Formel D Holding GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Firat Guenay seit 12.11.2024 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Credo GmbH InfraKöln (vormals: Wesel)Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Lagebericht zum 31. Dezember 2022Credo GmbH Infra, KölnA. Grundlagen des Unternehmens a. Strategie und Geschäftsmodell Die Credo GmbH Infra (im folgenden auch "Credo" genannt) arbeitet als Generalunternehmer im Bereich Glasfasernetze, wobei die Netze schlüsselfertig gebaut werden. In Zusammenarbeit mit liierten Unternehmen übernimmt Credo das Engineering, den Tiefbau sowie die Installation der Netze. Es handelt sich dabei um FttH (Fibre to the Home) und FttB-Netze (Fibre to the Building). Credo arbeitet im Auftrag der Terrado Networks GmbH. b. Forschung und Entwicklung Im Geschäftsjahr 2022 gab es keine Forschung und Entwicklung. B. Wirtschaftsbericht a. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung und Entwicklung des Telekommunikationsmarktes Die globale Wirtschaft erholte sich im Geschäftsjahr 2022 weiterhin von der COVID-19-Pandemie, jedoch verlangsamte sich das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr. Das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg 2022 um 3,6 % (IWF, April 2023). Dies liegt deutlich unter dem Wachstum von 5,9 % im Jahr 2021. Die wichtigsten Faktoren, die das Wachstum 2022 beeinflussten, waren:
Der deutsche Telekommunikationsmarkt wuchs 2022 um 3,0 % (Bundesnetzagentur, Mai 2023). Damit lag das Wachstum leicht unter dem globalen Durchschnitt. Die wichtigsten Wachstumstreiber waren:
b. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die Digitalisierung ermöglicht Unternehmen in Deutschland stetig neue Chancen und stellt einen wichtigen Faktor im globalen Wettbewerb dar. Die flächendeckende Versorgung mit leistungsfähigen Breitbandanschlüssen und der Aufbau von Hochleistungsnetzen werden weiterhin als essenzielle Voraussetzungen für wirtschaftliches Wachstum, mehr Beschäftigung und steigenden Wohlstand gesehen (Bundesministerium für Digitales und Verkehr, Pressemitteilung vom 16. Dezember 2021, https://bmdv.bund.de/DE/Themen /Digitales/Breitbandausbau/Breitbandfoerderung/breitbandfoerderung.html). Die Infra-struktur muss auch den weiterhin steigenden Anforderungen, z. B. im Homeoffice, Homeschooling und der Nutzung von Cloud-Diensten, gerecht werden. Die Corona-Krise hat die Digitalisierung beschleunigt. Der Bitkom-ifo-Digitalindex erreichte im Juni 2022 erneut ein Allzeithoch (Bitkom, Pressemitteilung vom 11. Januar 2023, https://www.bitkom.org/EN). Die ITK-Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage weiterhin als sehr gut. Der Umsatz der ITK-Unternehmen stieg im Jahr 2022 um 4,5 % (Bitkom, Pressemitteilung vom 11. Januar 2023, https://www.bitkom.org/EN). Die Anzahl der vertraglich gebuchten Breitbandanschlüsse in Deutschland stieg bis zum Ende des ersten Halbjahres 2022 auf insgesamt rund 40 Mio. Anschlüsse. Somit verfügten zu diesem Zeitpunkt rund 93 % der Haushalte in Deutschland über einen Breitbandanschluss. Der Anteil der Glasfaseranschlüsse an den Breitbandanschlüssen stieg auf 25 % (Bundesnetzagentur, Tätigkeitsbericht Telekommunikation 2022, https://www.bundesnetzagentur.de/). Das Telekommunikationsmodernisierungsgesetz (TKMoG) ist weiterhin in Kraft und wirkt sich positiv auf den Marktausbau aus. Das Gesetz hat wichtige Impulse für den schnelleren und flächendeckenden Ausbau von Gigabitnetzen gesetzt. Die tatsächliche Realisierung von Baumaßnahmen wird durch neue Informations- und Planungsinstrumente, Vereinfachungen bei den Genehmigungsverfahren sowie Regelungen zur Verlegung von Netz-infrastrukturen und Mitnutzung im öffentlichen Raum beschleunigt (Bundesministerium für Digitales und Verkehr, Pressemitteilung vom 16. Dezember 2021, https://bmdv. bund.de/DE/Themen/Digitales/Breitbandausbau/Breitbandfoerderung/breitbandfoer-derung.html). Die Kunden- und Verbraucherrechte wurden durch das TKMoG gestärkt. Verbraucherinnen und Verbraucher können ihre Verträge mit Anbietern von öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdiensten nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit jederzeit mit Frist