Materna Virtual Solution GmbH

Mühldorfstraße 8, 81671 München, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 275946
Eingetragen
10.5.2022
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieEntwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Gegenstand
Konzeption, Entwicklung und Verkauf von Software-Lösungen für Wirtschaft, Behörden, Wissenschaft und Privatanwender. Dazu gehören auch artverwandte Tätigkeiten wie Optimierung von Geschäftsprozessen, Systemintegration, Support und Wartung, Betrieb von Softwarelösungen, Verkauf von Hardware, sowie Erbringung von mit den vorgenannten Punkten in Zusammenhang stehenden Beratungsleistungen, Durchführung von Schulungen, ebenso wie Forschung und Entwicklung in diesem Gebiet.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Daniel Zimmermann
seit 20.10.2025
Geschäftsführer
Theresa Steinhauser
seit 25.2.2025
Prokura
Volkan Gümüs
seit 2.2.2024
Geschäftsführer
Kai Henrik Tilger
seit 10.5.2022
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
692.997 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Materna Virtual Solution GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 619.376,89 2.269.552,14
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 0,00
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.738.33 5,00
631.115,22 2.269.557,14
II. SACHANLAGEN
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 234.009,57 263.889,12
2. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 15.398,44
865.124,79 2.548.844,70
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.278.020,11 1.276.842,72
2. sonstige Vermögensgegenstände 488.463,21 2.786.430,03
1.766.483,32 4.063.272,75
II. KASSENBESTAND, BUNDESBANKGUTHABEN. GUTHABEN BEI KREDITINSTITUTEN UND SCHECKS 13.114.290,93 4.537.103,45
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 248.771,34 217.684,51
15.994.670,38 11.366.905,41

PASSIVA

Geschäftsjahr Vorjahr
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. GEZEICHNETES KAPITAL 692.997,00 692.997,00
II. KAPITALRÜCKLAGE 0,00 39.649.832,70
III. BILANZGEWINN /-VERLUST 4.790.317,77 -34.845.785,38
NICHT GEDECKTER FEHLBETRAG 0,00 0,00
5.483.314,77 5.497.044,32
B. RÜCKSTELLUNGEN
sonstige Rückstellungen 3.516.059,00 2.631.313,00
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.556,10 3.018,19
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 7.556,10 (Vj. EUR 3.018,19)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.918.090,54 660.468,16
- davon gegenüber Gesellschaftern EUR 2.061.622,72 (Vj. EUR 0,00)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 2.918.090,54 (Vj. EUR 660.468,16)
3. sonstige Verbindlichkeiten 148.909,69 673.795,49
- davon gegenüber Gesellschaftern EUR 0,00 (Vj. EUR 207.351,50) 3.074.556,33 1.337.281,84
- davon aus Steuern EUR 124.248,68 (Vj. EUR 262.109,68)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit. EUR 22.332,20 (Vj. EUR 25.402,86)
- davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr EUR 148.909,69 (Vj. EUR 673.795.49)
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 3.920.740,28 1.901.266,25
15.994.670,38 11.366.905,41

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

2023 2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 20.569.710,69 15.069.298,98
2. andere aktivierte Eigenleistungen 0,00 320.781,04
3. Gesamtleistung 20.569.710,69 15.390.080,02
4. sonstige betriebliche Erträge 161.287,45 3.116.086,14
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -759.060,92 -1.232.860,62
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -3.666.532,30 -1.963.230,88
-4.425.593,22 -3.196.091,50
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -6.939.090,19 -6.481.577,09
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.189.237,04 -1.375.403,39
- davon für Altersversorgung EUR 10.177,30 (Vj. EUR 18.154,81) -8.128.327,23 -7.856.980,48
7. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -1.802.433,78 -2.980.771,87
8. sonstige betriebliche Aufwendungen -3.944.628,59 -5.220.559,70
9. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 56.433,46 0,00
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 6,67 14,09
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -185,00 -57.467,41
12. Ergebnis nach Steuern 2.486.270,45 -805.690,71
13. sonstige Steuern 0,00 218,00
14. Jahresüberschuss 2.486.270,45 -805.472,71
15. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 39.649.832,70 0,00
16. Gewinnausschüttung -2.500.000,00 0,00
15. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -34.845.785,38 -34.040.312,67
19. Bilanzgewinn/-verlust 4.790.317,77 -34.845.785,38

Anhang zum Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

Auf den nachfolgenden Seiten ist der Anhang der Berichtsgesellschaft dargestellt.

Der Anhang wurde nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften der §§ 264 ff. HGB erstellt.

A. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in München und wird beim Amtsgericht München, Abteilung B, Registernummer 275946 geführt.

Der Jahresabschluss der Materna Virtual Solution GmbH wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Materna Virtual Solution GmbH ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Materna Information & Communications SE, Dortmund, Deutschland. Die Materna Information & Communications SE stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf, in dem die Gesellschaft einbezogen wird. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

B. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen

1. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert, sofern sie der Abnutzung unterlagen.

Selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Herstellungskosten nach § 255 Abs. 2 HGB, namentlich dem Verbrauch von Gütern und die Inanspruchnahme von Diensten für die Herstellung des Vermögensgegenstands sowie durch Hinzurechnung angemessener Teile der Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen.

Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist in Anlage 4 dargestellt.

Soweit erforderlich, wurde der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet.

Kassenbestand und Bankguthaben sind zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 HGB).

Aktiv abgegrenzt werden Ausgaben, die einen Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten in Höhe des voraussichtlichen Erfüllungsbetrages gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt.

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB).

