nicht in den Umsätzen enthalten. Zum Ende des Geschäftsjahres 2021/2022 beziffern sich die abgegrenzten Erlöse auf 16,2 Mio. EUR (Vorjahr: 13,9 Mio. EUR) für die kommenden Geschäftsjahre.

Die AVEVA GmbH ist finanziell in die AVEVA Gruppe integriert. Aufgrund der bestehenden "Operating Agreements" mit verschiedenen Lizenzeigentürmern innerhalb der Gruppe ist der Materialaufwand maßgeblich von umsatzabhängigen Vergütungen beeinflusst. Er liegt leicht unter Vorjahresniveau. Die Materialaufwandsquote ist im Vergleich zum Vorjahr um 0,72 Prozentpunkte gesunken.

Der Personalaufwand erhöht sich von 15,2 Mio. EUR insgesamt um 8,58% im gegenüber Vorjahr auf 16,5 Mio. EUR im Wesentlichen durch Gehaltsanpassungen an die marktüblichen Gehälter. Die Personalaufwandsquote beläuft sich auf 38,1% nach 36,4% im Vorjahr.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Wertberichtungen von Kundenforderungen in Höhe von 0,5 Mio. EUR (Vorjahr: 0,7 Mio. EUR) enthalten.

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Aufwendungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 96 im Wesentlichen für die deutsche Betriebsstätte enthalten.

Das Geschäftsjahr schließt somit mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 0,6 Mio. EUR nach ebenfalls 0,6 Mio. EUR im Vorjahr und entspricht der Prognose des Vorjahres.

d. Finanzlage

Das Eigenkapital betrug zum 31. März 2022 3,3 Mio. EUR (Vorjahr: 2,7 Mio. EUR). Die Eigenkapitalquote der AVEVA GmbH hat sich von 8,2% im Vorjahr auf 7,8% nicht wesentlich geändert. Die Fristenkongruenz der Finanzierung ist gegeben. Das Anlagevermögen ist sowohl im Berichtsjahr als auch im Vorjahr zu 100% durch Eigenkapital gedeckt.

Im Geschäftsjahr 2021/2022 wurde ein positiver Cashflow aus laufender operativer Geschäftstätigkeit in Höhe von 6,8 Mio. EUR (Vorjahr: 13,0 Mio. EUR) erwirtschaftet. Dieser resultiert bei einem Jahresergebnis von 0,6 Mio. EUR maßgeblich aus den noch nicht ausgeglichenen Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften (+ 4,6 Mio. EUR) als Folge der ausstehenden Zahlungen für die Transferpricing Rechnungen an die Lizenzeigentümer sowie aus dem Anstieg der abgegrenzten Umsatzerlöse (PRAP) in Höhe von 2,3 Mio. EUR, für die bereits Zahlungseingänge zu verzeichnen waren.

Wesentliche Investitionsvorhaben oder Investitionsverpflichtungen bestehen derzeit nicht.

Es besteht eine Cash-Pooling Vereinbarung mit der Konzerngesellschaft AVEVA Financing Limited, UK. In monatlichen Abständen werden überschüssige Bankguthaben überwiesen. Dadurch werden die konzernweiten Finanzierungsmöglichkeiten bestmöglich genutzt. Weiterhin werden alle konzerninternen Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem Guthaben im Cash-Pooling verrechnet. Eine Verzinsung des Guthabens bzw. der Schuld erfolgt aufgrund des derzeitigen Zinsniveaus derzeit nicht. Zum Bilanzstichtag wird eine Forderung gegen die AVEVA Financing Limited, UK in Höhe von 23,0 Mio. EUR (Vorjahr: 16,0 Mio. EUR) ausgewiesen.

Der Finanzmittelbestand, der dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sowie dem Guthaben im Cash-Pooling entspricht, beträgt 25,0 Mio. EUR (Vorjahr: 18,3 Mio. EUR).

Weder im Vorjahr noch im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Bankkredite in Anspruch genommen. Währungs- bzw. zinsstrukturbedingte Risiken sowie Risiken aus sonstigen Darlehenskonditionen (z.B. Besicherungen) bestehen nicht.

Die AVEVA GmbH ist jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen.

Die Gesamtlage der AVEVA GmbH ist insgesamt als gut und stabil zu bezeichnen.

C. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

a. Risikomanagementsystem

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft hat die Einhaltung der für das Unternehmen anzuwendenden Gesetze und sonstigen Vorschriften zu gewährleisten und die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sicherzustellen. Des Weiteren hat das System die Einhaltung der von der Geschäftsführung im Unternehmen eingesetzten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen (Regelungen) zu überprüfen, die der organisatorischen Umsetzung von Entscheidungen dienen. Dabei gelten Aufbau- und Ablauforganisation, EDV und Rechnungswesen, Vorräte, Forderungen und Verbindlichkeiten, Personalwesen und Planung/Steuerung als wichtige Teilbereiche des Systems. Dazu werden unter anderem Prozesse und Beschreibungen sowie Unterschriftsregelungen regelmäßig überprüft und entsprechend angepasst.

b. Risiken aus der operativen Geschäftstätigkeiten

Auf dem Absatzmarkt für Schiffsbau können Risiken durch die Abhängigkeit von wenigen Großkunden entstehen. Außerdem besteht das Risiko, dass durch eine Verschärfung des Wettbewerbs auf dem Markt für Schiffsbau Marktanteile und Kunden verloren gehen. Aber auch mögliche negative Folgen der Coronavirus-Pandemie stellen unseres Erachtens Risiken für die Umsatzentwicklung der Gesellschaft im Schiffsbau dar.

Die Kundenstruktur der AVEVA umfasst viele verschiedene Märkte und Branchen, was das Risiko einer einseitigen Abhängigkeit nach wie vor mindert. Aufgrund der hohen Qualität der Produkte, langjähriger Kundenbindungen und der qualifizierten Betreuung und Beratung unserer Kunden sind derzeit keine wesentlichen Kundenverluste absehbar.

Bei allen größeren Projektaufträgen der AVEVA wurden für den Zeitraum der Angebotsphase - neben einer sorgfältigen und ausführlichen Kalkulation - ein Risikomanagement etabliert, welches abhängig von der Größenordnung des zu beauftragenden Projektes in unterschiedlichem Detaillierungsgrad Informationen zur Risikobeurteilung erfordert und gestaffelte Genehmigungsprozesse durchlaufen muss. Jedes Projekt unterliegt einer Projektfortschrittskontrolle, welche periodisch geprüft und genehmigt werden muss.

Dem Ausfallrisiko von Kundenforderungen wird durch regelmäßige Überprüfung der Bonität und der Vergabe von angemessenen Kreditlimits begegnet. Durch ein strenges Forderungsmanagement wird der pünktliche Zahlungseingang überprüft und sichergestellt, sodass wesentliche Forderungsausfälle vermieden werden können. Dabei werden auch Sicherheiten, wie zum Beispiel Sicherungsübereignung, hereingenommen.

Liquiditätsrisiken entstehen aus der möglichen Unfähigkeit, bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen aufgrund einer unzureichenden Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln zu erfüllen. Durch die Einbindung in das konzernweite Cash-Management der Konzerngesellschaft AVEVA Financing Limited, Cambrigde, über die Cash-Pooling Vereinbarung wird die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sichergestellt. Aktuell gibt es keine Anzeichen für eine Wertminderung der Ansprüche aus dieser Forderung in Höhe von 23,0 Mio. EUR.

Währungsrisiko bezeichnet das Risiko, dass sich beizulegende Zeitwerte oder zukünftige Zahlungen von Verbindlichkeiten aufgrund von Wechselkursänderungen verändern. Die AVEVA unterliegt jedoch nur geringen Währungskursschwankungen, insbesondere zwischen dem Euro und dem polnischen Zloty, da die Betriebsstätte in Polen Eingangsrechnungen in polnischer Währung erhält.

Die AVEVA ist den Risiken aus Kostensteigerungen ausgesetzt, insbesondere der Inflation von den derzeitigen Energiekosten, die allerdings nur bedingt und zeitlich verzögert an die Kunden weitergegeben werden. Dies erfolgt auch in Abhängigkeit von der jeweiligen Marktsituation. Sie wirken sich jedoch aufgrund der bestehenden Lizenzverträge mit den Lizenzeigentümern nicht auf das Jahresergebnis aus.