von einem Monat kündigen. Außerdem haben sie einen Anspruch auf Entschädigung bei Totalausfall ab dem dritten Tag oder bei einem versäumten Kundentermin (Bundesministerium für Digitales und Verkehr, Pressemitteilung vom 16. Dezember 2021, https://bmdv.bund.de/DE/Themen/Digitales/Breitbandausbau/Breitbandfoerderung/ breitbandfoerderung.html). Der Auf- und Ausbau von Breitbandnetzen in Deutschland gewinnt weiterhin an Bedeutung. Die Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen steigt sowohl im privaten als auch im geschäftlichen Bereich. Die Bundesregierung hat ihr Ziel bekräftigt, bis zum Jahr 2025 flächendeckend Gigabitnetze in Deutschland verfügbar zu machen (Bundesministerium für Digitales und Verkehr, Pressemitteilung vom 16.12.2021, https://bmdv.bund.de/DE/ Themen/Digitales/Breitbandausbau/Breitbandfoerderung/breitbandfoerderung.html). Credo hat aus Sicht der Geschäftsführung weiterhin einen außerordentlich guten Wettbewerbsvorteil. Das Unternehmen verfügt gemeinsam mit seinem wichtigsten Subunternehmer über geschulte Fachkräfte und unterstützt seine Subunternehmer bei der fachlichen Qualifizierung. Credo ist daher gut aufgestellt, um von der weiterhin hohen Nachfrage nach Breitbandanschlüssen zu profitieren. Das Unternehmen erwartet seine Umsatzerlöse in den nächsten Jahren deutlich steigern zu können. Aufgrund der erheblichen Investitionen in die Personalkapazität und des nach wie vor angespannten Arbeitsmarktes bleiben die Margen jedoch weiterhin unter Druck. Credo ist zuversichtlich, dass es die Herausforderungen der Zukunft bewältigen und seine Position im Markt weiter stärken kann. c. Geschäftsverlauf Es gab einen Rückgang in der Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahr durch einen Rückgang der Auftragslage. Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2022 um TEUR 8.537 auf TEUR 14.764 gesunken. Ursächlich für diese negative Entwicklung war der Rückgang der Auftragslage. Die Geschäftsführung beurteilt die Lage des Unternehmens trotzdem insgesamt als zufriedenstellend. d. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage i. Vermögenslage Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.035 auf TEUR 11.138 gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf folgende Faktoren zurückzuführen: Geringere Investitionen in technische Anlagen und Maschinen: Die Gesellschaft hat im Berichtsjahr weniger in neue Maschinen und Anlagen investiert als im Vorjahr. Dies führte zu einem Rückgang des Anlagevermögens um TEUR 431. Geringere Liquiditätsbestände: Die liquiden Mittel (Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten) sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 907 gesunken. Dies ist zum einen auf den verringerten Zahlungseingang aus Lieferungen und Leistungen und zum anderen auf die Investitionstätigkeit zurückzuführen. Vorräte, insbesondere für in Ausführung befindliche Bauaufträge, bestanden zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 108 (Vorjahr TEUR 285). Ursächlich dafür ist insbesondere der verbesserte Abrechnungsprozess gegenüber dem Hauptauftraggeber. Geleistete Arbeiten werden zeitnah abgerechnet. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 1.062 auf TEUR 4.382 gesunken. Die Abnahme erklärt sich durch den Rückgang der Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr. Die Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.256 (Vj. TEUR 1.038) bestehen aus im Rahmen der bestehenden Kontokorrentverträge kurzfristig an die Gesellschafter zur Verfügung gestellte Darlehen. Die Zunahme der sonstigen Vermögensgegenstände erklärt sich durch die Zunahme von Steuerforderungen aus Körperschaftsteuer, Gewerbsteuer und Umsatzsteuer und der Zunahme debitorischer Kreditoren. Das Eigenkapital ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.848 auf TEUR 4.701 gestiegen. Damit beträgt die Eigenkapitalquote 42,21 % nach 21,65 % im Vorjahr. Im Geschäftsjahr erfolgte keine Ausschüttung. Die sonstigen Rückstellungen bestehen aus Rückstellungen für Abschluss und Prüfung in Höhe von TEUR 135 und für Aufbewahrungspflichten von TEUR 3. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zum Bilanzstichtag haben sich im Vergleich zum Vorjahresstichtag um TEUR 3.591 gemindert. Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten und Subunternehmer werden zeitnah bedient. Das durchschnittliche Zahlungsziel gegenüber Lieferanten liegt stark unter dem tatsächlich erreichten Zahlungsziel der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um TEUR 433 auf TEUR 316 gemindert. Die Abnahme erklärt sich hauptsächlich aus aufgelösten Darlehen gegenüber nahen stehenden Unternehmen. ii. Finanzlage Die Guthaben bei Kreditinstituten unterliegen aufgrund der relativ hohen Projektsummen unterjährig erheblichen Schwankungen. Die Gesellschaft finanziert sich über Eigenkapital und Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Gesellschaft war jederzeit in der Lage, ihren Verpflichtungen nachzukommen. iii. Ertragslage Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 8.537 auf TEUR 14.764 gesunken. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die folgenden Faktoren zurückzuführen:
Die Bruttogewinnmarge im Verhältnis zur Gesamtleistung ist deutlich gestiegen. Das liegt im Wesentlichen daran, dass es einen Sondereffekt im Geschäftsjahr 2022 gab. Die Ellin Line GmbH hat der Credo GmbH eine Gutschrift erteilt, die Rechnungsstellungen der Vorjahre korrigiert. Der Sachverhalt begünstigt den Materialaufwand im Jahr 2022 in Höhe von EUR 3,7 Mio. Obwohl durchschnittlich weniger Mitarbeiter als im Jahr 2021 beschäftigt waren, ist der Personalaufwand ungefähr auf dem gleichen Niveau geblieben, was folglich zur Erhöhung der Personalaufwandsquote im Geschäftsjahr 2022 führte. Dies resultiert insbesondere aus der kurzfristigen Beschäftigung von Arbeitskräften im Zeitraum 16.11.2022 bis 30.11.2022, die in außerordentlichen Aufwendungen im Personalbereich in Höhe von EUR 0,3 Mio. mündete. e. Finanzielle und Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Der wichtigste finanzielle Leistungsindikator bleibt die Umsatzentwicklung. Im Geschäftsjahr 2022 erzielte die Credo GmbH Infra Umsatzerlöse in Höhe von EUR 14,8 Mio. (Vorjahr: EUR 23,3 Mio.), wobei die Rückgänge hauptsächlich auf die nachgelagerten Auswirkungen der COVID-19-Pandemie und die zeitlich verzögerte Akquisition neuer Aufträge zurückzuführen sind. Im Zuge dessen hat auch das Mutterunternehmen, die Terrado GmbH, weniger Aufträge an die Credo GmbH vergeben. Trotz dieser Herausforderungen befindet sich das Unternehmen weiterhin in einer Wachstumsphase. C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht a. Chancenbericht i. Marktchancen Die Fortsetzung des Breitbandnetzausbaus in Deutschland durch die Netzbetreiber bietet Credo weiterhin signifikante Chancen für zukünftiges Umsatz- und Ertragswachstum. ii. Informationstechnologie Auf dem Markt besteht eine zunehmende Nachfrage nach intelligenten Lösungen für das Design, die Implementierung und die Überwachung bei Projekten im Bereich Netzwerkausbau. Darüber hinaus muss der Generalunternehmer in der Lage sein, sich gut mit den verschiedenen Systemen der Kunden zu verbinden. Credo war von Anfang an aktiv daran beteiligt und ist in einigen Teilbereichen der integrierten Informationstechnologie ein Vorreiter. Wir sehen in der Informationstechnologie eher eine Chance für Credo als eine Bedrohung. b. Risikobericht i. Kundenstruktur Das Risiko einer starken Abhängigkeit von wenigen Kunden konnte durch die Akquisition neuer Kunden teilweise reduziert werden. Credo setzt weiterhin darauf, die Kundenbasis breiter zu diversifizieren. Das Risiko ist als moderat einzuschätzen. ii. Projektrisiken Die Art der Arbeit und die Größe der Projekte sind immer mit einem Risiko verbunden. Die Hauptrisiken liegen darin, dass sich bei der Durchführung der Projekte herausstellen kann, dass der tatsächliche Arbeitsaufwand und die Umsetzung viel umfangreicher sind als geplant. Aufgrund der Unternehmensstruktur, in der liierte Unternehmen die Ausführung zu vorab fest vereinbarten Preisen für einzelne Leistungen durchführen, ist das tatsächliche Risiko für Credo selbst begrenzt. Bisher sind keine wesentlichen derartige Risiken eingetreten. Die Risiken sind als gering einzuschätzen. iii. Personalrisiko Die Rekrutierung qualifizierten Personals bleibt eine Herausforderung, jedoch konnte Credo bisher