Passiv abgegrenzt werden Einnahmen, die einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

Umsatzerlöse aus der Einräumung zeitlich begrenzter und zeitlich unbegrenzter Lizenzen werden erst dann erfasst, wenn ein rechtsverbindlicher Vertrag mit dem Kunden vorliegt, eventuell eingeräumte Rückgaberechte verstrichen sind, die Software entsprechend dem Vertrag zur Verfügung gestellt wurde und wenn ein Preis vereinbart oder bestimmbar sowie die Bezahlung hinreichend wahrscheinlich ist. Umsatzerlöse aus der Einräumung zeitlich begrenzter Lizenzen werden je nach konkreter Ausgestaltung der Lizenzierung behandelt. Überwiegen die Charakteristika eines Verkaufs, zum Beispiel sofortige Bezahlung und sind die sonstigen oben genannten Voraussetzungen erfüllt, erfolgt eine sofortige Erlösrealisierung.

Überwiegen jedoch die Eigenschaften einer Nutzungsüberlassung, werden die Erlöse ratierlich über den Zeitraum der Nutzungsüberlassung realisiert.

C. Angaben und Erläuterungen zur Bilanz

1. Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr betrugen die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten TEUR 6.411 (Vorjahr TEUR 6.021). Seit der Übernahme durch die Materna Information & Communications SE am 15. Februar 2022 wurde auf weitere Aktivierungen verzichtet, entstehende Aufwendungen werden erfolgswirksam bei Anfall. Zusätzlich verringern laufende Abschreibungen auf bereits aktivierte Eigenleistung den Bestand im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.656.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00).

Art der Forderung Gesamt 31.12.2023 davon mit einer Restlaufzeit
< 1 Jahr größer 1 Jahr
TEUR TEUR TEUR
aus Lieferungen und Leistungen 1.278,0 1.278,0 0,0
sonstige Vermögensgegenstände 488,5 488,5 0,0
Summe 1.766,5 1.766,5 0,0

3. sonstige Rückstellungen

Die sonstige Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2022 31.12.2023
TEUR TEUR
Gewährleistungsverpflichtungen 1.147 1.775
Unsere Gesellschaft entwickelt IT-Produkte. Aus diesen Produkten und IT-Lösungen können Haftungen entstehen, für die wir aus Vorsichtsgründen Rückstellungen bilden Urlaub und Überstunden 111 104
Tantiemen 225 421
Inflationsausgleichsprämie 155 0
Abgabe Schwerbehinderten und Berufsgenossenschaft 29 11
nachlaufende Lizenzkosten 200 200
nachlaufende Vertriebsprovisionen 139 255
sonstige nachlaufende Kosten 77 226
Jahresabschluss, Prüfung, Offenlegung 68 44
Prüfungsvorbehalte, Forschungsförderung und -kooperation 480 480
2.631 3.516

4. Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten beträgt EUR 3.074.556,33 (Vorjahr: EUR 1.337.281,84) und hat folgende Restlaufzeiten:

Art der Verbindlichkeit Gesamt davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2022 < 1 Jahr 1 bis 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
gegenüber Kreditinstituten 7,6 7,6 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 2.918,1 2.918,1 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 148,9 148,9 0,0
Summe 3.074,6 3.074,6 0,0

5. Stammkapital, Grundkapital, Kapitalrücklagen

Das Stammkapital (im Vorjahr Grundkapital) beträgt EUR 692.997,00.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde das Eigenkapital der Gesellschaft neu strukturiert. Die Kapitalrücklage von EUR 39.649.832,70 wurde aufgelöst, der Verlustvortrag von EUR 34.845.785,38 bereinigt. Aus der Differenz von EUR 4.804.047,32 erfolgte eine Ausschüttung EUR 2.500.000,00. Aufgrund des Jahresüberschusses von EUR 2.486.270,45 ist das Eigenkapital mit TEUR 5.483 gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 5.497 fast unverändert.

6. Verlustvortrag, Ausschüttungssperre

Der Jahresfehlbetrag aus den Vorjahren in Höhe von EUR 34.845.785,38, die Entnahme aus der Kapitalrücklage in Höhe von EUR 39.649.832,70, eine Gewinnausschüttung in Höhe von EUR 2.500.000,00 und der Jahresüberschuss 2023 in Höhe von 2.486.270,45 führen zu einem rechnerischen Bilanzgewinn von EUR 4.790.317,77.

Ausschüttungssperre:

Der Gesamtbetrag, der gem. § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt EUR 631.115.22 (Vorjahr: EUR 2.269.557,14).

Im Einzelnen gliedert sich der Gesamtbetrag wie folgt:

Gesamtbetrag gemäß Ausschüttungssperre EUR
Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 631.115,22
Passivierung latenter Steuern 0,00
Gesamtbetrag 631.115,22

7. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Passiv abgegrenzt werden Einnahmen, die einen Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. Dabei wird ein Teil der vereinnahmten Lizenzgebühr für die zukünftigen Wartungsaufwände der Gesellschaft der verkauften und im Einsatz befindlicher Lizenzen abgegrenzt.

D. Angaben und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 HGB) aufgestellt.

2. Die Umsätze stammen in vollem Umfang aus der Entwicklung und Bereitstellung der eigenentwickelten Produkte.

3. Im Geschäftsjahr 2023 gab es keine außerplanmäßige Abschreibung gemäß § 253 Abs. 3 HGB.

E. Sonstige Pflichtangaben

1. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 90,5 (Vorjahr: 84).

2. Ergebnisverwendung gemäß § 285 Nr. 34 HGB

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

3. Mitglieder der Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres gehörten die folgenden Personen der Geschäftsführung an:

ausgeübter Beruf:
Dr. Christian Schumer Diplom-Informatiker

4. Bezüge der Geschäftsführer

Unter Anwendung von § 286 Abs. 4 HGB verzichtet die Gesellschaft auf die Angabe der Vergütung der Geschäftsführung.

5. Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen erfolgten stets zu marktüblichen Bedingungen.

6. Haftungsverhältnisse aus nicht bilanzierten sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen in Höhe von EUR 1.598.840,83 sonstige finanzielle Verpflichtungen.

Im Einzelnen beinhalten diese Verpflichtungen folgende Sachverhalte:

Laufzeitende jährlich bis Laufzeitende
EUR EUR
Mietaufwand Büro München 31.12.2027 466.086,13 1.397.470,57
Mietaufwand Büro Berlin 31.12.2025 56.046,12 168.138,36
Mietaufwand Kaffeevollautomat 01.06.2027 3.470,04 11.855,97
Mietaufwand Drucker 30.11.2025 1.011,76 2.023,52
Mietaufwand Jobrad 31.12.2026 1.066,00 19.352,41
Gesamtbetrag 1.598.840,83

 

München, 29. Februar 2024

Dr. Christian Schumer

Volkan Gümüş

Anlagenspiegel zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
I- Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 14.889.442,42 0,00 12.037.772,22 0,00 2.851.670,20
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 17.600,00 0,00 0,00 17.600,00
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.960,03 0,00 100,00 0,00 14.860,03
14.904.402,45 17.600,00 12.037.872,22 0,00 2.884.130,23
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 742.327,46 103.705,10 19.438,31 12.823,71 839.417,96
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.398,44 0,00 2.574,73 -12.823,71 0,00
757.725,90 103.705,10 22.013,04 0,00 839.417,96
15.662.128,35 121.305,10 12.059.885,26 0,00 3.723.548,19
Abschreibungen
Stand 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2023
I- Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 12.619.890,28 1.650.158,75 12.037.755,72 0,00 2.232.293,31
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 5.866,67 0,00 0,00 5.866,67
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.955,03 0,00 100,00 0,00 14.855,03
12.634.845,31 1.656.025,42 12.037.855,72 0,00 2.253.015,01
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 478.438,34 146.408,36 19.438,31 0,00 605.408,39
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
478.438,34 146.408,36 19.438,31 0,00 605.408,39
13.113.283,65 1.802.433,78 12.057.294,03 0,00 2.858.423,40
Restbuchwerte
Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2023
I- Immaterielle Vermögensgegenstände
1. selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 2.269.552,14 619.376,89
2. In der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 11.733,33
3. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5,00 5,00
2.269.557,14 631.115,22
II. Sachanlagen
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 263.889,12 234.009,57
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.398,44 0,00
279.287,56 234.009,57
2.548.844,70 865.124,79

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäftsentwicklung und Rahmenbedingungen

1.1. Unternehmen

Materna Virtual Solution GmbH (nachfolgend Materna Virtual Solution) ist ein auf sichere mobile Anwendungen spezialisiertes Softwareunternehmen mit Sitz in München und Entwicklungsstandort in Berlin. Materna Virtual Solution entwickelt und vertreibt die Applikation SecurePIM, die Sicherheitsarchitektur SERA für iOS und Android sowie Standard- und fachspezifische Anwendungen rund um das Betriebssystem Apple indigo.

Die Gesellschaft wurde 1996 gegründet und 2011 strategisch neu ausgerichtet. Ziel der Re- Positionierung war zunächst die Ergänzung und schließlich die Ersetzung des relativ stark schwankenden Projektgeschäftes durch ein ertragsstarkes und stetigeres Geschäft mit eigenentwickelten und hochstandardisierten Softwareprodukten insbesondere im Behörden- und Unternehmensumfeld. In diesem Zuge der Entwicklung von individuellen Softwarelösungen wurde begonnen, in die Entwicklung von SecurePIM zu investieren.

SecurePIM ist eine ganzheitliche Kommunikationslösung für Kunden im Behörden- und Unternehmensbereich. Wesentliche Funktionen sind sicherer Zugriff auf E-Mails, Kontakte, Fotos und Kalender, verfügbar auf mobilen Endgeräten wie iPhone und iPad (siehe https://www.virtual-solution.com) und seit Ende Dezember 2014 auch für Android Smartphones und Tablets. Das Produkt SecurePIM hat seit 2015 eine stark wachsende Marktnachfrage ausgelöst. Die langjährige Erfahrung der Materna Virtual Solution im Bereich der Entwicklung von komplexen Unternehmensanwendungen in Verbindung mit der hohen Fachkompetenz der Spezialisten auch bei neuesten Mobil- und Sicherheitstechnologien schaffen einen wesentlichen Wettbewerbsvorteil und sind Motor der Steigerung der Marktnachfrage. Im Zuge dessen wurde die Gesellschaft strategisch und konsequent immer weiter auf das Hauptprodukt SecurePIM ausgerichtet.

2017 hat Materna Virtual Solution die Zulassung für den VS-NfD (Verschlusssachen - nur für den Dienstgebrauch) Betrieb für das Produkt SecurePIM Government SDS iOS des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erhalten sowie eine Listung im Kaufhaus des Bundes erreicht. Hierdurch wurden erhebliche zusätzliche Absatzpotenziale für die kommenden Jahre im Behördenumfeld geschaffen. Parallel dazu wurde auch der VS-NfD Zulassungsprozess für die SecurePIM Android Lösung gestartet und 2020 hat Materna Virtual Solution die Freigabeempfehlung des BSI für den Einsatz auch im Bundesbehördenmarkt erhalten, die als Einsatzerlaubnis jüngst in 2023 verlängert. wurde Materna Virtual Solution ist damit der einzige Anbieter in Deutschland, der über eine plattformübergreifende Kommunikationslösung für den VS-NfD Betrieb verfügt.

