Tengelmann Investments GmbH & Co. KG
Selbe AdresseWagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Henning Dr. Asche seit 20.3.2025 | Prokura |
Markus Halaczinsky seit 20.3.2025 | Prokura |
Patrick Michael Schaich seit 13.12.2022 | Geschäftsführer |
Werner Stütz seit 13.12.2022 | Geschäftsführer |
Andreas W. Dr. Guldin seit 3.1.2022 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KGMünchen (vormals: Mülheim an der Ruhr)Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021Zur Offenlegung bestimmte Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021Aktiva
Passiva
Anlage zur Konzernbilanz
Zur Offenlegung bestimmter Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2021Allgemeine Grundsätze Die Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG, München (vorm. Mülheim an der Ruhr), (TW), eingetragen beim Amtsgericht München (vorm. Duisburg), HRA 115189 (vorm. HRA 8466), ist als Personenhandelsgesellschaft nach den Vorschriften des PublG verpflichtet, einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht aufzustellen und offenzulegen. Auf die Inanspruchnahme der Erleichterung gemäß § 13 Abs. 3 Satz 1 und 2 PublG bei der Aufstellung wird verzichtet. Der Konzernabschluss der TW ist nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt. Die Gliederung der Bilanz erfolgte grundsätzlich gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Für die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB angewandt. Zur Erhöhung der Klarheit der Darstellung werden in der Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Posten zusammengefasst und im Konzernanhang gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB gesondert ausgewiesen. Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden grundsätzlich nach den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der TW erstellt. Soweit abweichende Wertansätze aus dem Jahresabschluss einer Tochtergesellschaft übernommen wurden, sind diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt. Der Abschlussstichtag von einem inländischen vollkonsolidierten Unternehmen ist der 30. April. Für Zwecke der Einbeziehung in den Konzernabschluss wurde von diesem Unternehmen ein Zwischenabschluss zum Konzernabschlussstichtag erstellt. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden neben TW alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, auf die TW unmittelbar oder mittelbar einen beherrschenden Einfluss ausüben kann. Der Kreis vollkonsolidierter Unternehmen umfasst 97 (i. Vj.106) inländische und 85 (i. Vj.80) ausländische Gesellschaften. Im Berichtsjahr wurden acht (i. Vj.vier) Tochterunternehmen erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen und 12 (i. Vj.zehn) Unternehmen, sind aufgrund von Verschmelzung, Anwachsung oder aufgrund von untergeordneter Bedeutung aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden. Aufgrund ihrer insgesamt untergeordneten Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns wurde analog Vorjahr bei zwei (i. Vj. zwei) inländischen und zwei (i. Vj. fünf) ausländischen Gesellschaften gemäß § 296 Abs. 2 HGB auf eine Einbeziehung verzichtet. Weitere sechs (i. Vj. acht) Unternehmen im Ausland werden gemäß § 296 Abs. 1 Nr. 1 nicht einbezogen und wie ein assoziiertes Unternehmen nach der Equity-Methode einbezogen. Die Bilanzsumme dieser Unternehmen beträgt zusammen TEUR 10.120 (i. Vj. TEUR 15.278). Im laufenden Geschäftsjahr werden 26 (i. Vj. 30) inländische und 13 (i. Vj. sieben) ausländische assoziierte Unternehmen, an denen die Unternehmensgruppe Tengelmann im Regelfall zwischen 20 % und 50 % der Anteile hält und bei denen sie einen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausübt, nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Eine Übersicht aller Beteiligungsgesellschaften der Unternehmensgruppe Tengelmann, inklusive der Angaben des § 313 Abs. 2 HGB, ist als Anlage 2 diesem Anhang beigefügt. Des Weiteren hält der Konzern die folgenden Beteiligungen mit einem Anteilsbesitz größer 20 %:
1 Vorläufige Angaben zum 31. Dezember 2020.
Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 und 2 HGB nach der Neubewertungsmethode zu dem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen erstmals Tochterunternehmen geworden ist. Der Wertansatz der dem Mutterunternehmen mittel- und unmittelbar gehörenden Anteile wird hierbei mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens, wie es sich aus der zum maßgeblichen Zeitpunkt aufgestellten Neubewertungsbilanz ergibt, verrechnet. Die bei der Erstkonsolidierung entstandenen aktiven Unterschiedsbeträge werden als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen und planmäßig abgeschrieben. Einzelbeträge bis TEUR 25 werden sofort abgeschrieben. Ein sich ergebender passiver Unterschiedsbetrag wird in einem gesonderten Posten unterhalb des Eigenkapitals ausgewiesen und entsprechend der Vorschriften des § 309 Abs. 2 HGB fortgeschrieben. In Vorjahren entstandene passive Unterschiedsbeträge bleiben, sofern sie auf Gewinnthesaurierungen zwischen dem Zeitpunkt des Erwerbs und der Erstkonsolidierung zurückzuführen und damit technisch bedingt sind, weiterhin Bestandteil der Gewinnrücklagen. Seit dem Geschäftsjahr 2016 werden statuswahrende Auf- und Abstockungen von Anteilen als erfolgsneutrale Kapitalvorgänge gemäß DRS 23 dargestellt. Dies bedeutet, dass eine Neubewertung der Vermögensgegenstände und Schulden sowie die Aktivierung oder Passivierung eines Unterschiedsbetrags und dessen erfolgswirksame Folgebilanzierung entfällt. Stattdessen wurden die Anschaffungskosten der weiteren Anteile mit dem hierauf entfallenden nicht beherrschenden Anteil am Eigenkapital zum Zeitpunkt des Erwerbs dieser Anteile verrechnet. Ein sich hieraus ergebender Unterschiedsbetrag (aktiv oder passiv) ist erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital, vorrangig mit den Gewinnrücklagen, zu verrechnen. Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden in der Konzernbilanz gemäß § 312 Abs. 1 Satz 1 HGB nach der Buchwertmethode bewertet, wobei ein verbleibender Unterschiedsbetrag zusammen mit der Beteiligung ausgewiesen wird. Die Ermittlung des Unterschiedsbetrages erfolgt zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung des Unternehmens als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss. Der Anteil am Jahresergebnis dieser Unternehmen, einschließlich der Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwerts, wird im Beteiligungsergebnis des Konzerns gezeigt. Auf eine Anpassung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bei den Jahresabschlüssen der assoziierten Unternehmen wurde verzichtet. Zwischenergebnisse, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Unternehmen werden eliminiert. Auf ergebniswirksame Konsolidierungen werden Steuerabgrenzungen vorgenommen. Währungsumrechnung Die Vermögens- und Schuldposten der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, die ihre Abschlüsse in ausländischer Währung aufstellen, werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, zum Devisenkassamittelkurs gemäß § 308a HGB am Bilanzstichtag in Euro umgerechnet. Die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung einschließlich des Jahresergebnisses werden zum Durchschnittskurs des Geschäftsjahres in Euro umgerechnet. Die sich ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in einen gesonderten Posten innerhalb des Eigenkapitals eingestellt. Eine Auflösung des Postens erfolgt ergebniswirksam bei teilweisem oder vollständigem Ausscheiden des Tochterunternehmens aus dem Konsolidierungskreis. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände - einschließlich der Geschäfts- oder Firmenwerte - sowie das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungskosten aktiviert und linear über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Soweit der nach den vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert der Anlagegüter über dem Wert liegt, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Im Teilkonzern Olympics Baumarkt Holding GmbH, Wermelskirchen (OBH), bestehen für drei Standorte Sale-and-Lease-Back-Verträge, nach denen diese Standorte von den jeweiligen Marktbetreibergesellschaften für eine Dauer von 15 Jahren (ohne Verlängerungsoptionen) geleast werden. Hieraus resultierende Vermögensgegenstände werden weiterhin im Anlagevermögen ausgewiesen. Korrespondierend wird unter den sonstigen Verbindlichkeiten eine Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber ausgewiesen. Die Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung erfolgt linear über fünf, acht und 15 Jahre. Die voraussichtliche Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung im Teilkonzern OBH beträgt aufgrund des durchschnittlichen Innovationszyklus des OBI-Marktauftrittes acht Jahre. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung der anderen Gesellschaften werden über 15 Jahre entsprechend der durchschnittlichen Laufzeit der Filialmietverträge abgeschrieben. Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung von im Bereich Online-Shopping tätigen Gesellschaften werden über fünf Jahre entsprechend der zum Zugangszeitpunkt geltenden Fassung des § 253 Abs. 3 Satz 3 und 4 HGB abgeschrieben. Die Geschäfts- und Firmenwerte aus den Einzelabschlüssen werden im Teilkonzern OBH über einen Zeitraum von 15 Jahren linear abgeschrieben. Die Abschreibungsdauer für die Geschäfts- und Firmenwerte ist auf die durchschnittliche Laufzeit der Mietverträge der Marktgesellschaften zurückzuführen. Im Teilkonzern KiK Textilien und Non-Food GmbH (KiK), Bönen, wird ein Geschäfts- oder Firmenwert entsprechend der zum Zugangszeitpunkt geltenden Fassung des § 253 Abs. 3 Satz 3 und 4 HGB über fünf Jahre abgeschrieben. Die Bewertung der Anteile an nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen, der übrigen Beteiligungen sowie der Wertpapiere erfolgt zu Anschaffungskosten des Konzerns oder zu niedrigeren beizulegenden Werten. Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen sind zu fortgeschriebenen Anschaffungskosten, erhöht oder vermindert um die anteiligen, noch nicht vereinnahmten Ergebnisse der Gesellschaft und vermindert um (außer-)planmäßige Abschreibungen des aktiven Unterschiedsbetrags, bewertet. Die Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Equity-Bewertung im Teilkonzern OBH werden aufgrund des durchschnittlichen Innovationszyklus des OBI-Marktauftrittes über acht Jahre planmäßig linear abgeschrieben. Sämtliche übrigen Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Equity-Bewertung werden planmäßig mangels zuverlässiger Schätzung über die typisierte Nutzungsdauer von fünf Jahren entsprechend der zum Zugangszeitpunkt geltenden Fassung des § 253 Abs. 3 Satz 3 und 4 HGB abgeschrieben. Im Geschäftsjahr zugegangene Geschäfts- oder Firmenwerte werden grundsätzlich ebenfalls über fünf Jahre abgeschrieben, da es sich hierbei um Investitionen in Venture Capital-Beteiligungen handelt, welche in einem frühen Stadium getätigt werden und somit Unsicherheiten hinsichtlich deren operativer Entwicklung bestehen. Ausleihungen sind zum Nennwert bzw. dem Betrag angesetzt, der ihnen bei einer Wertminderung beizulegen ist. Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. niedrigeren Tages- oder Marktpreisen angesetzt. Lagerhaltungs- und Marktrisiken werden durch Wertabschläge berücksichtigt. Im Teilkonzern KiK werden die Vorräte artikelgenau anhand des gleitenden Durchschnittspreises bewertet. Zur einheitlicheren Darstellung von steuerlichen und handelsrechtlichen Wertansätzen werden im Teilkonzern OBH nur noch einzeln zugeordnete Anschaffungspreisminderungen bei der Bewertung des Vorratsvermögens berücksichtigt. Nachträglich gewährte Anschaffungspreisminderungen werden unmittelbar ertragswirksam erfasst. Zum Verkauf bestimmtes, selbst entwickeltes Immobilienvermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, sofern dieses nicht in seinem beizulegenden Zeitwert gemindert ist. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Im Geschäftsjahr 2021 wurde im TK KiK keine Ermittlung von Reichweitenabschlägen durchgeführt, da keine aussagekräftige Berechnung "Bestand dividiert durch Verkäufe der letzten 12 Monate" möglich war (Lockdown Ende Dezember 2020 bis Ende April / Anfang Mai 2021). Gleichzeitig ist das Risiko einer fehlenden Gängigkeit von Artikeln bereits in den hohen Preisabschriften berücksichtigt. Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zu Nennwerten. Erkennbaren Einzelrisiken und dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Die Bewertung von kurzfristigen Fremdwährungsforderungen erfolgt unter Berücksichtigung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag. Latente Steuern werden für sämtliche zukünftig abzugsfähigen bzw. zukünftig zu versteuernden temporären Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Diese können zum einen aus unterschiedlichen Wertansätzen zwischen Handels- und Steuerbilanz, aus Anpassungen von Bilanzansätzen an konzerneinheitliche Bilanzierung und Bewertung sowie aus Konsolidierungsmaßnahmen entstehen. Zusätzlich zu diesen Bilanzierungs-und Bewertungsunterschieden werden steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Bei den Verlustvorträgen wird darauf abgestellt, ob eine Nutzung innerhalb der auf das Berichtsjahr folgenden fünf Geschäftsjahre zu erwarten ist. Die entsprechende Beurteilung erfolgt auf der Basis einer Planungsrechnung, die sich aus historischen Erfahrungswerten, wirtschaftlicher Entwicklung der Gesellschaft sowie des Umfeldes und sonstigen bekannten Trends zusammensetzt. Bei neuen Erkenntnissen wird die Planung entsprechend angepasst. Sofern aktive latente Steuern in Folgejahren voraussichtlich nicht realisiert werden können, erfolgt eine Wertberichtigung. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wird von den nach derzeitiger Rechtslage geltenden Steuersätzen zum Zeitpunkt der voraussichtlichen Realisierung ausgegangen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen, sofern sie gegenüber derselben Steuerbehörde bestehen. Die Auswirkungen von Steuersatzänderungen werden im Jahr der Gesetzesänderung ergebniswirksam berücksichtigt. Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected-Unit-Credit-Methode") ermittelt. Zukünftige erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 1,7 % bis 2,0 % bei den Renten ausgegangen. Gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB wurde bei der Berechnung der Pensionsverpflichtungen die Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre vorgenommen. Der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz beträgt zum 31. Dezember 2021 1,87 % (i. Vj. 2,31 %). Die Verpflichtungen aus Barlohnumwandlung wurden ebenfalls unter Zugrundelegung des Rechnungszinssatzes für einen Zehn-Jahres-Durchschnittszeitraum ermittelt. Der Unterschiedsbetrag aus den versicherungsmathematischen Barwerten zu den Rechnungszinssätzen auf Basis des Sieben- bzw. Zehn-Jahres-Durchschnittszeitraums beträgt für beide Rückstellungen insgesamt TEUR 7.220 (i. Vj. TEUR 4.295). Vermögensgegenstände, die gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB nur der Erfüllung der Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller Gläubiger entzogen sind, sind in Höhe ihres beizulegenden Zeitwerts mit den Pensionsverpflichtungen zu verrechnen. Im Geschäftsjahr wurden Aktivwerte mit beizulegenden Zeitwerten (= Anschaffungskosten) in Höhe von TEUR 1.805 (i. Vj. TEUR 483) mit Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 60.129 (i. Vj. TEUR 59.549) verrechnet. Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 259 (i. Vj. TEUR 36) wurden mit Zinserträgen in Höhe von TEUR 21 (i. Vj. TEUR 11) verrechnet. Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt und berücksichtigen alle bis zur Bilanzaufstellung erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden und von der Deutschen Bundesbank herausgegebenen durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre zum 31. Dezember 2021 abgezinst. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe von TEUR 976 (i. Vj. TEUR 842) mit dem beizulegenden Zeitwert (= Anschaffungskosten) von verpfändeten Bankguthaben verrechnet. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Die Bewertung von Fremdwährungsverbindlichkeiten erfolgt unter Berücksichtigung des Devisenkassamittelkurses am Abschlussstichtag. Bei Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden das Anschaffungskostenprinzip des § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB und das Realisationsprinzip des § 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB nicht angewendet. Die nicht eingeforderten Einzahlungsverpflichtungen auf Kommanditbeteiligungen (insbesondere gegenüber Leasingobjektgesellschaften) werden in Ausübung eines Ansatzwahlrechts nicht als Verbindlichkeit passiviert, sondern nachrichtlich im Anhang im Rahmen der Haftungsverhältnisse aufgeführt. Die Ausübung des Ansatzwahlrechts führt zu einer entsprechend niedrigeren Bilanzsumme. Zum Bilanzstichtag betragen die nicht eingeforderten Einzahlungsverpflichtungen insgesamt TEUR 8.975 (i. Vj. TEUR 10.381). In dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, die Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach dem Abschlussstichtag darstellen. Erläuterungen zur Konzernbilanz (1) Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens sind dem als Anlage 1 zu diesem Anhang beigefügten Bruttoanlagenspiegel zu entnehmen. Im Geschäftsjahr 2021 wurden wie im Vorjahr keine Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung aktiviert. Die Abschreibungen auf Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung betrugen im Berichtsjahr insgesamt TEUR 9.741 (i. Vj. TEUR 33.964). Hierin sind im Geschäftsjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen (i. Vj. TEUR 15.913) enthalten. Geschäfts- oder Firmenwerte aus den Einzelabschlüssen resultieren mit TEUR 49.714 (i. Vj. TEUR 49.642) aus dem Teilkonzern OBH. Ein im Vorjahr in Höhe von TEUR 41 bestehender Geschäfts- oder Firmenwert aus der Konzerntochter babymarkt.de GmbH, Bochum, wurde im Geschäftsjahr planmäßig auf Null abgeschrieben. Die Anschaffungskosten des Berichtsjahres für Equity-Gesellschaften betragen insgesamt TEUR 14.834 (i. Vj. TEUR 29.033). Aus der erstmaligen Kapitalaufrechnung sowie aus Anpassungen von Kapitalaufrechnungen des Vorjahres ergaben sich Firmenwerte von TEUR 4.575 (i. Vj. TEUR 11.614). Der Restbuchwert der Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Equity-Bewertung beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 6.529 (i. Vj. TEUR 8.260); die Abschreibungen des Berichtsjahres betragen TEUR 5.197 (i. Vj. TEUR 16.158), davon außerplanmäßig TEUR 364 (i. Vj. TEUR 4.903) Die Summe der negativen Equity-Werte beträgt TEUR 16.469 (i. Vj. TEUR 10.508). Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf Restbuchwerte der at-equity bewerteten Beteiligungen beträgt TEUR 465 (i. Vj. TEUR 8.087). Hinsichtlich der jeweiligen Anteile am Kapital an Gesellschaften, die nach der Equity-Methode einbezogen werden, verweisen wir auf Anlage 2 zu diesem Anhang. Der Börsenkurs der Wertpapiere des Anlagevermögens dotierte am Bilanzstichtag um TEUR 98 (i. Vj. TEUR 269) geringer als die angesetzten Anschaffungskosten von TEUR 40.086 (i. Vj. TEUR 38.693). Aufgrund langfristiger Halteabsicht wurde gemäß § 253 Abs. 3 HGB auf eine außerplanmäßige Abschreibung verzichtet, da die Wertminderung voraussichtlich nicht von langfristiger Dauer ist. (2) Vorräte
Die Roh- Hilfs- und Betriebsstoffe betreffen Grundstücke zur Bebauung und späteren Veräußerung der Trei. Die unfertigen Erzeugnisse enthalten noch nicht fertiggestellte, zum Verkauf bestimmte Eigentumswohnungen der Trei. (3) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen TEUR 14 (i. Vj.TEUR 28) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen aus Lieferantenvergütungen in Höhe von TEUR 107.468 (i. Vj. TEUR 85.880) und debitorische Kreditoren in Höhe von TEUR 86.347 (i. Vj. TEUR 68.804). Die im Vorjahr enthaltene Kaufpreisforderung für die Veräußerung der Anteile an NETTO wurde im Geschäftsjahr beglichen. (4) Wertpapiere Bei den Wertpapieren handelt es sich um sonstige Wertpapiere. (5) Rechnungsabgrenzungsposten Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Disagien in Höhe von TEUR 201 (i. Vj. TEUR 411). (6) Latente Steuern Die latenten Steuern setzen sich entsprechend ihrer Verursachung wie folgt zusammen:
Die Wertberichtigung betrifft in Höhe von TEUR 63.267 (i. Vj. TEUR 73.003) die latenten Steuern auf Verlustvorträge. In den latenten Steuern nicht enthalten sind Beträge, die auf permanenten Differenzen beruhen. Die latenten Steuern zum 31. Dezember 2021 beruhen auf folgenden Arten von Abweichungen zwischen handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bilanzansätzen (einschließlich Differenzen aufgrund von Konsolidierungsmaßnahmen, ohne Verlustvorträge):
Die latenten Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen betreffen im Wesentlichen temporäre Differenzen aus Zwischengewinneliminierungen aus internen Veräußerungen von Sachanlagen und Finanzanlagen sowie die Eliminierung von konzerninternen Rückstellungen. Die latenten Steuern (saldiert) entwickelten sich wie folgt:
Bei der Berechnung der latenten Steuern wurden die voraussichtlichen, zum Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen geltenden individuellen Steuersätze der jeweiligen Konzernunternehmen verwendet, die sich wie folgt darstellen:
(7) Eigenkapital Das Eigenkapital setzt sich aus dem durch den Gesellschaftervertrag bestimmten unverändertem Festkapital der Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG in Höhe von TEUR 61.277, den satzungsmäßigen Rücklagen der Muttergesellschaft in Höhe von TEUR 791.871 (i. Vj. TEUR 1.966.162), sonstigen Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 430.886 (i. Vj. TEUR 298.503), der Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung in Höhe von TEUR -73.863 (i. Vj. TEUR -106.164) sowie dem Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von TEUR 185.913 (i. Vj. TEUR 236.928) zusammen. Von dem Festkapital entfallen TEUR 41.464 (i. Vj. TEUR 39.626) auf die Komplementäre und TEUR 19.813 (i. Vj. TEUR 21.651) auf die Kommanditisten. Die Rücklagenverminderungen bei der Muttergesellschaft beruhen darauf, dass die Gesellschafter des Mutterunternehmens im Rahmen einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung am 2. Dezember 2021 im Wege eines vertragsändernden/-durchbrechenden Beschlusses eine Entnahme aus den Rücklagenkonten in Höhe von TEUR 1.174.291 zugunsten der freien Konten der Gesellschafter mit einer Mehrheit von 2/3 der abgegebenen Stimmen beschlossen haben. Ein Gesellschafter begehrt vor dem Landgericht München I mit Klage vom 29. Dezember 2021 die Nichtigkeitsfeststellung bzw. hilfsweise die Nichtigerklärung des Beschlusses sowie Rückzahlung des Betrages an die Gesellschaft. Im Berichtsjahr wurden aktivische Unterschiedsbeträge, die im Rahmen von Anteilserwerben bei bereits vollkonsolidierten Tochterunternehmen entstanden sind, als Kapitalvorgänge mit dem Eigenkapital (sonstige Gewinnrücklagen) in Höhe von TEUR 336.668 verrechnet. Im Vorjahr sind keine Aufstockungen von Anteilen an bereits vollkonsolidierten Gesellschaften erfolgt. In den anderen Gewinnrücklagen sind wie in den Vorjahren Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung, die vor Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes entstanden sind, in Höhe von TEUR 28.175 enthalten. (8) Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung Aus der Fortschreibung der passiven Unterschiedsbeträge gemäß §§ 309 Abs. 2 i. V. m. 301 Abs. 3 HGB wurde ein Ertrag in Höhe von TEUR 3.417 (i. Vj. TEUR 3.886) realisiert. (9) Rückstellungen
(10) Verbindlichkeiten
In den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind neben verschiedenen Bankdarlehen Schuldscheindarlehen (SSD) der OBI GmbH, Wermelskirchen, in Höhe von TEUR 351.000 (i. Vj. TEUR 104.000) enthalten. Die Erhöhung resultiert aus einer erfolgreichen Marktplatzierung von SSD in Höhe von insgesamt TEUR 250.000 im zweiten Quartal 2021 durch den TK OBI. Die Darlehen sind in sieben endfällige Tranchen aufgeteilt und haben Laufzeiten von drei bis zehn Jahren. Da es sich bei einem der Darlehensgeber nicht um ein Kreditinstitut handelt, wird ein Betrag von TEUR 3.500 unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Insgesamt sind von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten TEUR 349.931 (i. Vj. TEUR 266.108) durch Hypotheken, Grundpfandrechte und Grundschulden (Immobilien) gesichert. In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind kurzfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 11.978 (i. Vj. TEUR 7.832) enthalten. Von den sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 31.504 (i. Vj. TEUR 35.831) mit Hypotheken, Garantien oder Abtretung von Mietforderungen gesichert. (11) Derivative Finanzinstrumente und Bewertungseinheiten Im Rahmen der operativen Geschäftstätigkeit sowie der Finanzierung ist der Konzern insbesondere Zahlungsstromrisiken aus Wechselkurs- und Zinssatzänderungen ausgesetzt, die vor allem durch den Abschluss von derivativen Finanzinstrumenten begrenzt werden. Die Unternehmensgruppe Tengelmann steuert diese Finanzmarktrisiken im Rahmen eines bestehenden Risikomanagementsystems. Die Ausgestaltung des Risikomanagementsystems obliegt den einzelnen Unternehmen der Unternehmensgruppe Tengelmann bzw. dem Mutterunternehmen bei bestehenden Teilkonzernen. Die jeweiligen Risikomanagementsysteme sind schriftlich festgehalten, wobei deren Einhaltung durch die Interne Revision der Unternehmensgruppe geprüft wird. Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos aus variabel verzinslichen Darlehen werden Zinssatzswaps und -caps eingesetzt. Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken, die aus auf Fremdwährung lautenden Vermögensgegenständen und Schulden, schwebenden Geschäften und antizipierten Transaktionen stammen, werden Devisentermingeschäfte eingesetzt. Bei den antizipierten Transaktionen handelt es sich überwiegend um Einkäufe in Fremdwährungen. Der Umfang der antizipierten Einkäufe in Fremdwährung wurde auf der Basis der Einkaufsplanung der jeweiligen Gesellschaft ermittelt. Dabei liegt eine Vielzahl von Einkäufen gleicher Art vor, deren Realisierungswahrscheinlichkeit nahezu sicher ist. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 werden vom Konzern folgende Bilanzposten, schwebende Geschäfte und hochwahrscheinliche Transaktionen zusammen mit derivativen Finanzinstrumenten in Bewertungseinheiten einbezogen:
Der Zeitraum der Absicherung beträgt dabei für die Währungsabsicherungen bis zu 24 Monate und für die Zinssicherungen längstens acht Jahre. Bei den abgesicherten antizipativen Transaktionen handelt es sich im Wesentlichen um geplante Einkaufsgeschäfte in fremder Währung, die als höchstwahrscheinlich eingeschätzt werden. Die Sicherungsinstrumente in Bewertungseinheiten werden auf das abzusichernde Risiko abgestimmt abgeschlossen, wodurch ein hochwirksamer Ausgleich der gegenläufigen Zahlungsströme aus Sicherungsinstrument und abgesichertem Risiko, vor dem Hintergrund einer Prolongationsstrategie, über die Laufzeit sichergestellt wird. Die Effektivität der Sicherungsbeziehungen bei den Bewertungseinheiten wird prospektiv und retrospektiv grundsätzlich anhand der Übereinstimmung der wesentlichen wertbestimmenden Bedingungen und Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft überprüft ("critical terms match"-Methode). Die Höhe der mit den Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beläuft sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt TEUR 3.855 (i. Vj. TEUR 61.876). Die zum Bilanzstichtag im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumente werden in nachfolgender Tabelle dargestellt.