ausreichende Kapazitäten sicherstellen. Durch Schulungen und individuelle Betreuung der Mitarbeiter wird versucht, das Risiko zu begrenzen. Wir sehen das Risiko daher als gering an. iv. Liquiditätsrisiko Im Rahmen des Working Capital Management werden Höhe und Alter der ausstehenden Forderungen und Verbindlichkeiten laufend überwacht. Die Beträge sind groß und die Margen relativ gering. Credo befindet sich jedoch in einer guten Finanzlage ohne wesentliche verzinsliche Schulden. Dies gibt dem Unternehmen eine gute Gelegenheit, Finanzmittel zu gewinnen, wenn die Laufzeiten der Forderungen gegenüber der Laufzeit der Verbindlichkeiten ansteigen sollten. Das Risiko wird als moderat beurteilt. c. Prognosebericht Trotz der Herausforderungen durch die COVID-19-Pandemie und verzögerte Auftragsakquisitionen erwartet die Credo für das kommende Geschäftsjahr eine positive Entwicklung. Basierend auf aktuellen Marktanalysen und Kundenprojekten prognostiziert das Unternehmen einen deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse auf etwa EUR 20 Mio. Diese Erwartung beruht auf mehreren Faktoren:
Insgesamt erwartet Credo eine deutlich positive Entwicklung im kommenden Geschäftsjahr, die durch eine Kombination aus branchenspezifischen Chancen, einer starken Kundenbasis, operativer Effizienz und Innovationskraft unterstützt wird. d. Nachtragsberichterstattung a. Ukraine-Krieg, Inflation und COVID-19-Pandemie Die schwierige gesamtwirtschaftliche Lage wird durch den Einmarsch russischer Streitkräfte in die Ukraine am 24. Februar 2022 verschärft. An den Güter- und Finanzmärkten waren die Reaktionen sofort spürbar, die demokratischen Staaten haben in großer Geschlossenheit scharfe Sanktionen gegen Russland verhängt. Deren Konsequenzen für Russland, aber auch für die verhängenden Staaten, zeigen sich bereits unmittelbar, werden aber voraussichtlich auch langfristig erhebliche Konsequenzen für die Weltwirtschaft haben. Die Credo ist nicht in den von Krieg oder Sanktionen betroffenen Gebieten tätig, sodass sich keine unmittelbaren Auswirkungen auf das Geschäft des Unternehmens ergeben. Gleichwohl handelt es sich hierbei um ein zusätzliches Risiko für eine weitere Erhöhung der Rohstoffpreise und der Inflation, welches mittelbar Effekte auf das Unternehmen haben könnte. Wir verweisen auf die Ausführungen im Chancen- und Risiko- sowie dem Prognosebericht. Für die Geschäftsjahre nach 2022 wird wieder mit steigenden Umsätzen gerechnet. Insgesamt wird nach überstandener COVID-19-Pandemie wieder von einer deutlich positiven Entwicklung in der Ertrags- und Finanzlage ausgegangen. Unterschrift der Geschäftsführung
Köln, den 24. April 2024 Firat Günay, Geschäftsführer AKTIVA
PASSIVA
Anhang zum 31. Dezember 2022Credo GmbH Infra, KölnA. Angaben zur Gesellschaft Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht: Firmenname laut Registergericht: Credo GmbH Infra Firmensitz laut Registergericht: Köln (seit 31.08.2023, vorher: Wesel) Registereintrag: Handelsregister Registergericht: Köln Register-Nr.: HRB 118149 (bis 30.08.2023, HRB 30510 Amtsgericht Duisburg) B. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt. Die Vermögens- und Schuldposten wurden unter Beachtung der Vorschriften des HGB für Kapitalgesellschaften, den Regelungen des GmbHG und den Grundsätzen ordnungs-mäßiger Buchführung bilanziert und bewertet. Bei der Bewertung wurde vom Grundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB) ausgegangen. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewandt. Die Gliederung entspricht § 275 Abs. 2 HGB. Die Fortführungsprognose der Geschäftsführung ist positiv. C. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt. D. Erläuterungen zur Bilanz I. Anlagevermögen Die entgeltlich erworbenen Immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren bewertet. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Im Bereich der Geschäftsbauten (fremde Grundstücke) wurde eine Nutzungsdauer von 40 Jahren angesetzt. Die technischen Anlagen und Maschinen werden über eine Nutzungsdauer von 2 bis 15 Jahren und die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung von 1 bis 13 Jahren abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter wurden (im Einzelwert bis 1.000 €) unter Anwendung der steuerrechtlichen Vorschriften gemäß § 6 Abs. 2 EStG sofort in voller Höhe abgeschrieben. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Der Anlagenspiegel wird im Folgenden dargestellt. Anlagenspiegel zum 31.12.2022