Ein weiterer Meilenstein konnte 2020 mit der Neuverhandlung des Vertrages mit dem Beschaffungsamt erreicht werden. In diesem Zuge wurde das mögliche Bestellvolumen erheblich ausgeweitet und die Vertragslaufzeit deutlich verlängert.

Im Jahr 2021 hat Materna Virtual Solution weitere wesentliche Meilensteine erreicht. Dazu zählen die NATO-Zulassung für das Produkt SecurePIM SDS iOS, die Freigabeempfehlung für Android Version 11 und der Abschluss eines strategischen Rahmenvertrages mit einem großen IT-Systemhaus im Bundesbehördenumfeld.

Im Jahr 2022 wurde Materna Information & Communications SE (nachfolgend Materna SE) 100%iger Anteilseigner. Im Zuge dessen wurde die Gesellschaft in die heutige Materna Virtual Solution GmbH umgewandelt und umbenannt.

Der Umsatz entwickelte sich im Zeitraum 2016 bis 2023 von 1,6 Millionen EUR auf 20,6 Millionen EUR und ist damit um den Faktor 1186% in den letzten 8 Jahren gewachsen. Das Ende der COVID-19 Pandemie und damit einhergehende Nachholeffekte und die vertrieblichen Synergien mit der Materna SE hat das Wachstum um 37% der Materna Virtual Solution 2023 gegenüber Jahr 2022 unterstützt. Grundsätzlich hat sich die COVID-19 Pandemie und die Bedrohungslage durch Russland positiv auf das Sicherheitsbedürfnis und die Marktakzeptanz der SecurePIM Lösung ausgewirkt.

1.2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Laut des Digitalverbandes Bitkom stiegen die Ausgaben für Hardware, Software und Dienstleistungen im Bereich IT-Sicherheit auf 9 Milliarden EUR was einem Anstieg von knapp 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Besonders hervorzuheben sind die Ausgaben für IT-Sicherheitssoftware, die mit 4,3 Milliarden EUR um 18 Prozent gegenüber dem Vorjahr anstiegen. Ausgaben für Dienstleistungen für IT-Sicherheit stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 12 Prozent auf 4,0 Milliarden Euro. Auch für die kommenden Jahre soll sich der positive Trend fortsetzen, in 2024 erwartet der Digitalverband Bitkom mit einem erneuten Anstieg um knapp 12 Prozent auf 10,3 Milliarden EUR im Vergleich zu 2023.

"Cyberangriffe sind für die Wirtschaft zu einer existenziellen Bedrohung geworden. Für Unternehmen und Verwaltungen ist eine hohe IT-Sicherheit überlebensnotwendig und muss fester Bestandteil guten Managements sein", sagt Susanne Dehmel, Mitglied der Bitkom- Geschäftsleitung. "Die Corona-Krise hat gezeigt, wie verwundbar viele Firmen sind. Die Ausgaben für IT-Sicherheit werden künftig weiter steigen." Auch im Jahr 2023 sind zahlreiche namhafte Unternehmen Opfer von Cyberangriffen geworden (z.B. KaDeWe, Motel One und Deutsche Leasing), was die Bedeutung von IT-Sicherheitslösungen für Unternehmen nochmals hervorhebt.

Die Gewährleistung einer möglichst umfassenden Sicherheit für mobile Endgeräte wie Smartphones und Tablets (Smart Devices) stellt für viele Unternehmen nach wie vor eine große und vor dem Hintergrund der seit dem 25. Mai 2018 verpflichtend anzuwenden Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) auch wachsende Herausforderung dar.

Motor dieser Herausforderung ist die hohe Komplexität mobiler Kommunikationslösungen, die durch unterschiedliche Betriebssysteme, durch die Verschmelzung von privater und geschäftlicher Nutzung und eine kontinuierlich wachsende Anzahl von Smart Devices sowie hohe Innovationsdynamik gekennzeichnet ist. Zudem befinden sich IT-Entscheider in dem Zwiespalt, die Sicherheit von Firmendaten auf mobilen Geräten zu verbessern und auf der anderen Seite die Attraktivität der Arbeitsplätze und damit auch die Produktivität der Anwender durch die Nutzung von mobilen Smart Devices zu steigern.

In diesem stark wachsenden Zielmarkt ist die Materna Virtual Solution mit ihrem Produkt- und Leistungsangebot sehr gut positioniert. Die Unternehmensleitung sieht deutlich positive Effekte auf die Unternehmensentwicklung der Gesellschaft speziell durch die steigende Anzahl von Angriffen auf Unternehmens- und private Daten, die wachsende Anzahl von Verstößen gegen die DSGVO Vorschriften und deren strafrechtliche Verfolgung sowie besonders durch die Digitalisierungsinitiativen im Bundesbehördenbereich.

1.3. Geschäftsentwicklung

Der Zielmarkt der Materna Virtual Solution zeigt auch im Jahr 2023 einen nochmals deutlich gestiegenen Bedarf an Mobil- und Sicherheits-Technologien. Dieses Marktwachstum wurde durch weiter steigende Datenschutzanforderungen, insbesondere durch die DSGVO, einem Anstieg der Datenkriminalität sowie einer fortschreitenden Digitalisierung der Arbeitswelt besonders auch im Bundesbehördenumfeld begünstigt.

Das offizielle Ende der Covid-19 Pandemie im April 2023 und die damit verbesserte Zutrittsmöglichkeit zu Behördeninfrastrukturen führten zu deutlich beschleunigten Vertriebsaktivitäten und der Implementierungsgeschwindigkeit der SecurePIM Lösung gegenüber dem Vorjahr. Materna Virtual Solution konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr wesentliche neue Kunden in den Zielmärkten Bundes- und Landesbehörden gewinnen, der Umsatz konnte deutlich gesteigert werden.