Die sich zum Bilanzstichtag des Vorjahres im Bestand befindlichen derivativen Finanzinstrumente werden in nachfolgender Tabelle dargestellt.
Der Marktwert der Derivate entspricht dem Betrag, den die Unternehmensgruppe Tengelmann bei Beendigung des Finanzinstruments entweder erhalten würde (positive Marktwerte) oder zahlen müsste (negative Marktwerte). Die Ermittlung der Marktwerte der zum Bilanzstichtag offenen Devisentermingeschäfte beruht auf Bewertungsmodellen unter Berücksichtigung von Forward-Wechselkursen zum Bilanzstichtag. Die Ermittlung der Marktwerte der Zinsswaps basiert auf der Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme. Als Eingangsparameter werden, soweit möglich, die am Bilanzstichtag beobachteten relevanten Marktdaten verwendet. Die variablen Zinsen werden auf der Grundlage der Forward-Zinsen ermittelt. Die Bilanzierung der oben genannten Finanzinstrumente ist dabei wie folgt: Die Zinsswaps in Bewertungseinheiten werden mit den zugrunde liegenden variabel verzinslichen Darlehen als Mikro-Hedges betrachtet und nicht bilanziert (Einfrierungsmethode). Für die negativen Marktwerte der Zinsswaps, die nicht in Bewertungseinheiten enthalten sind, werden Rückstellungen gebildet. Die Zinscaps werden nicht als Bewertungseinheit mit den zugrunde liegenden Darlehen betrachtet und somit separat im Posten sonstige Vermögensgegenstände und Forderungen bilanziert. Die gezahlte Prämie für den Zinscap, der der Absicherung eines variabel verzinslichen Darlehens dient, wird aktiviert, ratierlich über die Laufzeit abgeschrieben und gegebenenfalls mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren Zeitwert bewertet. Im Geschäftsjahr entspricht der Buchwert dem niedrigeren beizulegenden Zeitwert. Bei den zur Sicherung eingesetzten Devisentermingeschäften und den gesicherten Grundgeschäften erfolgt nach der Einfrierungsmethode keine gesonderte Bilanzierung der positiven und negativen Marktwerte. Die Bildung von Bewertungseinheiten für Devisentermingeschäfte und der gesicherten Grundgeschäfte erfolgt im Rahmen von Mikro- und Portfolio-Hedges. Bei den Devisentermingeschäften werden Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften für diejenigen Geschäfte gebildet, die am Bilanzstichtag einen negativen Marktwert aufwiesen und nicht in einem Sicherungszusammenhang mit einem entsprechenden Grundgeschäft standen bzw. die Bewertungseinheit zwischen Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft einen negativen Marktwert hat. Positive Marktwerte aus Devisentermingeschäften werden nicht bilanziert. Im Geschäftsjahr wurden für derivative Geschäfte Rückstellungen für drohende Verluste in Höhe von TEUR 528 (i. Vj. TEUR 608) gebildet. (13) Haftungsverhältnisse
Die Bestellung von Sicherheiten resultiert aus der Übernahme des Delkredererisikos gegenüber Lieferanten im Teilkonzern OBH. Dies betrifft Lieferantenverbindlichkeiten von Franchisepartnern in Deutschland und Österreich. Garantien und Bürgschaften wurden überwiegend in Zusammenhang mit Immobilien-Kreditverträgen übernommen. Eine zeitlich unbefristete Patronatserklärung besteht im Teilkonzern OBH und ist wie im Vorjahr auf TEUR 1.000 beschränkt. Diese wurde nicht in Anspruch genommen. Bei den sonstigen Haftungsverhältnissen handelt es sich analog Vorjahr um nicht geleistete Hafteinlagen gemäß § 264c Abs. 2 Satz 9 HGB gegenüber verbundenen nicht konsolidierten sowie assoziierten Unternehmen im Teilkonzern OBH. Von einer Inanspruchnahme aus Patronatserklärungen, Bürgschaften oder Garantien ist derzeit nicht auszugehen, weil die betreffenden Gesellschaften über ausreichende Möglichkeiten zur Liquiditätsbeschaffung verfügen. (13) Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden nicht abgezinst. Erläuterungen zur Anlage der Konzernbilanz (14) Umsatzerlöse
(15) Personalaufwand
Im Geschäftsjahr 2021 hat der Konzern an seine Mitarbeiter der Teilkonzerne OBI und KiK Kurzarbeitergeld ausgezahlt. Im TK KiK wurden Zuschüsse für Kurzarbeitergeld in Höhe von TEUR 23.492 mit dem Personalaufwand verrechnet. Im TK OBI betrugen die Gehaltszuschüsse TEUR 15.200. Zuschüsse zu Sozialversicherungsbeiträgen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. Zahl der Mitarbeiter nach Köpfen (Durchschnitt)
(16) Beteiligungsergebnis
Nachtragsbericht Hinsichtlich der im laufenden Geschäftsjahr weiter fortgeschrittenen bilanziellen Auswirkungen des Virus Covid-19 verweisen wir auf den Prognosebericht als Bestandteil des Lageberichts. Am 24. Februar 2022 begann Russland mit einer Militärinvasion in der Ukraine (Russland-Ukraine-Krieg). Als Reaktion darauf verhängten die EU sowie die USA umfangreiche Sanktionen gegen Russland. Der Russland-Ukraine-Krieg hat als wertbegründendes Ereignis im Geschäftsjahr 2022 keinen Einfluss auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2021. Wesentliche Effekte ergeben sich nach dem Stichtag und im Aufstellungszeitraums insbesondere aus dem Russland-Geschäft von OBI. Dort wurde bis zum Aufstellungszeitpunkt das Russland Geschäft von einem russischen Investor übernommen. Die damit verbundenen Verpflichtungen und der Effekt aus der Endkonsolidierung führen zu einem negativen Effekt auf die Ertragslage in Höhe von 100 bis 150 Mio. EUR. Die Liquiditätseffekte belaufen sich auf einen niedrigen zweistelligen Millionenbetrag. Weitere wesentliche direkte Effekte ergeben sich aufgrund des Krieges für den Konzern nicht. Sonstige Angaben Das Gesamthonorar der Abschlussprüfer setzt sich im Konzern wie folgt zusammen:
Die gewährten Gesamtbezüge der Mitglieder des Beirats betragen im Geschäftsjahr TEUR 865 (i. Vj. TEUR 500), davon für ehemalige Mitglieder TEUR 390. Angaben der Befreiung der Personenhandelsgesellschaften i. S. d. § 264a Abs. 1 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Jahresabschlusses nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften Eine Personenhandelsgesellschaft im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB ist unter bestimmten Voraussetzungen (§ 264b HGB) von der Verpflichtung befreit, einen Jahresabschluss und einen Lagebericht nach den Vorschriften der für Kapitalgesellschaften geltenden Regeln aufzustellen, prüfen zu lassen und offenzulegen. Folgende Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a Abs. 1 HGB nehmen diese Erleichterungsvorschrift teilweise in Anspruch und legen den Jahresabschluss (und gegebenenfalls Lagebericht) nicht offen:
Angaben der Befreiung der Kapitalgesellschaft i. S. d. § 264 Abs. 3 HGB von der Pflicht zur Aufstellung eines Jahresabschlusses nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften Folgende Kapitalgesellschaften im Sinne des § 264 Abs. 3 HGB nehmen diese Erleichterungen zur Aufstellung teilweise in Anspruch und legen auch den Jahresabschluss (und gegebenenfalls Lagebericht) nicht offen:
Bekanntmachung Der Konzernjahresabschluss und der Konzernlagebericht werden im Bundesanzeiger bekannt gemacht.
München, den 16. Juni 2022 Tengelmann Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH Christian Wilhelm Erich Haub Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens (erweiterte Bruttodarstellung) im Geschäftsjahr 2021
Anteilsbesitz der Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG zum 31. Dezember 2021
Zur Offenlegung bestimmter Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 20211. Grundlagen und Geschäftsmodell des Konzerns Die Unternehmensgruppe Tengelmann agiert als europäisches Handelsunternehmen in den Branchen Do-It-Yourself, Textildiscount, Non-Food-Discount und E-Commerce. Ergänzt wird das Unternehmensportfolio durch eine international tätige Immobiliengesellschaft und zwei global investierende Venture-Capital-Gesellschaften. Seit ihrer Gründung im Jahr 1867 wird die Unternehmensgruppe Tengelmann von Familienmitgliedern geführt und geprägt. Fünf Generationen - jede beeinflusst durch die Besonderheiten ihrer Zeit - haben das Unternehmen erhalten und zu wirtschaftlichem Erfolg geführt. Die Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG übt in ihrer Funktion als geschäftsleitende Konzernholding die Führung der Unternehmensgruppe aus. In dieser Funktion ist sie verantwortlich für das Portfoliomanagement in den einzelnen Geschäftsbereichen der Unternehmensgruppe Tengelmann. Gesteuert wird die Gesellschaft dabei von der Tengelmann Twenty-One KG. Die Tengelmann Twenty-One KG erbringt dabei im Wesentlichen Dienstleistungen in den Bereichen Business Development, Tax, Legal, Investment Management, Talent Development und Finance. Die Unternehmensgruppe Tengelmann setzt den eingeschlagenen Weg der Neuausrichtung im Geschäftsjahr 2021 konsequent fort. Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2021 wurden die von der H. H. Unternehmensgruppe gehaltenen Anteile der am 1994 gegründeten Textil-Discounter KiK erworben. Im Gegenzug erwarb die H. H. Unternehmensgruppe zum 30. April 2021 die im Besitz von Tengelmann befindliche Beteiligung an dem 2004 gegründeten Non-food-Discounter TEDi. Nach mehr als 25 Jahren gemeinsamer erfolgreicher Zusammenarbeit gehen damit die beiden Familienunternehmen künftig getrennte Wege. Auch auf Ebene der Gesellschafter hat es Neuausrichtung gegeben. Nachdem sich die Familienstämme Karl-Erivan Haub und Christian Haub auf der Basis eines Vorvertrages auf alle Vertragspunkte abschließend und umfassend geeinigt haben, wurde am 24. Juni 2021 der notarielle Anteilskaufvertrag unterzeichnet. Mit dem Erwerb der Anteile der Familie Karl-Erivan Haub wird Christian Haub mit nunmehr 68,67 % Mehrheitsgesellschafter der Tengelmann- Gruppe. Die restlichen Anteile von 31,33 % werden von seinem Bruder Georg Haub gehalten. Für die Unternehmensgruppe Tengelmann ist das eine gute Nachricht, wird damit doch eine jahrelange Auseinandersetzung beigelegt, die viel Energie und Kraft gekostet hat und Unsicherheit in mehrerlei Hinsicht für die Geschäftsfelder und ihre vielen Tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedeutet hat. Mit dieser Einigung kann die Unternehmensgruppe Tengelmann sich jetzt umso entschlossener auf die Herausforderungen konzentrieren, die sich durch die Pandemie und ihre Auswirkungen ergeben haben und das Ziel verfolgen, ein nachhaltiges und zukunftsorientiertes Unternehmen für die nächste Gesellschaftergeneration zu entwickeln. Die Unternehmensgruppe Tengelmann unterteilt sich dabei in drei operativ tätige Geschäftsfelder sowie das Management von Liquid Assets. Im Bereich Dividend & Growth sind die bedeutenden Geschäftsfelder OBI, KiK und babymarkt angesiedelt. Die Trei bildet das Standbein für den Bereich Real Estate und dient als stabiler Anker im Gesamtportfolio der Unternehmensgruppe Tengelmann. Die Aktivitäten der in Europa, überwiegend Deutschland, agierenden Tengelmann Ventures sowie der überwiegend auf dem nordamerikanischen Kontinent investierenden Emil Capital Partners werden im Bereich der Venture Capital gebündelt. Dividend & Growth Der Bereich Dividend & Growth vereint im Geschäftsjahr 2021 die Geschäftsfelder OBI, KiK und babymarkt. Die operative Führung der Geschäfte liegt in der Verantwortung der einzelnen, voneinander unabhängig agierenden Unternehmen. OBI ® Als Nummer eins der Branche in den bedeutendsten Märkten Deutschland und Österreich führt OBI das Baumarktsegment an und gehört europaweit zu den führenden Anbietern. Dabei setzt OBI Trends in Auswahl, Marktformat und Einkaufserlebnis. OBI war 2021 in elf Ländern mit insgesamt 672 Märkten (Filialmärkte und Franchisepartnermärkte) vertreten, davon 351 hierzulande. Neben Deutschland war OBI in Österreich, Polen, Italien, Tschechien, Ungarn, Russland, Slowakei, Schweiz, Slowenien und in Bosnien-Herzegowina aktiv. KIK KiK ist eine erfolgreiche Textilhandelsgruppe und gleichzeitig Anbieter von Non-Food Artikel in allen Ländern, in denen das Unternehmen operativ tätig ist. Im Fokus stehen preisgünstige Bekleidung sowie Heimtextilien und Gebrauchsgegenstände des täglichen Bedarfs. Neben Deutschland war KiK 2021 in Polen, Österreich, Tschechien, Ungarn, Slowakei, Kroatien, Italien, Slowenien, Rumänien, Niederlande und Bulgarien mit insgesamt 4.047 Filialen tätig. babymarkt Klick. Klick. Glück. Die babymarkt.de GmbH ist ein E-Commerce-Handelsunternehmen mit Sitz in Bochum, dessen Sortiment den kompletten Bedarf rund um das Thema Baby und Kind abdeckt. Der wesentliche Absatzmarkt der Gesellschaft ist Deutschland mit zunehmendem Fokus auf die Internationalisierung in Europa. Das Unternehmen verfolgt einen kanalübergreifenden Ansatz und betrieb 2021 neben 13 internationalen Online-Shops in Europa auch sechs stationäre Geschäfte. Real Estate TREI Trei Real Estate (Trei) besitzt und verwaltet Immobilien in Deutschland, Polen, Tschechien, Slowakei und Portugal. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem Bereich Einzelhandelsimmobilien und wird zunehmend durch den Bereich Wohnen ergänzt. Darüber hinaus positioniert sich die Trei in der Projektierung und dem Bau von Wohnimmobilien in Deutschland, Polen und den USA sowie neuer Einzelhandels-Fachmarktzentren in Mittel- und Osteuropa. Es werden dabei Immobilien sowohl für den Bestand als auch für den Verkauf entwickelt. Venture Capital Seit Ende 2009 beteiligt sich die Unternehmensgruppe Tengelmann erfolgreich an schnell wachsenden, jungen Unternehmen. Diese Unternehmensbeteiligungen werden im Bereich Venture Capital gebündelt. Der Bereich Venture Capital verfolgt hierbei einen aktiven, diversifizierenden Investitionsansatz und vorrangig finanzielle Ziele. Ein strategischer Mehrwert dieser Aktivitäten entsteht durch den Zugang zu innovativen Geschäftsmodellen und neuen Technologien sowie den Erfahrungsaustausch und Netzwerkeffekte über die Unternehmensgruppe hinweg. Der aktive Investitionsansatz des Bereiches zeigt sich im Anspruch durch die Hinzuziehung interner und externer Experten zusätzliches Wertsteigerungspotenzial zu generieren und sich dadurch von Mitbewerbern im Venture Capital Markt abzuheben. T TENGELMANN ventures Tengelmann Ventures gehört zu den führenden Early- und Later-Stage Venture-Capital-Investoren in Deutschland. Der Fokus der Investitionen liegt dabei auf Investments in hochinnovative Unternehmen entlang der verbraucherbezogenen Wertschöpfungskette (B2C, B2B) mit zukunftsweisenden Produkten und Dienstleistungen, disruptiven Geschäftsmodellen und innovativen Technologien. Im Rahmen der Auswahl und Bewertung möglicher Investments orientiert sich Tengelmann Ventures an klar definierten Investitionshypothesen die sich unter den Begriffen Erhaltung, Vereinfachung und Individualisierung zusammenfassen lassen. Emil CapiTal Partners Mit Emil Capital Partners beteiligt sich die Unternehmensgruppe seit dem Ende des Geschäftsjahres 2011 an jungen, erfolgversprechenden und überwiegend US-amerikanischen Start-up-Unternehmen, die verschiedene Geschäftsmodelle für den stark wachsenden Markt des gesunden und nachhaltigen Lebensstils des modernen Konsumenten ("New American Consumer") entwickeln und aufbauen. Liquid Assets Der Geschäftsbereich Liquid Assets dient der langfristigen Sicherstellung der Liquidität innerhalb der Tengelmann-Gruppe und besteht aus den Teilbereichen Geldmarkt und Kapitalmarkt. Die Geldmarkt-Anlagen umfassen das tägliche Liquiditätsmanagement, Tages- und Termingelder sowie die Anlage in weitere Geldmarktinstrumente. Die Kapitalmarkt-Anlagen enthalten Beteiligungen an börsennotierten Unternehmen, wie beispielsweise IPOs aus dem Bereich Venture Capital sowie eine Strategische Asset Allocation mit der Zielsetzung eines hoch liquiden und breit diversifizierten Portfolios, um die Renditechancen am Kapitalmarkt als zusätzliche Renditequelle zu nutzen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Entwicklung der Gesamtwirtschaft und Branche Die Coronapandemie hat im Jahr 2020 zu einer der schwersten Rezessionen der Nachkriegszeit geführt. In 2021 kam es zu einer teilweisen Erholung. Die Weltwirtschaft wuchs um insgesamt +6,0 % (VJ: -3,3 %). 1 Nachdem die Eurozone in 2020 eine Rezession durchlebte (VJ: -6,8 %), wurde zur Jahresmitte 2021 das pre-pandemische Output-Niveau wieder erreicht und letztlich im Gesamtjahr ein Wachstum zum Vorjahr von +5,3 % verzeichnet. Dieser Aufholeffekt spiegelt sich auch in allen 17 Ländern wider, in denen die Unternehmensgruppe Tengelmann aktiv ist. Das stärkste Wachstum zeigen hierbei die Länder Kroatien (+10,5 %), Slowenien (+6,9 %), Italien und Ungarn (jeweils +6,5 %). 2 Auch die deutsche Wirtschaft erholte sich trotz der andauernden Pandemie-Situation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt wuchs um +2,7 % zum Vorjahr. Allerdings wurde das Vorkrisenniveau noch nicht wieder erreicht (BIP im Vgl. zu 2019: -2,0 %). Die Wirtschaftsleistung hat sich dabei in fast allen Wirtschaftsbereichen erhöht. Dies gilt auch für den zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe. Allerdings fiel das Wachstum mit +3,0 % hier aufgrund anhaltender pandemiebedingter Einschränkungen im Vergleich zu anderen Sektoren verhalten aus. 3 Die preisbereinigten privaten Konsumausgaben erreichen bei Weiten noch nicht ihr Vorkrisenniveau und stabilisierten sich 2021 auf dem niedrigen Volumen des Vorjahres. Dagegen ist der Staatskonsum weiter gestiegen und stütze das Wachstum. Der Außenhandel Deutschlands lag in 2021 nur noch leicht unter dem Niveau des Jahres 2019. 4 Die Anzahl der Erwerbstätigen blieb zum Vorjahr unverändert. Allerdings ereigneten sich relevante Verschiebungen zwischen den Wirtschaftssektoren, sodass etwa der Bereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe einen Beschäftigungsverlust verzeichnete (-1,8 %). 5 Die Reallöhne sanken im Jahr 2021 geringfügig um -0,1 % gegenüber dem Vorjahr. 6 Die Verbraucherpreise in Deutschland stiegen um +3,1 % (2020: +0,5 %). 7 Ein höherer Anstieg wurde zuletzt vor fast 30 Jahre verzeichnet. Ursächlich sind neben Basiseffekten (v.a. temporäre Mehrwertsteuersenkung, Preisverfall der Mineralölprodukte im Vorjahr), krisenbedingte Auswirkungen, wie Lieferengpässe sowie die deutlichen Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen. Im Jahresdurchschnitt 2021 verteuerten sich gegenüber 2020 vor allem die Energieprodukte (+10,4 %). Auch Waren verteuerten sich 2021 um +4,3 %; gleiches gilt für die Preise für Nahrungsmittel (+3,2 %) sowie für Dienstleistungen (+2,1 %). 8 Die deutschen Einzelhandelsumsätze stiegen im Jahr 2021 real geringfügig um +0,7 % und nominal um +2,9 %. Die Umsatzsteigerung lag damit deutlich unter derjenigen des Vorjahres (2020: real +3,9 %, nominal +5,1 %). Hierbei erzielte der Einzelhandel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren ein nominelles Wachstum von +0,8 % und der stationäre Einzelhandel mit "Nicht-Lebensmitteln" ein Plus von +3,6 %, wobei bei letzterem Segment größere Unterschiede zwischen den einzelnen Branchen zu verzeichnen sind (u. a. Textilien, Bekleidung, Schuhe, Lederwaren -5,0 %; Einrichtungsgegenstände, Haushaltsgeräte, Baubedarf - 6,8 %, Sonstiger Einzelhandel +2,4 %). Der Internet- und Versandhandel erreichte insgesamt ein Wachstum von +13,2 %. 9
1 IMF, März 2021, IMF, Januar 2022
2.2 Geschäftsverlauf Insgesamt steht das Geschäftsjahr 2021 erneut unter dem Einfluss der Coronapandemie. Als Folge verzeichnete der Konzern im 1. Quartal einen deutlichen Umsatzrückgang aufgrund der behördlich angeordneten Filialschließungen und weiterer Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie. Nach der Wiedereröffnung der Einzelhandelsstandorte zeigte sich eine äußerst positive Entwicklung, welche bis ins 4. Quartal anhielt und dann erneut von behördlichen Maßnahmen ausgebremst wurde. Bei OBI zeigen die Zwischenmonate zunächst Aufholeffekte, nachfolgend wird jedoch das hohe Umsatzniveau des Vorjahres nicht mehr erreicht. Der Umsatzverlust insbesondere in Deutschland wird durch die gute Performance der osteuropäischen Länder und der digitalen Kanäle nahezu auf Vorjahresniveau ausgeglichen. Aufgrund der volatilen Rahmenbedingungen sichert OBI das Liquiditätsrisiko durch die Ausübung der Erhöhungsoption des Konsortialkredits, Kreditziehungen und ein neues Schuldscheindarlehen ab. Das KiK Filialnetz öffnete im zweiten Quartal sukzessive, sodass zu Beginn des Monats Mai nahezu alle Filialen wieder betrieben wurden. Die positive Geschäftsentwicklung hielt bis Ende August an. In den verbleibenden Monaten beeinträchtigten Verwerfungen in den globalen Lieferketten sowie erneute pandemiebedingte Einschränkungen die Geschäftsentwicklung. Babymarkt konnte sowohl den Plan-, als auch den Vorjahresumsatz übertreffen. Nachdem die Coronapandemie dem Online-Handel zu Beginn Aufwind verschaffte, ist ein Abflachen dieser Entwicklung nun nicht nur bei Babymarkt zu beobachten. Der Bereich Real Estate wird geprägt durch überplanmäßige Ergebnisbeiträge aus Objekteverkäufen in Deutschland und den USA, sowie durch das stabile Vermietungsgeschäft. Die Weiterentwicklung des Portfolios wird mit leichten Verzögerungen fortgesetzt, wobei trotz dessen ein Rekordhoch bei den Investitionstätigkeiten erreicht wurde. Im Bereich Ventures stärken sowohl die TEV als auch die ECP ihr Bestandsportfolio durch weitere Investitionen. Neben dem Verkauf von weiteren Zalando Aktien und Anteilen an SumUp wurden kleinere Exits realisiert. Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr 2021 die Beteiligung an TEDi vollständig verkauft und im Gegenzug die Beteiligung an KiK deutlich erhöht. Das Filialnetz der Unternehmensgruppe Tengelmann im Bereich Dividend & Growth umfasste zum Geschäftsjahresende 4.559 Filialen und wuchs im Vergleich zum Vorjahr um +80 Filialen erneut, was insbesondere auf die fortwährende Expansion von KiK zurückzuführen ist. Zum Stichtag 31. Dezember 2021 war die Unternehmensgruppe Tengelmann in 23 europäischen Ländern aktiv. Insgesamt beschäftigte die Unternehmensgruppe dabei im Jahresdurchschnitt 65.050 Mitarbeitende (i. Vj. 63.416). Die bedeutsamsten Leistungsindikatoren der Unternehmensgruppe stellen Umsatz und Konzernergebnis vor Steuern da. Mit einem Konzernumsatz von EUR 8,4 Mrd im Geschäftsjahr 2021 wurde eine Umsatzsteigerung von +0,8 % im Vergleich zum Vorjahr erreicht. Die Umsatzsteigerung resultiert dabei größtenteils aus einem Immobilienverkauf in den USA im Bereich Real Estate. Im Bereich Dividend & Growth wirkten sich insbesondere die behördlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Coronapandemie negativ auf den Umsatz im stationären Einzelhandel aus.