Das Risikomanagementsystem der Gesellschaft ist darauf ausgelegt, alle operativen Risiken, insbesondere möglicher Forderungsausfälle zeitnah zu erkennen, um entsprechend mit geeigneten Maßnahmen gegensteuern zu können.

c. Risiken aus rechtlichen Rahmenbedingungen

Weiterhin bestehen grundsätzlich Risiken aus derzeit nicht absehbaren rechtlichen und behördlichen Verfahren, denen sich die Gesellschaft nicht entziehen kann und die je nach Ausgang zu nicht vorhersehbaren Liquiditätsabflüssen führen könnten. Aktuell sind jedoch keine solchen Risiken bekannt.

d. Risiken aus gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen

Die Auswirkungen einer sich im stetigen Wandel befindlichen Wettbewerbssituation unter unsicheren Konjunkturdaten und Marktpreisrisiken sowie die Belastungen aus den sich dauernd verändernden rechtlichen Rahmenbedingungen sieht die Gesellschaft als eine Herausforderung. Allerdings sind die allgemeinen Technologierisiken und Produktrisiken, etwa in Bezug auf Alleinstellungsmerkmale, Produktstabilität oder Haftungsrisiken, als generelle Unsicherheiten vorhanden. Innerhalb des Konzerns wird unter der Leitung und Verantwortung der jeweiligen Rechteeigner derartigen Gefährdungen durch eine kontinuierliche Weiterentwicklung der AVEVA-Produktpalette, orientiert an den Markterfordernissen, entgegengewirkt. Einen hohen Stellenwert hat dabei die Qualitätssicherung.

Im Vergleich zum Vorjahr sind nach unserer Einschätzung die Risiken für die Weltwirtschaft unvermindert hoch. Ansteigende Energiepreise als Folge der Intensivierung des Konflikts zwischen Russland und der Ukraine sowie des Handelskonflikts zwischen USA und China führen derzeit zu höheren Inflationsraten bei Produzenten- und Konsumentenpreisen. Beide geopolitischen Konflikte können zu erheblichen Auswirkungen auf die weltweite Nachfrage nach Vorleistungs- und Investitionsgütern führen, was sich in der Zurückhaltung der AVEVA Kunden widerspiegeln kann. Im Weiteren könnte die Investitionszurückhaltung ein Risiko für das zukünftige Wachstumspotential der AVEVA darstellen.

e. Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie

Aufgrund der weltweiten Covid-19-Pandemie ist AVEVA, wie viele globale Unternehmen, in einem Umfeld mit anhaltenden wirtschaftlichen Störungen und sinkenden BIPs tätig. Dies kann viele Auswirkungen haben, darunter eine deutlich geringere Nachfrage nach unseren Produkten und Dienstleistungen, unerwartete Störungen in den von uns bedienten Branchen oder die Möglichkeit eines eingeschränkten Zugangs zu Finanzmitteln. Unsere Kunden können versuchen, ihre Ausgaben zu minimieren, indem sie Abonnements oder Lizenzvereinbarungen kündigen oder versuchen, zuvor vereinbarte Zahlungstermine neu auszuhandeln oder zu verschieben. Die Kunden können auch vorsichtiger sein und sich mehr Zeit lassen, um Kaufentscheidungen zu treffen. Die Geschäftsführung überprüft unsere Finanzlage und ist bereit, bei Bedarf Maßnahmen zur Abschwächung zu ergreifen. Aktuell sind jedoch keine solchen Tendenzen abzusehen.

2. Chancenbericht

Marktchancen

Mit dem gemeinsamen Auftritt unter einer Dachorganisation bietet AVEVA und Schneider Software im Bereich des Anlagenbaus in der Prozessindustrie, der Kraftwerkstechnik und dem Schiffbau sowie Lösungen für alle Phasen des Lebenszyklus einer Anlage. Industrie 4.0 und die Umsetzung in Form eines Digitalen Zwillings (Digital Twin) ermöglichen den Anlagenbetreibern ihre Anlagen effizienter, nachhaltiger, sicherer und mit weniger Risiko zu betreiben. Das Portfolio der AVEVA und Schneider wird den daraus resultierenden Anforderungen an Softwarelösungen vollumfänglich gerecht.