II. Vorräte Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des § 255 HGB angesetzt worden. Wertmindernden Umständen wird nach dem strengen Niederstwertprinzip durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. III. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen und Wertpapiere wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Den Risiken bei den Forderungen wurde durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden mit dem Nennwert angesetzt. IV. Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen Angabe zu Forderungen ggü. verbundenen Unternehmen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr: Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 143.050,09). V. Forderungen ggü. Gesellschaftern Angabe zu Forderungen ggü. Gesellschaftern mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr: Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 822.849,78 (Vorjahr: EUR 339.683,37). VI. Sonstige Vermögensgegenstände Die sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert angesetzt. Angabe zu sonstigen Vermögensgegenständen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr: Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 56.647,98 (Vorjahr: EUR 71.590,49). VII. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu Nominalwerten bilanziert worden. VIII. Rechnungsabgrenzungsposten Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite gemäß § 250 Abs. 1 HGB nur Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. IX. Aktive und passive latente Steuern Die aktiven latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr um EUR 17.855,30 auf EUR 17.855,30 erhöht. Die passiven latenten Steuern haben sich im Geschäftsjahr um EUR 39.663,60 auf EUR 0,00 vermindert. Die daraus resultierende Ausschüttungssperre nach § 268 Abs. 8 Satz 2 HGB beträgt EUR 17.855,30. X. Eigenkapital Das Eigenkapital wird zum Nennwert angesetzt. IX. Steuerrückstellungen Die Steuerrückstellungen haben sich im Laufe des Geschäftsjahrs von EUR 0,00 um EUR 572.873,84 auf EUR 572.873,84 erhöht. XI. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Sie umfassen insbesondere Rückstellungen für Abschluss und Prüfung. XII. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betragen EUR 46.204,93 (Vorjahr: EUR 45.751,99) und haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die zum Abschlussstichtag bestehenden Verbindlichkeiten weisen folgende Restlaufzeit auf:
E. Anzahl Mitarbeiter Während der Geschäftsjahre wurden im Durchschnitt beschäftigt:
F. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum 31. Dezember 2022 sind sonstige finanzielle Verpflichtungen in einem Umfang von TEUR 1.512 (Vorjahr: TEUR 1.880) vorhanden, die aus Ratenzahlungen für Sachanlagen bis spätestens zum Jahr 2027 anfallen. G. Haftungsverhältnisse Die Credo GmbH Infra hat zur Besicherung von Verbindlichkeiten anderer Kreditnehmer für ein nahestehendes Unternehmen eine Bürgschaft über TEUR 592 abgegeben. H. Ergebnis Der Jahresüberschuss soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. I. Nachtragsbericht Besondere Ereignisse nach dem Abschlussstichtag ergaben sich nicht. J. Sonstige Angaben Zum einzelvertretungsberechtigten Geschäftsführer war während des Geschäftsjahres bestellt: Firat Günay, Geschäftsführer, Den Haag / Niederlande Unterschrift der Geschäftsführung
Köln, den 24. April 2024 Firat Günay, Geschäftsführer "BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Credo GmbH Infra, Köln Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Credo GmbH Infra - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Credo GmbH Infra für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets auf-deckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus:
Köln, den 24. April 2024 HKS
GmbH
Dr. Heinz Hofer, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss zum 31.12.2022 wurde am 24.04.2024 festgestellt. |
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