Die gemäß Lagebericht 2020 erwarteten negativen Implikationen aus der Coronapandemie sind nicht in vollem Umfang eingetreten. Auch wenn das Umsatzniveau aus dem Vorjahr bei OBI und KiK nicht erreicht wurde, lag das Ergebnis vor Steuern auf Konzernebene deutlich über Plan. Auch das Vorjahr wird aufgrund der oben dargestellten Sondereffekte deutlich übertroffen. Die Unternehmensgruppe Tengelmann erzielt ein positives Konzernergebnis vor Steuern und erreichte die anspruchsvollen Ergebnisziele, trotz der weltweiten Coronapandemie. 2.3 Ertragslage Auf operativer Ebene der Beteiligungen wurde das Geschäftsjahr 2021 erneut von der Pandemie deutlich negativ beeinflusst. Sowohl OBI als auch KiK verzeichneten Umsatz- und Ergebnisrückgänge. Dagegen konnte Trei durch den Verkauf von Objekten ihre Umsatzerlöse deutlich erhöhen. Insgesamt verzeichnet somit der Konzern einen Umsatzwachstum von EUR 64 Mio (0,76 %). Das Beteiligungsergebnis hat sich vor allem durch den Wegfall der Beteiligungserträge der im Vorjahr veräußerten Beteiligung an NETTO um EUR 5 Mio auf EUR -9 Mio verringert. Dagegen verzeichnet der Konzern geringe Aufwendungen aus der Equity-Bewertung sowie geringere Abschreibungen auf Finanzanlagen. 2.4 Vermögens- und Finanzlage Die konsolidierte Bilanzsumme hat sich im Geschäftsjahr 2021 im Vergleich zum Vorjahr um EUR 501 Mio erhöht. Dabei veränderten sich die einzelnen Bilanzposten wie folgt:
Das Anlagevermögen hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021 um EUR 58 Mio auf insgesamt EUR 1.792 Mio erhöht. Dabei führt insbesondere der anhaltende Investitionspfad der Trei zu einer Erhöhung des Sachanlagevermögens. Investitionen in das Finanzanlagevermögen wurden insbesondere bei Emil Capital Partners und der Tengelmann Ventures in das Ventures-Portfolio getätigt. Gegenläufig reduzieren sich die Immateriellen Vermögensgegenstände überwiegend aufgrund von Geschäfts- oder Firmenwertabschreibungen, sowie einem leichten Rückgang des Finanzanlagevermögens aufgrund des Verkaufs der Anteile an TEDi. Der Firmenwert aus dem Kauf der KiK-Anteile wurde unter Wahlrechtsausübung des DRS 23 erfolgsneutral gegen die Gewinnrücklagen verrechnet und führt somit nicht zu einer Erhöhung der Immateriellen Vermögensgegenstände. Im Umlaufvermögen ist die Erhöhung der Vorräte überwiegend auf OBI aufgrund von höheren Beschaffungspreisen zurückzuführen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände reduzieren sich durch die Kaufpreiszahlung aus dem Verkauf von Anteilen an Netto-Markendiscount im Geschäftsjahr 2020. Neben der Kaufpreiszahlung wird die positive Entwicklung der Flüssigen Mittel inkl. Wertpapieren durch Verkäufe von Zalando und Global Fashion Group (EUR 82 Mio) sowie weiterer Exits im Bereich der Ventures-Beteiligungen positiv beeinflusst. Der Verkaufserlös der TEDi-Anteile wurde überwiegend zur Finanzierung der KiK-Anteile verwendet und führt somit nicht zu einer nennenswerten Veränderung der Flüssigen Mittel. Durch den Gesellschafterbeschluss der Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG wurden Rücklagen in Höhe von EUR 1.174 Mio zugunsten der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter aufgelöst. Zur Optimierung der Kapitalstruktur und der teilweisen Finanzierung der Gesellschafterentnahmen wurde ein Bankdarlehen im Volumen von EUR 800 Mio aufgenommen. Die weitere Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ist auf weitere Investitionen in das Immobilienportfolio der Trei und die erfolgreiche Platzierung eines Schuldscheindarlehens (EUR 250 Mio.) bei OBI zurückzuführen. Innerhalb der übrigen Verbindlichkeiten erhöhen sich insbesondere die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter der Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG durch die beschriebene Umbuchung des Eigenkapitals um EUR 236 Mio. Die Eigenkapitalquote reduziert sich aufgrund der beschriebenen Maßnahme bei der Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG auf 22,8 % (im Vorjahr 43,8 %) Den Flüssigen Mitteln inkl. Wertpapieren des Umlaufvermögens von EUR 1.586 Mio stehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten von EUR 1.820 Mio gegenüber. Das Geschäftsjahr schließt mit einem niedrigeren als in Vorjahren, aber weiterhin positiven CF aus operativer Geschäftstätigkeit. Der Rückgang beruht im Wesentlichen auf den Aufbau von Vorräten. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit übersteigt aufgrund der hohen Mittelzuflüsse aus den Beteiligungsverkäufen TEDi und im Vorjahr Netto die Investitionen. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ist geprägt durch die Optimierung der Kapitalstruktur und der Eigenkapitalmaßnahme. Die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des abgelaufenen Geschäftsjahres auf der operativen Ebene ist vor dem oben dargestellten Hintergrund sowie den Belastungen aus der Coronapandemie, insgesamt als zufriedenstellend zu beurteilen. 2.5 Geschäftsverlauf und Lage in den Geschäftsfeldern Dividend & Growth OBI ® Die Entwicklung der Baumarktbranche in Deutschland wurde 2021 maßgeblich durch den harten Lockdown im Frühjahr sowie das Extremwetter beeinflusst. So verbuchte die Branche gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzrückgang von -8,2 % und erlöste insgesamt EUR 20,3 Mrd. Bei vergleichbarer Fläche verzeichnete man ein Minus von -9,1 %. Der starke Rückgang in 2021 ist jedoch den atypischen Zuwachsraten aus 2020 geschuldet. Bei einem Vergleich mit den Vor-Pandemiejahr 2019 spiegelt sich ein solider Wachstumskurs von +4,5 % wider. Das Standortnetz der Bau- und Gartenfachmärkte bleibt seit Jahren stabil und zeigte auch in 2021 keine signifikanten Veränderungen. In Deutschland reduzierte sich die Anzahl der Baumärkte leicht auf 2.091 (2020: 2.095). 10 Die Umsatzzahlen im Jahresverlauf zeigen ein volatiles Bild und sind geprägt durch externe Einflüsse. Der harte Lockdown im ersten Quartal 2021 beeinträchtigte trotz der schnellen und umfangreichen Reaktion des Handels die Verkaufszahlen massiv. So verzeichnete die Branche im Quartal 1 einen Umsatzrückgang um -21,3 %. Der lange Winter und ein verregneter Frühling erschwerten das Geschäft im zweiten Quartal. Ab Juli erholte sich die Branche und wies im Schlussquartal eine positive Umsatzentwicklung auf. In den deutschen Nachbarländern - Österreich und Schweiz - prägten die coronabedingten Maßnahmen ebenso die wirtschaftliche Entwicklung der Bau - und Gartenfachmärkte. Nichtsdestotrotz zeigen beide Länder einen soliden Wachstumstrend (Österreich: +2,5 %/ EUR 3,0 Mrd.; Schweiz: +5,8 %/ CHF 3,9 Mrd.) 11 OBI verzeichnete insgesamt einen Umsatzrückgang von -0,3 %, welcher sich insbesondere aus der Umsatzentwicklung auf vergleichbarer Fläche ergibt. In den deutschen Märkten, mit einem Anteil von 48,7 % am Gesamtumsatz die höchste Relevanz für OBI, ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um -9,7 % zurück. Eine positive Entwicklung verzeichneten insbesondere die Märkte in der Slowakei (+18,1 %), Russland (+16,3 %), Ungarn (+15,7 %), Slowenien (+13,8 %) und Tschechien. Zum Stichtag 31. Dezember 2021 gehörten 506 Märkte zum Konsolidierungskreis, davon 216 im Inland sowie 290 im Ausland. Im Jahr 2021 wurden insgesamt vier Neueröffnungen getätigt. Im Jahresdurchschnitt beschäftigte OBI 34.933 Mitarbeitende im Konsolidierungskreis.
10 BHB - Handelsverband Heimwerken, Bauen und
Garten e.V., März 2022
kik Nach Hochrechnungen des BTE Handelsverband Textil ist der Einzelhandelsumsatz mit Bekleidung sowie Haus- und Heimtextilien im letzten Jahr auf rund EUR 64 Mrd. (+5 %) gestiegen. Die Umsätze fast aller stationären Vertriebsformate sanken aufgrund des harten Lockdowns erneut, wurden jedoch durch den Zuwachs im Onlinehandels überkompensiert. Der Umsatz des Vor-Pandemiejahres 2019 in Höhe von EUR 67 Mrd. wurde deutlich verfehlt. 12 Die Auswirkungen des Lockdowns sowie die Einführung von 2G haben laut Handelsverband Deutschland beim stationären Non-Food-Handel deutliche Umsatzverluste verursacht. Die vorübergehende Umsatzerholung in den Sommermonaten sowie das gut angelaufenen Weihnachtsgeschäft wurden durch die 2G Maßnahmen abrupt gestoppt. Somit wurde besonders das wichtige Weihnachtsgeschäft erheblich durch die Einführung von 2G beeinträchtigt. 13 Die Vorjahresumsätze konnten aufgrund der Corona-bedingten temporären Filialschließungen nicht erreicht werden. Der Umsatz hat sich im Vergleich zum Vorjahr um EUR 92 Mio. (-4,9 %) auf EUR 1.789 Mio. (i. Vj. EUR 1.880 Mio.) reduziert. Auf vergleichbarer Fläche verzeichnete die KiK Gruppe im eigenen Filialnetz eine Umsatzverringerung von -8,3 %. Während die ausländischen Märkte mehrheitlich eine teils deutlich positive Umsatzentwicklung sowohl im Stammbereich als auch gesamt verzeichneten, erreichte der Heimatmarkt Deutschland das Vorjahresniveau nicht. Zum Stichtag 31. Dezember 2021 betrieb KiK insgesamt 4.047 Filialen und baute im Vergleich zum Vorjahr die Standortanzahl trotz der weltweiten Coronapandemie um +76 Standorte weiter aus. Die Standorte verteilen sich auf zwölf Länder in Mittel- und Osteuropa, davon wurden 2.582 Filialen in Deutschland und 1.465 im Ausland betrieben. Zum 31. Dezember 2021 belief sich die Anzahl der KiK-Mitarbeitenden auf 29.814, davon waren 19.032 in Deutschland und 10.782 im europäischen Ausland tätig. babymarkt Klick. Klick. Glück. Das gesamtwirtschaftliche Umfeld war auch im vergangenen Jahr durch die Coronapandemie und die entsprechenden politischen Maßnahmen geprägt. Hierdurch wurde der anhaltende Trend der Verschiebung des Konsums vom klassischen Einzelhandel in Richtung des E-Commerces beschleunigt. Die privaten Konsumausgaben im Allgemeinen stiegen in 2021 laut des Statistischen Bundesamtes um +3,2 %. Der Einzelhandel setzte nach einer Prognose der Destatis in 2021 nominal mit +3,1 % mehr als im Vergleichszeitraum 2020 um. Der E-Commerce-Umsatz stieg in Deutschland gemäß des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel Deutschland e.V. (bevH) deutlich stärker.
12 BTE Handelsverband Textil Schuhe Lederwaren,
März 2022
Ein wichtiger Parameter für babymarkt ist die Entwicklung der Geburten. Die zusammengefasste Geburtenziffer erreichte 2020 in Deutschland weiterhin 1,5 Kinder je Frau. Das aktuelle Niveau (seit 2016) ist der höchste Stand seit der Wiedervereinigung Deutschlands. Die babymarkt.de GmbH konnte auch im GJ 2021 deutliche Umsatzzuwächse erzielen - besonders hinsichtlich des Kerngeschäftes (Online). Die Umsatzzuwächse lagen hier auf dem Niveau des allgemeinen Marktwachstum des E-Commerce in Deutschland. Gegenüber dem direkten Wettbewerb konnte babymarkt.de erneut Marktanteilszugewinne realisieren. babymarkt steigerte seinen Nettoumsatz deutlich auf insgesamt EUR 216 Mio und übertrifft damit das Vorjahr um +18,1 %, bzw. den Plan um +1,7 %. Der Hauptumsatz wurde mit dem Onlineshop im Inland erzielt. Neben Deutschland war das Unternehmen zum 31. Dezember 2021 in 13 europäischen Märkten mit seinen Online-Shops aktiv und zusätzlich in Deutschland mit sechs Filialmärkten vertreten. Insgesamt beschäftigte babymarkt.de 520 Mitarbeitende. Real Estate TREI Zum Stichtag 31. Dezember 2021 umfasste das Portfolio 351 Bestandsobjekte und realisierte einen Umsatz aus Vermietung von EUR 81 Mio. Die Projektentwicklungspipeline bestand aus 38 Projekten mit einem Volumen von ca. EUR 1,2 Mrd. Dabei beschäftigte die Trei Real Estate rund 157 Mitarbeiter in Europa und den USA. Im Geschäftsjahr 2021 konnten alle Wohneinheiten des im letzten Dezember fertiggestellten Projekts Port-o-Brenz in Berlin vermietet werden. Zwei weitere Projekte in Berlin wurden wie geplant fortgesetzt. In Mainz wurde plangemäß mit dem Bau von zwei Projekten mit insgesamt 183 Wohneinheiten begonnen. Bei den Vendo Parks wurden in Polen insgesamt acht weitere Fachmarktzentren fertiggestellt. Zusätzlich wurden neue Grundstücke gesichert und zwei Objekte befanden sich zum Jahresende im Bau. Im Bereich der Wohnprojekte in Polen wurden Bau und Vermarktung der Eigentumswohnungsprojekte in Wrocław und Łódź fortgesetzt. Bei der Entwicklung von Mietwohnungen konnte die erste Baugenehmigung erlangt werden. Bei den Multi-Family-Projekten in den USA wurde der Bau im Großraum Charlotte, NC, planmäßig fertiggestellt. Der Verkauf wurde aufgrund der guten Marktsituation vorgezogen und bereits in 2021 realisiert. Der Bau des Projektes im Großraum Charleston, SC, wurde planmäßig fortgesetzt und der Bau der Projekte in Charlotte, NC, und in Nashville, TN, begonnen. Venture Capital Im Bereich Venture Capital wurde 2021 lt. Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften mit einem Investitionsvolumen von EUR 4,0 Mrd. ein historischer Rekord erreicht. Im Vergleich zum Vorjahr mit EUR 1,9 Mrd. hat sich das Volumen mehr als verdoppelt. Insgesamt rund 600 Start-Ups und junge Unternehmen wurden 2021 mit Venture Capital ausgestattet. 14 Insgesamt hat der Bereich Venture Capital einen positiven Ergebnisbeitrag zum Gesamtergebnis der Tengelmann Gruppe beigetragen. T TENGELMANN ventures Die Unternehmensgruppe Tengelmann ist über den Geschäftsbereich Tengelmann Ventures weltweit an einer Vielzahl von Start-ups beteiligt und zählt in diesem Bereich bereits seit mehreren Jahren zu den bedeutenden Investoren in Deutschland. Im Geschäftsjahr 2021 wurde die Arbeit mit den bestehenden Portfoliogesellschaften weiter intensiviert und weitere Finanzierungsrunden (u. a. Compeon, #you, Mondrian Labs, Arsipa, Masterplan) erfolgreich abgeschlossen. Parallel zu den Investments wurden vor allem Anteile an Zalando und Global Fashion Group verkauft. Im Rahmen des Jahresabschlusses wurden notwendige Abschreibungen, mit denen die operative Entwicklung bzw. die Werthaltigkeit aus aktuellen Finanzierungsrunden abgebildet wird, auf das Portfolio der Tengelmann Ventures durchgeführt. Emil CapiTal Partners Emil Capital Partners (ECP) ist für das Venture-Capital-Geschäft der Unternehmensgruppe Tengelmann in den USA verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2021 wurde die inhaltliche und finanzielle Entwicklung der bestehenden Portfoliogesellschaften vorangetrieben. Investitionen flossen unter anderem in die Beteiligungen Amour Vert, Cheribundi, Les Lunes, Base Culture, United Raw, Whistle Sport, Mondrian Labs, KIN, PetFriendly. Im Rahmen des Jahresabschlusses wurden für das Portfolio Wertberichtigungen vorgenommen. Bei den wertberichtigten Gesellschaften kann die operative Entwicklung aktuell nicht ausreichend überzeugen.