Aufgrund des strategischen Ausbaus des Kundenbestands, des Abschlusses des strategischen Rahmenvertrages, der Weiterentwicklung der Produkte und der weiteren Zulassungen und Freigabeempfehlungen sieht das Management die Gesellschaft für die nächsten Jahre gut positioniert.

1.4 Forschung und Entwicklung (F&E)

Die F&E Ausgaben (Summe aus aktivierten und als Aufwand erfassten F&E Kosten) sind im Berichtszeitraum um 6,5% auf 6.411 TEUR (Vorjahr: 6.021 TEUR) gestiegen. Nach der Übernahme durch die Materna SE (15.02.2022) wurde im Geschäftsjahr 2023 auf die weitere Aktivierung von Eigenleistungen verzichtet, aufgrund dessen sind die aktivierten Entwicklungskosten von 321 TEUR im Vorjahr auf 0 TEUR im abgelaufenen Geschäftsjahr gesunken.

Materna Virtual Solution hat auch im Berichtszeitraum in erheblichem Umfang in die Weiterentwicklung der Produkte investiert mit dem Ziel, sowohl die Nutzerfreundlichkeit und damit Marktakzeptanz der iOS sowie der Android Lösung weiter zu steigern, als auch das Apple indigo Produkt Portfolio - Die Trust Produktfamilie - stetig zu erweitern.

Materna Virtual Solution ist in Deutschland das einzige Unternehmen, das eine plattformunabhängige (iOS & Android) Kommunikation auf VS-NfD Niveau ermöglicht. Ferner hat die VS- NfD zugelassene iOS-Lösung eine NATO Zulassung erhalten, d.h. SecurePIM SDS darf für die vertrauliche Kommunikation auf Niveau "NATO restricted" zwischen NATO-Behörden und Firmen verwendet werden. Seit Ende 2023 hat die Secusmart GmbH eine Freigabe für ihre iOS Apps erhalten.

2. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

2.1. Ertragslage

Ausschließlich aufgrund von organischem Wachstum und unterstützt durch vertriebliche Synergie-Effekte mit der Materna Gruppe stiegen die Umsatzerlöse im abgelaufenen Geschäftsjahr abermals, um 37% von 15.069 TEUR auf 20.570 TEUR. Hauptsächlicher Umsatztreiber im Geschäftsjahr 2023 war die Beauftragung eines Großprojekts im Zuge vertrieblicher Unterstützung durch die Materna SE.

Die Materna Virtual Solution konnte auch im Geschäftsjahr 2023 die Kundenbasis vergrößern und bestehende Kundeninstallationen insbesondere im Bundesbehördenmarkt weiter ausbauen. Die Gesamtleistung lag um 34 Prozent über dem Vorjahr und ist durch einen signifikant höheren Umsatz (37 Prozent), begründet. Seit der Übernahme durch die Materna SE (15.02.2022) werden Eigenleistungen nicht mehr aktiviert. Der Anstieg im EBITDA von 2.233 TEUR auf 4.232 TEUR ist auf den höheren Gesamtumsatz und den geringfügig gesunkenen (3,6%) Aufwendungen zurückzuführen.

Der Materialaufwand erhöhte sich im Berichtszeitraum um 1.230 TEUR aufgrund höherer Fremdleistungskosten zur Erfüllung laufender Service- und Supportverpflichtungen, Vertriebsprovisionen und Hardwareausstattungen.

Der Personalaufwand erhöhte sich um 3,5% auf 8.128 TEUR. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf einen Mitarbeiteraufbau, insbesondere im Bereich der Entwicklung, zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken im Berichtszeitraum absolut um 1.276 TEUR auf 3.945 TEUR. Der Rückgang um 24,4 Prozent ist auf die Reduzierung von Fremdleistern und geringere Aufwände für Personalsuche zurückzuführen.

Die Abschreibungen haben sich von 2.981 TEUR um 39,5% auf 1.802 TEUR verringert.

Der Jahresüberschuss mit 2.486 TEUR fiel um 3.292 TEUR höher als im Vorjahreszeitraum aus und resultiert hauptsächlich aus höheren Umsätzen. Erhöhte Materialaufwände konnten durch nur geringfügig gestiegene Personalaufwendungen sowie deutlich geringeren Abschreibungen kompensiert werden.

2.2. Vermögenslage

Das Anlagevermögen ist im Berichtszeitraum um 1.684 TEUR gesunken. Ursächlich dafür ist, dass seit der Übernahme durch die Materna SE keine Eigenleistungen mehr aktiviert werden und gleichzeitig aus den Vorperioden Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von 1.656 TEUR gegen das Anlagevermögen laufen.

Das Umlaufvermögen liegt zum Stichtag mit 14.881 TEUR um 6.280 TEUR über dem Niveau des Vorjahres, was im Wesentlichen durch einen deutlich höheren Bankbestand begründet ist.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde das Eigenkapital der Gesellschaft neu strukturiert. Die Kapitalrücklage von EUR 39.649.832,70 wurde aufgelöst, der Verlustvortrag von EUR 34.845.785,38 bereinigt. Aus der Differenz von EUR 4.804.047,32 erfolgte eine Ausschüttung EUR 2.500.000,00. Aufgrund des Jahresüberschusses von EUR 2.486.270,45 ist das Eigenkapital mit TEUR 5.483 gegenüber dem Vorjahr mit TEUR 5.497 fast unverändert.

Die Bilanzsumme stieg von 11.366 TEUR im Vorjahr auf 15.995 TEUR im Berichtszeitraum an.

