Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 192326
Vorher
misoft UG (haftungsbeschränkt)IUGA Informatik UG (haftungsbeschränkt)
Eingetragen
26.5.2011
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieEntwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Gegenstand
lT Beratung, Softwareentwicklung, Testen von Software, die Qualitätssicherung Projektleitung, Projektkoordination Projektvermittlung jeweils im IT-Bereich, sowie der Vertrieb im Bereich IT und Software.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Alina Giorgiana Tirla
seit 16.5.2024
Geschäftsführer
Iulian-Gabriel Sobolu
seit 16.5.2024
Geschäftsführer
Breaz Mircea-Rares
seit 16.5.2024
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert1.70% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Atruvia AGEigenbeteiligung
1.70%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Atruvia AG
Germany
500 €
1.70%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Accesa IT Group GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

A. Grundlagen des Unternehmens

A. 1 Geschäftsmodell

Die Accesa IT Group GmbH ist ein im IT-Service-Bereich tätiges Unternehmen, das sich auf die Erbringung von Beratungs- und Implementierungsleistungen für komplexere IT-Lösungen auf Basis von Microsoft-(ERP-)Produkten bzw. SAP-Lösungen spezialisiert hat. Der Fokus der Gesellschaft hat sich dabei über die IT-Beratung, die Unterstützung der Softwareentwicklung und das Testen von Software sukzessive verbreitert und liegt heute vornehmlich in der Unterstützung der Kunden beim Auf- und Ausbau neuer Geschäftsprozesse durch konforme IT-Prozessstrukturen mit dem Ziel, für Kunden auch langfristig Managed IT-Lösungen als weitgehendes Outsourcing anzubieten.

Den Anforderungen des Markts wird die Accesa IT Group GmbH insbesondere durch ihre innovative und auf moderne Prozesse ausgerichtete Unternehmensstruktur sowie die insbesondere mit neuen Unternehmensprozessen vertrauten Mitarbeiter gerecht und kann ihren Kunden damit vor allem im Hinblick auf eine Digitalisierung und eine auf andere Datenauswertungen basierende Führungsorganisation innovative Lösungen bereitstellen.

Die von unserem Unternehmen angebotenen Beratungsleistungen und Lösungsangebote werden insbesondere von einer ausgewählten Anzahl von größeren Unternehmen, die im Rahmen der digitalen Transformation, d.h. des notwendigen Zusammenwachsens unterschiedlicher IT-Strukturen, ihre Unternehmensprozesse neugestalten müssen, nachgefragt. Unser Produktspektrum deckt dabei Serviceleistungen (z.B. Monitoring oder tägliches Back-up der Systeme) ab, die die Kunden einkaufen, und erweitert sich zunehmend auf das Outsourcing weiterer Teile der IT-Aufgaben (z.B. Programm-Neuentwicklungen) bis hin zu der reinen Vorgabe von Anforderungen (service level) und Übernahme der vollständigen Erbringung der IT-Leistungen durch unser Unternehmen.

Der wesentliche Kern unseres Geschäftsmodells ist dabei die Kombination von fokussierten, aber klar getrennten Aufgaben, die wir nach den vom Kunden gewünschten Leistungen zusammen weitgehend mit unserer 100%igen rumänischen Tochtergesellschaft, aber auch zunehmend mit den übrigen verbundenen Unternehmen nach den folgenden Prinzipien erbringen:

• Das Sourcing von Aufträgen erfolgt über unsere Gesellschaft, die auch die direkte Kontaktierung und Beratung der Kunden vornimmt. Unterstützt wird das Key-Account-Management durch deutsch- oder englischsprachige Innendienstmitarbeiter, die in den rumänischen Fulfillment-Organisationen die Schnittstelle zu den jeweiligen Softwareentwicklern und -beratern darstellen. Die Abrechnung der Kundenaufträge erfolgt dabei ausschließlich über unsere Gesellschaft.

• Mit den Kunden werden Rahmenverträge vereinbart, in denen die wesentlichen Parameter für die Zusammenarbeit geregelt sind. Auf Basis dieser Rahmenverträge erfolgt dann ein Einzelabruf von Aufträgen, wobei es sich dabei in der Regel um Dienstverträge ohne Zusicherung eines bestimmten Erfolgs handelt.

• Die Abarbeitung der Aufträge erfolgt dann nachfolgend im Rahmen einer Drittvergabe von Aufträgen von der deutschen Organisation an die rumänischen Fulfillment-Gesellschaften, die auch die wesentlichen Personalressourcen vorhalten. Dort ist auch der Entwicklungsbereich angesiedelt, der neue Prozesse und Innovationen entwickelt.

Unser Unternehmen konzentriert sich dabei auf die nachhaltige Betreuung einer begrenzten Anzahl von Kunden, mit denen langfristige Geschäftsbeziehungen gepflegt werden.

Die Accesa IT Group GmbH ist seit September 2018 neben ihrer operativen Tätigkeit auch Holdinggesellschaft einer Reihe weiterer Unternehmen, die als Accesa IT Group oder Accesa Gruppe im Markt auftreten. Hierzu zählen die:

• Accesa IT Systems s.r.l. mit Sitz in Cluj-Napoca (Rumänien) (100 %), seit 12.09.2018 Teil der Gruppe

• Accesa Managed Services s.r.l. mit Sitz in Cluj-Napoca (Rumänien) (100 %), seit 11.09.2018 Teil der Gruppe

Am 02.09.2019 wurde die Ratiodata Accesa Holding GmbH, Frankfurt am Main, durch notarielle Beurkundung des Gesellschaftsvertrags errichtet. In 2021 wurde die Gesellschaft in Ratiodata Romania Holding GmbH umfirmiert. Die Muttergesellschaft Accesa IT Group GmbH ist mit 25,10 % beteiligt.

Mit Wirkung zum 31.03.2023 wurde die Accesa IT Consulting s.r.l. mit Sitz in Cluj-Napoca (Rumänien; vorher 100 %, seit 28.08.2018 Teil der Gruppe) auf die Accesa IT Systems s.r.l. verschmolzen.

A. 2 Ziele und Strategien

Die Entwicklungen im IT-Bereich sind in den letzten Jahren einem Wandel unterworfen. Die zunehmende Digitalisierung von Unternehmensprozessen, das Zusammenfügen von Daten aus unterschiedlichen Programmquellen sowie sich verändernde Ein- und Verkaufsprozesse zwingen insbesondere kundennah agierende Unternehmen (B2C), aber auch im reinen Geschäftsbereich agierende Unternehmen (B2B) im Bereich der IT, neue Wege einzuschlagen.

Während in der traditionellen IT-Landschaft seit jeher Beratungsleistungen in Bezug auf den Betrieb der IT-Infrastruktur standardmäßig eingesetzt wurden, bedeutet Digitale Transformation für alle Unternehmen, ob groß oder klein, zu akzeptieren, dass digitale Technologien (Stichworte: Künstliche Intelligenz, Maschinen-Lernen, Cloud, Internet-of-Things, predictive analytics) für das operative Geschäft essentiell sind und damit einhergehend höhere Investitionen im IT-Bereich strategisch notwendig werden, um in der Zukunft wettbewerbsfähig zu bleiben.

Unser Unternehmen hat sich durch seine flexible Struktur daher darauf eingestellt, dass heutige Kunden nicht nur einfache Serviceleistungen (z.B. Monitoring oder tägliches Back-up der Systeme) einkaufen, sondern zunehmend weitere Teile der IT-Aufgaben (z.B. Programm-Neuentwicklungen) outsourcen. Im Extremfall gibt der Kunde nur noch die Anforderungen (service level) vor und überlässt dem Dienstleister die vollständige Erbringung der IT-Leistungen.