14 Bundesverband Deutscher
Kapitalbeteiligungsgesellschaften, März 2022
Das Portfolio von Emil Capital Partners umfasst eine Vielzahl von innovativen und überwiegend sehr jungen Beteiligungen, weswegen bislang wenige signifikante Exits realisiert wurden. 2.6 Personal- und Sozialbereich In der Unternehmensgruppe Tengelmann gehören die Mitarbeitenden zu den wichtigsten Erfolgsfaktoren und stellen deshalb einen bedeutenden nicht-finanziellen Leistungsindikator dar. Somit nimmt der Personal- und Sozialbereich einen hohen Stellenwert innerhalb der Unternehmensgruppe ein. Zufriedene, qualifizierte und motivierte Mitarbeitende sind die Grundlage für nachhaltigen unternehmerischen Erfolg. So wurde bei OBI in Zentralbereichen das neue Mitarbeitergespräch "OBI FeedForward" eingeführt. FeedForward ist ein toolgestützer kontinuierlicher Prozess, in dem der Dialog zwischen Führungskraft und Mitarbeiter im Vordergrund steht. Auch das E-Learning Angebot in der OBI Academy wurde sowohl in den Zentralgesellschaften als auch im Vertrieb entlang der Bedarfe von Mitarbeitenden und Führungskräften ausgebaut. Die Auszeichnung als "Top Employer" beweist dies Jahr zum 14. Mal in Folge, dass bei OBI eine hohe Mitarbeiterorientierung als attraktiver Arbeitgeber im Mittelpunkt steht. Die Trei bietet ein umfangreiches Programm an allgemeinen und individuellen Weiterbildungsmaßnahmen an. Darüber hinaus werden eine Vielzahl an Incentives geboten, um ein möglichst angenehmes, inspirierendes und produktives Arbeitsumfeld zu schaffen. Flexibilität bei den Möglichkeiten zum mobilen Arbeiten ist ebenso Standard wie eine flexible Gestaltung von Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie wie z. B. Teilzeit- oder Elternzeitmodelle. Auch auf Ebene der Holding Tengelmann Twenty-One KG nimmt der Bereich in Form des Bereichs Talent Development eine zentrale Funktion ein. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Prognosebericht Die globalen Aussichten haben sich durch den Kriegsbeginn im Februar 2022 in der Ukraine wesentlich eingetrübt. Für 2022 wird, nach einem deutlichem Wachstum von +6,1 % im Vorjahr, ein abgeschwächtes globales Wachstum der Weltwirtschaft von +3,6 % prognostiziert. 15 Auch mit Blick auf die deutsche Wirtschaft haben sich die Aussichten für die wirtschaftliche Entwicklung durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine wesentlich verschlechtert. Während vor Kriegsbeginn die zunehmende Industrieproduktion und ein robuster Arbeitsmarkt eine konjunkturelle Erholung erwarten ließen, dämpfen nachfolgend insbesondere ein nochmaliger Anstieg der Energie- und Verbraucherpreise die Wachstumserwartungen erheblich. Zudem werden die wegen der Coronapandemie bereits angespannten Lieferketten zusätzlich beeinträchtigt. Ein Anstieg des Konsums von kontaktintensiven Dienstleistern wird als gegenläufiger positiver Wachstumsimpuls erwartet. Die großen Abhängigkeiten der deutschen Wirtschaft von russischen Energielieferungen birgt zudem ein erhebliches Risiko. Die geopolitische Situation zum Jahresbeginn 2022 durch den Krieg bringt eine sehr große Unsicherheit über die weitere konjunkturelle Entwicklung mit sich, die das Prognoserisiko deutlich erhöht. Eine weitere Verschärfung des Konfliktes sowie eine Ausweitung der Sanktionen könnten die deutsche und europäische Wirtschaft über die Erwartung hinaus deutlich stärker belasten. Ferner stellt die Pandemie weiterhin ein Risiko dar. 16 Der Kriegsbeginn führt im März 2022 zu einer deutlichen Eintrübung der Verbraucherstimmung in Deutschland. Während die Anschaffungsneigung moderate Einbußen verzeichnet, brechen die Konjunktur- und Einkommensaussichten wesentlich ein. Noch im Februar waren die Hoffnungen groß, dass sich mit den absehbaren Lockerungen der pandemiebedingten Beschränkungen auch die Konsumstimmung deutlich erholen kann. 17 Auch die Stimmung in den deutschen Unternehmen ist mit Beginn des Kriegs in der Ukraine eingebrochen. Der ifo Geschäftsklimaindex verzeichnet damit den geringsten Wert seit März 2021 und liegt deutlich unter den Werten der Jahre 2018 und 2019. Der Grund ist ein historischer Einbruch der Erwartungen, der selbst den Rückgang bei Ausbruch der Coronakrise im März 2020 übertraf. Dies gilt insbesondere auch für den Einzelhandel, wenngleich die Einschätzungen zur aktuellen Lage nahezu unverändert gut blieben. 18 Für Deutschland erwartet der Sachverständigenrat für das laufende Jahr ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von nur noch +1,8 % im Jahr 2022, dafür aber +3,6 % im Jahr 2023. Das Vorkrisenniveau (Q4 2019) würde damit voraussichtlich erst im 3. Quartal 2022 wieder erreicht werden. Die Inflationsrate wird 2022 vor allem aufgrund der hohen Energiepreise bei einem Jahresdurchschnitt von +6,1 % erwartet, so hoch wie seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr. 19 Auch im Euro-Raum belasten der Krieg gegen die Ukraine sowie die Engpässe insbesondere bei Vorprodukten sowie bei Arbeitskräften die wirtschaftliche Entwicklung. Ein stabiler Arbeitsmarkt, der private Konsum und der Staatskonsum, vor allem auch Aufbau von Resilienzplänen in den Mitgliedstaaten, sollen einen positiven Impuls resultieren lassen. Der Sachverständigenrat erwartet für den Euro-Raum ein Wachstum des BIP von jeweils +2,9 % in den Jahren 2022 und 2023. 20 Die Konsumentenstimmung in der Europäischen Union und im Euro-Raum liegt seit März 2022 weit unter dem historischen Durchschnittswert. 21
16 Sachverständigenrat, März 2022
Als einzige Beteiligung des Tengelmann Konzerns war OBI in Russland noch zu Jahresbeginn 2022 operativ tätig. Der Geschäftsbetrieb wurde eingestellt und die Entkonsolidierung der russischen Gesellschaften erfolgte im März 2022. Abgesehen von den mit der Entkonsolidierung einhergehenden wirtschaftlichen Effekten hat die Einstellung des Geschäfts in Russland keine wesentliche Auswirkung auf die OBI Gruppe. Darüber hinaus bestanden bzw. bestehen keine wesentlichen Geschäftsbeziehungen des Tengelmann Konzern und seinen Beteiligungen zu in Russland ansässigen Gesellschaften bzw. Unternehmen. Des Weiteren führen die wechselseitigen Sanktionen zwischen Russland und anderen Ländern, wie z. B. Deutschland, nicht direkt zu wesentlichen Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklungen des Tengelmann Konzerns. Grundsätzlich sieht die Geschäftsführung jedoch, analog zur dominierenden Meinung der öffentlichen Institutionen (siehe oben), hinsichtlich der für die Geschäftstätigkeiten geltenden externen Rahmenbedingungen nachhaltige Risiken, die die Geschäftsentwicklung negativ beeinträchtigen könnten. Dividend & Growth OBI ® Von zentraler Bedeutung für die Geschäftsaussichten für OBI ist die künftige Entwicklung der Konsumnachfrage sowie der Bau- und Renovierungstätigkeiten in den Ländern, in denen OBI operativ tätig ist. Der private Konsum wird entscheidend von der Entwicklung der Beschäftigung, der Inflation sowie der verfügbaren Einkommen beeinflusst. Die Expansion von OBI wird sich in den kommenden Jahren weiterhin auf strategisch ausgewählte Märkte konzentrieren. Darüber hinaus stehen die Investitionen in die weitere Transformation des Geschäftsmodells im Hinblick auf innovative Marktkonzepte und Ausweitung der Cross-Channel-Aktivitäten im Vordergrund. Vor dem Hintergrund der oben geschilderten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwartet OBI für 2022 einen Umsatzanstieg im unteren, einstelligen Prozentbereich und trotz des Einmaleffektes aus dem Marktaustritt in Russland ein positives Ergebnis im niedrigeren zweistelligen Millionenbereich. kik Im Januar und Februar 2022 ist das Coronavirus weiterhin präsent. Der Rückgang der Kundenfrequenz war auch im Januar und Februar aufgrund von Maskenpflicht und Zugangsbeschränkungen (2G-Reglung) noch teilweise spürbar. Aufgrund einer sinkenden Hospitalisierungsquote und der steigenden Impfquote in Europa werden aber zunehmend Lockerungen beschlossen und die bestehenden Corona-Maßnahmen nach und nach weitestgehend zurückgenommen (viele europäische Länder haben Ihre Maßnahmen bereits gänzlich aufgehoben), sodass mit einer weiterhin positiven Umsatzentwicklung zu rechnen ist. Neben den Coronabedingten Einschränkungen in der Produktion und Auslieferung in China führt der russische Angriffskrieg zu weiteren Belastungen der Lieferketten und einem erheblichen Anstieg der Rohstoffpreise. Viele Bereiche in der Modebranche werden von den Folgen des Krieges betroffen sein. KiK erwartet für das anstehende Geschäftsjahr 2022 trotz der schwierigen Rahmenbedingungen eine deutliche Steigerung der Umsätze und eine ebenfalls deutlich verbesserte Ergebnisleistung. babymarkt Klick. Klick. Glück. Für das Jahr 2022 rechnet babymarkt mit einer deutlichen Umsatzsteigerung im Vergleich zum Vorjahr sowie einer deutlichen Verbesserung der Ergebnisleistung. Die weitere Entwicklung der Pandemie-Lage ist weiterhin kaum abschließend absehbar und bedarf weiterer Beobachtung. Primär birgt dieser Umstand aber eher Chancen für das Geschäftsmodell von babymarkt. Insbesondere durch die Einführung der neuen Eigenmarke erwartet babymarkt mittelfristig einen verbesserten Umsatz- und Ergebnisbeitrag. Zusätzlich erwartet babymarkt durch das neue Marktplatzmodell und die Anbindung neuer Partner das Produktportfolio deutlich zu erweitern und zusätzliche Erträge durch Retail Media zu generieren. Als Umsatztreiber sind vor allem Produktkategorien mit vielversprechendem Deckungsbeitrag vorgesehen. Die Steigerungen sollen durch ein verstärktes Bestandskundenmarketing, etwa durch den Ausbau des Kundenbindungsprogrammes "babypoints", der App als zusätzlichen Vertriebskanal, sowie durch die Fortführung des erfolgreichen Performancemarketings erzielt werden. Mit der Neubesetzung der Position des CEO Anfang Mai, erwartet babymarkt eine Beschleunigung der Initiativen zur nachhaltigen Verbesserung der Ertragslage und dem Anspruch der Marktführerschaft in Deutschland und Europa gerecht zu werden. Real Estate TREI Aufgrund der gestiegenen Inflation hat die US-amerikanische Federal Reserve Bank (Fed) inzwischen angekündigt, die Ausweitung der Geldmenge zu stoppen und die Leitzinsen in mehreren Schritten wieder anzuheben, sodass allgemein mit einem steigenden Zinsniveau in den USA gerechnet wird. In Europa hat die Europäische Zentralbank (EZB) ebenfalls angekündigt, ihr Anleihekaufprogramm zu reduzieren, während das Zinsniveau bislang unverändert auf sehr geringem Niveau verbleibt, aber auch hier muss mit Steigerungen des Zinsniveaus gerechnet werden und nicht länger von einer Fortsetzung der Niedrigzinspolitik ausgegangen werden kann. Vor diesem Hintergrund muss auch für die Immobilienbranche mit weiteren Schwierigkeiten bei der Materialbeschaffung und einer Steigerung des Kostenniveaus, insbesondere der Bau- und Finanzierungskosten, gerechnet werden. Nichtsdestotrotz wird insgesamt eine Fortsetzung der positiven Gesamt-Entwicklung erwartet, da Immobilien nach wie vor als sichere und vergleichsweise rentable Anlageform gesucht werden und immer noch erhebliche Mengen an Kapital auf den internationalen Märkten verfügbar sind. Zur langfristigen Wertsteigerung der Trei ist daher weiterhin ein umfangreiches Investitionsprogramm geplant. Schwerpunkt wird dabei die weitere Entwicklung von Wohnimmobilien in Deutschland, Polen und den USA sein. Zusätzlich wird das erfolgreiche Vendo Park-Konzept mit Fachmarktzentren in Polen weiter forciert. Aufgrund der langfristigen Mietverträge, die vor allem mit Mietern aus den Bereichen Lebensmitteleinzelhandel und Nahversorgern