2.3. Finanzlage

Die zur Verfügung stehenden Barmittel betrugen zum Jahresende 13.114 TEUR (VJ: 4.537 TEUR).

Die wirtschaftliche Lage der Materna Virtual Solution ist aufgrund der Barmittel, als Teil der Materna Gruppe und dem signifikanten Umsatzwachstum als gesund zu bezeichnen.

Die weitere Umsatzentwicklung wird zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Berichtes aus Sicht der Geschäftsleitung als positiv eingeschätzt. Die Diskussion über Cyber-Sicherheit in den Medien, die vermehrten Cyberangriffe auf Unternehmen und Behörden und der aktiven Bedrohungslage durch Russland begünstigt die Wachstumsmöglichkeiten der Gesellschaft deutlich.

3. Chancen und Risiken Bericht

3.1. Chancen

Generell steigende Nachfrage nach mobilen Geräten:

Mobile Endgeräte werden insbesondere im Behörden- und Unternehmensumfeld immer häufiger eingesetzt. Anwender wollen auch bei ihrer täglichen Arbeit nicht mehr auf die Vorteile verzichten, die ihnen Smartphones und Tablets bieten. Dieser Trend führt direkt zu einer steigenden Nachfrage nach der SecurePIM Lösung besonders im Behördenumfeld. Hier sind in den letzten Jahren die Voraussetzungen geschaffen worden die, SecurePIM Lösung auf VS-NfD Niveau flächendeckend einzusetzen.

Erhöhtes Risiko für Unternehmen durch Hacking-Angriffe steigert Nachfrage nach sicheren Kommunikationslösungen:

Besondere Risiken sind der Verlust von sensiblen Unternehmensdaten und gezielte Wirtschaftsspionage. Smartdevices werden sehr häufig mobil verwendet und können dabei schnell(er) verloren gehen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik listet in seinem Grundschutzkatalog 162 "vorsätzliche Handlungen" auf, mit denen sich IT-Systeme kompromittieren lassen. Unternehmen, die interessante Produkte und Dienstleistungen am Markt anbieten, müssen damit rechnen, Ziel solcher Angriffe zu werden.

Einhaltung rechtlicher Rahmenbedingungen begünstigt den Einsatz von Containerlösungen:

Seit dem 25.5.2018 sind die Regelungen der DSGVO verbindlich einzuhalten. Diese Regelungen gelten unabhängig davon, ob sich die Daten im Unternehmensnetz oder auf einem mobilen Gerät befinden. Die Regelungen der DSGVO werden wesentlich dazu beitragen, dass Kunden einen Sicherheitscontainer auf mobilen Endgeräten einsetzen werden. Ein großer Teil der Zielkunden von SecurePIM unterliegt Geheimschutzanforderungen.

Container Lösung setzt sich im Markt durch:

Der Lösungsansatz, der sich am Markt zunehmend durchsetzt, ist der "Secure Container". Es wird auf einem Gerät ein eigener geschützter Bereich für die unternehmensbezogenen Informationen geschaffen. In diesem Bereich werden E-Mails, Kontakte, Kalender und Dokumente verwaltet und aus diesem Bereich kann gesichert auf Unternehmensanwendungen zugegriffen werden. Da dieser Bereich vom Rest des Gerätes komplett abgeschirmt wird, ist jederzeit eine uneingeschränkte persönliche Nutzung ohne weitere Risiken für die Gesellschaft möglich. Der sich deutlich verstärkende Trend zu "Bring Your Own Device (BYOD)" Strategien in Verbindung mit erheblich gestiegenen Datenschutz- und VS-NfD Anforderungen sorgt für die hohe und weiterwachsende Attraktivität dieses Lösungstyps.

Die Materna Virtual Solution bietet mit SecurePIM eine hochsichere Datenspeicherung und verschlüsselte App-Nutzung auf Smartphones und Tablets im Rahmen einer BSI zugelassenen (iOS) oder freigegebenen (Android) Container-Lösung. Damit schafft SecurePIM für Unternehmen und Nutzer die Voraussetzung, sensible Unternehmensdaten auf Smartphones und Tablets verschlüsselt abzulegen und verschlüsselt austauschen zu können. Private und Business Daten bleiben strikt voneinander getrennt.

Einzige plattformübergreifende Lösung für mobile Kommunikation im Behördenumfeld in Deutschland:

Allein in Deutschland arbeiteten im Jahr 2022 laut dem Statistischen Bundesamt (destatis.de, 31.08.2023) 5,2 Mio. Angestellte im öffentlichen Dienst. Das enorme Marktpotenzial lässt sich hieran gut abschätzen. Zudem ist speziell im Behördenumfeld aufgrund der aktuellen Situation bezüglich diverser Hacking Angriffe auf Behörden, Unternehmen und Einrichtungen und nicht zuletzt wegen den Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine weltweit ein verstärktes Interesse hinsichtlich sicherer Kommunikation zu verzeichnen.

Aktuell ist SecurePIM die einzige in Deutschland plattformübergreifend verfügbare Lösung für mobile Kommunikation im Behördenumfeld. Die seit 2017 bestehende BSI iOS Zulassung wurde Anfang 2020 verlängert. Zudem hat Virtual Solution eine Version für Android-Geräte entwickelt, die im Jahr 2020 eine allgemeine Freigabeempfehlung erhalten, die jüngst als Einsatzerlaubnis vom BSI verlängert wurde.