Der Branchenverband BITKOM (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien) zeichnet ein Zukunftsbild der IT-Infrastruktur "mieten statt kaufen". Im für AVEVA relevanten Softwaremarkt wird den Kunden zunehmend durch Cloud-Lösungen mehr Flexibilität bei der Softwarenutzung angeboten. Die großen Anlagebetreiber stehen den Herausforderungen der ortsunabhängigen Nutzung der Software gegenüber, insbesondere beeinflusst durch starke Home-Office-Tätigkeiten der Mitarbeiter. Weiterhin wird von den Kunden umfangreiche Flexibilität bei der Wahl der Produkte, den zeitlichen Rahmen und die Nutzungsdauer nachgefragt. Hieraus ergeben sich für AVEVA neue Umsatzwachstumspotentiale.

AVEVA trägt mit dem Erwerb der weltweiten OSIsoft Gruppe den wachsenden Anforderungen an das Informationsmanagement von Industrieunternehmen Rechnung und erweitert das Portfolio um ein erstklassiges Datenmanagementsystem. Die Kombination des bewährten PI-Systems (Performance Intelligence) mit der AVEVA Industriesoftware ermöglicht Echtzeit-Betriebsdaten für schnellere und fundierte Entscheidungsfindungen, für die Steigerung der Produktivität der Organisation sowie die betriebliche Agilität und Nachhaltigkeit. Darüber hinaus treibt das gemeinsame Software-Portfolio die digitale Transformation für über 20.000 Kunden weltweit voran. Die Erwartung hinsichtlich der Erhöhung des Umsatzes der AVEVA Gruppe aus der Kombination liegt im zweistelligen Prozentbereich. 6

3. Gesamtaussage zu Chancen und Risiken

Die Gesamtrisikosituation ergibt sich für die Gesellschaft aus den vorab dargestellten Einzelrisiken. Zur Beherrschung der Risiken hat die Gesellschaft, wie bereits oben beschrieben, ein Risikomanagementsystem etabliert. Nach den zum Stand des Berichts vorliegenden Informationen bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken. Aus unserer Sicht übersteigen die Chancen die Risiken.

D. Prognosebericht

Vor dem Hintergrund der anhaltenden Inflation mit fallenden Reallöhnen verschlechtern sich die finanziellen Rahmenbedingungen der Privathaushalte. Anhaltende hartnäckige Lieferengpässe trüben die Weltkonjunktur weiter ein. 7 In Deutschland verringern die Preissprünge bei Strom und Gas in erheblichem Maße die Kaufkraft der privaten Haushalte und die Investitionstätigkeit merklich, so dass insgesamt die Zeichen auf Rezession stehen. Für das Jahr 2022 wird ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von nur 1,4% prognostiziert und für das Jahr 2023 sogar nur noch um 0,7%. Erwartungsgemäß dürfte sich die Inflation in 2022 weiterhin auf Rekordniveau von 8% bewegen und 2023 voraussichtlich auf 8,7% steigen. 8

6 https://www.aveva.com/en/about/news/press-releases/2021/aveva-and-osisoft-combine-to-unlock-the-potential-of-data-to-drive-increased-performance-for-industrial-organizations/
7 Aus: Kieler Konjunkturberichte Weltwirtschaft, Nr. 93 vom Sept 2022
8 Aus: Kieler Konjunkturberichte Deutschland, Nr. 95 vom Sept 2022

Der Branchverband BITKOM sieht eine Eintrübung der laufenden Geschäfte für die kommenden Monate vor dem Hintergrund von Energiekrise und gesamtkonjunktureller Unsicherheit. Die BITKOM berechnet aus der aktuellen Geschäftslage und den Geschäftserwartungen für die kommenden drei Monate den ifo-Digitalindex. Während zu Beginn des Kalenderjahres 2022 der Bitkom-ifo-Digitalindex bei 24,0 lag, sank dieser im 2. Halbjahr auf 6,2. Im Vergleich dazu weist das ifo-institut für die Gesamtwirtschaft -15,7 Punkte aus (Januar: +10 Punkte), so dass sich insgesamt die Digitalbranche robuster zeigt als im Vergleich hierzu die Gesamtwirtschaft. Zurückführen lässt sich dieser leicht optimistischere Ausblick insbesondere auf Unternehmen, die ihren Kunden Produkte für effizientere Prozesse und Energieeinsparungen anbieten. 9