Dies bilden wir zukünftig verstärkt über unterschiedliche Engagement-Modelle (Managed Capacity, Autonomous Product Team, Consulting, Managed Output, Managed IT) ab. Der Kunde legt dabei den Bereich fest, den er selber übernehmen möchte/kann, während der übrige Teil von uns übernommen wird. Bei der überwiegenden Anzahl der Engagement-Modelle kommt uns dabei eine zentrale Rolle zu, wobei die Dauer der Engagements unterschiedlich lang sein kann. Während bei autonomen Produkt Teams und im Rahmen des Consultings eine zeitlich begrenzte Zusammenarbeit (zwischen 0,5 und zwei Jahren) vereinbart wird, dauern Engagements im Rahmen des Management Output oder der Managed IT deutlich länger und verlängern sich teilweise automatisch auf unbegrenzte Zeiträume.

A. 3 Forschung und Entwicklung

Im Bereich der verwendeten Technologien (Microsoft/SAP bzw. Linux und Virtualisierungs-/ Cloud-Lösungen, RPA Robotic Process Automation), dem untersten Kompetenz-Layer, ist die Accesa Gruppe sehr breit aufgestellt und verfügt über eine hohe technische Basiskompetenz in allen relevanten Bereichen. Diese Kompetenz wird durch intensive Zusammenarbeit mit den Herstellern der Basissoftware kontinuierlich ausgebaut.

Auf Ebene des nächsthöheren Kompetenz-Layers (Think Functional) fokussiert sich unsere Gruppe auf innovative Anwendungsbereiche wie Commerce, Digital Workplace, Internet-of- Things und Business Quality. Ergänzt werden diese Grundkompetenzen durch eine fokussierte Ausrichtung (Business Verticals) auf die Kernbranchen Retail, Versicherungen & Banken sowie Manufacturing. Auf diesen drei Kompetenz-Layern werden in der Folge eigene Accesa-Produkte/-Lösungen generiert.

Diese Produkte werden in speziellen Kompetenzzentren entwickelt, die im Rahmen einer Matrixorganisation mit serviceorientierten Business Lines und kundenorientierten operativen Strukturen aktiv zusammenarbeiten. In den Kompetenzzentren wird dabei das funktionale und technologische Know-How der Accesa Gruppe gebündelt, während die Business Lines und operativen Einheiten für die Abarbeitung der Projekte bei den Kunden verantwortlich sind.

Entwicklung nehmen wir vor allem für unsere Kunden vor. Eigenentwicklungen sind von untergeordneter Bedeutung. Forschungsarbeit betreiben wir nicht.

B. Wirtschaftsbericht

B. 1 Rahmenbedingungen

Unser Unternehmen befindet sich in einem seit Jahren konstant wachsenden Markt, was durch allgemein zugängliche Studien belegt wird. In der Informationstechnik wird für 2024 ein Umsatz von 151,5 Milliarden Euro erwartet - das ist im Vergleich zu 2023 ein Wachstum um 6,1 Prozent. Die Ausgaben für Software werden in diesem Segment mit voraussichtlich 9,4 Prozent auf 45,4 Milliarden Euro das größte Wachstum verzeichnen. Die IT-Hardware wird mit einem Volumen von 54,4 Milliarden Euro auch im Jahr 2024 (+4,6 Prozent) noch vor den IT-Services den größten Anteil des IT-Markts abbilden. Die Ausgaben für IT-Services steigen im laufenden Jahr um 4,8 Prozent auf 51,7 Milliarden Euro (https://www.bitkom.org/Marktdaten/ITK-Konjunktur/ITK-Markt-Deutschland). Die Entwicklung im Zusammenhang mit Corona für die Accesa IT Group GmbH wird in Kapitel D. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht näher erläutert.

Wir haben dabei auch von der sukzessiv vorangetriebenen Umstellung der bisher traditionellen Handelsgeschäftsmodelle dieser Unternehmen auf digitale Geschäftsmodelle unter Einbeziehung digitaler Absatzformen deutlich partizipiert, so dass die akquirierten Projekte bei den von uns adressierten Kundensegmenten erweitert wurden und sich für uns zusätzliches Wachstum ergab. Dabei hat auch der deutliche Fachkräftemangel in Deutschland eine wesentliche Rolle gespielt, von dem unsere Geschäfte positiv beeinflusst werden konnten, da wir durch die Möglichkeiten des Nearshore Sourcings über unsere rumänischen Fulfillment-Gesellschaften schnell in der Lage waren, auch zusätzliche Arbeitskräfte bereitzustellen.

Die tiefgreifenden Veränderungen in der Weltwirtschaft aufgrund des in 2022 begonnenen Ukraine-Kriegs haben leichte Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in 2023 durch die steigenden Inflationsraten und Veränderungen im Wechselkurs. Chancen für unser Unternehmen werden durch die aufgrund der Corona-Pandemie stark gestiegene Prozessdigitalisierung realisiert. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen in Kapitel D. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht.

B. 2 Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf des Jahres 2023 verlief ebenso wie in den Vorjahren positiv. Die Accesa IT Group GmbH konnte insbesondere von dem zunehmenden Ausbau der E-Commerce-Lösungen bei neu hinzugewonnenen Kunden und der Integration unterschiedlicher Systeme deutlich profitieren. Die bestehenden Kundenbeziehungen wurden dabei durchgehend durch zusätzliche Projekte weiter ausgebaut, was auch durch intensive Aktivitäten des Key-Account- Managements unterstützt worden ist.

Die Accesa IT Group GmbH schließt bei einem Eigenumsatz in Höhe von 30.839 TEUR das Geschäftsjahr 2023 wiederum erfolgreich ab (Vorjahr: 29.738 TEUR). Der Umsatz stieg im Geschäftsjahr um 3,7 %. Unter dem folgenden Punkt B.3 ist die Entwicklung weiterer Leistungsindikatoren erläutert.

Die wesentliche Herausforderung für die Gesellschaft bestand dabei darin, die notwendigen Ressourcen im Rahmen des Fulfillment bereitzustellen und das hierfür notwendige Know-how nachhaltig zu generieren. Auch dieses ist uns im Zusammenspiel mit den eingesetzten Vertriebsmitarbeitern, dem Key-Account-Management sowie der operativen rumänischen Organisation gut gelungen. Durch eine auf langfristige Geschäftsbeziehungen ausgerichtete Preispolitik konnten wir unser bisheriges Preisniveau im Durchschnitt auf dem vorherigen Jahresniveau halten bzw. in einigen Fällen leicht steigern.

Im Wesentlichen aufgrund geringerer Abschreibungen verbesserte sich das Betriebsergebnis (EBIT ohne Beteiligungserträge) damit gegenüber dem Vorjahresniveau um 84 TEUR.

Währungskursdifferenzen, die sich zwischen der deutschen und den rumänischen Gesellschaften hätten ergeben können, wurden durch entsprechende zeitnahe Überführungen von Cash-Beständen in die Zielwährung weitestgehend vermieden.

B. 3 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Accesa IT Group GmbH misst den Erfolg ihrer Tätigkeiten an klar umrissenen Leistungsindikatoren. Die wesentlichen ökonomischen Werte sind dabei der folgenden Übersicht zu entnehmen.