Neben der Systemlösung SecurePIM hat Materna Virtual Solution das Produktportfolio um die Trust - Produktfamilie erweitert und damit Apple indigo Nutzern neben den Basisfunktionen des Betriebssystems die Möglichkeit von weiteren Standard- oder fachspezifischen Anwendungen eröffnet. Materna Virtual Solution wird die Trust - Produktfamilie kontinuierlich weiterentwickeln. Die sich daraus ergebenden Wachstumschancen hängen dabei wesentlich von einer wachsenden Apple indigo Nutzeranzahl ab.

3.2. Risiken

Im Jahresabschluss 2023 wurde eine angemessene Risikovorsorge getroffen. Darüber hinaus sind keine weiteren, existenzbedrohenden Risiken erkennbar. Materna Virtual Solution kontrolliert im Rahmen ihres Chancen- und Risikomanagements laufend die wirtschaftliche Entwicklung, um Risiken zu erkennen und frühzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Im Rahmen des Risikomanagements werden die zentralen Risiken des Unternehmens permanent erhoben und bewertet sowie Gegenmaßnahmen identifiziert. Das Chancen- und Risikomanagement ist ein integraler Bestandteil der Prozesse und der Organisation.

Als wesentliche Risikopotenziale hat die Materna Virtual Solution nachfolgende Risiken identifiziert:

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die weltweiten politischen und finanziellen Risiken und die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine treffen nahezu alle Branchen mit unterschiedlicher Intensität. Es bestehen Risiken, dass es zu nachhaltigen Verschiebungen oder dem Abbruch von Projekten und es zur Zahlungsunfähigkeit von Kunden und zum Ausfall offener Forderungen kommen kann.

Es besteht hier die Gefahr, dass sich dies indirekt und direkt, wie im ersten Halbjahr 2022 und 2023 geschieht, über die wirtschaftliche Lage der Kunden auch auf den Absatz der Materna Virtual Solution auswirken kann und sich daraus negative Auswirkungen auf Umsatz, Ertrag und Liquidität ergeben können.

Markt- und Wettbewerbsrisiko sowie Markteintrittsrisiko:

Das Geschäftsmodell der Materna Virtual Solution besteht aus der erfolgreichen Vermarktung und der gezielten, bedarfsorientierten Weiterentwicklung des Produktes SecurePIM in einem sehr wettbewerbsintensiven und dynamischen Markt. Die Entscheidungen und Investitionen großer IT-Anbieter in neue Produkte können dabei erheblichen Einfluss auf die Marktchancen der Produkte und Dienstleistungen haben. Die Materna Virtual Solution bewegt sich in einem sehr attraktiven Marktsegment, dass durch seine Größe und das erwartete Wachstum viele sehr große und finanzstarke Anbieter anziehen kann. Es besteht die Möglichkeit, dass der derzeitige Wettbewerbsvorsprung durch einen überdurchschnittlichen Einsatz von Ressourcen von potenziellen Wettbewerbern aufgeholt werden kann.

Marktkonsolidierung:

Die IT-Branche ist grundsätzlich durch hohe Dynamik geprägt. Viele Unternehmen versuchen, durch M&A-Aktivitäten ihre strategische Position zu verbessern. Es besteht daher das Risiko, dass durch Zusammenschlüsse neue starke Wettbewerber entstehen. Materna Virtual Solution beobachtet laufend den Markt und versucht, sich durch strategische Allianzen mit Partnern optimal zu positionieren.

Betriebsrisiko Produktgeschäft:

Die Materna Virtual Solution ist in ihrem wirtschaftlichen Erfolg von der Produktfamilie SecurePIM abhängig. Die Absicherung des Erfolges wird durch die kontinuierliche, bedarfsorientierte Weiterentwicklung der Produkte und Lösungen, sowie durch eine offensive Partnerstrategie, Anwenderkonferenzen und zahlreiche Marketingaktionen erreicht.

Durch eine erwartete starke internationale Verbreitung steigt das Risiko der Produktpiraterie. Das geistige Eigentum kann nur schwer durch Patente geschützt werden. Das Management hat umfangreiche Maßnahmen zum Schutz vor Diebstahl oder des Reverse Engineerings des Codes getroffen. Außerdem werden die Produkte über entsprechende Lizenzschlüssel vor unerlaubter Nutzung geschützt.

Finanzierungs- und Liquiditätsrisiko:

Die Materna Virtual Solution investiert laufend hohe Beträge in die Weiterentwicklung der Produkte. Der operative Cashflow ist stark an den Geschäftsverlauf mit Behörden und öffentlichen Bedarfsträgern geknüpft, der in den ersten beiden Quartalen meist zu einem geringfügigen Liquiditätsabfluss und in den letzten beiden Quartalen zu einem stärkeren Liquiditätszufluss aufweist. Ein zusätzliches Risiko für 2024 stellen die Sparpläne der aktuellen Bundesregierung dar. Aufgrund der hohen liquiden Mittel kann die Gesellschaft eventuell ausfallende Projekte im Jahr 2024 kompensieren. Zusätzlich wurde das Budget für das Geschäftsjahr 2024 größtenteils auf Verlängerung bestehender Lizenzen im Markt und in Segmenten, die von den Sparplänen nicht betroffen sind, aufgebaut.

Neben dem operativen Geschäftserfolg stellt das professionelle Forderungsmanagement einen wesentlichen Einflussfaktor auf die Liquidität dar. Das Risiko besteht hier in dem Ausfall von Forderungen. Um das Risiko so gering wie möglich zu halten, wird im Vorfeld von größeren Aufträgen die Bonität der Kunden geprüft. Des Weiteren wird die Entwicklung des Forderungsbestands permanent beobachtet, um unerwünschte Entwicklungen frühzeitig zu erkennen und zeitnah entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können.