Das im Vorjahr erwartete Plus (2022 von 6,2% bzw. 2023 von 4,6%) an Unternehmensinvestitionen wird nicht eintreffen, vielmehr halten sich die Unternehmen mit ihren Investitionen zurück. Bei Bau- und Ausrüstungsinvestitionen ist in den Folgejahren mit einem Minus zu rechnen, damit bleibt die in der Pandemie entstandene Investitionslücke weiterhin nicht geschlossen. 10

Wir gehen für das Geschäftsjahr 2022/2023 von leicht steigenden Umsatzerlösen mit AVEVA Produkten in einem grundsätzlich dynamischen Marktumfeld im unteren einstelligen Prozentbereich aus. Mit dem Geschäftsübergang der OSIsoft Europe GmbH auf die AVEVA GmbH wird im ersten Quartal des Kalenderjahres 2023 gerechnet. Die Kundenverträge sind in der OSIsoft Gruppe grundsätzlich zwischen der OSIsoft LLC und den Kunden. Im Rahmen des Geschäftsübergangs bleiben alle Lizenz- und Wartungsverträge zunächst bestehen. Zum jetzigen Zeitpunkt kann nicht gesagt werden, ob und wann die Verträge auf die AVEVA GmbH übertragen werden. Eine Aussage über Umsatzzuwachs kann derzeit nicht getroffen werden.

Aufgrund der Veräußerung des BOCAD Geschäftsbereichs per 29. April 2022 werden hieraus nur noch Umsatzerlöse in Höhe von 0,3 Mio. EUR in 2022/2023 anfallen (2021/2022: EUR 3,8 Mio.).

Aufgrund der bestehenden Lizenzverträge mit den vier gruppeninternen Lizenzeigentümer (IP Owner) in Großbritannien, USA, Kanada und Australien wird das Jahresergebnis vor Steuern und Zinsen voraussichtlich 3% der Umsatzerlöse erreichen.

9 Aus: Bitkom ifo-Digitalindex, veröffentlicht im Sept 2022
10 Aus: Institut der Deutschen Wirtschaft, IW Konjunkturprognose Herbst 2022 vom 27. Sept 2022

E. Nachtragsbericht

Bezüglich Sachverhalte von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind, verweisen wir auf die entsprechenden Ausführungen im Nachtragsbericht des Anhangs.

 

Frankfurt am Main, den 28. November 2022

James Singer Kidd, Geschäftsführer

Thibaut Cousin, Geschäftsführer

Gesellschafterbeschluss der AVEVA GmbH Sulzbach (Taunus) Shareholder Resolution of AVEVA GmbH Sulzbach (Taunus)
Der unterzeichnende alleinige Gesellschafter der vorgenannten Gesellschaft fasst hiermit unter Verzicht auf sämtliche gesetzlichen und satzungsgemäßen Form- und Fristvorschriften folgenden Beschluss: The undersigning sole shareholder of the above-mentioned GmbH herewith adopts the following resolution under waiver of all prescriptions foreseen in law and the company's articles of association as to time and formalities:
1. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr zum 31. März 2022 wird festgestellt und genehmigt. 1. The financial statements as of March 31st, 2022 are accepted and approved.
2. Der Gesamtbetrag aus Jahresüberschuss (€ 560.648,39) und dem Gewinnvortrag (€ 2.166.896,71) wird wie folgt verwendet: 2. The total amount of the net income of the fiscal year (€ 560,648.39) and surplus carried forward (€ 2,166,896.71) will be applied as follows:
Jahresüberschuss 560.648,39
+ Gewinnvortrag zum 01. April 2017 2.166.896,71
= Bilanzgewinn 2.727.545,10
./. Vortrag auf neue Rechnung 2.727.545,10
Net income 560,648.39
+ Retained earnings carried forward as of April 1st, 2017 2,166,896.71
= Retained earnings at the end of the fiscal year 2,727,545.10
./. Carry forward to the next fiscal year 2,727,545.10
3. Der Geschäftsführung der Gesellschaft wird für das Geschäftsjahr 2021/2022 Entlastung erteilt. 3. The managing directors of the company are exonerated for the fiscal year 2021/2022.

 

Cambridge, 14. Dezember 2022

James Kidd für AVEVA Solutions Limited

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