Entwicklung der Leistungsindikatoren
in TEUR
2023 2022
Umsatz 30.839 29.738
Umsatzwachstum in % 4% 13%
EBIT (ohne Beteiligungserträge) 269 185
Free Cash Flow 1.490 482
Anzahl dauerhaft gebundener Berater 725 664

Der Umsatz der Gesellschaft stieg im Geschäftsjahr um 3,7 % gegenüber dem Vorjahr. Hinsichtlich eines im Vorjahr für 2023 prognostizierten Umsatzes in Höhe von ca. 30 Mio. EUR konnten die Erwartungen des Vorjahrs damit erfüllt und die Plan-Werte etwas übertroffen werden.

Das EBIT ist mit 269 TEUR wie geplant positiv und um 84 TEUR gestiegen, liegt aber insbesondere durch inflationsbedingte Kostensteigerungen unter dem Planwert.

Der Free Cash Flow ist nach 482 TEUR im Vorjahr mit 1.490 TEUR wieder und deutlich positiv (+1,0 Mio. EUR) und resultiert im Wesentlichen aus dem Aufbau der Verbindlichkeiten (1,7 Mio. EUR).

Die Gesellschaft unterhält nur auf Managementebene eigenes Personal und arbeitet ansonsten mit Freelancern projektbezogen im Bereich der Auftragsgewinnung/-steuerung zusammen. Im Rahmen der Kennziffernbetrachtung weisen wir nicht die eigenen Mitarbeiter, sondern die dauerhaft gebundenen Berater als Kennziffer aus, um eine Einschätzung unserer Leistungsfähigkeit zu erhalten.

C. Lage des Unternehmens

C. 1 Ertragslage

Umsatz und Gesamtleistung

Die Gesellschaft konnte im Geschäftsjahr 2023 ihren Wachstumstrend weiter fortsetzen. Die Umsatzsteigerung um 1.101 TEUR (3,7 %) ergab sich im Wesentlichen aufgrund erweiterter und neuer Kundenverträge.

Die Gesamtleistung hat sich in 2023 gegenüber 2022 von 29.738 TEUR auf 30.839 TEUR erhöht.

Rohertrag

Der Rohertrag, der auch die für die Erstellung der Leistungen notwendigen Personalkosten für die rumänischen Fulfillment-Gesellschaften beinhaltet, stieg leicht von 1.060 TEUR auf 1.210 TEUR (14,2 %).

Personalkosten

Das Unternehmen übernimmt wesentliche Funktionen der Steuerung für die Unternehmensgruppe. Die Personalkosten sind dabei um 159 TEUR gestiegen, da sich in der Accesa IT Group GmbH die Mitarbeiterzahl gegenüber dem Vorjahr erhöht hat.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken leicht um 48 TEUR.

Erträge aus Beteiligungen

Die Erträge aus Beteiligungen, d.h. das Abschöpfen des Mehrwerts, der in den rumänischen Fulfillment-Gesellschaften erzielt wird, stellt dabei auf der Ertragsseite den größten Ertragsposten in Höhe von 2.209 TEUR (Vorjahr: 1.716 TEUR) für unsere Gesellschaft dar. Der Beteiligungsertrag spiegelt den ausschüttbaren Gewinn des Jahres 2023 der Tochtergesellschaften und Beteiligungen wider. Auch zukünftig soll eine kontinuierliche, klare Ausschüttungsstruktur gewählt werden.

Steuern

Die Buchungen für 2023 erfolgten anhand der für die Steuererklärungen ermittelten Werte und wurden im Rahmen der Steuerrückstellungen bzw. den sonstigen Vermögensgegenständen abgebildet. Korrekturen betreffend vorhergehende Veranlagungszeiträume haben sich lediglich geringfügig ausgewirkt.

EBITDA

Die Profitabilität gemessen am EBITDA (ohne Beteiligungserträge) ist im Geschäftsjahr 2023 leicht um 93 TEUR auf 323 TEUR gegenüber 416 TEUR im Vorjahr gesunken. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Personalaufwendungen zurückzuführen.

C. 2 Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist von 14.198 TEUR im Vorjahr um 2.023 TEUR auf 16.221 TEUR angestiegen. Dabei sind die Forderungen gegen Gesellschafter i.W. aufgrund der Rückzahlung eines Darlehens um 3,5 Mio. EUR zurückgegangen. Deutlich erhöht haben sich auch dadurch die Bankguthaben um 5.370 TEUR.

Wesentliche Veränderungen auf der Passivseite ergaben sich im Eigenkapital durch das Jahresergebnis abzüglich der Ausschüttung des Bilanzgewinns des Vorjahrs (+ 730 TEUR). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen nahmen um 1.699 TEUR zu.

C. 3 Finanzlage

Die liquiden Mittel der Gesellschaft liegen zum Stichtag mit 7.900 TEUR um 5.370 TEUR über dem Betrag zum Vorjahresstichtag. Im Berichtsjahr erfolgte eine Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn des Vorjahrs an die Gesellschafterin in Höhe von 1.727 TEUR. Gleichzeitig wurde das von dieser im Vorjahr abgerufene Darlehen um 3,5 Mio. EUR zurückgeführt.

Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit von 1.516 TEUR ist wieder positiv. Im Vorjahr war dieser mit 565 TEUR noch stärker durch Mittelbindungen im working capital beeinflusst. Um die Auswirkungen der Mittelbindung in den Forderungen weiter zu verbessern und die Kapitalkraft der Accesa IT Group GmbH weiter zu stärken, hatte die Muttergesellschaft im Jahr 2021 einen Zuschuss in die Kapitalrücklage von 3.500 TEUR geleistet.

Mit der Ratiodata SE ist ein Darlehensrahmen von 7,0 Mio. EUR vereinbart worden. Das Darlehen mit Vertrag vom 20.10.2021 wurde am 15.12.2023 vollständig getilgt. Es sind nur noch Zinszahlungen von 169,6 TEUR zu leisten.

Für die laufende Geschäftstätigkeit wird keine weitere Fremdfinanzierung notwendig werden. Bereits vorhandene Betriebsmittellinien sind beibehalten und Investitionen sind nicht in nennenswerter Größe geplant.

Die Finanzlage der Accesa IT Group GmbH schätzen wir als sehr stabil ein. Die Liquidität war zu jeder Zeit gewährleistet, um sämtliche fällige Verpflichtungen bedienen zu können.

Es bestehen zum Stichtag keine Investitionsverpflichtungen.

D. Risiko-, Chancen- und Prognosebericht

D. 1 Risikobericht

Die Accesa IT Group GmbH ist seit ihrer Gründung im Jahr 2011 auf Märkten tätig, die sich seit dieser Zeit mit Ausnahme der durch Corona stark geprägten Jahre 2020 und 2021 durch stetiges Wachstum ausgezeichnet haben. Den außergewöhnlichen Chancen auf diesen Märkten stehen jedoch wie in jeder Branche auch Risiken gegenüber.

Folgende wesentliche Risiken wurden in absteigender Reihenfolge identifiziert:

Branchen- und unternehmensspezifische Risiken im Kundensektor

Es ist nicht auszuschließen, dass angesichts des steigenden, sehr attraktiven Marktvolumens, das der Markt für digitale Produkte aufweist, neue Marktbegleiter in den Markt eintreten werden und versuchen, die von der Accesa IT Group GmbH bedienten Kunden ebenfalls für sich zu gewinnen. Diese Entwicklung könnte trotz der bestehenden Alleinstellungsmerkmale zu verstärkter Wettbewerbsintensität und Preisdruck führen.

Das Geschäftsmodell eines IT-Services-Unternehmens basiert im Rahmen der getroffenen Rahmenvereinbarungen auf vom Kunden zu vergebenden Einzelbeauftragungen. Ein Teil dieser Einzelbeauftragungen setzt dabei auf eine kontinuierliche Fortführung bestimmter Tätigkeiten auf (Wiederholaufträge), während ein weiterer Teil ausschließlich Projekt-Charakter hat. Wir stehen daher in ständigem Kontakt und Informationsaustausch mit unseren Kunden sowie auch den Software-Unternehmen, die die Basis hierfür bereitstellen, um veränderten Wünschen und Vorgaben schnell und sachgerecht entsprechen zu können. Darüber hinaus erweitern wir unser Leistungsangebot konstant, um unseren Kunden auch Einspar- und Effizienzmöglichkeiten im Rahmen der digitalen Transformation zu bieten. Durch Prozessreviews überprüfen wir dabei auch die nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit unserer Organisation.

Durch die zum großen Teil auf Langfristigkeit angelegten Kundenbeziehungen entsteht für uns eine gegenseitige Abhängigkeit, da bestimmte Personalressourcen bzw. Lieferanten-Vereinbarungen unsererseits auch zur Absicherung einer langfristigen Bedienung der Kunden vorgehalten bzw. fest vereinbart werden. Im Rahmen einer deutlichen wirtschaftlichen Veränderung der Situation des Kunden kann dies in unterschiedlicher Form zu Risiken für uns führen, da wir beim Abbruch von Projekten die vorgehaltenen Ressourcen/die geschlossenen Verträge mit unseren Lieferanten trotz Beendigung des Kundenvertrags auch weiterhin erfüllen müssen. Diesem Risiko treten wir entgegen, indem wir weitestgehend versuchen, eine Kongruenz zwischen Kundenverträgen und vorgehaltenen Ressourcen zu erzielen, was insbesondere durch eine flexiblere Gestaltung von Verträgen innerhalb der rumänischen Fulfillment-Gesellschaften möglich ist. Wir versuchen, einem grundsätzlichen Ausfall der Kunden durch den erfolgten Abschluss von Warenkreditversicherungen entgegenzutreten, damit bei uns mit Ausnahme des Eigenbehalts nur ein kleines Restrisiko in Bezug auf bereits erbrachte Leistungen verbleibt.

Produktrisiken

Die permanente Weiterentwicklung unserer Dienstleistungs- und Produktangebote sowie die Neuentwicklung neuer Services im digitalen Umfeld sind eine wesentliche Voraussetzung für die Funktionsfähigkeit unseres Geschäftsmodells. In der bisherigen Entwicklung war die Gesellschaft von deutlichen Fehlentwicklungen verschont und konnte alle Produkte gewinnbringend einsetzen.

Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu negativen Folgen von Entwicklungstätigkeiten kommen kann, was wir durch die ausgewogene Betrachtung von Chancen und Risiken im Vorfeld von Eigenentwicklungen und durch teilweise bezahlte Kundentests deutlich reduzieren können.

Ressourcen-Risiken

Unsere Gesellschaft ist insbesondere im Rahmen des Fulfillment auf die Zuarbeit unserer Tochtergesellschaften sowie möglicher weiterer Dienstleister angewiesen. Die flexible und dauerhafte Bereitstellung von benötigten Ressourcen, um die vom Kunden erwartete Leistung auch erbringen zu können, stellt dabei für uns eine wesentliche Herausforderung dar. Daneben müssen auch das Qualitätsmanagement sowie die Überwachung der Leistungserbringung gegenüber dem Kunden sachgerecht erfolgen.

Wir begegnen diesen Risiken u.a. durch langfristige Dienstleistungsverträge mit Dritten sowie die Unterstützung eines kontinuierlichen Personalaufbaus und Reviews in unseren Tochtergesellschaften. Für die Qualitätssicherung haben wir spezielle Vereinbarungen zur Vorhaltung von Key-Account-Managern und Qualitätsbeauftragten getroffen, die auch die dauerhafte Leistungserstellung überwachen.

Derzeit sehen wir auch bzgl. des sehr dynamischen Wachstums unserer Gesellschaft keinerlei Schwierigkeiten darin, den deutlich wachsenden Anforderungen nach zusätzlichen Ressourcen gerecht werden zu können. Insbesondere den vorausschauenden Akquisitions- und Ausbildungstätigkeiten im Zusammenhang mit lokalen Universitäten an den Standorten unserer rumänischen Tochtergesellschaften messen wir erhöhte Bedeutung bei, um langfristig hochqualifizierte und spezialisierte Mitarbeiter für unsere Gesellschaft gewinnen zu können.

IT-Risiken

Das Geschäftsmodell eines IT-Dienstleisters basiert im Kern auf der Erbringung technischer Dienstleistungen auf oder mit Systemen des Kunden. Demzufolge nimmt die technische Verfügbarkeit der notwendigen Ressourcen eine betrachtenswerte Position im Rahmen des Risikomanagements ein. Möglichen Risiken im Bereich des Managed IT bzw. des IT-Outsourcings begegnen wir mit moderner Hard- und Software, die wir kontinuierlich auf dem aktuellen Stand der Technik halten.

Um Daten vor dem Zugriff Dritter und Datenverlust zu schützen, verfügen wir über umfangreiche Sicherungs- und Backup-Systeme, Vorkehrungen zum Viren- und Zugangsschutz usw. Durch mehrere redundante Sicherungsmechanismen sowie Szenarien für mögliche Betriebsstörungen und Notfallpläne wird das Ausfall- und Verlustrisiko auf ein unvermeidbares Restrisiko reduziert.

Rechtliche Risiken

Wie auch bei anderen Unternehmen ist nicht auszuschließen, dass die Accesa IT Group GmbH beschuldigt wird, ihre Dienste fehlerbehaftet erbracht oder andere gesetzliche Pflichten in diesem Zusammenhang verletzt zu haben. Ungeachtet der offenen Erfolgsaussichten derartiger Ansprüche könnten im Zusammenhang mit der Abwehr derartiger Ansprüche erhebliche Kosten entstehen.

Es ist darüber hinaus nicht auszuschließen, dass spezifische Gesetze und Regelungen den Investitionsrahmen und die Möglichkeiten, freie Gestaltungsmöglichkeiten insbesondere im Zusammenhang mit digitalen Dienstleistungen vor allem im Bereich der Managed IT oder des Outsourcings zu betreiben, beeinflussen und unterschiedliche Praktiken bei der Auslegung von steuerlichen, juristischen oder administrativen Regeln den Umfang unserer Aktivitäten beeinträchtigen. Das Unternehmen versucht, mögliche Risiken durch eigene Beobachtungen und intensive Zusammenarbeit mit externen Beratern soweit wie möglich zu reduzieren.

Des Weiteren schützt sich die Accesa IT Group GmbH mit Versicherungen bestmöglich gegen Auswirkungen von Haftungsrisiken oder Schadensfällen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Steuerliche und wettbewerbsrechtliche Regelungen können ebenfalls Unternehmensrisiken beinhalten. Die Gesellschaft lässt sich deshalb regelmäßig umfassend von externen Fachleuten beraten.

Personalrisiken

Die eingesetzten Personalressourcen tragen durch ihr Know-how und ihr Engagement in entscheidendem Maße zum Unternehmenserfolg bei. Es besteht das Risiko, dass wichtige, hoch qualifizierte Fach- und Führungskräfte abgeworben werden oder unserem Unternehmen aus anderen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen. Für den Aufbau und die Erweiterung unserer Dienstleistungen ist das Risiko, offene oder neue Positionen sachgerecht besetzen zu können, klar gegeben.

Zum einen begegnen wir diesem Risiko über unsere Partner mit verschiedenen Personalbindungsmaßnahmen sowohl in materieller als auch immaterieller Form. Einem latent bestehenden Ausfallrisiko einzelner Mitarbeiter beugen wir durch vertraglich vereinbarte Stellvertreterregelungen vor. Dem anderen Risiko versuchen wir auch durch Fremdeinkauf von Personalleistungen entgegenzuwirken.

Fremdwährungsrisiken Einen wesentlichen Teil der von uns benötigten Ressourcen für die Erbringung unserer Dienstleistungen kaufen wir außerhalb des Euro-Währungsraums ein. Insofern ist unsere Gesellschaft auch einem bedingten Fremdwährungsrisiko ausgesetzt. Dieses fangen wir dadurch auf, dass wir sowohl die Rechnungsstellung an unsere Kunden als auch Gutschriften an unsere Dienstleister soweit wie möglich in Euro fakturieren und dass eine Kongruenz von Ausgangs- und Eingangsrechnungen in zeitlicher Hinsicht angestrebt wird. Mögliche auftretende Währungsrisiken treffen uns dadurch nur in Bezug auf mögliche Ausschüttungen unserer Tochtergesellschaften (Translationsrisiko), welche sich allerdings aufgrund der hohen Stabilität des Wechselkursverhältnisses EURO/RON nur eingeschränkt auswirken.

Steuerliche Risiken Zusammen mit den für die laufende Beratung zuständigen externen Fachleuten untersuchen wir regelmäßig mögliche Problemfelder, die unser Geschäftsmodell mit einem starken Fokus der operativen Tätigkeiten auf Rumänien beinhalten könnten.

Risikomanagementsystem

Zur Erfassung von Risiken nutzt das Unternehmen in Zusammenarbeit mit ihren Tochtergesellschaften verschiedene Steuerungs- und Kontrollsysteme. Diese beinhalten die Anwendung standardisierter Verfahren, den Einsatz zuverlässiger Software, Auswahl und Training der Mitarbeiter sowie laufende Kontrolle und Überwachung. Durch die Gesamtheit der Maßnahmen ist die Geschäftsführung in der Lage, eventuelle Fehlentwicklungen frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen in die Wege zu leiten.

Das Risikomanagement ist ein wesentlicher Teil unserer Geschäftsentscheidungen. Das Risikofrüherkennungs- und Risikomanagementsystem besteht aus verschiedenen Komponenten, die systematisch in unsere Aufbau- und Ablauforganisation integriert sind; Risikomanagement wird als originäre Aufgabe der Geschäftsführung, der Führungskräfte und aller Mitarbeiter verstanden und umgesetzt.

Internes Kontrollsystem

Die Accesa IT Group GmbH verfügt über eine relativ flache Hierarchie und Aufbauorganisation. Die Entscheidung über größere Projekte und Freigabe finanzieller Mittel erfolgt durch die Geschäftsführung. Soweit mit der Aufbau- und Ablauforganisation eines mittelgroßen Unternehmens vereinbar, kommen interne Kontrollen zum Einsatz. So wird dem Prinzip der Funktionstrennung und dem Vier-Augen-Prinzip bei der Gestaltung von Verträgen und im Finanzwesen hohe Bedeutung zugemessen.

Risiken im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie

Die COVID-19 Pandemie hatte bislang keine starken Auswirkungen für die Accesa IT Group GmbH.

Durch die schnelle Umsetzbarkeit von Homeoffice-Arbeitsplätzen ab März 2020 hat sich die Produktivität der Mitarbeiter in den meisten Fällen erhöht. Aufgrund des zunehmenden Einsatzes von Videokonferenzen konnten Meetings online abgehalten werden, was zur Senkung der Reisekosten führte. Seit Beginn der Pandemie eingesparte Büroräume in Deutschland wurden nicht wieder angemietet. So konnten die monatlichen Kosten für Büroräume weiterhin eingespart werden.

Insgesamt erwartet die Geschäftsführung insofern keine Gefährdung des Fortbestands der Accesa IT Group GmbH. Es werden insbesondere auch keine Liquiditätsengpässe in diesem Zusammenhang erwartet. Vielmehr ergeben sich aus Sicht der Geschäftsführung durch die Corona-Pandemie auch Chancen für das Unternehmen, die im Folgenden unter D.2 Chancenbericht noch erläutert werden. Weitere Einschätzungen betreffend die zukünftigen Entwicklungen im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie werden zudem unter D.3 Prognosebericht dargelegt.

Risiken im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg

Die Geschäftsentwicklung der Accesa IT Group GmbH ist durch den im Februar 2022 begonnene Ukraine-Krieg nicht wesentlich beeinflusst. Die allgemein stark angestiegene Inflation sowohl in Deutschland als auch im Euro-Raum hat Auswirkungen auf die Kostenstruktur des Unternehmens. Steigende Allgemeinkosten und Personalkosten beeinflussen das Ergebnis negativ, da die Kostensteigerungen aufgrund der Wettbewerbssituation nicht in vollem Umfang an die Kunden weitergegeben werden können. Weitergehende Auswirkungen auf die Vermögens- und Finanzlage haben sich nicht ergeben.

D.2 Chancenbericht

Unternehmerische Chancen werden für unsere Gesellschaft erhoben, bewertet und im Rahmen der Strategie- und Planungsprozesse berücksichtigt. Unter den im Folgenden dargestellten Chancen verstehen wir mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer positiven Abweichung von unserer Prognose führen können.

Kundenakquise

Der weitere Ausbau bestehender Kundenbeziehungen sowie die Gewinnung neuer Kunden ist integraler Bestandteil unserer Strategie. Durch verstärkte Vertriebsbemühungen sollen weitere Rahmenverträge mit weiteren Kunden in den von uns bedienten Branchensegmenten abgeschlossen werden, was in unseren Prognosen für das Jahr 2024 bisher nur zu kleinen Teilen berücksichtigt wurde. Wir sehen insbesondere im Rahmen der neu gestalteten Accesa Gruppe und des damit möglich gewordenen direkten Marktzugangs sowie der Erschließung neuer Märkte deutliche Chancen, in 2024 bei weiteren Kunden Fuß zu fassen.

Marktakzeptanz bei Produkteinführung Chancen aus kontinuierlicher Weiterentwicklung und Innovation unserer Dienstleistungen sind integraler Bestandteil unserer Strategie und in unserer Prognose bereits berücksichtigt. Darüber hinaus bestehen Chancen einer Marktakzeptanz bei Produkteinführung, die über die Erwartungen hinausgeht, sowie in der Entwicklung bisher nicht berücksichtigter überlegener Innovationen. Diese Chancen können wir im Rahmen der Einführung der Dienstleistungen der gesamten Produktpalette der neuen Accesa Gruppe nutzen; gleiches gilt auch bzgl. des bereits heute vorhandenen Angebots an Dienstleistungen im Rahmen unserer Managed IT-Initiative. Sowohl der Ausbau des Angebots als auch die konsequentere Abrechnung erbrachter Zusatzleistungen bieten ebenfalls erhebliche Chancen.

Flexibilität

Durch den sehr flexiblen Aufbau in der Organisations- und Personalstruktur sowie aufgrund der hohen Flexibilität der gesamten neuen Accesa Gruppe gehen wir davon aus, auf sich verändernde Marktbedingungen schnell reagieren zu können. Insbesondere für die schnelle Nutzung der vorstehend skizzierten Chancen haben wir Vorsorge getroffen, durch die wir in der Lage sind, auch kurzfristig eintretende Leistungsspitzen aufzufangen.

Corona-Pandemie

Die neuen Geschäftschancen durch die Corona-Pandemie werden strategisch weiterverfolgt. So ist u.a. bei bestehenden Kunden sowie auch bei künftigen Zielkunden eine erhöhte Bereitschaft spürbar, höhere Investitionen in Digitalisierung und Auslagerung von IT-Dienstleistungen vorzunehmen. Insofern erwartet die Geschäftsführung nach einem vorübergehenden Umsatzrückgang während der Lockdowns in 2020 für die kommenden Geschäftsjahre weiterhin neue Umsatzpotentiale aus einer steigenden Investitionsbereitschaft. Dieses Potential konnte in 2022 teilweise bereits realisiert werden. Weitere Einschätzungen betreffend die zukünftigen Entwicklungen im Nachgang zur Corona-Pandemie werden zudem unter D.3 Prognosebericht dargelegt.

Remote-Lieferungsmodel

Unser Remote-Lieferungsmodel, welches in der Vergangenheit bei einigen Unternehmen nicht akzeptiert wurde, ist im Zuge von Corona eine Normalität geworden. Die Unternehmen haben nicht nur die Remotearbeit für die eigenen Mitarbeiter akzeptiert, sondern auch die hierfür nötige Infrastruktur beschafft. Es ist davon auszugehen, dass zukünftig daher auch die Remotearbeit von externen Fachkräften auf deutlich höhere Akzeptanz stoßen wird. Dadurch kann die Accesa IT Group GmbH in der Zukunft eigene Leistungen einfacher und bei einem breiteren Zielkundenstamm aufbringen. Der Bedarf an Digitalisierung bei vielen Branchen ist im Zuge von Corona deutlicher geworden. Neue Arbeitsmodelle und ein erhöhter Automatisierungsgrad der Geschäftsprozesse werden vor allem die Kompetenzen der Accesa IT Group GmbH in den Bereichen Digital Workplace , Robotic Process Automation (RPA) und Cloud Migration verstärkt nachfragen.

D.3 Prognosebericht

Greift man auf allgemein zugängliche Studien zurück, so ist zu konstatieren, dass der Markt der IT-Services von einem konstanten, gleichbleibenden Wachstum geprägt ist.

Der Digitalverband Bitkom führt dazu in seiner Pressemitteilung vom 10.01.2024 aus:

Deutschlands digitale Wirtschaft ist auf Wachstumskurs. Trotz eines schwierigen konjunkturellen Umfelds erwartet der Digitalverband Bitkom für die Unternehmen der IT und Telekommunikation (ITK) für 2024 ein Umsatzplus von 4,4 Prozent auf 224,3 Milliarden Euro. Der ITK-Sektor würde damit um den Faktor drei bis vier stärker wachsen als die Wirtschaft insgesamt. Im vergangenen Jahr hatten die ITK-Umsätze um 2,0 Prozent auf 215 Milliarden Euro zugelegt. Zugleich soll die Beschäftigtenzahl um 36.000 auf 1,368 Millionen steigen. Auch unter schwierigen konjunkturellen Bedingungen, geprägt von geopolitischen Krisen und Haushaltskürzungen, legen Umsätze und Beschäftigung zu. "Digitalisierung ist die Antwort auf die aktuellen Herausforderungen für Wirtschaft, Gesellschaft und Staat. Unser Vorsatz für 2024 muss lauten: mehr Entschlossenheit bei der Digitalisierung und mehr Freiraum für Innovationen".

Darüber hinaus wird zunehmend nach Möglichkeiten gesucht, den Standard der Basis-Anwendungen über flexible Anpassung mit den Kundenanforderungen in Übereinstimmung zu bringen. Weil die Kunden mehr Wettbewerb im Markt spüren, suchen sie im Bereich der ERP-Systeme nach niedrigeren Betriebskosten. Zudem wollen sie schneller mit Innovationen auf den Markt kommen und erwarten daher, dass auch ihre ERP-Technologie hierauf schnell reagieren kann. Dies können die Software-Hersteller nur bedingt leisten. Insbesondere Datenmodelle, die für spezifische Branchen entwickelt werden, sind von unschätzbarem Wert, da sie schnell anwendbar sind. So bieten zunehmend IT-Dienstleister ganze Bibliotheken aus typischen Branchenprozessen an, die Scope Items genannt werden und bis zu 80 % des Systeminhalts der Kernsoftware bereits in Form fertig voreingestellter Geschäftsabläufe abbilden. Über den Einsatz solcher Module, die von unserer Unternehmensgruppe aktiv erstellt werden, bleiben die Betriebskosten für unsere Kunden niedrig, während die Inbetriebnahme einer angepassten Lösung schnell erfolgt.

Es ist zu erwarten, dass sich die vorstehend skizzierte Entwicklung auf alle von der Accesa IT Group GmbH adressierten Märkte erstreckt, wobei für uns zunehmend das Segment des Handels, das den stärksten Veränderungen in Bezug auf die digitale Transformation unterworfen ist, an Bedeutung gewinnt, da wir hier bei der Entwicklung eines Standards und von Datenmodellen weit vorangeschritten sind.

Hinsichtlich der COVID-19-Pandemie hat das Management in verschiedenen Szenarien Auswirkungen der COVID-19-Pandemie untersucht und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass die Accesa IT Group GmbH auch in 2023 von der COVID-19-Pandemie nicht wesentlich betroffen sein wird. Insbesondere der Fortbestand der Gesellschaft wird durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie nicht gefährdet.

Das Management berücksichtigte viele plausible Szenarien hinsichtlich der möglichen Entwicklung der Epidemie und ihrer geschätzten Auswirkungen auf das Unternehmen und das wirtschaftliche Umfeld, in dem das Unternehmen tätig ist. Dabei wurden u.a. die Maßnahmen der Regierungen anderer Länder, in denen sich die Geschäftspartner und wichtigen Kunden der Gesellschaft befinden, mit ins Kalkül gezogen.

Auch wenn die Kunden der Accesa IT Group GmbH nicht von Betriebsschließungen betroffen waren, so kann derzeit noch nicht abgesehen werden, wie sich die Kunden der Accesa IT Group GmbH weiter wirtschaftlich entwickeln, auch wenn die Instrumente der Politik inzwischen definiert und damit mögliche Reaktionen des Markts klarer vorhersehbar sind.

Trotz der sehr positiven Erfahrungen der Vergangenheit sowie der vorliegenden Marktprognosen plant die Gesellschaft ihre Entwicklung insbesondere vor dem Hintergrund der Auswirkungen des fortgesetzten Ukrainekriegs zurückhaltend. Die unter D.2 angeführten Chancen wurden da- bei nur insoweit berücksichtigt, als ein überwiegend wahrscheinlicher Eintritt bereits während der Planung absehbar war. Insofern besteht aufgrund des Ukrainekriegs weiterhin eine erhöhte Schätzunsicherheit.

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass der Digitalisierungsgrad im Unternehmen sehr hoch ist. So war man in der Lage, ohne größere Anpassungsschwierigkeiten alle Aufträge zeitgerecht abzuwickeln. Generell ist mit einem positiven Trend nach der Pandemie zu rechnen, da bereits in der Krise Neukunden gewonnen werden konnten. Insgesamt erwirtschaftete die Accesa IT Group GmbH im Jahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 30.839 TEUR. Für 2024 rechnet das Unternehmen mit leicht steigenden Umsätzen. Mittelfristig bis zum Ende des Jahres 2025 geht man von konstant leicht steigenden Umsätzen aus.

Entsprechend der geplanten Umsatzentwicklung gehen wir im Rahmen unserer Planung hinsichtlich der Aufwendungen in 2024 auch unter Berücksichtigung der Nutzung der in 2023 vereinbarten Verträge von kongruent verlaufenden Kostenentwicklungen im Beschaffungsbereich und bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus.

Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2024 mit einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 2,8 Mio. EUR, wobei sich hinsichtlich der verwendeten Leistungsindikatoren folgende (Plan-) Werte ergeben:

Entwicklung der Leistungsindikatoren In TEUR (2024 prognostiziert) 2023 2024
Umsatz 30.839 31.458
Umsatzwachstum in % 3,7% 1,1%
EBIT (ohne Beteiligungserträge) 269 790
Free Cash Flow * 1.490 leicht über 2023
Anzahl dauerhaft gebundener Berater 725 792

* Der Free Cash Flow ist eine Kennzahl, die Auskunft über die frei verfügbaren liquiden Mittel (Cashflows) eines Unternehmens gibt.

Bei gleichbleibender Ertragssituation ist die Liquidität des Unternehmens weiterhin positiv und als gesichert einzustufen. Die Liquiditätsplanung bis in das Jahr 2025 wird als grundlegend sehr positiv bewertet. Es ergeben sich keinerlei Engpässe in der Liquidität.

Für die laufende Geschäftstätigkeit wird keine weitere Fremdfinanzierung notwendig werden. Investitionen sind nicht in nennenswerter Größe geplant.

D.4 Sonstiges

Wesentliche Veränderungen des Mitarbeiterstamms sind in 2024 nicht geplant.

 

München, 08.02.2024

gez. Geschäftsführer Herr Greiwe Martin

 

München, 08.02.2024

gez. Geschäftsführer Herr Baumgärtel Klemens

 

München, 08.02.2024

gez. Geschäftsführer Herr Dr. Stanka Michael

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 1.632.547,92 1.660.701,92
I. Sachanlagen 107,00 28.261,00
II. Finanzanlagen 1.632.440,92 1.632.440,92
B. Umlaufvermögen 14.509.256,14 12.528.362,82
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.609.769,81 9.998.683,08
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.899.486,33 2.529.679,74
C. Rechnungsabgrenzungsposten 78.794,02 8.859,72
Aktiva 16.220.598,08 14.197.924,46

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 11.956.134,49 11.225.775,33
I. Gezeichnetes Kapital 29.590,00 29.590,00
II. Kapitalrücklage 9.469.378,38 9.469.378,38
III. Jahresüberschuss 2.457.166,11 1.726.806,95
B. Rückstellungen 280.164,01 543.717,55
C. Verbindlichkeiten 3.984.299,58 2.428.431,58
Passiva 16.220.598,08 14.197.924,46

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 1.228.738,06 1.209.949,08
2. Personalaufwand 274.428,23 115.772,22
a) Löhne und Gehälter 245.028,17 98.418,71
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 29.400,06 17.353,51
3. Abschreibungen 9.242,00 34.827,00
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 9.242,00 34.827,00
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 631.894,67 678.770,21
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 67,63 784,10
5. Erträge aus Beteiligungen 2.208.596,53 1.715.571,70
davon aus verbundenen Unternehmen 2.208.596,53 1.715.571,70
6. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 171.602,48 66.890,41
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 44.806,78 196.310,81
davon außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen 44.806,78 196.310,81
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 16,64 586,21
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 191.272,64 238.885,79
10. Ergebnis nach Steuern 2.457.276,11 1.727.258,95
11. sonstige Steuern 110,00 452,00
12. Jahresüberschuss 2.457.166,11 1.726.806,95

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Accesa IT Group GmbH, München

I. Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen

Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 192326 eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist München.

Das Geschäftsjahr stimmt mit dem Kalenderjahr überein.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i.S.d. § 267 Abs. 2 HGB.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Jahresabschluss der Accesa IT Group GmbH wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten. Im Einzelnen waren dies die im Folgenden erläuterten Grundsätze und Methoden. Im Rahmen des Jahresabschlusses wurden die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen. Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden fand nicht statt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB dargestellt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung werden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen, um die Vermögensgegenstände mit dem niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen.

Die in den Finanzanlagen enthaltenen Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten oder - für Anteile, die von der Gesellschafterin in die Gesellschaft eingebracht wurden - zum beizulegenden Zeitwert angesetzt. Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden gemäß dem Wahlrecht nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Das Wahlrecht bei Minderheitsbeteiligungen zur Aktivierung des phasengleichen Anspruchs von Beteiligungserträgen wird in Anspruch genommen.

Eine von den gesamten Anschaffungskosten ausgehende Darstellung der Entwicklung der einzelnen Bilanzposten des Anlagevermögens enthält der beigefügte Anlagenspiegel.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt und unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Die Bewertung der Kassen- und Bankbestände erfolgt mit dem Nennwert. Zinsen und Nebenkosten werden periodengerecht abgegrenzt.

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit dieser Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennbetrag angesetzt.

Die Rückstellungen werden für erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet und in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Fremdwährungsforderungen sind grundsätzlich mit dem Kurs am Tag ihrer Entstehung bzw. dem niedrigeren Stichtagskurs bewertet. Für Fremdwährungsverbindlichkeiten kommt grundsätzlich der Umrechnungskurs im Zeitpunkt der Entstehung oder der höhere Stichtagskurs zur Anwendung. Bei einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr erfolgt die Bewertung zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag.

III. Angaben zur Bilanz

Mitzugehörigkeiten bezüglich der Forderungen

Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich um sonstige Vermögensgegenstände resultierend aus Ausschüttungen der rumänischen Tochtergesellschaften in Höhe von 1.912.703,24 EUR sowie um Forderungen aus Weiterberechnungen in Höhe von 63.399,60 EUR.

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, belaufen sich auf insgesamt 325.780,92 EUR (Vorjahr: 0,00 EUR). Hierbei handelt es sich um sonstige Vermögensgegenstände resultierend aus einer Ausschüttung der deutschen Beteiligung.

Die Forderungen gegen Gesellschafter belaufen sich auf insgesamt 169.619,33 EUR (Vorjahr: 3.567.963,81 EUR). Hierbei handelt es sich um noch bestehende Zinsansprüche des Jahres 2023 aus einem kurzfristigen Darlehen (sonstige Vermögensgegenstände), das in 2023 in voller Höhe zurückgezahlt wurde.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten umfasst zum 31.12.2023 im Wesentlichen Versicherungen für 2024.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Urlaubsrückstellungen 3.401,33 1.231,74
Rückstellung für Personalkosten 32.856,58 0,00
Rückstellungen für Nacharbeiten 0,00 0,00
Abschluss- und Prüfungskosten 69.300,00 66.000,00
Ausstehende Rechnungen 156.216,10 122.164,30
Aufbewahrungspflichtige Unterlagen 18.390,00 18.390,00
Berufsgenossenschaftsbeitrag 0,00 1.393,53
280.164,01 209.179,57

Restlaufzeiten Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten ergeben sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel (in Klammern die Vorjahreswerte):

Gesamtbetrag 31.12.2023
EUR
bis zu 1 Jahr
EUR
zwischen 1 und 5 Jahre
EUR
mehr als 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber 0,00 0,00 0,00 0,00
Kreditinstituten (2.353,62) (2.353,62) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus 4.002,12 4.002,12 0,00 0,00
Lieferungen und Leistungen (8.128,00) (8.128,00) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.962.120,23 2.962.120,23 0,00 0,00
(1.262.732,99) (1.262.732,99) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber 973.787,38 973.787,38 0,00 0,00
Gesellschaftern (1.064.003,23) (1.064.003,23) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten ggü. UN 38.416,46 38.416,46 0,00 0,00
mit Beteiligungsverhältnis (87.730,16) (87.730,16) (0,00) (0,00)
Sonstige 5.973,39 5.973,39 0,00 0,00
Verbindlichkeiten (3.483,58) (3.483,58) (0,00) (0,00)
3.984.299,58 3.984.299,58 0,00 0,00
(2.428.431,58) (2.428.431,58) (0,00) (0,00)

Sicherheiten und Mitzugehörigkeiten bezüglich der Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Globalzessionen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besichert, die sich auch auf die Forderungen der Tochtergesellschaften erstrecken (eigene Sicherungsverträge).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren aus Lieferungen und Leistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus Lieferungen und Leistungen und betreffen die Ratiodata Romania s.r.l., ein Tochterunternehmen der Ratiodata Romania Holding GmbH.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern betreffen sonstige Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit der umsatzsteuerlichen Organschaft mit der Ratiodata SE als Organträgerin (826.467,38 EUR; Vorjahr: 747.003,23 EUR) sowie Lieferungen und Leistungen (147.320,00 EUR; Vorjahr: 317.000,00 EUR).

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von 3 TEUR (Vorjahr: 6 TEUR) erfasst.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten solche aus Fremdwährungsumrechnungen in Höhe von 0 TEUR (Vorjahr: 1 TEUR).

Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

Die sonstigen Zinsen umfassen in Höhe von 169.619,33 EUR (Vorjahr: 65.022,43 EUR) solche von Gesellschaftern.

Außergewöhnliche Abschreibungen auf Finanzanlagen

Im Geschäftsjahr wurde eine Zuzahlung zum Ausgleich des Eigenkapitals in die Accesa Schweiz AG i.L. geleistet und zunächst als Anschaffungskosten dem Beteiligungsbuchwert hinzuaktiviert. Aufgrund der im Vorjahr begonnenen Liquidation der Accesa Schweiz AG i.L. wurde der Beteiligungsbuchwert bei der Accesa IT Group GmbH auf den Erinnerungswert von 1,00 EUR abgeschrieben.

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB und Organschaftsverhältnisse

Die Accesa IT Group GmbH hat eine Patronatserklärung zugunsten der Exim Bank S.A. (Rumänien) im Zusammenhang mit Bankverträgen des 100%igen Tochterunternehmens Accesa IT Systems s.r.l., Cluj-Napoca (Rumänien), und der Exim Bank S.A. abgegeben. Derzeit ist aufgrund der wirtschaftlichen Verhältnisse des Tochterunternehmens nicht mit einer Inanspruchnahme zu rechnen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Mietverträgen ergibt sich im Berichtsjahr keine sonstige finanzielle Verpflichtung für die Anmietung von Büroräumen (Vorjahr: 0,00 EUR).

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug zwei (Vorjahr: ein) Angestellte.

Gesellschaftsorgane

Geschäftsführer der Accesa IT Group GmbH waren im Geschäftsjahr:

Herr Martin Greiwe, Münster, als gemeinschaftlich vertretungsberechtigter Geschäftsführer (Geschäftsführer Vertrieb)

Herr Klemens Baumgärtel, Ascheberg, als gemeinschaftlich vertretungsberechtigter Geschäftsführer (Geschäftsführer Finanzen & HR)

Herr Dr. Michael Stanka, Münster, als gemeinschaftlich vertretungsberechtigter Geschäftsführer (Geschäftsführer Operations)

Angaben gemäß § 285 Nr. 11 HGB

Das Unternehmen ist zum Stichtag mittelbar oder unmittelbar beteiligt an der

Accesa IT Systems s.r.l., Cluj-Napoca (Rumänien) (100,0 % direkt)

Accesa Schweiz AG i.L., Wallisellen (Schweiz) (100,0 % direkt)

Accesa Managed Service s.r.l., Cluj-Napoca (Rumänien) (100,0 % direkt)

Ratiodata Romania Holding GmbH, Frankfurt am Main (25,1 % direkt)

Die Beteiligung an der Accesa IT Consulting s.r.l., Cluj-Napoca (Rumänien), wird im Berichtsjahr nicht mehr ausgewiesen, da diese mit Wirkung zum 01.04.2023 auf die Accesa IT Systems s.r.l. verschmolzen wurde.

Aus der nachstehenden Tabelle ergeben sich jeweils das Eigenkapital zum 31.12.2023 sowie das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2023 der genannten Gesellschaften:

Gesamtes Eigenkapital 31.12.2023
EUR
davon Jahresergebnis 2023
EUR
Accesa IT Systems s.r.l. 5.178.187,63 1.882.815,61
Accesa Schweiz AG i.L. 0,00 0,00
Accesa Managed Service s.r.l. -1.204,28 -1.301,68
Ratiodata Romania Holding GmbH 2.297.931,94 1.324.246,71

Konzernverhältnisse

Den Konzernabschluss für den größten Kreis an Unternehmen, dem die Accesa IT Group GmbH als Tochterunternehmen angehört, stellt die Atruvia AG, Frankfurt am Main, auf. Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

Den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis an Unternehmen stellt die Accesa IT Group GmbH, München, auf. Der Konzernabschluss ist bei der Gesellschaft abrufbar.

Nachtragsberichterstattung (Ereignisse nach dem Bilanzstichtag)

Darüber hinaus sind nach Abschluss des Geschäftsjahres zum 31.12.2023 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, über die zu berichten wäre.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 2.457.166,11 EUR in voller Höhe an die Ratiodata SE auszuschütten.

Unterschrift der Geschäftsführung

 

München, 08.02.2024

gez. Geschäftsführer Herr Greiwe Martin

 

München, 08.02.2024

gez. Geschäftsführer Herr Baumgärtel Klemens

 

München, 08.02.2024

gez. Geschäftsführer Herr Dr. Stanka Michael

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Accesa IT Group GmbH, München

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 229.754,52 112.373,20 117.381,32 201.493,52
Summe Sachanlagen 229.754,52 112.373,20 117.381,32 201.493,52
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.577.751,73 44.806,78 0,00 1.622.558,51 196.310,81
2. Beteiligungen 251.000,00 251.000,00 0,00
Summe Finanzanlagen 1.828.751,73 44.806,78 0,00 1.873.558,51 196.310,81
Summe Anlagevermögen 2.058.506,25 44.806,78 112.373,20 0,00 1.990.939,83 397.804,33

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Accesa IT Group GmbH, München

Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
Abgänge
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
Zuschreibung Geschäftsjahr
EUR
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.242,00 93.461,20 117.274,32 107,00 28.261,00
Summe Sachanlagen 9.242,00 93.461,20 117.274,32 107,00 28.261,00
II. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 44.806,78 241.117,59 1.381.440,92 1.381.440,92
2. Beteiligungen 0,00 251.000,00 251.000,00
Summe Finanzanlagen 44.806,78 241.117,59 1.632.440,92 1.632.440,92
Summe Anlagevermögen 54.048,78 93.461,20 358.391,91 1.632.547,92 1.660.701,92

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.02.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Accesa IT Group GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Accesa IT Group GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Accesa IT Group GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getrof- fenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 8. Februar 2024

AWADO GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

gez. Michael Grimme, Wirtschaftsprüfer

gez. Jochen Hinrich Krohn, Wirtschaftsprüfer

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