des täglichen Bedarfs abgeschlossen sind, ist auch in den kommenden Jahren mit einem deutlich positiven Ergebnis zu rechnen. Aufgrund der geplanten Verkäufe der Immobilien in Tschechien, der Slowakei und Portugal wird sowohl das Niveau der Mieterträge als auch das Niveau des EBT, das aus der laufenden Vermietung resultiert, niedriger sein als in den Vorjahren. Dieser Rückgang wird jedoch perspektivisch durch höhere Erträge aus dem Entwicklungsbereich kompensiert. Insgesamt wird in den kommenden Jahren mit einer Fortsetzung der positiven Entwicklung des Unternehmens und einem weiteren Aufbau des Bestands und der Entwicklungs-Pipeline in Deutschland, Polen und den USA gerechnet. Venture Capital T TENGELMANN ventures Im Geschäftsjahr 2022 wird das bestehende Beteiligungsportfolio weiterentwickelt. Die bestehenden Beteiligungen werden laufend auf ihre Werthaltigkeit überprüft und im Bedarfsfall wertberichtigt. Wie bereits in den vergangenen Geschäftsjahren, werden auch für 2022 einzelne erfolgreiche Exits erwartet. Emil CapiTal Partners In den kommenden Geschäftsjahren soll das bestehende Portfolio entwickelt und weiter ausgebaut werden. Der Beteiligungsansatz von nicht werthaltigen Unternehmen wird im Rahmen eines definierten Impairment-Prozesses korrigiert. Die aktuelle Entwicklung des Portfolios gestaltet sich sehr positiv, daher ist auch in den folgenden Geschäftsjahren mit weiteren erfolgreichen Exits zu rechnen. Konzern Die erwartete Entwicklung der Unternehmensbereiche schlägt sich im Konzern nieder. Einerseits belastet der Einmaleffekt aus dem Marktaustritt OBI Russland das Ergebnis, anderseits wirkt sich die Marktwertentwicklung im Immobilienbereich bei vorgesehenen Verkaufsmaßnahmen positiv aus. In der operativen Tätigkeit im Bereich Dividend & Growth wird aufgrund der externen Einflussfaktoren eher eine volatile Entwicklung erwartet. Diese Entwicklung ermöglicht aber weiterhin die Erreichung der für das Jahr 2022 gesetzten Ziele. Das laufende Geschäft im Bereich Immobilen wird weiterhin als stabil erwartet. Die Markentwicklung im Bereich Venture und Liquid Assets kann dazu führen, dass vorgesehene Maßnahmen verschoben werden, aber dafür sich andere neue Opportunitäten ergeben und diese zu Exits im Venture Bereich und/oder zum Kauf Verkauf von Liquid Assets führen können. Insgesamt erwartet die Unternehmensgruppe eine deutliche Umsatzsteigerung bezogen auf vergleichbare Umsätze 22 des Vorjahres und ebenfalls eine deutliche Ergebnissteigerung aus dem operativen Geschäft. Das Konzernergebnis wird jedoch aufgrund der Einmalbelastung aus dem Marktaustritt Russland und der Tatsache, dass kein wesentlicher Ergebnisbeitrag aus Anteilsverkäufe erwartet wird, deutlich niedriger liegen. 3.2 Chancen und Risikobericht Risikomanagement Die international agierende Unternehmensgruppe Tengelmann ist den unterschiedlichsten Risiken ausgesetzt, die mitunter kurze Reaktionszeiten erfordern. Um diesem Gefahrenpotenzial erfolgreich zu begegnen, pflegt die Unternehmensgruppe ein Risikomanagementsystem, das Risiken, die den Fortbestand eines Unternehmens gefährden, frühzeitig erkennen lässt. Die Verantwortung in den Unternehmensbereichen ist funktional gesteuert. In den Zentralen nehmen alle Fachbereiche - koordiniert vom Finanzbereich - ihre Verantwortung zur Erkennung von Risiken wahr. Alle Filial- und Dienstleistungsbereiche sind in einen Strategie-, Planungs- und Budgetprozess eingebunden. Dieser Prozess umfasst die Einschätzung des Markt- und Wettbewerbsumfelds sowie die Erarbeitung von Maßnahmen für mindestens ein Geschäftsjahr. Darüber hinaus wird auf Gesamtunternehmensebene rollierend eine geringstenfalls dreijährige Mittelfristperspektive mit den maßgeblichen Eckdaten erstellt. Diese Planung umfasst auch die Einflussfaktoren auf die Entwicklung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Konzernunternehmen. Planabweichungen werden analysiert und den jeweiligen Führungsgremien zur Gegensteuerung bei Fehlentwicklungen und zur Nutzung von Chancen zugeleitet. Bereits im Vorfeld der Strategie- und Planungsprozesse werden anstehende Risiken und Chancen konsequent analysiert und - falls notwendig - neue Handlungsalternativen entwickelt. Das Risikomanagement ermöglicht einen proaktiven Umgang mit Risiken und leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherung des Fortbestands der Unternehmensgruppe und zur Erhöhung des Bewusstseins für die mit den geschäftlichen Aktivitäten verbundenen Risiken. Wesentliche Risiken bestehen vor allem in den verschiedenen Geschäftsbereichen und sind dort unterschiedlich ausgeprägt. Hierauf wird in der Darstellung des jeweiligen Risikos Bezug genommen. Die nachfolgenden Risiken sind nach ihrer Bedeutung für die Unternehmensgruppe aufgeführt. Ökonomische und politische Risiken und Chancen Mit der Präsenz in mittel- und osteuropäischen Ländern ist die Unternehmensgruppe Tengelmann eng in die ökonomische Entwicklung Europas eingebunden. Positive wie negative Tendenzen in den nationalen Märkten wirken sich auch auf die Entwicklung der Geschäfte der Unternehmensgruppe aus. In der Planung werden entsprechend der politischen und ökonomischen Risiken konservative Annahmen zugrunde gelegt und sowohl Aufwendungen als auch Investitionen daran angepasst. Zusätzlich werden aktuelle Marktentwicklungen bewertet und berücksichtigt. Auf diese Weise wird schnell auf das geänderte Nachfrageverhalten der Konsumenten im In- und Ausland reagiert. Unterjährig wurden die Plan-Annahmen regelmäßig über Plan-Ist-Vergleiche und Vorschauen auf das Jahresende überprüft und bei Abweichungen Gegenmaßnahmen ergriffen. Die Aufgaben des Risikomanagements sind in diesen Fällen: Auswirkungen künftiger Entwicklungen antizipieren, genau beobachten, die tatsächliche Entwicklung kontinuierlich gegen die Planung spiegeln und so ein flexibles Umsetzen von Gegenmaßnahmen zur Ergebnissicherung in allen Bereichen gewährleisten. Markt- und Branchenrisiken Um Risiken aus dem Markt- und Branchenumfeld zu begegnen, ist es die Aufgabe der Unternehmensgruppe Tengelmann - gemeinsam mit den operativen Verantwortlichen ihrer Geschäftsfelder-, Markt und Wettbewerber laufend zu beobachten, Planungen und Entscheidungen der Wettbewerber in langfristige Unternehmensentscheidungen zu integrieren, um auf kurzfristige Änderungen mit Anpassungsfähigkeit und Flexibilität reagieren zu können. Das Wetter ist ein wesentliches und unbeeinflussbares Risiko sowohl für die Textil- als auch für die Baumarktbranche. Ungünstige Wetterbedingungen können zu einer rückläufigen Kundennachfrage und einer negativen Absatz- bzw. Umsatzentwicklung führen, insbesondere in den Saisonübergängen. Dieses Phänomen müssen sich OBI und KiK in ihrer jeweiligen Branche stellen und sich in einem intensiven Wettbewerb behaupten. Ferner bietet die voranschreitende Digitalisierung und die damit verbundene Veränderung des Kundenkaufverhaltens die Chance, neue Vertriebs- und Werbekanäle zu nutzen. OBI begegnet dieser Entwicklung mit dem Ausbau der eigenen Online-Aktivitäten. Durch die gute Marktposition und Innovationsfähigkeit der Geschäftsfelder wird diese Entwicklung als Risiko und Chance gleichermaßen bewertet. Strukturelle Veränderungen im Einzelhandel können zu Leerstand führen und sich negativ auf die Vermietung von Immobilien der Trei Real Estate auswirken. Diesem Risiko wirkt die Gesellschaft durch ein diversifiziertes Mieterportfolio entgegen. Dem Leerstandsrisiko im Wohnbereich wird durch eine sorgfältige Standortauswahl und einem aktiven Management sowohl der einzelnen Mietflächen als auch der gesamten Immobilie entgegengewirkt. Im Bereich Projektentwicklung werden die typischen Entwicklungsrisiken durch die Beschäftigung von hochqualifizierten Spezialisten mit langjähriger Erfahrung, der Einbeziehung von lokalen, erfahrenen Beratern und Dienstleistern sowie durch eine Fokussierung auf sorgfältige Due Diligence- und Planungsprozesse reduziert. Risiken aus Venture-Capital-Beteiligungen Die Investitionen in Start-up-Unternehmen bergen das inhärente Risiko, dass sich ein Geschäftsmodell am Markt nicht wie erwartet entwickelt. Daher werden die Kennzahlen sowie der Markt durch das Controlling des jeweiligen Geschäftsfeldes ständig analysiert, um rechtzeitig den Investitionsfokus anzupassen. Zudem werden jährlich die Beteiligungen im Hinblick auf ihre Zukunft des Geschäftsmodells und ihrer Entwicklung beurteilt und bei Bedarf wertberichtigt. Währungsrisiken Bei den international tätigen Geschäftsfeldern treten Ergebnisbeeinflussungen durch Wechselkursveränderungen im Wesentlichen im Bereich des internationalen Einkaufs auf. Darüber hinaus wirken sich abgeschlossene Miet- und Leasingverträge in Euro und US-Dollar bei den operativen ausländischen Geschäftsbereichen auf das Ergebnis aus. In Fällen einer aufgenommenen Fremdfinanzierung außerhalb der Eurozone können zum Stichtag Währungsrisiken aus der Bewertung auftreten. OBI begrenzt die vorgenannten Risiken durch eine von der Geschäftsführung beschlossene stringente Hedging Policy. Als derivative Finanzinstrumente kommen hier Devisentermingeschäfte, Devisenswaps und Devisenoptionen zum Einsatz. Die Einhaltung der Policy wird durch eine Funktionstrennung von Handel und Risiko-Controlling sichergestellt. Auch KiK schließt zur Absicherung des Devisenrisikos aus dem Wareneinkauf Devisentermingeschäfte in US-Dollar auf den voraussichtlichen Zahlungszeitpunkt ab. Die Sicherungsgeschäfte bilden zusammen mit den Verbindlichkeiten und den Cash-Beständen in fremder Währung eine geschlossene Position, sofern ein eindeutiger Sicherungszusammenhang mit Aufträgen besteht. Die offenen Devisentermingeschäfte werden fortlaufend überwacht. Die Trei Real Estate schließt die Mietverträge im Ausland, mit Ausnahme von Tschechien, mit den Hauptmietern überwiegend in Euro ab. Die Finanzierung der Immobilien erfolgt grundsätzlich in der gleichen Währung, in der die Mietverträge abgeschlossen sind, sodass Wechselkursrisiken minimiert werden können. Finanzwirtschaftliche Risiken Der Umgang mit finanzwirtschaftlichen Risiken wird durch die Unternehmensgruppe überwacht, liegt aber auch im täglichen Geschäft des jeweiligen Chief Financial Officer (CFO) des Geschäftsfeldes. In dem Zusammenhang handelt jedes Geschäftsfeld auch eigenverantwortlich für Finanzierungen im Rahmen der Vorgaben der gesamten Unternehmensgruppe. Der Finanzierungsbedarf wird dabei im Rahmen einer Gesamtplanung und einer weiterführenden, monatlichen rollierenden Liquiditätsplanung ermittelt und analysiert. Weiterführend haben die Geschäftsfelder die Aufgabe, finanzwirtschaftliche Risiken zu identifizieren und zu bewerten. Anschließend werden geeignete Sicherungsmaßnahmen entworfen, umgesetzt und überprüft. Die Steuerung der Risiken erfolgt mittels Richtlinien und Geschäftsanweisungen, die regelmäßig überprüft und aktualisiert werden. Diese regeln die zur Verfügung stehenden Finanzinstrumente, deren Anwendung und die zugehörige Risikobegrenzung. Durch die umfangreichen Maßnahmen zur Finanzierungs- und Liquiditätssteuerung wird die Zahlungsfähigkeit zu jedem Zeitpunkt sichergestellt. IT-Risiken Eine effiziente und reibungslos funktionierende IT-Infrastruktur und die gestiegene Konsumentenerwartung aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung der Gesellschaft stellen für die Unternehmensgruppe Tengelmann - wie prinzipiell für jedes Unternehmen heutzutage - einen kritischen Erfolgsfaktor dar. OBI gewährleistet durch umfassende Maßnahmen eine effiziente, sichere und reibungslos funktionierende