Partner:

Die Materna Virtual Solution vertreibt Ihre Produkte im Wesentlichen über ein Partnernetzwerk. In diesem Rahmen erfolgt ein intensives und fokussiertes Management der Partnerbeziehungen, um die Verbreitung der Produkte und Lösungen nachhaltig zu steigern und um die Position im Markt für "Sichere Mobile Anwendungen" weiter auszubauen. Der Umsatzbeitrag der Partner zum SecurePIM Lizenzgeschäft könnte niedriger liegen als von der Materna Virtual Solution angenommen. Die Materna Virtual Solution hat keinen Einfluss auf den Geschäftserfolg der Partner und kann nur durch ein intensives Partnermanagement die Basis für den Partnererfolg legen. Dabei führt die Einbindung der Produkte in die Systemplattformen und in das Vertriebsnetz von strategischen Partnern zu hohen Anforderungen an das Partnermanagement und an die Steuerung der indirekten Vertriebskanäle.

Mitarbeiter:

Bei der Erfüllung der wachsenden Kundenanforderungen ist die Materna Virtual Solution auf die Gewinnung und erfolgreiche Integration sowie das Halten von qualifizierten Mitarbeitern angewiesen.

Durch gezielte Rekrutierungsmaßnahmen, individuelle Angebote zur persönlichen Weiterentwicklung und Qualifizierung der Mitarbeiter sowie durch Team-Building Maßnahmen versucht die Materna Virtual Solution, ihre Attraktivität als Arbeitgeber aufrecht zu erhalten und weiter auszubauen. Die Neueinstellung von Mitarbeitern aus verschiedenen Kulturkreisen könnte zu besonderen Integrationsproblemen und Spannungen führen. Das Management versucht, durch entsprechende Führungsmaßnahmen derartige Probleme frühzeitig zu erkennen und zu beheben.

IT-Systeme:

Die Abwicklung des Geschäfts macht eine komplexe und hoch verfügbare IT-Infrastruktur erforderlich. Dem Risiko des Datenverlustes und des Datendiebstahls sowie eines möglichen Ausfalls der zentralen operativen IT-Systeme begegnet die Materna Virtual Solution mit einem umfassenden Sicherheitskonzept und einem Backup-System. Das Rechenzentrum wird bei M-Net professionell betrieben, unterliegt dem Industriestandard ITIL und wird professionell überwacht. Mit den am Markt verfügbaren modernen Security-Systemen wird die Datensicherheit gewährleistet. In der Materna Virtual Solution sind derzeit keine bestandsgefährdenden oder die Entwicklung beeinträchtigenden Tatsachen bekannt.

Rechtsrisiken:

Zur Begrenzung des Risikos, dass Ansprüche gegenüber Vertragspartnern nicht durchgesetzt werden können oder der Materna Virtual Solution ungewollt rechtliche Verpflichtungen entstehen, werden erfahrene und spezialisierte Rechtsanwaltskanzleien eingeschaltet. Diese entwerfen alle Verträge der Materna Virtual Solution und begleiten sie auch in den entsprechenden Verhandlungen. Weiterhin hat die Materna Virtual Solution Versicherungsschutz zur Abdeckung der wichtigsten betrieblichen und haftungsrechtlichen Risiken vereinbart. Soweit darüber hinaus Risiken aus laufenden Prozessen bestehen, werden diese durch Rückstellungen in ausreichender Höhe abgedeckt.

4. Prognosebericht

Folgende quantitativen Ziele wurden vom Management der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2024 bestätigt:

Zielgröße Quantitatives Ziel (TEUR)
Umsatzerlöse 19.300
OPEX 12.797
Jahresergebnis 2.320

Das Budget des Jahres 2024 wurde auf einem Auftragseingang von 21.286 TEUR kalkuliert und enthält einen Teil an bereits im Jahr 2023 und den Vorjahren erhaltenem Auftragseingang. Ein Teil des Budgets 2024 wird von sog. Renewals (Verlängerung bisher verkauften Lizenzen) im Bundes- und Landesbehördenmarkt gedeckt. Aufgrund der Sparpläne der aktuellen Bundesregierung wurde im Kernmarkt (Bundesbehörden) der Gesellschaft nahezu kein Neugeschäft geplant. Bei einzelnen Bestandskunden wird mit einem weiteren Rollout gerechnet. Der Großteil des Budgets wird von Behörden bzw. Unternehmen in öffentlicher Trägerschaft gedeckt, auf die die Sparpläne der aktuellen Bundesregierung keine Auswirkungen haben.

Aufgrund der Nachwirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine, der aktuellen innenpolitische Situation in Deutschland und dem dynamischen Marktumfeld, in dem die Gesellschaft agiert, schätzt das Management auch das Geschäftsjahr 2024 als volatil ein.

Für das Jahr 2024 wird mit einem positiven EBT gerechnet.

 

München, 29. Februar 2024

Dr. Christian Schumer, Geschäftsführer

Volkan Gumüs, Geschäftsführer

B. Wiedergabe des Bestätigungsvermerks

Zu dem Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Materna Virtual Solution GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Materna Virtual Solution GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Materna Virtual Solution GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Grasbrunn, den 29. Februar 2024

PSW Partner für Steuer und Wirtschaft GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kfm. Karl Schnitzler, Wirtschaftsprüfer

Eine Verwendung des Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts bedarf unserer vorherigen Zustimmung. Bei Veröffentlichungen oder Weitergabe des Jahresabschlusses in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) bedarf es zuvor unserer erneuten Stellungnahme, sofern hierbei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird; auf § 328 HGB wird verwiesen.

Sonstige Berichtsbestandteile:

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.04.2024 festgestellt. Vorstand und Aufsichtsrat haben beschlossen, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 4.790.317,77 auf neue Rechnung vorzutragen.

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