IT-Infrastruktur und beugt möglichen Betriebsunterbrechungen sowie IT- Sicherheitsrisiken wirksam vor. Durch kontinuierliche Weiterentwicklung und Optimierung der IT-Landschaft werden den Herausforderungen beim Ausbau digitaler Geschäftsprozesse erfolgreich begegnet sowie die Zukunftsfähigkeit sichergestellt. babymarkt.de begegnet diesem Risiko durch ein entsprechendes Sicherheitskonzept und die Auslagerung der Shop-Server in ein optimal gesichertes Rechenzentrum bei einem Spezialdienstleister. KiK wird weiterhin gezielt in den Ausbau und die Weiterentwicklung des IT-Systems investieren, um die jederzeitige Funktionsbereitschaft der Systeme sowie die Effektivität der Prozesse zu gewährleisten. Den Risiken eines Ausfalls oder einer wesentlichen Störung der IT-Systeme und eine signifikante Beeinträchtigung der Geschäftsprozesse wird aktiv entgegengesteuert. Personalrisiken Ein permanentes Risiko ist die Rekrutierung von geeigneten Mitarbeitenden sowie die erfolgreiche Bindung von bereits Mitarbeitenden an das Unternehmen. Alle Geschäftsfelder haben eine Vielzahl von Maßnahmen ergriffen, um die Zufriedenheit der Mitarbeitenden zu erhöhen und damit die Mitarbeitenden an die Unternehmensgruppe zu binden. Um neue Mitarbeitende für die Unternehmensgruppe zu gewinnen und insbesondere Schlüsselpersonal zu halten, arbeitet die Unternehmensgruppe darauf hin, als Arbeitgeber noch attraktiver zu werden. Mit Karrierepfaden, die Entwicklungsperspektiven aufzeigen, transparenter Leistungsbeurteilung und persönlichen Entwicklungsplänen wird die Unternehmensgruppe im Wettbewerb um die besten Arbeitskräfte werben. Rechtsrisiken Aufgrund der Klage eines Gesellschafters auf Nichtigkeit des Beschlusses zur Entnahme aus den Rücklagen besteht das einer Klage innewohnende Risiko, dass die Entnahme nicht zulässig gewesen sein könnte. Ein wesentliches Risiko, dass die Entnahme zu Unrecht erfolgte, wird jedoch nicht gesehen. Strategische Chancen Die Digitalisierung der Gesellschaft und folglich die Bedeutung des Internet-Handels werden weiter steigen. Die Coronapandemie hat die Entwicklung dabei deutlich beschleunigt. Trotz Wegfall der Pandemie-bedingten Beschränkungen sind die Kundenzahlen im stationären Einzelhandel (noch) nicht wieder auf das Vorkrisenniveau zurückgekehrt und es kommt vermehrt zu Onlinekäufen sowie Reservieren & Abholen-Bestellungen. Des Weiteren ist spürbar, dass sich die Kunden vermehrt online auf stationäre Käufe vorbereiten, um die Verweildauer im Markt zu verkürzen. Neben ausschließlichen Online-Anbietern (Pure Player) profitieren auch etablierte Handelsunternehmen von dieser Entwicklung, indem sie ganzheitliche Cross Channel-Strategien implementieren. Durch die Verknüpfung von E-Commerce und traditionellen Absatzmärkten wird der Kundennutzen erhöht, Marktanteile werden somit nachhaltig gesichert und ausgebaut. Für OBI zeichnet sich ab, dass sich durch die Coronapandemie in der gesamten Bevölkerung das Bewusstsein für das Leben im eigenen Zuhause verändert hat und diesem einen höheren Stellenwert verleiht, den sogenannten Trend zum "conscious & sustainable living". Hier erleben OBI Kunden ihre DIY-Fähigkeiten und damit ihre Selbstwirksamkeit im eigenen, unmittelbaren Lebensumfeld positiv neu. Für OBI ist es wichtig, seine Fähigkeiten weiter auszubauen, systematisch Erkenntnisse über das Kundenverhalten zu gewinnen und daraus die wichtigen Weichen zu stellen, um ein vorteilhaftes, kundenorientiertes Angebot zu generieren. Im Hinblick auf individuelle Beratung trotz Social Distancing bot OBI seinen Kunden mit dem offiziellen Start der heyOBI App im Jahr 2020 genau das richtige Serviceangebot in einer schwierigen Phase. Über heyOBI können sich Kunden aus der Ferne von Experten beraten lassen, bequem von zu Hause recherchieren und Inspiration für anstehende Projekte sammeln. Zusätzlich wurde 2021 der Ausbau der im Vorjahr gestarteten "Alles Machbar Plattform" konsequent vorangetrieben. Immer mehr Kunden sollen von den Vorteilen der heyOBI-App und der dahinter liegenden Plattform profitieren. Für KiK ergeben sich weitere strategische Chancen insbesondere aus den geplanten Flächen- und Länderexpansionen sowie der voranschreitenden Digitalisierung. Trotz des intensiven Preis- und Wettbewerbsdrucks in der Textilbranche und der allgemeinen Kostensteigerung besteht für KiK die Chance, einen Absatz-, Kunden- und Umsatzzuwachs auf der vergleichbaren Fläche durch den Ausbau und die Bereinigung des Filialnetzes zu erreichen. Die Investitionen in Venture-Capital-Beteiligungen geben der Unternehmensgruppe Tengelmann die Chance an der erfolgreichen Entwicklung von Start-up-Unternehmen teilzuhaben. Gesamtbeurteilung Die aktuellen Herausforderungen beeinflussen - zwar unterschiedlich - aber alle Bereiche der Unternehmensgruppe. Produktionsunterbrechungen in China aufgrund Zero-Covid Richtlinien, Lieferkettenunterbrechungen auch durch Russland-Ukraine Konflikt erfordern gezielte Maßnahmen für Sicherstellung der Warenversorgung im Handel. Die Weitergabe der Kostensteigerungen und erhöhten Finanzierungskosten an den Endkunden ist einerseits erforderlich, andererseits dies als herausfordernd einzustufen. Mittel- und langfristig betrachtet kann die Inflation zur Veränderung des Konsumentenverhaltens führen. Ein mögliche Rezession kann eine deutliche Veränderung auf dem Arbeitsmarkt zur Folge haben. Aus dem derzeitig nach wie vor schwer absehbaren weiteren Verlauf des Russland - Ukraine Krieges und den damit verbundenen Sanktionen können sich weitreichende Risiken ergeben, die sich auf verschiedene Bereiche des Konzerns auswirken. Dies kann zu hohen Risiken in der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage führen. Der Konzern ist insbesondere durch das Russland Geschäft bei OBI von diesem Krieg betroffen. Dieses wurde bis zum Aufstellungszeitpunkt von einem russischen Investor übernommen. Die damit verbundenen Verpflichtungen und der Endkonsolidierungseffekt beziffern sich im Geschäftsjahr 2022 auf einen negativen Ergebnisbeitrag in Höhe von EUR 100 bis 150 Mio. Zum einen ist dadurch das Risiko durch das Russland-Geschäft nicht mehr existent. Zum anderen fehlen in Zukunft auch die Ergebnisbeiträge durch das Russland-Geschäft, welches nur noch mehr unwesentlich war. Weitere indirekte Effekte bei einer etwaigen Ausweitung des Krieges auf andere Länder oder andere politischen Folgen durch den Krieg könnten ein hohes Risiko für den Konzern darstellen. Auch in Anbetracht der zum Teil deutlich und ungünstig veränderten Rahmenbedingungen ergibt die Beurteilung der Gesamtrisikosituation, dass keine den Fortbestand der Unternehmensgruppe gefährdenden Risiken bestehen. 4. Dank an die Mitarbeitenden und Kunden Wir bedanken uns im besonderen Maße bei allen Mitarbeitenden, die sich im vergangenen Jahr mit großem Engagement für die Unternehmensgruppe Tengelmann eingesetzt haben. Darüber hinaus danken wir unseren Kunden für ihr entgegengebrachtes Vertrauen sowie allen Partnern, mit denen wir gut und vertrauensvoll zusammengearbeitet haben.
München, den 16. Juni 2022 Tengelmann Verwaltungs- und Beteiligungs GmbH Christian Wilhelm Bescheinigung zur Offenlegung In dem vorstehenden, zur Offenlegung bestimmten verkürzten Jahresabschluss wurden die größenabhängigen Erleichterungen nach §§ 276 und 327 HGB zutreffend in Anspruch genommen. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG, München Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern), - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2021, der Konzern-Gewinn und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Tengelmann Warenhandelsgesellschaft KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Hinweis zur Hervorhebung eines Sachverhalts - Beschluss über Rücklagenentnahmen Wir verweisen auf die Ausführungen im Abschnitt "Erläuterungen zur Konzernbilanz" Textziffer 8 des Konzernanhangs. Dort wird erläutert, dass die Rücklagenverminderungen beim Mutterunternehmen darauf beruhen, dass die Gesellschafter des Mutterunternehmens für dieses im Rahmen einer außerordentlichen Gesellschafterversammlung am 2. Dezember 2021 im Wege eines vertragsändernden/-durchbrechenden Beschlusses eine Entnahme aus den Rücklagenkonten in Höhe von TEUR 1.174.291 zugunsten der freien Konten der Gesellschafter mit einer Mehrheit von 2/3 der abgegebenen Stimmen beschlossen haben. Ein Gesellschafter begehrt vor dem Landgericht München I die Nichtigkeitsfeststellung bzw. hilfsweise die Nichtigerklärung des Beschlusses sowie Rückzahlung des Betrages an die Gesellschaft. Unser Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht sind diesbezüglich nicht modifiziert. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den nach § 13 PublG anzuwendenden deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."
Köln, den 17. Juni 2022 KPMG
AG
Hanshen, Wirtschaftsprüfer Mohr, Wirtschaftsprüferin |
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Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Bereitstellung von IT-Infrastruktur, einschließlich Cloud-Infrastruktur
Wagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Vermittlung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Großhandel mit Obst, Gemüse und Kartoffeln
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Großhandel mit elektrischen Haushaltsgeräten
Beteiligungsgesellschaften
Entwicklung und Programmierung von Anwendungssoftware
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Verwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für Dritte
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und Werbeflächen
Beteiligungsgesellschaften
Großhandel mit pharmazeutischen Erzeugnissen
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Wein, Sekt und Spirituosen
Großhandel mit Werkzeugmaschinen
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Tätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Großhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Bereitstellung von IT-Infrastruktur, einschließlich Cloud-Infrastruktur
Unternehmensberatung
Großhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Ingenieurbüros für Tragwerksplanung
Herstellung von orthopädischen Erzeugnissen
Erbringung von sonstigen Dienstleistungen der Informationstechnologie
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Großhandel mit Kraftwagenteilen und -zubehör
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Waren ohne ausgeprägten Schwerpunkt
Kauf und Verkauf von eigenen Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Erbringung von allen anderen Unterrichtsdienstleistungen a. n. g.
Herstellung von Büromöbeln
Wagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Großhandel mit chemischen Erzeugnissen
Beteiligungsgesellschaften
Patentanwaltskanzleien
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Vermessungsbüros
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Wagniskapital-Beteiligungsgesellschaften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Einzelhandel mit Fleisch und Fleischwaren
Großhandel mit Sanitärkeramik
Vermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und Werbeflächen
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Herstellung von Büromöbeln
Private Wach- und Sicherheitsdienste für Veranstaltungen
Großhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Private Wach- und Sicherheitsdienste für Veranstaltungen
Verlegen von Zeitschriften
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
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Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen